Herr der Ringe_ Ich bin nicht von hier oder doch? Teil 7

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5 Kapitel - 1.710 Wörter - Erstellt von: Shiarra - Aktualisiert am: 2016-05-19 - Entwickelt am: - 303 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

    1
    Früh am Morgen (allerdings war es immer noch sehr dunkel- also wirklich FRÜH am Morgen!) wurde ich sehr unsanft aus meinem Schlaf gerissen. Ich hörte einen Schrei aus dem Zimmer der Gefährten, was nicht weit von meinem eigenen Raum entfernt lag. Instinktiv war meine erste Reaktion: „Kann man hier nicht einmal in Ruhe schlafen“, gefolgt von ein paar unschönen Flüchen und ein Seitenwechsel im Bett. Doch dann registrierte mein Hirn, dass das hier nicht New York war: wenn die Gefährten mitten in der Nacht rumbrüllten, dann hatte dies wahrscheinlich einen triftigen, wenn auch nicht besonders schönen Grund. In Windeseile (um die verlorene Zeit wettzumachen) schwang ich mich aus dem Bett und platzte in das Chaos. Als erstes fiel mir Aragorn auf, er stand mitten im Raum. Er hielt etwas in seiner Hand, das in eine Decke eingewickelt war. Obwohl ich den Gegenstand nicht sehen konnte bezweifelte ich, dass es etwas Gutes war: trotz der Decke hielt Aragorn es, als ob es ihn jeder Zeit auffressen konnte. Neben ihm auf dem Boden lag ein kreidebleicher Pippin. Ihn schien das Ding, was immer es war, tatsächlicher angeknabbert zu haben- er sah nicht besonders gut oder entspannt aus. Auch Gandalf sah besorgt aus, er hatte sich über Pip gebeugt und stellte ihm Fragen. „Was ist passiert?“, fragte ich alarmiert (und noch immer schläfrig). Allerdings wurde letzteres schnell von Irritation abgelöst, als alle Gefährten sich zu mir um wandten und dann nur noch starrten. „WAS!“, blaffte ich sie an. Erst machten die voll einen auf Panik und dann...
    Mein Gedankengang riss ab, als mir bewusst wurde warum sie alle starrten. Wie schon so oft, seit meinem Eintreffen in Mittelerde, war ich der Grund. YAY! Diesmal ergatterte ich diese Ehre durch die Tatsache, das ich... nun ja... nichts anhatte!

    2
    Okey kriegt euch wieder ein, so dramatisch wie es klingt, war es dann auch wieder nicht. Ich trug Unterwäsche, fürs 21. Jahrhundert New York, sogar relativ bedeckende Sportunterwäsche. Ich mein, soll ich etwa in dem Kleid schlafen!
    Ich verdrehte die Augen. MÄNNER! Ich schnippte meine Finger. „Hey Leute! Hier oben!“, ich deutete mit meinem Finger auf mein Gesicht. Endlich fasten sie sich wieder, einige schneller als andere ;) und Aragorn ließ sich dann auch endlich dazu hinab mich auf den neusten Stand der Dinge zu bringen.
    Als dann auch die Letzten (namentlich meine Wenigkeit) eingeweiht waren, dass Pip mal wieder nur Mist baute, ob jetzt absichtlich oder nicht, wurde (mehr oder weniger) gemeinsam entschieden, dass es das Beste und Sicherste wäre, wenn Pippin und Gandalf nach Minas Tirith vor reiten würden, um die weiße Stadt von Sauron’s Angriffsplänen zu unterrichten. Boromir wollte natürlich auch mit reiten, immerhin handelte es sich um seine Stadt (joa ich hänge echt nur mit den absoluten VIPs von Mittelerde rum – woohoo es brauchte also nur eine andere Dimension und schon gehöre ich zu den Schönen und Reichen...*augenverdreh*). Ähh wo war ich.. Ach ja weiße Stadt, böses Auge (noch einmal *augenverdreh* ), Boromir mit reiten usw. Ok, also Boromir wollte mit reiten und alle waren damit einverstanden, weil es ja nicht schaden könnte wenn der älteste Sohn einem die scheiß Nachrichten, die wir zu bieten hatten, übermittelte anstatt eines, zugegeben niedlichen, dennoch fremden Typen (-nur so neben bei damit ist Pippin, nicht Gandalf gemeint. So gern ich den Zauberer auch habe, er ist eindeutig zu haarig, um als niedlich bezeichnet zu werden.) Die Anderen würde hier bleiben um den König der Rohirrim zu bearbeiten, bis er bereitwillig seine Unterstützung für Minas Tirith bereitstellen würde, sollte die Stadt nach Hilfe fragen (was jetzt halt nun mal der wahrscheinlichste Fall sein würde...).
    Ich hatte eigentlich erwartet, dass ich zu Letzteren zählte, immerhin war ich weder der Idiot, der seine Finger mal wieder nicht bei sich behalten konnte, noch Gandalf, oder der Sohn des Truchsess. Dann allerdings lief dieser Film beim Frühstück ab:
    Nach ganzen 2 Stunden Schlaf machte ich mich auf zum Frühstück. Ich hatte diesmal dran gedacht Klamotten anzuziehen, also weites weißes T-shirt, Jeans und die schwarzen Boots von meinem letzten Outfit (welches nach den Ereignissen der letzten Tage, jetzt leider nicht mehr wirklich tragbar war. Schlachten waren einfach keine Verbündeten der langlebigen Mode! ☹ ) . Meine Haare waren in einem Dutt, da sie so verzottelt waren, dass ich beim Versuch sie zu bürsten die Bürsten durchgebrochen hatte (ohne Scheiß, dass war selbst für mich ein neuer Rekord für einen bad hair day...)! Dazu kam dann noch mein Schlafmangel und ich war die hübscheste Zombie Braut, die man sich vorstellen konnte (YAY!). Eomir schien das allerdings nicht zu interessieren. Er begrüßte mich mit einem aufrichtigen Lächeln und zwinkerte mir kurz zu, als ich mich zwischen Pip und Merry an den Tisch setzte (die beiden waren einfach unkomplizierte als die meisten anderen Männer in diesem Raum!).

    3
    Boromirs Sicht:
    Verstohlen musterte er Amara über den Frühstückstisch hinweg. Sie sah müde aus, was verständlich war unter den gegeben Umständen, Allerdings sah sie gleichzeitig auch ungezwungener aus - nicht mehr so kontrolliert wie sonst. Es war ihm nie entgangen, dass etwas in ihrer Vergangenheit, etwas aus ihrem andern Leben, sie zurück gehalten hatte. Sie war immer vorsichtig und reserviert gewesen, selbst den Gefährten gegenüber – bis gestern Abend.
    Ein Lächeln schlich sich auf sein Gesicht, als er den gestrigen Abend erinnerte. Es hatte ihn mit unbeschreiblicher Freude erfüllt, sie so ungezwungen zu sehen.
    Er konnte es sich nicht erklären, aber nach nur wenigen Tagen, hatte er sie gegen seinen Willen tief ins Herz geschlossen. Ihre Sicherheit und ihr Glück lagen ihm so nah am Herzen, als würde es sich um seine eigene Zukunft handelte. Der Drang sie zu beschützen war übermächtig. So wie jetzt auch.
    Eine Furche bildete sich zwischen seinen Augenbrauen, als Eomir sich in sein Blickfeld schob. Das Lächeln wich einem Ausdruck von Missfallen, als er beobachtete wie der Thronerbe Rohans seine Augen nicht von der jungen Frau ihm gegenüber, abwenden konnte während er sein Frühstück aß.
    Es war Boromir nicht entgangen, wie die beiden gestern mit einander getanzt hatten, dass Eomir die Gefährten nach der Feier noch auf ihr Zimmer begleitet hatte und wie der Rohirrim die junge Frau heute Morgen begrüßt hatte. Irritation machte sich in ihm breit. Trotz der kurzen Zeit, die sie in diesem Königreich verbracht hatten, waren ihm die Gerüchte über den Neffen des Königs zu Ohren gekommen. Amara verdiente besseres und die Tatsache das sie selbst dies nicht sehen konnte, sondern ganz im Gegenteil keine Einwände gegen die Annährungen des Thronerben der Rohirrim zu haben schien verstärkte nur seinen Entschluss Eomir von ihr fern zu halten- wenn nötig gewaltsam.

    4
    Zurück zu Amara:
    Mein Sitzplatz war eine gute Wahl gewesen. Ich unterhielt mich angeregt mit den Hobbits und alberte herum (mal so ganz untypisch für mich). Allerdings kriegte ich trotzdem mit wie Boromir versuchte Eomir mit Blicken zu erdolchen. Als er endlich davon abließ drehte er sich zu der Gruppe und meinte: „Ich denke es wäre besser wenn Amara mit nach Minas Tirith kommen würde“- HUH! Darauf hatte ich jetzt mal weniger Bock, wo ich mich doch gerade erst mit Eomir arrangiert hatte und auch Eowyn war ganz cool drauf (ich trainierte sie heimlich im Nahkampf ). Ich würde ungern das langsam vertraute Umfeld wieder gegen ein völlig Fremdes einzutauschen- besonders da es unnötig war. Ich hatte nichts zum Team beizutragen (naja, außer einer weiblichen Perspektive, meinem Sexappeal *hüstel* und meiner generellen Genialität *nocheinmalhüstel*).
    „Es wäre sicherer für sie dort“, fuhr Boromir fort. Ich bemerkte wie Legoals mich intensiv musterte während Eomir sich ungläubig zu Boromir drehte. „Sicherer?“, fragte er mit hochgezogener Augenbraue. Ich dachte der Halbling hätte gesehen wie die weiße Stadt fallen wird! Selbst wenn wir das zu verhindern vermögen wird es auf keinen Fall sicherer sein als Helms Klamm!“ Wo er Recht hat, hat er Recht, auch wenn ich es unnötig fand, dass er für mich sprach...

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    Boromir ignorierte ihn eiskalt und bat mich meine Sachen zu packen. Befehle generell, aber besonders ungerechtfertigte hatten noch nie positive Reaktionen in mir hervorgerufen. Also schüttelte ich nur den Kopf und streikte. Doch dann schaltete sich plötzlich Pip ein und bat mich ihn zu begleiten. Da dies ein Bitte war, die ich schlecht abschlagen konnte (das hatte ich jetzt davon, dass ich Freunde habe *seufz*), gab ich mich geschlagen und verdünnisierte mich auf mein Zimmer um ein paar Sachen zusammen zu packen.
    So ein großes Opfer war es dann allerdings auch wieder nicht, denn eigentlich war ich sehr Neugierig wie die „weiße Stadt“ so war. Boromir hatte mir viel von ihr erzählt während unsere Reise und außerdem würde ich sowohl die anderen Gefährten also auch Eomir und Eowyn bald wieder sehen, wenn alles nach Plan lief. Sie sollten ja alle nachkommen (naja eigentlich nur die Männer, aber ich glaubte nicht, dass Eowyn sich von mir hat verprügeln lassen, (zu Trainingszwecken) um dann zu Hause rumzusitzen. Und ganz nebenbei, eine Pause vom König der Rohirrim konnte ich auch gebrauchen (im Gegensatz zu Eomir hatten wir unsere Probleme nicht wirklich gelöst).
    Also dann auf zur weißen Stadt (und wehe sie war nicht weiß)!

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