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Ryo und Bakura-Licht und Dunkelheit (Yugioh) Teil 14

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4 Kapitel - 3.520 Wörter - Erstellt von: Yamiyo - Aktualisiert am: 2016-04-26 - Entwickelt am: - 895 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Allmählich beginnt diese FF sich dem Ende zuzuwenden. Battle City findet in diesem Teil seinen Abschluss- ob sich etwas in der Beziehung zwischen Ryo und Bakura geändert hat? Und was wird aus Malak und Marik?

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*aus Bakuras Sicht* Dass Marik gegen den Pharao verloren hatte, wunderte mich nicht. Mir wäre sonst nämlich keine andere Möglichkeit eingefallen, w
*aus Bakuras Sicht*
Dass Marik gegen den Pharao verloren hatte, wunderte mich nicht. Mir wäre sonst nämlich keine andere Möglichkeit eingefallen, wie wir dem Reich der Schatten entkommen waren. Lange überlegte ich, während der Zeppelin den Rückflug anstrebte, ob ich mit dem Blonden reden sollte, aber irgendetwas hielt mich zurück. Eigentlich war es sein Recht zu erfahren, dass er mir einst treu gedient hatte und ebenso wie ich ein Knecht der Finsternis gewesen war. Aber wenn ich ihn so beobachtete, wie er glücklich mit seinen Geschwistern redete, wie ausgelassen er lachte, hatte ich auf einmal keine Lust mehr, mit ihm zu sprechen. Die Vergangenheit war längst vergessen für ihn, denn im Gegensatz zu mir war er nicht die Seele von Malak, sondern nur eine Reinkarnation meines alten Freundes. Traurig starrte ich aus meinem Fenster und ließ meinen Blick über das Meer unter mir schweifen. Als ich klein gewesen war, hatte ich mir immer gewünscht, einmal den Ozean zu sehen. Jetzt war es soweit–nach tausenden von Jahren. „Naja, besser spät als nie... Das hättest du jetzt gesagt, nicht wahr, Malak?" wisperte ich melancholisch und schloss kurz die Augen. In der aufkommenden Dunkelheit blitzte sein Angesicht auf–das von der Sonne braun gebrannte Gesicht, die vor Schmutz starrenden Haare, das freche Grinsen, das mich regelmäßig auf die Palme gebracht hatte und nicht zu vergessen die violetten Augen, die immer ein Streben nach Freiheit und Glück ausgestrahlt hatten. Diese Lebensfreude hatte ich an meinem Freund immer sehr bewundert– Vielleicht war ich sogar ein wenig neidisch gewesen. „Wer ist Malak?" erschallte da im Hintergrund die Frage, die mich zusammenfahren und augenblicklich umdrehen ließ. Überrascht und erschrocken zugleich bemerkte ich, dass Marik im Türrahmen meines Zimmers aufgetaucht war und mich nun seltsam anschaute. Fast schien es so, als würde er sich Sorgen um mich machen. Oder bildete ich mir das nur ein? „Marik, was machst du hier?" stellte ich verwundert als Gegenfrage, wobei ich versuchte, so abweisend wie möglich zu wirken. Er sollte nicht näher kommen! Er durfte nicht! Ich würde ihn bloß wieder in die Dunkelheit ziehen und damit seine neu erwachte Hoffnung auf ein glückliches Leben im Kreise seiner Familie ersticken. Das hatte ich schon früher getan–meine Dunkelheit hatte ihm das Leben gekostet. „Ich wollte mir dir reden, Bakura. Du sahst traurig aus..." Wie freundlich er mich anlächelte–jetzt trat er auch noch ins Zimmer! Nein, er durfte keinen einzigen Schritt mehr in meine Richtung tun! „Komm... Komm nicht näher!" presste ich gequält hervor, im Hinterkopf Malaks Lachen hörend und wich einen Schritt zurück, kam jedoch nicht weit, denn schon spürte ich die kalte Fensterscheibe in meinem Rücken. „Bakura, was hast du?" Erschrocken kam Marik nun endgültig zu mir, weswegen ich vor Frust aufschrie und ihn zurückstumpte, wofür ich einen entgeisterten, vielleicht sogar enttäuschten Blick des Blonden erntete. „GEH, MALAK! GEH, VERDAMMT!" Ein Zittern überfiel mich und eisige Schauer liefen meinen Rücken hinunter. Nicht mehr Marik sah ich auf einmal vor mir, sondern Malak. Malak mit einem Pfeil in der Brust, der Blut hustend vor meine Füße fiel. Wie er hilfesuchend meinen Fuß umklammerte und um Hilfe röchelte. Hilfe, die ich ihm nicht geben konnte. Ein leises Schluchzen entfuhr mir und ich schlang die Arme um mich, als wolle ich einen Schutzwall errichten. Doch das Böse war nicht außerhalb, es war in mir... Plötzlich spürte ich jedoch, wie sich starke Arme um mich schlossen und im nächsten Moment hatte ich vor meinem Gesicht lavendelfarbenen Stoff, der leicht nach Erde roch. Genau wie Malak damals... Fest biss ich mir auf die Lippe, um die Tränen in meinen Augen zu vergessen. Ich durfte nicht schwach werden. Nie. „Bakura, wer ist Malak? Und warum nennst du mich bei seinem Namen?" hörte ich Marik fragen, mit derselben besorgten Stimme, die mich einst getröstet hatte, als ich den Pharao das erste Mal nicht besiegen gekonnt hatte. Sollte ich es ihm erzählen? Durfte ich das überhaupt? Eigentlich war doch nur meine Einbildung Schuld, dass ich die beiden überhaupt verglich. Marik kannte Malak, sein Leben und seine Beziehung zu mir nicht–sollte ich ihn dann überhaupt damit belasten? Doch da bemerkte ich das fordernde Blitzen in seinen Augen, das mir klar machte, dass ich mich dieses Mal nicht um die Antwort drucken konnte. Darum holte ich tief Luft, bevor ich mit heiserer Stimme begann zu erzählen. „Vor 3000 Jahren trieb ich unter dem Titel „König der Diebe" mein Unwesen im Reich des Pharaos. Ich war ein berühmt-berüchtigter Grabräuber und quasi der Pharao der Unterwelt. Klar, dass es da einige Neider gab und während meines Lebens gab es eigentlich nur eine Person, auf die ich mich wirklich verlassen konnte. Malak. Er war dir sehr ähnlich, nicht nur vom Aussehen her, und ich verdanke ihm mein Leben. Für mich war er wie ein kleiner Bruder und zugleich ein kostbarer Weggefährte." „Und du hast in mir ihn gesehen?" hakte Marik verwirrt nach, woraufhin ich nickte und mich aus seiner Umarmung löste. „Ja. Es klingt dämlich, aber ja. Ich habe gedacht, Malaks Seele würde in dir weiterleben. Du bist ihm einfach so schrecklich ähnlich... Aber jetzt weiß ich, dass du nicht er bist–höchstens eine Reinkarnation von ihm. Malak ist tot–damit muss ich mich abfinden." „Du vermisst ihn..." stellte Marik auf meine Aussage nachdenklich fest und musterte mich mit einem fast freundschaftlichen Blick, der für mich so schmerzhaft war wie tausende Messerstiche, so sehr glich er Malaks Mimik. „Ich bin schuld an seinem Tod, Marik. Nur weil ich mich in meiner Torheit zu früh mit den ägyptischen Göttern angelegt habe, wurde er getötet. Noch während er versuchte zu fliehen wurde er durch die verfluchten Bogenschützen des Pharaos niedergestreckt. Und ich war zu schwach gewesen, ihn zu beschützen, denn zuvor hatte ich meinen Kampf gegen "Obelisk Der Peiniger" verloren. Er ist direkt vor meinen Füßen im Dreck gestorben. Und ich habe zugesehen." Wütend auf mich selbst ballte ich meine Hände zu Fäusten–so fest, dass meine Fingernägel sich tief in das Fleisch meiner Hand bohrten. Nass fühlte ich innerhalb von Sekunden das Blut meine Fingerkuppen benetzen und mir war es, als wäre es nicht mein Blut, sondern das von Malak. Diese Schuld... Wie lange würde ich sie nur noch ertragen können? Bald würde ich den Verstand verlieren... „Bakura... Komm runter... Bitte..." brachte da Marik gequält hervor, der genau spürte, was für Emotionen da in mir hochkochten. Seine Worte halfen mir jedoch keineswegs, im Gegenteil, sie machten mich erst richtig wütend. Voller Zorn und gleichzeitig unendlicher Verzweiflung packte ich Marik am Kragen und starrte ihm direkt ins Gesicht–in das Gesicht von Malak. „Komm runter? KOMM RUNTER? Ich wünschte, ich könnte das! Aber die Geister der Vergangenheit lassen einen nicht in Ruhe, wenn man sie darum bittet, du naives Kind! Die Erinnerungen sind grausam–Ich habe keine Chance–" Ehe ich meinen Satz vollenden konnte, traf mich plötzlich mit voller Wucht Mariks Faust, die ich erst viel zu spät bemerkt hatte, im Gesicht und flutete mich so mit brennenden Schmerz. „Hör auf, so selbstmitleidig zu sein! Das ist ja nicht zum Aushalten! Wo ist der wahre Bakura hin? Der, der vor nichts zurückgeschreckt ist? Der, der an seine Ziele geglaubt hat und sein Leben für sie geben wollte? Wo ist der?" schrie Marik ähnlich laut wie ich gerade eben und ich bemerkte überrascht, dass auch in seiner Stimme deutliche Wut mitschwang. Was tat er da? Wieso setzte er sich so für mich ein? Bleich ließ ich ihn los und stolperte einige Schritte zurück, wobei ich auf meine zitternden, blutbefleckten Hände starrte. Er hatte Recht. Marik hatte, verdammt noch mal, Recht! Wieso war ich so ein Schwächling? Wer schwach war, verlor sowieso seine Freunde, also musste ich versuchen stärker zu werden. Stark genug, um Zorc die Stirn zu bieten und Ryo zu schützen! Voller Entschlossenheit blickte ich Marik ruckartig an und streckte ihm die Faust entgegen. Dabei gab ich mit fester Stimme zu: „Klappe, Marik. Ich bin ich und darum werde ich den Pharao auch mit links besiegen!" Da grinste Marik breit und meinte zufrieden: „Das ist der Bakura, den ich kenne!"
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Ryo und Bakura-Licht und Dunkelheit (Yugioh) Te...
Allmählich beginnt diese FF sich dem Ende zuzuwenden. Battle City findet in diesem Teil seinen Abschluss- ob sich etwas in der Beziehung zwischen Ryo und Bakura geändert hat? Und was wird aus Malak und Marik?
http://www.testedich.de/quiz41/quiz/1461175640/Ryo-und-Bakura-Licht-und-Dunkelheit-Yugioh-Teil-14
http://www.testedich.de/quiz41/picture/pic_1461175640_1.jpg
2016-04-20
407E
Yu-Gi-Oh!

Kommentare (6)

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Yamiyo (Autorin) (25304)
vor 508 Tagen
@Mizuki
Hey!^^
Eigentlich schreibe ich keine OC Geschichten mehr, aber falls ich dazu komme, kann ich mir ja eine überlegen. Allerdings habe ich seit einer Weile beschlossen, nicht mehr auf testedich zu schreiben, sondern auf fanfiktion.de. Mein Nickname ist dort Kitai. Also falls ich eine Oc x Marik Story schreibe, dann dort und nicht hier.
Mizuki (90193)
vor 509 Tagen
Cool kannst du wenn du hiermit fertig bist
eine Story über Marik und ein ein OC Mädchen
machen bitte
Yamiyo (Autorin) (15751)
vor 522 Tagen
ACHTUNG ACHTUNG!!!
FÜR DIEJENIGEN, DIE DIESE FF NOCH VERFOLGEN: Ich führe sie auf Fanfiktion.de weiter unter folgendem Link:
http://www.fanfiktion.de/s/572218640005cc4a2e6a2166/1/Licht-und-Dunkelheit

Schaut doch rein!^^ Ich freue mich auf euch!
magieg woolf (92281)
vor 598 Tagen
Coole story macht fun sie zu lesen😆
Black Kirara (26310)
vor 694 Tagen
Meine Fresse, du bist da ja noch pingeliger als ich!;) Machs dir nicht so schwer, die Story ist toll! Da kann man ja wohl über den ein oder anderen "Fehler" hinwegsehen (sonst zwar auch, aber egal).^^
Yamiyo (06644)
vor 757 Tagen
Ich entschuldige mich, dass hier einige Wörter in meiner FF, auch im Titel zusammengeschrieben sind, obwohl sie es nicht sein sollten. Das liegt daran, dass dort eigentlich ein Bindestrich ist– ein Bindestrich, den Testedich nicht kennt/akzeptiert. Denkt nicht, ich hätte diesen Fehler nicht bemerkt–ich habe es, aber ich finde einfach nicht den richtigen Bindestrich, der akzeptiert wird.