Pokemon Lovestory N&Liberty 31

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1 Kapitel - 1.203 Wörter - Erstellt von: LibbyPokemon - Aktualisiert am: 2016-04-18 - Entwickelt am: - 227 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Was tut man, wenn man weiß, dass man gleich stirbt?

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    Libertys Sicht:
    Dass Zeit gewinnen klappte ziemlich gut. Wir liefen kreuz und quer durch das Schiff, versteckten alles was wir finden konnten und rissen jeden Kabel heraus. Zwar konnten wir dadurch nur geringfügiges Chaos anrichten, aber in der derzeitigen Situation zählte jede Sekunde. Jede Sekunde, die wir noch zusammenwaren. Obwohl ich wusste, dass wir kaum erwarten konnten noch lange zu leben, war ich glücklich. Ich war bei N und das war alles was zählte.
    Ich riss eine ganze Handvoll Kabelsalat aus einem Sicherungskasten und beobachtete zufrieden wie die Lichter anfingen zu flackern. Auch ein paar Barrieren flackerten auf und verschwanden. Wir passierten schnell, ehe jemand die Sabotage in Ordnung bringen konnte. Es schien immer kälter zu werden. Wir kamen in einen großen Kontrollraum. Er war menschenleer, was ich beunruhigend fand. Wenn man uns nicht hier haben wollte, hätte man sicher Wachen aufgestellt. Es ärgerte mich, dass wir genau das taten, was G-Cis wollte, aber wir hatten keine Wahl, jetzt nicht mehr. Wir tauschten einen letzten Blick und ein Nicken, dann nährten wir uns vorsichtig den Kontrolltafeln. Viele davon schienen für Dinge wie Antrieb, Abwehrsysteme und Ähnliches zuständig zu sein, aber es waren auch andere Anzeigen da, die mein Misstrauen weckten. Eine der Konsolen zeigte das Bild von einem Gehirn, das aber nicht zu einem Menschen zu gehören schien. Darunter waren Aktivitätsanzeigen und Frequenzen zu sehen. Aber irgendetwas stimmte nicht.
    "N, schau dir das mal an", sagte ich leise und deutete auf ein paar Anzeigen "Diese Anzeige hier behauptet, dass das Gehirn im Schlafmodus ist, aber diese hier zeigt an, dass der Besitzer des Gehirns sich bewegt und aufmerksam ist"
    N betrachtete die Anzeigen nachdenklich, dann deutete er auf ein paar Frequenzanzeigen. "Hast du dir das schon angesehen?"
    "Ja, aber was...", ich stockte mitten im Satz "Eine Fernsteuerung?"
    "Klug kombiniert", sagte eine kalte Stimme. ich wirbelte herum. Der Mann der zu der kalten Stimme gehörte sah aus wie das Klischee eines verrückten Wissenschaftlers. Weißer Laborkittel, blaß, kalte graue Augen hinter einer dicken Brille. Nur die Haare passten nicht ganz. Sie waren zwar klischeegetreu zurückgekämmt, aber hellblond und eine blaue Strähne die sich gegen das Frisieren zur Wehr zu setzen schien kringelte sich wie eine Rauchfahne um den Kopf des Mannes. Das steigerte den verrückten Eindruck zu einem Grad, der Doktor Frankenstein Konkurrenz gemacht hätte.
    "Tatsächlich beruht der Apparat auf einem ähnlichen Prinzip", erklärte Frankenstein 2 arrogant. "Die Wellen schalten je nach Frequentierung bestimmte Teile des Gehirns ab, oder aktivieren sie. Ganz ähnlich wie bei einer Fernbedienung. Obwohl meine Erfindung natürlich wesentlich komplexer ist", er sprach mit der Arroganz eines Menschen, der schon mit Größenwahnsinn geboren und lebenslänglich darin bestärkt worden war. Ich war dafür mit einer heftigen Abneigung gegen Überheblichkeit auf die Welt gekommen und antwortete daher mit hochgezogenen Augenbrauen "Der eigentliche Unterschied ist doch, dass eine Fernbedienung für einen Fernseher ein nützlicher Alltagsgegenstand ist, wohingegen IHRE Erfindung höchstens dazu nutzen wird Sie ins Gefängnis zu bringen!" N legte mir beschwichtigend eine Hand auf die Schulter und verhinderte dadurch, dass ich Frankenstein 2 auch noch sagte, dass seine Inhaftierung der Welt nur guttun konnte.
    Trotzdem reichte was ich gesagt hatte aus um Frankenstein 2 purpurrot anlaufen zu lassen. "Meine Erfindung steigert die Kraft eines Pokemon ins Unermessliche!", stieß er hervor "Nur dank des Achromaten kann Kyurem sein volles Potential entfalten! Nur wegen meiner Genialität, ist mein Pokemonteam das Stärkste der Welt!"
    Ich schüttelte nur den Kopf und ging mit N an ihm vorbei. Frankenstein 2 bemerkte es nicht einmal. Er war zu sehr damit beschäftigt seine eigene 'Genialität' zu loben.
    Wir fanden einen Weg nach draußen und stellten fest, dass wir bei der Riesengrotte waren. Von der Höhle aus spürte ich eine starke, aber irgendwie auch leere Präsenz. Obwohl es jeder Vernunft spottete, gingen wir darauf zu. Vor dem Eingang blieben wir stehen. Wir sahen uns lange in die Augen, stumm. Es gab keine Worte für einen solchen Moment. Dann betraten wir die Grotte. Die Wände warfen das Echo unserer Schritte laut zurück. Alles hatte etwas Irreales, Fernes an sich, aber ich konnte nicht beurteilen, ob es die Höhle, oder die Angst war, die mir diesen Eindruck vermittelte.
    Wir traten in den hintersten Teil der Höhle und ich hatte Mühe meine Atmung unter Kontrolle zu halten. Ich hatte nicht wirklich Angst vor dem Tod, aber in Angesicht des sicheren Lebensendes könnte wohl niemand ruhig bleiben. Mein Gehirn schien unter Adrenalinüberschuss eine Detailaufnahme nach der anderen zu machen. Kyurem mit einem seltsam leeren Ausdruck in den Augen. G-Cis, mit einem grauenhaften Grinsen im Gesicht. Eisbedeckter Fels, noch mit Moos darauf. Ich umklammerte Ns Hand, wie ein Ertrinkender den letzten Rettungsring.
    G-Cis ignorierte es. "Es wäre für euch von Vorteil, mir jetzt Zekrom und Reshiram zu übergeben, wenn ihr keinen sehr unangenehmen Tod sterben wollt", sagte er mit einer Stimme die sogar noch unter dem absoluten Nullpunkt lag.
    "Nein", antwortete N. Seine Stimme war unglaublich ruhig. Er hatte sich so gut im Griff.
    G-Cis ließ sich nicht davon beeindrucken "Ich zähle bis drei. Dann habe ich entweder Zekrom und Reshiram in meinem Besitz, oder sie werden nicht mehr existieren"
    Das war eine leere Drohung. Reshiram und Zekrom würden nicht sterben, egal wie sehr sie eingefroren wurden.
    "Eins!"
    Ich drehte mich zu N. Und sah ihm in die Augen. Das sollte das letzte sein was ich sah.
    "Zwei!"
    Ich stellte mich auf die Zehenspitzen und küsste ihn. Ich versuchte ein ganzes Leben in diesen einen Moment zu legen, das wir nicht mehr haben würden. Es war als zöge das Leben, das wir hätten haben können vor meinen geschlossenen Augen vorbei. Unsere Hochzeit. Kein unnötiges Drama, nur eine kleine bescheidene Feier, mit unseren besten Freunden. Unsere Flitterwochen, irgendwo in der freien Natur. Ein kleines Haus, in dessen Garten unsere Kinder spielen...
    "Drei! Chance vertan!", verkündete G-Cis.
    Wir ignorierten ihn. Wenn wir schon sterben mussten, dann so wie WIR es wollten.
    "Sagt eurem Leben Adieu!", rief G-Cis "Kyurem!"
    Aber plötzlich ertönte eine andere Stimme. Eine Stimme die ich erkannte, obwohl ich sie noch nie gehört hatte. Nicht mit meinem Gehör.
    "Nein!"

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