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Warrior Cats - Wie Asche und Wind (Kinderstubenmärchen 1)

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3 Kapitel - 1.818 Wörter - Erstellt von: Selina Sakura - Aktualisiert am: 2016-05-21 - Entwickelt am: - 937 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Die beiden Brüder Aschenpfote und Windpfote werden seit ihrer Geburt mit großer Ehrfurcht behandelt, sind sie doch Teil einer geheimnisvollen Prophezeiung. Doch der Druck der dadurch auf den beiden lastet, wird immer größer und treibt sie mit jeden Tag weiter an ihre Grenzen. Isoliert von den anderen verliert Aschenpfote schließlich den Verstand und es liegt allein an Windpfote, dass er nicht austickt. Doch auch Windpfotes Kraft ist begrenzt.

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    ((cur))Zwei Jungen werden geboren werden, einander so ähnlich, dass kein Auge sie unterscheiden kann und doch im Herzen so verschieden, wie Tag und N
    Zwei Jungen werden geboren werden, einander so ähnlich, dass kein Auge sie unterscheiden kann und doch im Herzen so verschieden, wie Tag und Nacht. Unheil wird über den Clan kommen und nur den beiden Katzen wird die Macht gegeben, es abzuwenden. Asche, getragen vom Wind ist Feuer in den Augen des Feindes. Die Zeit läuft ab. Wenn das Licht bricht, ist alles verloren.

    Der ganze Clan vernahm die Worte in jener Nacht, als die Sterne sprachen. Zwei Sonnenaufgänge später gebar Rußstern zwei Söhne, die sich so ähnlich waren, dass nicht einmal ihre Mutter sie unterscheiden konnte. Die Katzen der Prophezeiung, kein Zweifel. Rußstern fürchtete, dass ihren Jungen, die doch so wichtig waren, etwas zustoßen könnte, also ließ sie einen eigenen Bau für die beiden errichten, der so dicht war, dass nicht der kleinste Sonnenstrahl seinen Weg ins innere fand. Vor den Eingang positionierte sie zwei ihrer besten Krieger, damit ja niemand den Katzen der Prophezeiung etwas zu leide tun würde. So wurde das Schicksal der beiden, das es doch Augenscheinlich so gut mit ihnen meinte, zum Fluch. Ich beobachtete dies alles von den Wolken aus und konnte nur seufzen über die Dummheit dieser Kätzin. Inzwischen ist jeder Gedanke an Windpfote und Aschenpfote vergessen, doch ich werde sie nicht aus meinem Herz verbannen können. Und bevor auch ich zu Staub werde, möchte ich euch ihre Geschichte erzählen, eine Geschichte, die mit einer düsteren Prophezeiung begann …

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    Rußstern liebte ihre Kinder von Herzen, niemand zweifelte je daran, auch ich nicht. Und doch erkannte sie nicht, dass sie die beiden zu Grunde richtete, als sie die Öffnung des Baues schloss und das herzzerreißende Fiepen in seinem Innern ignorierte. Ich war da, als Windjunges als erster die Augen öffnete. Aschenjunges lag so dicht neben ihm, dass es aussah als wären sie zusammengewachsen. Es war ein Bild von Unschuld und Reinheit. Es zerbrach mir das Herz, die beiden zu beobachten, wie sie so allein in der Dunkelheit lagen und nach ihrer Mutter suchten. Windjunges war immer der Stärkere von den beiden.

    WIND

    Es ist Dunkel und es ist kalt. Ich weiß nicht wonach ich suche, doch ich kann nicht aufhören zu rufen. Es ist ein Instinkt der mich führt. Ich spüre einen Herzschlag neben meinen. Wenn er nicht um einen Takt langsamer als mein eigener wäre, hätte ich ihn überhaupt nicht bemerkt. Das Fell meines Bruders ist genauso grau wie mein eigenes, man kann keinen Übergang sehen. Meine Augen schmerzen. Wo ist sie? Warum bin ich allein? Irgendwo muss doch die Wärme sein, die ich jetzt so verzweifel brauche? Warum ist sie nicht da? Ich brauche sie doch so sehr! Ich schreie nach ihr, so laut, dass sich meine Stimme überschlägt, doch es ist kaum mehr als ein krächzen. Das Fellbündel an meiner Seite bewegt sich und einen Augenblick später sehe ich in seine riesigen, blauen Augen. Es geht ihm genauso wie mir. Ich weiß es so sicher, wie ich seinen Herzschlag spüre, der immer schneller wird. Er fürchtet sich. Und weil er sich fürchtet, fürchte ich mich auch. Weil wir eins sind.

    Rußstern tauchte erst sehr viel später auf, um nach ihren Jungen zu sehen, doch da schliefen sie bereits. Sie blieb die Nacht nicht bei ihnen. Sie fürchtete, sie im Schlaf versehentlich zu verletzen. So kam es, das Aschenjunges und Windjunges ihre eigene Mutter vergaßen. Als der nächste Morgen kam, hatten sie sich an die Kälte und die fehlende Liebe gewöhnt. Wenn Rußstern kam, um sie zu stillen, betrachteten sie sie wie eine Fremde. Sie hatten nur sich selbst. Mit jedem Tag der verging wurde das Band zwischen ihnen Stärker.


    ASCHE

    Ich hasse das Leben. Es ist Dunkel und Trostlos. Ich höre Winds Pfotenschritte, wie er immer schneller durch den Bau rennt. Hin und her und hin und her. Unser Bau ist unsere Welt. Wir waren noch nie draußen. Nur ein paar mal haben wir durch den offenen Eingang das Licht gesehen, wenn Rußstern kam. Ich fühle mich so allein. Ich habe Angst. „Wind“ hauche ich. Ich weiß das er da ist. Er ist immer da. Wo sollte er auch hingehen? Und doch … muss ich es hören. „Asche.“ antwortet er und wie ein Gedanke ist er bei mir. Sein Körper drängt sich an meinen, bis ich seinen Herzschlag spüren kann. „Wind.“ flüstere ich. Die Angst weicht, mit ihm bin ich stark. „Asche.“ „Wind.“ „Asche.“ Er antwortet mir immer, wenn ich rufe. Und ich antworte ihm.

    3
    Eines Tages brachte ihnen die Heilerin des Clans, Mäuseschweif, eine kleine Kugel aus festen Moos zum spielen mit. Windjunges und Aschenjunges rührten sich nicht, bis sie wieder verschwunden war. Erst dann besahen sie sich den merkwürdigen Gegenstand, mit dem jedes andere Junge verzückt gespielt hätte. Windjunges roch kurz an dem Ball, dann ließ er ihn liegen und Aschenjunges traute sich nicht einmal in seine nähe. Für ihn war das Spielzeug ein Fremdkörper und unheimlich. Die beiden wurden schneller älter als andere Katzen in ihrem Alter und schnell begannen sie ihr Leben in Frage zu stellen.

    WIND

    Ich starre auf meine Lieblingsstelle in der Wand. Hier sind die Zweige nicht so sauber geschichtet und manchmal, wenn man ganz genau fühlt, kann man den Wind, der durch die winzigen Löcher dringt, im Fell spüren. Ich drehe mich kurz um und entdecke den schwachen Umriss meines Bruders im Halbschatten. Er reagiert nicht. Vermutlich träumt er mal wieder von der Welt dort draußen. „Asche.“ sage ich mit kratziger Stimme. Sofort ist er wach. „Wind.“ er klingt seltsam müde. „Erzähl mir was du siehst.“ flüstere ich und schließe die Augen. Asche hat die Gabe, durch Mauern zu blicken und mir die Bilder vor Augen zu malen. „Draußen … ist die Erde nicht so hart wie hier, sondern flauschig und weich, sodass man bei jedem Schritt bis zum Bauch einsinkt. Es ist immer warm und … es gibt gelbes Licht. Da wächst auch Moos, aber viel größer und bunter als hier und mit Frischbeute daran, die man nur zu pflücken braucht. Und es gibt auch andere Katzen, die … reden den ganzen Tag miteinander. So viel, dass ihnen danach der Hals wehtut.“ Ich stelle mir eine wunderschöne, schneeweiße Kätzin vor, mit gelben Lichtaugen. „Weiter.“ murmele ich. „Es gibt keine Dunkelheit da draußen und keiner muss zittern, weil er friert.“ Asche klingt traurig. Ich gehe zu ihm und schiebe mich neben ihn, aber er starrt weiter ins Leere. Das tun wir meistens. Unsere Lieblingsbeschäftigung. Ins Leere starren oder mit Wänden reden. „Es ist Dunkel, Wind. In mir ist es auch Dunkel. Dunkel und kalt. Warum leben wir? Es ergibt keinen Sinn...“

    Bis sie sechs Monde alt waren, verließen die beiden Kater kein einziges Mal den Bau. Sie konnten sich die Welt außerhalb nur mit ihrer Fantasie ausmalen. Aschenjunges wurde schwer depressiv und auch Windjunges ließ sich von der Dunklen Stimmung anstecken. Doch dann kam Rußstern zu dem Schluss, dass sie die beiden vor versammelten Clan zu Schülern zu machen. Sie wusste nicht, was sie dabei für Chaos in Aschenjunges Kopf verursachte.

    ASCHE

    Als der Eingang geöffnet wird, bleibt fast mein Herz stehen. Es ist noch zu früh. „Wind, Wind.“ rufe ich verzweifelt. Mein Bruder ist dicht neben mir. Auch er hat Angst. „Asche, Asche.“ antwortet er. Es ist Rußstern, die andere Katze. Ich erkenne sie am Geruch. Was will sie hier? „Aschenjunges und Windjunges, folgt mir.“ sagt sie. Wir bleiben sitzen. Wir werden den Befehlen einer Fremden nicht folgen. Das Licht brennt in meinen Augen. „Nun kommt schon.“ sagt sie nun schon zum dritten mal. Sie klingt genervt. Draußen kann ich Stimmen hören. Viele Stimmen. Und dann läuft Wind einfach los, an Rußstern vorbei und springt in das Licht. Und weil wir eins sind folge ich ihm, wie an unsichtbaren Bändern gezogen. Das Licht ist nicht gelb. Es ist weiß und es macht mich blind. „Wind!“ jaule ich und stolpere vorwärts. Der Boden ist uneben und ich trete auf etwas spitzes. „Asche!“ ruft er. Er klingt so weit weg. „Ich kann nichts sehen.“ jaule ich. Das Flüstern um mich wird lauter. Wie erstarrt bleibe ich stehen. Es sind Katzen hier. Ich kann sie spüren. Und sie starren mich aus ihren Ausdruckslosen Augen an. Ihre Blicke brennen auf mir. „Asche!“ ruft Wind wieder. Ich folge seiner Stimme, bis ich sein weiches Fell an meiner Seite spüre. „Wind.“ „Ich bitte den Sternenclan auf diese beiden Jungen hinab zu sehen.“ Vor Schreck wäre ich fast in die Luft gesprungen. Es ist Rußsterns viel zu laute Stimme, ganz dicht an meinem Ohr. „Sie sind nun alt genug um Schüler zu werden. Windjunges, von diesem Augenblick an wirst du Windpfote heißen, bis du dir deinen Kriegernamen verdient hast. Ich werde deine Mentorin sein.“ Irgendetwas berührt mich an der Nase. Moment, hat sie nicht von Wind geredet? „Aschenjunges, bis zu deiner Kriegerernnenung wirst du Aschenpfote heißen. Deine Mentorin werde ich sein.“ Diesmal berührt mich nichts. Dafür quiekt Wind neben mir auf. „ICH BIN NICHT ASCHE!“ brüllt er. Und ich weiß, dass er eigentlich nur Angst hat. Das Weiß vor meinen Augen beginnt lichter zu werden. Ich kann Umrisse erkennen. „Aschenpfote, Windpfote, Aschenpfote, Windpfote!“ brüllen unendlich viele Stimmen so laut, dass ich vor Schmerz laut aufschreie. „Begrüßt sie nur und lernt sie kennen.“ sagt Rußstern. Sie klingt jetzt weiter weg. „Aber kommt ihnen ja nicht zu nahe.“

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Warrior Cats - Wie Asche und Wind (Kinderstuben...
Warrior Cats - Wie Asche und Wind (Kinderstuben...
Die beiden Brüder Aschenpfote und Windpfote werden seit ihrer Geburt mit großer Ehrfurcht behandelt, sind sie doch Teil einer geheimnisvollen Prophezeiung. Doch der Druck der dadurch auf den beiden lastet, wird immer größer und treibt sie mit jeden T...
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2016-05-19
406A
Warrior Cats

Kommentare (11)

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Blütenpfote ( von: Blütenpfote)
vor 350 Tagen
Hoffentlich bald, ich liebe deine Geschichte.
Nebelhauch (10931)
vor 378 Tagen
Hi selina. Ich bin eine begeisterte Leserin deiner Fan Fiktions.
Ich hab bereits all deine WaCa ff's gelesen und war wirklich
begeistert. Ganz ehrlich, BRAVO ;-D !!!!
Wann schreibst du weiter?
ami (g.) :) ( von: ami (g.) :))
vor 384 Tagen
Bitte Schreib weiter
Bitte
Es klingt so hammer gut
Dangergoel XD (32004)
vor 402 Tagen
(Schreib doch bitte weiter!!!!! ;) Supermegageilo Geschichte!!!!)
Ami ( von: ami (g.) :))
vor 403 Tagen
Wow
Spannende Geschichte
Mir fehlen die Worte
Nachtfalke (12720)
vor 471 Tagen
Wow... Mir fehlen die Worte ❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤
Lavasturm&?-pfote (73468)
vor 473 Tagen
(Du bist so unendlich kreativ!!!!!!! Mach auf jeden Fall weiter! Obermegahammerbombastischgeil!)
Jata Arion (18170)
vor 475 Tagen
WOW... Damit hast du dich selbst übertroffen. Wirklich.
WEITERSCHREIBEN!!!!!!!!!!!!!! *auf und ab springen und alles angreifen, was dich vom Schreiben abhalten will* ;)
Silberteich (87869)
vor 483 Tagen
Super toll! Schreib bitte bitte bitte bitte weiter! *Hundeblick*
Frostflügel (02625)
vor 484 Tagen
Echt klasse! Wie alle deine Geschichten, Selina!!! Du bist echt über talentiert!
Himbeerglanz & Co. (80706)
vor 486 Tagen
Echt Supermegaklasseextremtoll geschrieben☺!!! Ich liebe diese Geschichte 💚💛💜💙❤. Schreibe Bitte weiter ^-^