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Eine Holmes in Hogwarts

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1 Kapitel - 1.308 Wörter - Erstellt von: MH - Aktualisiert am: 2016-05-27 - Entwickelt am: - 1.627 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit - 2 Personen gefällt es

Gestatten, Holmes, Tochter des legendären Sherlock Holmes. Doch bin ich, wie ich selbst mit Entsetzen feststellen musste, in vielerlei Hinsicht nicht normal. Nicht mal für unsere Holmeschen Verhältnisse...
(Multifandom, Sherlock BBC und Harry Potter)

    1
    Ich hetze durch die Straßen Londons. Mit einer Augenbinde.
    Für Andere mag das seltsam sein, für mich nicht. Das ist eine Übung. Ich soll von der Bakerstreet 221B zum Buckingham Palace kommen, ohne Hilfsmittel und bevor Vater und John mit dem Taxi dort vorfahren werden. Ich trainiere so meinen räumlichen Sinn, meine Orientierung, meine Schrittsicherheit und die Ausdauer. Das ist sehr sinnvoll.
    Ich remple viele Menschen an, aber meine Füße sind sicher gesetzt, ich stolpere nicht ein einziges Mal und gegen Mauern renne ich auch nicht. Ich habe Londons kompletten Stadtplan auswendig gelernt, inklusive die Linien der öffentlichen Verkehrsmittel.
    Ein Passant hält mich am Ärmel fest. Zumindest glaube ich das zuerst, bis ich versuche, mich mit einem Kempo-Griff freizumachen und er mich nicht loslässt. Nun wird mir klar, dass es ein Mann ist, den mein Vater angeheuert hat.
    Mit Kraft werde ich hier nicht raus kommen. Also allgemeine Aufmerksamkeit erregen.
    "Lassen Sie mich los, Sir, ich muss hier durch!"
    Er hält mich nur etwas fester. Niemand reagiert. Ich hebe die Stimme, sodass jeder in der Umgebung es hören muss.
    "Lassen Sie mich! Stopp!", kreische ich fast. Endlich ringt jemand den Kerl von mir weg und ich sprinte weiter voran.
    Ich muss die verlorene Zeit wieder gutmachen, also rase ich an der nächsten Straßenkreuzung, anstatt die Häuserreihe zu umrunden, in eine Sackgasse, springe quasi die Feuerleiter des Gebäudes links von mir hoch und klettere an der anderen Seite die Fassade wieder runter, indem ich mich von Fenstersims zu Fenstersims hangle.
    Als meine Füße auf den Boden treffen, tun sie von der Wucht des Aufpralls weh.
    Schmerz. Ein ineffizienter Versuch meines Körpers, mich von meinem Vorhaben abzubringen. Nun, er hat nicht funktioniert.
    Unbeirrt hetze ich weiter, durch fünf Straßen, drei Gassen und einen Park, bevor ich vor den Toren des Palace' schlitternd zum Stehen komme. Aber nicht unbedingt in dieser Reihenfolge.
    Ich nehme die Augenbinde nicht ab, sondern warte. Kurz darauf höre ich das Quietschen einer Autobremse und zwei Türen, die geöffnet und wieder zugeschlagen werden. Eine Täuschung.
    Beim nächsten Mal weiß ich sofort, dass es Vater und John sind. Der Zeitraum, in dem die Türen geöffnet bleiben, die Art, wie sie die Beine aus dem Wagen schwingen, das Geräusch, das ihre Sohlen auf dem Asphalt machen. Ich habe das automatisch aus der Geräuschkulisse gefiltert. Ich werde besser.
    "Hallo, Vater. Guten Tag, Dr. Watson.", grüße ich selbstzufrieden.
    "Gut gemacht, Max.", lobt John mich, während er die Augenbinde entfernt, doch Vater sieht mich nur schmallippig an. Ich ziehe eine Augenbraue hoch.
    "Er verliert nicht gerne.", lächelt John.
    "Ich weiß. Ich auch nicht."
    "Deswegen seid ihr zusammen so unausstehlich."
    "Natürlich.", meine ich sarkastisch. Ich weiß, dass er Recht hat. Ich gebe es trotzdem nicht zu.
    "Können wir jetzt zurück, ich will mein Experiment beenden."
    Die letzte Woche habe ich damit zugebracht, meinen Blutzuckerspiegel zu messen und immer im Wertabstand von genau zehn mg/dl exakt 100 ml Blut abzunehmen. Ich habe gehungert und bin teilweise auch ohnmächtig geworden, um festzustellen, welche Wirkung eine Kühllagerung von genau 24 Stunden auf die unterschiedlichen Proben hat. Vater hat mich machen lassen.
    "Natürlich.", stimmt ebendieser nun zu, ist mit zwei Schritten wieder an der Straße und ruft nach einem Taxi. Wir steigen ein und lassen uns in die Bakerstreet fahren. Dort angekommen will ich sofort zum Kühlschrank, doch Mrs. Hudson hält mich auf.
    "Maxima, es ist Post für Sie da. Eine Frau hat das hier abgegeben und sagte, sie würde noch einmal vorbeikommen, wenn Sie es geöffnet haben."
    "Das kann nur bedeuten, dass es verwanzt ist. Vielen Dank, Mrs. Hudson." Ich nehme den dicken Briefumschlag entgegen, der aus einer Art Pergament gemacht ist. Auf dem Weg in mein Zimmer betrachte ich ihn genau und an meinem Schreibtisch angekommen, beginne ich sofort, ihn zu untersuchen.
    Er weist keinerlei Fingerabdrücke auf, außer die von Mrs. Hudson. Ich trage immer Handschuhe.
    Auch sind keine Spuren von Gift oder Ähnlichem zu finden, was jedoch nichts heißen muss.
    Der Absender ist eine seltsame Schule, doch ich habe noch nie etwas von einem Hogwarts gehört, was auf ein simples Alibi schließen lässt.
    Als ich die Ränder des Briefes vorsichtig aufknibble, finde ich keinerlei Anzeichen für Sprengstoff oder etwas, das eine gefährliche chemische Reaktion auslöst.
    Nun öffne ich den Brief doch ganz, bin aber so vorsichtig wie beim Entschärfen eines Sprengsatzes. Keine Wanze zu entdecken, auch keine Kamera. Sehr seltsam. Wird die Überbringerin einfach kommen, wenn sie glaubt, dass ich ihr Geschenk erhalten habe?
    Das Knarren der Dielen hinter mir lässt mich herumfahren. Dort steht eine streng aussehende, ältere Lady mit grauem, zu einem Knoten gebundenem Haar. Ihr Blick ruht berechnend auf mir und ich bin zu überrascht, um Deduktionen anzustellen.
    "Das ging verdammt schnell, mit der Wanze.", murmle ich.
    Aber vielleicht hat sie mich auch gar nicht verkabelt, sondern ist unserem Taxi gefolgt und hat gewartet, bis ich den Umschlag geöffnet habe.
    Nein, unmöglich, wären wir verfolgt worden, hätte ich es bemerkt. Oder wenigstens Vater.
    Die Augenbrauen der Fremden schnellen im die Höhe und nun komme ich nicht umhin, sie zu betrachten.
    Sie ist ziemlich groß und ungefähr Mitte bis Ende Siebzig. Ihre ordentlich nach hinten gekämmten Haare, die in einem Knoten gebunden sind, lassen zusammen mit ihrer Haltung und ihrem Gesichtsausdruck auf eine strenge, gut erzogene Persönlichkeit schließen. Sie ist nicht sportlich oder kräftig, was die Option eines Sportmenschens ausschließt. Ihre Hände sind leicht mit Tinte verschmiert, die energisch versucht wurde, abzuwaschen, doch noch immer kann man etwas erkennen, was mich zu der Vermutung führt, dass sie eigentlich zu beschäftigt für solche Nichtigkeiten wie Tintenflecken ist. Vermutlich ist sie Lehrerin oder Professorin, was auch ihren geschulten Blick auf die Auswertung meiner Experimente, die an den Wänden hängen, erklären würde.
    Meine Deduktionen werden jäh von ihr unterbrochen.
    "Maxima Holmes, nehme ich an. Mein Name ist Professor Minerva McGonnagall."
    Ich hatte also Recht, was ihren Beruf angeht.
    Sie spricht mit einem kaum merklichen, schottischen Akzent. Schottin. Der nahezu perfekten britischen Aussprache nach schon ziemlich früh nach London gezogen.
    Wieder werde ich gestört.
    "Ich bin stellvertretende Schulleiterin am Hogwarts-Institut für Hexerei und Zauberei."
    Will sie mich in die Irre führen? Mich verrückt machen? Mir meinen messerscharfen Verstand abwetzen? Sie klingt überzeugt und auch ihre Körpersprache sagt, dass sie nicht lügt. Aber das kann nicht stimmen.
    Einen Augenblick sehe ich die Frau vor mir einfach nur an, dann fange ich lauthals an zu lachen.

Kommentare (24)

autorenew

Freya Lily Potter ( von: Freya Lily Potter)
vor 178 Tagen
Bitte schreib weiter , die Idee mit Holmes und Harry Potter
zusammen ist voll interessant ,also bitte schreib
weiter
Rubinia (50342)
vor 227 Tagen
Richtig super mega GUT!!
MaryPotter (38251)
vor 259 Tagen
Bitte einen 3.Teil!!Wirklich gut geschrieben!Mach weiter so
Lyriana Athene Legends ( von: Lyriana Athene Legends)
vor 288 Tagen
Bitte schreib teil 3 die Geschichte ist richtig gut
Daumen hoch
Hermine (99748)
vor 312 Tagen
HEY!!!!!! DAS SCHREIBT MAN NICHT EINFACH SO INS INTERNET!!!!
Ginny (60603)
vor 313 Tagen
Hi Nora ich weiss das du es bist! Du bist es doch oder?
Hermine (99748)
vor 313 Tagen
👍🏻👍🏻👍🏻👍🏻👍🏻👍🏻👍🏻👍🏻👍🏻👍🏻👍🏻👍🏻👍🏻👍🏻👍🏻👍🏻👍🏻👍🏻👍🏻👍🏻 👍🏻
Hermine (99748)
vor 313 Tagen
Biiiiiiiiiiiitte schreib weiiiiiter!!! Weil ich bin ein fan von Den Sherlock büchern und fon harry potter!!!👍🏻👍🏻👍🏻👍🏻👍🏻👍🏻
Idra (05250)
vor 324 Tagen
In England ist die Währung Pfund, nicht Dollar. Dollar ist in Amerika
DianaLuna (70729)
vor 401 Tagen
Schreib weiter , BITTE!!!!
Jorsbo (08863)
vor 404 Tagen
Kommt ein 3. Teil
Unbedingt bitte !
Filuna (60388)
vor 420 Tagen
Cool! Ich warte dann, bis es draußen ist. :3
MH (04292)
vor 420 Tagen
Ich hab es noch heute geschafft! Es ist zwar 23:12 Uhr, aber was soll's? Ich hab es geschafft, Teil 2 ist draußen.
Erschöpfte Gute-Nacht-Knuddel!
MH
MH (95374)
vor 422 Tagen
Ja. Ich bin mir nicht sicher, ob ich dass morgen oder übermorgen Hochadel kann. Bin ziemlich gefragt, in letzter Zeit! XD
Erneutes Knuddel!
MH
Svenja Granger ; ) (23731)
vor 422 Tagen
Coole Idee und toller Schreibst! Fettes Daumen hoch und freue mich schon auf den nächsten Teil :)
MH (67482)
vor 423 Tagen
Ja, das war mein Gedanke. Dankeschön für die Bestätigung. ;D
Dankiges Knuddel!
MH
Filuna (06011)
vor 423 Tagen
Hey! Das ist eine richtig coole Idee. Die realistische, logisch denkende Holmes-Tochter hat Magie im Blut! :,D
Dein Schreibstil ist auch gut. Ich freu mich auf's nächste Kapi!
Filünchen :3
MH (87736)
vor 424 Tagen
Danke, Leute! Das ist meine erste ff und ich freu mich total über das ganze Lob! ^^
Happy Knuddel!
MH
LilyPotter (35301)
vor 424 Tagen
Coole Idee. Großes Lob. Ich freue mich schon
auf die Fortsetzung.
Lg LilyPotter :-P
νερό (06190)
vor 424 Tagen
Diese FF ist super!!! Mal ne coole Idee, Sherlock Holmes mit in eine FF zu nehmen. Weiter so!
νερό