From the past in the future 5~ Harry Potter FanFiktion

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1 Kapitel - 7.575 Wörter - Erstellt von: Aveline - Aktualisiert am: 2016-04-14 - Entwickelt am: - 699 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Taucht ein in das Leben der Allison Coulsen!

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    Im nächsten Moment stand ich direkt vor einer riesigen scharlachroten Lok. Hunderte von Leuten standen am Gleis, darunter wahrscheinlich die Schüler, die heute nach Hogwarts reisen würden, und deren Eltern, die ihre Kinder verabschiedeten, oftmals unter Tränen. Als ich eine Gruppe von Schülern gerade in den Zug einsteigen sah, erinnerte ich mich schlagartig an meinen Traum von letzter Nacht. Denn diese Schüler hatten Schals in den Farben Silber und Smaragdgrün an, wie der ganz linke Tisch in meinem Traum. Und da, ein paar Mädchen und Jungen trugen Blau und Bronzene Schals oder da drüben trug ein Junge einen Gelb und Schwarzen Schal. Und weiter vorne waren ein paar rothaarige Leute, die rote und goldene Pullis trugen. Warum waren das genau die Farben die auch in meinem Traum vorkamen? Warum träumte ich so etwas? Das würde ich noch herausfinden. Mir fiel auf, dass ich noch sehr viel herausfinden musste auf Hogwarts. Aber wenn ich McGonagall richtig verstanden hatte, würde ich für all diese Rätsel sieben Jahre lang Zeit haben. Mir war vor lauter Gedanken gar nicht aufgefallen, dass schon fast alle Kinder im Zug waren. Schnell ging ich auch zum Zug, hievte meinen Koffer hinein und sprang dann selbst in die Lok. Ich machte mich auf die Suche nach einem Abteil und als ich schon fast den ganzen Zug abgeklappert hatte, fand ich endlich noch ein leeres Abteil, in das ich mich dann auch setzte. Meinen Koffer bekam ich irgendwie, keine Ahnung wie, auf die Gepäckablage und so konnte ich mich in Ruhe auf einen der Sitze fallen lassen. Dann fiel mir ein, dass McGonagall mir noch ein Buch kaufte, sie meinte dann würde die Fahrt schneller vorbeigehen und ich würde schon etwas über Hogwarts wissen. Ich holte das in Papier eingewickelte Päckchen und machte mich daran es zu öffnen. Als ich die Schichten Papier entfernt hatte, kam ein großes Buch heraus mit dem Titel: „Geschichte der Hogwarts-Schule für Hexerei und Zauberei“. Mit der Entscheidung es zu lesen öffnete ich das Buch und kam erst einmal bei einem Inhaltsverzeichnis an. Das erste war „Die Gründung“.
    „Hogwarts wurde im 10.Jahrhundert von den damals größten und mächtigsten Zauberern und Hexen ihrer Zeit gegründet. Diese waren Godric Gryffindor, Salazar Slytherin, Helga Hufflepuff und Rowena Ravenclaw. Godric Gryffindor war ein äußerst mutiger und hochangesehener Mann. Er war vor allem für seine Tapferkeit, seinen Mut und seine Selbstlosigkeit bekannt gewesen. Einer der größten Lichtmagier überhaupt, hat es damals geheißen. Sein bester Freund, Salazar Slytherin, hingegen, war ein gefürchteter Schwarzmagier, dessen Eigenschaften vor allem die List und die Raffinesse waren. Godric Gryffindor beschrieb ihn aber auch als einen brüderlichen und loyalen Freund. Die dritte im Bunde war die aus Wales stammende Helga Hufflepuff. Sie war eine gerechte, faire, freundliche, fleißige und überaus loyale Hexe und auch dafür bekannt gewesen. Eine der besten Heilerinnen war sie damals gewesen und sie hatte immer zuerst das Gute in den Menschen gesucht und meist auch gefunden. Und auch wie Godric Gryffindor gehörte sie zu einem Bund aus reinen Lichtmagiern, was darauf schließen lässt, dass sie selbst eine Lichtmagierin war. Dann war da noch Rowena Ravenclaw, die intelligenteste Hexe die jemals lebte bis heute. Über diese Frau ist außer, dass sie im 10.Jahrhundert geboren wurde und sehr jung an einem gebrochenen Herzen gestorben sein soll nichts bekannt. Sie achtete wahrscheinlich, wie Geschichtswissenschaftler heute vermuten, stets darauf keine Spuren zu hinterlassen. Wenn sie Hogwarts nicht mitgegründet hätte, dann hätte man wahrscheinlich nie erfahren, dass sie überhaupt gelebt hatte. Man beschrieb sie als Graumagierin, da sie gegen die schlechte schwarze Magie war, aber die nützlichen Zauber der schwarzen Magie doch auch angewandt haben soll. Heute ist wahrscheinlich Godric Gryffindor der berühmteste Zauberer. Diese vier Freunde wollten eine Möglichkeit für junge Zauberer und Hexen schaffen ihre Fähigkeiten zu erlernen. Und so kam die Idee eine Schule zu gründen und dies doch auf dem alten Schloss aus Gryffindors Familienerbe zu machen. Gesagt, getan. Sie arbeiteten hart doch am Ende gelang es den Vieren, eine Schule zu erschaffen. Diese Schule wurde „Hogwarts-Schule für Hexerei und Zauberei“ genannt. Woher das „Hogwarts“ kam ist bis heute unklar. Da sie nicht wollten, dass sie in der Zukunft vergessen werden und die Schule auch etwas Persönliches von ihnen haben sollte, entschieden sie sich dafür, dass sie vier „Häuser“ gründen würden. Dies geschah dann auch und jedem der vier Häuser wurden bestimmte Eigenschaften zu gesprochen, die auch bei ihren Gründern wiederzufinden waren. Das Haus Gryffindor stand für Tapferkeit, Mut und Selbstlosigkeit, das Haus Slytherin für List, Tücke und Brüderlichkeit, Hufflepuff für Fleiß, Gerechtigkeit und Loyalität und Ravenclaw für Intelligenz und Weisheit. Den Schülern sollte ein verzauberter Hut aufgesetzt werden, der sie je nach ihrem Charakter in die jeweiligen Häuser einteilte. Wenn ein Schüler in zwei oder mehr Häuser passte wurde die Eigenschaft genommen, die am meisten wog oder für den Schüler am wichtigsten war. In die Häuser eingeteilt, war dieses Haus mit samt den dazugehörigen Schülern die Familie für die folgenden sieben Schuljahre. Man konnte als Schüler Punkte, durch gute Leistungen im Unterricht, durch Quidditch und sonstige großartige Leistungen, sammeln aber auch wieder verlieren, durch Regelverstöße oder sonstiges. Am Ende des Schuljahres gewinnt das Haus mit den meisten Punkten den Hauspokal und das Haus das in der Quidditch-Season am besten war den Quidditch-Pokal. Und dieses Schulsystem wird bis heute an der Hogwarts-Schule für Hexerei und Zauberei durchgeführt.“
    Das war der erste Absatz des Buches. Ich dachte noch kurz darüber nach und freute mich jetzt noch mehr auf Hogwarts. Man bekam also eine neue Familie. Das hörte sich doch mal gut an. Eine alte Frau mit einem Servierwagen klopfte an mein Abteil: „Etwas Süßes?“ „Ja, gerne“, antwortete ich schüchtern. „Was möchtest du?“, fragte sie freundlich. „Was haben Sie denn?“, denn ich musste zugeben, dass ich keine Ahnung hatte was es in der magischen Welt an Süßem gab. „Wie wäre es mit Schokofröschen und Bertie Botts Bohnen in allen Geschmacksrichtungen?“ Das hörte sich gut an, denn ich liebte Schokolade und in allen Geschmacksrichtungen hörte sich interessant an. „Ja, bitte. Was kostet das dann?“ „Das macht dann fünf Sickel und drei Knuts, bitte.“ Ich kramte das gewünschte Geld aus meiner Tasche und gab es der Frau. Diese nahm es lächelnd entgegen und gab mir dann meine Ware. „Dankeschön“, bedankte ich mich ebenfalls mit einem Lächeln. Sie nickte mir noch einmal freundlich zu und setzte dann ihre Tour weiter. Zuerst packte ich einen Schokofrosch auf und heraus kam eine Karte und ein Frosch aus Schokolade. Ich erschrak furchtbar als der Frosch einen Sprung machte und dann aus dem Abteil rollte. Da ich nichts essen wollte was womöglich noch lebte, man konnte in der magischen Welt a nie wissen was alles lebte, ging ich dem Frosch nicht hinterher und wandte mich der Karte zu. Auf der Karte war eine schöne Frau abgebildet und unter diesem Bild stand „Rowena Ravenclaw“. Es war also ein Bild der Gründerin Ravenclaws. Wahrscheinlich waren das so Sammelkarten wie bei den Jungs aus meiner früheren Klasse, die immer Fußballkarten sammelten. Als nächstes packte ich die Bohnen auf. Sie sahen aus wie Jelly Beans. Ich nahm eine aus der Packung und probierte sie, sie schmeckte nach Zitronenkuchen, die nächste nach Schokoladenfondue mit Erdbeeren, aber die danach war zum Kotzen ekelhaft. Sie schmeckte nach faulen Eiern, ich war wirklich kurz davor mich zu übergeben, konnte mich dann aber noch beherrschen. Die Packung verstaute ich in meiner Tasche und ließ mich dann ganz entspannt wieder in meinen Sitz plumpsen und beschloss einfach ein bisschen aus dem Fenster zu sehen und über das nachzudenken was mich eventuell noch erwarten könnte. Ich konnte aber einfach keinen klaren Gedanken fassen, da ich einfach zu aufgeregt war. Nach einer Weile des Sitzens beschloss ich meine Uniform anzuziehen. Als ich alles angezogen hatte und noch einmal überprüfte ob alles richtig saß, fuhr der Zug gerade in ein Dorf ein. Da alle anfingen ihr Gepäck zu sich zu holen und sich langsam auf den Ausstieg vorbereiteten tat ich es ihnen gleich. Nach fünf Minuten wurden die Türen geöffnet und ich stieg mit meinem schweren Koffer aus, welcher dann aber gleich von jemandem genommen wurde, mit der Erklärung, dass die Koffer in das Schloss gebracht wurden. Ein extrem großer Mann mit langem Zottelbart schrie: „Erstklässler zu mir!“ Alle Erstklässler, eingeschlossen mir, gingen zu dem großen Mann, der uns durch einen Wald zu einem schwarzen See brachte, auf dem viele kleine Boote schwammen. Wir gingen auf die Boote, ich war mit einem blonden Jungen, einem dunkelhäutigen und einem Mädchen, welches aussah wie ein Mops auf dem Boot. Auf halbem Weg fragte der Junge: „Ihr seid aber schon reinblütig, oder?“ Ich verstand nicht was er meinte mit „reinblütig“ und wartete ab was die anderen antworteten. Das Mopsmädchen sagte: „Natürlich, ich heiße Pansy Parkinson. Und ihr?“ „Ich bin natürlich auch reinblüig, Blaise Zabini mein Name“, antwortete nun auch der andere Junge. „Ich heiße Draco, Draco Malfoy und muss euch ja sicherlich nicht sagen, dass ich reinblütig bin“, sagte der blonde Junge, welcher auch die Frage gestellt hatte, arrogant. „Und du?“, ergriff jetzt wieder das Mopsmädchen das Wort. „Ich heiße Allison Coulsen“, gab ich schüchtern zurück. „Okay, und bist du jetzt reinblütig oder nicht?“, das Mädchen wurde langsam genervt. „Ich weiß nicht was du damit meinst. Was soll „reinblütig“ denn überhaupt bedeuten?“, antwortete ich. „Das erklärt alles. Also sind deine Eltern Zauberer oder Muggel, normale Nichtmagier?“, erklärte Draco Malfoy abschätzend. „Ich weiß es nicht, ich bin adoptiert“, gab ich ehrlich zu. „Okay“, meldete sich jetzt auch mal Blaise Zabini zu Wort. Ich senkte niedergeschlagen meinen Kopf, hob ihn aber wieder als ich ein Licht sah. Dieses Licht stellte sich als ein wunderschönes, riesiges Schloss heraus. Das musste Hogwarts sein. Ich war an meinem neuen zu Hause angekommen…Wir stiegen aus den Booten aus und Hogwarts war einfach nur atemberaubend. Es war so wunderschön! Wir wurden in das Schloss hineingeführt und irgendwie fühlte ich mich gleich zu Hause, ich wusste auch nicht warum. Jedenfalls liefen wir alle eine Treppe hoch und wurden oben von McGonagall empfangen. Sie erklärte uns etwas über Hogwarts, dann mussten wir kurz warten und dann gingen wir in die große Halle. Mir stockte der Atem, Erstens weil es einfach unglaublich war und zweitens aber, weil dieser Saal gleich aussah wie der aus einem meiner Träume. Die Tische, die Farben…einfach alles, bis darauf, dass hier Schüler saßen und in meinem Traum nicht. Zum Glück fing ich mich aber wieder und folgte den anderen bis nach vorne, denn am ersten Tag wollte ich nicht schon in ein Fettnäpfchen treten. Der sprechende Hut sang ein Lied und dann wurden wir alle der Reihe nach aufgerufen und in unsere Häuser eingeteilt. Zuerst war eine gewisse Hermine Granger an der Reihe, bei ihr dauerte es ewig, bis sie schließlich nach Gryffindor kam. Draco Malfoy, der Junge aus dem Boot, kam nach Slytherin, Blaise Zabini, ebenfalls aus dem Boot, auch und Pansy Parkinson ebenfalls. Ein Ronald Weasley kam nach Gryffindor wie ein Harry Potter, bei dem irgendwie alle durchdrehten, ich beschloss auch noch herauszufinden warum. Dann kamen noch Hannah Abbot, Susan Bones, Justin Finley, und ein paar andere nach Hufflepuff, Mandy Bucklehorst, Sue Li, Anthony Goldstein und so weiter nach Ravenclaw und weiter hatte ich nicht richtig zugehört, da ich einfach zu aufgeregt war. Am Ende standen nur noch ein braunhaariger Junge und ich da. „Theodor Nott!“, rief McGonagall durch die Halle. Der Junge ging nach vorne und setzte sich auf den Schemel. Er kam nach einer Weile nach Slytherin. Dann wurde mein Name aufgerufen. Ich war so aufgeregt, dass sich auf meinem ganzen Körper eine Gänsehaut ausbreitete. Als mir der Hut aufgesetzt wurde, rutschte er mir über die Augen und es wurde dunkel. *Das kann nicht sein, nein das ist unmöglich. Wie heißt Du? * Ich war verwirrt, beschloss dann aber einfach das zu tun, was der Hut von mir verlangte. *Ich heiße Allison Coulsen. Was ist unmöglich, Herr Hut? * *Dein Name ist nicht Allison Coulsen und du dürftest gar nicht hier sein oder geschweige denn hier leben. * *Doch das ist mein Name und warum darf ich nicht hier leben? * *Weil das nicht deine Zeit ist. * *Wie darf ich das jetzt verstehen, Sir Hut? * *Du wirst es eines Tages verstehen, Allison. Aber jetzt teile ich dich erst einmal ein* *Ich will es aber jetzt verstehen. * *Das geht nicht, die Zeit wird die Wahrheit offenlegen. Habe Geduld* *Die habe ich aber nicht, ich will jetzt wissen was hier eigentlich gespielt wird! * Langsam wurde ich wirklich wütend (aber natürlich nur in Gedanken, ich durfte mir ja nichts nach außen hin anmerken lassen). *Das kann ich dir jetzt nicht sagen, aber du wirst lernen zu verstehen, Allison* *Wie soll ich das lernen? * Aber er antwortete nicht mehr, sondern rief einfach nur laut „RAVENCLAW“ in die Halle. Der blaue Tisch jubelte und ich ging zu ihm und setzte mich neben ein Mädchen mit schwarzen Haaren. Ich war noch etwas verwirrt von dem Gespräch mit dem Hut, war aber froh jetzt eine Familie zu haben. Ich gehörte jetzt dem Haus Ravenclaw an. Ich war jetzt ein Rabe, eine der Intelligenten. Und da fiel mir wieder der Professor ein, von dem IQ-Test. Er hatte gesagt, ich wäre das intelligenteste Kind ganz Großbritanniens. Vielleicht meinte er gar nicht das Großbritannien der Menschen, sondern das der Hexen und Zauberer. Und woher sollte er sonst etwas von dem Brief gewusst haben? Man musste alles immer nur von einer anderen Sichtweise betrachten und das hatte der Professor getan. Vielleicht war er ja ein Zauberer und die zweite Runde der Fragen, ich konnte mich an nichts erinnern. Vielleicht waren das Fragen zum Thema Magie und so und vielleicht war ich einfach nur dumm in Wissen der Menschen und ein Genie im Wissen der Hexen und Zauberer. Es würde sich im Laufe der Zeit zeigen. Wie der Hut gesagt hatte, die Zeit wird die Wahrheit offenlegen. Nur welche Wahrheit der Hut meinte, wusste ich beim besten Willen nicht. Aber vielleicht hatte ich Glück und die Zeit würde auch all meine anderen Fragen beantworten. Zum Beispiel wer meine Eltern waren, warum es für Draco Malfoy so wichtig war, dass man „reinblütig“ war, wer Harry Potter war und so weiter. Ich hatte so viele Fragen, aber zu oft kam das Wort vielleicht in meinem Wortschatz vor. Denn die Zeit würde meine Fragen nur vielleicht beantworten. Ich fing nun auch wie alle anderen an zu essen. Es gab viele Dinge, die ich mochte, wie zum Beispiel Rosmarinkartoffeln oder Nudelauflauf. Von alledem nahm ich aber nur ein wenig, da ich nicht zu überfüllt ins Bett wollte. Nachdem alle Erstklässler aus Ravenclaw aufgegessen hatten, machten wir uns mit den Vertrauensschülern und Professor Flitwick, so hieß unser Hauslehrer, auf den Weg zu unserem Gemeinschaftsraum. Wir gingen viele Stockwerke hoch, ich fande die Treppen total faszinierend und eine gute Idee, von wem auch immer sie stammte, bis wir den Gemeinschaftsraum erreichten. Er befand sich in einem der Türme Hogwarts, er war der höchstgelegene Gemeinschaftsraum, laut Professor Flitwick. An der Tür war eine Art Adler befestigt. „Dieser Adler stellt jedem, der in den Gemeinschaftsraum von Ravenclaw will, eine Frage die dieser zuerst beantworten muss, bevor er in den Raum gelassen wird. Keine Angst, es kam noch nie vor, dass ein Ravenclawschüler die Frage nicht beantworten konnte. Und falls die doch einmal der Fall sein sollte, dann wenden Sie sich bitte an ältere Schüler, die Vertrauensschüler oder einen Lehrer. Gut, nun werden die Vertrauensschüler Ihnen den Gemeinschaftsraum und Ihre Schlafsäle zeigen. Ach und Ihre Stundenpläne für das künftige Schulhalbjahr befinden sich in Ihren Schlafsälen, ebenso der Rest Ihrer Uniformen in den Farben Ravenclaws. Schlafen Sie gut, ich sehe manche von Ihnen morgen“, erklärte der kleine Lehrer, lächelte noch einmal in die Runde und verschwand dann. Jetzt blieben wir mit unseren Vertrauensschülern zurück. Diese schienen am Anfang etwas planlos zu sein, kamen aber dann auf die „glorreiche“ Idee, den Adler nach seiner Frage für uns zu fragen. „Was wird vorgestellt, zurückgestellt, geht manchmal langsam, manchmal schnell und bleibt doch immer gleich?“, war die Frage des Adlers. „Gut, wer von euch möchte diese Frage beantworten. Und ich gebe euch schon mal den Tipp, dass das eine der leichten Fragen war“, sagte ein schwarzhaariger Vertrauensschüler in die Runde. Keiner meldete sich, ich selbst überlegte noch. Ich hatte die Antwort, dachte ich und grinste in mich hinein. Sollte ich mich melden und die Frage beantworten? Oder sollte ich lieber warten, bis jemand anders sich melden würde, auch wenn das noch ewig gehen konnte, wenn ich mir die ratlosen Gesichter so anschaute. „Und, wer meldet sich freiwillig und weiß die Antwort?“, fragte jetzt eine blonde Vertrauensschülerin noch einmal nach. Da sich immer noch keiner meldete, hob ich meinen Arm, als Zeichen, dass ich die Frage beantworten würde. Ich war echt verwundert, dass keiner die Antwort kannte, da ich die Frage gar nicht so schwer fand. Und ich dachte wir wären hier in Ravenclaw, dem Haus der intelligenten und schlauen Kids. Aber anscheinend hatte ich mich da doch ein bisschen geirrt oder die anderen waren einfach nur furchtbar schüchtern. Ich tippte auf Letzteres. „Ja, du da mit den schwarzen Haaren und den blauen Augen“, zeigte das blonde Mädchen auf mich. „Die Antwort ist: die Zeit. Sie läuft immer weiter, egal wie man sie umstellt oder versucht anzuhalten“, antwortete ich schlicht. Und kaum hatte ich meine Antwort fertig ausgesprochen öffnete sich auch schon die Tür zum Gemeinschaftsraum. Das hieß, dass die Antwort richtig war, dachte ich mir und klopfte mir innerlich selbst auf die Schulter. Wir traten alle in den Raum ein und mir stoppte kurz der Atem, denn vor mir lag ein wunderschöner heller Raum. Die Wände waren aus Marmor und in weis und dunkelblau gehalten. An der Decke war eine riesige Glaskuppel, durch die man nach draußen den Sternenhimmel und den Mond sehen konnte. Der Boden war ebenso hell und aus Marmor, ebenso wie die Treppe, die an einer Wand zuerst als eine große Treppe hochführte und sich dann aber nach links und rechts aufspaltete. In einem Teil des Raumes gab es dunkelbraune Ledersofas, die zwar schon älter waren, aber nicht abgenutzt, sondern einfach vintage, dazu die passenden Ledersessel. Es gab immer kleine Sitzgruppen, die aus dieses Ledersofas und den Sesseln oder einfach nur Eichentische, dazugehörige Stühle mit einem blauen Samtpolster an der Sitz-und Rückenfläche und noch ein paar Sesseln bestanden. Auf diesen Tischen waren Zauberschachspiele aufgebaut oder es lagen einfach nur dicke und auch etwas dünnere Bücher darauf. Auf den Sofas gab es auch blaue Kissen und Decken, auf denen jeweils das Ravenclaw-Zeichen in Bronze aufgestickt war. Unter jeder dieser Sitzgruppen lag auch ein blauer Teppich auf dem ebenfalls ein in Bronze aufgesticktes Ravenclaw-Zeichen war. Es gab auch noch ein paar Bücherregale und Schreibtische mit Tinte und Pergament. Alles in allem gefiel mir der Raum sehr, sehr gut. Es fühlte sich gleich wie zu Hause an. Und es war ja auch zu Hause, zumindest für die nächsten sieben Jahre, danach musste ich mir was Neues suchen, aber daran dachte ich jetzt noch nicht. Erst jetzt fiel mir eine eigentlich nicht übersehbare Statue aus weisem Marmor auf, die auf einer ebenso weisen Erhebung stand. Die Statue stellte eine Frau da, eine wunderschöne Frau. Sie trug ein Kleid, ein Diadem und ein Rabe saß auf ihrer Schulter. Die Gesichtszüge waren fein und gleichmäßig. Ihre Nase war perfekt groß und gerade, die Lippen waren sinnlich geschwungen und sie hatte lange Haare. Die Figur war überaus schlank und groß, aber noch in Lebensgröße. Auf der Erhebung stand in Bronzener Schrift „Rowena Ravenclaw, Gründerin des Hauses Ravenclaw“. Das war also Rowena Ravenclaw, unsere Gründerin. Die intelligenteste Hexe, die jemals gelebt hatte. Und an irgendjemanden erinnerte sie mich. Und das sehr stark, an jemanden den ich sehr gut kannte. Mir fiel nur nicht ein an wen, aber das war auch eine der Fragen, die ich noch beantwortet bekommen würde. „Also, das hier ist der Gemeinschaftsraum Ravenclaws. Ihr könnt euch morgen noch einmal umschauen, aber jetzt teilen wir erstmal ein, wer in welchen Schlafsaal kommt. In den Schlafsälen befindet sich, wie Professor Flitwick schon sagte, eure restliche Schuluniform, das Material, das von der Schule gestellt wird und eure Stundenpläne mitsamt einem Schlossplan, damit ihr euch nicht verlauft. Aber denkt dran, wenn man in Ravenclaw ist werden sich diese Schlosspläne morgen in genau einer Woche in Luft auflösen, da ein Ravenclaw sich sowas merken sollte und auch kann. Also die linke Treppe führt zum Jungstrakt und die rechte zum Schlaftrakt der Mädchen. Also in Zimmer eins der Jungen sind: Anthony Goldstein, Terry Boot, Stephen Cornfoot, Micheal Corner und Kevin Entwhistle. In Zimmer zwei sind…“, mehr von den Jungen und den Mädchen bekam ich nicht mit, da ich immer noch dabei war mir den Raum anzuschauen und mich zu erinnern an wen mich Rowena Ravenclaw erinnerte. Aber ich kam auf keine Lösung, bis ich plötzlich aus meinen Gedanken gerissen wurde „…In Zimmer drei der Mädchen sind Allison Coulsen, Mandy Bucklehorst, Sue Li, Morag McDougal, Padma Patil und Lisa Turpin. Gut, ich wünsche euch alles eine gute Nacht“, und mit diesen Worten setzte sich das blonde Mädchen zu ein paar anderen Schülern auf ein Sofa und unterhielt sich mit ihnen. Ich ging jetzt den anderen Mädchen hinterher in unseren Schlaftrakt und zusammen mit Mandy, Sue, Morag, Padma und Lisa machte ich mich auf die Suche nach unserem Schlafsaal. Wir fanden ihn auch ziemlich schnell, da er fast ganz am Anfang war. Als wir den Raum betraten waren wir alle sprachlos. Es war einfach nur atemberaubend schön. Der Raum war wie der Gemeinschaftsraum groß und hell, nur, dass hier der Boden und die Wände aus hellem Holz waren. An den Wänden hingen viele Bilder, wahrscheinlich von früheren Schülerinnen, die in diesem Raum geschlafen hatten, es gab Bücherregale und auch einen Wandteppich aus blau auf dem das Ravenclaw-Wappen samt Wahlspruch aufgestickt war. Die Himmelbetten, von denen es sechs Stück im Raum gab, waren aus weisen Holz und hatten jeweils einen weisen Matrazenüberzug und dunkelblaue Bettwäsche. Neben jedem dieser Betten war ein weiser Nachttisch, auf dem eine Öllampe und ein Buch lagen. Auch war neben jedem Bett ein Stuhl, der dieselben blauen Lehnen-und Sitzplatzüberzüge hatte, wie im Gemeinschaftsraum. Die Betten standen in einer Art U-Form und vor jedem Bett (an dem Ende, an dem die Füße beim Schlafen liegen) war eine Holzkiste, wieder mit dem Ravenclaw-Wappen versehen, positioniert. Es gab sechs hohe Fenster, welche hinter den jeweiligen Betten in die Wand eingelassen waren. Auf den Betten lag Kleidung und ein Blatt. Als Mandy zu einem der Betten gehen wollte, strahlte ein anderes Bett. „Oh, das hat meine Mum mir erzählt. Jeder Schlafsaal der Ravenclaws ist etwas Besonderes, und sie hat auch gesagt, dass es einen gibt in dem sich die Betten die Mädchen aussuchen“, erklärte Sue. Das war ja mal abgefahren, dachte ich bei mir. Ich ging einen Schritt nach vorne und das Bett genau vor mir, das den untersten Teil des Us bildete, leuchtete auf. Das war also mein Bett für die nächsten sieben Jahre. Damit konnte ich leben. Ich legte meine Sachen ab und sah mir die Kleidung auf dem Bett an. Die Farben Ravenclaws waren wirklich wunderschön, so wie eigentlich alles an Ravenclaw schön war. „Leute, also wie wäre es, wenn wir uns jetzt erst mal einrichten und danach noch ein bisschen reden, ich habe auch Kekse dabei“, schlug Morag vor. Wir alle nickten und begannen unsere Sachen auszupacken und uns zu verstauen. Nach circa eineinhalb Stunden hatten wir alle alles fertig verstaut (das Badezimmer war im Übrigen auch wunderschön ;)) und setzten uns in die Mitte des Raumes auf den Boden. „Also, was haltet ihr davon, wenn wir uns jetzt alle noch einmal vorstellen und sagen woher wir kommen und so?“, unterbrach Padma die Stille. „Finde ich gut“, pflichtete ich ihr bei. „Okay, also ich heiße Mandy Brucklehorst und komme aus Manchester, und ihr so?“, fing Mandy schüchtern an. „Ich heiße Sue Li und mein Vater stammt ursprünglich aus Südkorea, aber ich bin in St. Ives in Cornwall geboren“, stellte Sue sich vor. Jetzt war Padma an der Reihe: „Ich heiße Padma Patil, habe eine Zwillingsschwester in Gryffindor und komme ursprünglich aus Indien, bin aber als ich ein Jahr alt war nach Belfast gezogen.“ „Mein Name ist Morag McDougal und ich komme aus London“, sagte Morag. „Ich heiße Lisa Turpin und komme ebenfalls aus London“, erzählte Lisa. Jetzt war ich dran: „Ich heiße Allison Coulsen und komme aus Edinburgh.“ Jetzt hatten sich alle vorgestellt und eine schüchterne und eher unangenehme Ruhe entstand. Ich suchte nach etwas mit dem ich hätte die Stille unterbrechen können, fand aber nichts. „Ähm, ich habe noch Schokokekse, will wer?“, kam Morag die rettende Idee. „Ja, gerne“, antwortete ich. So saßen wir also da und aßen Morags Kekse und entspannten uns allmählich. „Also ich finde es super in Ravenclaw gelandet zu sein“, warf Sue in den Raum. „Ja ich auch, mega“, sagte Lisa, „Es hätte uns echt schlimmer treffen können.“ „Sind eure Eltern eigentlich Zauberer?“, fragte ich. „Warum fragst du?“, antwortete Padma mit einer Gegenfrage. „Naja, ich saß vorhin mit einem Draco Malfoy, einem Blaise Zabini und einer Pansy Parkinson im Boot und die haben mich das gefragt und als ich gesagt habe, dass ich es nicht wüsste ob ich „reinblütig“ wäre haben sie mich komisch angeschaut und kein Wort mehr mit mir gesprochen. Ich habe mich nur gewundert, weil ich nicht verstehe warum es wichtig sein sollte, ob die Eltern Zauberer sind“, erklärte ich. Sie alle sahen mich und keiner schien so die richtigen Worte zu finden, bis Lisa schließlich zu einer Antwort ansetzte: „Weißt du, es gibt in der magischen Welt einige Zauberer und Hexen, die aus sehr alten Familien stammen in denen es nur Zauberer und Hexen gab und nie ein Muggel in der Linie war. Manche dieser Familien, ein Beispiel ist die Familie Malfoy, glauben, dass die muggelstämmigen Zauberer und Hexen nicht würdig wären Hogwarts zu besuchen oder überhaupt magische Fähigkeiten zu besitzen. Für sie sind die Muggelstämmigen Abschaum und sollten nicht zu der magischen Gesellschaft gehören. Für sie ist deshalb der Blutstatus so wichtig…“ Ich nickte und Mandy führte die Erklärung weiter: „Es gibt nämlich eben die Muggelstämmigen, die von normalen Nichtmagiern abstammen, die Halbblüter, bei denen mindestens jemand bei denen ein Teil der Großeltern Muggel sind oder ein Elternteil und dann noch die sogenannten „Reinblüter“, bei denen mindestens die Großeltern alle Zauberer sein müssen. Und das Haus Slytherin zum Beispiel wurde von Salazar Slytherin gegründet, auf ihm basiert diese Vorstellung, dass Muggelstämmige kein Teil der magischen Gesellschaft sein sollten. Er nahm nur Reinblüter oder mindestens Halbblüter in sein Haus auf. Und das ist bis heute so, kein einziger Muggelstämmiger war jemals in Slytherin. Und Slytherin ist das Haus, das die meisten Schwarzmagier hervorgebracht hat.“ „Und dann gibt es da noch einen sehr dunklen Zauberer“, setzte Morag an, „sein Name darf nicht genannt werden. Er ist wahrscheinlich schon tot, aber man weiß es nicht genau. Dieser Zauberer oder besser gesagt dieses Monster ist derselben Meinung, der Slytherin war und brachte alle Muggelatämmigen um, die er in die Finger bekommen konnte, aber er brachte nicht nur die um, sondern auch alle, die sich ihm nicht anschließen wollten. Niemand entkam ihm, wenn er einem erst einmal auf dem Kicker hatte, war man so gut wie tot.“ Nun war Sue an der Reihe: „Und es gab nur einen, der so einen Todesfluch von Du weißt schon wem überlebt hat. Nämlich der Junge der Überlebte auch bekannt als Harry Potter, der der vorhin nach Gryffindor eingeteilt wurde. Seine Eltern stellten sich du weißt schon wem in den Weg und in einer Halloweennacht vor 11 Jahren hat er Harrys Eltern dann umgebracht. Er wollte Harry auch umbringen, doch der Fluch ist von Harry abgeprallt und auf du weißt schon wen reflektiert worden. Ein kleines Baby hatte einen Todesfluch von dem wahrscheinlich mächtigsten Zauberer alles Zeiten überlebt, das musst du dir mal vorstellen.“ Deshalb war es vorhin in der Halle so still geworden, als Harrys Name aufgerufen wurde. Er war berühmt, jetzt verstand ich. Er tat mir leid, er war für etwas Grausames berühmt. Er wurde durch seine Berühmtheit wahrscheinlich jeden Tag an die schlimmste Nacht seines Lebens erinnert. Das war bestimmt nicht schön, ich jedenfalls stellte es mir schrecklich vor. „Jetzt verstehe ich es, das ist ja wirklich schrecklich“, sagte ich. „Ja, aber du weißt schon wer ist ja zum Glück wahrscheinlich tot“, sagte Padma leise. Ich sah die fünf an, wie sie in ihren Pyjamas dasaßen und beschloss alle gern zu haben. Sie schienen gerade das Selbe gedacht zu haben, denn wir sagten plötzlich alle gleichzeitig: „Ich bin froh in Zimmer drei gelandet zu sein.“ Daraufhin mussten wir alle lachen. Wir alberten noch ein bisschen herum, bis Lisa plötzlich sagte, dass sich ganz sicher eine Holzdiele in der Mitte des Raumes bewegt hätte. Wir alle hielten sie für verrückt und meinten, dass sie sich mal wieder einkriegen sollte, doch plötzlich bewegte sich die Diele erneut und wir zuckten alle zusammen. Mandy fand als Erste wieder ihre Stimme: „Okay Leute, was war das denn jetzt bitteschön. Das ist echt mega gruselig!“ Alle nickten heftig. „Ich würde sagen, dass wir mal nachgucken was da ist, oder was haltet ihr davon?“, schlug Sue vor. „Das finde ich eine wunderbare Idee, Sue. Wir gehen alle zusammen nach vorne und schauen nach, ja?“, bekräftigte ich Sues Vorschlag. Wieder nickten alle heftig. Und zusammen schlichen wir auf Zehenspitzen zu der Diele in der Mitte des Schlafsaales Nummer drei. Als wir an der Diele ankamen warfen wir uns alle Blicke zu, wer denn jetzt nachschauen müsse. Als alle den Kopf einzogen, dachte ich bei mir, dass mich die Diele schon nicht umbringen würde. Also ging ich weiter auf sie zu. Angekommen drückte ich ganz vorsichtig darauf. Als sich nichts tat ging ich mit der Hand darauf zu und drückte erneut. Ich merkte, dass man sie öffnen konnte und tat dies auch. Als sie offen war, traute ich mich nicht nachzusehen was darin war oder ob überhaupt es was drin war. Doch dann überwindete ich meinen inneren Schweinehund und fasste ganz langsam hinein. Heraus kam ein dickes in Leder gebundenes Buch mit einer ordentlichen Portion Staub darauf. Ich legte es ganz vorsichtig neben die Diele und verschloss diese. Alle starrten auf das Buch, eingeschlossen mir. Nun kamen alle zu mir und setzten sich in einem Halbkreis um mich und schauten mich auffordernd an. Ich ergriff das Buch und pustete erstmal den Staub weg, wovon alle husten und lachen mussten, und las dann den Titel. „Die sechs aus Zimmer Nummer drei“ war dort in alter Schreibschrift zu lesen. Ich schlug es auf und das erste was ich fand, war ein ur-uraltes Foto von sechs Mädchen. Darunter stand „Victoria, Elizabeth, Charlotte, Cynthia, Ariana und Gwendolyn, 1163.“. Alle starrten mich mit weit aufgerissenen Augen an, als ich die Jahreszahl vorgelesen hatte. Ich blätterte weiter und fand alte Aufschriebe, die ich aber erstmal nicht las. Nach ein paar weitern Seiten, kam wieder ein Foto mit der Unterschrift „Caitlin, Sophia, Lilith, Annabelle, Isabella und Veronica, 1256.“ Und nach vielen Seiten kam noch einmal ein Foto, dieses Mal „Isabelle, Meredith, Mary, Penelope, Madeleine und Seraphina, 1339“. Ich blätterte weiter und als nächstes kam ein Foto mit „Ricarda, Maria, Teresia, Alberta, Elizabeth und Helene, 1440“. „Leute, diese Zahlen fangen an eine Reihenfolge zu ergeben, lies weiter, Allison. Als nächstes müsste irgendetwas mit fünfzehnhundert kommen“, bemerkte Padma. Ich nickte und blätterte wieder ein paar Seiten weiter. Das nächste Bild. „Sophie, Kathryn, Ming, Olive, Daphne und Lavinnia, 1562“. Padma hatte recht, die Zahlen ergaben einen Sinn. Es gab aus jedem Jahrhundert seit der Gründung Hogwarts, ein Foto von sechs Mädchen. Ich blätterte wieder weiter und stieß auf das nächste Foto: „Julia, Grace, Amelia, Victoria, Jeanette und Bridget, 1660“. Ich blätterte wieder die Seiten vor. Unter dem Foto stand: „Stephanie, Lorraine, Myrte, Angelina, Evelyn und Stella, 1781“. Das nächste müsste das letzte sein, dachte ich mir als ich weiterblätterte. „Elaine, Alexandra, Alexa, Caroline, Ivana und Emma, 1882“ Als ich die nächsten Seiten wieder übersprang kam kein Foto mehr, sondern es war Platz frei für ein Foto. Und auf diesem Foto Feld stand: 1997. Wir starrten wieder alle auf das Buch. 1997. In dem Jahr würden wir mit Hogwarts fertig sein. Sollten da etwa wir rein? Was war das überhaupt für ein Buch? Was brachte es? Mir schwirrten mal wieder Millionen von Fragen durch den Kopf, dass ich kein Wort rausbrachte. „Ist euch klar was das bedeutet?“, fragte Lisa. Wir schüttelten den Kopf und sie sagte: „Das ist das besondere an Zimmer Nummer drei, Es ergibt alles Sinn, mit dem was deine Mum gesagt hat, Sue. In diesem Zimmer gibt es einen Club oder eine Art von Gemeinschaft. Meine Großmutter war auch eine Ravenclaw, allerdings in Zimmer Nummer acht und sie hat mir erzählt, dass die Mädchen aus Zimmer Nummer drei immer zusammen waren und dass das schon seit der Gründung von Hogwarts so gewesen sein soll. Dass sie immer ein Team waren und die besten Freundinnen. Sie waren die sechs aus Zimmer Nummer drei, so wie es auch hier auf dem Buch steht.“ Das machte uns noch mehr sprachlos. „Und schaut mal, die Fotos hier im Raum, das sind die gleichen Mädchen wie in dem Buch“, stellte Morag fest. „Das heißt, dass wir ab jetzt die sechs aus Zimmer Nummer drei sind. Wir gehören jetzt zusammen. Lasst uns mal die erste Seite lesen, vielleicht bekommen wir dann ein bisschen mehr raus“, schlug Mandy vor. Ich nickte, schlug die erste Seite auf und begann laut vorzulesen: Vor einem Monat ist Professor Ravenclaw plötzlich verstorben, an nicht bekannter Ursache. So hatte es uns Professor Slytherin gesagt. Doch wir glauben nicht, dass Professor Ravenclaw einfach so urplötzlich gestorben sein soll, da steckt mehr dahinter, davon sind wir überzeugt. Und wir bedeutet, Victoria, Gwendolyn, Ariana, Charlotte, Elizabeth und Cynthia aus dem Haus Ravenclaw. Wir bewohnen das Zimmer Nummer drei im Mädchentrakt und haben beschlossen uns zusammenzuschließen, als Freundinnen, als Team und als eine Gemeinschaft, die den Tod Rowena Ravenclaws aufklären wird. Denn wir sechs aus Zimmer Nummer drei sind der Meinung, dass es sich bei ihrem Tod nicht um einen natürlichen Tod handelte, denn niemand stirbt einfach so, wenn er davor kern gesund war. Zudem benahm sich Professor Ravenclaw in den letzten Wochen, Monaten ihres Lebens irgendwie merkwürdig. So als ob sie vor etwas Angst hätte, sie war die ganze Zeit nervös und schaute immer ob jemand sie verfolgte oder ähnliches. Und kein Lehrer will uns etwas über ihre genauen Todesdaten erzählen, nicht einmal Professor Hufflepuff. Wir werden das Geheimnis Ravenclaws aufdecken und die Wahrheit ans Licht bringen. Sollten wir es in unserer Schulzeit nicht schaffen, das Geheimnis zu lüften, wird sich dieses Buch in jedem Jahrhundert einmal zeigen und die nächsten sechs aus Zimmer Nummer drei bestimmen. Das wird solange geschehen, bis das Geheimnis aufgedeckt wurde und der Tod Ravenclaws geklärt sein wird. Aber spätestens vor der nächsten Jahrtausendwende wird dies der Fall sein und sollte es davor keine Gruppe herausfinden, wird es die Gruppe, die 1991 in das Zimmer Nummer drei kommt schaffen. Der Tod unserer Gründerin wird nicht ungeklärt bleiben, denkt alle daran: Rowena Ravenclaw wird immer stolz auf uns sein! Wir werden morgen mit unseren Nachforschungen beginnen, allerdings werden wir es während unserer Schulzeit wahrscheinlich nicht aufdecken können, da die Mörder wahrscheinlich noch leben. Wir werden so viele Informationen sammeln, wie wir bekommen können um dem nächsten Team die Arbeit zu erleichtern. Und Victoria meinte vorhin, dass sie das ungute Gefühl nicht loswird, dass Salazar Slytherin etwas mit dem Tod Professor Ravenclaws zu tun hat. Wir werden dem auf den Grund gehen. Aber eines ist enorm wichtig: Diese Gruppe muss geheim bleiben. Diese Gruppe ist das Besondere an Zimmer Nummer drei. Diese Gruppe lebt gefährlich, denn wenn es wirklich Mord war und die Mörder noch leben, werden sie nicht wollen, dass jemand versucht den Mord aufzuklären und versuchen auch uns zu töten oder uns zumindest irgendwie behindern. Gwendolyn ist die beste in Wahrsagen von uns sechsen und sie hat vorhergesehen, dass die Mörder Ravenclaws versuchen werden diese Gruppe zu finden und auszulöschen, sie werden sich über Generationen hinweg weiterbilden, das heißt, dass die Nachfahren der Mörder auch noch in der Zukunft versuchen werden euch auszulöschen, Mädchen aus Zimmer Nummer drei. Denkt daran, passt auf und haltet immer zusammen, was auch kommen mag. Ihr müsst immer zusammenhalten, nichts darf euch auseinanderbringen, denn dann seid ihr verloren und der Tod wird ungeklärt bleiben. Egal welche Gruppe, in welcher Zeit das hier gerade liest: Ihr seid von nun an beste Freundinnen und müsst immer füreinander da sein und aufeinander aufpassen! So wie Charlotte, Victoria, Cynthia, Elizabeth, Gwendolyn und ich, Ariana, das jetzt tun werden. Wir und ihr in der Zukunft sind jetzt die sechs aus Zimmer Nummer drei. Eine Gemeinschaft. Ein Team. Ein Bündnis. Wir sind Ravenclaws.
    Ariana, Die sechs aus Zimmer Nummer drei, 31.März 1163.“
    Als ich aufhörte zu lesen, konnte ich die Worte, die ich gelesen hatte nicht glauben. Sie waren zu abnormal. Das konnte nicht real sein. „Ähm, ich weiß, dass das gerade vielleicht etwas unpassend ist, aber ist das nicht mega abgefahren cool? Ich meine wir sind die nächsten sechs aus Zimmer Nummer drei, wir sind auserwählt worden, um das Geheimnis Ravenclaws zu lösen“, fand Sue als erstes wieder ihre Stimme. „Sie hat recht, Leute. Das ist eine Ehre, es werden pro Jahrhundert immer nur sechs ausgewählt und wir sind die nächsten sechs aus Zimmer Nummer drei. Wir wurden von dem Buch auserwählt eine Gruppe weiterzuführen, die vor 828 Jahren gegründet wurde“, meinte nun auch Morag. „Ja, stimmt. Wir werden das Geheimnis um Rowena Ravenclaws Tod lüften“, sagte auch Lisa. Padma, Mandy und ich nickten. Sue, Morag und Lisa hatten recht. Es war eine Ehre. „Ihr habt absolut recht. Also Freunde?“, fragte ich. „Beste Freundinnen“, sagte Padma lächelnd und hielt ihre Hand in die Mitte. Mandy legte ihre als erstes darauf, danach Lisa, Morag, Ich und zuletzt Sue. „Beste Freundinnen!“, sagten wir alle, während wir unsere Hände in die Luft warfen. „Hey, blättre mal um, vielleicht steht da noch was Wichtiges, wie ein Schwur oder so“, meinte Mandy. Wir alle sahen sie komisch an. „Du hast definitiv zu viel Wilde Hühner gelesen“, meinte ich. Alle sahen mich fragend an, ich winkte nur ab mit: „Ist ein Muggelbuch.“ Sie nickten alle und ich blätterte weiter auf die nächste Seite auf der tatsächlich etwas mit einem Schwur stand. Wir alle musste sagen: „Ich, dann den Namen, schwöre eine der sechs aus Zimmer Nummer drei zu sein. Ich werde diese Gruppe nie verraten, die anderen fünf, dann die Namen der anderen fünf, als meine besten Freundinnen zu sehen und sie nie im Stich lassen oder versetzen. Ich schwöre bei meinem Leben, dass ich alles tun werde, um den Tod unserer Gründerin Rowena Ravenclaw aufzuklären. Ich bin von dem heutigen Tage an, von der jetzigen Minute, Sekunde ein Mitglied der sechs aus Zimmer Nummer drei. Ich werde Rowena Ravenclaw stolz machen, ich werde das Geheimnis zusammen mit meinen besten Freundinnen lösen, sodass Rowena Ravenclaw in Frieden ruhen kann.“ Als wir alle diesen Schwur ausgesprochen hatten, wackelte erneut eine Diele, dieses Mal aber direkt vor der Zimmertür. Sue ging hin und holte eine alt aussehende Schatulle aus dem Dielenloch heraus. Sie brachte sie zu uns und wir sahen uns alle gespannt an. „Öffne sie, ich bin gespannt was da drin ist!“, sagte Morag nervös. Sue nickte und öffnete die Schatulle. Sie holte den Inhalt heraus und hielt ihn in die Luft. Es waren sechs wunderschöne Ketten. Sie hatten ein Kettchen und einen Anhänger in Form eines kleinen Adlers aus Bronze. Die Augen des Adlers waren winzig kleine Saphire, die geheimnisvoll glänzten. In der Schatulle befand sich noch ein altes Pergament, wie Lisa bemerkte. Sue befreite auch dieses und faltete es auf. Sie las vor: „Dies sind die Ketten, die unsere Gemeinschaft, Zusammengehörigkeit und Freundschaft symbolisieren und bekräftigen, damit man nie vergisst, wo man dazugehört. Jedes Mädchen der Gruppe erhält solch eine Kette. Am Verschluss der Ketten sind Zahlen eingraviert. Jedes Mädchen soll die passende Kette bekommen, deshalb richtet euch bitte nach den Nummern auf den Ketten und den dazugehörigen Eigenschaften:
    1 = ruhig, tiefgründig, misstrauisch, leistungsstark
    2 = lebensfroh, fröhlich, friedvoll, bisschen verrückt
    3 = stur, loyal, unerschrocken, liberal,
    4 = abenteuerlustig, mutig, temperamentvoll, überzeugend
    5 = fantasievoll, verträumt, geduldig, gerecht
    6 = fürsorglich, liebenswert, mitfühlend, lustig
    Es muss am ersten Abend des Zusammenseins entschieden werden, wer welche Kette bekommt. Auf dem anderen Pergament wird der Name des Mädchens hinter die Nummer der Kette geschrieben. Nach Ablauf der Schulzeit, müssen die Ketten und das Buch wieder zurück unter die jeweiligen Dielen. Außer, die Schüler, die 1991 eingeschult werden, diese müssen die Ketten in den schwarzen See werfen und das Buch für die Ewigkeit zurück unter die Dielen deponieren.“ Und wieder konnten wir uns alle nur anstarren bis Mandy sagte: „Und, wer bekommt welche Kette?“ Daraufhin mussten wir alle lachen, aber sie hatte recht, wir mussten die Ketten noch heute Abend verteilen. „Also meiner Meinung nach bekommt Allison die eins, Morag die zwei, Lisa die drei, Mandy die fünf und Sue die sechs, was sagt ihr?“, meinte Padma. „Also ich würde auch sagen, Allison die eins, Morag die zwei, Lisa die drei, Padma die vier und Mandy die fünf“, gab auch Sue ihre Meinung preis. Wir nickten. „Dann sind wir uns ja einig, holst du das andere Pergament noch, Sue?“, fragte ich Sue. Diese nickte und holte das andere Pergament. Sie trug alle Namen ein und danach sah das Pergament wie folgt aus:
    Kette Nummer 1: Victoria, Sophia, Madeleine, Elizabeth, Olive, Amelia, Lorraine, Alexa und Allison
    Kette Nummer 2: Elizabeth, Caitlin, Isabelle, Ricarda, Sophie, Julia, Angelina, Caroline und Morag
    Kette Nummer 3: Charlotte, Lilith, Mary, Helene, Daphne, Grace, Evelyn, Ivana und Lisa
    Kette Nummer 4: Cynthia, Annabelle, Penelope, Alberta, Ming, Bridget, Stella, Elaine und Padma
    Kette Nummer 5: Ariana, Isabella, Meredith, Teresia, Kathryn, Jeanette, Stephanie, Emma und Mandy
    Kette Nummer 6: Gwendolyn, Veronica, Seraphina, Maria, Lavinnia, Victoria, Myrte, Alexandra und Sue.
    Wir waren zufrieden und legten uns die Ketten um. Es war ein wunderbares Gefühl, sich diese Ketten umzulegen, so als ob sie zu einem passen würde, als ob sie für einen bestimmt worden wären. Da wir alle todmüde von der ganzen Aufregung heute waren, beschlossen wir ins Bett zugehen. Jeder legte sich in sein Bett und Morag stellte noch einen Wecker, damit wir morgen auch ja nicht verschlafen würden. Als sie ihn gestellt hatte, sagten wir noch einmal ein „Gute Nacht, bis morgen“ in die Runde und schlief dann guten Gewissens ein...

Kommentare Seite 1 von 1
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Aveline ( von: Aveline )
Abgeschickt vor 177 Tagen
Für alle, die weiter dabei bleiben wollen :D:

http://www.fanfiktion.de/s/5765acda0005d 43116ae4cb4/1/From-the-past-in-the-futur e-
Aveline ( von: Aveline )
Abgeschickt vor 177 Tagen
Hey!
Danke für diese tollen Kommentare!
XD ( 38132 )
Abgeschickt vor 200 Tagen
Ich würde mich meeeeeeegaaaaaa freuen, wenn bald ein weiterer Teil rauskommt, die Geschichte ist eine der besten HPFF's, die ich gelesen hab, und das waren schon eine Menge...
DianaLuna ( 70729 )
Abgeschickt vor 338 Tagen
Schreib weiter, BITTE. Die Geschichte ist sooo schön!!!!!!!!!!!!!!
Ariane Dumbeldore ( 82693 )
Abgeschickt vor 343 Tagen
Ja, bitte schreib weiter.
Jopape ( 03723 )
Abgeschickt vor 364 Tagen
Schreib unbedingt weiter deine Geschichte ist super!!!!!!!!!!!!!!
Hilal Bieber ( 68872 )
Abgeschickt vor 381 Tagen
Das ist einer der besten Fanfiction's die ich je gelesen habe weil in den anderen Fanfiction's geht es ganz oft und ihre große Liebe aber diese ist was anderes.
BITTE SCHREIB WEITER
Aveline ( 61098 )
Abgeschickt vor 423 Tagen
Ich werde auf jeden Fall auf deinem Profil vorbeischauen! 💕 @Milliherz
Aveline ( 61098 )
Abgeschickt vor 423 Tagen
Vielen Dank für diesen supertollen Kommentar!
Aveline ( 68775 )
Abgeschickt vor 449 Tagen
Danke, hab den zweiten Teil schon geschrieben, aber leider wird er noch nicht angezeigt 😔 Aber ich schreib auf jeden Fall weiter :) @YoyoGir
YoloGirl15 ( 14178 )
Abgeschickt vor 450 Tagen
Auf jeden Fall musst du weiter schreiben