WG-Lovestory (eine fast ff zu Naruto/Akatsuki) 10

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5 Kapitel - 5.751 Wörter - Erstellt von: Frechi - Aktualisiert am: 2016-06-20 - Entwickelt am: - 310 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

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Daisuke‘s POV:
Geschlagene drei Stunden, DREI STUNDEN, schleppt sich mich jetzt schon durch die Läden. Warum muss sie nur so ein Mädchen sein? Und warum müssen so viele Mädchen auf Einkaufen stehen? Genau das ist der Grund, warum ich keine Freundin will. Was soll ich mit so jemandem anfangen? Ich meine, die gibt nur dein Geld aus, beansprucht dich als Packesel und noch mehr so ätzendes Zeug. „Du kannst übrigens jeder Zeit gehen.“, sagt Tama, während sie einen Kleiderständer nach was Brauchbarem durchsucht. Ich antworte erstmal gar nicht.

Tama‘s POV:
„Passt schon.“, sagt er nach einer Ewigkeit. Ich drehe mich verwundert zu ihm um. „Das hätte ich jetzt nicht von dir erwartet.“ „Was?“ „Na dass du freiwillig bleibst. Du bist nicht so der Typ Mensch, der eine Freundin beim Shoppen begleitet.“, antworte ich und drehe mich zurück zum Kleiderständer. „Es tut mir übrigens leid, dass ich dich einfach so mitgezogen hab.“ „Schon okay.“, sagt er. Ich seufze. Ich glaube, ich mache jetzt Schluss. Ich hab ja jetzt genug Klamotten. „Lass uns gehen.“, sage ich, nehme meine Tüten und drehe mich um. Er nickt mir zu.

Daisuke‘s POV:
Zum Glück verlassen wir endlich diesen gottverdammten Schuppen. Zu meiner Überraschung trägt sie ihre Tüten selber. „Willst du noch in den Waschsalon?“, frage ich. „Ja, gerne, aber können wir erst noch mal zu dir? Ich will das alles nicht unnötig rumschleppen.“, fragt sie. Ich nicke. Warum schafft sie das, was andere in Jahren nicht hingekriegt haben? Warum macht mein Körper bei ihr Sachen, die ich sonst niemals machen würde?

Tama‘s POV:
Wenig später stehen wir vor seinem Haus. Er schließt auf und wir gehen rein. Er schließt die Tür. Er steht noch mit dem Rücken zu mir, da fragt er fast flüsternd: „Warum bei dir?“ „Was meinst du?“, frage ich etwas unsicher. „Warum macht du das mit mir? Warum machst DU das?“ „Ich verstehe nicht.“, antworte ich. Jetzt habe ich wirklich Angst. Vor ein paar Minuten war er noch so anders. „Warum bringst ausgerechnet DU meine perfekte Maske zum Brechen?“, fragt er in einem bedrohlichen Ton. Ich gehe eine paar Schritte zurück. Ich bin jetzt wirklich, wirklich in Panik. Trotzdem frage ich ruhig: „Daisuke, was ist los?“ „Was los ist?“, fragt er wütend und dreht sich um. „Warum DU? Warum die Frau, die meinen Bruder kennt? WARUM DU?“, brüllt er mich an. Ich kann einfach nichts antworten. Ich spüre deutlich die Spannung im Raum. Trotzdem gehe ich langsam auf ihn zu. Ich weiß genau, dass er jetzt gewalttätig werden kann. Er könnte mich auch schlagen. Aber das ist mir jetzt so was von egal. Ich kann Menschen, die ich sehr gern habe, einfach nicht leiden sehen.

Daisuke‘s POV:
Ich bin total aufgewühlt und stehe kurz vor der Explosion. Ich reagiere immer so, wenn ich meine Gefühle nicht zeigen will. Tama kommt langsam auf mich zu. Sie weiß genau, dass ich sie locker verprügeln könnte. Ich beiße die Zähne aufeinander. Sie steht vor mir. „Daisuke.“, sagt sie. „Halt dich nicht zurück. Lass alles raus. Wir sind hier unter uns.“

Tama‘s POV:
Ich sehe in seine Augen. Sie spiegeln pure Mordlust wieder. „Hör auf damit. HALT ENDLICH DEIN MAUL!“, brüllt er mich an und holt zum Schlag aus. Ich mache einfach die Augen zu. Es knallt heftig und ein höllisch brennender Schmerz zieht sich über meine linke Gesichtshälfte. Warum ich ihm nicht ausgewichen bin, weiß ich nicht. Vielleicht, weil das die Situation noch schlimmer gemacht hätte. Ich kann ihn unmöglich besiegen. Da kann ich in Karate so gut sein, wie ich will. Außerdem will ich ihn nicht verletzten. Ich öffne langsam die Augen und drehe meinen Kopf in seine Richtung. Seine Hand ballt sich zu einer Faust und holt wieder zum Schlag aus. Ich schließe einfach wieder die Augen und mache mich bereit. Ich warte auf den noch heftigeren, nicht kommenden Schmerz. Ich öffne langsam wieder die Augen und sehe ihn an. Seine Faust ist auf halbem Weg stehen geblieben. Seine Augen schauen in eine andere Welt. Ich merke deutlich, wie meine linke Gesichtshälfte anschwillt. Ich breche zusammen. Erst jetzt spüre ich, wie heftig der Schlag eigentlich war. Ich lege vorsichtig meine Hand an meine Wange, ziehe sie aber sofort wieder zurück, weil der Schmerz noch heftiger wird. Ich schaue zu Daisuke hoch. Sein Blick ist immer noch nicht wieder in dieser Welt angekommen. Er schließt die Augen und lässt sich fallen. Ein paar Sekunden später knallt er auf den harten Boden. Er öffnet die Augen und sieht in meine. Auch bei ihm sehe ich so viel Schmerz. Genau wie bei Minoru. „Oh Gott, Tama.“, sagt er erschrocken. Und endlich laufen ihm seine so lange zurück gehaltenen Tränen über die Wangen. „Komm her.“, sage ich und winke ihn mit meinen Händen zu mir. Er krabbelt zu mir und ich nehme ihn in die Arme. „Ich wollte das nicht.“, schluchzt er. „Es tut mir so leid. Ich weiß nicht was... Oh Gott, oh Gott.“, schluchzt er und weint und weint und weint. „Ist gut.“, sage ich. Er verstärkt seinen Griff um meinen Oberkörper und drückt seinen Kopf noch mehr an mich. Jetzt kommen auch mir die Tränen, weil sein Kopf gegen meine Wange drückt. Sein Körper bebt. Er zittert und krallt seine Hände in meine Haare. Ich habe schon viele Tränenausbrüche und verzweifelte Situationen erlebt, aber es war noch nie so heftig, wie bei Daisuke. Es hat sich eben jahrelang Schmerz und Verzweiflung angestaut. Und jetzt ist er explodiert. „Hilf mir. Bitte hilf mir.“, presst er zwischen verzweifelten Schluchzern hervor. Ich drücke seinen Kopf noch mehr an mich, was mir noch mehr die Tränen in die Augen treibt, weil sein Kopf noch mehr gegen meine Wange drückt. Gaaanz langsam vergrößern sich die Abstände zwischen seinen Schluchzern und er hört ebenso langsam auf zu weinen.

Endlich hat er sich wieder beruhigt. Wir sitzen immer noch auf dem Boden. Er krallt sich immer noch in meine Haare und ich drücke ihn inzwischen nicht mehr an seinem Kopf an mich, sondern an seinem Rücken. Wir bleiben noch eine ganze Weile so. Ich merke, wie meine Beine langsam einschlafen. Es ist ein sehr unangenehmes Gefühl, aber ich will die Umarmung nicht auflösen, weil Daisuke gerade genau so was braucht. Inzwischen ist auch meine linke Halsbeuge komplett aufgeweicht, aber in diesem Moment macht mir das überhaupt nichts aus.

Daisuke‘s POV:
„Daisuke, ich will jetzt eigentlich nicht aufhören.“, sagt sie leise. Ich starre die Wand gegenüber von mir an. Ich will auch nicht aufhören. Sie drückt mich sanft von sich weg. Nur wiederwillig lasse ich ihre weichen Haare los und richte mich auf. Sie sieht mich an. Ich sehe sie an. Ihre linke Gesichtshälfte ist schon ziemlich rot. Sie sieht dadurch nicht weniger attraktiv aus. Trotzdem ist es mein Schlag gewesen und ich fühle mich deswegen ziemlich schuldig. Warum nur ist sie nicht ausgewichen?

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