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Warrior Cats - Das Abenteuer beginnt RPG

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66 Fragen - Erstellt von: Flügelschatten - Aktualisiert am: 2016-08-08 - Entwickelt am: - 11.349 mal aufgerufen

Wolken breiten sich aus und werden sich vor die Sonne schieben. Sechs Katzen müssen die Gegenwart verlassen, um die Zukunft zu retten. Sie müssen sich der Dunkelheit stellen und die Schlacht ihres Lebens kämpfen. Und wenn sie versagen, sind alle Katzen dieses Waldes verloren.

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    Hallo! Hier oben auf dem Ast! Warte kurz, ich komme runter zu dir. *springe geschickt von Ast zu Ast und lande schließlich neben dir auf dem Waldbode
    Hallo! Hier oben auf dem Ast! Warte kurz, ich komme runter zu dir. *springe geschickt von Ast zu Ast und lande schließlich neben dir auf dem Waldboden* Ich heiße Sturmflügel und ich lebe hier bei den fünf Clans. Beim SternenClan, du hast wirklich noch nie etwas über die fünf Clans gehört? Dann wird es aber höchste Zeit. Komm, begleite mich ein Stück, dann erzähle ich dir etwas über die Clans.

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    So, nun weißt du über die Clans, ihre Geschichte und ihren Lebensstil Bescheid. Habe ich das richtig gehört, du möchtest dich einem der Clans ansc
    So, nun weißt du über die Clans, ihre Geschichte und ihren Lebensstil Bescheid. Habe ich das richtig gehört, du möchtest dich einem der Clans anschließen? Gut, um sicherzugehen, dass du dich wirklich für den Clan entscheidest, in den du am besten passt, erkläre ich dir kurz, worin die Stärken der einzelnen Clans liegen:

    Der BlattClan
    Territorium: ein üppiger Mischwald - überwiegend Laubbäume - mit einigen schmalen Bachläufen
    Beute: Mäuse, Wühlmäuse, Eichhörnchen, Vögel
    Lager: eine von Büschen gesäumte Senke im Herz des Waldes

    Der BachClan
    Territorium: flaches Grasland mit einzelnen Baumgruppen, vielen breiten Bachläufen und einem Fluss
    Beute: vorwiegend Fische, aber auch Mäuse und Wühlmäuse
    Lager: eine von Schilf gesäumte Insel, um die ein Bach herumfließt

    Der NachtClan
    Territorium: dunkler Nadelwald mit einigen kleinen Tümpeln
    Beute: Eidechsen, Frösche und Mäuse
    Lager: eine hinter Kiefern verborgene Senke im Herz des Waldes

    Der SturmClan
    Territorium: weites, hügeliges Grasland mit einigen Büschen
    Beute: Kaninchen, gelegentlich auch Mäuse
    Lager: eine windgeschützte Vertiefung zwischen zwei Hügeln

    Der HimmelClan
    Territorium: lichter Laubwald mit einigen verzweigen Bachläufen
    Beute: Vögel und Eichhörnchen, gelegentlich auch Mäuse
    Lager: eine von Büschen gesäumte Lichtung im Herz des Waldes

    Wie war das? Das spricht dich alles nicht wirklich an? Das macht nichts, es gibt noch mehr zur Auswahl:

    Der Stamm der jagenden Wolken
    Territorium: schneebedeckte Berge
    Beute: Vögel
    Lager: eine Höhle in einer Bergflanke

    Die Urkatzen
    Territorium: ein kleiner Wald mit einer Wiese, einigen von Schilf gesäumten Teichen und einem Fluss
    Beute: Vögel, Mäuse, Kaninchen, gelegentlich auch Fische
    Lager: eine von Sträuchern und Felsen geschützte Lichtung im Wald

    Falls dir das alles nicht gefällt, kannst du natürlich auch ein unbekümmertes Leben als Hauskätzchen, Streuner oder Einzelläufer führen.

    Aber für was du dich auch entscheidest, eines haben all diese Orte gemeinsam: Über ihnen ist das atemberaubend schöne Silbervlies gespannt, in dem die Ahnen aller Katzen leben.

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    So, ich denke, nun weißt du alles, was du über das Leben als Katze an den verschiedensten Orten wissen musst. Aber es ist wichtig, dass andere Katze
    So, ich denke, nun weißt du alles, was du über das Leben als Katze an den verschiedensten Orten wissen musst. Aber es ist wichtig, dass andere Katzen auch etwas über dich wissen:

    Name:
    Geschlecht:
    Alter:
    Zugehörigkeit (wenn Clan, dann welcher?):
    Rang:
    Aussehen:
    Charakter:
    Gefährte:
    Junge:
    Familie:
    Stärken:
    Schwächen:
    Teil der Fanfiction:
    Darf deine Figur in der Fanfiction sterben?:

    Nun gut, ich denke du bist bereit.

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    Bevor ich dich wieder deines Weges ziehen lasse, gibt es noch eine letzte Sache, die ich dir erklären muss. Egal, für welches Leben du dich entschei
    Bevor ich dich wieder deines Weges ziehen lasse, gibt es noch eine letzte Sache, die ich dir erklären muss.
    Egal, für welches Leben du dich entscheidest, es gibt gewisse Regeln, die du befolgen musst:

    1.) Behandle andere Katzen respektvoll
    2.) Jeder macht Fehler, das ist kein Grund, eine Katze auszuschließen oder zu beleidigen.
    3.) Du darfst keine Katze töten, außer sie gibt dir ihr Einverständnis
    4.) Damit nicht an deiner Loyalität gezweifelt wird, musst du deine Heimat so oft zu kannst aufsuchen.
    5.) Genieße dein neues Leben als Teil einer Katzengruppe!


    Gut, ich muss los, mein Clan braucht mich! Ich wünsche dir viel Glück in deinem neuen Leben. Möge der SternenClan deinen Weg erleuchten!

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    ((bold)) ((big))INFOS ((ebig)) ((ebold)) ((bold))DIE PROPHEZEIUNG: ((ebold)) Wolken breiten sich aus und werden sich vor die Sonne schieben. Sechs Kat
    INFOS


    DIE PROPHEZEIUNG:
    Wolken breiten sich aus und werden sich vor die Sonne schieben. Sechs Katzen müssen die Gegenwart verlassen, um die Zukunft zu retten. Sie müssen sich der Dunkelheit stellen und die Schlacht ihres Lebens kämpfen. Und wenn sie versagen, sind alle Katzen dieses Waldes verloren.

    KATZEN DER PROPHEZEIUNG:
    BlattClan: Blattfall (Fallendes Blatt)
    BachClan: Federtanz (Fallende Feder)
    NachtClan: Schwarzmond (Schwarzer Mond)
    SturmClan: Blitzschlag (Schlagender Blitz)
    HimmelClan: Sturmflügel (Säuselnder Sturm)
    Stamm der jagenden Wolken: Eis, das auf Blatt taut (Tauendes Eis)
    Die Katzen kämpfen gegen Shadow


    GEFÄHRTEN MIT JUNGEN:
    Dämmernder Morgen + Schimmernder Tau = Funkelnder Stern, Plätschernder Regen
    Tosendes Wasser + Tanzender Wind = Weiches Gras
    Federstern + Sturmwolke = Flammenjunges, Wasserjunges, Blattjunges
    Braunherz + Bärentod = Wolfsjunges, Tornadojunges, Blutjunges, Fetzenjunges, Todesjunges
    Schilffeder + Bernsteinblüte = Flügeljunges, Blattjunges, Blütenjunges
    Schattentrixer + Graspelz = Tigerjunges, Sandjunges, Meerjunges, Rußjunges

    GEFÄHRTEN OHNE JUNGE:
    Eichensturm + Silberblatt
    Tigerfell + Luftblüte
    Sternentatze + Dunkelblüte
    Beany + Sky
    Stürmische Eiche + Silbernes Blatt
    Rubinflamme + Schattenflügel
    Stranger + Whisper
    Eulenfeder + Sonnenstern

    VERLIEBTE KATZEN:
    Feuerpfote >< Sturmpfote
    Blattfall > Farnpelz
    Trüber Himmel > Sturmhimmel
    Frosthimmel > Trüber Himmel
    Flammenfeder > Mondstern
    Grauer Schatten > Schwarzer Mond
    Minzpfote > Luchspfote
    Lorbeerschweif > Eulenfeder
    Trixer > Shadow
    Sonnenpfote > Fuchspfote


    JAHRESZEIT:
    Momentan ist Blattgrüne


    GROSSE VERSAMMLUNGEN:
    Die Großen Versammlungen finden wöchentlich am Samstag statt. Sie beginnen um 18:00 Uhr.


    WER SPIELT WEN?

    FLÜGELSCHATTEN
    BLATTCLAN: Sonnenstern, Eulenfeder
    BACHCLAN: Schilffeder, Bernsteinblüte, Flügeljunges
    NACHTCLAN: Fetzenjunges
    HIMMELCLAN: Sturmflügel, Schattenflügel, Krähenflügel
    STAMM DER JAGENDEN WOLKEN: Klang des plätschernden Wassers
    URKATZEN: Säuselnder Sturm, Dämmernder Morgen, Trüber Himmel, Schmelzender Schnee, Jagende Wolke, Schimmernder Tau, Funkelnder Stern, Plätschernder Regen, Sturmhimmel, Sternenregen, Frosthimmel
    SHADOWS ARMEE: Snow
    HAUSKÄTZCHEN: Jessy

    FLAMMENSTURM
    BLATTCLAN: Blattfall, Rubinflamme
    BACHCLAN: Flussstern
    STURMCLAN: Federstern, Sturmwolke, Distelkralle, Fetzenpelz, Flammenjunges, Wasserjunges, Blattjunges
    HIMMELCLAN: Saphirblüte
    URKATZEN: Fallendes Blatt
    SHADOWS ARMEE: Norden
    EINZELLÄUFER: Stella Luna
    HAUSKÄTZCHEN: Zimt

    FALLENDE FEDER
    BLATTCLAN: Lorbeerschweif
    BACHCLAN: Federtanz
    STAMM DER JAGENDEN WOLKEN: Morgenglanz von Tau bedeckt
    URKATZEN: Fallende Feder, Plätschernder Bach, Tosendes Wasser, Tanzende Flocke, Weiches Gras

    SHADOW
    BACHCLAN: Meerestraum, Blütenjunges
    NACHTCLAN: Mondstern, Schwarzmond, Braunherz, Bärentod, Todesjunges, Blutjunges
    SHADOWS ARMEE: Shadow, Midnight, Death

    LUCHSIII
    BLATTCLAN: Farnpelz, Windschatten, Blätterfrost
    BACHCLAN: Sturmherz, Silberfrost, Wellensturm
    STURMCLAN: Schilflicht, Feuerschweif, Blitzschlag
    URKATZEN: Schlagender Blitz

    EISBLATT
    STAMM DER JAGENDEN WOLKEN: Eis, das auf Blatt taut, Sonne, die Stein erwärmt, Wasser, das von Fels fällt
    URKATZEN: Tauendes Eis, Tanzender Wind

    FLAMME&CO
    BLATTCLAN: Federpfote
    BACHCLAN: DonnerpfoteFlammenfeder
    NACHTCLAN: Flammenfeder
    STURMCLAN: Windherz
    STAMM DER JAGENDEN WOLKEN: Mondlicht auf Stein
    URKATZEN: Grauer Schatten

    LOVE
    BLATTCLAN: Blumenstrauß
    BACHCLAN: Lichtpfote
    STURMCLAN: Kampfkralle
    NACHTCLAN: Schattenkralle
    HIMMELCLAN: Silberstern, Mondfall, Krallenherz
    STAMM DER JAGENDEN WOLKEN: Löwe, der laut brülllt
    URKATZEN: Schwarze Kralle
    SHADOWS ARMEE: Tiger, Blut
    HAUSKÄTZCHEN: Love

    SILBERBLATT
    BLATTCLAN: Froschpfote, Blitzpfote
    BACHCLAN: Adlerpfote, Waldpfote, Blattjunges
    NACHTCLAN: Graspelz, Sternentatze, Dunkelblüte, Rabentraum, Sonnenpfote, Wolfsjunges, Sandjunges, Meerjunges
    STURMCLAN: Schimmerfell, Mondjunges, Baumjunges
    HIMMELCLAN: Silberblatt, Eichensturm, Adlerfell, Tigerfell, Feuerwind, Löwenglut, Minzpfote, Sturmpfote, Friedenpfote, Windpfote, Blütenpfote, Rotpfote, Luchspfote, Feuerbrust, Luftblüte
    STAMM DER JAGENDEN WOLKEN: Wolke, die über den Himmel zieht, Moos, das an Baum wächst
    URKATZEN: Silbernes Blatt, Stürmische Eiche
    SHADOWS ARMEE: Biss, Flamme
    EINZELLÄUFER: Blitz, Sturm
    HAUSKÄTZCHEN: Sammira, Beany, Sky, Leon

    SCHATTENTRIXER
    NACHTCLAN: Schattentrixer, Nebelsturm, Fuchspfote, Tigerjunges, Tornadojunges Nachtfalke
    SHADOWS ARMEE: Trixer, Danger, Raven, Whisper, Stranger, Devil, Scar, Night, Hell, Haven

    ABENDMOND
    STURMCLAN: Abendmond

    SOMMERBLUME
    BLATTCLAN: Sommerblume
    BACHCLAN: Wasserglanz, Graustein
    NACHTCLAN: Schattentatze, Feuerblume, Rußjunges
    STURMCLAN: Eissturm
    HIMMELCLAN: Wolkensprung
    STAMM DER JAGENDEN WOLKEN: Stern, der über Wald leuchtet
    URKATZEN: Grünes Moos
    SHADOWS ARMEE: Nebelwand
    HAUSKÄTZCHEN: Sunny

    TIGERSCHATTEN
    NACHTCLAN: Tigerschatten

    STERNENSCHWEIF
    BACHCLAN: Sternenschweif

    MOHNSCHATTEN
    BACHCLAN: Gepardensprung

    6
    DIE HIERARCHIE DER KATZEN BLATTCLAN ANFÜHRER: Sonnenstern - große, weiße Kätzin mit hellroten Flecken und bernsteinfarbenen Augen ZWEITER ANFÜHRE
    DIE HIERARCHIE DER KATZEN


    BLATTCLAN

    ANFÜHRER:
    Sonnenstern - große, weiße Kätzin mit hellroten Flecken und bernsteinfarbenen Augen
    ZWEITER ANFÜHRER:
    Blattfall - weiße Kätzin mit dunkelbraunen Flecken; Mentorin von Rubinpfote
    Farnpelz - muskulöser, goldbraun getigerter Kater mit weißer Vorderpfote, weißem Bauch und grünen Augen
    HEILER:
    Windschatten - drahtiger, dunkelbraun gestreifter Kater mit weißer Vorderpfote, weißer Schnauze und bernsteinfarbenen Augen; Mentor von Federpfote
    KRIEGER:
    Blätterfrost - zierliche, graubraun getigerte Kätzin mit weißer Vorderpfote, weißem Bauch, weißer Schwanzspitze und grünen Augen; zeitweilige Mentorin von Rubinpfote
    Eulenfeder - hellbraun getigerter Kater mit bernsteinfarbenen Augen; Mentor von Blitzpfote
    Blumenstrauß - braun-schwarze Kätzin mit gelben Augen
    Lorbeerschweif - leicht drahtige, schlanke, hellbraune Kätzin mit dunkleren Streifen, weißer Schwanzspitze und hellblauen Augen; Mentorin von Froschpfote
    Sommerblume - hellbraune Kätzin mit großen, dunkelbraunen Flecken, einer schwarz-grauen Nase, weichem Fell, buschigem Schweif und großen, dunklen Augen
    SCHÜLER:
    Rubinpfote - dunkelrote Kätzin mit waldgrünen Augen
    Federpfote - silber-weiße Kätzin mit tiefblauen Augen
    Blitzpfote - große, schlanke, orange-weiße Kätzin mit blauen Augen
    Froschpfote - kräftiger, braun getigerter Kater mit grauen Pfoten und grünen Augen
    KÖNIGINNEN:
    JUNGE:
    ÄLTESTE:


    BACHCLAN

    ANFÜHRER:
    Flussstern - dunkelgrau getigerter Kater mit weißem Bauch und dunkelblauen Augen
    ZWEITER ANFÜHRER:
    Sturmherz - silberner Kater mit schwarzen Streifen, weißer Schnauze, weißem Kinn, weißer Brust und dunkelblauen Augen
    HEILER:
    Meerestraum - blaugraue Kätzin mit langem Fell und meeresblauen Augen, blind; Mentorin von Wasserglanz
    KRIEGER:
    Federtanz - kleine, weiße Kätzin mit hellblauen Augen
    Silberfrost - weiße Kätzin mit silbernen und schwarzen Streifen und eisblauen Augen; Mentorin von Lichtpfote
    Wellensturm - weiß-silbern getigerte Kätzin mit glattem Fell und ozeanblauen Augen: Mentorin von Adlerpfote
    Schilffeder - hellbraun getigerter Kater mit weißem Bauch, weißen Pfoten und hellgrünen Augen; Mentor von Donnerpfote
    Graustein - grauer Kater mit schwarzen Streifen, schwarzer Nase und dunklen Augen; Mentor von Waldpfote
    Sternenschweif - hellrot getigerte Kätzin mit weißem Bauch und grünen Augen
    Gepardensprung - gelbbraune Kätzin mit schwarzen Flecken und grünen Augen
    SCHÜLER:
    Donnerpfote - hellbraun getigerter Kater mit dunkelgrünen Augen
    Lichtpfote - schneeweiße Kätzin mit grünen Augen
    Wasserglanz - grau-weiße Kätzin mit schwarzer Schnauze, flauschigem Fell und blauen Augen
    Waldpfote - kleine, schlanke, grau-rot getigerte Kätzin mit hellgrünen Augen
    Adlerpfote - hellbraun getigerter Kater mit einer weißen und grüne Augen
    KÖNIGINNEN:
    Bernsteinblüte - schildpattfarbene Kätzin mit weißer Brust, weißen Pfoten, weißer Schwanzspitze und bernsteinfarbenen Augen
    JUNGE:
    Flügeljunges - kleine, schwarze Kätzin mit einem weißen Fleck auf der Brust und eisblauen Augen
    Blütenjunges - sehr kleine, zierliche, schildpattfarbene Kätzin mit schwarzer Tigerung, weißen Pfoten, weißem Bauch, hellgrauer Brust, weißer Schwanzspitze und orangenen Augen
    Blattjunges - hellbraun getigerte Kätzin mit weißem Bauch, weißen Pfoten und hellgrünen Augen
    ÄLTESTE:


    NACHTCLAN

    ANFÜHRER:
    Mondstern - schwarzer Kater mit blutroten Augen und sehr langen Krallen
    ZWEITER ANFÜHRER:
    Braunherz - langhaariger, brauner Kater mit dunkleren Pfoten, schwarzem Gesicht, weißer Schwanzspitze und giftgrünen Augen
    HEILER:
    Krähenflügel - sehr alte, schlanke, schwarze Kätzin mit trüben, gelben Augen
    KRIEGER:
    Schwarzmond - schlanke, schwarze Kätzin mit bläulich schimmerndem Fell und gelben Augen
    Flammenfeder - orange getigerte Kätzin mit kurzem Fell und leuchtenden, gelben Augen
    Schattenkralle - pechschwarzer Kater mit stechend grünen Augen
    Schattentrixer - großer, schwarzer Kater mit weißer Musterung an der rechten Vorderpfote und eisblauen Augen; Mentor von Fuchspfote
    Dunkelblüte - schwarze Kätzin mit einem weißen, blütenförmigen Fleck auf der Stirn und blauen Augen
    Sternentatze - brauner Kater mit weiß-silbern schimmernden Pfoten
    Graspelz - braun getigerte Kätzin mit weißem Bauch
    Nebelsturm - rauchgraue Kätzin mit weißen Pfoten, weißem Bauch, weißer Schwanzspitze und blauen Augen; Mentorin von Sonnenpfote
    Schattentatze - dunkelgrauer Kater mit stechend gelbgrünen Augen, von denen eines schwarz umrahmt ist
    Tigerschatten - dunkelgraue Kätzin mit schwarzen Tigerstreifen
    Rabentraum - kräftiger, schwarzer Kater mit glattem Fell und bernsteinfarbenen Augen
    Feuerblume - rot-weiß getigerte Kätzin mit stechend grünen Augen
    SCHÜLER:
    Fuchspfote - kleine, geschmeidige Kätzin mit spitzer Schnauze und braunen Augen
    Sonnenpfote - kleiner, schlanker, sandfarben-orangener Kater mit grünen Augen
    KÖNIGINNEN:
    Bärentod - schwarz-braun getigerte Kätzin mit weißem Bauch, weißen Pfoten, schwarzen Ohren und grünen Augen
    JUNGE:
    Wolfsjunges - grau-brauner Kater mit großen, weißen Pfoten und dunkelbraunen Augen
    Tornadojunges - schwarzer Kater mit grauen Tupfen, grauen Pfoten und blauen Augen
    Blutjunges - braune Kätzin mit schwarzen Pfoten, schwarzer Schnauze und roten Sprenkeln
    Fetzenjunges - brauner Kater mit einigen kahlen Stellen
    Todesjunges - dunkelbraune Kätzin mit schwarzen Pfoten, schwarzem Gesicht, einer fehlenden Pfote und roten Augen
    ÄLTESTE:
    Nachtfalke - kleine, alte, zerbrechliche, weiße Kätzin mit ergrauter Schnauze und trüben, grauen Augen


    STURMCLAN

    ANFÜHRER:
    Federstern - weißer Kater mit hellbraunen Streifen und saphirblauen Augen
    ZWEITER ANFÜHRER:
    Fetzenpelz - großer, dunkelbraun getigerter Kater mit bernsteinfarbenen Augen
    HEILER:
    Distelkralle - kleiner, drahtiger, dunkelbrauner Kater mit blassgrünen Augen; Mentor von Abendmond
    KRIEGER:
    Schilflicht - kleine, schlanke, hellrot getigerte Kätzin mit weißer Brust, weißem Bauch, weißen Pfoten, weißer Schwanzspitze und blattgrünen Augen
    Feuerschweif - schlanke, feuerrote Kätzin mit hellerem Flammenmuster, weißer Schwanzspitze und smaragdgrünen Augen
    Blitzschlag - schlanke, golden getigerte Kätzin mit schwarzer Musterung, schwarzen Ohrenspitzen, schwarzen Zehen, schwarzer Schwanzspitze und grünen Augen
    Kampfkralle - blaugrauer Kater mit bernsteinfarbenen Augen; Mentor von Windpfote
    Eissturm - weiße Kätzin mit blauen Augen
    SCHÜLER:
    Windpfote - kleiner, blaugrauer Kater mit muskulösen Beinen und blauen Augen
    Abendmond - grau-silber-weiß gestromte Kätzin
    KÖNIGINNEN:
    Sturmwolke - hellgraue Kätzin mit einem dunkelgrauen Streifen auf dem Rücken und dunkelblauen Augen
    Schimmerfell - weiß-blaue Kätzin mit schimmerndem Fell und grauen Augen
    JUNGE:
    Flammenjunges - rot getigerte Kätzin mit weißen Pfoten, weißer Schwanzspitze und bernsteinfarbenen Augen
    Wasserjunges - silbern getigerter Kater mit weißen Pfoten, weißer Schwanzspitze und dunkelblauen Augen
    Blattjunges - schildpattfarbene Kätzin mit schwarzen Ohrenspitzen und hellgrünen Augen
    Mondjunges - silberblauer Kater mit blauen Augen
    Baumjunges - braun getigerter Kater mit grünen Augen
    ÄLTESTE:
    Windherz - knochige, schwache, blassgraue Kätzin mit braunen Augen


    HIMMELCLAN

    ANFÜHRER:
    Silberstern - dunkelbrauner Kater mit weißer Schnauze, cremefarbener Flanke und großen Pfoten mit langen Krallen
    ZWEITER ANFÜHRER:
    Silberblatt - silbergraue Kätzin mit weißen Pfoten und himmelblauen Augen; Mentorin von Windpfote
    HEILER:
    Saphirblüte - hellbraune Kätzin mit dunkelbraunen Streifen,
    drei weißen Pfoten, weißer Schwanzspitze und
    bernsteinfarbenen Augen; Mentorin von Friedenpfote
    KRIEGER:
    Sturmflügel - hellbraun-schwarz getigerte Kätzin mit weißem Bauch, weißen Pfoten und schwarzer Schwanzspitze
    Eichensturm - braun getigerter Kater mit weißer Schwanzspitze und grünen Augen; Mentor von Blütenpfote
    Krallenherz - graublaue Kätzin mit blauen Augen; Mentorin von Sturmpfote
    Adlerfell - grauer Kater mit einem weißen Fleck auf der Brust; Mentor von Luchspfote
    Tigerfell - golden-schwarz gestreifter Kater mit braunen Augen; Mentor von Minzpfote
    Feuerwind - flammenfarbene Kätzin mit türkisen Augen
    Schattenflügel - kleiner, schwarzer Kater mit hellgrünen Augen
    Löwenglut - goldgelbe Kätzin mit blauen Augen; Mentorin von Rotpfote
    Wolkensprung - weißer Kater mit grauen Pfoten
    SCHÜLER:
    Minzpfote - silbergraue Kätzin mit einer schwarzen Pfoten und braunen Augen
    Sturmpfote - weiß-schwarz gesprenkelter Kater mit blauen Augen
    Friedenpfote - schildpattfarbener Kater mit bernsteinfarbenen Augen
    Luchspfote - grauer Kater mit dunklen Tupfen und gelben Augen
    Windpfote - weiße Kätzin mit einem kleinen, schwarzen, wirbelförmigen Fleck auf der Stirn und grünen Augen
    Blütenpfote - weiße Kätzin mit braunen Flecken
    Rotpfote - flammenfarbener Kater mit grünen Augen
    KÖNIGINNEN:
    Mondfall - schwarz-weiße Kätzin mit bernsteinfarbenen Augen
    JUNGE:
    ÄLTESTE:
    Feuerbrust - feuerrote Kätzin mit grauen Augen
    Luftblüte - weiße Kätzin mit silbernen Wirbeln und hellblauen Augen


    STAMM DER JAGENDEN WOLKEN

    ANFÜHRER:
    Löwe, der laut brüllt (Löwe) - cremefarbene Kätzin mit einer kleinen Mähne und hellblauen Augen
    HÖHLENWÄCHTER:
    Sonne, die Stein erwärmt (Sonne) - muskulöse, dunkelgraue Kätzin mit bernsteinfarbenen Augen^
    Wasser, das von Fels fällt (Wasser) - dunkelbrauner Kater mit dichtem Fell, einem zerfetzten Ohr und grünen Augen
    BEUTEJÄGER:
    Morgenglanz von Tau bedeckt (Morgen) - große, orange-rote Kätzin mit weißer Schwanzspitze und blassblauen Augen
    Eis, das auf Blatt taut (Eis) - silbergraue Kätzin mit grünen Augen
    Wolke, die über den Himmel zieht (Wolke) - weiß-silbern gestreifte Kätzin mit meeresblauen Augen
    Moos, das an Baum wächst (Moos) - dunkelbraun getigerter Kater mit weißer Schnauze und dunkelgrünen Augen
    Stern, der über Wald leuchtet (Stern) - dunkelbraune Kätzin mit schwarzen Pfoten und blauen Augen
    ZUKÜNFTIGE:
    Mondlicht auf Stein (Mond) - hellgraue Kätzin mit dichtem Fell, einer Narbe über dem rechten Auge, vernarbten Schultern und leuchtenden, blauen Augen
    JUNGENMÜTTER:
    JUNGE:
    EHEMALIGE:
    Klang des plätschernden Wassers (Klang) - schlanker, weiß-silbern getigerter Kater mit blauen Augen


    URKATZEN

    ANFÜHRER:
    Säuselnder Sturm - hellbraun-schwarz getigerte Kätzin mit weißem Bauch, weißen Pfoten und schwarzer Schwanzspitze
    SCHARFKRALLEN:
    Fallendes Blatt - weißer Kater mit dunkelbraunen Flecken
    Fallende Feder - kleine, weiße Kätzin mit hellblauen Augen
    Plätschernder Bach - kleine, hellgraue Kätzin mit dunkleren Streifen, weißen Pfoten und hellblauen Augen
    Dämmernder Morgen - hellbraun getigerter Kater mit grünen Augen
    Schlagender Blitz - schlanke, golden getigerte Kätzin mit schwarzer Musterung, schwarzen Ohrenspitzen, schwarzen Zähnen, schwarzer Schwanzspitze und grünen Augen
    Schwarzer Mond - schlanke, schwarze Kätzin mit bläulich schimmerndem Fell und gelben Augen:
    Tauendes Eis - silbergraue Kätzin mit grünen Augen
    Tanzender Wind - hellbrauner Kater mit graublauen Augen
    Trüber Himmel - blassgraue Kätzin mit blauen Augen
    Schmelzender Schnee - weißer Kater mit grauen Flecken und dunkelblauen Augen
    Tosendes Wasser - breitschultriger, weißer Kater mit hellgrünen Augen
    Jagende Wolke - muskulöser, weißer Kater mit blaugrauen Flecken und blauen Augen
    Grauer Schatten - dunkelgrauer Kater mit weichem, dichtem Fell und bernsteinfarbenen Augen
    Schwarze Kralle - schwarz-weiße Kätzin mit blauen Augen
    Sturmhimmel - dunkelgrauer Kater mit dichtem Fell und graublauen Augen
    Sternenregen - kleine, weiße Kätzin mit roten Flecken und blauen Augen
    Frosthimmel - großer, weißer Kater mit blauen Augen
    Silbernes Blatt - silbergraue Kätzin mit himmelblauen Augen
    Stürmische Eiche - braun getigerter Kater mit weißen Pfoten und grünen Augen
    WEICHPFOTEN:
    Wehendes Blatt - hellbraun gefleckter Kater mit grünen Augen
    Streifender Nebel - silbergrauer Kater mit blauen Augen
    Grünes Moos - schwarzer Kater mit weißen und grauen Flecken und dunkelgrünen Augen
    JUNGENMÜTTER:
    Schimmernder Tau - weiße Kätzin mit blaugrauen Flecken und blauen Augen
    Tanzende Flocke - hellgraue Kätzin mit zarten Tigerstreifen und blauen Augen
    JUNGE:
    Funkelnder Stern - goldbraune Kätzin mit bernsteinfarbenen Augen
    Plätschernder Regen - weißer Kater mit blaugrauen Flecken und blauen Augen
    Weiches Gras - dunkelbrauner Kater mit weißen Pfoten und grünen Augen
    ÄLTESTE:


    SHADOWS ARMEE

    ANFÜHRER:
    Shadow - schwarze Kätzin mit eisblauen Augen, langen Krallen, einem zerfetzten Ohr und einer Narbe über dem rechten Auge, weshalb sie auf diesem Auge blind ist
    KÄMPFER:
    Trixer - sehr großer, gefährlich aussehender, dunkelbraun getigerter Kater
    Snow - muskulöse, weiße Kätzin mit einem zerfetzten Ohr und braunen Augen
    Tiger - feuerroter Kater mit roten Augen
    Blut - schwarze Kätzin mit blauen Augen
    Biss - tiefrote Kätzin mit orangefarbenen Augen
    Danger - großer, muskulöser, mit Narben übersäter, grau getigerter Kater mit dunkleren Streifen, einem zerfetzten Ohr und grauen Augen
    Flamme - leuchtend roter Kater mit goldgelben Augen
    Raven - kleine, muskulöse, schwarze Kätzin mit dunkelblauen Augen
    Whisper - kleine, braune Kätzin mit einem weißen Ohr und blauen Augen
    Stranger - großer, schwarzer Kater mit weißen Pfoten und grünen Augen
    Devil - roter Kater mit dunkleren Streifen und braunen Augen
    Scar - großer, schwarzer Kater mit weißen Pfoten und grünen Augen
    Nebelwand - hellbrauner Kater mit weißen Pfoten und braunen Augen
    Night - schwarzer Kater mit braunen Augen
    Hell - hellbraun-rot gefleckter Kater mit dunkelbraunen Augen
    Haven - weiße Kätzin mit hellgrauen Pfoten und himmelblauen Augen
    Norden - schwarz-weiß gefleckter Kater mit türkisen Augen
    SPIONE:
    Midnight - kleiner, muskulöser, schwarzer Kater mit weißem Hals, weißem Bauch, weißen Pfoten, weißen Ohren und gelben Augen; spioniert im BachClan
    Death - grauer Kater mit roten Pfoten, rotem Schweif, roten Ohren und grünen Augen; spioniert im NachtClan


    KATZEN OHNE ZUGEHÖRIGKEIT:

    EINZELLÄUFER:
    Fire - alte, rot getigerte Kätzin mit bernsteinfarbenen Augen
    Sturm - großer, kräftiger, grauer Kater mit blauen Augen
    Blitz - schwarze Kätzin mit einer gezackten Musterung auf dem Rücken und blauen Augen
    Stelle Luna - schwarze Kätzin mit hellgrauen Tupfen auf dem Rücken und tiefdunkelblauen Augen
    HAUSKÄTZCHEN:
    Jessy - kleine, braun-schwarz getigerte Kätzin mit weißem Kinn und grünen Augen
    Zimt - weiße Kätzin mit goldenen Tupfen auf dem Rücken und tiefblauen Augen
    Love - flauschige, hellgraue Kätzin mit einem Hauch Rosa im Fell und grünen Augen
    Sammira - nebelgraue Kätzin mit blauen Augen
    Beany - rein brauner Kater mit blauen Augen
    Sky - silberblaue Kätzin mit grünen Augen
    Leon - schwarzer Kater mit weißen Pfoten, weißem Maul und grasgrünen Augen
    Sunny - hellgraue Kätzin mit schwarz-grauen Streifen und braunen Augen

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    PROLOG Säuselnder Sturm saß auf einem Felsen inmitten der üppig grünen Wiese. Hinter ihr klang das sanfte Rauschen der Bäume, vor ihr erstreckte
    PROLOG

    Säuselnder Sturm saß auf einem Felsen inmitten der üppig grünen Wiese. Hinter ihr klang das sanfte Rauschen der Bäume, vor ihr erstreckte sich die endlos scheinende Wiese. Säuselnder Sturm genoss den zarten Wind, der ihr Fell zerzauste. Sie beobachtete die Wolken, die über den Himmel jagten und sie an Junge erinnerten, die Fangan spielten. Ein Gefühl der Freude erfüllte ihr Herz und sandte ein wohliges Kribbeln durch ihren Körper. „Die Wolken sind hübsch, nicht wahr?“ Erschrocken zuckte Säuselnder Sturm zusammen. Sie hatte gar nicht gemerkt, dass sich eine andere Katze ihr genähert hatte. Doch als sie sich umblickte, musste sie feststellen, dass sie alleine war. „Wer ist da?“, wagte sie zu fragen. Keine Antwort. Unbehagen hatte Säuselnder Sturms Freude verdrängt. Sie wollte gerade vom Felsen springen und in die Sicherheit des Waldes laufen, als die geheimnisvolle Katze erneut zu sprechen begann. „Bleib hier, Säuselnder Sturm, hab keine Angst vor mir.“ Es war, als würde der Wind selbst mit ihr sprechen, ihr die Worte um die Ohren streichen lassen. Säuselnder Sturm blieb wie erstarrt stehen. „So hübsch diese Wolken auch sein mögen, so gefährlich sind sie. Sieh selbst.“ Säuslender Sturm wagte nicht, sich zu bewegen, doch plötzlich färbte sich die Welt um sie dunkel. Entsetzt schrie sie auf. „Wolken breiten sich aus und werden sich vor die Sonne schieben. Sechs Katzen müssen die Gegenwart verlassen, um die Zukunft zu retten. Sie müssen sich der Dunkelheit stellen und die Schlacht ihres Lebens kämpfen. Und wenn sie versagen, sind alle Katzen dieses Waldes verloren.“ Säuselnder Sturm bebte vor Angst, ihre Pfoten zitterten so stark, dass sie fürchtete, sie würden sie nicht mehr lange tragen können. Vor Schreck gelähmt wartete sie darauf, dass die fremde Stimme weitersprach, doch sie schwieg.

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    1. KAPITEL Vorsichtig eine Pfote vor die andere setzend näherte sich Fallende Feder der Maus. Sie fühlte den Blick ihrer Schwester Plätschernder Ba
    1. KAPITEL

    Vorsichtig eine Pfote vor die andere setzend näherte sich Fallende Feder der Maus. Sie fühlte den Blick ihrer Schwester Plätschernder Bach auf ihrem Pelz ruhen. "Warte nur, dir zeig ich, wer die bessere Jägerin von uns beiden ist!", dachte sie, spannte die Hinterläufe an und sprang. Sie flog durch die Luft und landete direkt auf der Maus, die erschrocken versuchte, wegzulaufen. Doch es war zu spät. Fallende Feder hatte ihre Krallen bereits tief in das zarte Fleisch gegraben. Das Zucken der Maus wurde schwächer und schließlich erschlaffte der kleine, braune Körper zwischen ihren Vorderpfoten. "Gut gemacht!" Fallende Feder genoss das Lob ihrer Schwester. "Die nächste gehört dir", versprach sie. Plätschernder Bach zuckte abwertend mit der Schwanzspitze. "Die Mäuse gehören dir. Du weißt doch, dass ich im Wasser viel besser jagen kann." Fallende Feder verzog das Gesicht. "Ja, ich weiß." So vieles die beiden Schwestern auch gemeinsam hatten, in diesem Punkt unterschieden sie sich. "Lass uns doch zu dem Bachlauf am Waldrand gehen", schlug Plätschernder Bach vor, "Dort kann ich fischen und du Mäuse jagen." Fallende Feder nickte. "Einverstanden." Seite an Seite liefen die beiden durch den Wald. "Ich wette, ich fange mehr Fische als du Mäuse", miaute Plätschernder Bach. Fallende Feder warf ihrer Schwester einen kurzen Blick zu. "Das ist unfair. Ich muss die Mäuse erst aufspüren und du sitzt einfach nur da und wartest, bis die Beute vorbeikommt." Plätschernder Bach warf ihr einen vorwurfsvollen Blick zu. "So einfach ist das nicht." Fallende Feder knuffte ihre Schwester in die Flanke. "Ich weiß, ich zieh dich doch nur auf. Außerdem ist egal, wer wie viel fängt. Die Hauptsache ist, dass wir so viel Beute auftreiben, dass alle Katzen satt werden."

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    2. KAPITEL Sturmflügel balancierte geschickt den unter ihrem Gewicht zitternden Ast entlang. Sie war einen Blick zurück, um sich zu vergewissern, da
    2. KAPITEL

    Sturmflügel balancierte geschickt den unter ihrem Gewicht zitternden Ast entlang. Sie war einen Blick zurück, um sich zu vergewissern, dass ihr Schüler Schattenpfote ihr folgte. Doch der kleine, schwarze Kater hatte sich in einer Astgabel hingekauert und blickte seiner Mentorin mit angstvoll aufgerissenen Augen hinterher. Sturmflügel hatte Mitleid mit ihm. Das war sein erstes Baum-Training und sie erinnerte sich nur zu gut daran, wie sie sich damals gefühlt hatte, als ihr Mentor sie in die Baumkronen mitgenommen hatte und ihr gezeigt hatte, wie sie von einem Ast zum nächsten springen sollte. Sturmflügel seufzte. Aber Schattenpfote war nun einmal eine HimmelClan-Katze, also musste er lernen, sich hoch oben in den Bäumen zu bewegen. "Komm her", miaute sie ihm freundlich zu. Schattenpfote bewegte sich nicht. Sturmflügel tappte einige Schritte auf ihn zu. "Hab keine Angst." Schattenpfote wagte einen kleinen Schritt vorwärts. "Genau so", ermutigte ihn Sturmflügel, "Einen Schritt nach dem anderen." Während Schattenpfote sich vorwärtskämpfte, balancierte Sturmflügel auf das Ende des Astes zu. "Wenn du dich in den Baumkronen bewegst, ist es wichtig, dass du, bevor du einen Ast betrittst, überprüfst, ob er dein Gewicht auch wirklich halten kann. Bleib also immer auf den dicken Ästen. Sturmflügel blieb stehen. "Und geh nie bis an die Spitze eines Astes, das ist zu gefährlich." Sie wartete, bis Schattenpfote bei ihr angekommen war. "Du machst das sehr gut", lobte sie ihn." Schattenpfote blickte auf den Ast hinab, der unter dem Gewicht der beiden Katzen schwankte. Sturmflügel streckte die Nase vor und berührte ihren Schüler damit am Kopf. "Keine Sorge, der Ast ist stark genug, um uns beide zu halten." Sie tappte auf das Astende zu. "Der HimmelClan ist der beste Clan von allen, denn er ist nicht an den Boden gebunden. Er kann in den höchsten Bäumen jagen und seine Kletterkünste sind ihm beim Kampf im Wald von Vorteil. Deshalb ist es so wichtig, dass jeder HimmelClan-Schüler so schnell wie möglich lernt, sich auf den höchsten Ästen durch den Wald zu bewegen." Schattenpfote sah sie unsicher an. "Keine Sorge, wenn du es erst einmal gelernt hast, wird er dir so vorkommen, als würdest du über den Waldboden rennen. Siehst du den Ast dort?" Mit der Schwanzspitze deutete sie auf einen breiten Ast, der nur wenige Schwanzlängen von ihnen entfernt war. "Ich zeige dir jetzt, wie du dort hinüberspringen kannst." Sie duckte sich, spannte die Hinterbeine an, dann stieß sie sich gekonnt ab. Sie genoss den Wind im Pelz, als sie durch die Luft flog und schließlich mit allen vier Pfoten auf dem Ast landete. Schattenpfote starrte sie erschrocken an. "Und wenn ich falle?" Sturmflügel setzte sich auf den Ast. "Du wirst nicht fallen. Du bist eine HimmelClan-Katze, du bist mit der Gabe, von Baum zu Baum zu springen, geboren worden." Schattenpfote, offenbar durch ihre Worte ermutigt, schlich auf dem Ast entlang. Einen Herzschlag lang blieb er wie erstarrt stehen, dann sprang er. Sturmflügel beobachtete mit klopfendem Herzen, wie er durch die Luft flog. Schließlich trafen seine Vorderpfoten auf dem Ast auf, seine Hinterpfoten baumelten ohne Halt in der Luft. Erschrocken maunzte er und zappelte mit wild peitschendem Schwanz herum. Sturmflügel sprang an seine Seite und zog ihn auf den Ast. "Danke", keuchte er und blickte über die Schulter zurück. "Du hättest es auch alleine geschafft", antwortete Sturmflügel, "Komm mit, für heute haben wir genug trainiert. Lass uns ins Lager gehen und etwas essen."

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    3. KAPITEL Die Sonne ging gerade unter, als Blattfall und Rubinpfote das Lager erreichten. Die Zweite Anführerin trug das Eichhörnchen, das sie gefa
    3. KAPITEL

    Die Sonne ging gerade unter, als Blattfall und Rubinpfote das Lager erreichten. Die Zweite Anführerin trug das Eichhörnchen, das sie gefangen hatte, zum Frischbeutehaufen und ließ es auf die übrige Beute fallen. "Du hast heute gut gejagt", lobte sie ihre Schülerin, während die die Amsel, die die kleine, rote Kätzin erbeutet hatte, betrachtete. Rubinpfotes Augen blitzten stolz. "Danke, Blattfall." Blattfall deutete mit ihrer Schwanzspitze auf die Amsel, die Rubinpfote sorgfältig auf den Frischbeutehaufen gelegt hatte. "Bring deine Beute zu den Ältesten, die werden sich über ein so saftiges Stück Beute freuen." Rubinpfote nickte eifrig, hob ihre Amsel auf und trottete mit hoch erhobenem Kopf und Schwanz durch das Lager. Blattfall blickte ihr nach, bis sie im Ältestenbau verschwunden war. Aus der kleinen, lebhaften Kätzin würde einmal eine gute Kriegerin werden, davon war sie überzeugt. Mit einem Gefühl der Freude tappte Blattfall durch das Lager und schlüpfte in den Kriegerbau. Vorsichtig, um die Krieger, die bereits schliefen, nicht zu wecken, schlängelte sie sich zwischen den Nestern hindurch und ließ sich schließlich in das ihre fallen. Sie rollte sich zusammen und schloss die Augen. "Blattfall!" War etwa schon Morgen? Blinzelnd schlug sie die Augen auf, doch als sie den Kopf hob, musste sie verwirrt feststellen, dass sie nicht im Bau der Krieger lag. Sie befand sich auf einer sonnenbeschienen Lichtung in einem ihr ungekannten Wald. Blattfall erhob sich auf die Pfoten und sah sich nach der Katze um, die sie geweckt hatte. Ihr Blick fiel auf einen großen, braun getigerten Kater, der auf der anderen Seite der Lichtung stand. Blattfall schnappte nach Luft, als sie ihn erkannte. "Abendstern!", keuchte sie fassungslos. Abendstern war einst der Anführer des BlattClans gewesen, doch dann hatte ihm der Grüne Husten sein letztes Leben geraubt. "Sei gegrüßt, Blattfall", begrüßte Abendstern sie mit warm funkelnden Augen. Blattfall starrte ihn an. "Bist du gekommen, um mich zum SternenClan mitzunehmen?" Abendstern schüttelte den Kopf. "Nein, meine Liebe, deine Zeit, dich dem SternenClan anzuschließen, ist noch lange nicht gekommen." Blattfall blinzelte verwirrt. "Aber warum bist du dann gekommen?" Abendstern setzte sich. "Es gibt etwas, das ich dir sagen muss. Wolken breiten sich aus und werden sich vor die Sonne schieben. Sechs Katzen müssen sich der Dunkelheit stellen und die Schlacht ihres Lebens kämpfen. Und wenn sie versagen, sind alle Katzen dieses Waldes verloren.“ Blattfall zuckte entsetzt zurück, doch noch größer als ihre Angst, die Abendsterns Worte durch ihren Körper gesandt hatte, war ihre Verwirrung. "Aber warum sagst du das mir? Ich bin keine Heiler-Katze und auch keine Anführerin." "Du bist eine der sechs auserwählte Katzen." Blattfall hielt die Luft an und starrte Abendstern an, unfähig zu sprechen. "Du wirst die anderen fünf Katzen bei Krallenmond an der Silbernen Weide treffen." Allmählich begann sich seine Gestalt aufzulösen. "Das Schicksal aller Clans liegt in deinen Pfoten", hörte sie ihn noch sagen, dann war er verschwunden.

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    4, KAPITEL Sturmwolke lag neben Federstern im Bau des Anführers. Sie hatte ihren Kopf auf die Schulter ihres Gefährten gelegt und die Augen halb ges
    4, KAPITEL

    Sturmwolke lag neben Federstern im Bau des Anführers. Sie hatte ihren Kopf auf die Schulter ihres Gefährten gelegt und die Augen halb geschlossen. Sie fühlte, wie Federstern mit seiner weichen Nase ihr Ohr berührte. Sturmwolke hob den Kopf und sah ihm in die tiefblauen Augen. "Weißt du, was mein größter Wunsch ist?" Federstern berührte ihre Nase mit der seinen. Was denn?" "Zusammen mit dir Junge zu haben." Federstern sah sie lange nachdenklich an, dann seufzte er kläglich. "Ich weiß nicht, ob ich bereit dazu bin", gestand er. Sturmwolke drückte ihre Nase an seine Wange. "Aber ich weiß es. Du würdest der beste Vater sein, den sich eine Katze nur wünschen kann, davon bin ich überzeugt." Federstern schüttelte den Kopf. "So habe ich das nicht gemeint. Ich bin erst seit wenigen Monden Anführer, all die Pflichten sind noch neu für mich. Und Junge sind eine große Verantwortung und kosten viel Zeit." "Aber wir würden uns doch gemeinsam um sie kümmern", widersprach Sturmwolke. "Ich möchte ein Vater sein, der sich viel Zeit für seine Jungen nehmen kann und nicht nur zwischen zwei Patrouillen in die Kinderstube huschen und dann wieder verschwinden." Sturmwolkes blassblaue Augen schimmerten vor Traurigkeit. Federstern beugte sich vor und schmiegte sich an sie. "Lass uns noch ein paar Monde warten", flüsterte er. "Aber in ein paar Monden kann so viel passieren", ihre Stimme erstarb. Als Federstern ihr antwortete, war seine Stimme sanft und zärtlich. "Ich liebe dich, Sturmwolke, und daran wird sich nie etwas ändern."

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    5. KAPITEL Säuselnder Sturm versuchte, die Gedanken an die düstere Prophezeiung aus ihrem Kopf zu verbannen, aber sie kehren immer wieder zurück. S
    5. KAPITEL

    Säuselnder Sturm versuchte, die Gedanken an die düstere Prophezeiung aus ihrem Kopf zu verbannen, aber sie kehren immer wieder zurück. Schließlich erhob sie sich von dem Sonnenflecken, auf dem sie gelegen war und tappte durch das Lager. Sie beschloss, jagen zu gehen. Vielleicht würde etwas Ablenkung ihr guttun. Grade, als sie durch die Büsche schlüpfen wollte, die das Lager begrenzten, hörte sie eine Stimme, die ihren Namen rief. "Säuselnder Sturm!" Sie drehte den Kopf und warf einen Blick über die Schulter. Ihr Bruder, Dämmernder Morgen, kam auf sie zugerannt. "Wo gehst du hin?", erkundigte sich der hellbraun getigerte Kater bei ihr. "Jagen", antwortete sie und versuchte, freundlich zu klingen. "Hast du etwas dagegen, wenn ich dich begleite?" Säuselnder Sturm seufzte innerlich. "Natürlich nicht." Sie wer lieber alleine gewesen, aber sie konnte ihren eigenen Bruder doch nicht abweisen. "Großartig!", miaute Dämmernder Morgen, überholte sie und schlüpfte aus den Büschen. Säuselnder Sturm lief ihm hinterher, der Waldboden unter ihren Pfoten kam ihr härter vor als sonst. "Konzentriere dich!", sagte sie sich immer wieder, "Du bist auf der Jagd!" Vor ihr blieb Dämmernder Morgen stehen und deutete mit seiner Schwanzspitze auf eine kleine braune Gestalt, die zwischen den hohen Grashalmen kauerte und mit der Nase am Boden schnupperte. Säuselnder Sturm beobachtete die Maus, die sich aus dem Schütz der Grashalme wagte. Offenbar hatte sie keine Ahnung, dass sie gejagt wurde. "Dämmernder Morgen deutete erneut auf die Maus. "Sie gehört dir", hauchte er. Säuselnder Sturm ließ sich in ein Kauern fallen und schlich lautlos auf die Beute zu. Gerade, als sie springen wollte, schob sich eine Wolke vor die Sonne und trübte das Licht, dass durch die Baumkronen sickerte. "Wolken breiten sich aus und werden sich vor die Sonne schieben ..." Säuselnder Sturm sprang, während ihr diese Worte um die Ohren strichen. Sie kam eine Schwanzlänge vor der Maus auf dem Waldboden auf, ihre Vorderpfoten, die die erwartungsvoll nach der Beute ausgestreckt hatte, rutschten ihr unter dem Körper weg und sie landete auf dem Bauch. Hilflos musste sie zusehen, wie die Maus zwischen den Grashalmen verschwand. Säuselnder Sturm setzte sich auf und wagte, einen Blick zum Himmel emporzuwerfen und seufzte erleichtert auf, als sie sah, dass die Wolken weitergezogen waren. "Was ist los mit dir?", miaute Dämmernder Morgen. "Was soll denn sein?", antwortete Säuselnder Sturm, ohne ihn anzusehen. "Irgendetwas stimmt nicht. Sogar eine Weichpfote hätte diese Maus gefangen." Säuselnder Sturm warf ihm einen raschen Blick zu. "Ich bin nur müde, das ist alles", antwortete sie, in der Hoffnung, er würde sich damit zufriedengeben. Doch Dämmernder Morgen schüttelte nur unbeirrt den Kopf. "Ich kenne dich, Säuselnder Sturm, selbst wenn du einen Mond lang nicht geschlafen hättest, wäre dir diese Maus nicht entwischt. Dich bedrückt irgendetwas." Säuselnder Sturm schwenkte den Kopf herum und sah ihm in die Augen. "Hör auf, mich zu behandeln, als wäre ich ein Junges! Mit mir ist alles in Ordnung, verstanden?" Ohne auf eine Antwort zu warten, drehte sich Säuselnder Sturm um und rannte davon.

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    6. KAPITEL Erschöpft ließ sich Federtanz in ihr mit Schilf gepolstertes Nest fallen. Sturmherz, der Zweite Anführer des Clans, hatte sie für die A
    6. KAPITEL

    Erschöpft ließ sich Federtanz in ihr mit Schilf gepolstertes Nest fallen. Sturmherz, der Zweite Anführer des Clans, hatte sie für die Abendpatrouille eingeteilt und weil sie an der Grenze auf eine BlattClan-Patrouille gestoßen waren, waren sie erst lange nach Einbruch der Dunkelheit ins Lager zurückgekehrt. Federtanz legte den Kopf auf die Vorderpfoten und schloss die Augen. "Federtanz!" Verschlafen schlug die weiße Kätzin die Augen auf und musste verwirrt feststellen, dass sie nicht mehr im Kriegerbau lag. Sie befand sich auf einer üppigen Wiese, neben der ein ruhiger Bach dahinfloss. Verwirrt blickte sie sich nach der Katze um, die sie gerufen hatte. Ihr Blick fiel auf eine Schildpattkätzin mit hübsch geflecktem Fell, die auf dem Kieselstreifen, der sich am Bachufer entlang zog, saß und den Schwanz elegant um die Vorderpfoten geschlungen hatte. Federtanz schnappte nach Luft, als sie sie erkannte. "Fleckenstern!" Fleckenstern war einst Anführerin des BachClans gewesen, doch sie hatte ihr letztes Leben im Kampf verloren, als Federtanz noch ein Junges gewesen war. Fleckenstern erhob sich auf die Pfoten und tappte einige Schritte auf Federtanz zu. "Sei gegrüßt, junge Kriegerin", miaute die hübsch gescheckte Kätzin, "Ich bin gekommen, um dir eine Botschaft vom SternenClan zu überbringen." Federtanz riss die Augen auf. "Eine Botschaft vom SternenClan? Für mich?" Fleckenstern nickte mit warm funkelnden Augen. "Bist du bereit?" Federtanz nickte eifrig. "Wolken breiten sich aus und werden sich vor die Sonne schieben. Sechs Katzen müssen sich der Dunkelheit stellen und die Schlacht ihres Lebens kämpfen. Und wenn sie versagen, sind alle Katzen dieses Waldes verloren." Federtanz war wie erstarrt vor Schreck, ihre Aufregung war zu eiskalter Angst geworden. Fleckenstern beugte sich vor und legte ihr beruhigend die Schnauze auf den Kopf. "Noch gibt es Hoffnung für die Katzen dieses Waldes. Die sechs auserwählten Katzen werden bei Krallenmond an der Silbernen Weide aufeinandertreffen. Das Schicksal aller Clans liegt in ihren Pfoten." Federtanz zitterte am ganzen Körper. "Aber was habe ich damit zu tun?" Fleckenstern blickte ihr tief in die Augen. "Du bist eine dieser sechs Katzen."

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    7. KAPITEL Eis schlug die Augen auf und setzte sich abrupt auf, als ihr ein kalter Wind das Fell zerzauste und erst, als sie sich umblickte, begriff s
    7. KAPITEL

    Eis schlug die Augen auf und setzte sich abrupt auf, als ihr ein kalter Wind das Fell zerzauste und erst, als sie sich umblickte, begriff sie, dass sie nicht mehr in der Höhle des Stammes war, wo sie am Abend eingeschlafen war. Sie stand auf dem höchsten der Berggipfel, ringsum zeichneten sich weitere Gipfel vor dem strahlend blauen Himmel ab. Eis war noch nie auf diesem Gipfel gewesen und so staunte sie über diesen atemberaubenden Ausblick. Die drehte den Kopf und betrachtete die Berggipfel. Ihr Blick fiel auf einen grünen Streifen in der Ferne weit unter ihr. Ein Wald! Sie erinnerte sich an Geschichten, die ihr die Ehemaligen erzählt hatten, als sie noch ein Junges gewesen war. Damals hatte sie ihnen aufmerksam gelauscht, doch sie hatte nicht geglaubt, dass es Wälder wirklich gab. Hier oben in den Bergen wuchsen gelegentlich karge Bäume, doch in den Wäldern, so hatten es die Ehemaligen jedenfalls erzählt, stand ein stämmiger, grüner Baum neben dem anderen. Eis konnte ihren Blick nicht von dem grünen Streifen in der Ferne losreißen. "Der Wald ist schön, nicht wahr?" Eis fuhr herum und sah sich einem großen, dunkelgrau getigertem Kater gegenüber. Zuerst erkannte sie ihn nicht, doch dann durchzuckte sein Name ihre Gedanken wie ein Blitz. "Stein, der Wasser teilt!" Stein war einst Anführer des Stammes gewesen, doch er war alt geworden und hatte sich schließlich dem Stamm der ewigen Jagd angeschlossen. Die grünen Augen des Katers blitzten belustigt auf. "Ich dachte schon, du könntest dich nicht mehr an mich erinnern, Eis, das auf Blatt taut." Eis starrte ihn an, ihr Erstaunen wich der Verwirrung. "Warum bin ich hier?" Stein deutete auf den Wald weit unter ihnen. "Dort unten leben auch Katzen, genau wie hier." Eis blinzelte verwirrt. "Aber warum erzählst du mir das?" "Diese Katzen dort unten sind in großer Gefahr. Im Wald wird sich eine dunkle Macht erheben und wenn es sechs auserwählten Katzen nicht gelingt, die Finsternis zu stoppen, sind diese Katzen für immer verloren." Eis blickte auf den Wald hinab. "Aber was hat das mit mir zu tun?" Stein deutete mit der Schwanzspitze auf den Wald hinab. "Fünf Waldkatzen sind auserwählt." Eis schüttelte verwirrt den Kopf. "Aber gerade hast du noch gesagt, es wären sechs. Wer ist die letzte auserwählte Katze?" Stein sah ihr tief in die Augen. "Du bist es." Eis starrte ihn ungläubig an. "Ich? Aber ich kenne diese Katzen doch gar nicht?" Stein sah sie mit einem geheimnisvollen Funkeln in den Augen an. "Du magst glauben, sie nicht zu kennen, doch die Prophezeiung verbindet euch." "Aber meine Heimat liegt hier in den Bergen! Soll ich das alles aufgeben, um fremden Katzen zu helfen?" Stein sah sie lange an. "Ohne dich sind diese Katzen verloren, doch ob du ihnen hilfst oder nicht liegt ganz allein bei dir."

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    8. KAPITEL "Versprichst du, das Gesetz der Krieger zu achten, deinen Clan zu schützen und ihn zu verteidigen, selbst wenn es dein Leben kostet?&
    8. KAPITEL

    "Versprichst du, das Gesetz der Krieger zu achten, deinen Clan zu schützen und ihn zu verteidigen, selbst wenn es dein Leben kostet?" Schwarzpfote blickte mit leuchtenden Augen zu ihrem Vater Mondstern auf. "Ich verspreche es." Es gelang ihr, mit fester Stimme zu antworten, obwohl sie vor Aufregung zitterte. Mondstern blickte auf sie hinab und einen Herzschlag lang glaubte Schwarzpfote, Stolz in seinen Augen schimmern zu sehen. "Dann gebe ich dir mit der Kraft des SternenClans deinen Kriegernamen. Schwarzpfote, von diesem Augenblick an sollst du Schwarzmond heißen. Der SternenClan ehrt deine Klugheit und deinen Mut und wir heißen dich als vollwertige Kriegerin des NachtClans willkommen." Ihr Vater berührte sie mit der Nase zwischen den Ohren und Schwarzmond leckte als Antwort seine Schulter, wie es die Tradition verlangte. Dann richtete sie sich stolz auf, sie war eine Kriegerin! "Schwarzmond! Schwarzmond!" Schwarzmond schloss die Augen und genoss die freundlichen Stimmen ihrer Clan-Gefährten, die ihren Kriegernamen riefen und sie somit willkommen hießen." "Es ist Zeit für dich, deine Nachtwache anzutreten." Mondsterns Stimme übertönte die Rufe der übrigen Katzen. Das Jaulen der NachtClan-Katzen verstummte, die Katzen tappten in ihre Baue, die Lichtung leerte sich, bis Schwarzmond alleine in der Mitte des Lagers saß. Sie hatte den Blick wachsam auf den Lagereingang gerichtet und die Ohren aufmerksam gespitzt. Der Mond zog über den Himmel, Mondhoch kam und ging. "Schwarzmond!" Sie drehte den Kopf und spähte in die Schatten des Lagers. Wer hatte sie gerufen? Eine weiße Kätzin löste sich von den Schatten und kam auf sie zu getrottet. Schwarzmond riss die Augen auf, als sie sie erkannte. "Lichtstern!" Schwarzmond erstarrte. Sie hatte den überraschten Ausruf nicht mehr zurückhalten können, sie hatte das heilige Schweigen gebrochen, das jede Clan-Katze in ihrer ersten Nacht als Krieger wahren musste. "Ist schon gut", miaute Lichtstern freundlich, "Ich erlaube dir zu sprechen." Schwarzmond warf einen hektischen Blick durch das Lager. Hatte sie jemand gehört?" "Keine Sorge", miaute Lichtstern, die offenbar erraten hatte, was Schwarzmond dachte, "Niemand kann uns hören." Schwarzmond konnte ihre Neugier nicht länger zurückhalten. "Bekommen alle Krieger in ihrer ersten Nacht Besuch vom SternenClan?" Lichtstern schüttelte den Kopf. "Nein, junge Kriegerin, es gibt einen Grund, warum ich zu dir gekommen bin." Die ehemalige NachtClan-Anführerin setzte sich. "Der SternenClan hat eine Prophezeiung erhalten: Wolken breiten sich aus und werden sich vor die Sonne schieben. Sechs Katzen müssen sich der Dunkelheit stellen und die Schlacht ihres Lebens kämpfen. Und wenn sie versagen, sind alle Katzen dieses Waldes verloren." Lichtstern sah ihr in die Augen. "Du bist eine dieser Katzen." Schwarzmond spitzte aufgeregt die Ohren. "Ich?" Lichtstern nickte. "Du wirst die anderen fünf Katzen bei Krallenmond an der Silbernen Weide treffen." Lichtstern drehte sich um und tappte davon. Bevor die Schatten ihr weißes Fell vollends verschluckt hatten, warf sie noch einen Blick zurück. "Das Schicksal aller Clans liegt in deinen Pfoten."

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    9. KAPITEL Säuselnder Sturm lag in ihrem Nest unter dem Holunderbusch und starrte durch die Zweige. Zwei Tage waren vergangen, seit sie sich mit ihre
    9. KAPITEL

    Säuselnder Sturm lag in ihrem Nest unter dem Holunderbusch und starrte durch die Zweige. Zwei Tage waren vergangen, seit sie sich mit ihrem Bruder gestritten hatte und in diesen zwei Tagen hatte sie nicht einen Herzschlag lang geschlafen. Die Auseinandersetzung mit Dämmernder Morgen hatte sie sogar noch mehr mitgenommen als die Prophezeiung. Sie hatte sich zuvor noch nie mit ihrem Bruder gestritten. Diese schreckliche Weissagung hatte alles zerstört. Dämmernder Morgen und sie hatten einander immer zur Seite gestanden, hatten sich alles anvertraut. Diese Prophezeiung konnte ihnen doch nicht all das genommen haben. Nein, es war nicht die Prophezeiung, die diesen Streit herauf beschworen hatte, das war sie ganz alleine gewesen, weil sie nicht über ihre Sorgen reden wollte. Säuselnder Sturm erhob sich aus ihrem Nest und schlüpfte aus dem Schutz des Busches. Die kühle Nachtluft strich ihr durch den Pelz und beruhigte sie. Säuselnder Sturm tappte zu einem Dornengestrüpp, schob mit einer Vorderpfote die Ranken beiseite und steckte den Kopf in die Öffnung. Im Dämmerlicht erkannte sie Dämmernder Morgen, der neben seiner Gefährtin Schimmernder Tau lag und friedlich schlief. "Dämmernder Morgen!", zischte Säuselnder Sturm, streckte eine Pfote vor und berührte damit die Schwanzspitze ihres Bruders. Der goldbraune Kater hob den Kopf, seine Augen leuchteten in der Dunkelheit. "Säuselnder Sturm? Was ist los?" "Ich muss mit dir reden." Ihr Bruder sah sie einige Herzschläge lang verwirrt an, doch dann erhob er sich vorsichtig, um seine schlafende Gefährtin nicht zu wecken, und schlüpfte aus dem Bau. "Also, was gibt es?" Säuselnder Sturm ließ ihren Blick über das Lager schweifen, um sicherzugehen, dass sie niemand belauschte. "Du hattest recht, etwas bedrückt mich." Dämmernder Morgens Blick wurde sanft. "Du kannst mit mir über alles reden", miaute er. Säuselnder Sturm holte tief Luft. "Vor einigen Tagen war ich auf der Wiese, auf dem Felsen, auf dem wir als Weichpfoten immer gespielt haben. Und plötzlich habe ich eine Stimme gehört, aber da war keine Katze, die gesprochen hat. Es war, als hätte der Wind mit mir gesprochen." Säuselnder Sturm senkten beschämt den Kopf. "Das klingt lächerlich, nicht wahr?" Dämmernder Morgen schüttelte den Kopf. "Nein, wenn du sagst, dass du eine Stimme gehört hast, dann glaube ich dir das." Seine Ohren zuckten neugierig. "Was hat sie gesagt?" Säuselnder Sturm schloss die Augen, die unheilvollen Worte klangen in ihrem Kopf nach. "Sie hat mich davor gewarnt, dass sich Wolken vor die Sonne schieben und sich Dunkelheit ausbreitet. Sie hat gesagt, dass sechs Katzen die Gegenwart verlassen würden, um die Zukunft zu retten und die Schlacht ihres Lebens zu kämpfen. Und wenn sie diese Schlacht verlieren, sind alle Katzen, die in diesem Wald leben, verloren." Dämmernder Morgen sah sie lange an, bevor er miaute: "Dann gibt es nur eines, das wir tun können. Wir müssen diesen Wald verlassen." Säuselnder Sturm starrte ihren Bruder entsetzt an. "Aber das ist unsere Heimat! Wir können diesen Wald doch nicht einfach verlassen!" Dämmernder Morgen sah ihr in die Augen. "Schimmernder Tau trägt meine Jungen im Bauch. Ich werde nicht zulassen, dass ihr etwas geschieht." Kalte Entschlossenheit lag in den Augen ihres Bruders. Säuselnder Sturm hatte Mitleid mit ihm. "Unsere Kolonie lebt hier schon seit Generationen, wir können hier nicht einfach weggehen." Dämmernder Morgen seufzte. "Ich weiß, aber ich habe Angst." "Das verstehe ich, aber lass uns nichts tun, das wir vielleicht irgendwann bereuen werden." Dämmernder Morgen senkte den Kopf. "Du hast recht." Säuselnder Sturm gähnte. "Wir sollten zurück in unsere Baue gehen", miaute sie. Dämmernder Morgen nickte und tappte über die Lichtung davon. Säuselnder Sturm blickte ihm mit müden Augen nach. Mussten sie wirklich ihre Heimat verlassen, um dem prophezeiten Unheil zu entkommen?

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    10. KAPITEL Shadow schnurrte zufrieden, als der Streuner zwischen ihren Zähnen erschlaffte. Sie ließ den leblosen Körper auf die Wiese fallen und b
    10. KAPITEL

    Shadow schnurrte zufrieden, als der Streuner zwischen ihren Zähnen erschlaffte. Sie ließ den leblosen Körper auf die Wiese fallen und betrachtete ihn. Schon seit fast einem Mond hatte sie keine Katze mehr getötet und erst jetzt, wo sie dieses Gefühl der Stärke verspürte, wurde ihr klar, wie sehr ihr das gefehlt hatte. Shadow blickte auf den Leichnam des Streuners hinab. Irgendwann, das hatte sie sich geschworen, würde ihr Vater Mondstern so zu ihren Pfoten liegen. Ihr Fell kribbelte vor Sehnsucht, wenn sie nur daran dachte, ihm die Zähne in die Kehle zu bohren, sein heißes, klebriges Blut zu schmecken und ihm erbarmungslos in die flehenden Augen zu starren. Und dann würde ihm leidtun, dass er sie verstoßen hatte. Shadow hasste diesen Kater so sehr, mehr noch als ihre Mutter Meerestraum. Meerestraum war Heilerin des BachClans. Sie hatte sie nicht behalten können, weil das Gesetz der Heiler-Katzen ihr vorschrieb, dass sie weder einen Gefährten noch Junge haben durfte. Und dieses Gesetz war ihr wichtiger gewesen als ihre Tochter und so hatte sie sie Mondstern übergeben. Doch Mondstern wollte sie nicht, weil er meinte, sein Stolz als Anführer würde dadurch zerstört werden und so hatte er sie als Junges mitten in der Nacht in den Wald getragen und dort ausgesetzt. An jenem Tag hatte sie sich geschworen, ihn dafür bezahlen zu lassen. Shadow stieß den toten Streuner mit einer Vorderpfote von sich. Es war alleine Mondsterns Schuld, dass diese Katze hatte sterben müssen, es war seine Schuld, dass alle Katzen sterben mussten, die sie bis jetzt getötet hatte, denn wenn er nicht gewesen wäre, wäre sie jetzt eine Kriegerin. Schnell schob sie diesen Gedanken beiseite. Sie wollte keine Kriegerin sein, denn die Krieger mussten sich an die Gesetze der Clans halten und diese Gesetze machten sie schwach. Und eine schwache Katze war eine tote Katze.

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    11. KAPITEL Blitzschlag schlug blinzelnd die Augen auf und miaute überrascht um, als ihr die helle Blattfrischesonne, die hoch am Himmel stand, ins G
    11. KAPITEL

    Blitzschlag schlug blinzelnd die Augen auf und miaute überrascht um, als ihr die helle Blattfrischesonne, die hoch am Himmel stand, ins Gesicht schien. Blitzschlag setzte sich auf und blickte sich um. So weit sie sehen konnte, erstreckten sich sanfte Hügel und üppig grüne Wiesen. Blitzschlag blinzelte verwirrt. Sie war nicht im SturmClan-Territorium. "Sei gegrüßt, Blitzschlag." Erschrocken wirbelte die goldbraune Kätzin herum und sah sich einem großen, hellgrauen Kater gegenüber, der einige Schwanzlängen entfernt saß und Blitzschlag mit freundlich funkelnden Augen entgegenblickte. Blitzschlag schnappte nach Luft, als sie den Kater erkannte. "Windstern!" Windstern war vor Federstern Anführer des SturmClans gewesen und hatte erst vor wenigen Monden sein letztes Leben verloren. Windstern musterte sie. "Ich sehe, dass du überrascht bist, mich zu sehen", miaute er mit ruhiger Stimme, "Aber für gewöhnlich bekommen Krieger auch keinen Besuch vom SternenClan." Blitzschlag riss die Augen auf. Erst jetzt begriff sie, dass Windstern vom SternenClan zu ihr gekommen war. "Aber warum bist du dann zu mir gekommen?" Verwirrt schüttelte sie den Kopf. Windstern schlang seinen langen Schweif um die Vorderpfoten. "Der SternenClan hat eine Botschaft erhalten", miaute er. Blitzschlag sah den grauen Kater an, ihr Herz pochte vor Aufregung. Würde der SternenClan diese Botschaft wirklich mit ihr teilen? Windstern sah sie mit wachsamen Augen an. "Bist du bereit?" Ohne zu zögern, nickte sie. "Wolken breiten sich aus und werden sich vor die Sonne schieben. Sechs Katzen müssen sich der Dunkelheit stellen und die Schlacht ihres Lebens kämpfen. Und wenn sie versagen, sind alle Katzen dieses Waldes verloren." Blitzschlag starrte ihn entsetzt an, ihre Aufregung war kalter Angst gewichen. "Was hat das zu bedeuten?" Windstern schüttelte seufzend den Kopf. "Das weiß nicht einmal der SternenClan. Aber was immer geschieht, die sechs Katzen sind die Hoffnung aller Katzen dieses Waldes. Und du bist auserwählt, um eine dieser Sechs zu sein." Blitzschlag konnte ihren Blick nicht von dem SternenClan-Kater abwenden. "Und woher weiß ich, wer die anderen fünf Katzen sind?" "Du wirst sie bei Krallenmond an der Silbernen Weide treffen", antwortete er, "Zusammen werdet ihr die Clans retten oder der Grund für ihren Untergang sein."

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    12. KAPITEL Säuselnder Sturm stand am Rand des Lagers und beobachtete Dämmernder Morgen, der in der Mitte der Lichtung bei der Beutemulde stand und
    12. KAPITEL

    Säuselnder Sturm stand am Rand des Lagers und beobachtete Dämmernder Morgen, der in der Mitte der Lichtung bei der Beutemulde stand und ein Stück Frischbeute für Schimmernder Tau auswählte. Säuselnder Sturm tappte auf ihn zu. Sie hatte schon vor einigen Tagen erneut mit ihm über die Prophezeiung sprechen wollen, doch dann hatte Schimmernder Tau seine Jungen, Funkelnder Stern und Plätschernder Regen, zur Welt gebracht uns seither war Dämmernder Morgen nicht von der Seite seiner Gefährtin gewichen. Dämmernder Morgen hatte gerade eine Wühlmaus ausgewählt, als Säuselnder Sturm bei ihm ankam. "Hallo", begrüßte sie ihn, "Wie geht es den Jungen." Dämmernder Morgen wandte ihr seinen Blick zu. "Ihnen geht es gut, sie sind so lebhaft und neugierig!" Seine Stimme bebte vor Begeisterung. Säuselnder Sturm schnurrte. "Das freut mich." Sie schwieg kurz, dann fuhr sie fort: "Hast du vielleicht kurz Zeit, um mit mir zu sprechen?" Die Augen ihres Bruders verdunkelten sich. "Es geht um die Weissagung, nicht wahr?" Sie nickte. Dämmernder Morgen seufzte. "Was immer geschehen wird, ich kann den Wald nicht verlassen. Meine Jungen sind so klein. Eine Reise, von der wir nicht einmal wissen, wohin sie gehen soll, würden sie nicht überleben und ohne sie gehe ich nicht." Säuselnder Sturm reckte sich vor und berührte seine Nase mit der ihren. "Das ist die richtige Entscheidung." Dämmernder Morgen beugte sich hinab und hob die Wühlmaus auf. "Ich muss zurück zu Schimmernder Tau und den Jungen." Er wandte sich ab und tappte davon. Säuselnder Sturm blickte ihm nach. Sie trottete über die Lichtung, als ein kühler Regen einsetzte. Säuselnder Sturm kroch in ihren Bau, um den kalten Tropfen zu entkommen. Sie spähte zwischen den Zweigen ihres Baus hindurch, die Lichtung lag verlassen da, alle Katzen waren in ihre Baue geflüchtet. Ein gleißend heller Blitz zuckte über den Himmel, Donner krachte über dem Wald. Doch als der Lärm des Donners erstarb, konnte sie neben dem Prasseln des Regens noch etwas anderes hören, die trommelnden Pfotenschritte einer Katze. Säuselnder Sturm erhaschte einen Blick auf Tanzender Wind, der mit weit aufgerissenen Augen in der Mitte der Lichtung stand. "Feuer!", kreischte der hellbraune Kater, "Der Wald brennt!"

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    13. KAPITEL "Sturmflügel!" Verschlafen schlug Sturmflügel die Augen auf. War die Sonne etwa schon aufgegangen? Sie blinzelte sich den Schl
    13. KAPITEL

    "Sturmflügel!" Verschlafen schlug Sturmflügel die Augen auf. War die Sonne etwa schon aufgegangen? Sie blinzelte sich den Schlaf aus den Augen und erst da begriff sie, dass sie nicht mehr in ihrem Nest im Kriegerbau lag. Verwirrt setzte sie sich auf und blickte sich um. Die Bäume, die sich um sie herum erhoben, waren ihr fremd, sie kannten diesen Wald nicht. Wo war sie? "Hab keine Angst, junge Kriegerin!" Sturmflügel sprang herum, einige Schwanzlängen entfernt saß eine hellrot getigerte Kätzin und blickte ihr freundlich entgegen. Sturmflügel schnappte nach Luft und riss die Augen auf, als sie sie erkannte: Es war Dämmerstern, die vor Silberstern Anführerin des HimmelClans gewesen war. Dämmerstern erhob sich und tappte zu einer stämmigen Eiche. "Folge mir", forderte sie Sturmflügel auf. Sturmflügel trottete unsicher zu dem Baumstamm und spähte den Stamm empor. "Vertraue mir", miaute Dämmerstern, zog die Hinterbeine an, sprang und bohrte ihre Krallen in die Rinde. "Du bist doch eine HimmelClan-Katze, oder?", rief sie vom ersten Ast herab, "Du bist mit den Bäumen im Herzen geboren." Sturmflügel blinzelte. Dämmerstern hatte recht, sie war eine HimmelClan-Katze. Warum also sollte sie ihr nicht hinauf in die Äste folgen? Geschickt kletterte sie hinter Dämmerstern her. Die hellrote Kätzin hangelte sich immer höher den Stamm hinauf, Sturmflügel kletterte ihr nach, allmählich wurden die Äste unter ihr dünner. Endlich blieb Dämmerstern stehen. Als Sturmflügel emporblickte, erkannte sie, dass nur noch wenige kleine Zweige zwischen ihr und der Baumkrone lagen. Dämmerstern setzte sich auf den schwankenden Ast. "Ich bin vom SternenClan zu dir gekommen", erklärte sie, "Um dir etwas Wichtiges zu sagen." Sturmflügel blickte sich verwirrt um. "Also ist das das SternenClan-Territorium. Die ehemalige Anführerin schüttelte den Kopf. "Nein, wir sind im Wald hinter der Grenze des HimmelClans." "Aber warum sind wir hier oben? Du hättest doch auch auf dem Waldboden mit mir sprechen können." "Wir sind HimmelClan-Katzen, wir sind nicht an den Boden gebunden. War es nicht genau das, das du deinem Schüler erst vor wenigen Tagen erklärt hast?" Sturmflügel schwieg. Dämmerstern sah sie kurz an, dann hob sie eine Pfoten und schob die Blätter, die sie und Sturmflügel einhüllten, beiseite. Sturmflügel spähte durch die Lücke und hielt vor Staunen die Luft an. Von hier oben konnte sie alle fünf Clan-Territorien sehen, die Wälder, die Wiesen, den Fluss ... "Die Welt der Clans ist wunderschön, nicht war?" Sturmflügel nickte, ihr Staunen war so groß, dass sie kein einziges Wort herausbrachte. Dämmerstern ließ die Zweige los, sodass die Blätter wieder zusammenschlugen und die Welt dahinter verbargen. "Aber sie ist in Gefahr." Sturmflügel starrte die Kätzin entsetzt an. "Wolken breiten sich aus und werden sich vor die Sonne schieben. Sechs Katzen müssen sich der Dunkelheit stellen und die Schlacht ihres Lebens kämpfen. Und wenn sie versagen, sind alle Katzen dieses Waldes verloren." Sturmflügel wich zurück und hätte beinahe das Gleichgewicht verloren. Im letzten Moment besann sie sich und kauerte sich zitternd auf den schwankenden Ast. Dämmerstern sah sie mit klaren Augen an. "Du bist auserwählt, eine dieser sechs Katzen zu sein. Du wirst die anderen bei Krallenmond an der Silbernen Weide treffen." Dämmersterns Gestalt begann zu verschwimmen. Bevor sie sich vollends auflöste, konnte Sturmflügel noch ihre Stimme hören: "Du bist die Hoffnung aller Clans."

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    14. KAPITEL Mit vor Angst heftig pochendem Herzen rannte Plätschernder Bach auf die Lichtung. Von allen Seiten strömten Katzen aus ihren Bauen. Nebe
    14. KAPITEL

    Mit vor Angst heftig pochendem Herzen rannte Plätschernder Bach auf die Lichtung. Von allen Seiten strömten Katzen aus ihren Bauen. Neben dem panischen Maunzen der Katzen konnte sie noch etwas hören: das Knistern von Flammen. Plätschernder Bach prüfte die Luft, um herauszufinden, aus welcher Richtung das Feuer kam, doch die Luft kratzte seltsam in ihrer Kehle und brachte sie zum Husten. Plätschernder Bach rang nach Luft, doch ihr stieg immer mehr Rauch in die Lungen. Sie musste weg von hier. Würgend rannte sie auf den Lagerausgang zu und prallte dabei Dämmernder Morgen, der eines seiner Jungen trug, zusammen. Plätschernder Bach verlor das Gleichgewicht und stürzte. Dämmernder Morgen fauchte sie an, dann rannte er weiter, Schimmernder Tau folgte ihm. Plätschernder Bach rappelte sich auf, ihre Kehle schmerzte von dem Qualm. Verschwommene Gestalten husckten an ihr vorbei auf den Lagerausgang zu. Plätschernder Bach taumelte ihnen hinterher. Sie schlüpfte als eine der letzten Katzen durch die Zweige des Lagerwalls und tauchte in den Wald ein. Hinter ihr ertönte ein ohrenbetäubenden Krachen, doch sie wagte nicht, zurückzublicken. Sie rannte blindlinkt hinter den anderen Katzen her, Dornenranken zerrten an ihrem Pelz und rissen ihr Fellbüschel aus, immer wieder stolperte sie über Äste, die plötzlich vor ihr auf dem Boden auftauchten. Dann verschwanden die Bäume und sie rannte über die Wiese, sie war ein Teil der Flut, der Flut aus Katzen, die aus dem Wald strömte. Vor sich konnte Plätschernder Bach das Rauschen des Flusses hören, sie vernahm das Geräusch von Krallen, die über Stein schabten und wusste, dass die ersten Katzen die Trittsteine überquerten. Plätschernder Bach warf einen Blick zurück auf den Wald. Zwischen den Bäumen konnte sie die grellen Flammen lodern sehen, wenn sie die Ohren spitzte, konnte sie ihr Knistern noch immer hören. Unruhig von einer Pfote auf die andere tretend wartete sich, bis sie endlich an der Reihe war, den Fluss zu überqueren. Sie sprang auf den ersten Stein und zuckte zusammen, als dessen Kälte durch ihre Ballen drang. Aber die eisige Kälte der Steine war ihr lieber als die stechende Hitze des Feuers und so sprang sie weiter. Als sie dann am anderen Ufer ankam, tappte sie über den Kiesstreifen und ließ sich erschöpft im hohen Gras nieder. Sie beobachtete, wie die letzten Katzen den Fluss überquerte. In der Ferne hatten das Feuer den Waldrand erreicht und sprühte heiße Funken auf die aufglimmenden Grashalme. Doch die Flammen konnten ihr nun nichts mehr anhaben, sie war in Sicherheit. Auf der Suche nach Fallende Feder ließ Plätschernder Bach ihren Blick über die Katzen schweifen, die sich am Flussufer niedergelassen hatten, doch sie konnte das weiße Fell ihrer Schwester nirgendwo entdecken. Erst jetzt wurde ihr klar, dass sie Fellende Feder während der Flucht vor dem Feuer nicht ein einziges Mal gesehen hatte. Mit klopfendem Herzen prüfte sie die Luft, doch von dem Geruch ihrer Schwester war keine Spur. Mit zitternden Pfoten sprang Plätschernder Bach auf. "Fallende Feder!", jaulte sie, "Fallende Feder, wo bist du?

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    15. KAPITEL Eis, das auf Blatt taut folgte Sonne, die Stein erwärmt über den Bergrücken. Ihre Mutter hatte vorgeschlagen, einen Spaziergang zu unte
    15. KAPITEL

    Eis, das auf Blatt taut folgte Sonne, die Stein erwärmt über den Bergrücken. Ihre Mutter hatte vorgeschlagen, einen Spaziergang zu unternehmen und Eis hatte bereitwillig zugestimmt. Seit sie von Stein, der Wasser teilt die düstere Prophezeiung erhalten hatte, kreisten ihre Gedanken um den Wald und sie hatte gehofft, sich ablenken zu können. Und tatsächlich konnte sie Steins Worte verdrängen. Es war, als würde der kühle Wind, der ihr Fell zauste auch ihre grübelnden Gedanken davonwehen. Genüsslich schloss Eis die Augen. Schon seit tagen hatte sie sich nicht mehr so frei gefühlt. "Lauf!" Das Kreischen ihrer Mutter riss sie aus ihrer stillen Freude. Entsetzt riss sie die Augen auf und blickte sich um. Ein Schatten fiel auf sie und da erst bemerkte Eis den Adler, der über ihr kreiste und darauf wartete, zuzuschlagen. Panisch taumelte Eis zurück, hektisch blickte sie sich nach einer Deckung um, doch es war zu spät. Der Adler schoss herab, grub seine scharfen Krallen in ihre Schultern und hob sie hoch. Vor Schmerz und Angst kreischte sie auf und versuchte vergeblich, sich aus den Adlerklauen zu befreien. "Lass meine Tochter in Ruhe!" Sonne kam hinter einem Felsen hervorgeschossen, sprang hoch und grub ihre Krallen in eine der riesigen Adlerschwingen. Der Vogel kreischte auf, Eis fühlte, wie er seinen Griff lockerte. Sie strampelte, doch der Adler wollte sie nicht loslassen. Sie hing wie Beute zwischen seinen Krallen, denn sie war Beute. Sonne hieb wild auf den Flügel des Tiers ein, Federn flatterten durch die Luft und segelten langsam zu Boden. Dann plötzlich ließ der Adler los. Eis schlug auf dem Boden auf, sie war unfähig, sich zu bewegen. Ihr gesamter Körper pochte vor Schmerz, vor ihren Augen färbte sich die Welt schwarz. Das entsetzte Kreischen ihrer Mutter drang an ihre Ohren, dann das Schlagen der Adlerschwingen. Eis wusste, was geschehen war: Der Adler hatte ihre Mutter mitgenommen. Eis lag auf dem kalten Felsen, alle Kraft war aus ihrem Körper gewichen. Wäre der Adler jetzt zurückgekommen, hätte er sie ohne Schwierigkeiten mitnehmen können, doch er kam nicht zurück. Er flog fort, mit Sonnes leblosem Körper zwischen seinen Klauen. Erst jetzt wurde ihr bewusst, wie grausam das Leben in den Bergen war, hier gab es keine Sicherheit, keine Wärme. Warum lebte der Stamm nur an einem so trostlosen Ort, an dem Jäger zu Beute wurden. Eis hatte gerade mitansehen müssen, wie ihre Mutter getötet wurde. Niemals wieder wollte sie zusehen müssen, wie eine Katze so ein Schicksal erleiden musste. Die Berge waren keine Heimat für sie. Eis rappelte sich auf, obwohl jeder einzelne Muskel ihres Körpers protestierte. Sie konnte nicht in den Bergen bleiben, nicht, wenn sie jeden Tag um ihr Leben und das anderer Katzen bangen musste, Sie würde fortgehen, in den Wald, wo man sie brauchte.

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    16. KAPITEL Plätschernder Bach rannte zum Flussufer. Sie musste Fallende Feder finden und ihr helfen, falls sie in Gefahr war. Sie hatte die Trittste
    16. KAPITEL

    Plätschernder Bach rannte zum Flussufer. Sie musste Fallende Feder finden und ihr helfen, falls sie in Gefahr war. Sie hatte die Trittsteine fast erreicht, als Tanzender Wind ihr in den Weg sprang. Plätschernder Bach blieb stehen und knurrte ihn an. "Verschwinde!", fauchte sie. Tanzender Wind sah ihr in die Augen. "Tu das nicht", miaute er eindringlich, "Es ist viel zu gefährlich." Wut ballte sich in Plätschernder Bachs Bauch zusammen. "Du verstehst das nicht!", knurrte sie aus tiefster Kehle, "Fallende Feder braucht mich!" Tanzender Wind sah sie lange an. "Ich verstehe dich besser, als du denkst", miaute er dann ruhig. Plötzlich legte sich ein Schatten über die graublauen Augen des Katers. "Tauendes Eis ist ebenfalls verschwunden." Plätschernder Bach sah ihn an, ihre Wut wandelte sich in Mitleid. "Dann komm mit mir, zusammen suchen wir die beiden." Tanzender Wind schüttelte den Kopf. Sosehr ich Tauendes Eis auch liebe, ich bleibe hier, weil ich weiß, dass sie nicht wollen würde, dass ich mich in Gefahr begeben und dabei womöglich mein Leben verliere. Und Fallende Feder würde das auch nicht wollen." Plätschernder Bach wusste, dass er recht hatte und so seufzte sie kläglich. "Säuselnder Sturm!" Dämmernder Morgens Stimme erklang ein Stück flussabwärts. Tanzender Wind sah Plätschernder Bach kurz an. "Komm mit", miaute er dann, "Wie es scheint, werden noch mehr Katzen vermisst." Plätschernder Bach folgte ihm das Flussufer entlang, bis sie die Stelle erreichten, an der sich die Katzengruppe niedergelassen hatte. Plätschernder Bach ließ ihren Blick über ihre Gefährten schweifen, und erkannte in jedem einzelnen Gesicht ihre eigenen Sorgen wieder. Tanzender Wind tappte zu Dämmernder Morgen. "Welche Katzen werden vermisst?", erkundigte er sich. "Fallendes Blatt, Schwarzer Mond, Schlagender Blitz und Säuselnder Sturm", antwortete der goldbraune Kater. "Fallende Feder und Tauendes Eis fehlen ebenfalls", erklärte Tanzender Wind. Auf seine Worte folgte Schweigen. Plätschernder Bachs Blick huschte über den Fluss und die Wiese hinweg zum Wald, wo der sanfte Regen mit den Flammen kämpfte. "Fallende Feder", sande sie die stummen Worte an ihre Schwester, "Wo immer du auch sein magst, bitte sei wohlauf."

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    17. KAPITEL Langsam taumelte Eis über das Steinsims. Ihre Schultern brannten dort, wo der Adler sie mit seinen Klauen gepackt hatte, sie fühlte, das
    17. KAPITEL

    Langsam taumelte Eis über das Steinsims. Ihre Schultern brannten dort, wo der Adler sie mit seinen Klauen gepackt hatte, sie fühlte, dass heißes Blut aus den Wunden sickerte. Als sie die Höhle erreichte, stand die Sonne schon tief. "Eis, was ist passiert?" "Du blutest ja!" "Wo ist Sonne?" Eis tappte weiter, ohne die entsetzten Rufe ihrer Stammesgefährten zu beachten. Sie musste zuerst mit ihrem Vater sprechen. Sie erblickte Wasser, das von Fels fällt im hinteren Teil der Höhle. Als ihr Vater sie sah, sprang er auf die Pfoten und rannte zu ihr. "Was ist denn mit dir passiert? Und wo ist Sonne?" "Komm mit", miaute Eis mit tonloser Stimme, "Ich muss mir dir reden." Wasser folgte ihr zu ihrer Schlafkuhle. Erschöpft ließ sich Eis auf die weichen Federn fallen. "Es ist etwas furchtbares passiert", flüsterte sie kraftlos, "Ein Adler hat Sonne mitgenommen." Die Augen ihres Vaters färbten sich dunkel vor Trauer, er wandte den Blick ab. Eis streckte die Nase vor und vergrub sie im Pelz ihres Vaters. "Er wollte mich mitnehmen", flüsterte sie, "Aber Sonne hat mir das Leben gerettet und dafür mit dem ihren bezahlt." Eis fühlte, wie Wasser, das von Fels fällt ihr sanft über ihre Wunden leckte. "Sonne war die mutigste und ehrenvollste Katze, die ich kannte. Sie hatte das Herz einer Bergkatze." Eis schloss die Augen. Ihre Mutter hatte die Berge geliebt, sie selbst aber konnte hier nicht glücklich werden, nicht mehr. "Ich muss es meinem Vater jetzt sagen, bevor ich anfange, an meiner Entscheidung zu zweifeln. Sie öffnete die Augen und holte tief Luft. "Ich werde die Berge verlassen." Wasser blickte ihr tief in die Augen. "Aber das ist deine Heimat." Bedauernd schüttelte Eis den Kopf. "Nicht mehr. Die Berge sind so erbarmungslos, jedes Mal, wenn ich die Höhle verlasse, muss ich um mein Leben fürchten." Wasser sah sie lange an. "Bist du dir sicher, dass du gehen willst?" Eis nickte. "Dann komme ich mit dir", miaute ihr Vater. Eis schüttelte den Kopf. "Ich weiß, dass du hier in den Bergen glücklich bist, glücklicher, als du an irgendeinem anderen Ort jemals sein wirst." Wasser wandte den Blick ab. "Dann begleite ich dich in der Morgendämmerung bis zur Grenze des Territoriums. Aber jetzt solltest du dich ausruhen."

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    18. KAPITEL Schwarzer Mond kauerte auf dem platt getretenen Gras. Das Feuer hatte einen Kreis um sie und die anderen Katzen, die im Lager gefangen war
    18. KAPITEL

    Schwarzer Mond kauerte auf dem platt getretenen Gras. Das Feuer hatte einen Kreis um sie und die anderen Katzen, die im Lager gefangen waren, gebildet. Die Hitze schlug ihr entgegen. Die fühlte die Angst, die von den anderen ausströmte und wusste, dass sie sich nicht weniger fürchteten als sie selbst. Schwarzer Mond wich zurück, als die Flammen das Gras vor ihren Pfoten versengten. "Wir müssen hier weg!" Das panische Maunzen kam von Tauendes Eis, die tief geduckt auf dem Gras kauerte. "Die Flammen sind zu hoch, als dass wir darüberspringen könnten", antwortete Fallendes Blatt. Auch in seiner Stimme lag Verzweiflung. "Es gibt nur eines, das wir tun können", miaute Schlagender Blitz, "Darauf warten, dass wir hier lebend verbrennen." Auf ihre Worte folgte Schweigen. Schwarzer Mond erhob sich und drehte sich zu den anderen um. "Vielleicht gibt es eine letzte Hoffnung." Alle Katzen hatten ihren Blick auf sie gerichtet. Schwarzer Mond warf einen Blick auf die Flammenwand, hinter der das Grün des Waldes schimmerte. "Wir könnten durch die Flammen rennen." Tauendes Eis blinzelte. "Das ist viel zu gefährlich. Dabei werden wir vermutlich alle sterben." "Wenn wir hierbleiben und warten, sterben wir auch", entgegnete Fallendes Blatt, "Ich bin dabei." "Ich mache auch mit", stimmte Schlagender Blitz zu. "Ich bin auch dafür", miaute Fallende Feder. Tauendes Eis blickte sich hektisch um. "Es ist unsere einzige Hoffnung, nicht wahr?" Schwarzer Mond nickte. "Dann bin ich auch dabei." Schwarzer Monds Blick fiel auf Säuselnder Sturm, die ein Stück abseits saß und in die Flammen starrte. In ihrem Blick lag etwas Geheimnisvolles, das Schwarzer Mond einen Schauer über den Rücken jagte. Was verbarg die Anführerin vor ihnen. Hinter Schwarzer Mond erklang ein Zischen. Sie drehte sich um und erkannte entsetzt, dass sich das Feuer langsam aber sicher auf sie zu bewegte. Jetzt war keine Zeit, um sich über Säuselnder Sturms Wissen den Kopf zu zerbrechen. "Säuselnder Sturm, stimmst du auch zu?" Die Anführerin zuckte zusammen, als hätte ihr jemand die Krallen über die Flanke gezogen. Sie starrte Schwarzer Mond verwirrt an, dann klarte sich ihr Blick. "Ja, das tue ich." Schwarzer Mond wandte sich den Flammen zu, die anderen taten es ihr gleich. Die Katzen stellten sich in einer Reihe auf, Schwarzer Mond fühlte Fallende Feders und Fallendes Blatts Pelze, die sich zu beiden Seiten an sie drückten. "Lauft!", heulte Schwarzer Mond, sprang los und stürzte sich in die Flammen. Sie fühlte, wie das Feuer gierig nach ihrem Fell griff, wie die Hitze ihr in Mund und Nase drang. Plötzlich löste sich der Boden unter ihren Pfoten auf, das Licht des Feuers verschwand, um sie herum waberte Dunkelheit.

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    19. KAPITEL Blattfall kauerte im Unterholz und spähte mit klopfendem Herzen auf die Lichtung, in deren Mitte die Silberne Weide aufragte. Plötzlich
    19. KAPITEL

    Blattfall kauerte im Unterholz und spähte mit klopfendem Herzen auf die Lichtung, in deren Mitte die Silberne Weide aufragte. Plötzlich erzitterte das Gestrüpp auf der anderen Seite der Lichtung und eine Katze trat auf die Grasfläche. Ihr schwarzer Pelz war im trüben Licht des Krallenmondes nicht mehr als ein Schatten. Mit zuckender Nase prüfte Blattfall die Luft. Der Geruch des NachtClans schlug ihr entgegen. Sie überlegte, ob sie sich zeigen sollte, doch dann beschloss die, noch eine Weile zu warten. Wie konnte sie sich sicher sein, dass diese NachtClan-Katze ein Teil der Prophezeiung war? Die schwarze Katze setzte sich am Fuß der Silbernen Weide, schlag den Schweif um die Pfoten und blickte sich prüfend um. Blattfall duckte sich tiefer in die Schatten. Das Brechen eines Zweiges unter einer Katzenpfote lenkte ihre Aufmerksamkeit auf sich. Blattfall spähte zwischen den Zweigen hindurch. Eine weitere Katze, deren schneeweißes Fell im Mondlicht funkelte, sprang leichtpfotig auf die Lichtung. Blattfall erkannte die junge BachClan-Kriegerin Federtanz. "Hallo, Schwarzpfote!" Schwarzpfote ... Blattfall erinnerte sich nur vage an die NachtClan-Schülerin, die sie erst einmal auf einer Großen Versammlung gesehen hatte. Schwarzpfotes Brust schwellte sich vor Stolz. "Ich heiße jetzt Schwarzmond." "Glückwunsch!" Federtanz sprang zu ihr und setzte sich neben sie. "Wir sind zu zweit, das bedeutet, vier Katzen fehlen noch." "Drei." Während sie das sagte, schlüpfte Blattfall aus ihrem Versteck. Die beiden Kätzinnen wandten sich ihr zu. "Hallo, Blattfall", miauten die beiden gleichzeitig. Blattfall schnurrte belustigt. "Hallo, und Gratulation zu deinem Kriegernamen, Schwarzmond." Die schwarze Kätzin riss die Augen auf. "Woher weißt du davon? Hast du uns belauscht?" Blattfall schüttelte den Kopf. "Ich habe nur gewartet, weil ich mir anfangs nicht sicher war, ob ihr auch zu den sechs Katzen gehört." Federtanz' Augen blitzten. "Das hätte ich vielleicht auch tun sollen", miaute sie. Blattfall warf ihr einen warmen Blick zu und setzte sich dann neben sie. Es dauerte eine Weile, bis es erneut im Gebüsch raschelte. Diesmal treten gleich zwei Katzen auf die Lichtung. Blattfall erkannte die SturmClan-Kriegerin Blitzschlag und Sturmflügel vom HimmelClan. "Hallo", begrüßte Federtanz die beiden. "Sind wir zu spät?", keuchte Blitzschlag. "Bis jetzt ist noch nichts geschehen", miaute Blattfall, die festgestellt hatte, dass sie die erfahrenste und älteste der auserwählten Katzen war. "Der SternenClan hat also von jedem Clan eine Katze erwählt", stellte Schwarzmond fest, "Aber wer ist dann die sechste Katze?" Federtanz blinzelte. "Vielleicht ein Einzelläufer?" Plötzlich erklang ein Rascheln in den Zweigen der Silbernen Weide. Blattfall blickte zu die stämmigen Ästen empor, wo eine dunkelgraue Katzenpfote die Blätter beiseiteschob. Blattfall betrachtete den dunkelgrau getigerten Kater, der in die Mitte der am Boden versammelten Katzen spran. Durch sein Fell konnte Blattfall den in Dunkelheit getauchten Wald sehen, doch dieser Geisterkater war keine SternenClan-Katze. Seine Hinterläufe waren kräftiger als die einer HimmelClan-Katze, sein Körper magerer als der einer SturmClan-Katze, sein Gesicht war kantiger als das jeder Waldkatze, die sie bis jetzt gesehen hatte. "Wer bist du?", fragte Blattfall ihn, "Woher kommst du?" Der Kater sah sie kurz an. "Ihr findet die sechste Katze an dem Ort, der dem Himmel am nächsten ist", miaute er, als hätte er Blattfalls Fragen nicht gehört. Dann drehte er sich um und verschwand. Ratlos blickte Blattfall die anderen Katzen an. "Wisst ihr, was das bedeutet?" Alle schüttelten den Kopf. Federtanz trat vor. "Ich schlage vor, dass wir jetzt zu unseren Clans zurückgehen und uns morgen Nacht wieder hier treffen, dann haben wir Zeit, über alles nachzudenken."

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    20. KAPITEL Die Sonne war noch nicht aufgegangen, als Eis und ihr Vater die Höhle verließen. Schweigend tappten die beiden Katzen nebeneinander her,
    20. KAPITEL

    Die Sonne war noch nicht aufgegangen, als Eis und ihr Vater die Höhle verließen. Schweigend tappten die beiden Katzen nebeneinander her, denn niemand fand die Kraft, etwas zu sagen. Eis blickte sich bei jedem Schritt um und versuchte, die Bilder der vertrauten Felsen in ihren Gedanken festzuhalten, denn sie wusste, dass es das letzte Mal war, das sie hier entlangging. Ein Luftzug fuhr durch ihren Pelz und brachte all die vertrauten Gerüche von Steinen und Schnee mit sich. Eis' Herz wurde schwer. Wollte sie das alles wirklich hinter sich lassen? Doch dann flackerte das Bild ihrer Mutter, die zwischen den Adlerklauen hing, vor ihrem geistigen Auge auf und vertrieb ihre Unsicherheit. Kurz vor Sonnenhoch erreichten Eis und Wasser die schmale Schlucht, die die Grenze bildete. Eis blieb stehen. Sie war schon oft hier gewesen, hatte die Grenze aber noch nie überquert. Sie fühlte, wie der Blick ihres Vaters auf ihr ruhte, doch sie brachte es nicht über sich, ihm in die Augen zu sehen. "Versprich mir, dass du auf dich aufpasst", miaute ihr Vater mit vor Trauer brüchiger Stimme. Eis blinzelte sich den Schmerz aus den Augen. "Ich verspreche es", flüsterte sie. Ihr Vater berührte ihre Nase mit der seinen. "Wo immer du auch hingehst, ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass du glücklich wirst." Er sah sie lange an. "Lebewohl", miaute er schließlich, drehte sich um und tappte langsam davon. Eis blickte ihm nach. Einen Herzschlag lang wollte sie der Versuchung, ihm nachzurennen und bei ihm zu bleiben, nachgeben. Mit aller Kraft riss sie ihren Blick los. Nein, sie hatte sich entschieden. Sie würde die Berge verlassen. Sie duckte sich, zog die Hinterbeine an. Dann sprang sie. Der Wind streichelte ihr Fell, als sie über die Schlucht hinweg flog. Ihre Pfoten trafen auf der anderen Seite der Spalte auf. Eis warf einen letzten Blick zurück, dann begann sie zu rennen. Ihre Reise hatte begonnen, jetzt gab es kein Zurück mehr.

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    21. KAPITEL Tanzender Wind tappte durch den Wald, der Regen hatte die Flammen vollends besiegt und nun war eine Gruppe von Katzen aufgebrochen, um im
    21. KAPITEL

    Tanzender Wind tappte durch den Wald, der Regen hatte die Flammen vollends besiegt und nun war eine Gruppe von Katzen aufgebrochen, um im vom Feuer verwüsteten Wald nach den vermissten Katzen zu suchen. Tanzender Wind hatte sich bereiterklärt, den Suchtrupp anzuführen. Nun tappte er mit klopfendem Herzen zwischen den Bäumen hindurch, Plätschernder Bach, Trüber Himmel und Tosendes Wasser folgten ihm. Tanzender Wind öffnete den Mund und atmete tief ein, in der Hoffnung, den Geruch seiner Gefährtin oder einer anderen vermissten Katze ausfindig zu machen, doch die stickige Luft roch nur nach verbranntem Holz und versengten Blättern. Mit einem Gefühl der Verzweiflung in der Brust seufzte er schwer. Bei diesen alles überlagernden Gerüchen, die das Feuer zurückgelassen hatte, würde er die vermissten Katzen nicht wittern können, selbst wenn sie direkt vor seiner Nase stehen würden. Er blieb stehen und blickte sich um. Der Wald sah nun, nachdem das Feuer seine Krallen hatte wüten lassen, so vollkommen anders aus und einen Herzschlag lang, war er sich nicht sicher, in welcher Richtung das ehemalige Lager der Katzen lag. "Es ist schon seltsam", dachte er, "Vor dem Feuer habe ich hier jeden Baum gekannt." Dann kehrte die Orientierung zurück und so setzte er seine Weg fort. Je näher de Katzen dem ehemaligen Lager kamen, desto größer wurde die Verwüstung. Riesige Äste, die die Flammen von ihren Bäumen gerissen hatten, erstreckten sich über den Waldboden, die Erde und die abgefallenen Blättern waren von der Asche dunkel gefärbt. Vor dem Lagereingang blieb Tanzender Wind abermals stehen Er hatte Angst vor dem, was er womöglich hinter dem Wall aus Büschen, der ebenfalls die Zeichen des Feuers trug, finden könnte. Dann holte er tief Luft und schlüpfte auf die Lichtung. Mit vor Furcht heftig pochendem Herzen blickte er sich um, doch von den vermissten Katzen war nichts zu sehen. Tanzender Wind wusste nicht so recht, ob er erleichtert sein sollte, weil die vermissten Katzen aus dem Lager entkommen waren, oder beunruhigt, weil sie nun verletzt irgendwo im Wald liegen könnten. "Was machen wir jetzt?" Plätschernder Bachs Stimme riss ihn aus seinen Gedanken. Tanzender Wind drehte sich um und sah die Kätzin an, die ihn mit vor Sorge dunklen Augen anstarrte. Tanzender Wind überlegte, doch bevor er etwas sagen konnte, ergriff Tosendes Wasser das Wort: "Wir sollten uns aufteilen und den Wald absuchen", miaute er mit ruhiger Stimme. Tanzender Wind nickte, erleichtert darüber, dass der weiße Kater ihm die Last der Entscheidung abgenommen hatte. "In Ordnung. Ich gehe am Bach entlang", fügte er noch hinzu. "Dann übernehme ich den Kiefernwald", bot sich Trüber Himmel an. "Ich gehe am Waldrand entlang, vielleicht finde ich sie dort", ergänzte Plätschernder Bach. "Dann bleibe ich hier und sehe mich in der Nähe des Lagers gründlich um", schloss Tosendes Wasser. Tanzender Wind nickte seinen Gefährten zu. "Bei Sonnenhoch treffen wir uns wieder hier", miaute er, dann sprang er davon.

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    22. KAPITEL Federtanz trat auf die Lichtung mit der Silbernen Weide und stellte fest, dass alle anderen auserwählten Katzen bereits dort waren. Mit e
    22. KAPITEL

    Federtanz trat auf die Lichtung mit der Silbernen Weide und stellte fest, dass alle anderen auserwählten Katzen bereits dort waren. Mit einem grüßenden Schwanzschnippen tappte sie zu ihnen und setzte sich neben Blitzschlag aus dem SturmClan. "Habt ihr Informationen erhalten, wer die letzte Katze sein könnte?", erkundigte sie sich, doch zu ihrer Enttäuschung schüttelten alle Katzen den Kopf. "Habt ihr vielleicht eine Idee, was der graue Kater gemeint haben könnte, als er sagte, wir würden die sechste Katze an dem Ort finden, der dem Himmel am nächsten ist?", erkundigte sich Blattfall. Schwarzmond erhob die Stimme: "Vielleicht eine SternenClan-Katze? Immerhin lebt der SternenClan im Silbervlies und das ist doch der Ort, der dem Himmel am nächsten ist?" Federtanz bezweifelte das, doch sie wollte die erst vor Kurzem ernannte Kriegerin nicht bloßstellen und so schwieg sie und behielt ihre Bedenken für sich. Eine Weile saßen die Katzen schweigend da, niemand ging auf Schwarzmonds Vorschlag ein oder brachte eigene Vermutungen vor. Schließlich ergriff Sturmflügel das Wort: "Vielleicht ist es eine HimmelClan-Katze", miaute sie, "Wir HimmelClan-Katzen können bis in die höchsten Baumwipfel klettern und sind daher dem Himmel näher als alle anderen Clan-Katzen." Fallende Feder legte den Kopf schief. "Das könnte sein, aber ich glaube, dass es Orte gibt, die dem Himmel näher sind als die höchsten Baumkronen." Kaum hatte sie fertiggesprochen, begannen sich die Sterne zu drehen, sie wirbelten immer schneller über den Himmel, formten sich zu Kreisen aus Licht und ballten sich zu einer funkelnden Kugel zusammen, die über den Himmel schwebte. Federtanz saß wie erstarrt da, sie konnten ihren Blick nicht von dem Lichtball abwenden, der sich immer weiter vom Wald entfernte, bis er plötzlich anhielt. Sein silbriges Licht fiel auf die grauen Felszacken hinab, die sich in der Ferne erhoben. Die Berge! Die Sternenkugel schwebte ein Stück den Himmel hinab, bis es so aussah, als würde sie auf dem höchsten Berggipfel ruhen. "Ihr findet die sechste Katze an dem Ort, der dem Himmel am nächsten ist." Konnte es sein, dass hoch oben in den Bergen Katzen lebten? Langsam formte sich eine Vermutung in Federtanz' Gedanken und noch bevor sie sie aussprechen konnte, sprang Blitzschlag auf die Pfoten und blickte die anderen Katzen mit weit aufgerissenen Augen an. "Wir müssen in die Berge!", miaute sie mit vor Aufregung zitternder Stimme, "Dort finden wir die sechste Katze." Federtanz nickte mit klopfendem Herzen. "So ist es", miaute sie, "Der SternenClan hat gesprochen."

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    23, KAPITEL Eis, das auf Blatt taut lag zusammengerollt in einem Hohlraum zwischen zwei Felsbrocken. Der harte Steinboden sandte eisige Kälte durch i
    23, KAPITEL

    Eis, das auf Blatt taut lag zusammengerollt in einem Hohlraum zwischen zwei Felsbrocken. Der harte Steinboden sandte eisige Kälte durch ihren gesamten Körper, doch sie hatte keine Federn gefunden, mit denen sie sich ein Nest hätte bauen können. Aber wenigstens hatte sie nach Sonnenhoch eine kleine Maus gefangen, die sie verzehrt hatte und so musste sie nun nicht hungern. Unwillkürlich sehnte sie sich nach ihrem weichen Nest in der Stammeshöhle, doch schnell schob sie diesen Gedanken beiseite. Sie hatte sich entschieden, den Stamm zu verlassen, sie würde dich nun nicht mit den Gedanken an ihre ehemalige Heimat quälen. Sie rollte sich noch enger zusammen und schloss die Augen. Obwohl sie es nicht für möglich gehalten hatte, gelang es ihr, einzuschlafen. Als sie erwachte, fühlte sie sich noch kraftloser als am Abend. Ihr gesamter Körper war taub vor Kälte und als sie sich dann erhob, um aus ihrem Unterschlupf zu treten, zitterten ihre Pfoten so heftig unter ihr, dass sie befürchtete, sie könnten sie keinen Schritt tragen. Doch schließlich gelang es ihr, aus dem Hohlraum zu taumeln und sich draußen auf dem kleinen Felsplateau niederzulassen. Ein sanfter Wind zerzauste ihr das Fell. Die Luft war feucht und als Eis ihren Blick über den abfallenden Bergrücken vor sich schweifen ließ, entdeckte sie einige Rinnsale, die sich zwischen den Felsen hindurchschlängelten und sich in Mulden im Gestein zu Teichen sammelten. Es musste geregnet haben, während sie geschlafen hatte. Allmählich ließ das Zittern ihrer Pfoten nach. Eis erhob sich und tappte langsam die Bergflanke hinab. Bei einem der Rinnsale blieb sie stehen, senkte den Kopf und nahm gierig einige Schlucke des kühlen Wassers. Dann setzte sie ihren Weg fort. Der Ruf eines Adlers, der in der Ferne kreischte, ließ sie zusammenzucken. Doch als sie sich dann nach dem Raubvogel umblickte, entdeckte sie nur die dunkle Vogelgestalt, sich über den Himmel schwebte sich und sich immer weiter von ihr entfernte. Eis beschleunigte ihre Schritte. Hier in den Bergen lauerte so viel Gefahr, doch sie würde nicht mehr lange hier oben in den Bergen leben. Wenn sie sich beeilte, konnte sie in ein paar Tagen vielleicht schon im Wald angekommen sein. Plötzlich stellte sich ihr eine Frage, die sich noch nie zuvor in ihre Gedanken geschoben hatte: Und wenn ich dann dort bin, wie finde ich die anderen auserwählten Katzen?

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    24. KAPITEL Sturmhimmel tappte zwischen den Kiefern hindurch, Frosthimmel und Sternenregen folgten ihm. Er drehte sich zu seinen beiden Freunden um. &
    24. KAPITEL

    Sturmhimmel tappte zwischen den Kiefern hindurch, Frosthimmel und Sternenregen folgten ihm. Er drehte sich zu seinen beiden Freunden um. "Wohin gehen wir jetzt?", erkundigte er sich. Sternenregen und Frosthimmel tauschten einen Blick und schüttelten dann beide den Kopf. "Ich weiß es nicht", flüsterte Sternenregen, ihre Stimme klang verzagt. "Vielleicht sollten wir hierbleiben?", schlug Frosthimmel vor, "Der Kiefernwald hat nicht so sehr unter dem Feuer gelitten." Sturmhimmel sah sich um, doch dieser Teil des Waldes gefiel ihm nicht so gut wie der, in dem sie vor dem Brand gelebt hatten. Bei jedem Schritt stachen ihn hier Kiefernnadeln in die Pfoten und die dunklen Bäume wirkten bedrohlich. Ein Rascheln unterbrach seine Gedanken, Sturmhimmel duckte sich und schlich lautlos auf das Geräusch zu. Doch als er, gefolgt von Frosthimmel und Sternenregen, auf die Lichtung trat, von der das Rascheln gekommen war, war nichts zu sehen. Sturmhimmel prüfte die Luft und rümpfte die Nase bei dem Geruch von verbranntem Holz, doch dann ließ ein Hauch von Katzengeruch, kaum nicht wahrzunehmen unter den Gerüchen, die das Feuer zurückgelassen hatte, seine Nase zucken. Er drehte sich zu seinen Freunden um. "Riecht ihr das?" Die beiden saugten tief die Luft ein, dann nickten sie. Hier hat sich zweifellos eine Katze versteckt", flüsterte Sternenregen und blickte sich prüfend um. Sturmhimmel trat vor, bis er in der Mitte der Lichtung stand. "Zeige dich!", jaulte er. Einige Herzschläge blieb alles ruhig, dann raschelte es erneut und auf einem Kiefernast zeigte sich das hellgraue Gesicht einer Kätzin. Sturmhimmel tappte zum Fuß des Baumes. "Komm runter!", forderte er die Kätzin auf, doch sie rührte sich nicht. Sternenregen trat an seine Seite. "Wir tun dir nichts", miaute sie freundlich. Die hellgraue Kätzin sah auf sie hinab. "Woher weiß ich, dass ich euch vertrauen kann?", fauchte sie und schob eine Pfote mit ausgefahrenen Krallen durch die Kiefernnadeln. Sturmhimmel schnurrte belustigt. "Scheint fast so, als würdest du gleich herunterspringen und uns den Pelz zerfetzen." Schließlich trat auch Frosthimmel zu ihnen. "Vor uns musst du keine Angst haben", miaute er, "Wir suchen nur einen Ort, an dem wir leben können, jetzt, wo das Feuer unsere Heimat zerstört hat." Die Augen der Kätzin blitzten neugierig. "Eure Heimat? Ich habe euch noch nie in diesem Wald gesehen." Frosthimmel nickte. "Das wundert mich nicht. Ich heiße übrigens Frosthimmel. Und das sind Sturmhimmel und Sternenregen. Wir kommen von dem Teil des Waldes, der hinter dem Sumpfland liegt." Die Kätzin riss die Augen auf. "So weit ist das Feuer vorgedrungen?" Die drei Katzen nickten. Der Kopf der Kätzin verschwand, es raschelte im Baum und wenige Herzschläge später landete die hellgraue Kätzin neben ihnen auf dem Waldboden. "Ich heiße Trüber Himmel", stellte sie sich vor, "Wenn ihr von dem Wald hinter dem Sumpfland bis hierher gewandert seid, habt ihr dann vielleicht irgendwo andere Katzen gesehen?" Sturmhimmel tauschte einen verwirrten Blick mit seinen Freunden. "Nein, warum fragst du?" Trüber Himmel sah sich rasch um, dann antwortete sie: "Ich lebe in einer Katzengruppe, die durch das Feuer aus dem Wald vertrieben wurde. Es werden sechs meiner Gefährten vermisst und jetzt sind ich und einige andere Katzen auf der Suche nach ihnen." Sturmhimmel hatte Mitleid mit der Kätzin. Wie schrecklich würde es für ihn sein, wenn Frosthimmel oder Sternenregen nach dem Feuer verschwunden wären. Er trat einen Schritt auf die Trüber Himmel zu. "Wir helfen dir, sie zu suchen."

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    25. KAPITEL Schwarzmond sah Blattfall an. Die Zweite Anführerin des BlattClans hatte recht: Der SternenClan hatte ihnen den Weg gezeigt, jetzt lag es
    25. KAPITEL

    Schwarzmond sah Blattfall an. Die Zweite Anführerin des BlattClans hatte recht: Der SternenClan hatte ihnen den Weg gezeigt, jetzt lag es an ihnen, ihm zu folgen. "Wir sollten gleich aufbrechen", miaute Blitzschlag. Schwarzmond starrte sie entsetzt an. "Wir sollen einfach gehen, ohne unseren Clans Bescheid zu sagen?" Die goldene Kätzin mit den schwarzen Ohrenspitzen nickte. "Aber ich kann meinen Clan nicht verlassen! Ich bin doch gerade erst Kriegerin geworden!" Blattfall stellte sich neben Blitzschlag. "Und genau deshalb solltest gerade du wissen, warum wir sofort aufbrechen müssen. Hast du nicht versprochen, deinen Clan zu beschützen, als du deinen Kriegernamen erhalten hast?" Schwarzmond nickte. "Ich habe versprochen, meinem Clan treu zu sein", antwortete sie und erinnerte mit einem Gefühl des Stolzes an ihre Zeremonie. "Wie könntest du deinem Clan treuer sein, als wenn du diese gefährliche Reise auf dich nimmst, um ihn zu schützen?", fuhr Blattfall fort. Schwarzmond begriff, was die ältere Kätzin meinte. Sie warf einen Blick über ihre Schulter zum NachtClan-Territorium zurück. Ihr Clan brauchte sie mehr denn je. "Dann gehen wir." Blattfall warf ihr einen warmen Blick zu, dann wandte sie sich ab und schlüpfte von der Lichtung. Schwarzmond folgte ihr, Federtanz lief neben ihr, Blitzschlag und Sturmflügel bildeten den Schluss. Plötzlich blieb Blattfall stehen. Wir müssen unsere Spuren verwischen", miaute sie, "Wir dürfen nicht riskieren, dass eine andere Katze auf die Idee kommt, uns zu folgen." Federtanz sprang zu ihr. "Wir könnten durch den Bach an der BachClan-Grenze laufen?", schlug sie vor. Schwarzmond schauderte bei dem Gedanken, sich nasse Pfoten zu holen, aber sie widersprach nicht. Sie wollte nicht, dass die anderen sie für feige hielten. Es war schwer genug, sich vor ihnen zu behaupten, da sie alle erfahrene Krieger waren, während Schwarzmond selbst kaum mehr als eine Schülerin war. Schweigend lief sie hinter Federtanz her, die die Führung zur Grenze zwischen BlattClan und BachClan übernommen hatte. Noch bevor sie dort ankamen, vernahm Schwarzmond das leise Plätschern des Baches. Als sie das Ufer schließlich erreichten, watete Federtanz ohne zu zögern ins Wasser. In diesem Moment beneidete Schwarzmond die weiße Kätzin darum, dass sie eine BachClan-Katze war, denn Federtanz schien das Wasser, das ihre Pfoten umspülte, sichtlich zu genießen. "Kommt schon", miaute sie aufmunternd, "Das Wasser ist nicht tief, es kann euch nichts passieren." Schwarzmond war fest entschlossen, vor den anderen Katzen keine Unsicherheit zu zeigen und tappte als erste in den Bach hinein. Das kühle Wasser strömte um ihre Pfoten und zerrte an ihrem Bauchfell, doch mit zusammengebissenen Zähnen trottete sie zu Federtanz und drehte sich dann z den anderen um, die ihr zögernd folgten. "Wenn wir dem Bach aus den Clan-Territorien folgen, wird uns keine Katze folgen können", miaute Federtanz und watete flussabwärts. Schwarzmond folgte ihr dicht auf den Pfoten, doch bei jedem Schritt musste sie sich beherrschen, um nicht zusammenzuzucken. "Wenn ich nicht bald wieder trockenen Boden unter meinen Pfoten habe", dachte sie, "dann verwandle ich mich noch in einen Fisch!"

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    26. KAPITEL Trüber Himmel wusste nicht recht, was sie von dem so freundlich wirkenden Angebot der Einzelläufer halten sollte, doch dann, als sie ihn
    26. KAPITEL

    Trüber Himmel wusste nicht recht, was sie von dem so freundlich wirkenden Angebot der Einzelläufer halten sollte, doch dann, als sie ihnen in die Augen sah und die Wärme und das Mitgefühl darin erkannte, willigte sie schließlich ein. "Danke", miaute sie und war plötzlich erleichtert, in dem verwüsteten Wald nicht mehr alleine sein zu müssen. Sie tappte zwischen den Kiefern hindurch, Sturmhimmel lief neben ihr her, seine beiden Freunde bildeten den Schluss. "Es ist schon seltsam", miaute der dunkelgraue Kater, "In diesem Teil des Waldes lebt eine große Katzengruppe und wir haben nichts davon gewusst." Trüber Himmel nickte. "Meine Gefährten und ich scheuen das Sumpfland", gestand sie, "Wir haben es nie durchquert." Sturmhimmel blinzelte. "Dieser Sumpf ist nichts für Katzenpfoten", miaute er, "Aber die Nässe hat das Feuer abgehalten und so waren wir dort in Sicherheit." Er warf Trüber Himmel einen raschen Blick zu. "Wo sind deine Katzen jetzt?" Trüber Himmel wusste nicht recht, ob sie ihm das verraten sollte, doch dann dachte sie wieder an die Bereitschaft der Katzen, ihr zu helfen, und beschloss, es ihm zu erzählen. "Wir haben den Fluss überquert", miaute sie. Sturmhimmel riss entsetzt die Augen auf. Trüber Himmel schnurrte belustigt. "Hast du etwa Angst davor, dir die Pfoten nass zu machen?" Die Augen des Einzelläufers verdunkelten sich. "Meine Schwester ist im Fluss ertrunken, als wir noch Junge waren", miaute er mit erstickter Stimme. Sofort hatte Trüber Himmel ein schlechtes Gewissen. "Es tut mir leid, das wusste ich nicht." Sturmhimmel schüttelte den Kopf, als könnte er die Trauer dadurch vertreiben. "Schon gut." Trüber Himmel tappte schweigend neben ihm her, ihr Blick huschte durch den Wald. Einmal sah sie kurz ein Büschel braunen Fells aufblitzen und ihr Herz shlug schneller vor freudiger Erwartung. Doch dann musste sie feststellen, dass es nur ein Kaninchen gewesen war. Die Sonne hatte ihren höchsten Stand beinahe erreicht, als Trüber Himmel stehen blieb. "Ich muss los", miaute sie, "Ich habe mit den anderen Katzen des Suchtrupps vereinbart, dass wir uns bei Sonnenhoch in unserem alten Lager treffen." "Dann begleiten wir doch bis dorthin", miaute Frosthimmel, der neben sie getreten war. Trüber Himmel blinzelte den großen, weißen Kater an.! Ich habe euch schon genug eurer wertvollen Zeit geraubt", miaute sie. "Du hast uns gar nichts geraubt", miaute Sturmhimmel entschlossen, "Wir haben beschlossen dir zu helfen." Trüber Himmel schnurrte, plötzlich hatte sie Angst davor, die freundlichen Einzelläufer gehen zu lassen und sie vielleicht niemals wieder zu sehen. "Dann kommt", miaute sie und tappte durch den Wald in Richtung des Lagers.

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    27. KAPITEL Obwohl die Clan-Territorien nun schon einige Fuchslängen hinter ihnen lagen, beschlossen die Katzen, noch ein Stück im Bach zu waten, um
    27. KAPITEL

    Obwohl die Clan-Territorien nun schon einige Fuchslängen hinter ihnen lagen, beschlossen die Katzen, noch ein Stück im Bach zu waten, um sicherzugehen, ihr Geruch nicht zurück über die Grenze geweht wurde. Allmählich wurde der Wald, der sie zu beiden Seiten umgab, lichter und das Gelände fiel sanft ab. Als sich die ersten blassen Streifen der Morgendämmerung am Himmel zeigten, tappte Federtanz zum Ufer und sprang aus dem Bach. Ein belustigtes Schnurren stieg in ihrer Kehle empor, als sie beobachtete, wie die anderen Katzen aus dem Bach traten und missmutig knurrend ihr tropfendes Fell schüttelten. Blitzschlag warf ihr einen vorwurfsvollen Blick zu. "Ich verstehe nicht, warum ihr BachClan-Katzen es so toll findet, euch nasse Pfoten zu holen." Federtanz schnippte aufmunternd mit der Schwanzspitze. "Keine Sorge", miaute sie, "Dein Fell ist schneller trocken als du denkst." Federtanz wandte ihren Blick von den anderen ab und blickte sich um. Es fühlte sich seltsam an, mit fremden Katzen auf fremdem Territorium zu sein, doch schnell schob sie ihre Unsicherheit beiseite. Sie war hier, um ihrem Clan zu helfen. Noch vor Sonnenhoch ließen sie die Bäume hinter sich. Vor ihnen erstreckte sich eine abfallende Wiese und in der Ferne konnte Federtanz die Umrisse eines Zweibeinerorts erkennen. Ihr Fell kribbelte unbehaglich bei diesem Anblick. Sie selbst hatte noch nie einen Zweibeinerort betreten, doch sie hatte schon Geschichten über Katzen gehört, die an einem solchen Ort ihr Leben verloren hatte. Doch hinter dem Zweibeinerort erhoben sich, dunkel vor dem heller werdenden Himmel, die Berge und Federtanz wusste, dass sie die riesige Ansammlung von Zweibeinernestern durchqueren mussten, um dort hinzugelangen. Mit einem unbehaglichen Kribbeln wandte sie sich zu den anderen um. "Wart ihr schon einmal in einem Zweibeinerort?" Doch zu ihrer Enttäuschung schüttelten alle den Kopf. "Hinter dem HimmelClan-Territorium gibt es einen Zweibeinerort", miaute Sturmflügel, "Aber der ist viel kleiner als der dort unten." Blattfall erhob die Stimme, "Der Zweibeinerort ist noch so weit weg. Wir sollten uns jetzt noch keine Gedanken darüber machen. Stattdessen sollten wir jagen, um bei Kräften zu bleiben." Die anderen Katzen stimmten zu. Federtanz tappte zum Bachufer hinüber und ließ sich dort nieder, um zu fischen. Erst jetzt merkte sie, welchen Hunger sie hatte. Schwarzmond tappte zu ihr, ihre Augen blitzten neugierig. "Kannst du mir zeigen, wie man Fische fängt?" Federtanz blinzelte überrascht. Sie hatte nicht angenommen, dass sich eine NachtClan-Katze für das Fischen interessierte, doch gleichzeitig mochte sie die Lernwilligkeit der schwarzen Kätzin. "Gerne", miaute sie, "Setz dich zu mir." Schwarzmond ließ sich nieder. Federtanz schob sie mit der Pfoten etwas zurück. "Es ist wichtig, dass dein Schatten nicht auf das Wasser fällt, sonst wissen die Fische, dass du da bist." Schwarzmond hörte ihr aufmerksam zu. Ein Gefühl der Freude überkam Federtanz. So musste es sich wohl anfühlen, Mentorin zu sein.

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    28. KAPITEL Eis, das auf Blatt taut tappte auf dem schmalen Sims entlang. Zu ihrer einen Seite türmte sich der Berghang, zu ihrer anderen fiel ein Ab
    28. KAPITEL

    Eis, das auf Blatt taut tappte auf dem schmalen Sims entlang. Zu ihrer einen Seite türmte sich der Berghang, zu ihrer anderen fiel ein Abgrund in die Tiefe. Vorsichtig setzte sie eine Pfote vor die andere, ihr Herz pochte heftig. Noch nie hatte sie ein Sims überquert, das so schmal war, dass kaum eine Katze darauf laufen konnte. Obwohl sie wenige Schwanzlängen vor sich das flache, weite Felsplateau sehen konnte, kam ihr der Weg endlos lang vor. Endlich erreichte sie die steinerne Ebene und ließ sich dort mit zitternden Pfoten nieder. Sie wollte sich nicht ausmalen, was ihr zugestoßen wäre, wenn sie auf dem Sims ausgeglitten und in die Tiefe gestürzt wäre. Sie blickte sich um. Zu allen Seiten war sie von grauen Berggipfeln umgeben. Plötzlich kam ihr dieser Ort trostlos vor, die rauen Felsen waren nichts für empfindliche Katzenpfoten. Eis seufzte. Wie hatte sie sich hier jemals zuhause fühlen können? Sie erhob ich und setzte ihren Weg fort. War sie jemals eine richtige Bergkatze gewesen, so wie Sonne eine war? Wie wusste noch, wie sie als Junges in der Höhle des Stammes gespielt hatte und wie sie sich sehnsüchtig gewünscht hatte, sie endlich verlassen zu dürfen. Doch ihre Mutter hatte ihr damals gesagt, dass es viel zu gefährlich wäre. Und jetzt erst begriff Eis, dass sie recht gehabt hatte. Die Berge waren gefährlich, zu gefährlich für eine Katze. Eis sprang über einen schmalen Bach, der in kleinen Wasserfällen den Berg hinab plätscherte. Sonnenhoch war bereits verstrichen, als Eis das Tal zwischen den beiden Bergen erreichte. Der Bach verschwand in einem dunklen Loch im Bergrücken. Eis blieb stehen, senkte den Kopf und nahm einige Schlucke des kühlen Wassers. Sie wusste nicht, wann sie das nächste Mal die Gelegenheit haben würde, zu trinken. Dann schüttelte sie sich die Tropfen von den Schnurrhaaren und trottete weiter. Allmählich wurde der Boden unter ihren Pfoten wieder steiler, zackige Felsen ragten aus der Bergflanke. In der Abenddämmerung beschloss Eis, sich einen Unterschlupf zu suchen. Sie schlängelte sich zwischen den Felsenbrocken hindurch und entdeckte schließlich eine Kuhle unter einem Felsüberhang. Dort ließ sie sich nieder und starrte ungeduldig gegen die Felswand. "Wie lange dauert es denn noch, bis ich die Berge endlich verlassen kann?"

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    29. KAPITEL Blitzschlag tappte mit einem Kaninchen zwischen den Zähnen zum Bachufer hinunter, wo Federtanz und Schwarzmond am Wasserrand saßen, nebe
    29. KAPITEL

    Blitzschlag tappte mit einem Kaninchen zwischen den Zähnen zum Bachufer hinunter, wo Federtanz und Schwarzmond am Wasserrand saßen, neben ihnen lagen zwei in der Sonne silbrig glitzernde Fische. Ein Rascheln zwischen den Bäumen kündigte die Ankunft von Blattfall an, die zwei Mäuse an den Schwänzen gepackt hatte. Sturmflügel traf als Letzte mit einem erbeuteten Eichhörnchen ein. Blitzschlag ließ ihr Kaninchen fallen, die anderen Katzen legten ihre Beute daneben. Blitzschlag spürte einen wehmütigen Stich im Herzen, als sie die Ansammlung von Beute betrachtete. Sie erinnerte sie an den Frischbeutehaufen im SturmClan-Lager und daran, wie weit sie von ihren geliebten Clan-Gefährten entfernt war. Ob sie wohl nach mir suchen? Schnell schob sie diesen Gedanken beiseite. Die Gedanken an die Heimat brachten ihr nur Sehnsucht und Kummer. Sie tappte zu den anderen und setzte sich neben Sturmflügel, die den Kopf schief gelegt hatte, als überlegte sie, welches Beutestück sie sich nehmen würde. Blitzschlag fiel die Wahl nicht schwer. Sie war eine SturmClan-Katze und würde sich deshalb an dem Kaninchen sättigen, doch sie zögerte ebenfalls, um keine der anderen Katzen zu beleidigen. Schließlich trat Federtanz vor und schob ihnen mit der Pfote einen der Fische hin. "Bedient euch!", lud sie die beiden Kätzinnen ein. Aus dem Augenwinkel erhaschte Blitzschlag einen Blick auf Blattfall, die sich schnell eine der Mäuse schnappte, als wollte sie nicht Gefahr laufen, dass auch ihr der Fisch angeboten wurde. Unsicher sah Blitzschlag den silbrigen Fisch an. Sie mochte Federtanz, die so aufgeschlossen und freundlich zu allen war, und wollte sie nicht beleidigen, also beugte sie sich hinab und biss in das kühle, glitschige Fleisch. Der Fisch schmeckte seltsam, so ganz anders als die saftigen Kaninchen. Sie schluckte den Bissen hinunter und schob Federtanz dann den Rest des Fisches zu. "Danke", miaute sie, "Aber Fische sind nichts für SturmClan-Katzen." Federtanz nickte mit einem verständnisvollen Funkeln in den Augen, dann kauerte sie sich nieder und schlang den Fisch hinunter. Sturmflügel tappte zu dem Kaninchen hinüber und riss sich ein Stück davon ab. Nach dem glitschigen Fisch schmeckte die Beute besser, als jede, die sie bis jetzt gegessen hatte. Als die Katzen ihre Mahlzeit beendet hatten, war noch Beute übrig. Blitzschlag betrachtete die Reste. Sie hatte noch nie zu viel Beute gehabt. Ihr Mentor hatte ihr damals beigebracht, nur so viel zu jagen, wie man brauchte. Es fühlte sich falsch an, die Reste zurückzulassen, doch sie konnten sie nicht mitnehmen. Daraus würde bald Krähenfraß werden. Mit einer Vorderpfote schob die die Beutereste auf einen Haufen zusammen. "Sollen wir sie eingraben?", fragte sie. Die Katzen sahen sich an, schließlich schüttelte Blattfall den Kopf. "Wir sollten se für die Aasfresser liegen lassen, aber diese Beute ist umsonst gestorben. Unsere Mentoren haben uns gelehrt, kein Leben zu verschwenden. Lasst uns dem SternenClan für dieses reiche Mahl danken und ihn um Verzeihung bitten."

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    30. KAPITEL Trüber Himmel schlüpfte in das Lager. Tosendes Wasser, Tanzender Wind und Plätschernder Bach waren bereits da und wandten sich ihr mit
    30. KAPITEL

    Trüber Himmel schlüpfte in das Lager. Tosendes Wasser, Tanzender Wind und Plätschernder Bach waren bereits da und wandten sich ihr mit hoffnungsvoll funkelnden zu. "Hast du sie gefunden?", fragte Plätschernder Bach mit zitternder Stimme. Trüber Himmel schüttelte den Kopf. Die Hoffnung verschwand aus den Augen ihrer Gefährten und ließ nur einen Ausdruck der Leere zurück. Trüber Himmel tappte zu ihnen. "Aber ich habe im Kiefernwald andere Katzen gefunden." Sie zuckte mit dem Schwanz und Sturmhimmel, Frosthimmel und Sternenregen tappten auf die Lichtung. "Nun ja, ehrlich gesagt haben sie mich gefunden. Das sind Sturmhimmel, Frosthimmel und Sternenregen." Mit der Schwanzspitze deutete sie auf die drei Katzen. "Ich habe ihnen von den vermissten Katzen erzählt und sie haben angeboten, mir bei der Suche zu helfen." Tosendes Wasser trat vor und nickte den Katzen grüßend mit dem Kopf zu. "Seid gegrüßt", miaute er, "Ich heiße Tosendes Wasser. Das sind Tanzender Wind und Plätschernder Bach." Trüber Himmel zögerte einen Moment, dann fuhr sie fort: "Durch das Feuer haben auch sie ihre Heimat verloren und ich habe gedacht, wir könnten sie mit zu den anderen nehmen." Tosendes Wasser und Tanzender Wind tauschten einen Blick, Plätschernder Bach musterte die fremden Katzen aufmerksam. Trüber Himmel sah Sturmhimmel an. Als sie den Katzen vorgeschlagen hatte, sich ihnen anzuschließen, hatte Sturmhimmel lange gezögert, während Frosthimmel und Sternenregen schnurrend zugestimmt hatten. Doch dann hatte er sich seinen Freunden angeschlossen und ebenfalls eingewilligt. Jetzt beobachtete er aufmerksam Tanzender Wind und Tosendes Wasser, die die Köpfe zusammengesteckt hatten und sich leise miteinander unterhielten. Schließlich hob Tosendes Wasser den Kopf. "Wenn ihr wollt, könnt ihr uns gerne zu den anderen begleiten. Dann entscheiden wir gemeinsam, ob ihr bleiben dürft." Sternenregen trat vor und neigte den Kopf vor Tosendes Wasser. "Danke", miaute sie. Mit einem Schwanzschnippen tappte Tanzender Wind zum Lagereingang. Trüber Himmel folgte ihm, Sturmhimmel, Frosthimmel und Sternenregen trotteten hinter ihr her. Plätschernder Bach und Tosendes Wasser bildeten den Schluss. Trüber Himmel warf einen Blick über die Schulter zurück zu den fremden Katzen. "Ob die anderen wohl zustimmen, die drei Katzen bei uns aufzunehmen?"

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    31. KAPITEL Sturmflügel rannte neben Blattfall am Bachufer entlang den Hügel hinab auf den Zweibeinerort zu. Ihre Pfoten kribbelten vor Unbehagen un
    31. KAPITEL

    Sturmflügel rannte neben Blattfall am Bachufer entlang den Hügel hinab auf den Zweibeinerort zu. Ihre Pfoten kribbelten vor Unbehagen und dieses Kribbeln wurde stärker, je näher sie der Ansammlung von Zweibeinernestern kamen. Noch vor Sonnenuntergang erreichten sie den Rand des Zweibeinerorts. Blitzschlag, die an der Spitze gelaufen war, blieb stehen. "Wir sollten uns außerhalb des Zweibeinerorts einen Unterschlupf suchen", miaute sie. Alle Katzen stimmten bereitwillig zu. Blitzschlag kehrte um und führte die Katzen ein Stück vom Zweibeinerort weg. Sturmflügel folgte ihr und blickte sich um, doch sie war von flachem Grasland umgeben. Hier gab es keine Bäume, die ihnen hätten Schutz bieten können. Doch Blitzschlag führte sie, ohne zu zögern, über das Grasland. "Sie ist eine SturmClan-Katze", dachte Sturmflügel, "Sie muss sich hier wie zuhause fühlen." Vor einer flachen Senke blieb Blitzschlag stehen. Sturmflügel spähte in die Mulde. "Da drinnen sollen wir schlafen?", miaute sie unsicher, "Aber da sind wir doch ungeschützt." Blitzschlag schnippte mit dem Schwanz. "Der SturmClan hat sein Lager in einer solchen Senke. Dort unten sind wir vor Wind geschützt und hinter der Kuppe der Senke bleiben wir vor Feinden verborgen." Sturmflügel sah die anderen an. Blattfall nickte. "Etwas Besseres werden wir heute nicht mehr finden", miaute die BlattClan-Kätzin. Sturmflügel musste sich eingestehen, dass sie recht hatte. "Gut", dachte sie, "Ich bin die halbe Nacht durch einen Bach gelaufen, dann werde ich wohl auch in einer Senke schlafen können." Als sie sich dann am Grund der Mulde zusammenrollte, merkte sie erst, wie erschöpft sie war. Augenblicklich fielen ihr die Augen zu und sie sank in einen tiefen Schlaf. Als sie erwachte, war die Sonne bereits aufgegangen. Sturmflügel blinzelte in das helle Sonnenlicht, erhob sich und streckte sich ausgiebig. Blattfall und Federtanz saßen am anderen Ende der Senke und putzten sich, Schwarzmond schlief noch zusammengerollt. Sturmflügel blickte sich um. Von Blitzschlag fehlte jede Spur. Dann erklangen Pfotenschritte am oberen Rand der Senke und Blitzschlag sprang mit einem Kaninchen zwischen den Zähnen zu ihnen hinab. Sie ließ die Beute fallen. "Ich habe mir gedacht, etwas zu essen könnte nicht schaden", miaute sie, "Wir können all unsere Kraft gebrauchen, wenn wir den Zweibeinerort durchqueren." Sturmflügel nickte dankbar, sie kam sich ein wenig hilflos vor, weil sie hier auf dem Grasland darauf angewiesen war, dass eine Katze aus einem fremden Clan für sie jagte. Doch schnell schob sie diesen Gedanken beiseite. "Blitzschlag ist jetzt keine Katze aus einem fremden Clan mehr", sagte sie sich, "Sie ist meine Verbündete. Sie wird an meiner Seite kämpfen, wenn sich die Prophezeiung erfüllt."

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    32. KAPITEL Tanzende Flocke beobachtete die fremden Katzen, die hinter Tosendes Wasser, Trüber Himmel, Tanzender Wind und Plätschernder Bach über d
    32. KAPITEL

    Tanzende Flocke beobachtete die fremden Katzen, die hinter Tosendes Wasser, Trüber Himmel, Tanzender Wind und Plätschernder Bach über die Trittsteine sprangen und schlang den Schwanz schützend um Weiches Gras. Das Junge streckte neugierig den Kopf vor. "Wer ist das?", quiekte es. "Ich weiß es nicht", miaute Tanzende Flocke sanft, "Aber die Katzen des Suchtrupps werden es uns bestimmt gleich sagen. Und bis dahin bleibst du hier bei mir." Tanzende Flocke hob den Blick wieder zu den Neuankömmlingen. Inzwischen waren Jagende Wolke und Dämmernder Morgen zu den fremden Katzen getreten. "Wer ist das?", erkundigte sich Dämmernder Morgen. Tosendes Wasser trat vor. "Das sind Sturmhimmel, Frosthimmel und Sternenregen. Wir haben sie im Wald getroffen und sie haben angeboten, uns bei der Suche nach den vermissten Katzen zu helfen." Jagende Wolke nickte den fremden Katzen freundlich zu. "Diese Katzen haben genau wie wir unsere Heimat durch das Feuer verloren und wir haben sie eingeladen, uns hierher zu begleiten, um mit euch gemeinsam zu entscheiden, ob sie in diese Gruppe aufgenommen werden." Tanzende Flocke wusste nicht recht, was sie davon halten sollte, fremde Katzen in die Gruppe aufzunehmen. Bis jetzt hatten sie immer ohne Außenstehende gelebt, jeder, der Teil der Gruppe war, war in die Gemeinschaft hineingeboren worden. Und an dem leisen Flüstern, das aufgekommen war, erkannte sie, dass einige Katzen ihre Zweifel teilten. "Wir sollten abstimmen", miaute Dämmernder Morgen. Die Katzen nickten zustimmend. "Gut", fuhr der goldbraun getigerte Kater fort. "Jede Katze, die dafür ist, dass die neuen Katzen aufgenommen werden, begibt sich auf den Kieselstreifen am Flussufer. Alle Katzen, die dagegen sind, versammeln sich auf der Wiese dahinter." Einige Katzen, unter ihnen Trüber Himmel und Jagende Wolke, schienen sich bereits entschieden zu haben, andere wiederum hatten sich zu Gruppen zusammengefunden und die Köpfe zusammengesteckt. Tanzende Flocke warf den fremden Katzen einen Blick zu, die geduldig am Ufer saßen und die Katzen mit warm funkelnden Augen beobachteten. "Sie haben mitgeholfen, meine Tochter zu suchen", dachte Tanzende Flocke, "Wieso sollte ich Katzen wie sie ablehnen?" Sie erhob sich und tappte entschlossen auf den Kieselstreifen und setzte sich dort. Weiches Gras hüpfte neben ihr aufgeregt maunzend herum. Tanzende Flocke beobachtete, wie immer mehr Katzen ihre Entscheidung fällten. Als alle Katzen zur Ruhe gekommen waren, ließ Tanzende Flocke ihren Blick über die Katzen auf der Wiese schweifen. Plätschernder Bach, Schmelzender Schnee, Schimmernder Tau und Dämmernder Morgen hatten sich dort versammelt, während Tanzender Wind, Trüber Himmel, Jagende Wolke, Tosendes Wasser, Wehendes Blatt, Streifender Nebel und sie selbst mit Weiches Gras sich auf dem Kieselstreifen zusammengefunden hatten. Tosendes Wasser erhob die Stimme: "Damit ist es beschlossen", miaute er, "Sturmhimmel, Frosthimmel, Sternenregen, willkommen in unserer Gruppe!"

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    33. KAPITEL Blattfall zögerte einen Herzschlag lang, dann spannte sie die Muskeln an und sprang auf den Zaun, der eine kleine Grasfläche und ein Zwe
    33. KAPITEL

    Blattfall zögerte einen Herzschlag lang, dann spannte sie die Muskeln an und sprang auf den Zaun, der eine kleine Grasfläche und ein Zweibeinernest umgab. Dieser Anblick ließ sie erzittern. Sie hatte noch nie einen Zweibeinerort aus dieser Nähe gesehen und niemals gewagt, einen zu betreten. "Aber ich tue es für meinen Clan", sagte sie sich. Die anderen Katzen landeten neben ihr auf dem Zaun. Blattfall blickte sich mit gespitzten Ohren um, dann zuckte sie mit der Schwanzspitze. "Ich glaube, es ist sicher", miaute sie. "Worauf warten wir dann noch?" Blattfall merkte, dass Federtanz versuchte, ausgelassen zu klingen, doch ihre Stimme bebte vor Angst. Blattfall holte tief Luft, dann sprang sie auf die Grasfläche hinab, rannte über die Wiese, die unnatürlich gleichmäßig war, und sprang auf der anderen Seite wieder auf den Zaun. Sie drehte sich um und beobachtete die anderen, die ihr folgten. Als alle neben ihr auf dem Zaun gelandet waren, wandte Blattfall sich dem nächsten Zweibeinernest zu. Als Blattfall über die Wiese lief, stellte sie erfreut fest, dass ihr Herz nicht mehr ganz so heftig pochte, wie beim ersten Nest. Doch als sie dann, dicht gefolgt von den anderen, auf den Zaun sprang, verschwand ihre Ruhe gleich wieder. Hinter dem Zaun befand sich ein Donnerweg, in der Ferne konnte Blattfall Monster knurren hören. Sie wandte sich zu den anderen um. "Was tun wir jetzt?", miaute sie verzweifelt. "Wir müssen den Donnerweg überqueren, wenn wir zu den Bergen gelangen wollen", miaute Sturmflügel mit ängstlich schimmernden Augen. Blitzschlag beugte sich vor und beäugte den Donnerweg. Ein Monster raste vorbei und verursachte einen solchen Wind, dass die Katzen Mühe hatten, sich auf dem Zaun zu halten. Als es vorbeigezischt war, beugte Blitzschlag sich vor und beäugte den Donnerweg. "Ich kann am schnellsten von uns rennen", miaute die goldbraune Kätzin, "Ich gehe als Erste." Blattfall bewunderte den Mut der SturmClan-Kätzin. Sie beobachtete, wie Blitzschlag die Ohren spitzte. Dann plötzlich warf sie sich auf den Donnerweg und raste auf die andere Seite, schneller als Blattfall jemals eine Katze hatte rennen sehen. Als sie auf dem Zaun angekommen war, drehte sie sich zu den anderen um. "Wenn ich jetzt sage, rennt ihr alle zusammen rüber", miaute sie. Blattfall zuckte mit den Ohren, zum Zeichen, dass sie verstanden hatte. Ein leises Knurren ertönte in der Ferne, es wurde rasch lauter, bis erneut ein Monster an ihnen vorbeiraste. Dann war alles still. "Jetzt!", jaulte Blitzschlag. Blattfall spannte die Muskeln an, dann sprang, dann sprang sie auf den Donnerweg hinab. Sie zuckte zusammen, als ihre Pfoten auf der harten Oberfläche aufkamen. Dann rannte sie. Ihr Herz schlug so schnell, dass Blattfall das Gefühl hatte, es würde jeden Moment aus ihrer Brust springen. In der Ferne ertönte erneut ein Knurren, doch bevor das Monster in Sicht war, sprang Blattfall auf den Zaun, dicht gefolgt von Schwarzmond, Sturmflügel und Federtanz. Blattfall kauerte auf dem Zaun, sie hatte die Krallen in das Holz gebohrt, ihr Fell war gesträubt. Das Monster raste vorbei, doch es konnte den Katzen nichts mehr anhaben. "Geschafft", keuchte Blattfall atemlos. Sie wollte gerade auf die Grasfläche hinabspringen, als eine fremde Stimme erklang: "Wer seid ihr?"

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    34. KAPITEL Plätschernder Bach saß am Flussufer und starrte ins Wasser. Sie blickte auf, als hinter ihr Pfotenschritte erklangen. Als sie sich umdre
    34. KAPITEL

    Plätschernder Bach saß am Flussufer und starrte ins Wasser. Sie blickte auf, als hinter ihr Pfotenschritte erklangen. Als sie sich umdrehte, sah sie sich ihrer Mutter Tanzende Flocke gegenüber. "Hast du Lust, dir mit mir ein Stück Beute zu teilen?", miaute die hellgraue Kätzin freundlich. Plätschernder Bach schüttelte den Kopf. "Ich habe keinen Hunger", miaute sie. Ihre Mutter trat vor und legte ihr die Nase auf den Kopf. "Ist alles in Ordnung?", miaute sie sanft. Plätschernder Bach schwieg. Sie wusste nicht recht, ob sie ihrer Mutter den Grund für ihren Kummer verraten sollte. "Was immer dich bedrückt, du kannst mir alles sagen", miaute Tanzende Flocke. Plätschernder Bach holte tief Luft. "Ich muss die ganze Zeit an Fallende Feder denken", flüsterte sie. Tanzender Wind blinzelte mitfühlend. "Ich mache mir auch Sorgen. Aber ihr habt Fallende Feder nicht im Wald gefunden, also muss sie dem Feuer entkommen sein." Plätschernder Bach zuckte mit den Ohren. "Es ist nicht nur deshalb", miaute sie kläglich. "Fallende Feder und die anderen werden vermisst und jetzt nehmen wir einfach neue Katzen auf," Ihre Stimme bebte, als sie weitersprach: "Ich habe Angst, dass diese neuen Katzen unsere verschwundenen Freunde ersetzten könnten." "Deshalb hast du also gegen sie gestimmt", miaute ihre Mutter. Plätschernder Bach nickte. Tanzender Wind strich ihr sanft mit der Schwanzspitze über die Schulter. "Keine Katze wird Fallende Feder je ersetzten können", miaute sie sanft. Plätschernder Bach seufzte. "Sosehr du um Fallende Feders Verschwinden auch trauerst, du darfst dich nicht vor den neuen Katzen verschließen. Das Feuer hat alles verändert und jetzt liegt es an uns, mit diesen Veränderungen fertigzuwerden." Plätschernder Bach schloss die Augen. "Ich weiß nicht, ob ich all diese Veränderungen hinnehmen kann. Es ist so viel passiert ..." Ihre Stimme brach. Tanzende Flocke sah ihr in die Augen. "Ich weiß, dass es nicht einfach ist. Auch mir fällt es schwer, alles das zu verstehen und damit umzugehen. Aber die Zeit vergeht weiterhin. sie hält nicht an und wartet darauf, dass wir mit dem, was uns die Vergangenheit zugefügt hat, zu leben lernen und bereit sind, für das, was die Zukunft bringen wird." Plätschernder Bach sah ihre Mutter an. Tanzende Flockes Stimme war so voller Weisheit. "Ich werde versuchen, damit fertigzuwerden", miaute Plätschernder Bach. Ihre Mutter beugte sich vor und berührte ihre Nase mit der ihren. "Ich bin stolz auf dich", miaute sie, "Ich weiß, dass du dein Bestes geben wirst."

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    35. KAPITEL Federtanz erstarrte. Mit klopfendem Herzen spähte sie in den Schatten, die das Zweibeinernest auf die Wiese warf und entdeckte ein grüne
    35. KAPITEL

    Federtanz erstarrte. Mit klopfendem Herzen spähte sie in den Schatten, die das Zweibeinernest auf die Wiese warf und entdeckte ein grünes Augenpaar, das in der Dunkelheit glühte. Obwohl Federtanz wusste, dass die Waldkatzen zahlenmäßig überlegen waren, kribbelten ihre Pfoten vor Unbehagen. In der Wildnis wären sie mit einer einzelnen Katze mit Leichtigkeit fertiggeworden. Aber hier, an diesem Ort, der den Katzen so vollkommen fremd war, war ihnen diese unbekannte Katze, der es offensichtlich nichts ausmachte, sich im Territorium der Zweibeiner aufzuhalten, deutlich überlegen. "Wollt ihr den ganzen Tag auf dem Zaun herumstehen?" Die Worte der fremden Katze rissen Federtanz aus ihren Gedanken. "Oder habt ihr Angst?" Noch bevor Federtanz Zeit hatte, auf die Worte der Kätzin zu reagieren, sprang Schwarzmond vom Zaun, rannte über die Wiese und baute sich vor der Kätzin auf. "Ich habe niemals Angst!", fauchte sie. Die Augen der fremden Kätzin blitzten. "Und was ist mit deinen Freunden? Sind die auch so furchtlos wie du?" Federtanz war verunsichert. Obwohl Schwarzmond sich ihr gegenübergestellt hatte, war die Kätzin ruhig und gelassen gestimmt. Doch als auch Blattfall, Sturmflügel und Blitzschlag vom Zaun sprangen, schob sie ihre Zweifel beiseite und folgte ihnen. Die Kätzin schob sich an Schwarzmond vorbei und trat aus den Schatten. Ihr braun-schwarz getigertes Fell schimmerte im Sonnenlicht, um ihren Hals war ein weißes Band befestigt. Federtanz blinzelte. "Dann muss sie wohl ein Hauskätzchen sein", dachte sie. "Ich heiße Jessy", miaute die Kätzin und umkreiste die Clan-Katzen langsam. "Ihr seid nicht von hier, nicht wahr?", fragte sie. Blattfall nickte. "Wir leben in einem Wald, weit weg von hier", antwortete die BlattClan-Kätzin. "Also seid ihr Wildkatzen." Jessys Augen blitzten neugierig auf. "Was macht ihr dann hier?" Federtanz öffnete den Mund, um zu antworten, doch Schwarzmond kam ihr zuvor. "Warum willst du das wissen?", fauchte die junge Kriegerin, die Jessy offenbar noch nicht verziehen hatte, dass diese gesagt hatte, sie wäre ein Feigling. "Wir dürfen an diesem Ort, den wir nicht kennen, keinen Kampf beginnen", dachte sie verzweifelt. Doch zu Federtanz' Erleichterung blieb das Hauskätzchen entspannt. "Ich interessiere mich eben für das, was vor meiner Nase geschieht", miaute sie freundlich, "Wenn ihr mir nicht sagen wollt, wohin ihr geht, dann tut es eben nicht." Mit diesen Worten drehte sie sich um und tappte langsam auf das Zweibeinernest zu. "Warte!", rief Federtanz ihr nach. Sie hatte Geschichten über verweichlichte, ängstliche Hauskätzchen gehört, doch diese Kätzin war so vollkommen anders als die Katzen aus den Erzählungen der Ältesten und hatte deshalb ihre Neugier geweckt. Jessy warf einen Blick über die Schulter zurück. "Wir sind auf dem Weg in die Berge", miaute Federtanz und fühlte dabei deutlich, dass Schwarzmond ihr einen missbilligenden Blick zuwarf. Jessys Ohren stellten sich auf. "Dann begleite ich euch bis zum Rand des Zweibeinerortes", miaute sie. Schwarzmond sträubte ihr Fell. "Wieso, denkst du, dass wir auf deine Hilfe angewiesen sind?", fauchte sie herausfordernd. Jessy blinzelte. "Ich habe die Unerfahrenheit gesehen, mit der ihr den Donnerweg überquert habt", antwortete sie, dann verdunkelten sich ihre Augen. "Außerdem gibt es hier Katzen, denen ihr besser nicht begegnen solltet."

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    36. KAPITEL Sternenregen schlüpfte aus dem hohen Gras, setzte sich und begann, ihr vom Schlaf zerzaustes Fell zu putzen. Die Sonne ging gerade erst a
    36. KAPITEL

    Sternenregen schlüpfte aus dem hohen Gras, setzte sich und begann, ihr vom Schlaf zerzaustes Fell zu putzen. Die Sonne ging gerade erst auf, ihr rötliches Licht fiel auf den Fluss und ließ ihn auflodern. "Ich habe so lange unter den Bäumen gelebt", dachte Sternenhimmel, "Und erst jetzt, wo ich meine Heimat verlassen musste, merke ich, wie sehr es mir gefällt, unter freiem Himmel zu leben. Wenn wir Trüber Himmel im Wald nicht begegnet wären, wären Frosthimmel, Sturmhimmel und ich vermutlich unser Leben lang im Wald geblieben." Ein Rascheln erklang und riss sie aus ihren Gedanken. Als sie sich umdrehte, entdeckte sie Weiches Gras, Funkelnder Stern und Plätschernder Regen, die aus dem hohen Gras auftauchten, in dem die Katzen sich Nester gebaut hatten. Sie beobachtete die Jungen, die sich gegenseitig im Kreis jagten, sich aufeinander stürzten und spielerisch miteinander kämpften. Sternenregens Pfoten kribbelten vor Zuneigung. Obwohl sie erst seit drei Tagen hier war, hatte sie die kleinen, lebendigen Kätzchen schon ins Herz geschlossen. Sie schnurrte belustigt, als Funkelnder Stern und Plätschernder Regen sich gleichzeitig auf Weiches Gras warfen und das größere Junge zu Fall brachten. "He!", beschwerte sich Weiches Gras, "Das ist nicht fair!" "Seid nicht so grob." Sternenregen erkannte die Stimme von Schimmernder Tau, sie blickte sich um und entdeckte die weiße Kätzin mit blaugrauen Flecken, die gerade aus dem hohen Gras. "Guten Morgen", miaute Sternenregen ihr zu. Als Sturmhimmel, Frosthimmel und sie sich der Gruppe angeschlossen hatte, hatte Schimmernder Tau gegen sie gestimmt, doch nun nickte sie Sternenregen schnurrend zu, als wären sie schon seit Monden befreundet. Allmählich erwachten auch die anderen Katzen. Trüber Himmel und Sturmhimmel schlüpften Seite an Seite aus dem hohen Gras. Sternenregen musste bei ihrem Anblick ein Schnurren unterdrücken. "Vielleicht wird es bald noch mehr Jungen geben", dachte sie insgeheim. "Hast du vielleicht Lust, mit Jagende Wolke, Tanzender Wind und mir auf die Jagd zu gehen?" Frosthimmels Stimme riss sie aus ihren Gedanken. "Gerne", antwortete sie und folgte dem großen, weißen Kater zum Flussufer hinab, wo Tanzender Wind und Jagende Wolke bereits auf sie warteten. "Wohin gehen wir?", erkundigte sie sich. "Ich habe mit einer Patrouille gestern das Gelände hintr dem Fluss erkundet", erkläre Jagende Wolke, "In der Nähe gibt es einige Baumgruppe. Dort könnten wir unser Glück versuchen, wenn du einverstanden bist." Sternenregen nickte. "Gute Idee." Jagende Wolke schnippte mit dem Schwanz und entfernte sich vom Fluss. Frosthimmel, Tanzender Wind und Sternenregen folgten ihm. Sternenregen blickte sich aufmerksam um. "Ich habe so lange im Wald gelebt", dachte sie, "Ich habe nicht einmal daran gedacht, den Fluss zu überqueren und das Territorium dahinter zu erkunden. Alles hier ist so fremd, aber das wird sich bald ändern. Das ist jetzt mein Zuhause."

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    37. KAPITEL Sonnenstern stand am Rand des Großfelsens und ließ ihren Blick über die vom Vollmond beleuchtete Lichtung schweifen, auf der die Katzen
    37. KAPITEL

    Sonnenstern stand am Rand des Großfelsens und ließ ihren Blick über die vom Vollmond beleuchtete Lichtung schweifen, auf der die Katzen aller Clans versammelt waren. Weil sie die älteste Anführerin war, hatte sie das Recht, als erste zu sprechen. Sonnenstern holte tief Luft, die Katzen unten auf der Lichtung sahen erwartungsvoll zu ihr auf. "Die Beute läuft gut", fing sie an, "In unserem Clan gibt es keine Katze, die abends hungernd in ihren Bau gehen muss." Sie legte eine kurze Pause ein, dann sprach sie weiter. "Doch es gibt auch schlechte Nachrichten, die ich euch zu berichten habe. Seit einigen Tagen fehlt von unserer Zweiten Anführerin jede Spur. Wir haben das gesamte BlattClan-Territorium abgesucht, doch wir konnten ihren Geruch nirgendwo ausfindig machen. Wenn eine Katze sie irgendwo gesehen haben sollte, möge sie es mir bitte berichten." Sie schloss für einen Moment die Augen, dann öffnete sie sie wieder und sprach weiter: "Doch so schrecklich das Verschwinden von Blattfall auch ist, wir müssen nach vorne blicken. Und aus diesem Grund möchte ich hier und jetzt einen neuen Zweiten Anführer ernennen, der Blattfall vertreten wird, bis diese wieder zum Clan zurückkehrt." Sie hatte sich vor der Großen Versammlung lange über Blattfalls Nachfolger Gedanken gemacht und schließlich einen Entschluss gefasst. Nun ruhte ihr Blick auf einem goldbraun getigerten Kater. "Farnpelz", miaute sie, "Ich möchte, dass du der neue Zweite Anführer des BlattClans wirst." Auf der Lichtung ertönte zustimmendes Jaulen. Sonnenstern nickte und trat dann zurück. Doch zu ihrer Verwunderung traten Silberstern, Mondstern, Federstern und Flussstern nicht einer nach dem anderen nach vorne. Die übrigen Anführer tappten Seite an Seite an die Kante des Felsens. "Während Sonnenstern uns von Blattfalls Verschwinden berichtet hat, haben wir uns beraten", begann Flussstern zu sprechen, "Und wir haben in Erfahrung gebracht, dass aus jedem Clan genau eine Katze vermisst wird: Federtanz aus dem BachClan, Blitzschlag aus dem SturmClan, Schwarzmond aus dem NachtClan, Sturmflügel aus dem HimmelClan und, wie Sonnenstern gerade berichtet hat, Blattfall aus dem BlattClan." "Es wird also in jedem Clan genau eine Katze vermisst", fuhr Silberstern fort, "Und Flussstern, Mondstern, Federstern und ich sind uns einig, dass das kein Zufall sein kann. Was meinst du, Sonnenstern?" Sonnenstern trat zu den anderen Anführern an den Rand des Felsens. "Ich stimme euch zu", miaute sie mit fester Stimme. Mondstern nickte knapp. "Gut", fuhr er mit seiner tiefen Stimme fort, "Wir glauben, dass das Verschwinden der Katzen etwas bestimmtes zu bedeuten hat." Als Letzter ergriff Federstern das Wort: "Leider wissen wir noch nicht, was es genau bedeutet. Wir haben beschlossen, uns mit den Heiler-Katzen morgen bei Sonnenuntergang erneut hier zu treffen. Stimmst du uns zu, Sonnenstern." Sonnenstern nickte. "Windschatten und ich werden hier sein." Erneut begann Flussstern zu sprechen. "Hiermit ist die Große Versammlung beendet. Möge der SternenClan eure Wege erleuchten und die Pfoten der vermissten Katzen zurück in ihre Heimat lenken."

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    38. KAPITEL Federstern saß vor seinem Bau und glättete sich mit langen Zungenstrichen sorgfältig das Fell. Die Sonne würde bald untergehen und dan
    38. KAPITEL

    Federstern saß vor seinem Bau und glättete sich mit langen Zungenstrichen sorgfältig das Fell. Die Sonne würde bald untergehen und dann würde er zusammen mit Distelkralle die Anführer und Heiler der anderen Clans beim Baumgeviert treffen. Federstern ließ von seiner Fellpflege ab, als er seine Gefährten Sturmwolke entdeckte, die gerade aus dem Heilerbau geschlüpft war und nun direkt auf ihn zu trabte. Federstern begrüßte sie mit einem Schnurren, doch zu seiner Verwunderung erwiderte Sturmwolke dieses nicht. "Ich muss mir dir sprechen", miaute die graue Kätzin stattdessen. Augenblicklich begannen Federsterns Pfoten vor Sorge zu kribbeln. "Bist du krank?", miaute er mit vor Angst zitternder Stimme, "Warst du deshalb in Distelkralles Bau?" Sturmwolke schüttelte den Kopf und als Federstern versuchte, ihr in die Augen zu schauen, wich sie seinem Blick aus. Federsterns Schnurrhaare begannen vor Unbehagen zu zucken. Warum wirkte seine Gefährten nur so bedrückt? Sturmwolke holte tief Luft. "Ich habe Distelkralle ein Stück Beute gebracht", begann die graue Kätzin zu erzählen, "Als ich gerade gehen wollte, hat er mir plötzlich schnurrend Glück gewünscht. Ich habe mich verwirrt zu ihm umgedreht. Und da hat er gesagt ..." Ihre Stimme erstarb und sie senkte den Blick auf ihre Pfoten. Dann schüttelte sie kaum merklich den Kopf, als wollte sie eine lästige Fliege vertreiben. "Er hat mir gesagt, dass ich Junge erwarte." Sofort schmolz Federsterns Sorge wie Schnee in der Sonne. Er strich seiner Gefährten mit dem Schwanz sanft über die Flanke. "Ist es nicht das, was du immer wolltest?" Er blinzelte verwirrt. "Warum bist du dann so bedrückt?" Sturmwolke hob den Blick und sah ihn an. "Natürlich will ich die Jungen, ich will sie mehr, als ich sagen kann. Aber als wir uns das letzte Mal über Junge unterhalten haben, hast du gesagt, dass du noch nicht bereit dazu bist und ich hatte Angst, dass du die Jungen vielleicht nicht haben willst." Federstern reckte sich und legte seine Nase an die seiner Gefährten. "Natürlich will ich die Jungen", schnurrte er, "Ich habe nur befürchtet, neben meinen Pflichten als Anführer nicht genug Zeit für sie aufbringen zu können. Aber ich verspreche dir, jeden freien Herzschlag dir und den Jungen zu schenken." Sturmwolke schnurrte laut, lauter, als Federstern jemals eine Katze schnurren gehört hatte. Sie lehnte sich an ihn, legte den Kopf an seine Schulter. Federstern schloss die Augen. "Ich liebe dich", hauchte er Sturmwolke ins Ohr. Ihr süßer, vertrauter Duft hüllte ihn ein und er hörte ihre sanfte Stimme, die ihn wie ein Windhauch umstrich: "Ich liebe dich auch."

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    39. KAPITEL "Wir sollten Jessys Hilfe annehmen", miaute Blattfall, "Es wäre dumm von uns, so ein Angebot abzuschlagen, vor allem, wenn
    39. KAPITEL

    "Wir sollten Jessys Hilfe annehmen", miaute Blattfall, "Es wäre dumm von uns, so ein Angebot abzuschlagen, vor allem, wenn es von einer Katze kommt, die sich hier auskennt." Schwarzmond sah das Hauskätzchen an, das mit sorgfältig um die Pfoten gelegtem Schwanz und erhobenem Kopf. Der Gedanke, sich von einer Katze, die bei Zweibeinern lebte, helfen zu lassen, missfiel ihr, doch sie wusste, dass Blattfall recht hatte und so nickte sie. Auch Federtanz, Blitzschlag und Sturmflügel stimmten bereitwillig zu. Federtanz wandte sich Jessy zu. "Können wir gleich aufbrechen", erkundigte sich die weiße Kätzin, die sich im Zweibeinerort sichtlich unwohl fühlte. Das Hauskätzchen nickte. "Kommt", miaute sie, sprang auf die Pfoten und bedeutete den Clan-Katzen mit einem Schwanzschnippen, ihr zu folgen. Schwarzmond zögerte einen Herzschlag lang, dann tappte sie hinter ihr her. Jessy lief zielstrebig auf den Zaun zu, sprang hinauf und wartete dort auf die Katzen. Schwarzmond spannte die Muskeln an, sprang und landete neben dem Hauskätzchen. Einige Herzschläge später standen auch Federtanz, Blitzschlag, Blattfall und Sturmflügel neben ihnen. Jessy ließ sich vom Zaun auf eine weitere Grasfläche mit einem Zweibeinernest in der Mitte fallen. Als die die Wiese überquert und auf dem Zaun dahinter angekommen waren, trennte sie ein Donnerweg von den nächsten Grünflächen. Schwarzmond bohrte die Krallen in das weiche Holz des Zaunes, als ein Monster, Wind aufwirbelnd, vorbeiraste. Doch kaum war der Lärm dieses Monstern verebbt, raste auch schon das nächste vorbei. "Das ist kein Ort für Clan-Katzen." Federtanz' klagendes Miauen erklang in einer Pause zwischen den vorbeirasenden Monstern. Schwarzmond nickte und wandte sich an Jessy, um zu fragen, ob es noch einen anderen Weg durch den Zweibeinerort gab, doch zu ihrer Überraschung leuchteten die Augen des Hauskätzchens in einer Mischung aus Ungläubigkeit und Freude. Jessy spitzte erwartungsvoll die Ohren. "Ihr seid Clan-Katzen?" Die Frage verwirrte Schwarzmond. Welche Bedeutung hatte das für eine Katze, die so weit von den Clans entfernt lebte? Doch das Funkeln in Jessys Augen verlangte eine Antwort und so nickte sie. "Ja, wir sind Clan-Katzen." Jessy ließ sich vom Zaun zurück auf die Grasfläche fallen. "Kommt mit!", miaute sie, "Ich muss euch jemanden vorstellen!" Schwarzmond sah die anderen Katzen an, doch die wirkten ebenso verwirrt wie sie selbst. Aber Schwarzmond hatte keine Zeit, über Jessys Interesse für die Clans nachzudenken. Denn das Hauskätzchen rannte über die Grünfläche, ohne sich nach ihnen umzudrehen. Und so sprang Schwarzmond ihr, dicht gefolgt von den anderen, hinterher. Jessy überquerte eilig drei weitere, umzäunte Wiesen. Dann blieb sie vor einem kleinen Zweibeinernest stehen. "Zimt!", rief sie. Schwarzmonds Herz pochte, als sich im Zweibeinernst eine kleine Öffnung auftat und eine zierliche, weiße Kätzin mit goldenen Flecken auf dem Rücken ins Freie trat. Schwarzmond starrte sie an. Irgendetwas an der Kätzin kam ihr seltsam vertraut vor. "Sei nicht töricht!", tadelte sie sich, "Das ist ein Hauskätzchen, das so weit von den Clans entfernt lebt, dass du es nicht kennen kannst!" Doch dann, als die kleine Kätzin zu sprechen begann, traf Schwarzmond die Erkenntnis wie ein Blitz. "Ich habe dir doch schon oft gesagt, dass du mich bei meinem Clan-Namen rufen sollst", miaute das Hauskätzchen, "Ich heiße nicht Zimt. Ich heiße Tüpfeljunges."

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    40. KAPITEL Als Flussstern am Flussufer entlang trottete, ging die Sonne gerade unter und verwandelte das ruhig dahinfließende Wasser in ein Band aus
    40. KAPITEL

    Als Flussstern am Flussufer entlang trottete, ging die Sonne gerade unter und verwandelte das ruhig dahinfließende Wasser in ein Band aus glühendem Feuer. Meerestraum tappte hinter dem Anführer des BachClans her und obwohl dieser wusste, dass die blinde Heiler-Kätzin keine Schwierigkeiten hatte, ihm zu folgen, warf er immer wieder einen Blick über die Schulter zurück, um sich zu vergewissern, ob die Kätzin mit ihm Schritt halten konnte. Je näher sie dem Baumgeviert kamen, desto mehr verkrampften sic seine Muskeln. "Ein Treffen wie dieses hat es noch nie zuvor gegeben", murmelte er vor sich hin, "Ob der SternenClan es billigen wird?" Als Meerestraum und Flussstern den Versammlungsort erreichten, verblassten gerade die letzten hellen Streifen am Horizont. Die Sternen funkelten kalt an einem wolkenlosen Himmel. "Seid gegrüßt." Flussstern erkannte Sonnensterns Stimme. Er blickte sich um und entdeckte die alte Anführerin, die neben Windschatten saß. Er nickte den beiden BlattClan-Katzen grüßend zu, dann setzte er sich. Ein Rascheln im Gestrüpp kündigte die Ankunft weiterer Katzen an. Flussstern prüfte die Luft, HimmelClan-Geruch wehte ihm entgegen. Silberstern und Saphirblüte traten Seite an Seite auf die Lichtung, wenige Herzschläge später folgten Federstern und Distelkralle vom SturmClan. Und dann, nach einer Weile, die sich wie eine Ewigkeit anfühlte, erschienen auch Mondstern und Krähenflügel. Flussstern fiel auf, dass Meerestraum bei der Ankunft der NachtClan-Katzen kaum merklich zusammenzuckte und die Krallen ausfuhr. Doch er hatte keine Zeit, darüber nachzudenken, denn Silberstern erhob die Stimme: "Wir sind vollzählig", miaute der HimmelClan-Anführer, "Lasst uns beginnen." Sonnenstern nickte langsam. "Hat der SternenClan zu euch gesprochen?", erkundigte sich die alte Anführerin. Flussstern schüttelte den Kopf und zu seiner Enttäuschung taten die anderen es ihm gleich, "Dann sollten wir ...", fuhr Sonnenstern fort, aber er wurde von Mondstern unterbrochen: "Woher weiß ich, dass einer von euch nicht doch etwas über die verschwundenen Katzen weiß und es uns nicht verrät, um seinem Clan einen Vorteil zu verschaffen?" Flussstern verengte die Augen und musste sich bemühen, ein Knurren zu unterdrücken. Windschatten vom BlattClan trat einen Schritt vor. "Das Verschwinden der Katzen geht alle Clans etwas an und deshalb müssen wir nun zusammenhalten und Vertrauen ineinander haben, auch wenn Grenzen zwischen uns liegen." "Er hat recht", stimmte Krähenflügel zu, doch Mondstern warf der Heiler-Kätzin einen eisigen Blick zu, woraufhin diese augenblicklich verstummte. Flussstern schob seine Missbilligung über Mondsterns Verhalten mit aller Kraft beiseite. "Wir müssen über die Grenzen hinaus zusammenhalten", bestätigte er Windschattens Worte und bemühte sich dabei, ruhig zu klingen. Doch Mondschatten ließ sich nicht überzeugen. "Wie soll ich mit Katzen zusammenarbeiten, von deren Krallen ich Narben trage?", fauchte er, dann drehte er sich um und stolzierte davon. "Was ist mit den verschwundenen Katzen?", rief Sonnenstern ihm nach, doch Mondstern gab keine Antwort. Krähenflügel warf den übrigen Katzen einen entschuldigenden Blick zu. "Ich muss gehen", miaute sie bedauernd, "Es tut mir leid."

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    41. KAPITEL "Tüpfeljunges!" Schwarzmond sprang vor, beugte sich zu der kleinen Kätzin hinab und berührte sie mit der Nase am Kopf. Sie f
    41. KAPITEL

    "Tüpfeljunges!" Schwarzmond sprang vor, beugte sich zu der kleinen Kätzin hinab und berührte sie mit der Nase am Kopf. Sie fühlte, wie die Blicke der anderen Katzen auf ihr ruhten, doch das war ihr egal. Jetzt zählte nur, die Kätzin zu begrüßen, die einst eine NachtClan-Katze gewesen war. Doch dann war sie verschwunden, als sie erst zwei Monde alt gewesen war und keine der Suchpatrouillen, die damals losgeschickt worden war, hatte sie finden können. Tüpfeljunges sah zu ihr auf, ihre Augen funkelten verwirrt. "Wer bist du?" Schwarzmond versuchte, sich die Enttäuschung, darüber, dass Tüpfeljunges sie nicht erkannte, nicht anmerken zu lassen. "Ich bin Schwarzmond. Als du noch beim NachtClan warst, hieß ich noch Schwarzpfote." Tüpfelblatt riss die Augen auf, die Verwirrung wich der Ungläubigkeit. "Schwarzmond! Der SternenClan muss dich geschickt haben, um mich nach Hause zu holen!" Nun traten auch die anderen Katzen näher, ihre Blicke waren neugierig auf Tüpfeljunges gerichtet. "Woher kennst du diese Katze?", erkundigte sich Federtanz. "Sie war eine NachtClan-Katze", antwortete Schwarzmond, ohne den Blick von Tüpfeljunges abzuwenden, "Aber sie ist verschwunden, als sie erst zwei Monde alt war." Tüpfeljunges reckte die Brust vor. "Ich bin von Zweibeinern entführt worden", miaute sie, "Aber jetzt seid ihr hier, um ich zurück zu den Clans zu bringen!" "Natürlich bringen wir dich nach Hause", schnurrte Schwarzmond sanft, "In den NachtClan, dorthin, wo die hingehörst." Tüpfeljunges sah zu ihr auf. "Wann können wir aufbrechen?" "Jetzt gleich", antwortete Schwarzmond, doch augenblicklich fühlte sie eine Schwanzspitze, die ihr über die Flanke strich. Blattfall war neben sie getreten. "Sie kann uns nicht in die Berge begleiten. Sie ist doch kaum mehr als ein Junges. Das wäre viel zu gefährlich, vor allem, weil wir nicht wissen, was uns dort erwartet." Tüpfeljunges ließ den Kopf sinken. Schwarzmond öffnete schon den Mund, um der Zweiten Anführerin des BlattClans zu widersprechen, doch Blattfall kam ihr zuvor: "Willst du wirklich ihr Leben in den Bergen riskieren?" Schwarzmond schwieg, sie begriff, dass die ältere Kätzin recht hatte. Blattfall beugte sich zu Tüpfeljunges hinunter. "Wenn wir aus den Bergen zurückkehren, müssen wir den Zweibeinerort erneut durchqueren", miaute sie sanft, "Dann nehmen wir dich mit zu den Clans, das verspreche ich dir beim SternenClan." Tüpfeljunges sah zu ihr auf, plötzlich lag Furcht in ihren Augen. "Glaubst du, der SternenClan wacht noch über mich, wo ich doch nicht mehr bei den Clans lebe?" Blattfall strich der kleinen Kätzin sanft mit der Schwanzspitze über den golden getüpfelten Rücken. "Hast du jemals aufgehört, an den SternenClan zu glauben?", fragte sie. Tüpfeljunges schüttelte den Kopf. "Nein." Blattfall schnurrte. "Dann bin ich mir sicher, dass der SternenClan noch über dich wacht." Tüpfeljunges sah die Clan-Katzen an. "Möge der SternenClan euren Weg erleuchten", miaute sie. Schwarzmond berührte die Nase der kleinen Kätzin ein letztes Mal mit der ihren, dann drehte sie sich um und setzte, hinter Jessy her tappend, ihren Weg fort. Sie warf noch einen letzten Blick über die Schulter zu Tüpfeljunges zurück, die auf der Grasfläche saß und den Katzen hoffnungsvoll nachblickte. "Wir kommen dich holen", dachte Schwarzmond, "Ganz bestimmt."

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    42. KAPITEL Silberstern stand auf dem Hochstein und blickte auf die versammelten Katzen hinab. Zwei Tage waren seit dem Treffen der Anführer und Heil
    42. KAPITEL

    Silberstern stand auf dem Hochstein und blickte auf die versammelten Katzen hinab. Zwei Tage waren seit dem Treffen der Anführer und Heiler-Katzen vergangen und der Clan hatte die Entrüstung über Mondsterns Verhalten allmählich abgelegt und war zum Alltag zurückgekehrt. Silberstern schob die Gedanken an das Treffen beiseite, jetzt war keine Zeit, sich darüber den Kopf zu zerbrechen. "Wir haben uns hier versammelt", begann er zu sprechen, "um eine der wichtigsten Zeremonien der Clans zu halten, die Ernennung eines neuen Kriegers." Sein Blick fiel auf eine flammenfarbene Kätzin, deren türkise Augen vor Aufregung funkelten. "Feuerpfote, tritt vor." Als die Kätzin sich erhoben hatte und vor die versammelten Katzen getreten war, ließ Silberstern sich vom Hochstein neben sie fallen. "Ich, Silberstern, Anführer des HimmelClans, rufe meine Kriegerahnen an und bitte sie, auf diese Schülerin herabzublicken. Sie hat hart trainiert, um eure edlen Gesetze zu erlernen und ich empfehle sie euch nun als Kriegerin." Er hatte diese Worte schon so oft gesprochen und dennoch war er jedes einzelne Mal von Ehrfurcht ergriffen, wenn er den SternenClan anrief, um einen neuen Krieger zu ernennen. "Feuerpfote", fuhr er fort, "versprichst du, das Gesetz der Krieger zu achten, deinen Clan zu schützen und ihn zu verteidigen, selbst wenn es dein Leben kostet?" "Ich verspreche es." Feuerpfotes Stimme bebte vor Aufregung. "Dann gebe ich dir mit der Kraft des SternenClans deinen Kriegernamen. Feuerpfote, von diesem Augenblick an sollst du Feuerwind heißen. Der SternenClan ehrt deine Klugheit und deine Treue und wir heißen dich als vollwertige Kriegerin des HimmelClans willkommen." Silberstern legte Feuerwind seine Nase auf den Kopf, die neu ernannte Kriegerin leckte ihm respektvoll die Schulter. Dann trat Silberstern zurück. "Feuerwind! Feuerwind!" Der gesamte Clan rief die junge Kriegerin bei ihrem neuen Namen. Silberblatt, die Feuerwinds Mentorin gewesen war, war die erste Katze, die vortrat und der neuen Kriegerin gratulierte. Silberstern setzte sich und beobachtete die Katzen, die sich begeistert um Feuerwind drängten. "Vielleicht hat der Clan genau das gebraucht", dachte er, während er sich abwandte und zu seinem Bau trottete, "Die Ernennung eines neuen Kriegers, ein Zeichen der Hoffnung nach dem geheimnisvollen Verschwinden von Sturmflügel und den anderen Katzen."

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    43. KAPITEL Schattentrixer spähte zu Mondstern empor, der mit hoch erhobenem Kopf auf dem Hochstein stand nd auf den versammelten Clan herabblickte.
    43. KAPITEL

    Schattentrixer spähte zu Mondstern empor, der mit hoch erhobenem Kopf auf dem Hochstein stand nd auf den versammelten Clan herabblickte. "Fox", begann der Anführer zu sprechen, "Du lebst nun seit einem Mond im NachtClan und hast dich gut eingelebt. Ist es dein Wunsch, bei uns zu bleiben, um eine Kriegerin zu werden und nach den edlen Gesetzen des SternenClans zu leben?" Schattentrixer beobachtete die kleine Kätzin, die ehrfürchtig zu Mondstern aufsah. "Das ist es, Mondstern", antwortete sie mit klarer Stimme. Mondstern nickte knapp, dann hob er abermals die Stimme: "Von diesem Tag an und bis sie sich ihren Kriegernamen verdient hat, wird diese Schülerin Fuchspfote heißen. Ich rufe den SternenClan an, über sie zu wachen, auch wenn sie nicht im Clan geboren ist." Bei diesen Worten musste Schattentrixer an jenen Tag denken, als er beschlossen hatte, auf die Jagd zu gehen und das halb verhungerte Junge im Wald gefunden hatte. Damals hatte er die kleine Kätzin zum Clan gebracht und ihr somit das Leben gerettet. Er erinnerte sich noch gut daran, wie missbilligend Mondstern das kleine Junge damals angesehen hatte und dass er gesagt hatte, dass ein Streunerjunges im Clan nichts zu suchen hatte. Doch damals hatte ihn Schattentrixer daran erinnert, dass das Gesetz der Krieger ihnen vorschrieb, ein Junges in der Not zu retten, selbst wenn es nicht zum Clan gehörte und schließlich hatte der Anführer die kleine Kätzin widerwillig aufgenommen. Nun bemerkte Schattentrixer am Klang von Mondsterns Stimme und der Art, wie der Anführer Fox ansah, dass seine Feindseligkeit gegenüber der Kätzin ein wenig nachgelassen hatte. "Schattentrixer" Mondsterns Stimme riss ihn aus seinen Erinnerungen. Schattentrixer sah zu Mondstern auf. "Du bist nun bereit für deinen ersten Schüler." Schattentrixer stellte überrascht die Ohren auf, er hatte nicht erwartet, dass Mondstern ihn zu Fuchspfotes Mentor ernannte. Er erhob sich, trottete zwischen den versammelten Katzen hindurch vor den Hochstein. "Du hast in zahllosen Schlachten deinen Mut und dein Geschick bewiesen", fuhr Mondstern fort, "Ich bin überzeugt davon, dass du dein Können an Fuchspfote weitergeben und sie zu seiner guten Kriegerin ausbilden wirst." Schattentrixer nickte. "Ich werde mein Bestes geben." Er tappte zu Fuchspfote, beugte sich hinab und berührte die spitze Nase der kleinen Kätzin mit der seinen. Aus dem Augenwinkel erhaschte er einen Blick auf Mondstern, der vom Hochstein sprang und in seinen Bau tappte. Schattentrixer unterdrückte ein Knurren. "Er hat ihr nicht einmal gratuliert", dachte er missbilligend. Doch die anderen NachtClan-Katzen schien es nicht zu stören, dass Fuchspfote nicht im Clan geboren war. Sie erhoben die Stimme im Chor und riefen die neue Schülerin bei ihrem Namen. "Fuchspfote! Fuchspfote!" Schattentrixer legten den Kopf in den Nacken und stimmte mit ein: "Fuchspfote!"

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    44. KAPITEL Federstern stand neben Sturmwolke, die sich vor Schmerz kreischen krümmte. Entsetzt wich er zurück. "Tu doch etwas!", flehte e
    44. KAPITEL

    Federstern stand neben Sturmwolke, die sich vor Schmerz kreischen krümmte. Entsetzt wich er zurück. "Tu doch etwas!", flehte er Distelkralle an, der neben Sturmwolke kauerte und ihr sanft mit der Pfote über den gewölbten Bauch strich. Bei Federsterns Worten hob er den Kopf. "Ich habe ihr die Himbeerblätter gegeben, um sie bei Kräften zu halten", miaute der Heiler ruhig, "Mehr kann ich nicht für sie tun." Erneut kreischte Sturmwolke auf, ihre Augen waren glasig vor Schmerzen. "Gib ihr Mohnsamen, dass sie nicht so leiden muss!", bellte er, doch Distelkralle schüttelte nur den Kopf. "Mohnsamen lindern die Schmerzen, aber sie bringen auch Müdigkeit mit sich. Sturmwolke muss wach bleiben, bis die Jungen da sind." Federstern sah hilflos auf seine Gefährtin hinab, sein Herz fühlte sich an, als würde es jeden Moment vor Mitleid zerspringen. Abermals stieß Sturmwolke einen spitzen Schrei aus. Federstern beugte sich zu seiner Gefährtin hinab und berührte sie sanft mit der Nase zwischen den Ohren. Er zuckte zusammen, als er fühlte, wie heftig sie zitterte. "Es wird alles gut", flüsterte er sanft. Sturmwolke sah zu ihm auf, dann krümmte sich ihr Körper plötzlich, sie streckte die Pfoten von sich, ein gewaltiges Beben lief durch ihren Körper, wann lag sie ruhig da. Distelkralle hob den Kopf, er hatte das Nackenfell eines winzigen, rot getigerten Jungen gepackt und legte das Fellbündel vor Federsterns Pfoten ab. Federstern sah das Junge an. "Danke, SternenClan", hauchte er. Leise maunzend und mit fest geschlossenen Augen kroch das kleine Kätzchen auf Sturmwolke zu, die es sanft mit der Pfote an ihren Bauch schob, dann riss sie plötzlich die Augen auf, ihr Mund öffnete sich zu einem spitzen Schrei. "Da kommt noch eins", miaute Distelkralle, kauerte sich wieder neben sie und legte ihr die Pfote auf den Bauch. Sturmwolke lag zitternd da, ihre Pfoten zuckten vor Anstrengung und Schmerz. Dann erstarrte sie und entspannte sich wieder. Erneut hob Distelkralle den Kopf, diesmal baumelte ein silbernes Junges aus seinem Mund. Sanft legte er es neben das flammenfarbene, dann wandte er sich wieder Sturmwolke zu. Wieder wurde ihr Körper geschüttelt, die graue Kätzin war kaum noch bei Bewusstsein. Ihre Augen waren trüb, ihr Mund war in einem Schrei geöffnet, für den sie keine Kraft mehr hatte und so blieb sie stumm. Ihr Körper bebte, dann lag sie still da. Federstern starrte sie an, sein Herz pochte vor Angst. "Was ist mit ihr?", hauchte er furchtsam. Distelkralle, der ein drittes, schildpattfarbenes Junges neben die anderen beiden legte, hob den Kopf. "Das war das letzte", miaute der Heiler, "Es ist vorbei. Sturmwolke ist erschöpft und braucht jetzt ihre Ruhe." Federstern hörte deutlich den Befehl in seiner Stimme. Er wollte schon widersprechen, beharren, dass er bei seiner Gefährtin und den Jungen bleiben musste, doch Distelkralle kam ihm zuvor. "Ich bleibe hier", miaute er, "Du gehst in deinen Bau und ruhst dich aus." Einen Herzschlag lang wollte Federstern widersprechen, dann überkam ihn die Erschöpfung. Er drehte sich um und schlurfte aus der Kinderstube.

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    45. KAPITEL Es waren nun fünf Tage vergangen, seit Eis, das auf Blatt taut, die Stammeskatzen verlassen hatte. Wolke, die über den Himmel zieht, sta
    45. KAPITEL

    Es waren nun fünf Tage vergangen, seit Eis, das auf Blatt taut, die Stammeskatzen verlassen hatte. Wolke, die über den Himmel zieht, stand in der Mitte der Stammeshöhle und beobachtete die Katzen, die wieder zu ihrem Alltag zurückgekehrt waren. Die Katzen saßen in kleinen Gruppen zusammen, gaben sich die Zunge oder teilten sich ein Stück Beute. Wolkes Blick fiel auf Wasser, das von Fels fällt, der alleine am Rand der Höhle saß und vor sich hin starrte. Wolkes Herz wurde schwer beim Anblick des Katers, mit dem sie schon befreundet war, seit sie beide Jungen gewesen waren. "Wie schrecklich muss es für ihn sein", dachte sie, während sich ihre Kehle vor Mitleid zusammenschnürte, "Zuerst wird seine Gefährtin von einem Adler getötet und dann beschließt sein Junges, fortzugehen." Wolke beschloss, sich zu ihm zu gesellen. "Was er jetzt braucht, ist eine Freundin, die ihm Mut macht." Wolke tappte durch die Höhle auf ihn zu. "Hallo", miaute sie freundlich und setzte sich neben ihn, "Hast du Lust, dir mit mir ein Stück Beute zu teilen?" Wasser blinzelte, schüttelte dann den Kopf. "Nein danke, ich habe keinen Hunger." Bevor sich Wolke zurückhalten konnte, sprudelten die Worte nur so aus ihr heraus: "Es tut mir so leid, Wasser, ich wünschte, ich könnte dir irgendwie Kraft geben, um mit allem, was passiert ist, leichter fertigzuwerden." Wasser sah sie an. "Das tust du schon, indem du bei mir bist." Wolke sah ihm in die Augen, die vor Trauer trüb waren. Sie wusste nicht, was sie noch hätte sagen können, also schwieg sie. So saßen die beiden Katzen schweigend da, so dicht nebeneinander, dass sich ihre Pelze berührten. Wolke sah zum Höhlenausgang hinüber, wo das milchige Licht des Morgens in die dämmrige Höhle strömte. Sie erinnerte sich noch gut daran, wie Sonne und Eis durch diese Öffnung aus der Höhle getappt waren. Wolke seufzte. "Aber ich werde niemals mehr sehen, wie sie zurückkehren ..."

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    46. KAPITEL "Federpfote, ist es dein Wunsch, in die Geheimnisse des SternenClans eingeweiht zu werden und den Pfad einer Heiler-Katze zu beschrei
    46. KAPITEL

    "Federpfote, ist es dein Wunsch, in die Geheimnisse des SternenClans eingeweiht zu werden und den Pfad einer Heiler-Katze zu beschreiten?" Vor wenigen Sonnenaufgängen war Federpfote zur Schülerin ernannt worden, nun stand sie, zusammen mit den anderen Heiler-Katzen, am Mondteich, einem flachen Wasserbecken in der Mitte einer felsigen Grotte, wo sie zum ersten Mal mit dem SternenClan ihre Träume teilen würde. Ihr Herz pochte vor Aufregung. "Ja, das ist mein Wunsch", miaute sie mit zitternder Stimme ihrem Mentor. "Dann tritt vor", miaute Windschatten und winkte sie mit dem Schwanz zu sich. Federpfote gehorchte und tappte zu ihm, bis sie am Rand des Mondteiches stand. "Krieger des SternenClans, ich stelle euch diese Schülerin vor. Sie hat den Pfad einer Heiler-Katze gewählt. Gewährt ihr das Wissen und den Scharfsinn, um eure Wege zu verstehen und ihren Clan zu heilen, im Einklang mit dem Willen des SternenClans." Windschatten ließ sich auf die Steine sinken, streckte die Nase vor und berührte die Oberfläche des Mondteiches mit der Nasenspitze. Federpfote zögerte einen Herzschlag lang, dann tat sie es ihm gleich. Als sie das eisige Wasser berührte, war es, als würde ihr gesamter Körper zu Eis erstarren, sie fühlte, wie sie davongetragen wurde, das Plätschern des Mondteiches verklang in der Ferne, um sie herum waberte Dunkelheit. "Federpfote." Die Stimme einer Katze drang an ihre Ohren. Federpfote schlug die Augen auf, sie stand auf einer Waldlichtung, hoch oben in den Bäumen sangen Vögel ihre Lieder, ein sanfter Windhauch strich ihr durch das Fell. Sie blickte sich nach der Katze um, die gesprochen hatte und entdeckte eine hübsche, hellbraun gefleckte Kätzin, deren Fell funkelte wie die Sterne selbst. "Sei gegrüßt", miaute die Kätzin, "Mein Name ist Bernsteinfeder. Ich war vor Windschatten Heilerin des BlattClans. Mein Schüler ist Mentor geworden und wenn die Zeit gekommen ist, wirst auch du Mentorin werden, du wirst dich dem SternenClan anschließen und dein Schüler wird zum Mentor werden und so wird das Wissen eines Heilers von Katze zu Katze weitergegeben werden, solange es die Clans gibt." Bernsteinfeder sah Federpfote eindringlich in die Augen. "Doch das Schicksal der Clans ist in Gefahr." Federpfote wich erschrocken zurück, ihr Fell war vor Entsetzen gesträubt. Plötzlich wurden Bernsteinfeders Augen sanft. "Habe keine Angst, junge Schülerin. "Vertraue auf den Mut der Katzen, die die Clans verlassen haben. Sie werden zurückkehren, sie werden Hoffnung bringen ..."

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    47. KAPITEL Die Sonne ging gerade unter, doch die Dunkelheit wurde durch unnatürlich hell scheinende Lichter, die aus Zweibeinernestern drangen oder
    47. KAPITEL

    Die Sonne ging gerade unter, doch die Dunkelheit wurde durch unnatürlich hell scheinende Lichter, die aus Zweibeinernestern drangen oder entlang der Donnerwege leuchteten, vertrieben. Blitzschlag trottete hinter Jessy her. Ihr Kopf brummte von dem Lärm der Monster, ihre Pfoten schmerzten von der Wanderung über die Zäune und Donnerwege und ihr Magen zog sich vor Hunger zusammen. Sie sehnte sich nach ihrem gemütlichen Nest im SturmClan-Lager, nach der Stille der Nacht, nach dem sanften Wind, nach dem weichen Gras. Mit hängendem Kopf tappte sie über eine weitere Grasfläche, die Erschöpfung drohte sie bei jedem Schritt zu überkommen. Als Jessy unerwartet stehen blieb, wäre Blitzschlag beinahe in sie hinein gerannt. Im letzten Moment kam sie rutschend zum Stehen. Jessy blickte sich nach den Clan-Katzen um. "Hier können wir übernachten", miaute sie. Blitzschlag war erleichtert, endlich würde sie sich ausruhen können. Doch dann wurde sie von Zweifeln gepackt. "Hier gibt es keine Deckung", widersprach sie und versuchte, ihre Stimme nicht matt vor Erschöpfung klingen zu lassen. Jessy schnippte mit dem Schwanz. "Keine Sorge", miaute das braun-schwarz getigerte Hauskätzchen, "Wartet hier." Bevor eine der Clan-Katzen widersprechen konnte, war Jessy davongesprungen. Wenige Herzschläge später, kehrte sie, begleitet von einem braunen Kater, zurück. "Das ist Beany, ein guter Freund von mir", miaute Jessy, "Er lebt hier und ist damit einverstanden, wenn wir bei ihm übernachten." Beany schnippte mit dem Schwanz, "Kommt mit!" Keine der Clan-Katzen, nicht einmal Schwarzmond, weigerte sich. Alle folgten sie dem fremden Kater. Blitzschlag nahm an, dass sie alle zu erschöpft von der Wanderung waren, um nach einem anderen Unterschlupf zu suchen. Beany führte die Katzen an einem großen Zweibeinernest vorbei, durch dessen kantige Öffnungen Licht auf die Grasfläche geworfen wurde. Als die Katzen, um die Ecke des Nests bogen, entdeckte Blitzschlag eine weiteres Nest, das viel kleiner war als das erste und aus dessen Öffnungen nicht ein Lichtstrahl drang. Beany lief geradewegs auf das Nest zu. "Hier schlafe ich", miaute er, "Die Zweibeiner kommen hier nur selten her, es gibt genügend Heu, um sich ein gemütliches Nest zu bauen, es wimmelt nur so von Mäusen und man ist vor Wind und Regen geschützt." Der Hauskater schlüpfte durch einen Spalt in das Nest, dann war er verschwunden. Blitzschlag zögerte einen Herzschlag lang, dann trieb sie die Erschöpfung hinter Beany her.

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    48. KAPITEL Silberstern stand auf dem Mondstein, sein warmer Blick ruhte auf dem versammelten Clan. "Schattenpfote, tritt vor." Schattenpfot
    48. KAPITEL

    Silberstern stand auf dem Mondstein, sein warmer Blick ruhte auf dem versammelten Clan. "Schattenpfote, tritt vor." Schattenpfote erhob sich, als er auf den Hochstein zu trottete, zitterten seine Pfoten vor Aufregung. Anmutig sprang Silberstern vom Mondstein und landete neben ihm. "Ich, Silberstern, Anführer des HimmelClans, rufe meine Kriegerahnen an und bitte sie, auf diesen Schüler herabzublicken. Er hat hart trainiert, um eure edlen Gesetze zu erlernen und ich empfehle ihn euch nun als Krieger." Unwillkürlich musste Schattenpfote an Rubinpfote denken. "Ob sie wohl stolz auf mich sein wird, wenn ich ihr bei der nächsten Großen Versammlung erzähle, dass ich zum Krieger ernannt worden bin?" Schuldgefühle überkamen ihn, als er an die Liebe zwischen ihm und der BlattClan-Kätzin dachte. "Ich weiß, dass es falsch ist, sie zu lieben. Warum fühlt es sich dann so richtig an?" Er erinnerte sich noch gut an jene Große Versammlung, auf der bekannt wurde, dass aus jedem Clan eine Katze fehlte. Damals hatte er Rubinpfote kennengelernt und sich auf den ersten Blick in sie verliebt. Und dann hatte Rubinpfote ihm, fern ab von dem Tumult der Großen Versammlung, gestanden, dass auch sie ihn liebte. Sein Herz klopfte heftig bei dem Gedanken daran. Silbersterns Stimme riss ihn aus seinen Gedanken. "Versprichst du, das Gesetz der Krieger zu achten, deinen Clan zu schützen und ihn zu verteidigen, selbst wenn es dein Leben kostet?" Einen Herzschlag lang zögerte Schattenpfote. "Versprichst du, das Gesetz der Krieger zu achten ..." Die Worte hallten in seinem Kopf nach, "Das Gesetz der Krieger schreibt mir vor, Rubinpfote als Feindin zu sehen, wenn wir uns in einer Schlacht gegenüberstehen würden." Aber er hatte immer davon geträumt, Krieger zu werden. Er holte tief Luft und antwortete: "Ich verspreche es." "Dann gebe ich dir mit der Kraft des SternenClans deinen Kriegernamen. Schattenpfote, von diesem Augenblick an sollst du Schattenflügel heißen. Der SternenClan ehrt dein Geschick und deine Klugheit und wir heißen dich als vollwertigen Krieger des HimmelClans willkommen."

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    49. KAPITEL Dämmernder Morgen lief hinter Schwarze Kralle, Grauer Schatten und Plätschernder Bach auf das Lager zu. Ein Vogel baumelte zwischen sein
    49. KAPITEL

    Dämmernder Morgen lief hinter Schwarze Kralle, Grauer Schatten und Plätschernder Bach auf das Lager zu. Ein Vogel baumelte zwischen seinen Kiefern. "Schimmernder Tau wird sich bestimmt über die Beute freuen", dachte er und beschleunigte seine Schritte, bis er neben Plätschernder Bach eingeholt hatte, "Und bald werden Funkelnder Stern und Plätschernder Regen alt genug sein, dass ich ihnen das Jagen beibringen kann." Bei diesem Gedanken lief ein freudiges Kribbeln durch seine Pfoten, doch das Gefühl des Glücks verschwand, als sie das Lager erreichten. Kaum war er durch den Schutzwall geschlüpft, den die Katzen aus Zweigen rund um die Unterschlüpfe errichtet hatten, kam ihm Schimmernder Tau entgegengerannt, ihre Augen funkelten vor Sorge. "Komm mit", miaute sie mit drängender Stimme. "Was ist los?", erkundigte sich Dämmernder Morgen, doch die Kätzin hatte sich bereits abgewandt und lief auf den Bau zu, in dem die beiden Gefährten mit ihren Jungen lebten. Dämmernder Morgen ließ den Vogel fallen und sprang hinter ihr her. Beim Eingang des Baus holte er sie ein. Schimmernder Tau schlüpfte in das hohe Gras, der goldbraun getigerte Kater folgte ihr. Er erwartete, dass die Jungen herbeibesprungen kamen, um ihn zu begrüßen, doch alles blieb still. Unbehagen regte sich in Dämmernder Morgen. Er wandte sich an seine Gefährtin, doch noch bevor er etwas sagen konnte schob sie mit der Pfote einige Grashalme beiseite und entblößte ein kleines Nest, in dem Funkelnder Stern kauerte. Die kleine Kätzin lag zusammengekrümmt da, ihre Augen waren fast geschlossen und ihre Pfoten zuckten, als würde sie schlecht träumen. "Sie sagt, sie hat Bauchschmerzen", miaute Schimmernder Tau. Dämmernder Morgen betrachtete das Junge einen Herzschlag lang. "Hat sie etwas Schlechtes gegessen?" Schimmernder Tau warf ihm einen vorwurfsvollen Blick zu. "Du weißt, dass ich das nie zulassen würde", miaute sie, "Ich habe ..." Die Kätzin wurde von Funkelnder Stern unterbrochen, die plötzlich die Augen weit aufriss und einen Klagelaut ausstieß, der Dämmernder Morgen das Herz brach. Er beugte sich zu seiner Tochter hinab und berührte sie sanft mit der Nase am Kopf. Da erst merkte er, dass von der kleinen Kätzin ein seltsam fauliger Geruch ausging, sodass er sich anstrengen musste, nicht zu würgen. Dämmernder Morgen schloss die Augen. "Ich habe schon viele Katzen gesehen, die Bauchschmerzen hatten. Aber noch keine von ihnen hat so gerochen." Sein Atem stockte vor Sorge. "Ich bin mir sicher, dass das keine gewöhnlichen Bauchschmerzen sind."

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    50. KAPITEL Shadow kauerte im Schatten eines Busches und beobachtete einen großen, dunkelbraun getigerten Kater der über die Grasfläche vor einem Z
    50. KAPITEL

    Shadow kauerte im Schatten eines Busches und beobachtete einen großen, dunkelbraun getigerten Kater der über die Grasfläche vor einem Zweibeinernest stolzierte. Sie fuhr die Krallen aus, in freudiger Erwartung, sie in das Fleisch des Katers graben zu können und sich dabei vorzustellen, ihr Vater Mondstern läge unter ihr. Sie verengte die Augen zu schlitzen, ihre Muskeln spielten unter ihrem schwarzen Pelz. Sie duckte sich, dann sprang sie. Der Kater fauchte überrascht, als sie auf seinem Rücken landete. Shadow bohrte die Krallen in seine Schultern und verbiss sich in ihrem Nacken. Der Kater heulte auf vor Schmerz. Shadow genoss das Leiden dieses Katers so sehr, dass ein Schnurren in ihrer Kehle emporstieg. Doch schon im nächsten Moment, baute sich der Kater auf und warf sich auf den Rücken, sodass er Shadow unter sich begrub. Die schwarze Kätzin trat mit den Hinterpfoten nach dem Kater aus, doch die Schläge, die sie ihm erteilten, schienen ihm nichts auszumachen. Stattdessen drückte er sie mit jedem Versuch, den sie unternahm, um ihn zu verletzen, nur noch fester auf die Grasfläche. Der Kater sah verächtlich auf sie hinab. "Du hättest dich lieber nicht mit mir anlegen sollen", knurrte er mit gebleckten Zähnen. Er versetzte ihr einen harten Schlag auf die Nase, woraufhin Shadow sich bemühen musste, vor Schmerz nicht zusammenzuzucken. Sie starrte den Kater mit vor Wut glühenden Augen an. "Glaubst du, dass du schon gewonnen hast?", forderte sie ihn heraus. Der Kater zuckte mit den Ohren. "Das nehme ich an, immerhin kämpfst du wie ein Junges." Zorn schoss durch Shadows Körper, vertrieb den Schmerz und gab ihr neue Kraft. Sie zog die Hinterläufe an, dann stieß sie sie mit voller Wucht gegen den Bauch des Kater. Die Augen des Streuners weiteten sich vor Überraschung, als er von ihr geschleudert wurde. Shadow sprang auf die Pfoten, doch sie stürzte sich nicht erneut auf den Kater. Denn während dem Kampf hatte sich eine Idee in ihren Gedanken geformt. "Du kämpfst gut", miaute Shadow. Der Kater sah sie kalt an. "Was willst du?" Shadow zuckte mit der Schwanzspitze. "Weißt du, im Wald hinter dem Zweibeinerort leben fünf Katzengruppen. Dort bin ich geboren und von dort wurde ich von meinem Vater vertrieben. Und deshalb will ich Rache! Was hältst du davon, dich mir anzuschließen und mit anderen Streunern diese Katzen anzugreifen?" "Was habe ich davon?", knurrte der Kater. Shadow trat einen Schritt auf sie zu. "Wenn wir die Katzengruppen besiegen, gehört uns der gesamte Wald!"

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    51. KAPITEL Schwarzmond tappte hinter Jessy den Donnerweg entlang. Nun wanderten sie schon seit zwei Tagen durch den Zweibeinerort und mittlerweile ha
    51. KAPITEL

    Schwarzmond tappte hinter Jessy den Donnerweg entlang. Nun wanderten sie schon seit zwei Tagen durch den Zweibeinerort und mittlerweile hatte sich die Kätzin an den harten Boden unter ihren Pfoten, den Lärm, der in den Öhren dröhnte und die seltsamen Gerüche, die in der Nase brannten, gewöhnt. Es kam ihr sogar schon normal vor, über Zäune zu springen und Donnerwege zu überqueren. Schwarzmond lief schweigend hinter Jessy her, bis das Hauskätzchen stehen blieb. Jessy drehte sich zu den Clan-Katzen um. "Hier verlasse ich euch", miaute sie. "Aber wie sollen wir den Weg aus dem Zweibeinerort finden?", klagte Sturmflügel und blickte sich hektisch nach allen Seiten um. Obwohl Schwarzmond anfangs nicht begeistert davon gewesen war, sich mit einem Hauskätzchen abzugeben, erschreckte sie nun der Gedanke, alleine durch diesen fremden Ort zu ziehen und so stimmte sie der HimmelClan-Kätzin insgeheim zu. Jessy streckte die Pfote vor, bis sie mit den Krallenspitzen den Donnerweg berührte. "Ab hier müsst ihr nur diesem Donnerweg folgen, er wird euch direkt aus dem Zweibeinerort führen." Schwarzmond sah am Donnerweg entlang, der, so weit sie sehen konnte, von Zweibeinernestern flankiert war. "Ich einem Tag werde ihr auf der anderen Seite sein", fuhr Jessy fort, dann wandte sie sich zum Gehen. Als sie an Schwarzmond vorbeitappte, berührte sie die Kätzin mit dem Schwanz an der Schulter. "Komm mit", miaute sie, "Ich muss mit der reden." Schwarzmond stellte überrascht die Ohren auf, doch sie folgte Jessy, ohne zu widersprechen. Das Hauskätzchen führte sie einige Schwanzlängen von den anderen Katzen weg. "Hör zu", miaute sie, als sie außer Hörweite waren, "Ich möchte, dass du ab hier die Führung übernimmst." Schwarzmond riss die Augen auf. "Ich? Aber wieso?" Jessy sah sie mit leuchtend grünen Augen an. "Weil du die Mutigste eurer Gruppe bist. Als ich euch getroffen habe, warst du die einzige, die vor einer möglichen Gefahr nicht zurückgeschreckt ist, gleichzeitig aber die Vorsicht aufgebracht hat, unnötige Probleme zu vermeiden. An diesem Ort ist es genau das, was eine Katze braucht." Schwarzmond sah dem Hauskätzchen in die Augen, sie musste zugeben, dass sie sich bei dem Lob der Kätzin geschmeichelt fühlte. Plötzlich verschwand die Wärme aus Jessys Augen. "Wenn ihr hier auf andere Katzen stoßen solltet, geht ihnen aus dem Weg. Die Streuner, die hier leben, kennen kein Mitgefühl. Wenn ihr in einen Kampf geratet, werden sie euch ohne zu zögern töten, wenn sie die Möglichkeit dazu haben." Schwarzmond, der bei Jessys Worten ein Schauder den Rücken hinablief, nickte. Jessy streckte die Nase vor und berührte Schwarzmond mit der Nase an der Schulter. "Viel Glück", miaute sie, "Vielleicht sehen wir uns wieder, wenn ihr aus den Bergen zurückkehrt." Mit diesen Worten wandte sie sich ab und trottete davon. Schwarzmond blickte ihr nach. "Danke für alles."

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    52. KAPITEL Windpfote sprang auf die Pfoten und rannte mit wehendem Schweif zu Rotpfote und Blütenpfote, die soeben zu Schülern ernannt worden waren
    52. KAPITEL

    Windpfote sprang auf die Pfoten und rannte mit wehendem Schweif zu Rotpfote und Blütenpfote, die soeben zu Schülern ernannt worden waren. "Ich kann es kaum erwarten, mit euch zusammen zu trainieren!", miaute sie begeistert. Da sie selbst älter als Rotpfote und Blütenpfote war, war sie schon vor einem Mond zur Schülerin ernannt worden und hatte bis jetzt alleine trainiert, weil die anderen Schüler alle um mindestens drei Monde älter waren als sie und ihre Mentorin Silberblatt gemeint hatte, dass sie noch nicht mit ihnen mithalten konnte. Doch nun würde sie zwei Trainingsgefährten bekommen. Rotpfote erhob sich auf die Hinterpfote und schlug aufgeregt mit den Vordertatzen durch die Luft. "Ich hoffe, dass wir gleich anfangen zu trainieren!", miaute er. "Bevor du anfangen kannst zu trainieren, musst du dein Territorium kennenlernen." Windpfote blickte sich um. Einige Schwanzlängen entfernt stand Eichensturm, Blütenpfotes Mentor. Rotpfote ließ sich wieder auf alle vier Pfoten fallen. "Großartig! Ich kann es kaum erwarten, den Wald zu sehen!" Mit diesen Worten drehte er sich um und rannte über die Lichtung zum Lagerausgang. Blütenpfote warf ihrem Mentor einen fragenden Blick zu, als dieser nickte, rannte sie hinter ihrem Bruder her. Eichensturm und Löwenglut, Rotpfotes Mentorin, folgten ihnen. Windpfote blickte ihnen nach. "Hast du Lust, sie zu begleiten?" Windpfote drehte den Kopf, sie hatte gar nicht gemerkt, dass Silberblatt sich ihr genähert hatte. Ihre Mentorin sah freundlich auf sie hinab. "Geh schon!", miaute die silbergraue Kätzin freundlich. "Danke, Silberblatt!" Windpfote rannte über die Lichtung, schlüpfte durch den Lagerausgang und tauchte in den Wald ein. Unwillkürlich erinnerte sie sich daran, wie sie nach ihrer Ernennung zur Schülerin zusammen mit Silberblatt den Wald erkundet hatte. Damals waren sie an den Grenzen entlanggewandert und hatten sogar eine NachtClan-Patrouille getroffen. "Damals war das so neu für mich", dachte sie. Windpfote entdeckte ein Stück vor sich die vier Gestalten von Löwenglut, Eichensturm, Rotpfote und Blütenpfote und begann, schneller zu rennen. "Wartet auf mich!", rief sie ihnen hinterher.

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    53. KAPITEL Schilffeder streckte den Kopf in die Kinderstube. Im Inneren des dunklen Baus saß seine Gefährtin Bernsteinblüte, um sie herum jagten s
    53. KAPITEL

    Schilffeder streckte den Kopf in die Kinderstube. Im Inneren des dunklen Baus saß seine Gefährtin Bernsteinblüte, um sie herum jagten sich Flügeljunges, Blütenjunges und Blattjunges. Als die kleinen Kätzchen ihren Vater sahen, ließen sie von ihrem Spiel ab und rannten mit wehenden Schwänzen zu ihm. "Kannst du uns Kampftechniken beibringen!", bettelte Flügeljunges mit flehend aufgerissenen Augen. "Ja bitte!", schloss sich Blütenjunges an. "Kannst du uns diesen Ausweichtrick beibringen, den Donnerpfote uns gezeigt hat?", quiekte Blattjunges, ließ sich in ein wackeliges Kauern fallen und rollte sich auf den Rücken, als würde sie einem Angriff ausweichen. Schilffeder erkannte den Kampfzug, den er erst vor zwei Tagen seinem Schüler Donnerpfote gezeigt hatte. Schilffeder schnurrte belustigt, als sich Flügeljunges auf ihre Schwester stürzte. Blütenjunges sprang zur Seite, als ihre Geschwister als Bündel aus hellbraunem und schwarzem Fell auf sie zurollten. "Schilffeder!" Schilffeder drehte den Kopf, um zu sehen, wer nach ihm gerufen hatte. Auf der anderen Seite des Lagers stand Flussstern, der ihn mit der Schwanzspitze zu sich winkte. Rasch verabschiedete sich Schilffeder von seinen Jungen, dann sprang er zu dem Anführer. "Was kann ich für dich tun?", erkundigte sich Schilffeder überrascht. Flussstern deutete mit dem Schwanz zum Schülerbau, wo Donnerpfote und Waldpfote sich einen Fisch teilten. "Ich habe Donnerpfote beobachtet und ich denke, dass es an der Zeit ist, dass er seine Kriegerprüfung absolviert." Ein Schnurren stieg in Schilffeders Kehle empor. "Ich möchte, dass du und dein Schüler sofort aufbrecht, seid ihr noch vor Sonnenuntergang zurück." Schilffeder nickte. "In Ordnung, ich sage es Donnerpfote gleich." Mit diesen Worten sprang er in Richtung Schülerbau davon. Als er dort ankam, hob Donnerpfote den Kopf. "Komm mit", miaute Schilffeder. Donnerpfote sprang auf. "Wohin gehen wir?", fragte der Schüler. Schilffeder schnippte mit dem Schwanz. "Das erzähle ich dir auf dem Weg."

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    54. KAPITEL Schwarzmond trottete am Donnerweg entlang. Federtanz und Blitzschlag liefen hinter ihr, Blattfall und Sturmflügel bildeten den Schluss un
    54. KAPITEL

    Schwarzmond trottete am Donnerweg entlang. Federtanz und Blitzschlag liefen hinter ihr, Blattfall und Sturmflügel bildeten den Schluss und hielten nach fremden Katzen Ausschau. Die Katzen hatten Jessys Rat, sich von den Katzen, die in diesem Teil des Zweibeinerorts fernzuhalten, ernst genommen und hielten sich immer direkt am Donnerweg, wie das Hauskätzchen es ihnen geraten hatte. Schwarzmonds Magen knurrte, doch die Katzen hatten vereinbart, mit dem Jagen zu warten, bis sie den Zweibeinerort hinter sich gelassen hatten und so versuchte sie, das nagende Hungergefühl beiseitezuschieben. "Da ist eine Katze." Das alarmierte Miauen von Blattfall ließ Schwarzmond anhalten. Sie drehte sich zu den anderen Katzen um. "Wo?" "Dort drüben!" Blattfall deutete mit der Schwanzspitze auf die andere Seite des Donnerwegs, wo hinter einem Zaun eine rot getigerte Kätzin kauerte. Doch als die Katzen ihr die Blicke zuwandten, zuckte sie zusammen, drehte sich die Kätzin um, sprang davon und war verschwunden. "Wir sollten schnell weitergehen", miaute Federtanz, "Vielleicht kommt sie mit anderen Streunern zurück." Schwarzmond nickte. "Dann kommt!", miaute Schwarzmond und eilte weiter am Donnerweg entlang. In der Abenddämmerung ließen sie die letzten Zweibeinernester hinter sich. Sie waren keinen anderen Katzen mehr begegnet und besondere Probleme mit Monstern oder Zweibeinern hatte es auch nicht gegeben. Der Donnerweg bog scharf ab, das kurze Gras unter ihren Pfoten wich den langen, üppigen Halmen, die sie von den Clan-Territorium kannten. Schwarzmond beschleunigte ihre Schritte, bis sie über die Wiese zu fliegen schien. "Wir haben es geschafft! Wir haben den Zweibeinerort durchquert!", dachte sie, doch dann fiel ihr Blick auf die Berge, die sich am Horizont erhoben. "Aber unsere Reise ist noch lange nicht zu Ende."

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    55. KAPITEL Bärentod lag in der Kinderstube, sie hatte die Krallen in das weiche Moos gegraben, ihre Muskeln waren angespannt. Krähenflügel huschte
    55. KAPITEL

    Bärentod lag in der Kinderstube, sie hatte die Krallen in das weiche Moos gegraben, ihre Muskeln waren angespannt. Krähenflügel huschte in der Kinderstube hin und her, sie war in dem dämmrigen Licht in dem Bau nur als dunkler Schatten zu erkennen. Bärentod öffnete den Mund, um die Kräuter, die die Heilerin vor ihr abgelegt hatte, einzunehmen, doch noch bevor sie die Kräuter angerührt hatte, durchzuckte ein krampfhafter Schmerz ihren Bauch. Bärentod bleckte die Zähne, sie hatte schon in so vielen Schlachten mitgekämpft, hatte zahllose Verletzungen davongetragen, aber sie hatte noch nie einen solchen Schmerz empfunden, der von innen heraus zu kommen schien und ihren gesamten Körper ausfüllte. Ein schmerzerfülltes Fauchen entfuhr ihrer Kehle. Augenblicklich sprang Krähenflügel an ihre Seite, streckte die Vorderpfote vor und rieb damit sanft aber energisch über ihren Bauch. "Das erste Junge kommt", miaute die alte Heilerin. Kaum hatte sie zu Ende gesprochen, wurde der Schmerz noch unerträglicher, bis Bärentod glaubte, ihn keinen Herzschlag länger ertragen zu können. Dann plötzlich verschwanden die Schmerzen. Krähenflügel legte ein kleines, feuchtes Bündel an ihren Bauch, doch noch bevor Bärentod es betrachten konnte, setzten die Schmerzen wieder ein, ein weiteres Junges kam, dann ließen die Schmerzen wieder nach, setzten wieder ein und abermals fiel ein Kätzchen ins Moos. Bärentod keuchte vor Anstrengung. Krähenflügel strich ihr mit der Pfote über den Bauch. "Da kommt noch eins", miaute die Heiler-Kätzin. Erneut tat sich ein grauenvoller Schmerz in ihr auf, Bärentod krümmte sich, sie heulte spitz auf. Dann, als der Schmerz nachließ und sie wieder zu Atem gekommen war, wandte sie sich an die Heilerin. "Wie viele kommen noch?", keuchte sie atemlos. Wieder befühlte Krähenflügel ihren Bauch. "Nur noch eines", antwortete sie dann. "Bärentod!" Eine dunkle Gestalt erschien im Eingang der Kinderstube. Es war ihr Gefährte Braunherz, der bis jetzt auf Patrouille gewesen war. "Als ich hörte, dass die Jungen kommen, bin ich sofort ins Lager gerannt." Bärentod öffnete den Mund, doch statt einem Gruß entfuhr ihr ein schmerzerfülltes Kreischen. Der Schmerz, der sie ergriffen hatte, war noch schlimmer, als der bei der Geburt der anderen Jungen, er war unerträglich, raubte ihr die Luft und nahm ihr die Sicht. Erst nach einer Ewigkeit ließ der Schmerz nach und Krähenflügel legte ein fünftes Junges an ihren Bauch. Braunherz schnappte nach Luft und wich einen Schritt zurück. Bärentod sah ihren Gefährten an. "Was ist los?", keuchte sie. Braunherz deutete mit der Schwanzspitze auf das zuletzt geborene Kätzchen. "Das Junge", miaute er, "Es hat nur drei Pfoten."

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    56. KAPITEL Shadow schlich einen Spalt zwischen zwei Zweibeinernestern entlang, Trixer folgte ihr, hinter dem braun getigerten Kater liefen Danger und
    56. KAPITEL

    Shadow schlich einen Spalt zwischen zwei Zweibeinernestern entlang, Trixer folgte ihr, hinter dem braun getigerten Kater liefen Danger und Snow, die sich erst vor zwei Tagen ihrer Gruppe angeschlossen hatten. Seit Shadow sich entschlossen hatte, einen Kampftrupp zu gründen, hatten sie und Trixer ein Lager in einem verlassenen, verfallenen Zweibeinernest errichtet und ein Territorium festgelegt, das sie täglich kontrollierten und dessen Grenzen sie markierten und verteidigten. "Ich habe ein Lager und ein Territorium, jetzt kann meine Armee wachsen." Vor Shadow öffnete sich der Spalt zu einem großen, eckigen Steinplatz, auf dem zahlreiche Monster ruhten und schliefen." Leise, um sie nicht zu wecken, betrat sie die harte Fläche und blickte sich um. "Vorerst schien die Ebene verlassen, doch dann entdeckte sie unter einem Monster ein orangefarbenes Augenpaar, das in den Schatten leuchtete. "Dort!", zischte Shadow und deutete mit der Schwanzspitze in Richtung der versteckten Katze. Danger knurrte leise. "Diese Katze ist auf unserem Territorium!" "Shadow nickte. "Und dir wird die Ehre zuteil, unser Revier zu verteidigen." Danger duckte sich, bereit, loszuspringen. "Warte", mahnte Shadow, "Töte die Katze nicht. Fordere sie zum Kampf auf. Ich will sehen, was se kann. Vielleicht ist sie eine gute Ergänzung für unsere Gruppe." Danger nickte, dann rannte er los und blieb direkt vor dem Monster stehen, unter dem die fremde Katze kauerte. "Du bist auf feindlichem Territorium!", fauchte Danger. Shadow beobachtete, wie sich die Augen der Katze weiteten und dann verengten. "Ich gehe, wohin ich will!" Danger knurrte. "Dann komm raus und kämpfe um dein Recht, hier zu sein!" Einen Herzschlag lang rührte sich die Kätzin nicht, dann schlüpfte sie auf der Seite des Monsters, die Danger abgewandt war, unter dem Monster hervor und verschwand auf der anderen Seite der Steinfläche. Danger drehte sich zu Shadow um und zuckte verächtlich mit dem Schwanz in die Richtung, in der die Katze verschwunden war. Er tappte über den Platz, doch noch bevor er Shadow, Snow und Trixer erreicht hatte, schoss ein roter Blitz aus den Schatten warf sich mit voller Wucht auf Danger. Der große Kater jaulte überrascht auf, verlor das Gleichgewicht und fiel auf die Seite. Die rote Kätzin stand über ihm. "Ich gehe, wohin ich will!", wiederholte sie und setzte ihre Vorderpfoten auf Dangers Flanke. Shadow war beeindruckt. Die Kätzin hatte Danger in dem Glauben gelassen, sich zurückzuziehen. In Wahrheit aber war sie um die Steinfläche herumgeschlichen und hatte zugeschlagen, als Danger nicht damit gerechnet hatte. Shadow trat aus den Schatten und tappte zu der Kätzin. "Ich habe beobachtet, wie du kämpfst", miaute sie, "Was hältst du davon, dich meiner Gruppe anzuschließen?"

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    57. KAPITEL Vor zwei Tagen hatten die Katzen den Zweibeinerort hinter sich gelassen. Nun wanderten sie über eine windgepeitschte Ebene, die stetig an
    57. KAPITEL

    Vor zwei Tagen hatten die Katzen den Zweibeinerort hinter sich gelassen. Nun wanderten sie über eine windgepeitschte Ebene, die stetig anstieg. Blitzschlag lief an der Spitze der Gruppe, sie genoss den kühlen Luftzug, der ihr um die Ohren strich und sie ein wenig an das SturmClan-Territorium erinnerte. Blitzschlag seufzte leise. Meine geliebte Heimat, sie ist so weit weg ... Sie warf einen Blick über die Schulter zurück, doch alles, was sie sah, waren die Umrisse der Zweibeinernester, die sich in der Ferne erhoben. Der Wald, in dem die Clans lebten, war gänzlich verschwunden. Sie drehte den Kopf zurück und sah wieder nach vorne, wo sich die Berge als dunkle Zacken vor dem strahlend blauen Himmel erhoben, sie waren erschreckend nah. Wenn wir in diesem Tempo weiterlaufen, sind wir morgen bei den Bergen und dann ... Ihr schauderte. Dann müssen wir dort hinauf. Sie schluckte ihre Nervosität hinunter. Aber jetzt sind wir schon so weit gekommen, jetzt gibt es kein Zurück mehr. Als die Sonne dann hinter den Berggipfeln verschwand und die Umrisse der Berge scharf wie Krallen vor den Himmel zeichnete, blieb Blitzschlag stehen. Als sie sich zu den anderen umdrehte, um ihnen vorzuschlagen, einen Unterschlupf zu suchen, erschrak sie bei dem Anblick der Katzen. Sie alle sahen so erschöpft aus, als hätten sie seit Tagen nicht geschlafen: Ihr Fell war zerzaust, ihre Augen waren trüb und glanzlos. Sie sind keine SturmClan-Katzen, der Lauf über die Wiese muss sie noch mehr angestrengt haben als mich. Sie hatte Mitleid mit ihnen und fühlte sich ein wenig schuldig, weil sie ihre SturmClan-Fertigkeiten als selbstverständlich angenommen und nicht auf die anderen geachtet hatte. Sie schnippte mit der Schwanzspitze. Beim nächsten Mal werde ich mehr Mühe geben, wenn es darauf ankommt, die Gruppe dort anzuführen, wo ich als SturmClan-Katze am besten geeignet bin.

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    Auf der Reise

    Nach einigen Tagen erreichen die Katzen den Fuß der Berge und machen sich an den Aufstieg. Sie wandern einen halben Mond lang. Sie sind ausgehungert, weil sie nicht wissen, wie man in den Bergen jagt. Plötzlich werden die Katzen von einem Adler angegriffen, doch weil sie nicht wissen, wie man gegen Adler kämpft und weil sie von der fehlenden Nahrung geschwächt sind, wird Federtanz beinahe davongetragen. Doch im letzten Moment springt eine graue Kätzin aus den Schatten und klammert sich gekonnt an einen der Flügel des Adlers. Während sie den Adler davon abhält, mit Federtanz davonzufliegen, erklärt sie den anderen Katzen, wie sie den Vogel angreifen sollen. Im Kampf zieht sich Sturmflügel eine Verletzung an der Schulter zu und Schwarzmond zerrt sich eine Pfote, doch schließlich gelingt es den Katzen, den Adler in die Flucht zu schlagen. Doch Federtanz ist schwer verwundet und die anderen Katzen bangen um ihr Leben. Die graue Kätzin, die sich mit dem Namen Eis, das auf Blatt taut vorstellt, bringt die Katzen zu einem sicheren Unterschlupf und begibt sich in die Berge, um nach Kräutern für Federtanz zu suchen. Federtanz überlebt, doch wegen ihrer schweren Wunden sitzen die Katzen für fast drei Monde in den Bergen fest. Als sie dann endlich bereit sind, weiterzuziehen, fragt Eis sie, ob sie sie begleiten dürfe. Die Katzen sind der Bergkatze dankbar und nehmen sie bereitwillig auf. Sie erzählen ihr auch, dass sie auf der Suche nach einer besonderen Katzen aus den Bergen sind und offenbaren die Prophezeiung. Eis erzählt ihnen von ihrem eigenen Traum und dem Auftrag, den Wald zu retten. Zusammen machen sich die Katzen auf den Weg zu den Clan-Territorien. Nach einem halben Mond erreichen sie den Zweibeinerort und machen sie an die Durchquerung. Schwarzmond erinnert die Katzen an das Versprechen, Tüpfeljunges mitzunehmen. Als sie bei dem Zweibeinernest ankommen und nach Tüpfeljunges rufen, erscheint diese sofort. Sie fragt, ob im NachtClan noch Platz für eine zweite Katze wäre, woraufhin eine graue Kätzin aus dem benachbarten Nest auftaucht und sich als Sammira vorstellt. Die Gruppe nimmt beide Katzen auf und macht sich wieder auf den Weg. Die Katzen gehen zu Jessys Nest, um sich von dem hilfsbereiten Hauskätzchen zu verabschieden. Tüpfeljunges fragt Jessy, ob sie nicht mit ihnen kommen will, doch diese lehnt ab und sagt, dass sie als Hauskätzchen geboren worden ist und ihren Hausleuten ebenso treu ergeben ist, wie sie dem NachtClan. Als die Katzen den Lärm und Gestank des Zweibeinerorts hinter sich gelassen haben, fällt Blattfall auf, dass es hier überall nach Katzen riecht. Der Geruch ist so schal, dass die Katzen schon vor einem halben Tag hier vorbeigekommen sein müssen. Nun beeilen sich die Katzen, als sie den Waldrand erreichen, finden sie dort Beutereste und verstreutes Moos. Die Katzen sind besorgt, denn die Geruchsspur der fremden Katzengruppe führt genau auf die Clan-Territorien zu. Doch sie sind zu erschöpft, um weiterzuwandern und so lassen sie sich nieder und ruhen sich aus. Am nächsten Tag wandern sie weiter, sie kommen den Clan-Territorien immer näher und auch der Geruch der fremden Katzen wird immer stärken. Auch wenn schon die Nacht hereinbricht, wandern sie weiter, weil sie besorgt um ihre Clan-Gefährten sind. Diese Nacht ist Vollmond, also eine Große Versammlung. Doch als die Katzen die Grenze ins BlattClan-Territorium überqueren, hören sie in der Ferne Kampfgeschrei. Die stürmen los und laufen auf den Lärm zu, der genau vom Baumgeviert kommt.

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1462114182
Warrior Cats - Das Abenteuer beginnt RPG
Warrior Cats - Das Abenteuer beginnt RPG
Wolken breiten sich aus und werden sich vor die Sonne schieben. Sechs Katzen müssen die Gegenwart verlassen, um die Zukunft zu retten. Sie müssen sich der Dunkelheit stellen und die Schlacht ihres Lebens kämpfen. Und wenn sie versagen, sind alle Katze...
http://www.testedich.de/quiz41/quiz/1462114182/Warrior-Cats-Das-Abenteuer-beginnt-RPG
http://www.testedich.de/quiz41/picture/pic_1462114182_1.jpg
2016-05-01
706A
Warrior Cats

Kommentare (400)

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Silberblatt (13308)
vor 118 Tagen
Nach so langer Zeit habe ich Mal wieder hier vorbeigeschaut und mit alle Kapitel durchgelesen...ich vermisse das RPGn mit euch 😭(ich bin der 400. Kommentar krass)
Eisblatt ( von: Eisblatt)
vor 251 Tagen
@Shadow: Fürchte nicht… :(
Shadow (86850)
vor 343 Tagen
(Hi, ist noch jemand da???)
Holunderpfote (92142)
vor 364 Tagen
Im Lager:
Brombeerblatt:Ich erwarte Junge!!!
Herbstwind*freut sich*
*zusammen in der Kinderstube verschwind*
Holunderpfote (92142)
vor 364 Tagen
HERBSTWIND
Name:Herbstwind
Alter:40Monde
Geschlecht:m
Clan:früher HimmelClan,wurde aber verstoßen:jetzt BlattClan
Rang:Krieger
Aussehen:hellbraun mit flammenfarbenen Tupfen,bernsteinfarbene Augen
Charakter:nett,loyal,edel
Gefährtin:Brombeerblatt
Junge: Zweigpfote+Holunderpfote
Familie:Alle im HimmelClan gestorben
Stärke:kämpfen,jagen,überreden
Schwäche: zu leicht zu beeindrucken
Teil der Fanfiction:Ja.
Sterben:Nur sehr edel,bitte...

@alle:Das RPG darf nicht aussterben!!!!Sorgt dafür,bitte!!!!
Holunderpfote (92142)
vor 364 Tagen
Holunderpfote:"Der Clan braucht Frischbeute,gehen wir jagen,Zweigpfote?"
Zweigpfote:"Klingt gut,komm!
*In den Wald renn*
Holunderpfote:Ich probiers mit dem Kaninchen da hinten.
*Kaninchen jag und erbeuten*
Holunderpfote (92142)
vor 364 Tagen
Das RPG darf nicht aussterben!!!!!
Hier jetzt die nächsten Steckbriefe:

ZWEIGPFOTE
Name: Zweigpfote
Geschlecht: männlich
Alter:10 Monde
Clan:BlattClan
Rang:Schüler
Aussehen: dunkelbraun getigert mit hellblauen Augen
Charakter:loyal,ehrgeizig,sonst freundlich
Gefährte: (heimlich in Federpfote verliebt)
Junge: /
Familie: Brombeerblatt(Mutter),Holunderpfote(Schwester),Herbstwind(Vater)
Stärke:kämpfen,klettern
Schwäche:jagen,viele halten ihn für blutrünstig,aber das ist er nicht!
Teil der Fanfiction:Ja.
Sterben:Ja.
Bitte guter Mentor!!!!

BROMBEERBLATT
Name:Brombeerblatt
Geschlecht:w
Alter:31Monde
Clan:Blattclan
Rang:Königin
Aussehen: schwarze Katze mit warmen blauen Augen und weisser Schwanzspitze
Charakter:sanft,loyal
Gefährte:Herbstwind
Junge:Zweigpfote,Holunderpfote
Familie:Eltern tot,keine Geschwister
Stärke:schwimmen,umsorgen,kämpfen
Schwäche:jagen
Teil der Fanfiction:Ja
Sterben:Nein

HERBSTWIND KOMMT SPÄTER!!!!
Holunderpfote (92142)
vor 364 Tagen
Oooh...NEIN!!!Das RPG darf nicht aussterben!Ich will das nicht!!!Kommt wieder!
*verzweifelt guck*
Kommt wieder!!!
*laut jaulend im Gebüsch verschwinden*
Holunderpfote (92142)
vor 364 Tagen
Kann ich MITMACHEN????
Name:Holunderpfote
Geschlecht:weiblich
Alter:10Monde
Clan:Blattclan
Rang:Schüler
Aussehen: hellbraun getigerte Katze mit hellgrünen Augen

Charakter: neugierig,freundlich,mutig
Gefährte: /
Junge: /
Familie:Brombeerblatt(Mutter),Herbstwind(Vater),Zweigpfote(Bruder)
STECKBRIEFE FOLGEN!!!!
Stärke:klettern,jagen
Schwäche:kämpfen
Teil der Fanfiction: Ja,bitte!!!
STERBEN NUR MIT KRIEGERNAME!!!

Bitte such einen guten Mentor für mich!!!!!😊
Silberblatt (13308)
vor 372 Tagen
Auf wiedersehen geliebtes RPG ich werde dich vermissen.
*neben Eis, das auf Blatt taut zusammenbrechen und heulen*
Eis, das auf Blatt taut (39575)
vor 377 Tagen
WAS? DAS RPG IST TOT?????????

Och mann! Es tut mir sooooooo leid, dass ich so lange nicht on war!
Ich weiß, es ist die standard-Ausrede, aber bei mir stimmt es: es waren Sommerferien, dann tierisch viel Schulstress(inklusive am Wochenende Referate vorbereiten!).

SORRYYYYY!!!!

Ok, tschüss! *schnief*
Shadow ( von: Iceymaleficent)
vor 386 Tagen
( WARUM MUSS DIESES RPG AUSSTERBEN, ES WAR EINER MEINER LIEBLINGS RPG'S!!!! * heulend auf dem Boden zusammen brechen *)

Shadow: * Versteck sich in einen Gebüsch *
Schattentrixer (01343)
vor 390 Tagen
Fuchsschatten:*lächelt*,"kommst du mit mir jagen?"
Silberblatt ( von: Luisa Wild)
vor 403 Tagen
Hey kommt schon ein neues Mitglied( hiiii Rosi)
Wenn Flügi mal wider in kommt dann würde ich auf jedenfalls si oft ich kann wider schreiben

Sonnenfrost: Die Namen sind toll
Rosenblatt (46168)
vor 406 Tagen
Tut mir leid!
Aussehen: rot-weiß gefleckte Kätzin mit grasgrünen Augen

Ich hoffe ich darf mitmachen
Rosenblatt (46168)
vor 406 Tagen
Name: Rosenblatt
Geschlecht: W.
Alter: 15 Monde
Zugehörigkeit: NachtClan
Rang: Heiler-Schülerin
Aussehen:
Charakter: nett, hilfsbereit, wild
Gefährte: /
Junge: /
Stärken: heilen, jagen
Schwächen: schwimmen, kämpfen
Teil der FF: Ja
Sterben: Nein
Flammensturm (04776)
vor 407 Tagen
*heul* nicht dieses Rpg ich bin an allem schuld :,(
Aber jetzt mal so als frage...wo ist der Flügelschatten?
Ich weiß das er dieses Rpg nicht aussterben sehen will
...
Schattentrixer (23232)
vor 420 Tagen
Fuchsschatten:"klingt gut,und wenn es drei werden, dann können wir das tritte Nussjunges oder Haseljunges nennen."
Silberblatt ( von: Luisa Wild)
vor 421 Tagen
Sonnenfrost: Eine Idee habe ich , wie wäre es mit Schattenjunges oder Rußjunges ?
Schattentrixer (32869)
vor 426 Tagen
Fuchschatten:*schüttelt nachdenklich den kopf*