Geboren in Schnee und Eis - Der Herr der Ringe: 3. Kapitel

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2 Kapitel - 2.484 Wörter - Erstellt von: Thoreta Ràva Nénluime - Aktualisiert am: 2016-05-27 - Entwickelt am: - 1.442 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Es wird Zeit aus Lothlorien aufzubrechen und weiterzuziehen. Die Gefährten wissen noch nicht was sie an den Ufern des Anduin erwartet.

Währenddessen spitzt sich hinter den Toren Edoras' die Lage für eine junge Frau zu.

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Das goldene Licht der Sonne glitzerte auf der glatten Oberfläche des Wassers, die Boote standen bereit am Ufer. Es war Zeit für die Abreise von Lothlorien. Die Gemeinschaft hatte Elbenumhänge und Proviant bekommen. Galadriel verabschiedete jeden der Gefährten mit einem persönlichen Geschenk. Als letztes trat Galadriel zu Rhîwiel. "Und was will die Tochter des Winters von einer Elbe?" Rhîwiel senkte den Blick. "Gar nichts, Herrin." Galadriels Mund umspielte ein warmes Lächeln. "Sag so etwas nicht." Sie nahm Rhîwiel linke Hand und legte einen langen Gegenstand hinein. Es war ein schneeweißes, geschwungenes Horn. Größer als das von Boromir, vielleicht so lang wie Rhîwiels Unterarm. "Die Zeiten sind gefährlich, der Krieg wird kommen. Und sollte die dunkelste Stunde heran gekommen sein, und jede Hoffnung scheint verloren, so benutze es.", sagte Galadriel. "Ich danke euch.", hauchte Rhîwiel. Sie band das Horn an dem Riemen an dem es hin an ihrem Gürtel fest und ging zu den Booten. Das einzige Boot in dem noch ein Platz für sie frei war, war das von Legolas und Gimli, und so setzte sie sich bereitwillig auf die vorderste Bank des Bootes. Ein wenig schaukelte das Boot wegen den Wellen. Rhîwiel balancierte sich aus und setzte sich möglichst mittig auf die hölzerne Bank. Und dann ging ihre Fahrt los. Eine Weile schwiegen sie, dann fragte Legolas was sie Galadriel bekommen hätten. Gimli schaute ein wenig abwesend in die Ferne. "Ich bat sie um eine Strähne ihres goldenen Haares, und sie gab mir drei." Augenblicklich musste Rhîwiel Lächeln. Sie wechselte einen vielsagenden Blick mit Legolas, der ebenfalls lächelte. Dann schwieg sie wieder, da das Horn schwer zu übersehen an ihrem Gürtel hing.
Die Fahrt ging weiter, den Anduin entlang. Obwohl es eigentlich nichts Besonderes war, machte Rhîwiel das Bootfahren Spaß. Es war das erste Mal, das Sie in einem Boot saß, und das erste Mal das sie wirklich den Caradhras verließ. Die übrigen Gefährten ließen sich von Rhîwiels guter Laune anstecken. Sie Beute sich über den Rand des Bootes und streckte die Hand nach der Wasseroberfläche aus. Ihre Fingerspitzen berührten sachte das kalte und klare Wasser. Dort wo sie es berührte kam das Wasser in Bewegung, es verhärtete und bildete eine dünne Eisschicht auf dem Wasser. Bald hatte Rhîwiel eine rund 20 Fuß lange Eisspur auf dem Wasser hinter dem Boot hergezogen. Pippin, der in dem Boot hinter ihnen saß beobachtete staunend das Eis. "Es ist keine große Sache, der Pfeil war viel schwieriger.", rief Rhîwiel ihm zu und setzte sich wieder gerade hin.

Kurz vor den Wasserfällen gingen sie nun an Land. Aragorn, der nun der Führer der Gemeinschaft war entschied, das sie im Schutz der Nacht weiterziehen sollten, und somit den restlichen Tag etwas Zeit hatten. Rhîwiel setzte sich angelehnt an einen Baum hin. Doch nicht für lange. Legolas gesellte sich zu ihr. Eine Weile schwiegen sie einfach, dann ergriff der Elb das Wort. "Wie gut könnt ihr kämpfen? Das ihr euch verteidigen könnt haben wir gesehen, doch seid ihr geübt im Umgang mit Waffen?" Rhîwiel überlegte einen Moment. "Ich bin mir nicht sicher ob meine Hand ein Schwert führen kann, doch bisher konnte ich mich ganz zu verteidigen." Sie schaute zu Legolas, und schien noch etwas sagen zu wollen, doch ihr Blick glitt an dem Elb vorbei, und ihre Augen weiteten sich. Legolas fuhr herum um zu sehen was los war. Sowohl Boromir als auch Frodo fehlten. Rhîwiel schluckte. Aragorn hatte ihr in Lothlorien eine kurze Auskunft über die bisherigen Ereignisse gegeben, unter anderem auch das Boromir sich sehr leicht von dem Ring verführen ließ und schon einmal in Versuchung geraten war. Sie sprangen auf. "Wir müssen sie suchen!", rief Rhîwiel eindringlich. "Sie könnten überall sein", gab Aragorn zurück. "Aber wir sind zu viert!", damit drehte sich Rhîwiel um und rannte los in den Wald, auf der Suche nach Boromir und Frodo.

Rhîwiel rannte ziellos durch den Wald. Vielleicht hätte sie Doch in der Nähe von Aragorn Legolas und Gimli bleiben sollen, oder wenigstens bei den Hobbits. Denn jetzt hatte sie so gut wie keine Ahnung wo sie war. Aber sie musste Boromir finden, also rannte sie weiter, quer durch den Wald, immer bergauf. So hatte sie wenigstens einen Anhaltspunkt.
Plötzlich ertönte ein Horn, ganz in der Nähe. Rhîwiel fuhr herum. Außer ihr besaß nur Boromir ein Horn. Jetzt hatte sie einen richtigen Anhaltspunkt. Sie rannte los, immer dem Horn nach. Kampfgeräusche wurden laut. Was auch immer los war, Boromir war in Gefahr. Ein Grund sich nicht mehr anzuspornen. Und da tauchte der Sohn des Truchsess von Gondor endlich zwischen den Bäumen auf. Aber von Erleichteung konnte Rhîwiel nun wirklich nicht sprechen, nein sie war eher entsetzt. Drei Pfeile hatten sich in Boromirs Brust gebohrt. Überall um ihn herum waren Orks, nein Orks waren es nicht, sie waren größer und anscheinend stärker. Es waren Uruk-Hai! Abersie schenkten weder Rhîwiel noch Boromir sonderlich große Beachtung. Nein, sie rannten einfach an ihnen vorbei zu ... oh nein! Sie rannten direkt auf Merry und Pippin zu, doch anstatt die Hobbits anzugreifen hoben sie sie einfach hoch und rannten mit ihnen davon. Einen Moment war Rhîwiel starr vor Schreck. Binnen weniger Sekunden hatten die Uruks die Gefährten auseinandergerissen, wie ein trockenes Blatt. Ein schmerzhaftes Stöhnen und ein Schrappen löste Rhîwiels Starren. Das Stöhnen kam verständlicher Weise von Boromir, das beunruhigendere war das Schrappen. Denn ein einzelner Uruk War geblieben und hatte einen Pfeil aus seinem Köcher gezogen, was Besagtes schrappen ausgelöst hatte. Der Uruk spannte nun seinen Bogen. Nein! Einen vierten Pfeil würde er nicht auf Boromir abfeuern, das würde Rhîwiel nicht zulassen. Entschlossen festigte sie ihren Stand auf dem laubbedeckten Boden. Einmal atmete sie tief durch, dann riss sie den Linken Arm hoch und schleuderte einen Pfeil aus Eis auf den Uruk. Er traf genau ins Schwarze, und zwar wortwörtlich, denn die Spitze bohrte sich in die schwarze, ranzige Haut zwischen den Augen. Der Uruk röchelte, seine Augen rollten nach Innen, dann brach er tot zusammen.



"Boromir! Rhîwiel!" Aragorn kam zwischen den Bäumen angerannt. Er stürmte an Rhîwiel vorbei und setzte sich neben Boromir, der am Boden lag.
Aragorn ist ein Waldläufer, er weiß was zu tun ist! redete sich Rhîwiel ein. Doch als Aragorn nichts tat, keine Kräuter rausholte, die Pfeile nicht rauszog oder ähnliches, wusste Rhîwiel das es zu spät war. Boromir würde sterben. Sie schluckte, kämpfte gegen die Tränen an. Sie wusste, das sie sich nicht schämen musste weil sie Tränen vergoss, doch sie wollte tapfer sein, eine Stütze für die anderen, keine Last. Hinter ihr raschelten die Blätter, Legolas und Gimli kamen nun auch an. Schweigend standen Gimli, Legolas und Rhîwiel nebeneinander da, jeder mit der Trauer kämpfend, während Boromir seine letzten Worte sprach.
"Ich habe versucht Frodo den Ring abzunehmen. Estur mir leid!", hauchte er. Aragorn schüttelte nur sachte den Kopf. Boromirs Blick schweifte über die Toten Uruks, die auf dem Boden verstreut lagen. "Sie sind fort - Die Halblinge - Die Orks haben sie mitgenommen." Nun war seine Stimme kaum mehr als ein Flüstern. "Lebe wohl Aragorn. Mein Bruder, mein König" Ein letztes Mal atmete er aus, dann regte sich nichts mehr. Boromir war tot. Endgültig.
Jetzt konnte Rhîwiel die Tränen nicht mehr zurück halten. Sie schluchzte, unaufhörlich liefen die salzigen Tränen ihre Wangen hinunter. Boromir war tot, und sie Hatters nicht verhindern können. Sie schluchzte abermals und wischte sich mit dem Ärmel über das Gesicht, was allerdings nicht viel brachte, denn sofort flossen neue Tränen hinterher.
Legolas, der neben ihr stand legte ihr erst sanft den Arm um die Schulter, doch als das nicht wirklich half, umarmte er sie schließlich. Einen Moment standen sie einfach so da, Rhîwiel hatte ihren Kopf weinend an seine Brust gelehnt. Es tat gut in seinen Armen zu liegen. Langsam verebbten die Tränen, und die Schluchzer verklangen. Vorsichtig löste sich Rhîwiel aus der Umarmung. "Danke", flüsterte sie.
Die übrig gebliebenen Gefährten begannen Boromirs Waffen und all sein Hab und Gut aufzusammeln und gemeinsam mit dem Leichnam in eines der Boote zu legen. Sein Schwert war im Kampf sehr nah am Schaft abgebrochen. Rhîwiel nahm Klinge und Schaft und legte ihre Hand auf den Bruch. Das Eis hielt nun das Schwert an dem Riss zusammen. Kämpfe würde man damit nicht mehr ausfechten können, doch mindestens das könnte das Mädchen für den gefallenen Krieger tun. Nun ließen sie das Boot den Strom entlangtreiben. Boromir trat seine letzte Reise an. Schweigend standen sie am Ufer, Aragorn murmelte ein Gebet für Boromir, dann fiel das Boot den Wasserfall hinunter und verschwand aus ihrem Sichtfeld.
Was sollten sie jetzt tun? Frodo und Sam waren fort, zu zweit auf dem Weg nach Mordor, Boromir war tot und Merry und Pippin von Orks entführt. Legoals war dafür Frodo und Sam zu folgen, Aragorn jedoch wollte Merry und Pippin befreien. Rhîwiel überlegte, doch dann fasste sie einen Entschluss. "Wir können Merry und Pippin nicht ihrem Schicksal überlassen." Aragorn nickte und nun stimmten auch Legolas und Gimli zu. Also brachen die vier übrigen Gefährten auf, die Uruks zu jagen, und ihre kleinen Freunde zu befreien.
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Es wird Zeit aus Lothlorien aufzubrechen und weiterzuziehen. Die Gefährten wissen noch nicht was sie an den Ufern des Anduin erwartet. Währenddessen spitzt sich hinter den Toren Edoras' die Lage für eine junge Frau zu.
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2016-05-21
402C
Herr der Ringe

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