Undertale - Freiheit findet man nur dort, wo man nicht nach ihr sucht.

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8 Kapitel - 9.382 Wörter - Erstellt von: Shirade - Aktualisiert am: 2016-06-27 - Entwickelt am: - 506 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

"Als ich versuchte mein Leben endlich zu beenden, fing es erst richtig an. Ein Wille, irgendetwas lies mich damals nicht sterben. Nun steh ich hier und lebe im Untergrund. Doch, was... Wenn jemand meine Macht ausnutzt..?"

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Ouch! Mein Kopf schmerzte so stark...Warum? Langsam und noch etwas gelähmt von meinem sturz, öffnete ich meine Augen. Schließlich realisierte ich, ich lag auf einer wiese aus Blumen, aber wirklich hübsch sah es um mich herum nicht aus, eher etwas staubig und heruntergekommen.

Wo war ich hier bloß?

Das letzte woran ich mich erinnern konnte was ich getan habe war das ich auf diesen dummen Berg geklettert war und in dieses verdammte Loch gefallen bin.

Als ich mich aufsetzte kam eine... uhm... alte Kuhdame? auf mich zu. Endlich fiel's mir ein, ich war hier in der Unterwelt, gel? Dort wo die Monster lebten. Oh shit, was mach ich jetzt? Irgendwie lächelte sie mich nett an, aber ich traute diesem Lächeln nicht. "Hallo! Ich bin Toriel, wie heißt du denn?"

Wirklich so gemein sah sie jetzt nicht aus, und machte auch gar nicht so einen eindruck, aber ich lass mich nicht um den Finger wickeln. Soll ich meinen Namen jetzt sagen? Na ja, schlechter kann's ja eigentlich nicht werden. Ich bin hierher gekommen um zu sterben und was tu ich grad? Ich unterhalte mich mit einer Kuhdame. Irgendwann murmelte ich dann einfach nur: "Lucy..." - "Lucy also! Das ist aber ein schöner Name. Ich versteh schon, dein Gesicht sagt mir du bist verdammt verwirrt. Ich werde dir helfen, okay?"

Wirklich was zu verlieren hatt ich nicht. Also nickte ich bloß, irgendwas wird das hier schon bringen. Endlich stand ich auf und sah der alten Kuhdame nun in das Gesicht. Sie hat noch immer ein breites Grinsen auf dem Gesicht, als ob es normal für sie wäre wenn ein Mensch hier runterfallen würde. "Du fragst dich bestimmt wo du bist, richtig? Gut, ich schätze du weißt das du in der Unterwelt bist, aber das wir hier in den Ruinen sind, wusstest du nicht, richtig?", sie kicherte leicht, "Ich wache über die Ruinen und schaue hin und wieder hier vorbei um nach zu schauen, ob jemand runtergefallen ist."

Langsam begann ich vernünftig zu verstehen, wenn auch nur langsam. Toriel zeigte auf ein Tor und sagte: "Folg mir!" - "O-okay!" Wirklich viele andere Optionen hat ich ja jetzt nicht, außerdem, schlimmer kann es echt nicht mehr werden. Wir gingen durch das Tor und kamen in einen anderen Raum, nun blieb sie wieder stehen.

"Die Ruinen sind voller Puzzel! Das ist wichtig für dich zu wissen, denn die musst du lösen um weiterzukommen! Aber keine Sorge, für den Anfang werde ich sie dir alle erklären und dann wirst du sie schon selber lösen können! Ist das okay für dich, mein Kind?" Ich nickte, ich werd das schon hinkriegen, ich will hier aber trotzdem raus, gibt es einen Ausgang aus den Ruinen? Auf dem Boden des Raumes waren um die 6 Schalter, Toriel trat auf 3-4 davon und legte einen Schalter an der Wand um. Jesus, ich werd mir hier doch nicht jedes einzelne Puzzel merken. NIEMALS! Ein weiterer Grund, zu gehen.

"Komm", sagte Toriel und unterbrach meine Gedankengänge. Diesmal nickte ich nicht einmal und folgte ihr einfach, was soll ich denn sonst tun? Irgendwann wurd mir langweilig und ich begann eine Konversation zu beginnen. "Können Puzzel auch gefährlich sein..?", brach diese Frage dann aus mir heraus. Sie nickte lächelnd. "Und wie!" Sie blieb stehen und zeigte auf einen Dummy, welcher vor uns im Raum stand. "Wie wär's, wenn du mal mit dem Dummy dort trainierst? Denn du bist ein Mensch, manche Monster könnten dich aus Angst angreifen. Aber keine Sorge! Die meisten Monster möchten einfach nur das du etwas bestimmtes tust, nicht sie bekämpfst. Versuch's mal mit dem Dummy, red mit ihm, versuch's so auch bei anderen Monstern, schinde ein bisschen Zeit und ich werde dann den Konflikt lösen!"

Ich versuchte den Gedanken, das es total idiotisch ist mit einem Dummy zu reden, und ich es daher nicht tun werde, schnell und einfach runter zuschlucken, ich werd es wohl einfach tun müssen. Ich sah den Dummy an, fühlte mich so dumm das ich nicht mehr als ein "Hi" aus mir herauskriegte. Was soll ich denn sonst zu 'nem Dummy sagen? Toriel sah aber trotzdem zufrieden aus, wow... wie einfach man sie glücklich machen konnte. "Gut gemacht! Folge mir nun weiter, Lucy!" Wieder nickte ich, irgendwie war ich grade total wortkarg, und folgte ihr weiter.

Irgendwann kamen wir in einem Raum an, und ein froschartiges Monster grief mich an. Fast schon wollte ich aus reflex angreifen, aber was hatte Toriel gesagt? Agieren. Ich begann also irgendeine scheiße zu machen, bis Toriel kam und den Konflikt löste. Warum war ich eigentlich nicht gleich gestorben, da wo ich gefallen war? Ein genervtes Seufzen entfloh meinem Mund und Toriel sah mich an. "Im nächsten Raum ist ein weiteres Puzzel, Lucy. Und ich möchte, das du es alleine löst, verstanden? Ich habe dir sogar die Schalter markiert, viel kannst du also nicht falsch machen!"

Ich nickte und wir gingen in den nächsten Raum. fertig mit den Nerven war ich allemal, irgendwie passte alles nicht richtig zusammen. War es richtig das ein Monster so nett zu einem Menschen war, und umgekehrt? Na ja, ich hab dann die markierten Schalter gedrückt, waren insgesamt bloß 2 und der Weg vor uns wurde frei. Na also, wenigstens etwas das ich konnte. Ich folgte ihr dann weiter in den nächsten Raum, wo eine große Fläche aus Stacheln war. Hä? Wie soll man denn da rüber kommen?

Toriel kicherte kurz über meinen verwirrten Gesichtsausdruck. "Hm... Nimm mal meine Hand, mein Kind." Kurz wollte ich protestieren, aber ich denke das ist nicht der richtige Moment für streitereien. Also nahm ich ihre Hand, irgendwie war sie unangenehm warm und irgendwie vertraut... Mann. Also ging sie mit meiner kleinen Hand in ihrer auf die Stacheln zu, was versuchte sie? Uns beide um zubringen? Na ja, ich würd's begrüßen... Trotzdem. Plötzlich verschwanden die Stacheln wo sie hintrat im Boden, also gab es einen geheimen Weg. Aber den werd ich mir niemals merken können, ich war zwar gerade mal 12, aber mein Gedächtnis war wie ein Käse mit zuviel Löchern.

Auf der anderen Seite angekommen, lächelte Toriel mich an und ließ meine Hand wieder los. Irgendwie fühlte sich das hier wie ein guter Traum an, jemand kümmerte sich um mich, jemand ist für mich da. Aber irgendwie wollte ich das alles nicht wahrhaben und sah Toriel so gut wie nie in die Augen, vermeidete also jeden kleinsten Blickkontakt. Sie führte mich bis zu einem langen, sehr langen Raum. Die alte Kuhdame gab mir ein nettes und freundliches Lächeln. "Ich möchte bitte, dass du den Rest des Raumes alleine gehst... Entschuldigung..." Plötzlich lief sie schnell vor.

Na ja, entweder wollte sie mich auf diese Art und Weise loswerden, wie ich im ersten Moment gedacht hatte, oder sie will prüfen ob ich's auch ohne sie hier unten aushallte. Wahrscheinlich will sie mich irgendwann auch alleine lassen. Nach einer langen Überlegepause, setzten sich meine Beine endlich in Bewegung und ich machte mich auf den Weg durch den Raum, Gott, der war riesig. Als ich zum Ende des Raumes kam, wurd ich langsam etwas ungeduldig, wo war Toriel? Obwohl mich das nicht wirklich interessierte, ich wusste nur nicht wie ich hier ohne sie klar kommen sollte.

Ich blieb vor dem Ausgang zum nächsten Raum stehen und sah mich um, dann kam Toriel hinter einer Säule hervor. Hätt ich mir eigentlich denken sollen, ich idiotin. Sie versuchte einen Augenkontakt mit mir zu erhaschen und sagte: "Keine Sorge, ich hab dich nicht alleine gelassen. Ich war bloß hinter dieser Säule dort! Weißt du, diese Übung war sehr wichtig. Ich musste deine Unabhängigkeit testen, denn ich muss ja schließlich auch mich um die Ruinen kümmern. Kannst du bitte hier warten, während ich meine Arbeit erledige?" Irgendwie nickte ich, dachte aber nicht im Traum daran, hier einfach die ganze Zeit stehen zu bleiben.

Als sie aus dem Raum war, folgte ich ihr unauffällig und schon war sie wie verschwunden, wow... Wie schnell sie sein konnte wenn sie wollte, vielleicht konnte sie sich ja sogar teleportieren... Ich hab mal gehört manche Monster können das. Mann, diese ganze Magie muss doch verdammt cool sein. Wenn ich doch nur mehr lernen hätte können bei meinen Eltern, die haben mir ja nichtmal beigebracht wie man aufsteht. Das was ich jetzt kann, ist das was ich selbst geschafft hab. Ist zwar nicht viel, aber besser als elendig zugrunde zu gehen.

Ich glaube, den meisten Monstern hätte ich sowieso längst den Kopf eingeschlagen, wollte aber bloß keinen Ärger. Weißt du, mit einem Lebenspunkt bringst du es nicht weit, wenn du dich streitest. Und EXP so wie LV haben mir bisher nichts gebracht, ich glaub ich werd für immer mit diesen 1 HP leben müssen. Und dann bin ich auch noch nur so ein schwächlicher Mensch, ich hab gehört dass es auch Monster mit diesem Problem gibt, die können sich aber wenigstens anständig verteidigen. Ich kann bloß mit 'nem Messer rumfuchteln oder kleine Fünkchen von Magie herzaubern, wenn man das überhaupt noch Magie nennen kann.

Aber lernen tat ich schnell, was Magie betraf. Jedenfalls konnte ich bereits mein Auge zum Leuchten bringen damit ich Licht im dunkeln hatte, war schon praktisch manchmal. Jedenfalls war dieses Licht das einzige Licht in meinem Leben. Plötzlich fühlte ich mich schon wieder so alleine, in der Nähe von Toriel war wenigstens jemand der für mich da war und mich nicht über alles hasste. Vor allem, was tat ich jetzt wenn mich etwas angreift? Sollte ich es einfach töten? Aber ich bin doch viel zu schwach dafür... Sollte ich bloß weglaufen?

Das klang mir selbst am vernünftigsten, ich werd einfach immer weglaufen. Also begann ich weiter zugehen, löste die meisten Puzzel ohne Probleme und rannte vor Problemen einfach weg, Gott... Das wurde nach einer Zeit echt anstrengender als ich dachte. Irgendwie wunderte ich mich, das ich bei dem Sturz nicht starb. Ich hab doch bloß 1 HP, also... Wie hab ich das überlebt? Ich wollte mich selbst hauen, ich war einfach zu neugierig und hinterfragte alles. Ich muss aber erwachsener sein, als ich aussehe. Dieses kleine Mädchen mag zwar schwach und gebrechlich aussehen, erst 12 sein und sich eher nach Spiel, Spaß und Liebe sehnen, aber ich wusste dass ich hart werden musste um zu überleben.

In dieser Hölle ist es...

TÖTEN oder GETÖTET WERDEN.

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