Lily Allenson - Untrennbar (Kapitel 15)

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1 Kapitel - 1.375 Wörter - Erstellt von: Adhara - Aktualisiert am: 2016-06-20 - Entwickelt am: - 493 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Unglaublich, aber wahr. In meiner Unerreichbar FF war nach dem 15. Kapitel schon Schluss. Ich würde mal behaupten, dass noch nicht einmal die Hälfte von diesem Teil zu ende ist. Aber ich denke, dass ihr über die Sommerferien viele neue Kapitel erwarten könnt.

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    »Mir gefällt das ganz und gar nicht. « Chiron runzelte besorgt die Stirn. Wir saßen im Großen Haus um einen runden Tisch herum. Das Haus war eing
    »Mir gefällt das ganz und gar nicht. «
    Chiron runzelte besorgt die Stirn. Wir saßen im Großen Haus um einen runden Tisch herum. Das Haus war eingerichtet wie immer. Ein wenig altmodisch, ein wenig verstaubt, viel Holz und der Leopardenkopf Seymour, der an der Wand hing und vor sich hin schnarchte. Manchmal wachte er zwischendurch auch auf und gähnte herzhaft. Dann breitete sich der Duft von stinkigem Katzenatem im Raum aus.
    Home sweet home, dachte ich.
    Um den Tisch verteilt saßen Abby, Sarah, Robert, Chiron und ich. Chiron hatte sein Pferdehintern in seinem Rollstuhl geparkt, weil er sonst eine Menge Möbel im Haus umgeworfen hätte. Wir hatten uns dagegen in knautschige Sessel gekringelt. So gemütlich die Atmosphäre auch war, die meisten von uns wirkten eher angespannt, als ob sie jeden Moment aufspringen müssten.
    Nur ich hatte es mir bequem gemacht. Ich ließ meine Beine über die Armstützen baumeln. Das einzige Anzeichen von Nervosität, dass ich mir gestattete war ein Fuß, der die ganze Zeit über zappelte.
    Robert klopfte mit einem Stift auf die Tischplatte und Sarah knabberte an ihrer Lippe, während Abby leicht auf und ab hüpfte.
    »Ich verstehe nicht ganz, was die Ägypter damit zu tun haben. « Ich gab mir Mühe verwirrt genug zu wirken. Chiron sollte nicht bemerken, dass Rachel mich auch in dieses Geheimnis eingeweiht hatte.
    »Hat Rachel nichts dazu gesagt? «, hakte er nach.
    Ich lächelte schräg und bemühte mich, seinem Blick nicht auszuweichen. »Leider nicht.«
    »Nun ja, es ist nur so, dass es seit Jahrtausenden einen Wettstreit um die Mumie von Alexander dem Großen gibt. Einen Wettstreit zwischen den Griechen, den Römern und den Ägyptern. « Er schüttelte den Kopf. »Aber wer rechnet den damit, dass die alten Knallköpfe vom Lebenshaus in ihrem Besitz sind. «
    »Ein Wettstreit um eine alte Mumie? Das sind wirklich Knallköpfe! «, sprach Abby das aus, was wir alle dachten.
    »Es…«, Chiron zögerte. »Es geht mehr um den symbolischen Wert des Leichnams. Die Griechen wollen ihn, weil er aus dem hellenischen Kulturraum stammt. Dabei haben sie zu Lebzeiten immer auf ihn herabgesehen, weil er nur ein Makedonier, ein Barbar war… Doch als sie bemerkten, wie bedeutend er sich entwickelte, da waren sie hinter ihm her. Die Ägypter wollen ihn, weil er den ägyptischen Kulturraum geprägt hat. Was denkt ihr, warum so viele Städte Alexandria heißen? Er war zwar ein bisschen eingebildet, aber er hat auch die Kulturen und Religionen der Ägypter anerkannt. Sie haben ihm eine Art von Respekt entgegengebracht. «
    »Und die Römer? Alexander war nie in Rom. «, warf ich ein.
    »Die Römer wollten ihn, weil sie sich mit seinem Drang alles erobern zu wollen, identifizieren konnten. « Er zögerte. »Die Mumie ist ein Symbol, aber die wenigsten wissen, dass das wirklich Wertvolle das Schwert ist. Als Alexander starb und seine Berater ihn fragten, wem denn nun sein gigantisches Reich gehöre, soll er geantwortet haben „Dem Stärksten von euch“. Diese ungenaue Antwort hat dazu geführt, dass alle seiner Nachfahren getötet wurden und sein Reich zerfiel. Der Legende nach soll das Schwert zu dem sogenannten „Stärksten“ führen. Es ist der Schlüssel. «
    »Wie kann ein Schwert zum Stärksten führen? « Sarah sah verwirrt aus. »Kann man das etwa wie eine Wünschelrute benutzen oder wie? «
    »So genau ist das gar nicht überliefert. «
    »Das klingt ja erfolgsversprechend.« Sie wirkte verwirrt. »Doch eine Frage hätte ich noch: Was oder wo ist dieses Nomos-Dingsbums? « fragte sie nach.
    »Nomoi sind so etwas wie Verwaltungsbezirke. Sie sind nicht so groß wie Länder… Eher so wie Großstädte. Dallas. London. Paris. Berlin.«
    »Und was ist nun der 99. Nomos? «, hakte ich verwirrt nach.
    »Wartet eine Sekunde. « Chiron rollte ins Hinterzimmer. Für eine Weile hörten wir nur Papierrascheln. Dann kam Chiron mit einer riesigen eingestaubten Karte zurück.
    Er breitete sie auf dem Tisch aus und wir blicken gespannt darauf. Die Nomoi waren mit römischen Zahlen nummeriert. Der erste Nomos war Kairo. Darum herum drapierten sich die anderen Nomoi. Umso weiter sie von Kairo entfernt lagen, desto größer wurden die Zahlen. Also musste der 99. Nomos ziemlich weit entfernt liegen von Kairo. Und dann erblickte ich endlich an der Westküste Kanadas ein IC.
    »Hier.« Ich deutete darauf, woraufhin alle auf die gezeigte Stelle blickten.
    »Hm, « sagte Chiron. »Das ist Vancouver.« Er runzelte die Stirn.
    »Was zum Hades machen die Ägypter in Kanada? « Sarah sah verwirrt aus.
    » „Wo die Ägypter bitterlich frieren.“ Wie passend. «, warf Robert ein.
    »Vielleicht wollen sie uns ja irgendwie verwirren. «
    »Die wesentlich wichtigere Frage lautet doch: Werden sie uns das Schwert überlassen? « Mir gefiel das gar nicht. Ich wollte nicht in weitere Konflikte mit irgendwelchen Ägyptern geraten.
    »Wahrscheinlich nicht freiwillig, schätze ich mal. Es wird höchstwahrscheinlich auf einen Kampf hinauslaufen. «
    »Sollten wir dann Abby nicht vielleicht hier lassen? Das wird sehr gefährlich werden und so viel hat sie ja auch noch nicht trainiert. «
    »Nein!« Wir blickten das junge Mädchen überrascht an. Abby war von ihrem Sessel aufgesprungen. »Ich werde mitgehen, egal was ihr sagt oder tut. Und wenn ihr es mir verbietet, werde ich mich eben hinterherschleichen. Wie wollt ihr mich dann beschützen, hm? « Sie hielt ihren Rücken gerade und reckte ihr Kinn hervor. Ihre blauen Augen blitzten uns entschlossen an; sie hatten einen so dunklen Blauton angenommen, dass sie fast schwarz wirkten. Noch nie zuvor hatte ich sie so ernst und entschlossen gesehen. Manchmal vergaß ich, dass sie ein Straßenkind war.
    Ich verspürte einen Stich im Herzen und ich musste schlucken, bevor ich wieder sprechen konnte. Ihre Haltung hatte mich dermaßen aus der Fassung gebracht, dass ich kaum sprechen konnte.
    »Nun gut, wenn das so ist…« Ich tarnte das Ganze als Hustenanfall.
    Die Anderen tauschten verwirrte Blicke. Abby setzte sich wieder hin und entspannte sich etwas. Und dennoch wich der lauernde Blick nicht aus ihren Augen. »Aber wie wollen wir überhaupt nach Vancouver gelangen?« Ich wechselte geschickt das Thema.
    Jetzt reiß dich doch mal zusammen, Prinzessin. Genau das, würde Hermes jetzt zu mir sagen.
    »Der Landweg wird im Moment zu gefährlich sein, schätze ich mal. Gaias Erwachen stellt eine zu große Gefahr für euch dar. «
    »Aber wir müssen den Kontinent überqueren. Vancouver liegt an der Westküste Nordamerikas. Wir können doch nicht den ganzen Kontinent umschiffen. «, gab ich zu Bedenken.
    »Ich schlage vor, dass ihr mit einem Boot an der Ostküste entlangsegelt und dann durch Kanada nach Vancouver mit dem Zug fahrt. Im Norden geht es wilder zu und der Einflussbereich der Götter ist nicht mehr so groß. Aber es ist immer noch sicherer als durch die Vereinigten Staaten zu reisen.«
    »Alles klar. « Ich blickte alle in der Runde an. »Dann treffen wir uns wohl morgen am Strand um unsere Reise nach Vancouver zu beginnen.«
    Langsam verließen wir alle das Große Haus und ich dachte noch einmal über Abbys Anwandlung nach. Die Art wie sie dastand, wie sie blickte, wie sie innerhalb weniger Sekunden von locker auf ernst umgestiegen war. All das erinnerte mich auf eine Weise an ihren Vater. Noch nie zuvor hatte ich Hermes so deutlich in ihr gesehen, wie in diesen einen Moment.

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Lily Allenson - Untrennbar (Kapitel 15)
Lily Allenson - Untrennbar (Kapitel 15)
Unglaublich, aber wahr. In meiner Unerreichbar FF war nach dem 15. Kapitel schon Schluss. Ich würde mal behaupten, dass noch nicht einmal die Hälfte von diesem Teil zu ende ist. Aber ich denke, dass ihr über die Sommerferien viele neue Kapitel erwarte...
http://www.testedich.de/quiz42/quiz/1466346744/Lily-Allenson-Untrennbar-Kapitel-15
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2016-06-19
406G
Percy Jackson

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