My brother, I'm still sorry...

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1 Kapitel - 941 Wörter - Erstellt von: Nebelwald - Aktualisiert am: 2016-05-19 - Entwickelt am: - 1.054 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Ich liebe Jeffs und Lius Geschichte und mal echt, wenn ich meinen Bruder ermordet hätte, ich könnte nicht mehr schlafen vor Schuldgefühlen. Also habe ich das auf Jeff übertragen.

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    Das Glas zersprang in tausend Stücke, als es mit voller Wucht gegen die Wand krachte. Ich verlor das Gleichgewicht, fiel von Krämpfen geschüttelt z
    Das Glas zersprang in tausend Stücke, als es mit voller Wucht gegen die Wand krachte. Ich verlor das Gleichgewicht, fiel von Krämpfen geschüttelt zu Boden. Unerträgliche Schuldgefühle nagten an mir. Wie hatte ich ihn nur töten können? Wie hatte ich nur meinen eigenen BRUDER umbringen können? Weinend vor Selbsthass und Trauer hieb ich beide Fäuste gegen die Wand. Die Haut über meinen Knöcheln platzte auf, salzige Tränen brachten das offene Fleisch zum Brennen. Ich scherte mich nicht darum. Meine Gedanken waren umnebelt vom Alkohol, als ich mich langsam aufrichtete und nach draußen stolperte. Die Dunkelheit war eiskalt und ich konnte fast nichts erkennen. Irgendwie war ich wohl in den Wald gelangt. Schluchzend lehnte ich mich gegen einen breiten Baumstamm. Ich hatte keine Kraft mehr. Heiße Tränen flossen über meine Wangen. Irgendwo in der Ferne heulte ein wildes Tier. Langgezogen und unendlich traurig. Ich hob den Kopf und sah zum tiefblauen Nachthimmel auf. Ein heiserer Schrei brach aus meiner Kehle, erwiderte den Klagelaut des Tieres. Mein gesamter Körper bebte und zitterte vor Erschöpfung und jeder Zentimeter meines Brustkorbes schmerzte. Ich kannte die Metapher: Es bricht mir das Herz. Bis jetzt war es für mich einfach eine hübsche Redensart gewesen. Aber es fühlte sich wirklich so an, als würde mein Herz in winzige Teile zerspringen, die sich in meine Eingeweide bohrten. Weinend fiel ich zur Seite. Was hatte ich nur getan? Liu... Verzeih mir...

    Langsam klärten sich meine Gedanken und ich konnte mich aufsetzen. Stöhnend rieb ich mir die schmerzenden Gliedmaßen. Meine Kleider waren klamm und meine Gelenke steif. Vorsichtig erhob ich mich und streckte meinen verkrampften Körper. Langsam setzte ich mich in Bewegung. Jeder Schritt schmerzte, aber ich hielt nicht an. Nach einer Weile hob ich den Kopf und sah nach vorn. Unbewusst oder nicht, ich war zurück zu meinem ehemaligen Zuhause gekommen. Kurz sah ich mich um, dann stieß ich die Tür auf, an der immer noch gelbe Absperrbänder hafteten. Das Haus war alt und renovierungsbedürftig, aber anscheinend kümmert sich niemand mehr darum. Ich verzog kurz das Gesicht, als ich die Treppen vor mir sah. Aber ich schleppte mich unter schrecklichen Schmerzen nach oben. Der schwache Geruch von Blut hing überall in der Luft. An den Wänden klebten getrocknete Flecken und als ich eines der Badezimmer betrat, wurde mir beinahe schlecht. „Bin ich nicht schön?“, stand in verschmierten Buchstaben quer über den Spiegel geschrieben. Schnell knallte ich die Tür wieder zu. Tief einatmend schlenderte ich den Flur hinunter. Mein Zimmer... Das meiner Eltern... Lius. Ruckartig blieb ich stehen. Dann öffnete ich die Tür. Das Bett war noch bezogen. rostbraune Blutflecken auf den blauen Laken. Langsam strich ich darüber. Tränen sammelten sich wieder in meinen Augen. Meine Finger krallten sich mein raues, struppiges Haar. Zitternd sank ich an der Wand zu Boden. Unter dem Bett lag etwas. Vorsichtig streckte ich die Hand aus und zog es darunter hervor. Es war ein schwarz-weißer Schal. Lius Lieblingsschal. Ich strich sanft darüber. Plötzlich ertönte ein schriller, hoher Ton. Reflexartig hielt ich mir die Ohren zu und sah mich hektisch um. Woher kam der Ton? Hatte die Polizei etwas irgendwo Sensoren angebracht? Doch eine leise Stimme unterbrach den Ton. „Nein, keine Sorge.“ Ich riss ungläubig die Augen auf. Dort, nur einige Schritte entfernt von mir, stand die Gestalt eines Teenagers. Er war einige Jahre älter als ich. Sein dunkelblondes, fast haselnussbraunes Haar stand wirr in alle Richtungen ab und seine grünen Augen strahlten wie Smaragde. Eine verheilte Narbe hob sich hell von seiner Wange ab. Das sanfte Leuchten in seinen Augen, das liebevolle Lächeln... Nein, das konnte nicht sein. Ich stand langsam auf. Wie zur Salzsäule erstarrt blickte ich ihn einfach nur an. Er betrachtete mein Gesicht. Einige Minuten lang schwiegen wir. Dann hielt ich es nicht mehr aus. „DU SOLLTEST WÜTEND SEIN!“, brüllte ich ihn unter Tränen an. „DU SOLLTEST MICH HASSEN!“ Aber er reagierte nicht. Er lächelte nur weiter. Dann öffnete er einladend die Arme und sagte ein einziges Wort. „Bruder.“ Mein Körper handelte ohne einen Befehl. Schluchzend warf ich mich in die Arme des einzigen Menschen, der immer zu mir gehalten hatte. Liu drückte mich fest an sich. „Oh Jeff! Endlich bist du wieder hier!“, murmelte er leise. Ich schmiegte mich noch enger an ihn. „Es... es tut mir so leid Liu!“, schluchzte ich verzweifelt. „Verzeih mir! Ich flehe dich an! Ich habe das nie gewollt!“ Er packte mich an den Oberarmen und schob mich zurück. „Das ist egal. Egal, ob du es wolltest oder nicht. Du bist endlich wieder hier! Ich habe dich so vermisst! All die Jahre lang habe ich gewartet. Und habe gebetet, gehofft, dass du wiederkommst. Es ist mir egal, was du getan hast. Ich wollte nie mehr, als dich zurück zu haben. Hier. Für immer.“

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My brother, I'm still sorry...
My brother, I'm still sorry...
Ich liebe Jeffs und Lius Geschichte und mal echt, wenn ich meinen Bruder ermordet hätte, ich könnte nicht mehr schlafen vor Schuldgefühlen. Also habe ich das auf Jeff übertragen.
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2016-05-18
40D0
Creepypasta

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Dejla oder doch Wolf ( 14903 )
Abgeschickt vor 258 Tagen
Ich habin eine kleine schwerster ich will sie nie verlieren.Jeff und liu.Ich aks night und Djellza aka Sunnshyne verstehen euch.Wir können unSie ein Leben ohne den anderen nicht vorsteheln
unvergessen_x ( von: unvergessen_x )
Abgeschickt vor 279 Tagen
Richtig schön geschrieben☺👏
Relentless Kira ( 20671 )
Abgeschickt vor 303 Tagen
Sehr schön gemacht *klatsch mit Händen* Bin beeindruckt mach weiter so!
die_zombiefizierten ( 77780 )
Abgeschickt vor 305 Tagen
Ich finde das war eine coole Idee! ;-)