Wenn die Schatten uns verlassen

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6 Kapitel - 4.772 Wörter - Erstellt von: Freeware24 - Aktualisiert am: 2016-06-22 - Entwickelt am: - 364 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Drei Katzen beschlossen einst die vier Clans: Flussclan, Donnerclan, Windclan und Schattenclan, zu verlassen. Gemeinsam suchten sie ein neues Territorium. Und sie fanden es auch. Sturmkralle, aus dem Flussclan, Blatthagel aus dem Donnerclan und Felsregen aus dem Windclan bildeten 3 neue Clans. Vorerst ahnten sie es nicht, doch schon bald nach ihrer Ansiedlung im neuen Territorium merkten sie, dass ein Teil des Sternenclans mit ihnen gegangen war.

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    ((bold))Vorwort und Hirachie ((ebold)) Diese Fanfiktion ist kein Lebenswerk für mich und mir ist bewusst, dass sie wahrscheinlich nicht einmal halb s
    Vorwort und Hirachie


    Diese Fanfiktion ist kein Lebenswerk für mich und mir ist bewusst, dass sie wahrscheinlich nicht einmal halb so gut wie manch eine andere ist. Falls ich einen eurer Namen oder Clannamen ausversehen "übernommen" habe, tut es mir Leid. Ich selbst bin nicht so sehr aktiv in RPGs und kann mit Sicherheit sagen, dass mir der Sturmclan, der Blattclan und der Felsclan noch nie untergekommen sind. Wahrscheinlich wird es diese Clans geben, wenn auch nicht in dieser Kombination. Felsstern, Sturmstern und Blattstern, die ersten Anführer und Gründer der Clans, sind in dieser Fanfiktion schon längst verstorben, nur um eine Missverständlichkeit beiseite zu schieben. 
    Die Hirachie ist fast komplett leer. Ja, das ist Absicht. Wenn ich weiter schreibe trage ich die Katzen nach und nach ein, keine Sorge. Hierzu könnt ihr auch gern in die Kommentare Charaktere schicken. Ich kann sie dann in die Geschichte bringen, also nur keine falsche Scheu ;) 
    Viel Spaß beim Lesen 

    ~Freeware24 

    Hirachie: 

    Blattclan: 

    Blattclan Katzen sind dank ihrer Geduld sehr gute Jäger. Sie können gut klettern und sprinten. 

    Anführer: 
    Wiesenstern - grünäugiger, breitschultriger, dunkelbrauner Kater mit einer weißen Vorderpfote und kurzem Fell

    2. Anführer: 

    Heiler: 

    Krieger: 
    Fuchsfell - fuchsrote, leicht weiß getigerte, schlanke Kätzin, mit sehr glattem, kurzem Fell und hellgrünen Augen 

    Ahornpelz - dunkelbrauner, grünäugiger, kräftiger Kater, mit langen Krallen und etwas längerem Fell 

    Rußschatten - elegante, weiß-grau getigerte Kätzin mit einem langen Schwanz und kurzem Fell

    Krähenflug - kräftiger, hellgrau bis dunkelgrau getigerter Kater mit blauen Augen und weißem Bauch 

    Hasensprung - hellbraune, zierliche, gewandte Kätzin mit gelblich grünen Augen und einer weißen Brust, sowie Schwanzspitze

    Haselbart - älterer, eher kleiner, komplett schwarzer Kater, mit haselnussbraunen Augen
    Schüler: 

    Königinnen: 
    Säuselwind - anmutige, grünäugige, weiße Kätzin, mit hellbraunen Pfoten und einer dunkelgrauen Schwanzspitze 

    Junge: 
    Wolfjunges - hellgrauer, großer Kater mit blauen Augen und weißem Bauch 

    Weißjunges - schmutzig weiße, blauäugige Kätzin mit kurzem Fell und grauen und braunen Sprenkeln am ganzen Körper 

    Sandjunges - hellbraune, braunäugige, schlanke Kätzin mit weißer Nase, weißem Bauch und weißen Ohren 

    Herzjunges - gelbgoldene, grünäugige Kätzin mit etwas längerem Fell und grauen Punkten, wobei ein Punkt an ihrer Flanke die erkennbare Form eines Herzens hat 

    Älteste: 


    Sturmclan: 

    Die Sturmclan Katzen sind sehr schlau und flink. Sie denken erst bevor sie handeln. 

    Anführer: 
    Schnellstern - geschickter, gelbäugiger, grauer Kater mit dunkelgrauen Streifen am Körper

    2. Anführer: 

    Heiler: 

    Krieger: 
    Kurzschweif - weißer, schwarz gepunkteter Kater, mit verstummeltem Schweif und blaugrünen Augen 

    Seebrise - schildblattfarbene, elegante Kätzin, mit einem langem Schwanz und reinbraunen Augen
    Mentorin von Bachpfote

    Windschwinge - cremefarbene, schlanke Kätzin mit kurzem, glattem Fell und hellblauen, leuchtenden Augen 
    Mentorin von Dachspfote 

    Nachtkralle - dunkelbrauner, kräftiger Kater mit gelben Augen und schwarzer Brust

    Echoschweif - nachtschwarzer, gelbäugiger Kater mit einer dunkelgrauen Tigerung auf dem Rücken
    Mentor von Flammenpfote

    Schüler: 
    Dachspfote - schwarzer, braunäugiger Kater mit weißer Schwanzspitze, weißem Rücken und einem weißem Ohr 

    Flammenpfote - flammenfarbener, grünäugiger schlanker Kater mit weißen Ohren und Brust

    Bachpfote - hellbrauner, schlanker Kater mit gelben Augen und weißen Pfoten

    Königinnen: 
    Dunkelschweif - rein dunkelgraue, kräftige Kätzin, mit hellblauen Augen und leicht längerem Fell sowie Schwanz 

    Rosenfell - orangene, gelbäugige Kätzin, mit leichter hellbrauner Tigerung am Kopf und einer weißen Schwanzspitze

    Junge: 
    Graujunges - kräftiger, grauer Kater, mit etwas längerem Fell und grünbraunen Augen 

    Glanzjunges - cremefarbene Kätzin mit starker orangener Tigerung auf dem Rücken, blauen Augen und einem langen Schweif 


    Älteste: 


    Felsclan: 

    Felsclan Katzen sind dank ihrer Muskelkraft sehr gute Kämpfer. Oft sind sie leicht reizbar und fahren lieber die Krallen aus, als zu reden. 

    Anführer: 
    Schimmerstern - cremefarbene, elegante, ältere Kätzin, mit dunklerem Gesicht, Schweif und Beinen und dunkelgrünen Augen 

    2. Anführer: 
    Krallenherz - dunkelbrauner, kräftiger Kater, mit leichter rötlicher Tigerung auf dem Rücken und weißen Pfoten, sowie gelben Augen 

    Heiler: 

    Krieger: 

    Schüler: 

    Königinnen: 

    Älteste:


    Bereits verstorbene Katzen:

    Gelbflanke - hellbrauner, gelbäugiger Kater mit helleren Streifen an den Flanken und längerem Fell (Sturmclan)

    Qualmjunges - dunkelgrauer, gelbäugiger Kater mit einem langen Schwanz und glattem, kurzem Fell (Sturmclan)

    Kuhjunges - hellbraune, schlanke, braunäugige Kätzin mit einer weißen Schwanzspitze und weißen Pfoten (Sturmclan)

    2
    Prolog:   

    Der helle Schimmer des Mondes, erfüllte die Umgebung in ein leichtes Silber, welches in der Berglandschaft am Horizont verschwand. Der Wind ließ die Blätter des Waldes tanzen und man meinte eine leise Stimme singen zu hören. Kaum eine Katze war in solch einer Nacht noch außerhalb des Lagers unterwegs, doch eine junge Kätzin stahl sich in genau dieser Nacht aus dem Lager. Sie schlüpfte durch den Ausgang, darauf achtend unbemerkt zu bleiben. Die fuchsrote Kätzin blickte einmal nach rechts und einmal nach links. Dann fuhr sie ihre Krallen in die Erde, als sie hinter sich Schritte hörte. "Verdammt..." murmelte sie ohne sich umzudrehen. "Wo willst du noch hin, Fuchsfell?" fragte eine Stimme hinter ihr. Die Stimme klang nicht wütend oder spöttisch. Eher besorgt und vertraut. "Spaziergang..." murmelte Fuchsfell ausweichend. Sie spürte wie sich der Kater hinter ihr anspannte. "Lüg' mich bitte nicht an..." sagte er mit zitternder Stimme. Er klang traurig und beschämt. Fuchsfell drehte sich um und sah in die grünen Augen des braunen Katers. "Du verstehst das nicht, Ahornpelz." Miaute sie leicht angeschlagen. Eine Windböe ließ die Blätter in den Baumkronen wackeln und Fuchfell zuckte kurz zusammen. Ahornpelz schüttelte den Kopf. "Du solltest damit Aufhören." Leiser fügte er hinzu: "Zum Besten des Clans." Einen kurzen Moment sah es so aus als würde die rote Kätzin nachgeben, doch dann verhärtete dich ihr Blick und sie fauchte: "Du kannst das nicht verstehen und du kannst mich auch nicht aufhalten!" Dann drehte sie sich blitzschnell um und rannte in den dunklen Wald. Ahornpelz seufzte und sah ihr nach. "Wann wirst du es begreifen, Fuchsfell...?"

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    Kapitel I

    Verschlafen öffnete Kurzschweif die Augen. Das wilde Pfotengetrappel vor dem Kriegerbau hatte ihn geweckt. Träge schüttelte er sich den Schlaf aus dem Pelz und stand auf. Mit einem kurzen Blick auf die schildblattfarbene Kätzin zu seiner rechten. Sie regte sich kurz wachte aber nicht auf. Zärtlich leckte er ihr übers Ohr. "Wach auf, Seebrise!" miaute er ihr leise ins Ohr. Seebrise regte sich noch einmal. "Kurzschweif?" murmelte sie müde und öffnete ihre schönen rein braunen Augen. Kurzschweif nickte und berührte seine Nase mit der ihren. "Wollen wir zusammen jagen gehen?" Seebrise sah ihn mit aufgeweckten Augen, wie die eines Junges, an. "Ja!" Sagte sie schließlich erfreut. Kurzschweif miaute noch: "Wir treffen uns am Lagerausgang." und ging aus dem Kriegerbau. Noch immer war das lärmende Pfotengetrappel, welches ihn geweckt hatte, zu hören und so sah er sich um. "Achtung!" Im letzten Moment konnte Kurzschweif ausweichen, bevor ein winziges graues Junge gegen ihn gerannt wäre. Ein weiteres getigertes Junge folgte ihm und stürzte sich schließlich auf seinen Bruder. "Hab dich, Graujunges!" Sie schienen Kurzschweif nicht zu bemerken. Gleich darauf kam schon ihre Mutter. "Graujunges! Glanzjunges! Belästigt die treuen Krieger des Sturmclans nicht!" Die Jungen fuhren hoch. "Wir machen doch gar nichts!" Riefen sie empört wie aus einem Munde. "Schon ok, Dunkelschweif." Schnurrte Kurzschweif. Erst jetzt schienen die Jungen zu bemerken wen sie da fast umgerannt hatten. "Kurzschweif!" Rief Graujunges begeistert auf, als er ihn entdeckte. "Wir haben dich nicht gesehen. Es tut uns Leid!" Betroffen senkte er den Kopf. Kurzschweif schnurrte und fuhr mit seiner rauen Zunge über den kleinen Kopf des Jungen. Dunkelschweif kam auf den weißen Krieger zu. "Du wirst ihnen ein guter Onkel sein." Schnurrte sie leise. "Danke." antwortete ihr Bruder mit zuckender Schwanzspitze. "So, und nun zu euch: Grauju...." Der Rest des Satzes blieb Dunkelschweif ihm Hals stecken, denn Graujunges und Glanzjunges waren wieder einmal weggerannt. Die dunkelgraue Königin seufzte. "Diese Junge sind unerträglich..." amüsiert schnippte sie mit der Schwanzspitze und suchte weiter nach ihren Jungen. Als Kurzschweif sich umdrehte, sah er Seebrise vor sich stehen und schnurrte. "Waren das Graujunges und Glanzjunges?" Fragte sie erfreut. Kurzschweif nickte. "Sie kommen wirklich gleich nach unserer Schwester. Weißt du noch, wie aufgeweckt Dunkelschweif früher war?" Ihr Blick schweifte ins Leere. "Sie ist viel ernster und erwachsener geworden." Eine Spur von Trauer hing in Seebrises Augen. Kurzschweif rieb seinen Kopf sanft an ihren. "Sie ist einfach nur älter geworden." Sagte er leise. "Das ist ganz normal." Seebrise nickte auf seine Worte hin und schnippte mit der Schwanzspitze. Ihr Blick fiel kurz auf den Stummelschweif ihres Bruder, dann miaute sie: "Na komm, wir gehen jagen."  
    Kurzschweif und Seeblüte liefen am Seeufer entlang. Überall im See waren kleine Inseln, zu denen man hinüber schwimmen konnte. Das Wasser war nicht tief und so konnte auch eine unerfahrene Katze das Wasser überqueren. Der Sturmclan, Spezialist im Fischfang, jagte oft im Wasser, aber gerne auch an Land, wo auf der Hauptinsel, welche sich durch einen schmalen Weg mit dem Festland verband, genügend Wald für zahlreiche Beute war. Der Sturmclan war somit der wohlgenährteste der drei Clans.  
    Kurzschweif hob prüfend die Nase in die Luft. Er wollte gerade etwas sagen und öffnete das Maul, doch Seebrise kam ihm zuvor: "Das sind Windschwinge und Dachspfote!" Kurzschweif schloss seinen Mund wieder und nickte zustimmend.  
    Ein wenig später sahen sie auch schon die cremefarbene Kriegerin mit ihrem schwarzweißen Schüler. "Gut gemacht Dachspfote!" schnurrte sie. "Du hast Seebrise und Kurzschweif sofort gerochen!" Dachspfotes Augen strahlten. "Danke, Windschwinge." Dann sah er zu den erschienenen Geschwistern. "Hallo," begrüßte er sie freundlich, "Windschwinge sagt, dass ich schon bald das Zeug zum richtigen Krieger habe." Stolz flimmerte in seinen Augen und seine Ohren zuckten ungeduldig. "Wir trainieren für meine Kriegerprüfung." Dann sah er zu Boden und trat einen Schritt zurück. Seebrise trat auf den schwarzen Schüler zu. "Mein Junges!" schnurrte sie und leckte ihm über den Kopf. Er ließ es schnurrend zu. "Ich bin stolz auf dich, Dachspfote." Dachspfote sah zufrieden zu seiner Mentorin. "Wir werden noch ein bisschen trainieren." murmelte er, "lasst euch von uns nicht aufhalten." Dann trottete er zu Windschwinge und die beiden, Schüler und Mentorin, glitten ins Wasser. Seebrise sah ihnen nach. "Er wird so schnell groß..." murmelte sie. Dachspfote war das einzige Junge aus ihrem Wurf welches überlebte. Seine zwei Geschwister verstarben kurz nach der Geburt. Seebrise hatte alles verloren, denn kurz nachdem ihre Junge verstarben, nahm der Sternenclan auch ihren Gefährten, Gelbflanke bei sich auf. Doch sie war eine starke Kätzin und Kurzschweif wusste das ganz genau. 

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    Kapitel II 

    Die Sonne stieg stetig höher über die kargen Felsen des Felsclan Territoriums. In der natürlichen Hitze der Blattgrüne sonnten sich entspannte Eidechsen. Schimmerstern setzte langsam einen Fuß vor den anderen. Ihren glatten Schweif hielt sie ruhig in der Luft. Bald setzte sie die Pfoten auf kurzes, trockenes Gras. Ein Kaninchen hoppelte an ihr vorbei. Ruhig sah sie dem Tier hinterher. Der Clan hatte Nahrung um Überfluss. Langsam schritt sie weiter zum Steinplateau neben dem hohen Wasserfall. Vorsichtig setzte sie sich und legte sich den Schweif sorgsam über die Pfoten. Von diesem Punkt aus konnte man sowohl das gesamte Sturmclanterritorium als auch das des Blattclans sehen. Der Wasserfall war der höchste Punkt aller Territorien. Und obwohl Schimmerstern wusste, dass der Sturmclan und der Blattclan eine Abneigung gegen diesen Ort hegten, da er auf Felsclan Territorium zu finden war, wollte sie nicht über den anderen Clans thronen. Im Gegenteil. Schimmerstern wollte damit Respekt zeigen. Sie wollte beweisen, dass sie die Territorien der anderen Clans sehr interessant fand. Aber niemand verstand diese Nachricht. Das war jedoch auch kein Verlust für die alte Anführerin und so war ihr die Meinung der anderen Clans egal. Ihre Gedanken schweiften zu der Landschaft über. Da wo die Felsabhänge ihres Territoriums endeten, begann eine weite Wiese. Als sie ihren Blick weiter über die Wiese schweifen ließ, traf ihr Blick auf drei hohe, nah beieinander stehende Felsen. Sie wurden einfach die drei hohen Felsen genannt. Dort fand jeden Mond die große Versammlung statt, weil sich dort die Territorien schnitten. Weiter geradeaus begann ein großer Mischwald. Das Territorium des Blattclans. Wo genau das Lager lag, konnte Schimmerstern nicht sagen, obwohl sie schon dort gewesen war. Der Wald war zu dicht. Ihr Blick schweifte nach links und sie sah den See, welcher vom Sturmclan eingenommen wurde. Viele kleine Inseln ragten aus den nicht allzu hohen Fluten. Sie atmete schwer. "Oh Sternenclan..." murmelte sie leise. "So viel habe ich nun schon erlebt..." Sie hob den Kopf zum Himmel und schloss die Augen. Alte Erinnerungen kamen hoch. Leider wollte sie sich nicht erinnern. Nicht daran, wie sie hier, an diesem Wasserfall zwei Leben verlor. Sie zitterte leicht. Nicht immer konnte sie ihre Schwächen verbergen. Ihr Alter war ihre größte Schwäche und das konnte sie schlecht verbergen. Doch trotz ihres Alters, war sie eine geschickte und erbitterte Kämpferin. Das wusste nicht nur sie. Langsam senkte sie wieder den Kopf und sah auf die Territorien hinaus. Wenn der Sternenclan sie zu sich aufnehmen würde, konnte sie sich immerhin sicher sein, dass der Clan gehütet war. Zustimmend nickte sie, bei dem Gedanken. Sie hatte keine Angst vor dem Tod. Sie hatte ihn schon fünf mal durchlebt. Und wenn die Zeit reif war würde Krallenherz ihr Amt übernehmen. "Krallenstern..." murmelte sie leise, nachdem sie aufgestanden war und zwang sich zu einem Grinsen.

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    Kapitel III

    "Och, Mama!" stöhnte Sandjunges. Zustimmend schlug Herzjunges ihren Schweif auf und ab. "Das ist nicht fair!" Weißjunges wand empört den Kopf ab. "Wir sind immerhin schon 4 Monde alt." miaute sie. "Und bald werden wir Schüler!" stimmte Wolfjunges seinen Schwestern zu. Säuselwind stöhnte. "Ihr vier kommt jetzt zurück ins Nest, na los!" Die vier Jungen sträubten sich widerwillig. "Nein!" riefen sie empört. Säuselwind verpasste ihnen jeweils einen Klaps auf den Kopf. "Stellt euch nicht so an!" Ihre Stimme wurde strenger und ihr Blick verdunkelte sich. Herzjunges rümpfte die Nase. "Das Nest ist öde!" Ihre Geschwister miauten zustimmend. Säuselwinds Blick wurde wieder sanfter. "Wenn ihr jetzt einen Mond lang artig seid und tut was man euch sagt, wird Wiesenstern euch vielleicht schon eher zu Schülern machen." Augenblicklich stellten sich acht kleine Öhrchen auf. Diese Technik der Zuredung, kannte Säuselstimme von ihrer eigenen Mutter Rußschatten. Als Säuselwind selbst noch ein Junges war, hatte ihre Mutter ihr und ihrer Schwester gesagt, wenn sie schön artig wären würde sie eher zum Schüler ernannt werden. Säuselwind war damals sehr wütend gewesen und sie schämte sich, die selbe Technik auch bei ihren eigenen Jungen anwenden zu müssen. "Wirklich?" staunte Wolfjunges und bewegte sich langsam in Richtung Kinderstube. Seine drei Schwestern folgten ihm langsam. Säuselwind nickte kurz. "Vielleicht..." miaute sie zärtlich. Scheinbar zufrieden tapste ein Junges nach dem anderen in den Bau zurück. Sandjunges blieb noch kurz vor ihrer Mutter stehen und wellte die Brust. "Ich werde die beste Jägerin des Sturmclans!" Als Herzjunges diese Aussage hörte sah es mit gespitzten Ohren zu ihrer Schwester. "Du?" fragte sie verwundert. "ICH werde die beste Jägerin des Clans!" Sandjunges fauchte leise. "Nur in deinen Träumen!" Und mit diesen Worten machte sie einen Satz und drückte Herzjunges zu Boden. Diese zappelte unter ihren Pfoten und versuchte sich vergeblich zu befreien. Wolfjunges und Weißjunges, sowie deren Mutter Säuselwind sahen schweigend zu. Dann beugte sich Wolfjunges leicht zu Weißjunges hinüber und murmelte: "Die beiden sind so kindisch!" "Wie Bitte!" Herzjunges ließ von ihrer Schwester ab und starrte Wolfjunges an. Auch Sandjunges rappelte sich auf und stellte sich neben ihrer Schwester auf. Wenige Momente später war eine rasante Rauferei im Gange und selbst Säuselwind konnte die vier nicht abhalten voneinander abzulassen. Verzweifelt sah sie sich um. Ein Krieger könnte ihre Jungen zur Vernunft bringen. In diesem Moment sah sie Krähenflug auf sich zukommen. Erleichtert atmete sie auf. "Krähenflug!" rief sie ihn zu sich und winkte mit dem Schwanz. "Die Jungen spielen verrückt." Krähenflug schnurrte kurz und betrat dann die Kinderstube, um seine Jungen zu besänftigen. Säuselwind hielt sich dicht an seiner Flanke. "Hey, ihr vier!" sagte Krähenflug laut. Herzjunges sah erschrocken auf, als sie ihren Vater erkannte. "Krähenflug?" Auch die anderen drei unterbrachen die Rangelei und sahen mit großen Augen auf. Krähenflug nickte ihnen zu. "Schüler benehmen sich aber nicht so." murmelte er und sein Blick ruhte dabei jeweils auf jedem der Jungen. Beschämt senkten die vier den Kopf. "Es tut uns Leid..." miauten sie. Krähenflug musterte sie. "Das ist nicht so schlimm." miaute er. "Hört nur gefälligst auf eure Mutter!" Die vier nickten stumm, aber Säuselwind war sich nicht sicher, ob sie wirklich wussten was sie da versprachen. Zufrieden wendete sich Krähenflug an Säuselwind und berührte seine Nase sanft mit der ihren. Säuselwinds Blick schweifte kurz zu ihren Jungen, als sie die zärtliche Berührung erwiderte. Herzjunges hatte sich aufrecht hingesetzt und strich ihr Fell glatt, wobei Sandjunges ihre Schwester mit zu Schlitzen verengten Augen anstarrte. Wolfjunges saß dagegen nah bei Weißjunges und leckte sich die Pfoten. Weißjunges beobachtete ihre Geschwister dabei. "Das hast du gut gemacht." murmelte Säuselwind Krähenflug leise zu. Krähenflug schnurrte und erwiderte: "Du musst sie nur immer daran erinnern, dass sie zu tun haben, was man ihnen sagt." Zwinkernd fügte er noch hinzu: "Sie wollen doch Schüler werden." Säuselwind nickte. "Was machst du jetzt noch? Musst du auf Patrouille?" Krähenflug nickte. "Ich gehe mit Haselbart und Hasensprung jagen." Er sah kurz über seine Schulter hinweg zu seinen wartenden Freunden. "Bis heute Abend." Säuselwind bereute es gefragt zu haben. Sie hätte es wissen müssen. Jeden Tag kam Krähenflug zu ihr und den Jungen in die Kinderstube, aber dann musste er auch schon wieder weg. Ihr Herz schmerzte, als sie ihm in die blauen Augen sah. "Es tut mir Leid, Säuselwind. Ich weiß was du denkst." Er ließ kurz den Kopf hängen, dann trottete er ohne ein weiteres Wort zum Lagerausgang, wo Haselbart und Hadensprung schon ungeduldig warteten. Säuselwind fuhr die Krallen aus und bohrte sie in das auf dem Boden liegende Laub. Dann schluckte sie und sagte leise mit zitternder Stimme: "Ich liebe dich immer noch, Krähenflug. Und ich werde nicht aufhören dich zu lieben, bis der Sternenclan mich ruft."

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    Kapitel IV

    Seebrise sprang blitzschnell vor, sodass die Maus keine Chance hatte. "Guter Fang! Diese Methode musst du mir unbedingt beibringen!" Seebrise schnurrte bei dem Kompliment von ihrem Bruder und nahm ihre Beute hoch. "Sollen wir zurück ins Lager?" fragte sie etwas unverständlich. Kurzschweif nickte zustimmend und lief voran in Richtung ihrer restlichen Beute. "Nimm soviel wie du tragen kannst." murmelte er, bevor er eine Amsel zwischen die Zähne nahm. Zusammen nahmen sie fast alles mit ins Lager und ließen es dort auf den Frischbeutehaufen fallen. Seebrise wollte gerade loslaufen, um den Rest zu holen, doch da sagte Kurzschweif schnell: "Lass mich das machen. Bleib du ruhig hier. Ich schaff das allein." und trottete wieder in den Wald. Seebrise sah ihm nach. Sie sah ihm noch nach, als sie ihn nicht mehr sehen konnte. "Hey Seebrise!" riss sie plötzlich eine Stimme aus den Gedanken. Doch bevor sie sehen konnte wer sie gerufen hatte, wurde sie auch schon von hinten attackiert. Überrascht fiel sie vornüber und landete unsanft auf dem Boden. Kleine Pfoten standen auf ihrem Rücken. "Und?" Fragte die Stimme schließlich aufgeregt. "habe ich dich erschreckt?"
    Schnaubend schüttelte Seebrise die kleine Katze von ihren Schultern und richtete sich schließlich auf. Ein flammenfarbenes Junges lag grinsend auf dem Boden und strahlte sie an. "Flammenjunges?" Seebrise sah den Kleinen überrascht an. Sie hatte eher an Graujunges gedacht, als an das sechs Monde alte Junges. "Sechs Monde?" Verwirrt sprach sie ihren Gedanken aus. "Wirst du etwa heute zum Schüler ernannt?" Flammenjunges nickte wild, wobei er leise gluckste. Schnurrend leckte Seebrise ihm über den Kopf. "Das ist toll!" Schnell sprang Flammenjunges wieder auf die Beine und rief: "Ich kann mein erstes Training gar nicht mehr abwarten." Die Pfoten des Jungen rutschten nervös über den Boden, als müssten sie in Bewegung bleiben. "Entspanne dich ein bisschen." Ruht ihm Seebrise mit einem leichten Klaps auf den Hintern. "Dann geht's dir besser!" "Aber mir geht es prima!" Protestierte Flammenjunges. Seebrise schüttelte den Kopf. "Du bist viel zu aufgeregt! Geh erstmal wieder in die Kinderstube und ruhe dich aus. Schüleraufgaben sind anstrengender als sie aussehen." Flammenjunes überlegte kurz und nickte schließlich. "Von mir aus." murmelte er und sprang in Richtung Kinderstube. Seebrise dagegen war sich nicht ganz so sicher, ob der kleine Kater auch wirklich still liegen bleiben konnte. Sein Bruder Bachjunges war dagegen ruhiger. Er lag oft still im Lager und dachte stumm nach, bis er dann von den anderen Jungen zum Spielen aufgefordert wurde. Seebrise hätte es eigentlich toll gefunden wieder einen Schüler zu bekommen. Ihr erster und letzter Schüler hatte sich nämlich schon lange zum Krieger gemausert und kämpfte tapfer für seinen Clan. Sie hatte eine gute Beziehung zu Nachtkralle und war auch stolz einen so fleißigen Schüler gehabt zu haben. "Seebrise!" Kurzschweif lief vom Frischbeutehaufen zu ihr. Er hatte den Rest bereits geholt und abgeliefert. Sie musterte ihn. "Was gibt's?" Kurzschweif reckte den Kopf und sah hinüber zur Kinderstube. "Flammenjunges und Bachjunges werden zu Schülern ernannt." Miaute er und sah wieder zu ihr. Seebrise nickte. "Flammenjunges hat es mir erzählt." Kurzschweif schnurrte. "Weißt du auch wer die Mentoren von den beiden sein werden?" Seebrise schüttelte den Kopf und sah ihren Bruder neugierig an. Kurzschweif wartete kurz, dann miaute er: "Echoschweif wird Flammenjunges übernehmen und Bachjunges Mentorin wirst du sein!" Seebrises Augen weiteten sich. Kurzschweif sah sie erfreut an. Dann sagte er: "Ich soll es dir von Schnellstern sagen." Seebrise fasste ihre Gedanken und nickte. "Ich gehe mal zu Schnellstern." Kurzschweif nickte und verschwand im Kriegerbau. Seebrise ging langsam zum Anführerbau. Sie war überrascht, dass sie Bachjunges als Schüler bekam. Andere Katzen hatten immerhin noch keinen Schüler gehabt. Ihr Bruder Kurzschweif beispielsweise.
    Als Seebrise den Bau ihres Anführers betrat, saß er bereits aufrecht da, als hätte er sie erwartet. "Wie ich sehe hat Kurzschweif meine Nachricht überbracht." miaute er und ein schelmisches Lächeln umspielte dabei seine Lippen. Seebrise sah ihn stirnrunzelnd an. "Ja hat er." antwortete sie, "aber eine Sache verstehe ich nicht." Mit einem kurzen Schnippen der Schwanzspitze bedeutete Schnellstern ihr zu sprechen. Seebrise fuhr fort: "Ich hatte bereits einen Schüler. Nachtkralle." Schnellstern nickte, während Seebrise weiter sprach: "Kurzschweif hatte noch keinen Schüler. Wieso willst du, dass ich Bachjunges ausbilde?" Schnellstern war offensichtlich auf diese Frage vorbereitet gewesen, denn er antwortete sofort: "Kurzschweif wird seinen Schüler bekommen. Graujunges wird Kurzschweifs Schüler sein." Seebrise war einen Moment sprachlos. Dann fasste sie sich wieder: "Weiß er es bereits?" Schnellstern schüttelte den Kopf. "Nein, noch nicht. Ich habe es gerade erst beschlossen." "Und wieso erfahre ich eigentlich erst jetzt, dass Bachjunges mein Schüler wird? Weiß er es denn?" Schnellstern schüttelte erneut den Kopf. "Er weiß genauso wenig wie du, aber du kannst es ihm gern sagen. Ich habe lange nachgedacht und hoffe die richtige Entscheidung für Schüler und Mentor getroffen zu haben." Seebrise blieb stumm. Dann senkte sie kurz den Kopf vor Schnellstern und ging aus seinem Bau hinaus auf die Lichtung. Aus dem Unterbewusstsein steuerten ihre Schritte auf die Kinderstube zu. Flammenjunges und Bachjunges saßen mit Glanzjunges und Graujunges davor und unterhielten sich aufgeregt. Als Seebrise vor den vier Jungen stehen blieb, sahen sie alle zu ihr hoch. "Hallo, Seebrise!" miaute Grazjunges als erster. Glanzjunges miaute freundlich: "Flammenjunges und Bachjunges werden Schüler!" Seebrise nickte. "Ich weiß." miaute sie sanft und wandte sich an Bachjunges. Der Kleine sah sie neugierig an. "Ich werde deine Mentorin sein, Bachjunges." Bachjunges blieb kurz still, dann senkte er leicht den Kopf. "Es ist mir eine Ehre..." murmelte er. Seebrise war sich erst etwas unsicher ob das Junge auch meinte, was es sagte, aber dann stand Bachjunes auf und strahlte glücklich. "Ehrlich!" Dann winkte er seine drei Freunde mit dem Schwanz zu sich. "Schnellstern wird gleich eine Versammlung abhalten." Seebrise hatte keinen Ruf gehört, doch als sie sich umdrehte, stand Schnellstern auf dem Sandhügel in der Mitte des Lagers.

Kommentare Seite 1 von 1
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Dachsfang ( 26267 )
Abgeschickt vor 338 Tagen
@Jata Arion
Ich lese mir den Text eigentlich durch, bevor ich ihn runterlade...da hat sich wohl was eingeschlichen...bin oft verwirrt und das mit Seebrise/blüte passiert mir echt ständig xD
Ich wollte nur drei Clans machen...deshalb habe ich eben nachgedacht welche Clans ich nehme...beim Felsclan war klar, dass die Katze aus dem Windclan sein muss, da der Felsclan auch Grasebenen mit vielen Kaninchen beherbergt. Beim Sturmclan war es ebenfalls klar. Eine Flussclan Katze, die sowohl an Land , das auch im Wasser jagen kann muss her. Flussclan latzen sind zwar nicht gut im "am Land jagen" aber ich dachte mir, dass es auch Flussclan Katzen geben muss, die an Land jagen können...(siehe Sturmpelz)
Im Blattclan war das komplizierter und trotzdem habe ich mich sofort für den Donnerclan entschieden...der Blattclan ist ein eher sanftmütiger Clan und er jagt im Großteil im Laubwald...
Ich hätte natürlich vier Clans machen können und ich habe auch nichts gegen den Schattenclan...
Warum Sturmkralle, Blatthagel und Felsregen keine Schattenclan Katze mitnahmen liegt in ferner, unbekannter Vergangenheit ;)

Danke für das Kommi xD
Jata Arion ( 46454 )
Abgeschickt vor 338 Tagen
Wow, du schreibst richtig gut! Du solltest nur etwas besser auf deine Rechtschreibung achten - im Kapitel mit Kurzschweif&Co hast du mehrmals Seeblüte statt Seebrise geschrieben. Vielleicht solltest du ein weiteres Mal über den Text lesen, bevor du ihn runterlädst?
Noch eine Frage: Warum ist denn niemand aus dem SchattenClan mitgekommen?