Wer bist du wirklich? 16

star goldstar goldstar goldstar goldstar greyFemaleMale
8 Kapitel - 2.207 Wörter - Erstellt von: Kerstingarde 1611 - Aktualisiert am: 2016-05-05 - Entwickelt am: - 749 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

    1
    Wer gerne wissen würde, wie Kyla sich im Moment fühlt, sollte sich vielleicht einmal das Lied „Because of you“ von Kelly Clarkson anhören.

    Leias Sicht:
    Auf meinem Weg zu Kyla traf ich Poe. Er sprach mich an: „Leia… Weißt du wie es Kyla geht? Rey hat mir erzählt, dass sie nicht gut aussah und sie nur angefaucht hat, als sie gefragt hatte, ob alles in Ordnung sei. Ich mache mir Sorgen um sie.“ Ich antwortete ihm: „Luke hat mir das gleiche erzählt. Ich bin auf dem Weg zu ihr. Ich werde ein wenig mit ihr reden. Soll ich ihr irgendetwas von dir ausrichten?“ Er überlegte kurz: „Kannst du ihr sagen, dass ich mir Sorgen um sie mache und sie mich bitte an unserem üblichen Platz um die übliche Zeit treffen soll, wenn es möglich ist?“ Ich fragte mich zwar, warum die beiden sich vorher immer regelmäßig getroffen hatten, ohne dass ich irgendetwas davon mitbekommen hatte, aber ich nickte nur: „Natürlich! Bis dann, Poe!“ Ich drehte mich um und ging weiter. Hinter mir hörte ich noch ein „Auf Wiedersehen, Leia!“

    2
    Ich klopfte an Kylas Zimmertür, durch die ich kurz zuvor noch Schluchzer gehört hatte. Sie antwortete nicht, doch ich wusste, dass sie meine Anwesenheit schon längst gespürt hatte. Ich sagte: „Kyla, bitte… Ich weiß, dass du da drin bist.“ Immer noch bekam ich keine Antwort. Ich öffnete die Tür und sah, wie Kyla auf ihrem Bett lag und den Kopf in ein Kissen gedrückt hatte. Ich setzte mich neben sie auf das Bett und legte eine Hand auf ihre Schulter. Sie bewegte sich etwas und meinte: „Geh weg! Ich möchte jetzt mit niemandem reden!“ Ich seufzte: „Kyla, bitte. Es ist wichtig.“ Sie drehte sich um und schaute mich mit total verweinten Augen an: „Was ist denn bitte sehr so wichtig!“ Ich antwortete ihr ruhig: „Kyla, wir machen uns Sorgen um dich. Nicht nur Luke und ich. Auch Rey, Joran und sogar Poe. Kyla, bitte rede mit mir. Ich will dich nicht auch noch verlieren.“ Sie sah mir tief in die Augen und schien zu überlegen. Ich blieb regungslos.

    3
    Kylas Sicht:
    Einen Moment wollte ich ihr sogar antworten, dass sie mich schon längst verloren hatte, doch dann kamen mir Zweifel. Hatte sie das tatsächlich? Wo sollte ich denn dann überhaupt noch hin? Wenn ich nicht auf die gute Seite gehörte, wohin dann? Ich würde nie, egal was passiert, zur dunklen Seite gehen. Damit blieb mir aber nur eine Wahl. Außerdem wollte ich, dass dieser Schmerz aufhörte. Ich wollte mich endlich wieder bei meinen Freunden und meiner Familie geborgen fühlen. Das alles sollte endlich ein Ende haben. Diese Verzweiflung, die Wut, der Hass, die Zweifel, einfach alles, das wehtat. Ich sagte schließlich zu Leia: „Ihr werdet mich nie verlieren. Ich werde immer bei euch sein. Aber es tut so weh. Warum tut er so etwas?“ Sie legte einen Arm um mich und antwortete: „Ich weiß es nicht. Aber ich eins weiß ich ganz genau: Du wirst dich davon nicht unterkriegen lassen. Du bist stark. Das warst du schon immer. Ich weiß, dass du es letztendlich schaffen wirst, ihn zu erreichen. Du wirst Ben wieder aus Kylo Ren hervorbringen können. Wenn es einen Menschen gibt, dem Ben blind vertraut, dann bist du das! Du wirst das schaffen. Ich bin mir sicher, dass er dir nie absichtlich wehtun würde. Es gibt bestimmt eine Erklärung. Denk nicht darüber nach. Konzentrier dich nun erst einmal auf dich und drauf, dass deine Wunden verheilen. Dann ist immer noch Zeit, um dich um Ben zu sorgen.“ Damit stand sie auf und machte sich auf den Weg aus dem Zimmer. In der Tür blieb sie allerdings noch einmal stehen und sagte: „Ach ja! Ich soll dir von Poe noch sagen, dass er sich Sorgen um dich macht und du ihn bitte am selben Ort und um dieselbe Zeit wie immer treffen sollst, was auch immer das bedeutet…“ Ich musste über ihre Ahnungslosigkeit lächeln und dann war sie auch schon verschwunden. Ich schwang mich vom Bett, um mir noch einmal mein Gesicht zu waschen. Schließlich sollte Poe mich nicht schon direkt mit vereintem Gesicht sehen. Plötzlich fiel etwas auf den Boden und als ich sah, was es war, musste ich wieder lächeln. Es war der Stein, den Poe mir zum Abschied geschenkt hatte. Ich betrachtete das wunderschöne, türkise Ding eine Weile und steckte es dann in meinen Umhang. Es gab mir neuen Mut und nun ging ich aber wirklich ins Bad.

    4
    Poes Sicht:
    Ich fragte mich schon, ob Kyla überhaupt noch kommen würde, doch da hörte ich sie. Ich blieb einfach sitzen und wartete darauf, dass sie sich neben mich setzte, doch ich hätte sie eigentlich besser kennen müssen. Plötzlich ergoss sich eine eiskalte Flüssigkeit über mich. Geschockt sprang ich auf. Da sah ich auch Kyla. Sie lachte und hatte in einer Hand noch die leere Wasserflasche, deren Inhalt sie mir über den Kopf gekippt hatte. „Das ist nicht lustig!“, sagte ich. Sie grinste immer noch: „Du hast recht. Es ist zum tot lachen!“ Bei ihrem Lachen musste ich aber auch Grinsen: „Wenigstens hat hier jemand sein Lachen wiedergefunden.“ Wir setzten uns hin. „Hier ist eine Flasche, die du trinken darfst. Die Dusche hattest du ja schon.“ Nun sah ich, dass sie noch zwei Flaschen mitgebracht hatte. Eine für sie und eine für mich. Also war die Überraschung geplant gewesen. Doch ich wäre nicht Poe Dameron, der beste Pilot des Widerstandes, wenn ich das einfach so auf mir sitzen lassen würde: „Aber du hattest doch noch gar keine!“ Damit schüttete ich ihr meine Flasche über. Sie schrie auf. Als es vorbei war meinte sie: „Sehr witzig, Poe!“ Ich grinste sie an: „Da hast du allerdings recht!“ Nun mussten wir beide lachen. Schließlich fragte sie mich: „Warum wolltest du eigentlich mit mir reden?“ Ich sagte: „Weil ich wissen wollte, wie es dir geht. Doch jetzt sehe ich ja, dass alles wieder in Ordnung ist.“ Ich sah sie an, wie sie aus ihrer noch übrig gebliebenen Flasche trank. Sie setzte sie gerade ab, als sie meinen Blick bemerkte. Sie hatte das ganze Wasser noch in den Backen, aber nun fing sie an zu lachen. Ich sagte: „Schluck!“ Aber sie konnte nicht vor lauter Lachen. Ich sagte wieder: „Schluck es endlich runter!“ Das war allerdings ein Fehler. Nun musste sie so heftig, lachen, dass sie mir das Wasser ins Gesicht prustete. Ich fuhr mir mit dem Ärmel übers Gesicht und als sich unsere Blicke wieder trafen, mussten wir beide so heftig lachen, dass wir Bauchweh bekamen. Auch Kylas weitere Versuche, normal aus der Flasche zu trinken, scheiterten. Schließlich gab sie es auf und meinte: „Ich trinke nie wieder etwas, solange du dabei bist!“ Ich grinste: „Daran erinnere ich dich gerne in 10 Jahren noch einmal.“ Den Rest des Abends lachten wir noch viel, bis wir schließlich ins Bett gingen. Aber wir hatten beide keine Ahnung, dass wir beobachtet worden waren…

    5
    Bens Sicht:
    Was hatte ich getan? Wie konnte das nur passieren? Ich wollte sie doch nur beschützen und nun hatte ich sie beinahe getötet. Ich war ein furchtbarer Mensch! Andererseits hatte ich keinen Einfluss darauf gehabt. Snoke hatte sich in meinen Kopf geschlichen und mich dazu gebracht, sie zu hassen. Nein. Er wollte nicht, dass ich sie hasse. Dazu wusste er zu genau, dass ich sie immer lieben werde. Er hatte mich dazu gebracht, dass ich das hasste, was sie mir sagte. Ich hatte ihr nichts geglaubt und ihre Lügen gehasst. Wie dumm war ich nur gewesen? Ich hätte das alles so einfach überprüfen können, indem ich in ihre Erinnerungen und Gedanken sah. Ich hätte mich nicht von Snoke täuschen lassen sollen. Nun hatte ich Kyla, die einzige Person, die meinem Leben noch einen Sinn gab, beinahe getötet. Doch ich wusste, dass sie überlebt hatte. Ich konnte sie durch die Macht spüren, doch immer noch konnte ich nur über Träume mit ihr kommunizieren. Nun hatte ich allerdings eine Vermutung, wer dafür verantwortlich war. An diesem Tag fasste ich einen Entschluss. Ich durfte mich nur nicht erwischen lassen…

    6
    Lukes Sicht:
    Leia hatte mir von Kylas Treffen mit Poe erzählt und dass sie sich fragte, was die beiden vorhatten. Nun saßen wir also zusammen im Gebüsch und beobachteten die beiden. Zuerst war nur Poe da, doch dann kam Kyla von hinten und kippte ihm eine Wasserflasche über. Leia und ich mussten uns beim Anblick von Poes Gesicht zusammenreißen, um nicht laut loszulachen. Als Poe Kyla dann seine Flasche überkippte musste ich mich noch mehr am Riemen reißen, doch Leia fand es nicht so lustig: „Luke, das ist nicht lustig! Das Wasser hätte Kylas Sehapparat beschädigen können!“ „Ach komm schon, Leia! Es ist doch nichts passiert. Außerdem kannst du den beiden nichts dazu sagen, denn dann wissen sie, dass du sie beobachtet hast.“, flüsterte ich mit einem Lächeln. Wir beobachteten sie noch weiter und mussten wirklich aufpassen, nicht zu lachen. Leia meinte auf einmal: „Sind die beiden nicht süß zusammen? Auch wenn es schon etwas seltsam ist, den besten Piloten des Widerstandes mit einer in diesen jungen Jahren schon vollkommen ausgebildeten Jedi herumalbern zu sehen…“ Ich grinste: „Du findest das seltsam? Muss ich dich an uns früher erinnern? Eine Prinzessin, die alles für die Rebellion tut, ein Schmuggler, der sich aus jeder Situation nur versucht herauszureden, was nie klappt, und ich, ein Farmerjunge, der von einem alten Mann etwas über die Macht lernen will. Wir waren nicht wirklich besser. Wenn nicht sogar schlimmer.“ Leia musste nun auch grinsen: „Du hast recht. Aber ich glaube genau das hat uns so sehr zusammengeschweißt. Ich hoffe nur, dass Kyla auch all diese Freunde erhalten bleiben…“ „Natürlich. So eine Freundschaft wie die ihre geht nicht so einfach kaputt. Aber nun lass uns wieder reingehen. Ich denke die beiden stellen heute nichts mehr an.“, antwortete ich.

    7
    Kylas Sicht:
    „Poe… Denkst du, ich sollte Ben noch eine Chance geben?“, fragte ich ihn ernst. Er dachte nach: „Ich weiß es nicht so wirklich. Denkst du, er war wirklich er selbst, als er dich verletzt hat?“ Ich sah ihn fragend an: „Was meinst du damit?“ Er antwortete: „Luke, Leia und Rey haben mir schon viel über das erzählt, wozu die Macht fähig ist. Man kann damit nicht nur Gedanken lesen, sondern man kann sogar die Gedanken kontrollieren. Vielleicht ist mit Ben ja so etwas passiert. Nach allem, was du mir über ihn erzählt hast, kann ich auch nicht glauben, dass er dich absichtlich verletzen würde. Hältst du so etwas für möglich?“ Ich dachte nach… Das würde so einiges erklären. Aber besonders den roten Schimmer in seinen Augen, wenn er so böse war. Das klang sogar sehr überzeugend: „Das ist sogar sehr wahrscheinlich der Fall. Aber wie soll ich den wirklichen Ben wieder zum Vorschein bringen?“ Poe sagte: „Da fällt dir bestimmt etwas ein. Beweise ihm, dass du ihn liebst, erinnere ihn an eure schönen Momente früher als Kinder. Ich denke, wenn der Augenblick da ist, weißt du, was zu tun ist. Ich kenne dich. Ich bin mir sicher.“ „Du hast wahrscheinlich Recht. Aber eine Frage hätte ich noch: Würdet ihr mit mir kommen? Ihr alle? Würdet ihr mir bei diesem Kampf helfen?“, fragte ich. Poe lächelte mich an: „Natürlich! Ich werde dich wahrscheinlich nicht mit hinein begleiten können, aber Rey und Joran können das bestimmt. Trotzdem werde ich an dich denken und wenn du irgendwelche Zweifel haben solltest, nimm deinen Stein in die Hand. Er ist das Zeichen unserer Freundschaft und wird dir Mut geben. Wir schaffen das! Alle zusammen!“ Nun fühlte ich mich sicherer: „Entweder wir gewinnen zusammen oder wir verlieren zusammen. Aber ich spüre, dass die Entscheidung bald fallen wird…“

    8
    Hallo, Leute! ;)
    Ich bin auch mal wieder da. Es tut mir Leid, dass der Teil etwas kürzer ist, aber ich habe im Moment (wie schon in den Kommentaren erwähnt) sehr viel Stress in der Schule und wegen der Theater-AG. Allerdings habe ich gedacht, ihr freut euch auch, wenn ich nur überhaupt etwas schreibe. Ihr könnt mir gerne eure Meinung zu diesem Teil in die Kommentare schreiben.:)
    Möge die Macht mit euch sein!
    LG eure Kerstingarde 1611

Kommentare Seite 0 von 0
Klicke hier um ein Kommentar zu schreiben - Wenn du Mitglied bei testedich bist logge dich bitte hier ein
Noch keine Kommentare.

Sie haben die Möglichkeit den Text zu gestalten.
((bold))Fett((ebold)) ((cur))Kursiv((ecur)) ((unli))Unterstrichen((eunli))
((big))groß((ebig)) ((small))klein((esmall))
((green))grün((egreen)) ((maroon))dunkelrot((emaroon)) ((olive))graugrün((eolive)) ((navy))marineblau((enavy)) ((purple))violett((epurple)) ((teal))teal((eteal)) ((gray))grau((egray)) ((red))rot((ered)) ((blue))blau((eblue)) ((fuchsia))fuchsia((efuchsia))
Bitte beachten Sie, dass Sie immer beide Codes, z.B. ((bold)) hier der Text der fett sein soll ((ebold)), gebrauchen, mit dazwischen den Text.