Leblos Teil 4

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2 Kapitel - 3.781 Wörter - Erstellt von: Jenny - Aktualisiert am: 2016-04-29 - Entwickelt am: - 770 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Estel hat sich vollständig von ihren Strapazen und Erlebnissen erholt, doch nun muss ihr Herz leiden. Legolas verhält sich immer seltsamer und setzt somit ihre Liebe aufs Spiel...

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6 Woche später....

Der Wind berührte die Blätter so sanft und entlockte ihnen ein Flüstern, ein Wispern der Ruhe und Schönheit. Das unerwartete Geschehen von vor ein paar Wochen bereitete mir Kopfschmerzen, verwirrte mich immer mehr umso öfter ich darüber nachdachte. Die Einzelheiten des Ganzen widersprachen sich, machten keinen Sinn. Wir alle warteten darauf, dass etwas geschah, dass sich etwas ändern würde und wir endlich ein Stück verstehen würden. Doch nichts.
Stattdessen plagten mich zusätzlich Gedanken, was das zwischen Legolas und mir war. Was war noch übrig von uns nach allem, was unsere Bindung zu ertragen hatte. Er verhielt sich ganz anders, nicht so wie er selbst und das, seit ich wieder aufgetaucht war. Abstand war das Einzige was seit einiger Zeit noch zwischen uns war. Abstand und absolutes Desinteresse seinerseits. Oft schon hatte ich ihn darauf angesprochen, allerdings blockte er jedes mal ab. Legolas versuchte mir einzureden, ich würde mir das alles nur einbilden und es wäre alles bestens, aber ich wusste es besser, irgendetwas stimmte nicht. Was hatte ich nur falsch gemacht, wie konnte es dazu kommen, dass wir uns jetzt so sehr auseinanderlebten? Waren wir wirklich an dem Punkt angelangt, an welchem unsere Liebe seine härteste Entscheidung treffen musste? Scheinbar war ich zu blind, zu ignorant um die Zeichen zu lesen, um zu sehen, dass sich etwas drastisch verändert hatte. Etwas, das unsere liebevolle Zweisamkeit aufs Spiel setzte, welche Seite würde siegen? Die Hoffnung, die sagte, 'Ihr schafft das, gebt jetzt nicht auf, eure Liebe ist stark!', oder die Einsicht, der Verstand der meinte 'Es ist vorbei.'?
In mir schlummerte die unbändige Angst vor Berührungen, vor Nähe. Ein Jahr zuvor noch hätte ich Legolas, hätte ich Aragorn mein Leben anvertraut ohne einen Gedanken daran zu verschwenden ich wäre dort nicht sicher. Ich wusste, dass sie mich beschützen würden und nichts mir etwas anhaben konnte, doch nun vertraute ich nur noch mir selbst. Ich allein konnte meine Sicherheit garantieren, nur ich konnte für mich sorgen und mein Handeln verantworten.
Manchmal fragte ich mich, ob er sich nicht auch verändert hatte...
Als ich wieder vor den Toren Bruchtals stand entdeckte ich Aragorn und Legolas, die wild umher diskutierten, doch sobald sie sich meiner Anwesenheit bewusst waren brachen sie ihre Unterhaltung sofort ab. Sie tauschten überraschte Blicke aus, sie wussten nicht, wie sie reagieren sollten und irgendwie versuchten sie dies zu überspielen.
„Estel, wie war dein Spaziergang?“ Aragorn versuchte zu verhindern, dass ich überhaupt dazu kam Fragen zu stellen. Ich trat näher und meinte, dass es gut tat allein zu sein, Legolas starrte mich dabei nur verständnislos und erschrocken an.
„Du bist immer allein.“ Mit nur einem Blick brachte Aragorn ihn zum Schweigen, jedes weiter Wort wäre mehr als unangebracht gewesen.
„Ich muss los, hab noch etwas zu erledigen. Bis dann.“ Ohne mich eines Blickes zu würdigen drehte er sich um und verschwand schnellen Schrittes. Warum war er plötzlich so kalt, so ignorant zu mir? Hatte ich das verdient? Es war mir ein Rätsel, von Tag zu Tag hielt er sich immer mehr von mir fern, er schätzte die Distanz zwischen uns was mich unglaublich verletzte. Legolas sprach einfach nicht mit mir, ich wusste nicht was los war. Doch von Tag zu Tag stumpfte er weiter ab und sein Herz verlor die Sehnsucht nach mir.
Aragorn versuchte mich aufzuheitern und mir den Gedanken in den Kopf zu setzen, dass er lediglich einen schlechten Tag hatte.
„Hör auf mir Hoffnungen zu machen. Warum redet er darüber mit dir, nicht mit mir wenn ich doch eindeutig das Problem bin!“ Er war sprachlos, unfähig zu reagieren und er starrte mich einfach nur an. Nun ließ ich ihn dort stehen und begab mich auf mein Zimmer, niemand sagte mir, was Sache war. Sie konnten mich mal.


Der Festlichkeit, der ich diese Abend beiwohnte, sah ich widerwillig entgegen. Es würde die letzte und einzige Möglichkeit sein mit Legolas zu reden, denn hier würde er sich nicht so einfach aus der Affäre ziehen können. Ich machte mich fertig, mein hellgrünes Kleid verlieh mir eine elegante Ausstrahlung und auch, wenn Legolas es nicht mehr schätzen würde weswegen ich es auch als unnötig erachtete, legte ich mir seine Kette um den Hals. Ich musste plötzlich an früher denken, daran, dass er mich von meinem Zimmer aus zum Fest begleitet hätte, mit einem Grinsen auf dem Gesicht, als gäbe es kein Morgen mehr, nichts, was ihn je glücklicher machen könnte als dieser Moment, als dieser Mensch. Er wäre unglaublich ungeduldig gewesen und hätte es kaum erwarten können mich zu sehen, mich auf die Tanzfläche zu führen und allen zu zeigen, dass ich ihm gehörte.
Leider war dies längst Vergangenheit, nie wieder würde er mich mit diesem einen Blick würdigen oder mir sagen wie sehr er mich liebte, wie sehr wollte. Sollte dies tatsächlich unser Ende sein?
Wie erwartet betrat ich das fest allein. Aragorn begrüßte mich mit einer Umarmung und einem Lächeln, ich kannte ihn bereits seit einigen Jahren. Er entschuldige sich, da Arwen nach ihm rief, versprach aber wieder zu kommen. Ich nahm mir einen Moment und ließ meinen Blick durch den Raum gleiten. Ich erblickte Legolas wie er lachend mit einer Elbin tanzte. Um ehrlich zu sein wusste ich nicht, wann ich ihn das letzte Mal so glücklich gesehen hatte... in meiner Anwesenheit war er nie so befreit, so glücklich gewesen. Schlagartig breiteten sich Trauer und Schmerz in mir aus. Ich wusste, was ich sah, was ich fühlte und wollte. Doch ich wusste auch, wie er empfand und dieses Gewissen fraß mich langsam auf. Ich konnte es einfach nicht akzeptieren, ich wollte es nicht, denn noch hatte ich keine Bestätigung für das, was ich längst wusste. Dennoch fiel es mir unglaublich schwer mich damit abzufinden. Ich wollte nicht, dass es sein Ende fand, dass das 'wir' zur Geschichte wurde und unsere Liebe im Wind verwehte.

Nun ließ auch Legolas seinen Blick durch den Saal schweifen, es war erschreckend wie seine Augen an mir hängen blieben und seine Miene schlagartig ernst wurde. Ich wandte mich ab und ging nach draußen wo es wesentlich ruhiger war in der Hoffnung allein zu sein. Kaum war ich außer Reichweite der feiernden, glücklichen, sorglosen Seelen, sank ich auf den Boden, mit dem Rücken an der Wand und versuchte alles aus meinem Kopf zu verdrängen. Nichts sollte mehr existieren, meine Gedanken und Ängste verschwinden, sodass mich nichts mehr unnötig belasten würde. Gefühllos, Emotionslos, Gedankenlos.

Kommentare Seite 1 von 1
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Jenny ( 15362 )
Abgeschickt vor 387 Tagen
@ Luckymau es wird auf jedenfall eine Fortsetzung geben, eigentlich sogar noch einige. Allerdings kann ich micht sagen, wann es soweit sein wird. Aber es wird auf jedenfall wieder etwas kommen! :)
Luckymau ( 22737 )
Abgeschickt vor 388 Tagen
Also ich würde mich auch weiterhin über eine Fortsetzung freuen
Jenny ( 48490 )
Abgeschickt vor 439 Tagen
Ich habe wirklich sehr viel mit Schule zu tun, weswegen es mir nicht möglich ist regelmäßig Fortsetzungen zu veröffentlichen. Ich hatte lange keine Ambitionen um weitwezuschreiben und auch keine Inspiration. Doch für alle, die es interessiert: in den nächsten Wochen wird ein weiterer Teil erscheinen. Geschrieben ist er schon, allerdings nur Handschriftlich und er wird sicher hier und da noch überarbeitet.
Luckymau ( 37744 )
Abgeschickt vor 576 Tagen
Bitte schreib endlich weiter
Loana ( 00662 )
Abgeschickt vor 690 Tagen
Bitte schreib weiter
Lossiel Niquesse ( 48785 )
Abgeschickt vor 708 Tagen
Schreib weiter, wie KANNST du nur an so einer spannenden Stelle aufhören!!!!!!!!!!!
Jenny ( 90313 )
Abgeschickt vor 717 Tagen
Tut mir leid, dass immernoch kein neuer Teil online ist... Aber ich habe momentan ziemlich großen Schulstress und die Geschichte benötigt meine volle Aufmerksamkeit. außerdem arbeite ich gerade an einem weiteren Test... Ich werde weiterschreiben, aber es kann noch ein paar Wochen dauert... Ich wollte euch nur informieren, nicht damit ihr irgendwie denkt ich höre auf oder ähnliches. :)
Liebe Grüße und bis hoffentlich bald!!
lalal ( 09922 )
Abgeschickt vor 744 Tagen
Schreib bitte weiter
Middle_Earth ( 30368 )
Abgeschickt vor 756 Tagen
Schreib bitte weiter :) ich will wissen wer Estel ist^^
Tinuviel ( 60047 )
Abgeschickt vor 770 Tagen
Ich bin... was soll ich sagen... Wow! Schreib weiter! Dein Schreibstil ist fesselnd und die Geschichte verspricht spannend zu werden :)
Snowballcooky ( 87598 )
Abgeschickt vor 771 Tagen
Schreib bitte weiter. Tolle Geschichte. Du musst weiter schreiben. :)
i♥ legolas ( 70276 )
Abgeschickt vor 772 Tagen
Echt super Geschichte würde mich freuen wen du weiter machen würdest
Luckymau ( 13572 )
Abgeschickt vor 772 Tagen
Mir gefällt deine Geschichte und der Schreibstyle. Ich würde mich über eine Vortsätzung freuen.
Alatariel Helyanwe ( 58961 )
Abgeschickt vor 773 Tagen
Oh bitte schreib weiter......Die ff. ist jetzt schon echt super
Nächster Teil bitte ;)
Kate ( 43308 )
Abgeschickt vor 773 Tagen
Schreib unbedingt weiter. Die Geschichte ist einfach super.
hallöchen ( 33811 )
Abgeschickt vor 773 Tagen
Die geschichte hört sich echt super an.. bitte schreib weiter... bin gespannt was im nächsten teil passiert...