Zuhause (Death Note) Teil 12

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5 Kapitel - 3.713 Wörter - Erstellt von: Yamiyo - Aktualisiert am: 2016-04-12 - Entwickelt am: - 851 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Wir kommen Mellos Vergangenheit immer näher. Und Blame hat ungewohnten Kontakt mit einem Mädchen...

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*aus Mellos Sicht, am nächsten Nachmittag* Tock. Tock. Tock. TOCK! Tock. To–Quietsch. „Autsch!" Fluchend riss ich meine Hand nach oben und s
*aus Mellos Sicht, am nächsten Nachmittag*
Tock. Tock. Tock. TOCK! Tock. To–Quietsch. „Autsch!" Fluchend riss ich meine Hand nach oben und steckte mir den Finger in den Mund, der gerade eben noch zugegeben etwas ungehalten auf der Holzplatte meines Schreibtisches herumgeklopft hatte. „Alles okay?" hörte ich geschätzte zwanzig Sekunden später hinter mir jemand fragen. Jemand, der auf meinem Bett an die Wand gelehnt hockte und das Gesicht tief über seine Knie gebeugt hatte. Fast könnte man denken, er würde weinen, doch das war ein riesiger Irrtum, den man leicht auffliegen lassen konnte, wenn man einfach nur die Ohren spitzte und lauschte. Denn dann hörte man das hastige Herumgedrücke auf den kleinen Tasten des Gerätes, das auf seinen Beinen ruhte und gerade malträtiert wurde. „Das fällt dir jetzt erst auf? Du bist ja ein toller Freund, wirklich!" knurrte ich verärgert und lutschte weiter an meinem Finger, wobei ich den salzig-bitteren Geschmack von Blut auf meiner Zunge spürte. Warum hatte auch dieser blöde Füller in meinen Klopfbereich rollen müssen und warum hatte ich genau auf ihn tippen müssen? Jetzt hatte ich mich an der Füllerfeder geschnitten... Hoffentlich bekam ich durch die Tinte, die an der "Waffe" geklebt hatte, keine Blutvergiftung! „Ich habe dir bereits vorhin gesagt, dass du aufhören sollst zu klopfen!" erwiderte da Matt stoisch ohne aufzublicken. Dieser... Wütend ballte ich meine verbliebene Hand zur Faust und überlegte, wie ich ihn für diese Frechheit strafen sollte. Planend ließ ich meinen Blick durchs Zimmer schweifen, bis er an Blames, oder besser gesagt Matts, Pullover hängen blieb, den ich kurzerhand packte und in Richtung des roten Haarbüschels schleuderte, das ich überraschenderweise sogar traf. Und was für eine herrliche Reaktion ich damit erzielte! Genüsslich beobachtete ich, wie Matt fluchte, der Gameboy die "Game-Over-Melodie" dudelte und der Pullover sich mit dem ehemaligen Besitzer verhedderte. Hach, Rache tat manchmal so gut... Fröhlich brach ich in sadistisches Lachen aus, während Matt sich endlich aus dem gestreiften Stoffirrgarten befreit hatte und mich nun mit einem Blick folterte, der finsterer war als die Nacht. „Na, bin ich dir jetzt doch gut genug, dass du mich anschaust?" spöttelte ich grinsend, woraufhin Matt böse knurrte und sich beleidigt wieder seinem Gameboy zuwandte, was in mir flammende Wut entzündete. „Hey, du Idiot! Kannst du auch etwas anderes, als Pixel anzugaffen?" Genervt stand ich auf, als Matt erneut nicht reagierte und beugte mich langsam zu ihm herunter, begierig darauf zu erfahren, wie und ob er reagieren würde. Und da ich Matt kannte, war meine Vermutung korrekt, dass ihn meine Annäherung nicht kalt ließ. So war Matt schon immer gewesen–er hatte, seit ich ihn kannte, Nähe und Geborgenheit gesucht, das allerdings lange verschwiegen. Versteckt hinter seiner desinteressierten Miene verbarg er viel Trauer und Schmerz. Ja, das klang jetzt ziemlich doof–wie einer dieser altklugen Psychologen, die ich wochenlang aufsuchen gemusst hatte, als ich ins Wammy's gekommen war–aber es war die Wahrheit. Seit dem Tod seiner Eltern und seiner grässlichen Zeit im irischen Waisenhaus hatte sein Herz einen Sprung. Einen tiefen Riss, dessen Füllung ich mir zur Aufgabe gemacht hatte. Auch wenn es nicht leicht war, denn Matt hatte lange gebraucht, um mir zu vertrauen. Denn ich war ein Junge seines Alters, genau wie die Mistkerle, die ihn in seinem früheren Waisenhaus das Leben zur Hölle gemacht hatten. Diese Schweine... Wenn ich denen jemals begegnen sollte, würde ich sie umbringen! Sie hatten Matt wehgetan, sich stark gefühlt, weil sie sich an seinem Leid ergötzen gekonnt hatten. Wie ich solche Menschen hasste... Die, die in Arroganz ertranken, nur weil sie es besser hatten als andere. Die Schwächere ausnutzten, nur um über sie zu lachen. Die sich über die Kleinen lustig machten, um sich selbst auf Wolke 7 zu heben. So verabscheuungswürdig waren solche Kreaturen, die man noch nicht mal mehr Menschen nennen konnte. Sie waren Monster und ich... Ich war einer von ihnen gewesen. War ich es immer noch?
(Bildquelle: zero-chan)
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1460208470
Zuhause (Death Note) Teil 12
Zuhause (Death Note) Teil 12
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2016-04-09
407LV
Death Note

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