Der Hobbit – Everything happens for a reason Kapitel 10

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1 Kapitel - 3.482 Wörter - Erstellt von: Guren - Aktualisiert am: 2016-06-06 - Entwickelt am: - 382 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Die beiden Hexer und die Zwerge schlagen sich mutig durch den Spinnenverseuchten Düsterwald. Aber nicht der Gemeinschaft gelingt es diese widerlichen Biester den Gar aus zu machen, sondern den gefährlichen Waldelben. Riannon hat ein Deja-vu als sie in die blauen Augen von Legolas blickt. Jedoch er weisst sich der Blonde nicht als Freund sondern Feind. Sie bringen die Truppe in die grossen Hallen des Waldlandreiches, wo sie eine königliche Audienz erwartet.

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    Welch königliche Audienz Niedergeschlagen gehen Thorin und ich zu den andern zurück, jedoch können wir sie nirgends auffinden. Vielleicht liegt es
    Welch königliche Audienz



    Niedergeschlagen gehen Thorin und ich zu den andern zurück, jedoch können wir sie nirgends auffinden.
    Vielleicht liegt es nicht an den andern, sondern, daran dass wir uns verirrt haben.
    „Riannon! Thorin!“, ruft Bilbo zu uns als er uns erblickt „schnell wir müssen die andern retten! Sie wurden von Spinnen angegriffen!“
    Meine Augen weiten sich schockiert.
    Oh nein, das darf nicht sein!
    In hohem Tempo rennen wir ungeachtet durch den Wald.
    Momentan ist es mir so ziemlich egal ob wir uns noch auf dem Elbenweg befinden oder nicht.
    Äste schlagen an meinen Körper und hinterlassen durch das schnelle Tempo vereinzelt Krater und Risse auf meiner Haut.
    Wir springen über Baumwurzeln und Unebenheiten, ducken uns unter grossen Ästen durch um so schnell wie möglich bei unseren Freunden zu sein.

    Hoch oben in den Bäumen hängen sie leblos in dicke, gelb-weisse Spinnennetzte umhüllt.
    Während Bilbo und Thorin sie von den Bäumen losschneiden, so dass sie zu mir nach unten fallen, befreie ich sie vom Boden aus, aus ihrem ekligen Gefängnis.
    Rasch reisse ich ein weiteres Netz auf und als ich Fili erkenne, falle ich ihm überglücklich um den Hals.
    Ich vergrabe meinen Kopf in seinem Nacken und nehme sein angenehmer Geruch in mich auf.
    Nachdem wir uns wieder voneinander gelöst haben, zupfe ich anschliessend liebevoll das restliche Spinnennetz von seinem blonden Haar und schaue ihm intensiv in seine smaragdgrünen Augen ehe wir uns ins Getümmel stürzen.
    Dutzende Riesenspinnen greifen uns unerwartet an.
    Sie kriechen aus ihren Löchern und krabbeln von anderen Teilen des Waldes auf uns zu.
    Uns Hexern ist allseits bekannt, dass man fast nirgendwo sicher ist.
    Das Leben auf dem Festland ist hässlich, brutal und kurz.
    Kriege verwüsten die Landen, und welche er verschont, leben in ständiger Angst vor Monstern die vor den Städten und Dörfern lauern.
    Mutig versuchen wir uns zu verteidigen und suchen angestrengt nach einem Ausweg.
    Plötzlich vernehme ich aus dem Augenwinkel, dass mehrere Spinnen auf Thorin zu schleichen.
    Ich greife rasch nach meinem Dolch und schreie: „Duckt euch!“
    Der Dolch streift nur haarscharf an Eichenschilds Kopf vorbei, welcher gerade noch so zurück weicht.
    Wütend starrt er mich an, doch kämpft er dann mit mir Seite an Seite weiter.
    Ja ich weiss, hätte er nicht so schnelle Reflexe, würde jetzt mein Dolch in seinem Schädel stecken, doch normalerweise haben wir Hexer die Situation meistens gut im Griff.

    Ich habe das Gefühl wir kämpfen schon seit einer gefüllten Ewigkeit... aber dies vergebens.
    Müdigkeit und Erschöpfung macht sich in mir breit und wohl auch bei den anderen der Gemeinschaft.
    Plötzlich fallen einige Spinnen tot zu Boden und bleiben leblos und verkrümmt liegen.
    Elbenpfeile stecken präzise und tief in ihren Köpfen zwischen den vielen Augen und ehe wir uns versehen sind wir auch schon von den Waldelben umzingelt.
    Von allen Seiten her sind Pfeile bedrohlich auf uns gerichtet, noch mehr Elben…
    Fili stellt sich beschützend vor mich… ich glaube seit unserem Kusses, betrachtet er mich nicht mehr als eine begleitende Hexerin, sondern als weitaus mehr.
    Natürlich mag ich ihn auch, doch er muss mich nicht beschützen, ich kann selber auf mich aufpassen und ausserdem bin ich hier um sie zu schützen.
    Ein grosser blonder Elb mit erhobenem Haupt betritt die Mitte, und droht Thorin: „ Denkt nicht, ich würde euch nicht töten, Zwerg!“
    Ich mustere den Elb genauer, ist er es oder ist er es nicht?
    Er kommt mir nur so bekannt vor, ich war schon mal im Königreich Düsterwald… vor sehr langer Zeit, aber das ist eine ganz andere Geschichte.
    Selbstsicher trete ich vor Fili, welcher unsicher meinen Bewegungen folgt, und drohe dem hochnäsigen Elb ebenfalls: „Was lässt euch annehmen, dass wir euch nicht vorher töten?“
    Der blonde Elb dreht sich zu mir um und dann erkenne ich seine meerblauen Augen, die mich emotionslos mustern.
    Legolas, der Sohn von Thranduil persönlich steht vor uns.
    Mir ist bewusst dass wir in einer äusserst schwierigen Lage sind, zumal wir ohne Erlaubnis durch den Düsterwald reisen und dies schon als Verbrechen gilt.
    Ausserdem sind wir mit Zwergen unterwegs, was unsere Karten noch schlechter aussehen lässt.
    Legolas begutachtet mich und scheint mich wiederzuerkennen, tut aber so als würde er dies nicht tun.
    Was ist nur aus ihm geworden?
    Es ist lange her, als wir uns zum ersten Mal begegnet sind.
    Damals wurde ich von einem Morgul-Pfeil getroffen und das Gift hatte sich schon ziemlich ausgebreitet, so dass all meine Heilungstränke unbrauchbar waren.
    Legolas hatte mich sterbend gefunden und mich direkt zu seinem Vater gebracht und ihm verdanke ich mein Leben.
    Freudig sehe ich den jungen Elben an, aber die verfliegt auf der Stelle wieder, als er befiehlt: „Durchsucht alle und legt sie in Ketten! Verwendet bei den Hexern Dimeritiumfesseln damit sie ihre schwarze Magie nicht anwenden können!“
    Unsanft legen sie die Fesseln um meine kleinen Hände, fassungslos und wütend starre ich Legolas an.
    „Was soll das?“ frage ich aufgebracht, immerhin hat er mich damals gerettet.
    „Hexer sind im Waldlandreich ohne Bewilligung des Königs nicht mehr willkommen. Die Dimeritiumfesseln sind eine reine Vorsichtsmassnahme.“ Antwortet er nur monoton und schreitet erhoben voran.
    Verwirrt und zornig schaue ich ihm nach, wie er arrogant davon stolziert.
    Es ist ausser Frage, dass wir zu König Thranduil gebracht werden.
    Beorn hatte uns gewarnt uns vor ihnen in Acht zu nehmen, sie sind gefährlicher, wenn auch weniger intelligent als die Elben aus Bruchtal.
    Zuerst hatte ich mir überhaupt keine Gedanken darüber gemacht, was passieren würde, wenn wir auf sie treffen würden, aber da sie nun sogar uns Hexer in Ketten gelegt haben, weiss ich nicht mehr wie sie zu uns stehen.
    Wahrscheinlich sind sie eher Feind als Freund…

    Vor den Toren des Elbenreichs kommen wir zum Stehen.
    Die grossen prunkvollen Türen werden geöffnet und wir werden hinein geführt.
    Nachdenklich senke ich meinen Blick und schaue auf den Boden, ich erinnere mich an überhaupt nichts mehr von diesem Ort.
    Rücksichtslos werden wir unsanft von den Elbenwachen in unsere Verliese gesteckt.
    Das Gefängnis von Aiden und mir wurde mit Dimeritium belegt, so dass wir keine Chance haben auch nur ein Hexer-Zeichen anzuwenden, wobei ich denke, dass diese Eisenstangentüren den Zeichen standhalten würden.
    Legolas beäugt mich herabfallend ehe er an uns vorbei geht.
    „Das wird euch noch leidtun! Habt ihr gehört? Lasst uns hier raus!“ brüllt Dwalin fluchend als sie ihn grob in eine Zelle schubsen.
    Einige meiner Gefährten springen immer wieder mit voller Wucht gegen die Zellentüren.
    Ich weiss, dass ich dies erst gar nicht versuchen muss.
    Wir sind nicht im irgendeinem heruntergekommenen Orkverlies, sondern in den Zellen des Waldlandreiches.
    Niemand kommt hier raus, nur gegen die Einwilligung des Königs.

    Betrübt sitze ich an der kalten Felswand, welche mein dunkles Verlies umgibt.
    Thorin unser Anführer wurde bereits zu Thranduil gebracht, wenn Eichenschild den König jetzt verärgert, kommen wir hier nie mehr raus und unsere Mission schlägt fehl.
    Alles wäre umsonst, Azog könnte seine blutigen Schachzüge weiter führen gegen ein anderes unschuldiges Volk…sie würden den Erebor an sich reissen und ein neues dunkles Zeitalter würde beginnen.
    Wutentbrannt stehe ich auf und will meine Aggression ebenfalls an der Verlies Tür auslassen, als unerwartet ein Elb vor der Tür erscheint: „Folgt mir!“
    Zwei Wachen öffnen die Tür und warten darauf bis ich mein Verlies verlasse.
    Ich runzle meine Stirn, weshalb soll ich ihm folgen?
    Auch wenn ich dem braunhaarigen Elben misstraue, so folge ich ihm, denn schliesslich bleibt mir nichts anderes übrig.
    Die beiden Wachen folgen uns und achten darauf dass ich nicht auf die Idee komme, irgendwelche Dummheiten zu machen.
    Der Elb führt mich in einen der prunkvolleren Räume.
    Unbeholfen lässt er mich zurück, als dann auch schon zwei Dienstmädchen auf mich zukommen: „Würdet ihr eure Kleidung ablegen?“
    Verwundert starre ich die beiden an.
    Mit einer barschen Handbewegung fordern sie mich weiter dazu auf.
    Ich folge ihnen, wie mir geheisst.
    Nur mit einem weissen Tuch bedeckt führen sie mich in einen Raum mit einer grossen runden Wanne.
    Das Wasser ist ganz weiss und lauwarm, wahrscheinlich Milch oder irgendetwas Spezielles was die Haut nährt und sie verjüngernd aussehen lässt.
    Sachte steige ich in die Wanne und die Halbelben, was ich inzwischen festgestellt habe, kommen mit Waschbürsten und Lappen auf mich zu.
    Misstrauisch halte ich sie mit einer abweisenden Handbewegung zurück: „Was wird das?“
    „Mein Herr Thranduil wünscht diese Prozedur.“ Antwortet mir die eine wahrheitsgetreu mit gesenktem Haupt.
    Erneut runzle ich meine Stirn und lasse die Prozedur widerwillig über mich ergehen.

    Nachdem Bad wickeln sie mich in ein weisses samt Tuch, ehe der braunhaarige Elb von vorhin wieder erscheint.
    Er geht einmal unbeeindruckt um mich herum, durchforscht mit seinen scharfsinnigen Augen meinen halbbedeckten Körper und meint dann: „Hmm, das muss reichen.“
    Ich rümpfe meine Nase, was bildet der sich ein, ich bin jetzt schliesslich sauber.
    Ich bin eine Hexerin, da kann es schon mal vorkommen, dass ich blutverschmiert oder dreckig bin.
    Immerhin habe ich nicht den ganzen Tag Zeit um mich in einem Spiegel zu betrachten und mich hübsch zu machen.
    „Ihr meint es kümmert Thranduil ob ich sauber bin?“ will ich aufgebracht und abschätzend wissen.
    Meine Aufenthalte bei den Elben haben mir noch nie wirklich gefallen, und hier wird es mir wieder bestätigt.
    „Die Dame wird seine königliche Majestät mit vollem Titel anreden oder gar nicht.“ Befiehlt mir der braunhaarige.
    Pfff… natürlich.
    Weisse Kerzen erleuchten den wohlerhabenen Raum, während ich es hier einigermassen gut habe, müssen die Zwerge in den kalten Verliesen ausharren.
    Naja, wenn ich ehrlich bin, wäre ich auch viel lieber in einer kahlen Zelle.
    Ich hasse es vor einen König treten zu müssen, oder eine hochangesehene Person, so gut wie möglich versuche ich solche Treffen deshalb zu vermeiden.
    „Ihr werdet auf dem Bergère Platz nehmen.“ Kommandiert er mich weiter rum.
    Ich schaue ihm verwirrt nach und frage: „Auf dem was?“
    „Auf diesem…Stuhl.“ Mit einer Handbewegung bittet er mich, mich zu setzen.
    Widerwillig gehorche ich, als auch die beiden Halbelben wieder zum Vorschein kommen.
    Sie beginnen mein braunes Haar aufwendig zu flechten und frisieren.
    Warum können sie mich nicht einfach so zu ihrem Herren lassen, wie ich bin?
    Musste Thorin auch so eine Prozedur über sich ergehen lassen?
    Unerwartet tritt Legolas in den Raum und spricht irgendetwas auf elbisch und beachtet mich kein Stück.
    Zweifellos tut er dies extra um mich zu reizen.
    Meine Augen folgen jeder seiner Bewegungen mit einem herabfallenden Blick.
    Was er kann, kann ich schon lange.
    Nachdem sie mit meinen Haaren fertig sind, führen sie mich in ein neben Zimmer in dem ich mich anziehen kann.
    Sie halten mir ein königblaues Kleid entgegen.
    „Wo sind meine Kleider?“ möchte ich zuerst wissen, bevor ich dieses Elbenkleid anziehe.
    „Wo sie schon lange hingehören. Sie werden gewaschen.“ Offenbart mir die eine mit ihrer hohen Stimme.
    Ich betrachte mich in einem grossen Spiegel.
    Das Kleid steht mir wirklich ausgezeichnet.
    Es hat enge Ärmel, die mit kleinen weissen Edelsteinen verziert sind.
    Insgesamt ist es ziemlich enganliegend geschnitten.
    Um meine Hüften ist ein geflochtener weisser Gürtel geschwungen.
    Der Rock fällt gerade zu Boden und ist ebenfalls mit funkelnden Edelsteinen besetzt.
    Ich begutachte mich weiter in dem Spiegel… wie lange ist es her, seit ich so umwerfend aussah?
    Der braunhaarige Elb betritt das Nebenzimmer und bleibt beeindruckt stehen, als er sich ertappt sammelt er sich schnell und meint: „Königblau steht euch. Ihr werdet vor dem grossen Herrscher des nördlichen Düsterwaldes stehen. Ich muss mich vergewissern, dass ihr euch zu verneinen wisst.“
    Der Elb demonstriert mir eine ordentliche, königliche Verneigung.
    Bein ausgestreckt, Hand flach, Kopf gebeugt, Kinn auf der Brust.
    Ungläubig starre ich den Elben an: „Das ist nicht euer ernst?“
    „Es ist durchaus mein vollster Ernst. Kennt die Dame die Strafe für Übertretungen der Etikette in Gegenwart des Königs? Zweihundert Peitschenhiebe!“ offenbart mir der braunhaarige Elb.
    „Dies wünsche ich euch nicht, daher werde ich euch nicht eher gehen lassen, als bis ich überzeugt bin, dass ihr euch zu betragen wisst.“ Erneut befiehlt er mir mich zu verneigen und bittet mich dann ihm zu folgen.

    Nachdem die Vorbereitung für meine Audienz zu Ende ist, führt mich der Elb durch die grossen Hallen Thranduils.
    Die Decken haben eine ungewöhnlich grosse Höhe, die Säulen, welche die Hallen instanthalten, haben wunderschöne Verzierungen in ihren Stein gemeisselt, die Pfade durch die Hallen haben alle ihren eigenen Schwung und die langen Gängen werden von einzelnen Laternen beleuchtet.
    Immer wieder spüre ich die undefinierbaren Blicke des Elben auf mir ruhen: „Ihr werdet nur dann reden, wenn ihr angesprochen werdet und dabei den richtigen Titel verwendet.“
    Ich rolle meine Augen, der Richtige Titel… das ich nicht lache.
    Was soll das ganze Theater eigentlich?
    Könige wollen immer mit vollem Titel angesprochen werden…
    „Eure Erzmagnifizienz?“ spasse ich belustigt, worauf ich einen warnenden Blick des Elben bekomme.
    „Ich sehe, dass ihr zum Scherzen aufgelegt seid. Ich fürchte bloss dass der König diese Disposition nicht teilt, zumal ihr unsere Gefangene seid. König Thranduil reicht aus. Klar, deutlich und respektvoll ausgesprochen.“

    Wir nähern uns dem Thron von König Thranduil.
    Thorin steht bereits vor mir und dreht seinen Kopf in meine Richtung als der König verstummt.
    Sprachlos und bewundernswert mustert mich der Zwergenprinz von oben bis unten und kann seine Augen nicht mehr von mir abwenden.
    Der braunhaarige Elb spricht den Königstitel auf elbisch aus und verneigt sich anschliessend.
    Widerwillig tue ich es ihm gleich und habe den König fest im Blick.
    Ebenfalls in der Sprache der Elben bittet Thranduil alle den Raum zu verlassen, bis auf Thorin und mich.
    Der König steigt von seinem prunkvollen Thron und kommt elegant mit erhobenem Haupt auf mich zu.
    Er umschweift mich und durchforscht mich mit seinen intensiven Blicken, so als könne er in mich hinein sehen.
    „Riannon, ihr seid schöner und reifer geworden, seit wir uns das letzte Mal sahen“ Spricht er emotionslos und wendet uns den Rücken zu.
    Ich sehe seine Rede nicht als eine Frage an, weshalb ich darauf auch nichts erwidere.
    Seine Autorität scheint mich zu erdrücken und am liebsten würde ich einfach in Grund und Boden versinken.
    Ich wage einen Blick zu Thorin, welcher sichtlich wütend ist.
    „Ihr wollt eure Heimat zurück erobern und einen Drachen töten.“, Beginnt Thranduil nun das eigentlich wesentliche Gespräch „Ich selbst vermute hinter eurem Handeln eher weniger edle Beweggründe. Ihr plant einen Diebstahl, oder etwas dergleichen.“
    König Thranduil schleicht elegant um uns herum und versucht unsere wahren Absichten heraus zu finden: „Ihr habt einen Weg hinein gefunden. Ihr sucht was euch das Recht verleiht zu herrschen… das Königsjuwel, den Arkenstein.“
    Ertappt senkt Thorin seinen Blick.
    Thranduil ist nicht ohne Grund der grosse Herrscher des Waldlandreiches.
    Er kennt das menschliche Tier, was es fürchtet, was es mag, was es begehrt…
    Er manipuliert jene, die ihn umgeben, spricht den Eigennutzen an.
    „Er ist für euch über alle Massen wertvoll, das verstehe ich. In diesem Berg gibt es Edelsteine die auch ich begehre. Weisse Steine aus reinem Sternenlicht…“ offenbart er uns.
    Das ist unsere Gelegenheit aus diesem Ort zu verschwinden!
    Wenn wir Thranduil seine Steine bringen, lässt er uns ziehen.
    „Ich biete euch meine Hilfe an.“ Spricht der Elbenkönig weiter.
    Misstrauisch beäuge ich diesen und warte auf Thorins Reaktion: „Ich bin ganz Ohr.“
    „Ich werde euch gehen lassen. Wenn ihr mir zurückgebt was mein ist.“ Fordert Thranduil.
    Sein Blick ist verfinstert, seine Gesichtszüge wie versteinert.
    Ich kann seinen Worten keinen Glauben schenken, der führt doch etwas im Schilde.
    Auch Thorin scheint ihm zu misstrauen, dreht sich um und spricht: „Ich glaube nicht das Thranduil, der grosse König sein Wort hält, auch wenn uns das Ende aller Tage bevorstünde!“
    Die Spannung im Raum ist zum Greifen nahe, in Thorins Blick lodern die Flammen des Zorns und der Verachtung: „Euch! Fehlt jegliche Ehre! Ich habe gesehen wie ihr eure Freunde behandelt! Einst kamen wir zu euch… hungernd, heimatlos, baten um eure Hilfe… aber ihr habt euch abgewandt! Ihr, habt keinerlei Anteil genommen am Leid meines Volkes und dem Inferno das uns vernichtet hat! Imrid Amrad ursul!“
    Ich halte mich aus der Angelegenheit zwischen den beiden raus, doch als Thorin auf elbisch zu fluchen beginnt und ich es auch noch verstehe muss ich mich dann doch einmischen: „Hört auf! Alle beide!“
    Beide verstummen sofort und sehen mich zornig an.
    Mir egal ob ich nun zum Reden aufgefordert wurde oder nicht: „Ich denke ihr habt uns nicht rufen lassen um über die guten alten Zeiten zu sprechen.“
    Thranduil starrt mich fassungslos an.
    Ich habe keine Furcht vor einem König und auch nicht vor einem Elbenkönig.
    Ein König mag einen Mann fordern, ein Vater mag Anforderungen an seinen Sohn haben, und dieser Mann kann auch sich selbst fordern und nur dann kann dieser Mann wahrhaftig sein eigenes Spiel spielen.
    Aber egal wer mit uns spielt, unsere Seelen gehören uns alleine.
    Selbst wenn jene die mit uns spielen Könige sind oder Menschen mit Macht.
    Wenn man vor Gott steht, kann man nicht sagen dass man uns befohlen hat so oder so zu handeln oder das Tugendhaftigkeit in diesem Moment gerade nicht angebracht war das wird nicht genügen.
    Daran sollte man immer denken.
    „Du wagst es einen König zu unterbrechen?“ spricht der blondhaarige mit lauter Stimme und starrt mich ungläubig an.
    Formalitäten ade, würde ich mal sagen.
    Seine Stimme bringt mich zum Schweigen und ich senke meinen Kopf.
    „Fingerdürr, verstört und erschöpft, konntest kaum mehr auf deinen eigenen Beinen stehen.“ Erinnert mich Thranduil an unser erstes Treffen zurück und gleitet um mich herum.
    Für einen normalen Sterblichen sind, seine leise Schritte nicht hörbar, doch bei uns Hexern ist dies natürlich anders.
    „Ich sorgte für dich so gut ich konnte, als wärst du meine eigene Tochter… doch diese Mühe machte ich mir vergebens. Du bist eine aussergewöhnliche Frau Riannon und dennoch ungezogen, verschlagen, bockig und selbstsüchtig.“ Haucht er leise in mein Ohr, aber noch so, dass es Thorin hören kann.
    Ich senke meinen Blick… das könnte schwierig werden aus den Hallen des Waldlandreiches zu fliehen.


    Fortsetzung folgt...

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2016-06-02
402C
Herr der Ringe

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Guren ( von: Gure )
Abgeschickt vor 232 Tagen
Das gute Ende findet ihr unter dem Namen "Der Hobbit - Everything happens for a reason - Eine erleuchtende Herrschaft
•Silberfluss• ( 23936 )
Abgeschickt vor 234 Tagen
Einfach toll 😍wann kommt das Gute Ende raus?
Lydia ( von: Lydia )
Abgeschickt vor 240 Tagen
Wieder ein sehr toller Teil und ich freue mich schon total auf das gute Ende! Als die beiden gestorben sind musste ich fast weinen, ein Glück das es aber noch ein gutes Ende geben wird!
Guren ( von: Gure )
Abgeschickt vor 243 Tagen
@ Tina waschy
Ich werde noch ein Gutes Ende schreiben was auch beinhaltet wie alle überleben... wieviele Kapitel es da geben wird weiss ich noch nicht
Glg Guren
Tina waschy ( 62739 )
Abgeschickt vor 243 Tagen
Wie viele Teile gibt es?
Lydia ( von: Lydia )
Abgeschickt vor 252 Tagen
Wieder ein richtig toller Teil und ich bin schon gespannt wie es weitergeht!
Guren ( von: Gure )
Abgeschickt vor 254 Tagen
Hey Gwen :)
Es sollten alle 17 Kapitel im Hauptteil vorhanden sein.
http://www.testedich.ch/quiz41/quiz/1461512353/Der-Hobbit-Everything-happens-for-a-reason
Anstonsten kannst du auf die anderen Teile der Geschichte klicken ;)
Gwen Parker ( von: Gwen Parker )
Abgeschickt vor 255 Tagen
eine interessante geschichte aber ich check die reihen folge nicht ????!!!!
Wie soll ich weiterlesen ??? ich hab mit dem Teil angefangen da ich dachte das das erste ist ???
Lydia ( von: Lydia )
Abgeschickt vor 270 Tagen
Wieder mal ein sehr gelungener Teil! Weiter so!!
Guren ( von: Gure )
Abgeschickt vor 276 Tagen
Hallo ihr Lieben :D
Habe heute das nächste Kapitel geschrieben wird wohl nächste Woche aktualisiert werden :)
Danke für eure Unterstützung und wenn ihr Wünsche, Vorschläge oder Kritik habt meldet euch doch :)
Für die ganz neugierigen hier auf fanfiktion.de ist das nächste Kapitel schon draussen ;)
Tina waschy ( 73014 )
Abgeschickt vor 276 Tagen
Ich habe mir alle Folgen hintereinander durchgelesen. Ich finde
Die Geschichte Megabyte gut und würde mich freuen,wenn bald
Der nächste Teil raus kommt.

Lg,Tina💝
Lydia ( von: Lydia )
Abgeschickt vor 277 Tagen
Richtig Richtig tolle FF!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Morgoth25 ( 34656 )
Abgeschickt vor 291 Tagen
Normalerweise habe ich es nicht so mit Hobbit FFs/ Liebesgeschichten, aber dass hier ging mir wirklich unter die Haut. Der Teil, indem sich Thorin und Rhiannon küssten.... das konnte ich mir extrem gut vorstellen.

Hut ab!
Mach weiter so.
Lucy ( 93713 )
Abgeschickt vor 317 Tagen
Ja, also ich bin in der Hinsicht sehr neidisch, wie toll du schreiben kannst! Behalte es auf alle Fälle bei, ich freue mich jedes mal :) ♥
Guren ( 97877 )
Abgeschickt vor 318 Tagen
Vielen lieben Dank Lucy :*
Freut mich dass es dir gefällt :D
Bin gerade das nächste Kapitel am schreiben ;)
Lucy ( 79068 )
Abgeschickt vor 319 Tagen
Also ich muss einfach sagen, dass du so wundervoll schreiben kannst. Sehr detailliert.. Ich bekomme wirklich Herzrasen bei deinen Texten :D
Sehr, sehr schön. Freue mich auf das nächste FF.
Guren ( 97877 )
Abgeschickt vor 319 Tagen
Hey Lucy :)
Habe es gestern aktualisiert weiss aber nicht wie lange das noch dauert...
Ansonsten kannst du auf fanfiktion.de weiter lesen ;)
Lucy ( 79068 )
Abgeschickt vor 320 Tagen
Hallo Guren, weißt du schon wann das nächste Kapitel rauskommt? :3 Freue mich total!
Guren ( 97877 )
Abgeschickt vor 326 Tagen
Danke Lucy :D
Auf der anderen Seite heisse ich anders ;)
Denke nächstes Wocheenende dürfte es weiter gehen
Lucy ( 02066 )
Abgeschickt vor 327 Tagen
Ich habe es gefunden. :) Es war mal wieder unglaublich gut. Ich bin sehr gespannt wie es weiter geht!!;)