Side of Dust 8.1- Die Bestimmung - Divergent

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2 Kapitel - 4.503 Wörter - Erstellt von: The Writer - Aktualisiert am: 2016-05-06 - Entwickelt am: - 1.204 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Es geht spannend weiter in die letzte Runde!

Denkt dran, die Geschichte spielt VOR Tris' Wechsel!

! Achtung!
Das hier ist der erste Teil vom letzten Kapitel von Side of Dust. Es wird dann noch einen zweiten Teil geben.

Hier ist der Link für den Teil 7 der leider auf einer anderen Seite ist...

http://www.testedich.de/quiz40/quiz/1459178799/Side-of-Dust-7-Die-Bestimmung-Divergent

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    >>Sams Sicht<< Der Morgen nach Capture the Flag war grausam. Nachdem wir dem Spiel noch einen gebührenden Abschluss geschenkt haben, ware
    >>Sams Sicht<<
    Der Morgen nach Capture the Flag war grausam. Nachdem wir dem Spiel noch einen gebührenden Abschluss geschenkt haben, waren ich und Eric noch etwas trinken gegangen. Nie hatte ich gedacht dass er so trinkfest war. Die Idee mit dem Wetttrinken würde ich das nächste Mal einfach lassen. Es war nun schon das zweite Mal das ich betrunken bei ihm aufwachte. Also ich meine ich wache jeden Morgen in seiner Wohnung auf. Aber jetzt rede ich von ihm seinem Bett und er lag neben mir. Einen Arm halb über mich gelegt, tief schlafend. Mein Schädel brummte und meine Erinnerungen... Welche auch immer... Das Letzte was ich wusste war der Name meines ersten Getränkes und mehr war da dann nicht mehr. Oder doch... Der Heimweg und dann war ich einfach nur noch ins Bett gefallen. Ich nahm die Flasche die auf seinem Nachttisch stand und trank einen großen Schluck, dann viel mein Blick auf den Wecker. "SHIT!" Wir hatten nur noch 15 Minuten! Ich rüttelte Eric bis er quälend langsam die Augen öffnete.

    "Aufstehen! Wir haben verschlafen!" rief ich und rannte in Richtung Badezimmer. Ich duschte mich innerhalb von drei Minuten, was wirklich eine Rekordzeit war, hatte gerade einmal Unterwäsche und ein Tshirt an, als Eric „reinplatze“. "Sorry!" murrte er nur und blieb aber.

    Ich rollte mit den Augen, schnappte meine Hose und quetschte mich an ihm vorbei zur Tür hinaus. Dann machte ich ein schnelles Frühstück, und band meine Haare zusammen. Dann rannten wir schon gemeinsam Richtung Trainingsraum. Mein Brot aß ich im Gehen.

    Wir trainierten Kampf und Ausdauer, als ersten ließen wir sie 1 Stunde lang alle möglichen Ausdauersportarten ausprobieren, dann ging es in den Ringkampf. Langsam aber sicher sah man bei einigen von ihnen Fortschritte, einige andere dagegen benahmen sich dümmer als bei ihrer Ankunft. Am Mittag kam Laurent um unsere Initianten zu übernehmen, denn ich hatte jetzt meine Prüfung.

    Ich war ziemlich aufgeregt und hatte auch keine Ahnung was mich erwartete. Kurz bevor ich in den Raum ging, zog mich Eric in seine Arme. "Du schafft das!" Dann musste ich los.

    Meine Aufgabe war eigentlich ganz leicht. Ich sollte eine Angriffstrategie entwickeln, den Sinn verstand ich dagegen weniger, jedoch hatte ich diese Art von Aufgabe x-mal mit Eric durchgenommen, weshalb es keine große Schwierigkeit darstellte. Als ich dann den Raum für mich hatte, überlegte ich erstmals woher ich das Gebiet und die Lage kannte. Ich hatte genügend Zeit und da ich nicht drauf kam, fing ich einfach mal an die Informationen auf einen Schmierzettel zu schreiben, während ich also das Gebiet auf Schwachstellen untersuchte, fiel mir ein wen ich strategisch auseinandernahm. Die Fraktion der Altruan! Kurz bekam ich einen Schreck, dann fiel mit ein, dass es ja nur ein Test war und ich wollte unbedingt überzeugend sein, schließlich wäre das hier auch mein Sprungbrett zu den Anführern. Ich ging auf jedes kleineste Detail ein, und arbeitete mich so vor, bis ich letztendlich einen bombenfesten Strategieplan hatte. Als ich fertig war, stapelte ich die angehäuften Zettel ordentlich und sah hoch zu einer Kamera die mich die ganze Zeit beobachtet hatte, diese schwenkte um und kurz darauf öffnete sich das Tür mit einem Surren. Max, Eric und noch zwei Andere kamen in den Raum. Ich gab ihnen Pläne ab. Dann wartete ich in dem Vorraum auf meine Bewertung, es ging ziemlich lang und nach einer gefühlten Unendlichkeit wurde ich zurück gerufen. Ich war ziemlich aufgeregt und verschränkte die Arme hinter dem Rücken um nicht mit dem Saum meines Tops zu spielen oder irgendetwas anderes wo sie daran sehen konnten das ich nervös war. Mein Blick huschte kurz zu Eric, dieser sah zufrieden aus und er nickte mir kurz zu, dann ergriff Max das Wort.

    "Das sind wirklich überzeugende Strategien, detailreich und wirklich gut. Für eine spätere Anwendung müssten wir kaum noch Änderungen durchführen. Ich denke du und Eric habt wirklich eine gute Arbeit bei dir geleistet und das wird auch belohnt!“ Er wartete einen Moment. Ich sah ihn mit großen Augen an. „Eric hat uns überzeugt dass du eine Bereicherung für uns darstellen würdest, wenn du mit uns an der Spitze der Fraktion stehst! Also… entscheide dich jetzt, es wird dir keine zweite Chance mehr angeboten!“
    Ich total perplex, hatte er mir gerade einen Platz unter den anderen Anführern angeboten! Mein Gehirn konnte sich nur auf diese eine Sache fokussieren und ich nickte. „Es wäre mir eine große Ehre!“

    Max lächelte zufrieden und reichte mir die Hand. Es war ein kurzer Händedruck, aber er wirklich Kraft. Oder wollte er mir damit zeigen was mich erwartete. Heute mache ich mir Gedanken darüber, aber damals war das Nebensache!

    Ich war so glücklich dass ich alles andere vergaß, jedes Wort nur meine Beförderung zählte, doch nur bis zum Abend, dann erinnerte ich mich das May etwas von Anwendung erwähnt hatte. Gerade als ich das Abendessen machte, schossen mir seine Worte noch einmal durch den Kopf.

    "Was meinte Max mit der Anwendung meiner Strategie?" fragte ich als ich Eric einen Teller hinstelle.

    "Ich meinte du weißt am besten über die Altruan Bescheid, deshalb hatte Max die Idee es sei doch das Beste wenn wir dich einmal erste Pläne ausarbeiten lassen! Wir sind noch lang nicht soweit aber…"

    "Das war eine reale Aufgabe?" Ich bekam kaum mehr Luft und ließ mich auf meinen Stuhl fallen.

    "Nicht so ganz!“ Antwortete er ausweichend.
    Doch ich wusste es besser "MEINE FAMILIE UND MEINE FREUNDE LEBEN DORT UND JETZT WERDEN SIE STERBEN!" Jetzt schrie ich, wie hatte er so etwas von mir verlangen können! Ich stand auf und schlug mein Glas vom Tisch so dass es durch den gesamten Raum flog. Dann drückte ich mir die Hände auf die Ohren und stieß einen spitzen Schrei aus. Wieso ich!
    "Sam bitte... hör mir zu!" Versuchte er mich zu beruhigen. Er hatte beide Hände auf meine Schultern gelegt, doch ich wischte sie weg. Wie konnte er nur!
    "Nein, i-ich muss das verhindern irgendwie!" ich blickte ihm in die Augen. "Ich habe dir vertraut." Tränen traten in meine Augen und verklärten meine Sicht als ich Eric eine Ohrfeige gab. „ICH HABE DIR VERTRAUT!“

    >>Erics Sicht<<
    Ich versuchte nicht sie fest zu halten als sie ausholte und mir eine Ohrfeige gab. Ich spürte den Schmerz, aber nicht den des Schlages, sondern den ihrer Enttäuschung. Ich habe dir vertraut, ihr Satz hallt durch meinen Kopf.

    "Du kannst es nicht aufhalten, Sam!" ich sah sie an. "Niemand kann das, es ist unsere Bestimmung sie aufzuhalten. Ohne die Alturan sind wir besser dran!" Ich hielt meine Gesichtszüge unter Kontrolle. Kalt und Tot, keine Regung und ohne Emotionen. „Scheint als hast du dem Falschem vertraut!“

    "Oh doch, das werde ich. Du wirst es sehen!" fauchte sie. Dann verließ sie die Wohnung.

    Ich machte mir keine Sorgen um sie, sie war stark, sie würde es verkraften und es einsehen. Sam würde zurückkommen.

    2
    >>>DREI WOCHEN SPÄTER<<< >>Zusammenfassung<< Eric hatte die letzten drei Wochen kaum Zeit für einen Gedanken an Sam &q
    >>>DREI WOCHEN SPÄTER<<<
    >>Zusammenfassung<<
    Eric hatte die letzten drei Wochen kaum Zeit für einen Gedanken an Sam "verschwendet". Seiner Meinung bräuchte sie ihre Zeit einzusehen was die Wahrheit war. Zusammen mit Max und Chuck saß er in einer Besprechung. Es kam ihm vor als säße er nur noch hier, vor ein paar Tagen hatten die drei entschieden jegliches Verlassen des Geländes zu verbieten, jetzt würden sie über das weitere Vorgehen entscheiden. Eric stützte die Hand auf, er war hundemüde und für einen Moment wünschte er sich einfach nur in seiner Wohnung zu sein und schlafen zu können, doch plötzlich donnerte es an die Tür und er zuckte wieder auf. Es kam eine kleine Gruppe von Grenzern herein, in ihrer Mitte hielten sie jemanden fest, den man nicht erkennen konnte, da ein alter Sack über dessen Kopf gezogen war. Jedoch sah dieser jemand sehr in Mitleidenschaft gezogen aus. Eric ignorierte das komische Gefühl welches sich in seinem Bauch breit machte und hob eine Augenbraue. Was gibt es, fragte er fordernd.

    >>Sams Sicht<<
    Ich konnte nichts sehen, doch ich sprühte den harten, kalten Boden als mich diese Vollidioten auf die Knie zwangen. Dann hörte ich Eric’s Stimme.
    „Was gibt es?“ Er klang fordernd, doch auch unendlich müde, als hätte er lange nichtmehr geschlafen.

    Dann antwortete einer der Soldaten. "Sie hat gerade versucht das Gebiet zu verlassen. Sie hat einen von uns dabei schwer verletzt, womöglich stirbt er!" Ach Quatsch so schlimm war es nicht gewesen, protestierte ich innerlich. Ich hatte ihn leicht mit einem Messer gekratzt… okey vielleicht etwas fester, aber nicht lebensbedrohlich! Ich rollte mit den Augen, was natürlich keiner sehen konnte, da mir dieser dreckige, stinkende Sack über den Kopf gezogen war… Frechheit! Doch wenn man vom Teufel spricht, so wurde er mir vom Kopf gezogen und das Licht war so grell das ich die Augen zusammenkneifen musste, nach einem kurzen Augenblick öffnete ich sie blinzelnd. Verschwommen nahm ich eine mir bekannte Gestalt war. Ich schnaubte abfällig.
    „Hallo Eric!“

    >>Erics Sicht<<
    Nun war mein Interesse geweckt. Wer war so stark einen gut ausgebildete Soldaten zu verletzten, ja vielleicht sogar zu töten. Ich zog den Sack vom Kopf der Gefangenen und erstarrte, wenn auch nur für eine Sekunde. Dann sagte sie abfällig schnaubend meinen Namen.
    „Hallo Eric!“
    „Sam...!“ Ich war mir unschlüssig darüber was ich sagen sollte, geschweigen denn was ich von der Situation halten sollte. Froh darüber sein sie jetzt in Sicherheit zu wissen, oder zu wissen dass sie jetzt vor dem sicheren Tod stand, nachdem was sie getan hatte.

    "Welch eine Ironie, da versuche ich gerade von dir zu entkommen, und zu wem schleppt man mich!" die geschwollene Lippe ließen das Gesagte undeutlich werden, doch ich verstand es ganz genau. Wie Messerstiche scharf trafen mir ihr Worte.

    Nach einem kurzen Augenblick des Schweigens meldete sich Max zu Wort. "Was ist hier los?" seine Stimme war kalt.

    "Sam ist… übergeschnappt und versucht den Überfall aufzuhalten…“ Meinte ich und Sam schnaubte erneut.

    "Du weißt dass davon niemand erfahren darf, wenn sie es jemandem erzählt hat. Jeanine wird nicht erfreut darüber sein! Lass dir etwas einfallen wir du sie loswirst!“ Damit drehte er sich um und sah wieder auf den Plan. Ich hatte also keine andere Wahl. Wortlos packte ich Sam am Ellenbogen und zog sie grob auf die Füße. Was war nur in sie gefahren. Wir verließen den Raum und eine Weile zog ich sie schweigend hinter mir her. In einem der menschenleeren Gänge hielt ich dann an, packte sie an den Schultern und schüttelte sie.

    "Was fällt dir ein? Du wusstest um das Verbot über das Verlassen des Geländes!" Schnauzte ich als Erstes. Dann ließ ich sie los und nahm ihr die Handschellen ab. Sie riss einen Arm hoch definitiv um mich anzugreifen, doch ich blockte sie ab und hielt sie mit eisernem Griff fest. „Beruhig dich gefälligst!“ zischte ich und ließ sie wieder los.
    "Du hast mir nichts zu sagen!“ Fauchte sie. „Na los, dann töte mich! Wirst du mich über die Klippe werfen? Oder bist du ein Mann und erschießt mich!“ herausfordernd hob sie den Kopf.

    „Weder noch! Ich bringe dich zu Jeanine, sie wird wissen was zu tun ist, und wenn du Glück hast, testet sie nur ein Serum an dir! Es wird dich nicht umbringen aber so bist du keine Gefahr mehr, du wirst nämlich alles vergessen was in den letzten 6 Monaten passiert ist, das heißt bis zum Ende deiner Initiation! Es ist eine Nebenwirkung die bis jetzt nicht beseitigt wurde, jetzt kommt sie dir zugute!“
    Darauf antwortete sie nicht und schüttelte nur den Kopf. „Du machst mich zu Marionette… viel besser ist das nicht!“ murmelte sie noch als wir in den Raum gingen in dem einige Gerätschaften der Ken untergebracht waren, sowie ein großer Bildschirm auf dem Jeanine erschien.

    "Was ist mit ihr?" fragte Jeanine gelangweilt.

    "Sie weiß zu viel, ich schlage sie vor um das Serum zu testen!“ Sagte ich mit ausdrucksloser Stimme.

    Jeanine hob eine Augenbraue und nickte dann langsam. „Dann los!“ Sam wurde aufrecht stehend an einen Stuhl gefesselt. Ihre Arme, Beine und ihr Kopf wurden mit schweren Lederbändern stabilisiert.

    "Verabreicht ihr das Serum. Eine Dosis von 1:100.“ Befahl sie knapp.

    >>Sams Sicht<<
    Ich versuchte nicht mich zu wehren, den es hätte so oder so keinen Sinn. Dann kam ein ferox mit der Injektion, der Nadelstich tat nicht sehr weh, doch als der das Zeug injizierte fing mein Blut an zu kochen, zumindest fühlte es sich so an, es fühlte sich an als stünde er da Stunden doch es waren nur Sekunden bevor ich ohnmächtig wurde. Doch gleich war ich wieder da, nichts war passiert, außer das meine Fingerspitzen taub waren, doch ich machte mir nichts draus und lachte höhnisch. „Scheint ja gut zu funktionieren!“

    >>Zusammenfassung<<
    Und dann ging es den ganzen Tag so weiter, die Dosis wurde immer Stärken und mit jeder Injektion wuchs das Taubheitsgefühl in Sams Körper weiter, von ihren Finger über ihre Hände, von den Füßen in ihre Beine. Doch Jeanine machte erst eine Pause, als Sam schlaff in den Fesseln hing immer noch bei Bewusstsein und flehte aufzuhören. Doch man gab Sam nur etwas zu trinken und dann ging es weiter. Sekunde um Sekunde, Minute um Minute bald hörte man nur noch das schwere, stockend gehende Atmen von Sam. Eric hatte kaum mehr ein Gefühl in den Beinen so lange stand er nun schon an derselben Stelle, unfähig wegzuschauen oder zu gehen. Er bereute es den Vorschlag gemacht zu haben, Sam nichts von der Realität ihrer Aufgabe gesagt zu haben, sie allein gelassen und nicht nach ihr gesucht hatte. Eric redete sich ein es wäre seine Schuld das sie nun hier gequält wurde und während Sam eine weitere Injektion bekam sahen sie sich in die Augen. Sam dache bei sich, wenn sie hier jemals wieder heraus kommen würde, und sich noch daran erinnern würde wer sie war, dann würde sie ihm nicht die Schuld daran geben. Sam sah ihm in die Augen er erkannte das Er ebenso gequält aussah wie sie selbst!

    >>Erics Sicht<<
    Ich wollte eingreifen doch ich konnte nicht, nach vier Stunden hörten sie auf.
    „Für heute ist es genug! Gebt ihr etwas zu Essen und lasst sie schlafen! Wir machen morgen früh weiter!“ Sagte Jeanine, dann ging sie offline.
    Ich nickte den Wachen zu. „Ihr könnt gehen, ich werde das alleine schaffen!“ Sie verließen den Raum, ich wusste nicht wie spät es schon war den in den unterirdischen Raum dran kein Tageslicht, dennoch war er hell erleuchtet.
    Ich nahm eine Glaskarafe und schüttete etwas Wasser in ein Glas. Dann ging ich zu ihr drückte es ihr in die Hand, doch sie griff nicht zu. „Was ist los?“ fragte ich. „Ich kann mich nicht bewegen, ich hab kein Gefühl mehr in meinem Körper!“ flüsterte sie. Ich seufzte „Moment!“ Ich stelle das Glas wieder ab und löste erst die Gürte die sie an dem Stuhl festhielten. Dann hob ich ihr das Glas an die ausgetrockneten Lippen. Doch sie wendete sie ab und sah mich nicht an, sie sah starr die Wand an. „Bitte las mich allein!“
    Ich wollte sie nicht allein lassen, doch ihre Worte waren unmissverständlich also ging ich. Kurz bevor ich die Tür hinter mir schloss drehte ich mich noch einmal um. "Es tut mir leid. Es war meine Schuld."
    „Nein ist es nicht!“

    Dann fiel die Tür ins Schloss.

    Ich ging in meine Wohnung. Ohne noch irgendetwas zu machen ließ ich mich ins Bett fallen und schlief sofort ein. Am nächsten Morgenwachte ich auf, als mein Comlinc wie verrückt piepte und leuchtete. Ich aktivierte ihn und Jeanines Stimme drang an mein Ohr. "Wir beginnen in 30 Minuten mit einem weiteren Testserum! Sie hat gebeten davor mit dir sprechen zu dürfen!“
    Ich stand auf. „Bin sofort da!“

    5 Minuten später, rannte ich den Gang entlang. Angekommen, kam ich kurz zu Atem und betrat dann den Raum. Wir waren allein. Sam saß aufrecht in einem Stuhl eine Tasse Tee in der Hand. Sie trug andere Klamotten. Sterile, weiße OP-Klamotten. Es sah komisch und ungewohnt aus. Sie starrte vor sich hin und als ich eintrat hob sie den Kopf.
    Ich sagte eine Weile nichts, sie ebenso. Dann begann sie. „Erinnerst du dich an das was du gesagt hast als wir nach meinem Wechsel an der Dachkante standen?“ Sie sah mich an. Ich überlegte kurz. „Wir bilden Soldaten aus… keinen Rebellen!“ Meinte ich nach kurzem Überlegen, daraufhin nickte sie, ich wusste nicht was sie damit meinte. Für mich war es eine einfach aber bedeutende Floskel, die man lernte wenn man ein Ziel verfolgt, aber was hatte es mit ihr zu tun? Ich würde es nie erfahren denn dann traten die anderen ein und es ging weiter.

    >>Zusammenfassung<<
    So war es jeden Tag, Tag für Tag wurden weiteren Test durchgeführt, doch anscheinend hatte weder Jeanine noch ein anderer brillanter Ken die Lösung bisher gefunden. In der ersten Woche kam Eric morgens noch bei Sam vorbei, doch ihn zu sehen schmerzte ihr, sie wollte es nichtmehr meinte sie bräuchte ihre Ruhe, doch in Wirklichkeit wusste sie nicht was sie sagen sollte. Sie hatte ein Heft bekommen, versteckte es unter der Decke die sie in dem Raum hatte. Ein kalter, weißer Raum. Sam kam sich vor wie in einem Gefängnis. In dem Buch schrieb sie auf was sie wusste, immer wieder dasselbe, dass was Wichtig war, den langsam griff das Serum ihre Erinnerungen an. Als Sam diesen Morgen auf wachte griff sie sofort danach.
    Ich bin Sam Duar. Ich war eine Altruan und bin bei den Ferox. Ich wollte meiner Familie helfen und wurde gefangen genommen. Eric hat mich gerettet.
    Immer wieder schrieb sie diese Worte nieder, las sie am Abend durch und so ging es jeden Tag, Woche für Woche und sie zählte jeden Tag. 76 Tage war sie hier, doch heute schrieb sie mehr als das, sie schreib alles auf was sie seit ihrer Initiation hier erlebt hatte, jedes Detail an das sie sich erinnerte. Und wieder und wieder kam der Name Eric in ihrer Schilderung vor. Am Ende des Heftes angelangt schrieb sie einen letzten Satz dick und fett auf die letzte Zeile.
    Du liebst ihn, vergiss das nicht!
    Dann schob sie das Heft wieder unter die Decke und stand auf.
    Ebenso zeitgleich stand Eric auf, dieser zog sich um und ging in den Trainingsraum. Er trainierte wieder mit den Initanten härter und unermüdlicher als sonst. Er trainierte sie mit der Hoffnung, dass Sam sie noch einmal sehen konnte bevor sie die Initiation hinter sich hatten. Doch immer mit der Gedanken im Kopf, dass sie sich nicht an sie erinnern würde. An nichts würde sie sich erinnern, außer an ihre Initiation, dass sie sich nicht leiden konnten, nichts von den guten Zeiten die sie zusammen erlebt hatten. Seit Sam ihm gesagt hatte dass sie ihn nicht mehr sehen wollte, hatte er nur über die Berichte von Jeanine von ihrem Zustand erfahren. Heute wollte Eric sie dennoch sehen. Jeden Abend hatte er vor der schweren Eisentür gestanden und wache gehalten, nach 2 ½ Monaten würde er Sam wider sehen, doch würde sie sich an ihn erinnern.
    Am Abend ging er langsam Richtung Testraum. Tag ein Tag aus kamen Ken her doch niemand stellte Fragen, was ihn zunächst wunderte, doch die Anderen Anführer hatten beschlossen zu erzählen das es ein Leck im Sicherheitssystem gab. Eric stand inzwischen unschlüssig vor der Tür, doch nach kurzem Zögern trat er ein. Leise, den es waren noch ein paar Ken da und Jeanine war ebenfalls noch zugeschaltet, es wunderte ihn den normalerweise waren die Tests schon längst abgeschlossen, dass konnte also nur eines heißen… sie hatten es geschafft. Dann trat er hinter der Ecke hervor und endlich sah er sie. Doch sie sah schrecklich aus! Ihre Knochen stachen sofort hervor, ihre Haut war beinahe durchsichte, und dünn wie Papier. Ihre schönen, schillernden rot-braunen Locken hingen stumpf und glanzlos um ihr Gesicht. Eric zog stimmlos die Luft ein, ihre Haut spannte über den Wangenknochen und sie war blass wie Schnee. Adern schimmerten unter ihrer Haut hervor und die Ringe um ihre Augen waren lilaschwarz. Sie sah aus als wäre sie tot und würde nur noch durch den Stuhl, an den sie mit zahlreichen Kabeln verbunden war, aufrecht gehalten werden. Niemand hatte Eric bemerkt und so war es auch, alle verließen den Raum. Dann waren sie allein.

    >>Sams Sicht<<
    Ich bekam alles mit doch ich konnte mich nicht bewegen. Ich hörte die Stimmen in meinem Kopf doch konnte nicht reagieren. Am Morgen war ich aufgestanden, und man hatte mich wie sonst üblich an die Kabel angeschlossen, dann wurde Jeanine zugeschalten und schon an ihrem kalten Lächeln hatte ich erkannt das es heute so weit war. Ich bekam die Injektion und alles wurde schwarz, als ich wieder zu mir kam waren meine Gelenke starr und meine Muskulatur angespannt. Dann sagte eine weibliche Stimme man sollte den ersten Befehl eintippen. Gesagt, getan. Es war etwas Einfaches.
    „Bewege deinen Finger“ Hörte ich es in meinen Ohren rauschen und ich konnte mich nicht dagegen wehren, ich bewegte meinen Finger. Ich war also bei vollem Bewusstsein nur hatte ich keine Kontrolle über meinen Körper.
    Dann ging es den ganzen Tag so weiter. Ich bekam keine Injektionen mehr sondern befehle und ich führte sie alle wiederstandlos aus. Gegen Abend wurde ich wieder an den Kabelstuhl angeschlossen und noch einmal bekam ich eine Injektion. Dann war ich allein. Zumindest dachte ich das, zuerst erkannte ich ihn nicht doch dann erkannte ich Eric, ich wollte fragen was er hier tat, doch das Serum verhinderte es mir. Als dachte ich darüber nach was ich mit ihm verbinden konnte, es war nicht viel, doch ich wusste dass da etwas war. Ich erinnerte mich nur nicht. Es sah mich an, stand direkt vor mir.
    „Hallo Sam, ich glaube nicht dass du mich hörst. Sie haben es anscheinend geschafft.“ Meinte er und er klang unglaublich traurig.
    Was interessierte es ihn! Ich glaubte nicht dass er sich für mich interessierte. Zwar war schon etwas Zeit seit meiner Initiation vergangen aber laut meiner Erinnerung waren wir nicht gerade dicke miteinander. Ich rührte mich nicht und er sprach weiter.
    „Ich hoffe du verzeihst mir dass ich hier bin. Du hattest mir verboten noch einmal herzu kommen.“ Er lachte auf, doch es klang hohl und eher wie ein Schnauben. „Aber ich musste dich sehen. Auch daran wirst du dich nicht erinnern…“
    An was… mein Bauchgefühl hatte mich nicht getäuscht, irgendetwas war da. Dann setzte sich Eric auf einen der Stühle. Irgendwann war er eingenickt, ich stand weiter da doch langsam wurden meine Gelenke wieder weich und mein Kopf klarer. Nach einer Unendlichkeit konnte ich mich wieder bewegen, selbstständig, das Serum ließ also nach. Ich zog die Nadel aus meinem Arm und stand langsam auf. Ich bewegte mich steif zu dem kleinen Nachtlager und wollte mich gerade zudecken als ein kleines Heft herausfiel. Anscheinend hatte es zwischen der Decke gelegen und ich hob es auf. Ich schlug es auf und erkannte meine Handschrift. Die 75 Seiten immer wieder dasselbe. Meine Identität und eine Zahl. Ich schloss daraus dass ich schon 75 Tage hier war, zumindest hier in diesem Kellergewölbe. Ich ließ das Heft sinken. 75 Tage plus die Zeit meiner Initiation waren nicht gerade viel. Dann blätterte ich weiter, halb erwartete ich weitere Tageszahlen doch es kam ein langer Bericht. Ich stezte mich und begann zu lesen. Immer wieder musste ich einen Absatz wiederholen, war das wirklich ich, hatte ich diese ganzen Dinge erlebt! Dann kam ich zu letzten Seite. Wieder und wieder laß ich sie mir durch. Und dann die letzten Worte.
    Du liebst ihn…vergiss das nicht.
    Doch genau das war geschehen ich hatte es vergessen.
    „Sam?“ Hörte ich seine Stimme auf einmal hinter mir und fuhr erschrocken herum. Ich sah ihn an, wer war er? Wieso meinte meine Handschrift ich liebte ihn. „Ist das wahr?“ Er hatte also mitgelesen. Und jetzt antwortete ich ehrlich. „Ich weiß es nicht ich erinnere mich nicht!“

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1459792953
Side of Dust 8.1- Die Bestimmung - Divergent
Side of Dust 8.1- Die Bestimmung - Divergent
Es geht spannend weiter in die letzte Runde! Denkt dran, die Geschichte spielt VOR Tris' Wechsel! ! Achtung! Das hier ist der erste Teil vom letzten Kapitel von Side of Dust. Es wird dann noch einen zweiten Teil geben. Hier ist der Link f...
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2016-04-04
406M
Die Bestimmung - Divergent

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