Eine Holmes in Hogwarts-Kapitel 2

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1 Kapitel - 1.488 Wörter - Erstellt von: MH - Aktualisiert am: 2016-10-07 - Entwickelt am: - 869 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Ein Zauberstab, das Wichtigste für einen Magiekundigen Menschen.

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    Professor McGonnagall steht neben mir, vor meinem Vater. Wir versuchen ihn von der Tatsache zu überzeugen, dass ich wirklich eine Hexe bin.
    Das ist verdammt schwer. Er ist stur, bei solchen Sachen. Alles, was nicht seiner Realität entspricht, ist Müll.
    Aber ich verüble es ihm nicht, mir ging es genau so. Dass ich der Frau nicht glaubte, meine ich.
    Sie musste mir das ganze Zaubererregime und die komplexen Gründe dafür erklären, dass Magie unentdeckt bleiben kann.
    Dann gab es nur noch einen Grund, warum es Zauberei nicht geben sollte: Meine Verbissenheit beim Thema Recht haben.
    Doch auch diese verpuffte recht schnell, als die Professorin einen Zauberstab zückte und mein verhasstestes Goldarmband (Es war ein Geschenk von John. Ich wollte ihn nicht kränken, also behielt ich es.) in einen Vogel, komplett aus dem Gold gemacht, verwandelte, der auch noch fliegt und liebliche Töne von sich gibt, sobald sich sein Schnabel zu einem Zwitschern öffnet.
    Ich habe ihn Lolu genannt.
    Lolu hockt zurzeit auf meinem Kopf und bringt meine Haare durcheinander.
    Während Minerva mit Vater redet, achte ich auf das Trippeln der kleinen Krällchen und das Ziehen an meinen Haaren, wenn er darin rumpickt.
    Irgendwann wird es langweilig. Sie wird es nicht schaffen. Ich muss einschreiten.
    "Vater. Ich werde auf diese Schule gehen, egal ob sie für Hexen und Zauberer oder Verrückte und Schwindler ist. Es wäre mir sogar egal, wenn November Moriaty das eingefädelt hätte! Fakt ist, ich will es ausprobieren und du kannst und wirst mich nicht daran hindern."
    November Moriaty (Schon ihr Name ist bescheuert.) ist seit jeher meine Feindin Nummer eins! Schon allein weil sie Jim Moriatys Tochter ist, finde ich, dass es meine Pflicht ist, sie zu verabscheuen. Dass es mir egal wäre, wenn sie mich wie einen Trottel dastehen lässt, ist ein Beweis dafür, wie ernst ich es meine.
    Vater sieht mich komplett ausdruckslos an, bis er schließlich nickt.
    Ich bin doch erleichtert, dass ich nichts tun muss, um ihn dazu zu bringen, mich gehen zu lassen. Wenn er mich freiwillig lässt, umso besser!
    "Nun, da das geklärt ist, würde ich die Frage wagen, wie viel Geld Sie bereit wären, für Schulsachen auszugeben."
    Resigniert seufzt Vater. "Alles, was Sie wollen. Den Lohn von dieser Entführung vielleicht."
    Mit 'dieser Entführung' meint er, dass wir die der Schwester eines sehr reichen Aktenfressers wieder gefunden haben. Voller überschwänglicher Dankbarkeit gab dieser uns fünf ganze Koffer mit Geldscheinen.
    Ich unterdrücke ein Lächeln und nicke, bevor ich auf das Sofa steige, über dem der Smiley an der Wand mich angrinst. Mit viel Fingerfertigkeit öffne ich eine kleine, so gut wie unsichtbare Klappe und gebe in das Tastenfeld dahinter eine achtzehnstellige Zahl ein:
    424246786592833424
    Der Smiley schwingt von der Wand weg. Ich habe diesen Tresor schon sehr früh gefunden, als ich Verstecke suchen sollte.
    Dort drin liegen die fünf schwarzen Lederkoffer.
    Einen nach dem Anderen hole ich sie raus und lege sie neben mich aufs Sofa. Schlussendlich schließe ich den Tresor wieder.
    "Und wo kaufen wir meine Schulsachen?", frage ich die verdattert dreinschauende Professorin. Sie kann wohl nicht glauben, dass ich einfach mal so viel Geld bekomme.
    Meine Mundwinkel zucken, aber ich kann mir ein Kichern verkneifen.
    "Ah... Ja, natürlich. Das wäre dann in der Winkelgasse. Wenn Sie sich bitte festhalten würden." Sie hält mir ihren Arm hin und ich greife danach. Kaum einen Moment später überkommt mich ein sehr seltsames Gefühl.
    Zuerst wird mir, nur für einen Sekundenbruchteil, kalt. Dann scheint sich alles zu drehen, während die Welt um mich herum im Dunkeln verschwindet. Gezwungen, die Augen zusammenzukneifen, wird mir mit jedem Augenblick schlechter. Die Luft wird mir aus der Lunge gepresst und gerade, als mein Brustkorb anfängt, richtig wehzutun, nehme ich wieder Boden unter meinen Füßen wahr.
    Erleichtert atme ich tief ein. Dann überkommt mich ein Kicheranfall.
    "Bitte sagen Sie, dass wir das noch einmal machen können!", japse ich. Professor McGonnagall schüttelt nur leicht verzweifelt den Kopf und macht ein paar Schritte auf eine karge Backsteinmauer zu.
    Das gibt mir die Zeit, mich umzusehen. Wir sind in einem kleinen, tristen Hinterhof, der anscheinend an eine Bar oder einen Gasthof angrenzt, den lachenden, lauten Stimmen hinter der einzigen Tür hier zu urteilen. Einige Kisten und Mülleimer stehen herum und im Schatten der Mauer liegt eine grau-braun gefleckte Katze, die sich von uns nicht im Mindesten stören lässt.
    Doch nun wird meine Aufmerksamkeit ganz von der Mauer beansprucht, die sich in der Mitte teilt. So wird der Blick freigegeben auf eine breite, überfüllte Straße voller Läden. Mein Blick wandert die Fassaden entlang, ich lese die Schilder über den Türen.
    "Also, was kaufen wir zuerst?", frage ich glucksend. So langsam macht mir das hier echt Spaß!
    "Ich tendiere dazu, mit dem Zauberstab anzufangen." Und schon schreitet sie los, zielstrebig durch die Menschenmenge. Ihre aufrechte Haltung ist mir schon vorher aufgefallen, aber inmitten all dieser... gewöhnlichen Menschen, wirkt sie sehr erfurchtgebietend.
    Ich folge ihr, bis wir vor einem kleinen Geschäft zum Stehen kommen.
    Nach einem kurzen Blick über die Tür, auf das Schild, betrete ich ohne zu zögern Olivander's.
    Staub und Stille begrüßen mich in dem dunklen Raum, doch Professor McGonnagall unterbricht diese mit einem Räuspern.
    Sofort lugt ein alter Mann mit weißem Haar zwischen zwei Regalen hervor.
    "Ja, ich komme.", meint er und huscht zu uns.
    "Guten Tag, Mr. Olivander."
    Meine Begleitung klingt freundlich. Anscheinend respektiert sie diesen Kauz.
    "Minerva. Und Sie müssen Miss Holmes sein, nehme ich an?"
    Ich nicke.
    "Gut, gut. Fangen wir sofort an.", lächelt der Weißhaarige und prompt schießt ein Messband in die höhe und fängt an, mich auszumessen. Von ganz allein.
    Dem Gebrabbel des Alten höre ich nicht zu, diese Szene fesselt mich zu sehr. Erst als das Band wieder auf dem Tisch liegt und Mr. Olivander mir eine kleine, längliche Schachtel hin hält, in der Sich ein dünner, rötlicher Stab mit hübschen Schnitzereien befindet, schrecke ich aus meinen Beobachtungen hoch.
    Seiner auffordernden Geste nachkommend, nehme ich ihn hoch, doch sofort bekommt das Holz Risse und berstet außeinander.
    "Oh! Nein, der nicht. Schade. War sehr hübsch. Kirsche und Drachenherzfaser. Aber wohl zu schwach. Hm. Der hier vielleicht."
    Er hält mir einen weißlichen Stab hin, doch als ich ihn aufnehme, bekommt auch er Risse und ich lege ihn wieder weg, bevor noch etwas schlimmeres passiert.
    Fünf weitere Versuche, dann, endlich passiert etwas.
    Dieser Stab scheint aus drei Arten von Holz gefertigt zu sein, die Eine eher bräunlich, eine Andere weißlich. Sie sind ineinander verdreht und der Griff besteht aus einem schwarzen Holz.
    Ehrfürchtig hebe ich ihn hoch und ein seltsames Kribbeln geht von meinen Fingerspitzen meinen Arm hinauf. Ich habe Respekt vor diesem schönen Stück und als ich ihn schwinge tanzt eine Spur aus waschechtem Goldstaub hinter ihm her.
    "Ja! Ja! Eiche, Ahorn und Wenge, Zentaurenschweifhaar, 12 Zoll, sehr stabil. Prächtige Wahl, wirklich. Mein schönstes Stück. Sie zahlen mit Muggelgeld? Hm... Das macht 50 Pfund."
    Ohne zu zögern nehme ich einen dicken Batzen Geld aus dem ersten Koffer und drücke ihn Olivander in die Hand.
    "Behalten sie den Rest, bitte.", meine ich und er lacht leise.
    "Nun gut, wenn Sie es so wollen. Ach ja, Minerva, könnte ich mit ihnen noch kurz unter vier Augen reden?"
    Professor McGonnagall nickt und so verlasse ich, immer noch meinen brandneuen Stab in Händen, den Laden und bleibe vor der Tür stehen.
    Dort betrachte ich meine neue Errungenschaft und zucke zusammen, als Lolu auf meinem Finger landet und den Stab auch interessiert mustert.
    Dann muss ich grinsen. Der Tag wird immer besser.

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