Die Welt von Attack on Titan mal anders: Der Krieg der Schwarzen Wölfe (Teil 3) Der Vierte Mensch

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7 Kapitel - 15.867 Wörter - Erstellt von: C - Aktualisiert am: 2016-08-13 - Entwickelt am: - 1.638 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Wir kommen zum nächsten Teil unseres Abenteuers.

Was bisher geschah: Asuru hat die Schwarzen Wölfe zusammengetrommelt, um gemeinsam mit Eren Jäger und die Armee den Bezirk Trost von den Titanen zu befreien. Kurz darauf wurde Eren ins Gefängnis gesteckt und vor Gericht gebracht. Asuru beauftragte Alynne, Eren vor Gericht zu verteidigen. Es wurde entschieden, dass Eren Jäger den Schwarzen Wölfen beitreten darf. Weiterhin wurde eine Zusammenarbeit der Schwarzen Wölfe und der Spezialeinheit von Kommandant Erwin Smith beschlossen.

Eren, Mikasa und Armin sind unterwegs zur Festung Wolfstein, der Hochburg der Schwarzen Wölfe, um sich der ungewöhnlichen Einheit anzuschließen. Er kann es kaum erwarten, einige Antworten von Asuru zu bekommen.

1
Der Gestank
(vor fünf Jahren)

„Was glaubt ihr Schlaffi eigentlich, wer ihr seid!“, brüllte der glatzköpfige Ausbilder wie ein Irrer auf dem Marktplatz. „Ihr denkt, ihr könnt die Menschheit vor den Titanen schützen, ja? Ihr seid doch nur kleine Würmer, die Soldaten spielen wollen!“
Die jungen Rekruten standen stramm, versuchten krampfhaft, nicht zusammenzuzucken, während Keith Shadis umherstiefelt und jeden von ihnen anschrie. Seine Worte waren wie Klingen, die sich in ihre Köpfe bohrten.
„Du da!“, keifte Keith einen jungen Mann an. „Woher kommst du?“
„Aus Trost, Sir!“
„Soso, aus Trost. Und warum hast du dich der Armee angeschlossen?“
„Weil ich die Menschheit vor den Titanen beschützen will!“
„So, willst du das?“
„Ja, Sir!“
Shadis marschierte weiter und blieb vor einem blonden Mädchen stehen, das schon Angstschweiß auf ihrer Stirn hatte. Als der Glatzkopf sich vor ihr aufbaute, schluckte die Kleine schon.
„Und du? Warum hast du dich der Armee angeschlossen?“
„Sir, um die Menschheit vor den Titanen zu schützen, Sir!“
Plötzlich nieste jemand!
Shadis sprang auf wie ein Wolf, der gerade seine Beute gewittert hatte.
„Wer war das? Wer hat die Unverschämtheit, mich zu unterbrechen?“
„Verzeihung, Sir, das war ich“, rief ein kleiner Junge, als er sich mit einem Taschentuch die Nase putzte. Shadis stampfte durch die Reihen.
Dann erkannte er den Störenfried.
Es war das kleinste Mitglied der zweiundneunzigsten Einheit. Er war vielleicht elf oder zwölf Jahre alt, soweit Shadis wusste. Der Junge besaß pechschwarze Haare, sein Gesicht war durch Narben gezeichnet und sein rechtes Auge wurde durch eine Augenklappe verborgen.
Das war er.
Shadis wusste nun, wer das war. Es war der Junge, der von außerhalb der Mauer kam und die Mauerwache warnen wollte, kurz bevor der Kolossale Titan aufgetaucht war. Die Regierung hatte erkannt, dass dieser Junge die einzigartige Fähigkeit besaß, Titanen töten zu können, ohne sie am Nacken treffen zu müssen. Dieses außergewöhnliche Talent wollten sie nutzten und steckten den Jungen deshalb in die Armee. Jedoch hatte sich herausgestellt, dass der Einäugige schon ausgebildet war, so gut wie er die Ausbildung durchlaufen hatte. Nur so war zu erklären, dass er jetzt nach wenigen Monaten hier bei den älteren Absolventen stand.
Nichtsdestotrotz wollte sich Shadis dies nicht gefallen lassen.
„Und wer bist du?“
„Ich bin Asuru Wolf, Sir“, erwiderte der Einäugige ruhig.
„Soso, Wolf also, ja? Was fällt dir ein, zu husten, während ich mich gerade mit jemanden unterhalte?“
„Das war nicht mit Absicht, Sir.“
„Nicht mit Absicht?“ Shadis Ton schallte so laut, dass selbst die Berge in der Ferne zu zittern schienen. Aber der einäugige Junge bewegte keinen einzigen Muskel, als wär er taub.
„Das ist mir egal, ob das mit Absicht war oder nicht!“, stellte Shadis klar. „Wenn du hier stehst, hast du gefälligst ruhig zu sein, klar?“
„Sir, gilt das auch, wenn ich furzen oder rülpsen muss?“, wandte Asuru trocken ein. „Denn das kann ich ja nicht so gut kontrollieren. Ich könnte die Arschbacken zusammenkneifen, nur dann platze ich irgendwann wie ein Ballon und die Sauerei wäre echt ekelhaft.“
Bei den Rekruten tauchte kalter Schweiß auf ihre Stirne auf und ihre Augen rissen sie auf, als hätte Asuru gerade behauptet, Shadis sei ein hirnloser Affe. Andere Rekruten jedoch pressten krampfhaft ihre Münder zusammen, um nicht loszulachen.
„Findest du das witzig?“
„Ja, Sir, ich finde das witzig“, erwiderte Asuru trocken. „Zumindest für mich.“
„Aha. Dann erklär mir doch mal, warum du dich der Armee angeschlossen hast?“
„Das kommt darauf an, Sir, was Sie hören wollen.“ Shadis starrte Asuru wütend an. „Wollen Sie die üblichen Parolen hören? Sie wissen schon, dieses Ich will die Menschheit schützen, blabla, weil ich ein Held sein will, blabla? Und der andere üblichen Scheiß? Oder wollen Sie die Wahrheit, Sir?“
Wieder herrschte eine Totenstille wie auf einem Friedhof. Die versteiften Rekruten schauten alle den unverschämten Einäugigen an, als würden sie einem ruhenden Vulkan zusehen, der gleich explodieren würde. Shadis hingegen hob misstrauisch die Augenbrauen, vor allem, weil Asuru völlig ungerührt vor ihm stand, als hätte er gerade vor dem Spiegel Selbstgespräche geführt.
„Nun gut, mein junger Freund, wenn du mich schon so fragst“, fing Shadis an, „dann erzähl mir doch die Wahrheit.“
„Ich will den Gestank loswerden, Sir.“
„Den Gestank?“, bluffte Shadis zurück. „Was für ein Gestank? Willst du jetzt behaupten, ich stinke?“
„Nein, nicht Sie, Sir“, stellte Asuru ungerührt klar. „Sir, Sie wissen, was ich bin, oder?“
Shadis schwieg, doch die Antwort war in seinen dunklen Augenhöhlen zu lesen.
„Sir, ich bin in der Lage, Titanen aufzuspüren“, fuhr der Einäugige fort. „Ich kann sie nicht nur durch die Vibrationen am Boden aufspüren, sondern ich kann sie auch riechen, Sir. So wie Titanen uns Menschen riechen können, kann ich Titanen riechen. Das Blöde daran ist nur, dass, im Gegensatz zu den Menschen, die verschissenen Titanen keine Hygiene kennen. Die Titanen stinken dermaßen nach Scheiße, Pisse und menschlichen Gedärmen, dass ich jedes Mal kotzen möchte. Auch jetzt kann ich sie riechen, wie diese riesigen Eunuchen an der Mauer schlagen oder hochklettern wollen. Das ist einer der Gründe, warum ich nicht in einen der Außenbezirke wohnen will, Sir.“
Der junge Wolf rümpfte die Nase, als hätte er gerade sein Gesicht in ein Haufen Gülle gesteckt.
„Um es kurz zu machen, Sir: Ich bin nur aus einem einzigen Grund hier“, fuhr Asuru fort. „Ich will, dass der Gestank aufhört. Ich werde die Titanen jagen und vernichten, bis auf das letzte beschissene Titanenbaby, Sir.“
„Du willst also die Titanen ausrotten, ja?“
„Wollen?“, erwiderte Asuru verwundert und schaute dem Ausbilder direkt in die Augen. Sein strahlend blaues Auge funkelte wie ein Kristall in einer Höhle, hell und doch kräftig wie der Zorn eines gefangenen Dämons, der die Menschheit auffressen wollte.
„Ich werde die Titanen ausrotten, Sir“, stellte der Wolf klar. „Es sei denn, ich werde vorher getötet, weil es das Einzige wäre, was mich davon abhalten würde, Sir. Alles andere kommt für mich nicht in die Tüte, Sir. Reicht Ihnen das, Sir, oder soll ich doch wieder die übliche Parole über die Rettung der Menschheit aufsagen?“

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