Des Truchsess Tochter

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10 Fragen - Erstellt von: Hada - Entwickelt am: - 5.606 mal aufgerufen - User-Bewertung: 3.78 von 5.0 - 9 Stimmen - mit langer Auswertung

Bei Aragorns Krönung stand ich dicht neben meinem Bruder Faramir und seiner geliebten Eowyn. Auch wenn ich es mir nicht anmerken ließ habe ich die letzten Ereignisse nicht gut überwunden. Mein über alles geliebter Bruder Boromir war von uns gegangen und mein Vater, zudem ich außer der Blutsbande, welche wir teilten, keine nennenswerte Beziehung pflegte, hatte sein Leben, welches im Wahnsinn endete, verloren.
Dies war der erste Tag seit einer halben Ewigkeit, an dem mein Gesicht wieder von einem beinahe aufrichtigen lächeln geschmückt war. Die Krönung des besten Freundes hatte eben eine freudige Wirkung auf mich.

  • 1
    Nach der Zeremonie hielt ich mich neben meinem Bruder, um Aragorn und Arwen zu beglückwünschen, welche soeben ihre Hochzeits Pläne bekanntgegeben hatten. Ich umarmte meine besten Freunde, bis mir plötzlich wieder einfiel, dass mein bester Freund ja nun König von Gondor war, trat schnell einen Schritt zurück und machte einen leichten Knicks vor dem neuen Königspaar.
    „Arina, was soll das? Wir sind doch immer noch Freunde, du brauchst dich nicht vor uns zu verneigen“ Bei diesen Worten musste er unweigerlich lächeln. „Du siehst im Übrigen Atemberaubend gut aus, wenn ich dir das sagen darf.“
  • 2
    Ich bedankte mich förmlich für das Kompliment und trat bei Seite, damit die beiden weiter ihre Glückwünsche entgegennehmen konnten. Ich schlenderte zu einer Bank in der nächstgelegenen Ecke, da ich etwas meine Ruhe haben und nicht wie sonst die Blicke der Männer auf mich ziehen wollte. Mir war einfach nicht nach Aufmerksamkeit – schließlich war es nicht mein Freudentag, auch wenn ich mich mit meinen Freunden freute verschlang mich immer noch die Trauer um den Verlust meines Bruders.
    Ich starrte die ganze Zeit nur leer vor mich hin, in Gedanken bei der vergangenen Schlacht. Nach dem Kampf um die weiße Stadt hatte ich mich den Streitkräften angeschlossen und mein Möglichstes getan, um zu helfen, doch eigentlich wollte ich mich bloß irgendwie ablenken. An diesem Tag lernte ich die Gefährten kennen, mit denen ich mich allesamt vom ersten Moment an prächtig verstand. Aragorn kannte ich schon länger, doch erst da erfuhr ich von seiner Bestimmung. Legolas, die Halblinge und den Zwerg traf ich dort zum ersten Mal, doch Gandalf war mir ein altbekannter Zeitgenosse. Auch Eomer lernte ich an diesem Tag kennen und seit dem wir zurück in Minas Tirith waren hatte ich mich mit allen besser angefreundet.
  • 3
    Ich schreckte aus meinen Gedanken, als ich merkte, wie sich jemand mir gegenüber an den Tisch gesellte. Es war Gandalf, welcher mich musternd anblickte. An seinem Gesicht erkannte ich, dass ihn etwas beunruhigte, doch was es war vermochte ich beim besten Willen nicht zu sagen. Die Gefahr durch Sauron war gebannt, wodurch sollte er sich nun so verunsichern lassen? Als hätte er Einblick in meine Gedanken gehabt setzte er schnell ein Lächeln auf. „Wie geht es dir meine Liebe? Ich hatte bisher noch keine Zeit mich richtig mit dir zu unterhalten, erzähl mir, was in deinem Leben momentan so alles ansteht“
  • 4
    „Ich verstehe. Aber denke doch bitte noch mal darüber nach, dass das echt böse ausgehen könnte. Du musst vorsichtig sein und nicht immer nur an andere, sondern auch mal an dich denken. Das darfst du unter gar keinen Umständen vergessen.“ Mit diesen Worten erhob sich der Zauberer und ließ mich in meiner Ruhe sitzen, doch es dauerte nicht bis die Hobbits meine Stille unterbrachen. Die vier bauten sich mit verschränkten Armen vor mir auf, Merry vorne und mit bösen Blick aufgelegt. Einen Moment verharrten sie so, bis sie mich auf die Beine zogen und mich zu der Freigeräumten Fläche am Kopfende des Saales führten, welcher als Tanz Fläche diente.
  • 5
    Erschöpft stand ich an der Brüstung des Geländers der schönen Mamorterasse und schaute in die Weite des Horizonts mit seinen wunderschönen Sternen. Als sich eine Hand auf meine Schulter legte und ich mich umdrehte blickte ich direkt in das Gesicht meines Bruders. „Was betrübt dich Faramir? Du siehst so traurig aus.“ „Ich habe alles verloren, Mutter ist tot, Vater und vor allem Boromir ist weg. Ich will dich nicht auch noch verlieren, bitte bleibe bei mir Schwester.“ In seiner Stimme schwall ein ganzer Berg von Trauer mit, ich konnte es nicht ertragen ihn so zu sehen und fiel ihm schluchzend um den Hals. „ Ich will dich doch überhaupt nicht verlassen. Ich liebe dich über alles Bruder, aber ich ertrage es nicht. Ich freue mich so für dich, dass du Eowyn hast. Mit ihr wirst du nie alleine sein, doch ich ertrage es momentan nicht jeden in einer glücklichen Beziehung zu sehen, während ich selbst nicht weiter weiß. Ich habe mich mit meiner Situation abgefunden, doch ich brauche Zeit um es zu akzeptieren und dann werde ich zurückkommen.“ „das kannst du mir nicht versprechen. Es könnte wer weiß was passieren.“ „Wie meinst du das, Bruder?“ Er senkte den Kopf und fuhr leiser fort: „Ich habe mit Gandalf gesprochen. Er hat in den Spiegel gesehen. Wenn du gehst wirst du nicht wieder kehren.“ „Was der Spiegel zeigt muss nicht unbedingt eintreten“ „Aber was wenn doch? Wie soll ich dann damit weiter leben? Ich könnte es nicht, auch noch dich, meine über alles geliebte Schwester zu verlieren. Denk doch bitte einmal über deine Entscheidung nach.“ Mit diesen Worten drehte er sich um und ließ mich alleine stehen. Kurz blieb ich an der frischen Luft, doch dann beschloss ich in meine Gemächer zu gehen und mich zur Ruhe zu begeben.
  • 6
    Seit Aragorns Krönung waren ein paar Tage vergangen und die Hochzeit des neuen Königspaars stand nun unmittelbar bevor. Zusammen mit meiner besten Freundin ging ich die letzten Details in der Planung noch einmal durch, ich freute mich sehr meinen engsten Vertrauten bei ihrem schönsten Tag helfen zu können und auch Eowyn unterstützte uns riesig bei den Vorbereitungen. Als alles erledigt war und sich der ganze Stress etwas verflüchtigte setzten wir uns zusammen in meine Kammer und wählten das Kleid aus, welches ich bei den Festlichkeiten tragen sollte.
  • 7
    Es war wirklich eine wunderbare Zeremonie und ich konnte nicht verhindern, dass sie den ganzen emotionalen Kram, der mich seit langem beschäftigte, wieder aufleben ließ. Damit niemand meinen Gefühlsausbruch bemerkt ging ich an die frische Luft um, so war es zumindest geplant, kurze Zeit später wieder zu den Festlichkeiten zurück zu gehen, doch als ich mich nach ein paar Minuten wieder zu den anderen gesellen wollte sah ich, wie sich die Tür langsam öffnete und einer meiner Freunde zu mir herüber kam und die Hand auf meine Schulter legte.
  • 8
    „Ich habe alles verloren. Meine Mutter ging von mir, ich kann mich nicht an sie erinnern so lange ist es her. Meinen Vater betrauere ich nicht so sehr, denn er war zu Faramir und mir nie besonders wohlgesonnen. Boromir war sein Liebling und während Faramir versucht hat sich die Liebe und Anerkennung unseres Vaters zu verdienen wurde es mir egal. Mein geliebter Bruder ist von mir gegangen. Ich vermisse ihn und ich weiß dass Faramir ihn auch vermisst. Das Verhältnis zwischen den beiden kann man nicht beschreiben. Es verletzt mich zu merken wie sehr Boromirs Tot meinen verbliebenen Bruder fertig macht. Ich wünschte mir ich könnte mich wenigstens von Boromir verabschieden, doch er ist für immer weg. Zudem kommt, dass alle um mich herum ihre wahre Liebe gefunden haben und heiraten werden. Ich freue mich für sie alle, aber ich ertrage es nicht ihr Glück Tag für Tag mit ansehen zu müssen, während meine Liebe mich nicht beachtet.“
  • 9
    „Wir sollten lieber wieder hineingehen und uns zu den anderen gesellen. Sie werden sich schon wundern, wo wir ab geblieben sind.“ Seine Stimme durchbrach die Stille, welche zwischen uns geherrscht hatte. Wir begaben uns zurück zu den anderen in die Halle, wo immer noch eine ausgelassene Stimmung herrschte, gefeiert, getanzt und gelacht wurde. Mir fehlte die Lust zum Feiern und ich machte mich wieder an die Beschäftigung, welcher ich in letzter Zeit sehr oft nachging: meine Sorgen in einem Krug Bier zu ertränken. Aus dem Augenwinkel sah ich zu ihm herüber. Auch er starrte nur in seinen Bierkrug. Ich wäre zu ihm herüber gegangen, doch die Stimmung war vorhin so gedrückt gewesen, dass ich es mir anders überlegte und einfach sitzen blieb.
    Ich versuchte ihm die nächsten Tage aus dem Weg zu gehen. Mir gelang es ziemlich gut, bis ich Eowyn in ihrem Zimmer ihre Haare hoch steckte. Sie saß auf dem Bett und ich stand mit dem Rücken zur Tür vor ihr, da ich gerade ihren Pony richtete. „Sag mal, Arina, was ist los mit dir du bist ja seit Aragorns Krönung schon komisch gelaunt, aber seit Arwens und Aragorns Hochzeit hast du echt einen Tiefpunkt. Woran liegt das?“ Mit einem Ruck ging die Zimmer Tür auf. Ich konnte nicht sehen wer in der Tür stand, denn bis ich mich umgedreht hatte war die Person schon verschwunden. Eowyn stand auf und ich half ihr in ihr Kleid. „Er benimmt sich ebenfalls so komisch, seit der Hochzeit.“ Jetzt war mir klar, wer gerade so in das Zimmer geplatzt sein musste. „Was ist denn passiert, dass ihr beide so schlecht gelaunt seid?“ Ich erzählte ihr alles, angefangen bei meinen Gefühlen zu ihm, bis zu dem Punkt an dem ich ihm fast gesagt hätte, dass ich ihn liebte und dass wir uns seit dem aus dem weg gingen. Als ich geendet hatte schaute sie mich ungläubig an und verließ das Zimmer, in welchem ich perplex zurückblieb.
    Kurze Zeit später klopfte es an die Tür und Faramir trat ein. Er schloss die Tür hinter sich, setzte sich zu mir und nahm mich in den Arm. „Mein kleines dummes Schwesterchen“, bei diesen Worten hatte er ein leichtes Grinsen auf den Lippen „du bist doch sonst immer so schlau, dass du das nicht mitbekommen hast verwundert mich jetzt aber wirklich. Das hätte dir doch wirklich auffallen müssen. Normalerweise bemerkst du es doch sofort, wenn dir ein Mann seine Aufmerksamkeit schenkt. Warum bei ihm nicht?“ Ungläubig schaute ich ihn an, hatte ich ihn wirklich richtig verstanden? „ Ich habe die ganze Zeit nicht gemerkt, dass du was von ihm willst und nach Aragorns Hochzeit kommt er zu mir, dass er dich liebt, aber du dich in einen anderen verliebt hast. Er war am Boden zerstört und ich konnte ihm nicht helfen, da ich das nicht von dir wusste. Du sagst mir doch sonst immer alles, warum hast du diesmal nicht mit mir darüber geredet?“ Immer noch war ich mir nicht sicher, was er gerade gesagt hatte. Fähig ihm zu antworten war ich auch nicht und so ließ er mich sitzen und Eowyn kam zurück. Sie half mir in mein Kleid, als es gerade klopfte.
  • 10
    Es war eine wunderschöne Hochzeit und dieses Mal konnte ich sie auch wirklich genießen, da er nun an meiner Seite war und ich wusste dass er meine Gefühle erwiderte. Wir tanzten viel gemeinsam und die meisten Freunde schauten uns entgeistert an, als sie uns so glücklich sahen. Ich strahlte buchstäblich bis über beide Ohren und auch er sah nicht weniger glücklich aus. So hatten uns die Menschen schon lange nicht mehr gesehen.
    Irgendwann zog er mich hinter sich her nach draußen und wir stellten uns gemeinsam an die Brüstung der Terrasse und schauten in die Sterne.

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Tina waschy ( 7.253 )
Abgeschickt vor 219 Tagen
Ich finde den testen voll gut. Die Auswertungen sind
Voll schön... ^^😍 Ich finde die mit Merry am Besten....
Blackwolf ( von: Blackwolf )
Abgeschickt vor 223 Tagen
Hey ich finde dein test wunderschön
LG Blackwolf