Geboren in Schnee und Eis - Der Herr der Ringe: 2. Kapitel

star goldstar goldstar goldstar goldstar greyFemaleMale
2 Kapitel - 2.885 Wörter - Erstellt von: Thoreta Ràva Nénluime - Aktualisiert am: 2016-04-26 - Entwickelt am: - 1.305 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Rhîwiel und die Gefährten sind aus den Mienen von Moria entkommen. Doch nun bleiben einige Fragen offen. Wer ist Rhîwiel? Was führt die Gefährten in die Mienen? Wird Rhîwiel ihnen bei ihrem Vorhaben helfen?
Am Ende der ersten Etappe von Rhîwiels Reise, wartet Galadriel auf sie.
Doch die Herrin des Lichts hat eine dunkle Prophezeiung für das Mädchen.

1
Rhîwiel stand wie erstarrt da. Die Luft in diesen unterirdischen Höhlen war zu warm, das Licht zu spärlich und die Ereignisse zu schrecklich. Sie h
Rhîwiel stand wie erstarrt da. Die Luft in diesen unterirdischen Höhlen war zu warm, das Licht zu spärlich und die Ereignisse zu schrecklich. Sie hatte den Zauberer nicht gekannt, doch die anderen Reisenden waren sichtlich erschüttert über seinen Fall, besonders den dunkelhaarigen Hobbit hatte es stark getroffen. Sein entsetzter Schrei hallte noch in ihren Ohren wieder, als sie bereits auf dem Weg nach draußen war. Denn das sie hier weg mussten lag offensichtlich auf der Hand. Endlich trat Rhîwiel wieder ins freie. Das Tageslicht blendete sie, doch die frische Luft tat in ihren Lungen gut. Langsam beruhigte sie sich wieder. Der Verlust saß tief, erdrückend tief in den Augen der anderen. Der dunkelhaarige Hobbit entfernte sich etwas von Ihnen. Der Mensch mit den braunen Haaren wollte ihm nach, doch Rhîwiel hielt ihn am Arm zurück. Kaum merklich schüttelte sie den Kopf. "Lasst ihm etwas Zeit für sich.", riet sie. Zwar kannte sie niemanden von diesen Leuten, doch sie wusste wie hart ein Verlust sein konnte. Als sie noch klein war, war ihr Bruder, ihr einziger Freund und alles was sie gehabt hatte, bei einem Schneesturm auf dem Caradhras ums Leben gekommen. Seid dem war Rhîwiel allein, seid über einhundert Jahren hatte sie nur sich selbst.
Der Mann schaute dem Hobbit noch einen Moment zweifelnd hinterher, doch dieser hatte sich auf einen Felsen gesetzt, mit dem Rücken zu Ihnen und das Gesicht verzweifelt in den Händen vergraben. Nun wandte sich der Mann Rhîwiel zu. "Nun Rhîwiel, was treibt euch in diese Gegend?"
"Der Caradhras wurde von sehr starken Stürmen heimgesucht, die ich nicht zu verhindern vermochte. Auf der Suche nach einer Zuflucht hat es mich zu den Hallen Morias verschlagen, wo ich auf euch traf. Was führt euch hier her? Und wer seid ihr?", gab Rhîwiel zurück. Der Mann zögerte kurz, dann begann er mit einer längeren Erklärung. Er nannte ihr zu erst all ihre Namen. Der Zauberer war Gandalf der Graue gewesen, der Mann selbst hieß Aragorn. Der andere Mann hörte auf den Namen Boromir, der Elb hieß Legolas. Der Hobbit mit den dunklen Haaren hieß Frodo, die anderen drei waren Merry, Pippin und Sam. Außerdem sprach er von einer Mission die sie zu erfüllen hatte. Angeblich war der eine Ring, der des dunklen Herschers in Frodos Besitz, und sie zogen gemeinsam zum dunklen Lande Mordor um ihn dort zu zerstören.
Rhîwiel nickte nachdenklich. Gandalf war nun Tod, er war offensichtlich der Führer der Gruppe gewesen. Rhîwiel dachte etwas nach, schaute kurz von Aragorn zu Frodo, der sich die Zeit über nicht ein Stück bewegt hatte, so schien es ihr. Sie seufzte. "Ihr habt euch keine leichte Aufgabe gemacht." Aragorn schüttelte den Kopf und schaute besorgt zu Frodo. Der Kleine hatte eine schwere Last, das stand außer Frage. Rhîwiel warf Aragorn einen entschuldigenden Blick zu, und ging dann auf den Hobbit zu. Er schien sie nicht zu bemerken, und so setzte sie sich schweigend neben ihn. Er starrte geradeaus ins leere, die Augen gerötet von den Tränen. "Ich will allein sein.", sagte er. "Ich weiß.", gab Rhîwiel Sanft zurück. "Ich kenne dieses Gefühl, glaube mir ... Aber sei versichert, wenn ich damals jemanden gehabt hätte, mit dem ich darüber reden könnte, ich wäre wohl um einiges besser darüber hinweg gekommen." Frodo wandte dem Kopf zu ihr. "Verzeiht, aber woher wollt ihr wissen wie ich mich fühle?" Rhîwiel blieb ruhig und antwortete: "Als ich noch jünger war, beinahe noch ein Mädchen, war ich noch nicht allein. Ich hatte einen großen Bruder. Das heißt, ich wusste nicht ob er mein Bruder war, da ich auch nicht weiß wer meine Eltern sind. Allerdings habe ich ihn geliebt wie einen Bruder. Oben auf dem Caradhras gibt es eine Höhle, dort haben wir gelebt. Da oben musste ich nicht so sehr aufpassen, nichts zu zerstören, es gab nur uns zwei, nie, and hat je gestört. Doch eines Winters brachen entsetzliche Stürme aus. Glaube mir, so etwas hast du noch nicht gesehen. Sie waren noch entsetzlicher als die die vor wenigen Tagen tobten. Auf jeden Fall saß ich in der Höhle fest, der Eingang war eingebrochen und ich konnte allein nicht hinaus. Aber Tawarien hat von außen begonnen die Felsbrocken bei Seite zu räumen. Er hatte gerade ein Loch freigeräumt, das groß genug war das ich hindurch passen könnte, als ein Blitz über ihm in den Fels einschlug. Ein Felsen löste sich, und stürzte hinab. Er traf Tawarien am Kopf, und erschlug ihn... Ich konnte mich aus der Höhle befreien, doch Tawarien war Tod ... Ab da musste ich allein leben ... Einsam seid wohl mindestens 100 Jahren." Ein einzelne Träne rollte bei der Erinnerung an ihren Bruder über Rhîwiels Wange, und tropfte auf den rauen Stein. Frodo schaute auf zu ihr. Eine weile sagte er nichts, doch dann fragte er: "Wie können wir das alles nun schaffen, ohne Gandalf?" Rhîwiel lächelte leicht, "Du bist nicht allein, deine Begleiter sind stark, ihr werdet das zusammen schaffen."
"Werdet ihr uns helfen?" Die Frage traf Rhîwiel unvorbereitet und sie betrachtete eine Zeit lang schweigend die triste Gegend. Was hatte sie schon zu verlieren? Alles was sie hatte, hatte sie damals verloren. Vielleicht war sie ja eine Hilfe, vielleicht konnte sie etwas zu dieser großen Sache beitragen. Langsam aber eindeutig nickte sie. Ein leichtes, hoffnungsvolles Lächeln umspielte Frodos Mundwinkel. "Vielen Dank." Rhîwiel stand auf und streckte dem Hobbit ihre Hand hin, um ihm aufzuhelfen. "Kommt, eure Begleiter warten auf euch."




Sie waren nun bereits etwas länger unterwegs, durch die goldenen Wälder Lothloriens. Beim gehen warf Legolas immer wieder verstohlen ein paar Blicke herüber zu ihrer neuen Gefährtin, Rhîwiel. Sie ging neben Gimli her, der lautstark über die Vorteile der Zwerge prahlte. Sie lachte herzlich als Gimli von scharfen Ohren sprach, doch mit einem Schlag erstarb ihr Lachen. Ein Pfeil war auf ihre Stirn gerichtet. Elben kamen aus dem Unterholz und richteten Pfeile auf die Gefährten. Instinktiv zog auch Legolas seinen Bogen. Ein blonder Elb, offenbar der Anführer begann über Gimli zu spotten. "Der Zwerg hat so laut geatmet, wir hätten ihn im Dunkeln erschießen können!" Rhîwiel straffe den Rücken und schaute den gut einen halben Kopf größeren Elb mit funkelnden Augen an. "Und ihr habt so laut getrampelt, das wir euren Hinterhalt mit Leichtigkeit hätten zu Nichte machen können. Doch de Elben ja bekannt dafür sind, ihre Fehler eh nicht ein zugestehen", bei diesen Worten warf sie Legolas einen kurzen entschuldigenden Blick zu, dann ging der Redefluss weiter, "da dachten wir uns, das es sich eh nicht lohnen würde. Also wenn hier jemand aufpassen sollte nicht im Dunkeln erlegt zu werden, dann seid definitiv ihr das!" Der fremde Elb schien ehrlich sprachlos zu sein. Und das zu recht. Denn obwohl ihre Worte sehr direkt und eindeutig warm war die Art wie sie geredet hatte alles andere als patzig oder gar ungehobelt, nein, die Worte waren geflossen wie ein zarter Bach und das mit einer ruhigen und klaren Art, sie dennoch keinen Widerspruch duldete. Auch Legolas fehlten die Worte, und so standen sie alle einen Moment schweigend da. Schließlich trat Aragorn vor und legte Rhîwiel beruhigend eine Hand auf die Schulter. "Beruhigt euch", sagte er. Rhîwiel zückte mit dem schultern. "Ob du es glaubst oder nicht, ich bin ruhig.", auch diese Worte waren die Ruhe in Person, keinerlei Andeutungen auf das kurze Wortgefecht mit dem Elben. Aragorn zuckte kaum merklich mit den Schultern und begann dann mit dem Elben zu diskutieren, währenddessen alle anderen nichts anderes tun könnten als warten.


Endlich konnten Sie weiter. Der Elb, der laut seinen Angaben Haldir hieß führte sie weiter durch die Wälder, bis ins Herz Lothloriens. Rhîwiel kam aus dem Staunen schon bald nicht mehr heraus. Stumm lief sie neben Legolas her, und betrachtete die Häuser und erbauten der Elben. Doch eine Frage stand für sie noch offen. Aragorn und Haldir hatten auf Elbisch mit einander diskutiert, und so hatte Rhîwiel keine Ahnung wohin es nun ging. "Wo hin führen Sie uns?", flüsterte sie. "Zur Herrin Galadriel.", flüsterte Legolas zurück. Nachdenklich nickte Rhîwiel. Natürlich hatte sie schon von der Herrin des Lichts gehört.
Auf einem Platz hoch oben in den Bäumen kamen sie nun zum stehen. Und dann kamen sie: Seite an Seite mit ihrem Ehemann Celeborn trat Galadriel zu Ihnen. Aragorn und Legolas verneigten sich, und so machte Rhîwiel es Ihnen nach.
"Neun brachen in Bruchtal auf, neun kommen hier an. Doch sind es nicht die selben. Sagt mir, wo ist Gandalf?", sprach Celeborn. "Er ist in die Schatten gestürzt.", antwortete Galadriel. Rhîwiel war es ein Rätsel woher sie das wusste, aber das es übernatürliche Kräfte auf dieser Welt gab, wusste ja wohl gerade sie mit am besten. Galadriels Blick wanderte über dieGefährten und verharrte auf jedem von ihnen einen Moment. Als sie bei Boromir war, wandte dieser sich ab.
Als letztes kam Galadriel zu Rhîwiel, und beinahe erschrak diese, als sie plötzlich die Stimme der Herrin des Lichts in ihrem Kopf hörte.
"Es war kein Zufall das dich dein Weg nach Moria führte. Du Mist zu großem bestimmt und ein wichtiger Bestandteil dieser Unternehmung. Doch sei gewarnt, die Dunkelheit schwebt über dir. Es wird der Tag kommen, an dem du dich entscheiden musst!" Rhîwiel schaute Galadriel an. Sie hatte so viele Fragen, doch wagte es nicht danach zu fragen.
Sie wurden fortgebracht, und durften diese Nacht hier verweilen. Ein paar leben gaben ihnen Kleidung, Essen und Schlafplätze. Nun saßen die Gefährten gemeinsam im Gras. Hoch oben in den Bäumen ertönte ein Trauerlied für Gandalf. Als es endete, herrschte eine triste Stimmung unter ihnen. Frodo stand auf, und entfernte sich etwas von den anderen.
Sie alle schwiegen. Rhîwiel hob ihre Hand, und in ihrer Handfläche begann wieder ein bläuliches Glimmen. Sofort kamen Merry und Pippin zu Rhîwiel herüber und schauten zu was sie dieses Mal erschuf. Dieses Mal war es weder ein Pfeil noch eine Brücke, nein sie erschuf etwas kleineres, eine Figur. Ein galoppierendes Pferd, mit langer wehender Mähne, vielleicht so groß wie Rhîwiels Hand.
Nun kam auch Sam zu Ihnen herüber, und sogar Boromir schaute aus einiger Entfernung zu. "Mehr!", sagte Pippin aufgeregt. Rhîwiel lächelte, und ließ das Pferd wieder verschwinden. Nun erschuf sie eine Miniatur des Tors von Moria, mit den Schriftzügen und dem Rätsel das die Tür öffnete. Wieder ließ sie es zusammenfallen. "Merry, kannst du mir bitte den Stock da drüben reichen?" Der Hobbbit tat wie ihm geheißen und holte einen Stock, der ungefähr die From und Größe eines Dolchgriffs hatte. Rhîwiel nahm ihn entgegen und strich mit ihrer Hand darüber, und dann darüber hinaus, in die Luft. Dort wo ihre Finger waren, bildete sich Gelasses Eis aus dem nichts, und ehe sie sich versahen, hielt Rhîwiel einen kleinen Dolch mit einer schneeweißen Klinge aus Eis, und dem Stock als Griff in Händen. Lächelnd überreichte sie ihn Merry. "Jetzt ist aber genug. Schließlich sollten wir uns besser ausruhen.", sagte sie.
Merry steckte den Dolch weg. "Erwarte nicht zu viel, irgendwann schmilzt er dahin.", rief Rhîwiel ihm noch zu, dann stand sie auf, und spazierte langsam durch die Bäume davon.
article
1461334615
Geboren in Schnee und Eis - Der Herr der Ringe:...
Geboren in Schnee und Eis - Der Herr der Ringe:...
Rhîwiel und die Gefährten sind aus den Mienen von Moria entkommen. Doch nun bleiben einige Fragen offen. Wer ist Rhîwiel? Was führt die Gefährten in die Mienen? Wird Rhîwiel ihnen bei ihrem Vorhaben helfen? Am Ende der ersten Etappe von Rhîwiels ...
http://www.testedich.de/quiz41/quiz/1461334615/Geboren-in-Schnee-und-Eis-Der-Herr-der-Ringe-2-Kapitel
http://www.testedich.de/quiz41/picture/pic_1461334615_1.jpg
2016-04-22
402C
Herr der Ringe

Kommentare Seite 0 von 0
Klicke hier um ein Kommentar zu schreiben - Wenn du Mitglied bei testedich bist logge dich bitte hier ein
Noch keine Kommentare.

Sie haben die Möglichkeit den Text zu gestalten.
((bold))Fett((ebold)) ((cur))Kursiv((ecur)) ((unli))Unterstrichen((eunli))
((big))groß((ebig)) ((small))klein((esmall))
((green))grün((egreen)) ((maroon))dunkelrot((emaroon)) ((olive))graugrün((eolive)) ((navy))marineblau((enavy)) ((purple))violett((epurple)) ((teal))teal((eteal)) ((gray))grau((egray)) ((red))rot((ered)) ((blue))blau((eblue)) ((fuchsia))fuchsia((efuchsia))
Bitte beachten Sie, dass Sie immer beide Codes, z.B. ((bold)) hier der Text der fett sein soll ((ebold)), gebrauchen, mit dazwischen den Text.