Warrior Cats - Der Schatten des Todes

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10 Kapitel - 6.357 Wörter - Erstellt von: Ahornsturm - Aktualisiert am: 2016-10-30 - Entwickelt am: - 896 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Brisenpfotes Leben wird vollkommen auf den Kopf gestellt, als sie für die Spiele des Todes ausgewählt wird. Denn sie muss sich nun gegen fünfzehn andere Katzen behaupten, von denen manche über Leichen gehen, um zu siegen...

    1
    Der Wald der Finsternis hat sich erhoben! Die grausamsten Katzen aller Zeiten haben vier Clans gegründet und unterdrücken ihre Clangefährten. In jeder Blattfrische werden zwei weibliche und zwei männliche Schüler aus jedem Clan auserwählt, damit sie brutale Prüfungen bestehen. Nur eine von ihnen wird überleben. Jetzt stehen die zwanzigsten Spiele an und die grausamen Katzen haben sich etwas ganz besonderes ausgedacht...

    Die alten Clans (Donner, Fluss, Schatten und Wind) existieren nicht mehr. Sie wurden vollkommen vom Wald der Finsternis vernichtet. Auf den Territorien leben nun die neuen Clans.

    HabichtClan (Territorium des FlussClans)

    StachelClan (Territorium des DonnerClans)

    TigerClan (Territorium des WindClans)

    BraunClan (Territorium des SchattenClans)

    Das Prüfungsgelände befindet sich außerhalb der Territorien, doch die Clankatzen können die Auserwählten jederzeit sehen, indem sie die Oberfläche des Sees berühren und den Namen der erwünschten Katze sagen.

    Der Kreis der Macht besteht aus fünf Katzen, die die Spiele planen und die Prüfungen erstellen. Überwacht werden sie von Ahornschatten.

    2
    Hierarchie

    HabichtClan

    Anführer:
    Habichtstern - Dunkelbraun getigerter Kater mit eisblauen Augen

    Zweiter Anführer: Gletscherherz - Kleiner, weißer Kater mit schwarzen Flecken

    Heilerin:
    Strudelherz - Bunt gescheckte Kätzin mit blauen Augen

    Heilerschüler:
    Hagelpfote - Schneeweißer Kater mit grauen Pfoten, Ohrspitzen, Schwanzspitze und Gesicht; ein grünes und ein blindes, blaues Auge

    Krieger:
    Ginsterfeder - Kleine, schildpattfarbene Kätzin mit grauen Augen

    Brennpelz - hellroter Kater mit blauen Augen

    Flockenschweif - schneeweiße Kätzin mit blauen Augen

    Königinnen:
    Plätscherbach - Golden-weiß gestreifte Kätzin, Mutter von Fuchsjunges (m) und Knospenjunges (w)

    Schüler:
    Eispfote - Schwarze Kätzin mit einer weißen Pfote und blauen Augen

    Regenpfote - Hellgrauer Kater mit grünen Augen

    Rauchpfote - Dunkelgraue Kätzin mit schwarzer Tigerung und dunkelblauen Augen

    Kranichpfote - Große, schwarze Kätzin Mit blaugrauen Augen

    Felspfote - Hellgrauer Kater mit blauen Augen


    StachelClan

    Anführer:
    Stachelstern - Grau getigerter Kater mit blauen Augen

    Zweiter Anführer:
    Großschweif - Riesiger, schwarzer Kater

    Heiler: Vogelpelz - Dunkelbrauner Kater

    Heilerschüler: Käferpfote - Kleiner, schwarzer Kater mit blauen Augen

    Krieger:
    Rosendorn - Schildpattkätzin

    Schlingfuß - Braun getigerter Kater

    Fliegenherz - Kleiner, schwarzer Kater

    Hoppelschatten - kaninchenfarbener Kater mit grauen Augen

    Königinnen:
    Wüstenbrand - Sandfarbene Kätzin, Mutter von Sausejunges (m)

    Schüler:
    Pantherpfote - Schwarzer Kater mit dunkelgrünblauen Augen, taub

    Sonnenpfote - Cremefarbene Kätzin mit dunkelbraunen Streifen, Pfoten und einem dunkelbraunen Fleck auf der Stirn; ein blaues und ein grünes Auge

    Moospfote - Kleine, schwarze Kätzin mit wachen, grünen Augen

    Stammpfote - Hellbraun getigerter Kater

    Elsterpfote - Schwarz und weiß getupfter Kater mit grünen Augen

    BraunClan

    Anführer:
    Braunstern - langhaariger dunkelbraun getigerter Kater

    Zweiter Anführer: Narbenpelz - Graue Kätzin mit zahlreichen Kampfnarben

    Heilerin:
    Erdbeerglanz - Rote Kätzin mit grünen Augen

    Heilerschüler: /

    Krieger:
    Rotwind - Rote Kätzin mit braunen Augen

    Weiherpelz - Grau getupfter Kater

    Kleinwind - Kleine, schwarze Kätzin mit blauen Augen

    Samenfuß - weißer Kater mit grünen Augen

    Königinnen:
    Tautropfen - Weiß und grau getigerte Kätzin, hochträchtig

    Schüler:
    Rubinpfote - Kleine, dünne, flammenrote Kätzin mit dunklen Streifen und grünen Augen

    Kringelpfote - schmächtiger, bunt gefleckter Kater

    Staubpfote - Goldbrauner Kater mit hellbraunen Streifen und grauen Augen

    Feuerpfote - Roter Kater mit blauen Augen

    Flammenpfote - Rote Kätzin mit blauen Augen

    Funkenpfote - Bernsteinfarbene Kätzin Mut braunen Augen

    TigerClan

    Anführer:
    Tigerstern - Dunkelbraun getigerter Kater mit bernsteinfarbenen Augen

    Zweiter Anführer: Dunkelstreif - Schwarzgrau getigerter Kater

    Heiler: Glanzpelz - Weiße Kätzin mit hellgrauen Augen

    Heilerschüler: Wolkenpfote - Weißer Kater mit grünen Augen

    Krieger:

    Nachtkralle - Tiefschwarzer Kater mit hellbraunen Augen

    Silberpelz - Silberne Kätzin mit grauen Augen

    Eichelohr - Braun-schwarzer Kater

    Nordlicht - Weiße Kätzin mit leuchtend gelben Augen

    Königinnen:
    Sanftpelz - Weiße Kätzin mit einem cremefarbenen Ohr, cremefarbenen Pfoten und sehr hellgrauen Augen, Mutter von Nektarjunges (m), Wabenjunges (m) und Schmetterlingsjunges (w)


    Schüler:
    Brisenpfote - Kleine, weiße Kätzin mit silbernen Streifen und braunen Augen

    Nebelpfote - Schwarze Kätzin mit weißer Brust, weißem Bauch, silbernen Pfoten, silberner Schwanzspitze und blauen Augen mit silbernen Sprenkeln

    Saphirpfote - Silberne Kätzin mit saphirblauen Augen

    Rabenpfote - Schwarzer Kater mit grauen Augen und langen, tiefschwarzen Krallen

    Hartpfote - Schwarzer Kater mit eisblauen Augen und langen Beinen


    Kreis der Macht

    Oberste Katze: Ahornschatten - Orange-weiße Kätzin

    Katze 1: Todesherz - Dunkelbrauner Kater mit einem herzförmigen, schwarzen Fleck auf der Brust und grünen Augen
    Katze 2: Leopardenfeuer - Große, schlanke Kätzin mit geflecktem Fell und grünen Augen
    Katze 3: Rennfuß - Großer, schlanker schwarzer Kater mit grünen Augen
    Katze 4: Schlangenherz - Muskulöser weißer Kater mit blaugrauen Augen
    Katze 5: Möwenflug - Kleine, silber und weiß getigerte Kätzin mit dunkelblauen Augen

    3
    Prolog

    Die Nacht war dunkel und kalt. Einzig der blasse Mond schwebte über der Insel und warf sein gespenstisches Licht auf schemenhafte Umrisse. Auf einmal rissen die Wolken auf und gaben den Blick auf ein funkelndes Sternenmeer frei. Im Gebüsch raschelte es. Ein Kätzin schlich auf die Insel. Ihre Bewegungen waren geschmeidig und leicht, doch unter dem seidig glänzenden Fell zeichneten sich kräftige Muskeln ab. Ein Schnurren entglitt ihrer Kehle, als sie zu den Sternen blickte, die am Himmel standen. "Vergesst es!", knurrte die Kätzin. "Jetzt regiere ich!"
    Mit einem Satz sprang sie auf den höchsten Stein, ihr orange-weißes Fell wurde in silbernes Licht getaucht. Katzen traten hinter ihr aus dem Unterholz, ihre ausgefahrenen Krallen glitzerten im Licht des Mondes. Die Kätzin lächelte. Es war ein Lächeln voll Grausamkeit und Berechnung. Weitere Katzen krochen vor ihr aus den Farnen und Brombeerhecken. Ihre Köpfe waren gesenkt, ihre Schwänze schleifen schlaff am Boden. Sie kauerten sich vor ihr hin, wagten nicht, ihr ins Gesicht zu schauen. Ahornschatten schnurrt erneut. Sie war gefürchtet. Sie genoss das Gefühl der Macht. Nach einer Weile hob sie die Stimme. "Clankatzen! Bald stehen erneut die Spiele des Todes an!"
    In diesem Moment zuckte ein Blitz über den Himmel und die Nacht leuchtete weiß-bläulich auf. Spöttisch sah Ahornschatten nach oben. Im Licht des Blitzes blitzten ihre eisigen Augen und ihr Pelz hob sich stark vom dunklen Grau des Felsens ab. Sie spürte ein prickelndes Gefühl, das durch ihre Adern strömte, als sie auf die "Krieger" hinabblickte. Einst waren sie stolze Clankatzen gewesen, jetzt waren sie gebrochen und Untertanen. Sie fuhr fort. "Dieses Jahr stehen die 20. Spiel an. Dies wollen wir feiern!"
    Tigerstern, Habichtstern, Stachelstern und Braunstern jaulen zustimmend.
    "Diese Blattfrische werfen die Schüler nicht vom Kreis der Macht ausgewählt. Nein, es wird ganz anders sein! IHR werdet eure Schüler on den Tod schicken. Jeder Krieger wird zwei weibliche und zwei männliche Schüler des eigenen Clans auswählen und dem Anführer mitteilen. Die Schüler mit den meisten Stimmen werden in den Todesspielen antreten!"
    Aufgebrachtes Gemurmel brach unter den Katzen aus. Angst stand in den Gesichtern. Ahornschatten lächelte finster. So waren ihr die Katzen am liebsten. Wenn ihr Geist mit Angst erfüllt war und sie hilflos wie Junge vor ihr lagen und um Gnade bettelten...

    4
    Die Auswahl im StachelClan

    Pantherpfote

    Ein Sonnenstrahl fiel durch das Blätterdach und kitzelte meine Nase. Ich nieste und öffnete meine Augen. Der Morgen malte orange-goldene Flecken aus den Boden des Schülerbaus. Etwa die Hälfte der Schüler schlief noch, die anderen waren bereits wach und putzten sich. Leise stand ich auf und tapste aus dem Bau hinaus. Im Felsenkessel herrschte bereits reges Treiben.
    "Hallo Pantherpfote. Auch schon wach?"
    Ein kleiner, schwarzer Kater trottete auf mich zu. Es war Käferpfote, der Heilerschüler und mein Bruder. Ich gähnte.
    "Offensichtlich.", antwortete ich dann.
    Käferpfote lachte leise, hörte aber sofort auf. Die Vögel hörten auf zu singen und das Lager verfiel in Schweigen.
    "Todesherz kommt.", flüsterte Rosendorn, die Mutter von Moospfote. Kaum einen Herzschlag später betrat der Kater aus dem Wald der Finsternis das Lager. Todesherz war groß und kräftig, sein dunkelbraunes Fell mit den schwarzen Fleck auf der Brust glänzte rötlich im Licht der aufgehenden Sonne. Der giftgrüne Blick glitt hämisch über die Katzen. Mit ein paar kräftigen Sprüngen war er oben auf der Hochnase. Stachelstern trat neben ihn.
    "Katzen des StachelClans! Versammelt euch!"
    Die höhnische Stimme des Anführers hallte durch das Lager. Ich seufzte und lief nach vorne. "Es scheint so, als hätte er Spaß daran", schoss es mir durch den Kopf. Ich seufzte ein weiteres Mal. Er hatte ja auch nichts zu verlieren.
    Bei der Auswahl gab es eine feste Sitzordnung. Direkt unter der Felsnase saßen der zweite Anführer Großschweif und unser Heiler Vogelpelz. Dann war eine Schwanzlänge Platz, bis die Schüler kamen. Hinter uns war wieder etwas Platz, dann kamen Krieger, Jungen und Königinnen. Ich blickte mich in der Reihe meiner Kameraden um. Neben mir, auf meiner rechten Seite, saß Käferpfote, das schwarze Fell an meines gedrückt. Auf meiner linken Seite saß Stammpfote. Der junge Schüler zitterte vor Angst, seine Schwester Sonnenpfote kuschelte sich beruhigend an ihn. Ich entdeckte Elsterpfote. Der Kater saß aufrecht da, den Kopf erhoben und mit funkelnden Augen.
    "Er findet die Spiele aufregend, wahrscheinlich kann er es kaum erwarten, ausgewählt zu werden", dachte ich und wandte mich Todesherz zu, der das Wort ergriff.
    "Katzen des StachelClans! Die 20. Spielt des Todes stehen unmittelbar bevor! Jeder von euch, abgesehen von Schülern und Jungen, hat zwei Kater und zwei Kätzinnen dem Anführer genannt. Ich weiß, wer am meisten genannt wurde."
    Vier Namen. Vier Katzen. Mindestens drei von ihnen waren dem Tode geweiht. Vielleicht war ich eine davon. Todesherz lächelte grausam. Langsam ließ er seinen Blick über die Katzen schweifen.
    "Moospfote."
    Kurz breitete sich Schock auf dem Gesicht der schwarzen Kätzin aus, dann fing sie sich und sprang hinauf zu Stachelstern und Todesherz. Dieser nickte ihr beinahe freundlich zu und rief dann die nächste Katze auf: "Sonnenpfote!"
    "Aber sie ist doch noch so jung", schoss es mir durch den Kopf. Die dunkelbraun-cremefarbene Schülerin versuchte erst gar nicht, ihre Enttäuschung zu verbergen.
    "Kommen wir nun zu den Katern.", fuhr Todesherz fort. "Elsterpfote!"
    Der schwarz-weiße Sohn von Großschweif nickte selbstsicher. Als Todesherz den nächsten Namen nannte, blieb mir beinahe das Herz stehen. "Pantherpfote!"
    Überraschung breitete sich in meiner Brust aus, gefolgt von dem Gefühl, verraten worden zu sein.
    "Das sind sie, unsere Auserwählten!", jaulte Todesherz. Seine Worte und das vereinzelte Jubeln der Clankatzen waren unser Todesurteil. Gemeinsam verließ ich mit den anderen Schülern hinter Todesherz das Lager. Als ich das letzte mal zurück sah, blickte ich Käferpfote an, der mir traurig hinterher sah.
    ~Das ist nicht das letzte mal. Das kann nicht das letzte mal gewesen sein! ~

    5
    Die Auswahl im HabichtClan

    Rauchpfote

    Die Sonne schien hell und klar vom Himmel herab und wärmte meinen Pelz. Zwar schoben sich immer wieder Wolken vorbei, aber es war trotzdem nicht kälter. Der Stein unter meinen Pfoten war dagegen angenehm kühl. Das Wasser vor mir rauschte leise und glitzernd vorbei, wodurch es schwierig war, Fische zu entdecken. Aber ich war geübt. Als ich einen silbrig glänzenden Körper entdeckte, schoss meine Pfote blitzschnell hinab. ~Hab ich dich!~
    Meine Krallen gruben sich tief in das Fleisch, als ich den Fisch auf die Steine zog. Er wandte sich noch, doch ich tötete ihn mit einem schnellen Biss.
    "Guter Fang!" Ich wirbelte herum. Meine beste Freundin Kranichpfote stand hinter mir. Sie musste mich beobachtet haben. Ich schnurrte. "Danke." Gemeinsam machten wir uns auf den Weg ins Lager. Dort herrschte beinahe hektische Betriebsamkeit. Alle waren bereits wach. Obwohl ich in der kaum geschlafen hatte, war ich nicht müde. Im Gegenteil - ich war hoch konzentriert. Das Adrenalin, das durch meine Adern strömte, hielt mich wach. Denn heute war der Tag der Auswahl. Heute würden vier Schüler das Lager verlassen und höchstens einer würde zurückkehren. Teilweise war ich froh, noch keine Kriegerin zu sein. Natürlich wäre ich dann von der Teilnahme an den Spielen befreit, aber alle Krieger hatten vier Schüler ernennen müssen. Und wenn auch nur einer davon ausgewählt würde, werden sie sich bis ans Ende ihres Lebens mit der Frage quälen, ob ihre Stimme die entscheidende war. ~Ich weiß nicht, ob ich das könnte. Und sollte ich heute ausgewählt werden, so will ich wenigstens versuchen, sie zu verstehen.~
    Ich sah Regenpfote aus dem Schülerbau kommen und meine Schnurrhaare begannen zu zucken. Der hellgraue Kater gähnte herzhaft und blinzelte ins Morgenlicht. ~Wie kann eine Katze heute nur so lange schlafen?~, dachte ich belustigt. Regenpfote war für seine Faulheit bekannt. Im nächsten Moment betrat sie das Lager, flankiert von Gletscherherz und Ginsterfeder. Ich glaube, wir hatten mit Möwenflug noch am meisten Glück gehabt. Sie war weder boshaft noch hämisch. Nur...kalt. Sehr nüchtern und neutral. Sie war etwas kleiner und sehr zierlich. Ihr silberweißes Fell hatte kaum sichtbare, dunkle Sprenkel und ihre Augen waren klar und blau. Ihre Stimme klang distanziert und sachlich, als sie die Katzen zusammenrief. Eine richtige Ordnung hatte unser Clan nicht, nur die Schüler saßen, nach Geschlechtern getrennt, ganz vorne. Kranichpfote hatte neben mir Platz genommen. Uhr weiches Fell berührte meines und sie zitterte leicht. Auf der anderen Seite sah ich Felspfote. Der hübsche Schüler blickte mich aufmunternd an und formte die Worte "Viel Glück", dann wandte er sich wieder ab. Habichtsterns Rede rauschte wie der Fluss an mir vorbei. ~Können sie nicht zum Punkt kommen?~
    Meine Nervosität wuchs mit jedem Atemzug. Mein Gehirn befahl mir, aufzuspringen und wegzulaufen. Doch der Rest meines Körpers gehorchte mir nicht. Ich zwang mich, sitzen zu bleiben und zuzuhören. Schließlich kam Möwenflug zu den Auserwählten. Mir blieb kaum Zeit, einen besorgten Blick mit Kranichpfote zu wechseln, als sie bereits den ersten Namen nannte. "Eispfote" Die weiße Kätzin schloss kurz ihre eisblauen Augen, stand auf und tapste zu Möwenflug und Habichtstern. Als der nächste Name fiel, blieb mein Herz stehen. Es war mein Name. "Rauchpfote."
    Der Name hüpfte in meinem Kopf herum. Rauchpfote. Rauchpfote. Rauchpfote. Eine Leere breitete sich in meiner Brust aus. Heute morgen wollte ich noch versuchen, den Clan zu verstehen. Dass ich ihm verzeihen würde. Ich hatte mich getäuscht. So etwas ist unverzeihlich. Ich würde es ihnen nie vergeben. Niemals.
    Langsam und mit erhobenem Blick schritt ich zu Möwenflug. Ich sah den Katzen in die Augen, wich keinem der entsetzten Blicke aus. Ich wollte sie aus tiefstem Herzen spüren lassen, wie sehr ihr Verrat schmerzte. Den dritten Namen hörte ich nicht, doch ich sah, wie Felspfote sich erhob. ER hatte eine Chance. Eine richtige Chance.
    Danach wurde Hagelpfote aufgerufen. Der Heilerschüler erhob sich ohne eine Miene zu verziehen und ließ sich neben uns nieder.
    ~Ich muss zurückkommen. Ich KANN zurückkommen. Doch ich werde nie mehr die Gleiche sein. Nie mehr.~

    6
    Die Auswahl im BraunClan

    Funkenpfote

    ~Wenn sie uns schon quälen, dann sollten sie wenigstens so höflich sein und pünktlich kommen!~
    Ein Ruf riss mich aus meinen Gedanken. Es war Feuerpfote, mein Bruder. Der rote Schüler raste auf mich zu und machte kurz vor meinen Pfoten eine Vollbremsung. "Was ist denn?", knurrte ich. Feuerpfote ließ sich von meinem Ton nicht abschrecken. "Üben wir noch einmal?", fragte er und ignorierte mein genervtes Augenrollen. Seit Tagen wollte er nichts anderes. Er war ein unvergleichlicher Pessimist und ging fest davon aus, vom Clan in die Spiele des Todes gewählt zu werden. Deshalb trainierte er doppelt so hart und wurde von Tag zu Tag besser. Ich nickte. Heute war der Tag der Auswahl. Vielleicht sah ich ihn zum letzten Mal. Nicht weil er gewählt wurde. Feuerpfote konnte zwar jedem mit seiner Schwarzmalerei auf den Pelz gehen, aber er hatte etwas an sich, dass man einfach gernhaben musste. Nein....weil ich gewählt wurde.
    Ich ging in Angriffsstellung und kurz darauf rollten wir uns über den Boden. ~Er ist wirklich gut geworden~
    Auf einmal wurden wir von Flammenpfote unterbrochen. Meine Schwester, wohl die einzig Vernünftige in unserem Wurf, blickte uns strafend an. Ihr Fell war ordentlich geglättet und sie saß wie immer aufrecht da. "Was soll das?", fragte sie streng. Feuerpfote sah sie unschuldig an. "Üben, was denn sonst?" Jetzt musste Flammenpfote schnurren. "Du brauchst nicht zu üben. Du wirst sowieso nicht gewählt.", meinte Kringelpfote, der sich unbemerkt angeschlichen hatte. Ich schenkte ihm einen mitfühlenden Blick. SEINE Sorgen waren berechtigt. Er war nicht sehr beliebt und es war beinahe sicher, dass er ausgewählt wurde. In diesem Moment betrat die Katze aus dem Wald der Finsternis das Lager. Wie immer verstummten alle Gespräche, als sie sich mit geschmeidiger Eleganz über die Lichtung bewegte. Wir alle folgten gebannt ihren Bewegungen, als sie auf den Sprechfelsen sprang. ~Es soll wohl eine Ehre sein, gerade sie zugeteilt zu bekommen~
    Der BraunClan hatte die letzten zwei Todesspiele gewonnen, ebenso die allerersten. Wohl als Zeichen der Anerkennung hatten wir SIE bekommen. Leopardenfeuer war schlank und groß.
    "Sie ist hübsch", murmelte Feuerpfote mir zu. Ich schnaubte. ~Sie ist eine Katze aus dem Wald der Finsternis. Noch dazu eine, die sehr wichtig ist. Schon das macht sie hässlich!~
    Aber irgendwie War sie tatsächlich hübsch. Ihr Fell glänzte und war Auf eine bezaubernde Art zerzaust. Der Grundton war hellbraun, doch sie hatte dunkle Flecken, die nach außen hin immer dunkler wurden. Ihr Gesucht war schmal und elegant. Und dann waren da ihre Augen. Sie waren rabenschwarz und ließen jeden erzittern, den sie ansah. Wahrscheinlich war es nur ein dunkles Braun, dennoch war es unheimlich. Mit scharfer Stimme rief sie den Clan zusammen. Dabei strahlte sie eine Autorität aus, der man sich nicht entziehen konnte. Wir versammelten uns. Die Schüler ganz vorne; Flammenpfote rechts und Feuerpfote links von mir. Ich fühlte mich seltsam ruhig und gelassen. Während Braunsterns Rede hielt ich meine Ohren aufmerksam gespitzt. Der erste Name, den Leopardenfeuer nannte, erschreckte mich. Es war..."Rubinpfote."
    Die Kätzin mit dem rot gestreiften Fell wirkte entsetzt. Sie war eine gute Freundin, die meine oftmals miese Laube mühelos ertrug. Im Gegenzug ertrug ich ihr pausenloses Gerede. Sie erhob sich mit leeren, grünen Augen und ging nach vorne. Dann fiel der nächste Name.
    "Funkenpfote."
    Wie eine Welle eiskalten Wassers bewies Ruhe meinen Körper. Ich spürte weder Wut, noch Angst, Entsetzen oder Empörung, noch Bedauern. Auf sicheren Pfoten ging ich nach vorne. Wenig später folgten Kringelpfote und Staubpfote. Ich sah jeden einzelnen Krieger an und fragte mich bei jedem: ~Warst du es? Hast du mich ausgewählt? Bist du für meinen Tod verantwortlich? Hasst du mich so sehr?~
    Besonders lange blieb mein Blick bei Rotwind und Weiherpelz hängen. Meinen Eltern.

    7
    Die Auswahl im TigerClan

    Nebelpfote

    Mein Blick war zum Himmel gerichtet. Ich machte mir Sorgen. Heute war der Tag der Auswahl, bald würde Schlangenherz kommen und vier Schüler mit in den Tod nehmen. Doch ich fürchtete nicht um mein Leben. Ich dachte an meine Schwester. An Saphirpfote. Meine geliebte Schwester mit dem silbernen Fell, das meinem so unähnlich war. Wolken beschatteten den Himmel, raubten der Sonne ihre Strahlen. Leise seufzend wandte ich den Blick ab.
    "Nebelpfote!" Ein silberner Fellball rauschte auf mich zu und ich schnurrte leise. "Ach Nebelpfote, ich hab so eine Angst!", hauchte Saphirpfote. ~Nicht nur du, Schwesterchen, nicht nur du...~
    "Nebelpfote, Saphirpfote! Kommt ihr?" Ich leckte noch einmal beruhigend über den Kopf meiner Schwester. ~Ich weiß nicht, wie es weitergehen soll, wenn der Clan sie gewählt hat~ Da betrat ein Kater das Lager. Hass wallte in mir auf, doch ich riss mich zusammen und wandte den Blick ab. Schlangenherz holte die Auserwählten des TigerClans ab. Er war groß und kräftig, hatte langes, weißes Fell und schmale, graublaue Augen. Diese Augen weckten den Hass in mir. Während Schlangenherz langsam durch das Lager schritt, versammelten wir uns. Die Ältesten links, zusammen mit Königinnen und Jungen. In der Mitte und am rechten Rand saßen die Heilerin, die Krieger und der Zweite Anführer. Insgesamt bildeten sie alle einen Halbkreis, in dessen Mitte wir Schüler saßen. Neben mir hockte Saphirpfote, ihre Flanke zitterte an meiner Seite. Meine Muskeln spannten sich an, als Schlangenherz uns eingehend musterte. Tigerstern begann mit seiner Ansprache. Eine leichte Brise strich über das Moorland. Zwar wurde sie durch den Wall aus Ginster ein wenig gemildert, dennoch spürte ich den Wind, während Tigerstern erzählte, dass diesmal der Clan gewählt hatte. Dann verkündete Schlangenherz die Namen, dabei trennte er nicht nach männlich und weiblich. "Rabenpfote."
    Der kräftige, schwarze Kater stand auf und trat langsam zu ihm. Dann der nächste Name.
    "Brisenpfote."
    Die zart gebaute, weiße Kätzin mit den feinen, silbernen Streifen stand auf, Enttäuschung stand auf ihrem Gesicht geschrieben.
    ~Wenn Saphirpfote nicht gewählt wird, ist sie für den Rest ihres Lebens sicher~
    Ich war so in meine Gedanken versunken, dass ich den nächsten Namen verpasste. Doch dann sah ich einen schlanken, schwarzen Kater vortreten. Hartpfote, den Bruder von Rabenpfote. ~Jetzt nicht Saphirpfote, nicht Saphirpfote~, betete ich unwillkürlich. Es war nicht Saphirpfotes Name. Es war mein Name. "Nebelpfote."
    ~Warum ich? Warum haben sie mir das angetan?~
    Die Enttäuschung stach mir wie ein Dorn ins Herz. Ich liebte meinen Clan ebenso wie meine Schwester. Vielleicht sogar noch mehr. ~Ich würde alles für den TigerClan tun, und was tut er? Er verrät mich auf die schlimmste Weise...~
    Rasch sprang ich auf und ging zu Schlangenherz. Hartpfotes Fell streifte meine Schulter, sein Blick war voller Mitgefühl. Doch ich sah nur die blauen Augen von Saphirpfote. Sie waren weit aufgerissen vor Entsetzen und Angst. Einen letzten Blick ließ ich durch das Lager schweifen, sah meine Mutter Silberpelz und meinen Vater Nachtkralle, die eng an meine Schwester gedrängt dastanden. Alle anderen Katzen wandten den Blick ab. Die Schuld schien an ihnen zu nagen.
    ~Sobald der erste von uns stirbt, wird euch bewusst werden, was ihr getan habt. Und jeden Tag eures Lebens werdet ihr mindestens drei Leben auf dem Gewissen haben.~

    8
    Das Trainingslager

    Brisenpfote (TigerClan)

    Mit gesenktem Kopf lief ich hinter Schlangenherz her. Wir verließen das Moorland und gelangten in einen düsteren Wald. Wir alle hingen unseren Gedanken nach, bis wir das Lager erreichten. Es war überwältigend. Einen Moment lang vergaß ich die Angst, die Bestürzung und die Enttäuschung. Ich konnte mich kaum sattsehen an dem Wohlstand.
    Das Lager des Waldes der Finsternis war groß, nein, riesig. Ein gewaltiger Wall aus Brombeeren, Ginster und Wacholder umgab es. Der Eingang bestand aus einem kunstvollen Bogen aus Flechten, flankiert von zwei moosbesetzten Steinen. In der Mitte der Lichtung erhob sich ein großer Baum, dessen Stamm mit Krallenspuren übersät war. An den Rädern dienten geräumige Schlafhöhlen mit Nestern aus weichen Federn und Moos als Schlafplätze. Auf der gegenüberliegenden Seite der Lichtung sah ich die Auserwählten des HabichtClans mit Möwenflug sitzen, an der rechten Seite den StachelClan mit Todesherz, links Leopardenfeuer und den BraunClan. Als wir uns niedergelassen hatten, trat Ahornschatten aus der größten Höhle. Ihr orange-weißes Fell glänzte und ihre Augen, lodernd bernsteinfarben, streiften jeden Pelz. Mit einem Satz sprang sie auf den untersten Ast des Krallenbaumes.
    "Auserwählte der Clans! Hier seid ihr nun. Wohlbehalten..." ~Nur körperlich ~, dachte ich. "...und so soll es bleiben. Deshalb werden wir euch vorbereiten. Vorbereiten auf die Spiele des Todes!"
    Ein Schauer lief durch meinen Pelz. ~Sechzehn Auserwählte, fünfzehn dem Tode geweiht... ~ Kälte umschloss meine Brust. Energisch schüttelte ich mich. "Nur einer von euch wird überleben. Diese Katze darf entscheiden, ob sie im Wald der Finsternis, als Einzelläufer oder in ihrem Alten Clan leben will. Der Clan des Siegers hat drei Monde Jagdrecht in allen Territorien. Ihr werdet allein in einer Arena ausgesetzt werden. Bündnisse dürfen geschlossen werden, aber nur einer darf überleben. Liebschaften können wir nicht immer verhindern, doch sie enden immer tragisch, deshalb kann ich nur davon abraten. Die Katzen der Clans können euch jederzeit beobachten. Sobald eine Katze stirbt..."
    ~Ob sterben wehtut? Vielleicht erfahre ich es bald ~ "...wird einer der finsteren Krieger die Leiche zum entsprechenden Clan bringen und von dem Tod berichten.
    ~Es muss schlimm sein, alle Einzelheiten vom Tod seines Jungen zu hören ~
    "Doch wir bereiten euch vor. Ihr könnt euch im Jagen, Kämpfen, Fischen, Schwimmen, Klettern, Spuren suchen und Heilen üben. Ich zeige euch nun die Orte, wo ihr lernen könnt. Doch merkt euch, ihr werdet immer unter Beobachtung stehen. Für eure Nahrung sorgt ihr selbst."
    Mit einem eleganten Satz sprang sie vom Ast und entließ Leopardenfeuer und die anderen mit einem Schwanzschnippen.
    "Folgt mir, Auserwählte!"
    Wir erhoben uns, eingeschüchtert von ihrer Autorität und Ausstrahlung. Ich lief neben einer jungen BraunClan-Kätzin. Sie war bernsteinfarben mit braunen Augen. "Hallo. Ich bin Brisenpfote.", murmelte ich. "Funkenpfote.", antwortete sie und sah mich an. Dann schwiegen wir. Ahornschatten blieb bei einer Tanne stehen.
    "Hier könnt ihr das Klettern üben. Steinherz wird euch beaufsichtigen."
    Sue zeigte uns noch einen Fluss zum Schwimmen und Fischen mit Morgenlicht, eine runde Lichtung zum Kämpfen mit Hasensprung, ein Waldstück mit viel Unterholz zum Jagen mit Ginsterkralle, eine Tarnübung mit Lilienkralle, ein Sumpfgebiet zum Spurenlesen mit Nachtigallblut und den Heilerbau mit der Heilerin Beerenfrost. Sie alle waren ehemalige Sieger, dir sich entschieden hatten, im Wald der Finsternis zu bleiben. Am Abend fiel ich erschöpft in mein Schlafnest und glitt in einen traumlosen Schlaf.

    9
    Eine Rede im StachelClan

    Käferpfote

    Das Licht der aufgehenden Sinn wärmte meinen Pelz, schimmerte zwischen den Ästen des Heilerbaus hindurch. Ich stand auf, schüttelte mich und ging blinzeln mit leisen Schritten nach draußen. Der Geruch von Angst und Trauer lag noch immer in der Luft, haftete an jedem Pelz. Ich ging in die Lagermitte zu den Familien und Freunden der Auserwählten. Ich hatte einen Teil von mir verloren. Pantherpfote. Und vermutlich würde dieser Teil nie zurückkehren. So wie jede Katze etwas verloren hatte. Einen Sohn, einen Bruder, eine Tochter, eine Schwester. Ein Clanmitglied, einen Freund.
    "Ich hätte nie gedacht, dass meine Stimme etwas ausmachen würde.", murmelte Fliegenherz. Ich sah zum Himmel. Auch wenn ich die Sterne am Tag nicht sehen konnte, wusste ich, dass sie da waren. Eingesperrt in ihr goldenes Gefängnis, das sie erst bei Sonnenuntergang freiließ... ~Ach SternenClan...warum tust du uns das an? Warum unternehmt ihr glorreichen Katzen, die ihr in den Legenden wandelt, nichts gegen diese finstere Macht, die uns nimmt, was wir am meisten lieben? Wo ist Feuerstern, der mutige Anführer? Wo ist Löwenglut, der Kater mit dem unverwundbaren Pelz? Wo ist Blaustern, die Kätzin mit dem nie verlöschenden Feuer im Herzen? Wo sind Efeusee, die tapfere Spionin, Graustreif, Taubenflug, Brombeerstern? ~
    Eine laute Stimme riss mich aus meinen Gedanken. Es war Stammpfote, der Bruder von Sonnenpfote. Sein hellbraun getigertes Fell stand vom Körper ab, seine Augen glänzen voll Trauer. Oder war es Angst? Wut? Enttäuschung?
    Seine Stimme zitterte, als er rief: "Sonnenpfote ist euch doch egal! Wahrscheinlich wolltet ihr sie nur loswerden!"
    Betretenes Schweigen. Sein Mentor Schlingfuß versuchte, ihn zu beruhigen: "Keiner wollte sie loswerden. Wir mochten sie alle gern..." Er wurde von Stammpfote unterbrochen. "Sie hat euch nie etwas bedeutet!" Schlingfuß wollte etwas sagen, doch Stammpfote fuhr aufgebracht fort: "Keiner von euch hat sie wirklich gemocht! Keiner! Sonst wäre sie jetzt hier und nicht in Todesgefahr! Aber ihr habt sie verraten! Sie und Pantherpfote und Moospfote und Elsterpfote! Jeder Schüler, der auch nur eine einzige Stimme bekommen hat, wurde verraten! Das werde ich euch nie verzeihen!"
    Ich sah den Schmerz in den Augen des jungen Katers und beschloss, einzuschreiten. ~Wenn ich nichts tue, bringt der Schmerz ihn um. ~
    Ich drängte mich bis zu ihm vor und legte ihm den Schwanz um die Schultern.
    "Jetzt hör mir gut zu, Stammpfote."
    Er schüttelte den Kopf und öffnete das Maul um wieder zu schreien, doch ich fuhr dazwischen. "Du darfst schreien, toben, deinen ganzen Schmerz hinausfauchen, aber erst hörst du mir zu. Jeder, ich meine wirklich jeder, wird um Sonnenpfote und die anderen trauern. Die Tage ihrer Tode, sollten sie kommen, werden dunkle Tage für den Clan sein."
    Nun sprach ich nicht mehr nur zu Stammpfote, sondern zu allen. Zum Clan.
    ~So sollte sich ein Heiler fühlen! ~
    "An jenen Tagen, mögen sie in ferner Zukunft sein, werden wir wundervolle Katzen verlieren. Katzen, die so stark und klug waren. Katzen, die eine reine Seele besaßen. Katzen, die uns zur Seite standen, von Tag zu Tag stärker und besser wurden."
    Nun trat Fliegenherz zu mir und drehte sich zur Gemeinschaft um, die gebannt zuhörte.
    "Doch nicht nur unsere Katzen werden wir vermissen. Jeden Auserwählten, der in diesen Spielen Sein Leben lässt, werden wir betrauern. Doch jeder von ihnen hat etwas, das niemand ihm nehmen kann. Niemand kann Sonnenpfote ihren Frohsinn nehmen, Pantherpfote seine Direktheit, Elsterpfote seine Stärke und Moospfote ihr Geschick. Ich habe jeden der Schüler beim Training gesehen, Pantherpfote sogar selbst ausgebildet. Und jeder von ihnen hat eine Chance. Natürlich wird es schwer werden, aber sie können es schaffen! Ich habe gesehen, wie Sonnenpfote einen anderen Schüler überlistete und ihn traf, als er es nicht erwartete. Ich habe Moospfotes Fähigkeiten bei der Jagd und im Kampf gesehen und zu spüren bekommen. Ich habe Pantherpfote schwierige Züge machen sehen und Elsterpfotes massive Stärke, wie er andere Katzen mit bloßer Körperkraft zu Boden rang. Jeder von ihnen hat etwas Einzigartiges. Und wenn wir sie auch gewählt haben, taten wir es nicht aus Boshaftigkeit, sondern weil wir an sie glauben."
    Ich wandte mich an Stammpfote, der Fliegenherz mit großen Augen ansah. "Hasse nicht uns. Hasse den Wald der Finsternis."
    Zustimmendes Gemurmel erhob sich, doch da trat Großschweif aus den Schatten.
    "Passt auf, was ihr sagt, Fliegenherz und Käferpfote. Der Wald der Finsternis und Stachelstern haben ihre Augen überall. Eure Rede könnte als Widerstand aufgefasst werden."
    Ein Schauder lief über meinen Rücken.
    "Willst du uns etwa drohen? " "Nein, Käferpfote. Wir brauchen dich noch. Nur sollst du deine Meinung für dich behalten. Wir brauchen diese Spiele, um uns an die Dummheit vergangener Tage zu erinnern." "Großschweif, diese Spiele nehmen dir deinen Sohn!"
    Insgeheim war ich überrascht, dass der Zweite Anführer mich noch nicht in der Luft zerfetzt hatte. Er schien dem Wald der Finsternis immer so treu ergeben zu sein. Doch er blieb ganz ruhig und antwortete: "Elsterpfote wird nicht sterben. Er wird überleben. Er allein hat die Kraft dafür. Weil er die Spiele nicht fürchtet, sondern ihren Wert erkennt. Und nun schweig!"
    Ich senkte mein Haupt.

    10
    Nie mehr die Gleiche

    Rubinpfote (BraunClan)

    Blinzeln öffnete ich die Augen und riss sie gleich weit auf. Ich befand mich nicht Zuhause, im BraunClan-Lager. Statt dem vertrauten Dornenstrauch sah ich die kahlen Wände einer Höhle. Ich lag nicht auf kratzigen Tannennadeln, sondern auf weißem Moos. Schnell sprang ich auf die Pfoten, als es mir wieder einfiel. Die Spiele, der Wald der Finsternis, das Trainingslager.
    Ich sah mich um. In meiner Höhle hatten noch meine Clangefährten geschlafen. Doch Funkenpfote, Kringelpfote und Staubpfote waren schon weg. Ich war die Letzte. Kurz schloss ich die Augen.
    ~Na los. Gib ihnen nicht die Genugtuung, vor dem Beginn zu zerbrechen. ~
    Ich verließ die Höhle und seufzte.
    ~ Ich habe keine Wahl. Ich muss mich daran gewöhnen. Ich bin keine BraunClan-Katze mehr.~
    Ein Schmerz durchzuckte mich. Die Wahrheit tat weh. Überraschenderweise am meisten in meinem Herzen.
    ~ Ich werde nie mehr die Gleiche sein. Nie mehr die unbekümmerte Kätzin, die so gerne redet. Die Freundin von Funkenpfote. Selbst wenn ich überlebe, werde ich nicht als die zurückkehren, die ich vorher war.~
    Mein Magrnknurren riss mich aus meinen Gedanken.
    'Ihr werdet euer Essen selbst besorgen müssen', kamen mir Ahornschattens Worte in den Sinn. Ich war nicht sonderlich begabt im Jagen, würde es aber wohl oder übel hinkriegen müssen. Also lief ich los, in den Teil des Waldes mit den meisten Nadelbäumen. Gewohnte Umgebung.
    Ich hielt inne und sog die Luft ein. Maus! Ein paar Schritte rechts von mir! Ich ließ mich in Kauerstellung sinken und schlich lautlos vorwärts. Knack! Ein Zweig zerbrach hinter mir. Fauchen wirbelte ich herum. Eine kleine Kätzin trat mit hängendem Kopf hervor.
    ~TigerClan! ~
    "Du hast meine Beute verscheucht!", fuhr ich sie an. Sie zuckte entschuldigend mit den Ohren. "Tut mir leid." Mit der Pfote schob sie eine tote Maus in meine Richtung, eine Zweite lag vor ihr.
    "Nimm. Ich habe deine Beute verscheucht, da ist es nur gerecht, wenn ich dir eine Maus abgebe."
    Ich überlegte kurz, ob ich sie annehmen sollte. Ich war keine gute Jägerin und hatte Hunger. Schließlich überzeugte mich mein Magen. "Danke.", murmelte ich und begann, gierig zu essen. Die Kätzin setzte sich hin und beobachtete mich still und leise.
    "Mein Name ist Brisenpfote.", sagte sie nach einer Weile. Ich wollte mich gerade ebenfalls vorstellen, als eine weitere Katze aus dem Gebüsch trat. Es war ein kräftiger Kater mit schwarzem Fell und grauen Augen.
    "Was soll das werden? Eine Katzenversammlung?", fragte ich gereizter als beabsichtigt. Der Kater sah mich kurz an, schüttelte dann den Kopf und stapfte wortlos davon. Brisenpfote legte den Kopf schief.
    "Das war Rabenpfote.", erklärte sie. "Er ist...war in meinem Clan."
    Ich nickte nur.
    ~Etwas Freundlichkeit hätte ihm nicht geschadet ~
    Dann bemerkte ich Brisenpfotes Ausdruck. ~ Da stimmt doch etwas nicht.~
    Hoffentlich würde die Kätzin auf ihre Gefühle acht geben. Ich stupste sie an.
    "Komm. Wir sollten gehen und trainieren."

    11
    Eine Ankündigung

    Eispfote (HabichtClan)

    Unzählige Gerüche strömten mir entgegen, als ich den Heilerbau betrat. Staunend sah ich mich um. Es war eine große Höhle, an der linken Seite tropfte Wasser herab und sammelte sich in einer kleinen Kuhle. Rechts waren Moosstapel, der Eingang War mit Flechten verhangen. Die Decke bestand aus verwobenen Zweigen, sodass das Sonnenlicht ein goldenes Muster auf den Boden malte. Ich lief weiter und musterte dabei die aufgereihten Kräuter und Beeren. Einige Blätter waren lang, andere schmal; manche waren saftig grün, andere eher dunkel; einige duftete mild, andere rochen scharf und aromatisch. Bei den Beeren War von schwarz über tiefrot bis hin zu weiß alles dabei. Neugierig rollte ich eine hellrote Beere mit der Pfote herum, als eine Stimme hinter mir ertönte.
    "Von denen solltest du lieber die Pfoten lassen." Rasch wirbelte ich herum. Die Heilerin Beerenfrost saß hinter mir, den Schwarz ordentlich um die Pfoten gewickelt. Ihre Augen blitzten belustigt beim Anblick meines erschrockenen Gesichts. Sie erhob sich und trat zu mir.
    "Das sind Beeren der Eibe, auch Todesbeeren genannt. Du stirbst, bevor sie deinen Magen erreichen. Du bekommst Krämpfe und wenn du sie nicht alle loswirst, bist du tot bevor du Todesbeere sagen kannst."
    "Kannst du mir mehr beibringen?"
    Beerenfrost nickte schnurrend.
    Am Abend schwirrte mein Kopf. Innerlich wiederholte ich die Kräuter.
    ~Goldrute gegen offene Wunden. Wacholder gegen Bauchschmerzen. Huflattich gegen Husten. Spinnweben bei Blutungen, Große Klette bei Rattenbissen und Ringelblume bei Infektionen. ~
    Da ertönte ein Jaulen. Ahornschatten rief die Auserwählten zusammen. Beerenfrost nickte nur zu. "Geh schon."
    Ich lief nach draußen und setzte mich zu den anderen.
    "Ich habe etwas zu verkünden! Ihr seid die zwanzigsten Auserwählten und deshalb etwas ganz Besonderes! Statt an verschiedenen Orten werdet ihr nun am selben Platz ausgesetzt. Zudem können eure Alten Clangefährten euch Hilfe zukommen lassen, aber das wird sie etwas kosten. Außerdem verkürzen wir das Training. In zwei Tagen geht es in die Arena!"
    Taubheit befiel meinen Körper, als sie uns entließ.
    ~In ein paar Tagen könnte ich tot sein. Mausetot. ~

    12
    Der letzte Tag

    Sonnenpfote (StachelClan)

    Die Sonne ließ ihre letzten Strahlen durch das Blätterdach scheinen und Sprenkelte den Waldboden mit goldenen Punkten. Ein leichter Wind wehte und zerzauste mir das Fell, zu meiner Rechten begannen die Farnwedel zu wippen.
    Ich ließ meinen Blick schweifen. Heute war der letzte Tag im Lager. Der letzte Tag in Sicherheit. Bei dem Gedanken schnürte es mir die Kehle zu. Ich schüttelte mich.
    ~Nicht darüber nachdenken. Mach lieber, was du dir vorgenommen hast. ~
    Ich wollte etwas über meine Konkurrenten herausfinden. Die Katzen, die sterben mussten damit ich lebte. Also lief ich los.
    Ich war die Erste am Kampfplatz, doch bald kamen weitere vier Katzen. Elsterpfote und Felspfote vom HabichtClan rollten in einem Fellknäuel über den Boden. Eine bernsteinfarbene BraunClan-Kätzin kauerte am Boden, den Blick scharf auf ihren Clangefährten Staubpfote gerichtet. Dieser funkelte sie aus seinen grauen Augen an und stieß sich vom Boden ab. Mit einem Sprung, gefolgt von einer Rolle zur Seite wich die Kätzin aus, sodass seine Pfoten ins Leere trafen. Mit einem Fauchen wirbelte Staubpfote herum. Tigersprung begann, ihm Ratschläge zur Verbesserung seiner Technik zu geben.
    Auf leisen Pfoten schlich ich weiter zur Tarnübung mit Lilienkralle, die fast unsichtbar im Farngebüsch saß. Neben ihr, kaum zu erkennen, hockte Kringelpfote. Der BraunClan-Schüler duckte sich ins Gehölz, sein buntes Fell war fast gänzlich von Gras und Zweigen bedeckt. Außerdem konnte ich Moospfote riechen, meine schwarze Clangefährtin jedoch nicht entdecken, sie war aber nicht weit entfernt. Wieder schlich ich weiter. Bald erreichte ich das Jagdgebiet. Die Bäume standen hier dicht beieinander und die Äste reichten fast bis zum Boden. Meine Nase zuckte bei den Beutegerüchen. Mit einem Sprung stürzte ich mich auf eine Maus und verzehrte sie mit wenigen Bissen. Dann spitzte ich die Ohren und kroch vorwärts. Clankatzen!
    Hartpfotes Fell leuchtete mir entgegen, außerdem entdeckte ich Hagelpfote, Rubinpfote und Eispfote, die den Worten von Ginsterkralle lauschten. Ich rechnete im Kopf nach. ~Insgesamt habe ich schon Zehn Auserwählte gesehen. Vier bei der Jagd, vier Beim Kampf und zwei Beim Tarnen. ~
    Im Weitergehen kam ich am Fluss vorbei. Niemand war dort. Ich wollte mich gerade zurückziehen, als Rauchpfote aus dem Gebüsch trat und sich elegant ins Wasser gleiten ließ.
    ~Elf ~
    Als nächstes erreichte ich den Heilerbau. Beerenfrost saß davor in der Sonne, ihr gegenüber Pantherpfote und -dicht beieinander- Rabenpfote und Brisenpfote. Während Pantherpfote den Blick fest auf die Heilerin gerichtet hatte und jedes Wort aufsaugte, betrachtete Rabenpfote mit angespannten Schultermuskeln den Boden. Seltsam. Kopfschüttelnd ging ich weiter. Mittlerweile hatte ich vierzehn Schüler gesehen. Den letzten Auserwählten fand ich beim Kletterbaum. Steinherz zeigte Nebelpfote, wie sie die Pfoten an den Stamm setzen sollte, um sicher den Baum zu erklimmen. Interessiert schaute ich zu. Die TigerClan-Kätzin war geschmeidig und schnell, die Muskeln ihrer Hinterbeine spannten sich bei jedem Sprung an.
    Am Abend fiel ich in einen unruhigen Schlaf.

Kommentare Seite 1 von 1
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Ahornsturm ( 73488 )
Abgeschickt vor 38 Tagen
Vielen Dank für die Kommentare!
Mittlerweile habe ich mehrere neue Kapitel hochgeladen, aber testedich hat diese FF noch nicht aktualisiert :/
Mal sehen...
~immy~ ( von: _Wölfchen_ )
Abgeschickt vor 92 Tagen
Eine der besten, vielleicht auch die BESTE FF auf TD! Du hast unglaublich großes Talent und tolle Ideen. Ich bin einfach begeistert 😄 Bitte schreib bald weiter, sonst sterbe ich noch vor Spannung!!!😁
Ich hoffe die Geschichte hat (irgendwie) ein Happyend😦 Entweder die Schüler verbünden sich gegen Ahornschatten, oder es kommt wie es kommen muss... Auch wenn ich dann heulen muss😢
Nachtrose ( 44807 )
Abgeschickt vor 123 Tagen
Ok, weiß aber auch nicht ganz, ob ich sie veröffentlichen soll. Vielleicht wenn ich ein wenig weiter geschrieben habe...
Ahornsturm ( 53853 )
Abgeschickt vor 133 Tagen
Hallo Nachtrose!
Stimmt, das ist ganz schön schräg! Ich hoffe du verstehst, dass ich nicht sonderlich begeistert von der Vorstellung bin, eine so ähnliche Geschichte zu veröffentlichen. Vielleicht könntest du noch etwas mehr verändern. Zum Beispiel, dass deine Clans nicht die Original Clans mit anderen Namen sind, sondern ganz eigene. Das fände ich besser! Ich hoffe, du kannst meine Sichtweise nachvollziehen!
Möge der SternenClan mit dir sein!
Deine Ahornsturm :)
Nachtrose ( 60579 )
Abgeschickt vor 134 Tagen
Ich möchte eigentlich so etwas ganz ähnliches veröffentlichen. Das einzige was anders ist ist das ein Clan AhornClan heißt und das ist der DonnerClan und der StachelClan ist der windClan. Natürlich andere Charas. Und die Prüfungen des Todes heißen sie bei mir. Wir müssen dann nur klären das ich das nicht von dir geklaut habe. Und noch ein paar andere Sachen. Die Geschichte ist echt gut!!! Aber gruselig das fast alles gleich ist....😺😈
Feuersturm ( von: Feuersturm )
Abgeschickt vor 143 Tagen
Wirklich sehr schön geschrieben. Auch lang.
:) :) :) :) :) :)
Ahornsturm ( 67478 )
Abgeschickt vor 144 Tagen
Danke für die positive Rückmeldung, Mondschweif!
Mondschweif ( 50137 )
Abgeschickt vor 144 Tagen
Ahornschatten ist genauso cool in dieser Geschichte wie in den Büchern. I Love ahornschatten. Sie ist toll! Gute FF! So etwas ähnliches schreibe ich auch in den Notizen von mir.
Sternenlicht ( 71934 )
Abgeschickt vor 206 Tagen
Wirklich sehr schön. Mach weiter so!
Ahornsturm ( 60933 )
Abgeschickt vor 317 Tagen
In einer Geschichte muss es halt meistens einen "Bösen" geben. Und da hat es halt Ahornschatten getroffen. Ich muss zugeben, dass ich sie eigentlich sehr mag. Ehrlich gesagt: Sie hat viel durchgemacht und manche Katzen zerstört so etwas. Durch den Verlust ihrer Jungen und ihres Clans ist ihr Herz zu Stein geworden. Sie ist gefühlskalt. Aber ihr tiefstes Inneres wird noch im Lauf der Geschichte offenbart :)
*Silberherz* ( 16102 )
Abgeschickt vor 317 Tagen
Mh wollte auch mal sowas machen...
Naja,aber würdest du das Ahornschatten zutrauen?
Blutmond ( 62822 )
Abgeschickt vor 320 Tagen
Hey Ahornsturm ;)
Ich finde die Idee megacool und finde es toll, dass du das hier schreibst. Ich habe mitbekommen, dass du diese FF schon mal als MMFF schreiben wolltest, aber obwohl sich eher wenig Leute gemeldet haben, machst du weiter, das finde ich gut. Außerdem ist dein Schreibstil echt toll und es ist schön, mal eine Geschichte ohne einen einzigen Rechtschreib- oder Grammatikfehler zu lesen. Mach weiter so!
Deine Blutmond