Das Geheimnis der Mondprinzessin – Wenn Stärke nicht alles ist… (2)

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1 Kapitel - 1.385 Wörter - Erstellt von: Waldschatten - Aktualisiert am: 2016-04-06 - Entwickelt am: - 521 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Das Geheimnis der Mondprinzessin – Wenn Stärke nicht alles ist… (2)
Ich habe diese FF so geschrieben, dass jeder sie lesen kann ohne den Film gesehen zu haben. Die Namen der Charaktere habe ich bis auf einen alle abgeändert – natürlich ist Robin Robin geblieben. Versucht doch die anderen Personen zu erraten. Die Geschichte beginnt ebenso wie der Film mit einem Begräbnis. Aber lasst euch davon nicht täuschen! Enden wird sie mit Sicherheit anders. Wen starke Charaktere, etwas Magie und Kampfszenen interessieren soll sich mal reinlesen!

    1
    2. Kapitel
    Schließlich hatte er alles andere als überrascht gewirkt uns hier anzutreffen. An seinem Gesichtsausdruck hatte ich gesehen, dass er mich erkannt hatte. Da war ich mir sicher. Aber wer war er überhaupt? Ein weiterer Gast der Trauerfeier? Ich bemerkte wie ich nach wie vor erstarrt zur Gasse sah in die er verschwunden war. Aber die wichtigste Frage überhaupt: Wie hatte er es geschafft so geheimnisvoll zu lächeln während er sang!
    Auf einmal hatte ich es sehr eilig zurück zu unserem Gasthaus zu kommen. Mein Herz schlug dabei eigenartig laut gegen das Medaillon auf meiner Brust. Ich hatte es von meiner Mutter geschenkt bekommen, noch bevor sie gestorben war. Es bedeutete mir alles, da es der einzige Gegenstand war den ich überhaupt von ihr hatte. Ich erzählte Nysbi auf dem Weg von dem schrägen Vogel und dass er mir schon auf dem Friedhof aufgefallen war. Sie konnte mit ihm ebenso wenig anfangen wie ich. „Er ist bestimmt nicht der einzige singende Spinner auf dieser Welt, Gwenny“, versicherte sie mir unbekümmert und als wir an unserer Unterkunft angekommen waren, hatten wir ihn schon vergessen. Wir halfen uns im Zimmer gegenseitig aus unseren Kleidern, Korsetts und den fürchterlichen Metallgestellen, die eher wie Folterinstrumente aussahen, als Teile der Kleidung. „Puhhh!“, stieß Nysbi erleichtert aus und stützte die Hände in die schmerzenden Rippen. „ Ich würde lieber noch einmal sechs Stunden am Stück reiten, als wieder so einen Käfig zu tragen“, meinte ich. Nys stimmte mir zu und zog ebenso wie ich Hosen, Reitstiefel und ein weißes Hemd an. Wir brachten die Kleider zurück zu der Schneiderin, bei der wir sie für die Beerdigung ausgeliehen hatten.
    Zurück im Gasthof erwartete Derek uns in der Stube. Er saß essend über einige Unterlagen gebeugt. Sein nordischer Jämthund Njal gab ein leises Wuff! von sich, um Derek über den Besuch zu informieren. Es war zwar nicht laut, doch es reichte um Derek den Kopf wenden zu lassen. Ich liebte es, meinen Lehrer lesen zu sehen. Derek war Mitte Dreißig, hatte beinahe immer einen Dreitagebart im Gesicht, den er sorgfältig stutzte und trug ausnahmslos seinen dunkelgrünen Militärmantel. Obwohl er etwa doppelt so alt war wie Nysbi und ich sah er dank des täglichen Trainings jünger aus. Sein streichholzlanges braunes Haar und seine stahlgrauen Augen machten ihn zu einem gut aussehenden jungen Mann. Wegen seiner außerordentlichen Kampffähigkeiten und des sonnengebräunten Gesichts war es immer eine seltsam paradoxe Situation ihn friedlich lesen zu sehen. Im Augenblick war seine Miene jedoch nicht friedlich, sondern angespannt und konzentriert. Wir setzten uns auf die Bank gegenüber und während Nysbi uns bei dem Wirt etwas zu Essen bestellte, fragte ich meinen Lehrer: „Und, was hat er mir hinterlassen? Kiloweise Orden? Drei Pferdedecken und einen Säbel?“ „Still!“, unterbrach Derek mich und ich verstummte gehorsam. Seine Stirn war nachdenklich zerfurcht als er mich ansah. „So spricht man nicht über die Toten Gwendolyn. Erst recht nicht über einen Toten, der dich in die Welt gesetzt hat. Egal was du für ihn empfunden hast.“ Er trank einen Schluck. „Weder Decken noch Orden. Nein. Möglicherweise Waffen und etwas Geld.“ „Und sonst?“, wollte Nysbi neugierig wissen. Die Augen meines Lehrmeisters wurden ernst. „Du hast jetzt einen neuen gesetzlichen Vormund Gwendolyn. Deinen Onkel Sir Adrian Whitspoon.“
    Mein Verstand schlug Purzelbäume. Ich hatte meinen Onkel zuletzt vor elf Jahren auf seinem Anwesen Crawford besucht. Er war ein melancholischer Mensch mit einem traurigen Lächeln. Zu mir und Nysbi war er immer sehr nett gewesen, hatte uns das Anwesen gezeigt und uns Geschichten vorgelesen. Seitdem waren fast sechs Jahre vergangen. „Gwen?“ „Hm?“ „Wir ziehen nach Crawford. Du wirst bei deinem Onkel Adrian leben.“ Später lag ich allein in meinem Zimmer. Das schmale Bett war ungemein schmal, weshalb Nysbi auch in einem anderen Zimmer in einem eigenen Bett schlief. Ich dachte über die Burg nach zu der wir morgen früh reiten würden. Sie war etwas mehr als einen halben Tagesritt von hier entfernt und lag in einem großen Tal zusammen mit einigen Dörfern und einer weiteren Burg. Aber die hatte ich nie zu Gesicht bekommen. Moonacre Valley. Ein geheimnisvoller Name für ein mindestens genauso geheimnisvolles Tal. Besonders gut erinnerte ich mich noch an die vielen Wiesen, Felder und an einen großen Wald. Ich hatte ihn damals nicht betreten dürfen. Es ging um irgendeinen Streit mit dem Nachbarn. Aber das hatte mich damals nicht besonders gekümmert. Schlimmer hatte ich eher die Tatsache gefunden in meiner Freiheit eingeschränkt zu sein. Meine Gedanken schweiften schnell ab und ich glitt in einen leichten Schlaf. In meinem Traum war meine Mutter wieder lebendig. Sie hatte kastanienbraunes Haar wie ich und einen warmen Gesichtsausdruck, der mich geborgen fühlen ließ. Wir waren zusammen bei meinem Onkel in Crawford. „Sei völlig unbesorgt Adrian“, beruhigte sie meinem Onkel. „Gwendolyn mag ihrem Vater zwar nicht besonders nahe gestanden haben, aber dich mochte sie schon immer. Ebenso wie du sie schon immer mochtest. Denkt daran, ihr seid die letzten Whitspoons. Haltet einfach zusammen, egal was passiert.“ Ihre Stimme wurde erschreckend traurig. „Ich muss euch jetzt leider allein lassen. Ich werde gerufen.“ Nein! Wollte ich schreien. Du darfst mich nicht schon wieder verlassen! Du wirst doch hier gebraucht. Sie berührte noch sanft meinen Hals und war dann verschwunden. Mein Traum löste sich jäh auf, als ich eine warme Hand an meinem Hals spürte. Ich stöhnte im Halbschlaf. Nysbi! Sie schlug mal wieder im Traum um sich. Jedes Mal erwischte sie mich dabei! Reflexartig schob ich ihre Hand fort, kuschelte mich in mein Kissen und wälzte mich herum. Schmerz durchflutete meinen Kopf, als ich gegen die Bettkannte stieß. Wie, das Bett war hier schon zu Ende! Aber Nys und ich hatten doch immer ein breites Doppelbett . . . Ich riss die Augen auf und schoss in die Höhe. Wir teilten uns heute doch gar kein Bett. Aber diese Hand – Ein schwarzer Schemen verschwand durch das Fenster als ich aufsprang und hinterließ den würzigen Duft von Baumharz und schwarzer Erde. Meine Augen gewöhnten sich viel zu langsam an die Dunkelheit und als ich meinen Kopf aus dem Fenster steckte war niemand mehr zu sehen. Der schwache Schein der Sterne fiel auf die Holzdielen meines Zimmers. Dann bemerkte ich etwas. Die Kette mit dem Anhänger meiner Mutter war nicht mehr an meinem Hals. Mein mit Adrenalin durchpumpter Körper begann das Bett auseinanderzunehmen und anschließend das kleine Zimmer zu verwüsten. Erfolglos. Nichts fehlte außer dem Medaillon. Es fiel mir schwer zu atmen. Was war das für ein Einbrecher, der nichts als eine augenscheinlich wertlose Kette stahl, auch wenn sie für mich unbezahlbar war? Wie hatte er es geschafft sie so geschickt von meinem Hals zu nehmen? Ich setzte mich auf mein Bett. Morgen würde ich Derek davon erzählen. Ich machte mir zwar keine Hoffnungen, dass er sie wiederfinden würde, aber ich wollte mich ihm anvertrauen. Die Müdigkeit brannte in meinen Augen und nachdem ich das Fenster geschlossen hatte, ein weiterer Beweis dafür, dass ich mir den dunklen Schatten nicht eingebildet hatte, legte ich mich schlafen. Diesmal mit einem Dolch unter dem Kopfkissen.

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Muria ( 90942 )
Abgeschickt vor 188 Tagen
Auch wenn hier wohl niemand mehr schreibt, eine supercoole Idee, diese Ff zu schreiben. Ich mag den Film sehr, auch wenn ich ihn schon vor Jahren gesehen habe.
Einige Beistrichfehler.
Jojo ( 67575 )
Abgeschickt vor 318 Tagen
Die Geschichte ist so schön! Ich habe den Film heute bekommen(habe heute geburtstag (12) und will ihn gleich gucken
Sombra ( 41414 )
Abgeschickt vor 319 Tagen
Ich bin SEHR Schnell beim Lesen;) außerdem wen man eine Geschichte schön findet dann ist es viel leichter zu Lesen^^ Weiter so!
Waldschatten alias Charlie ( 32474 )
Abgeschickt vor 320 Tagen
Hey das ging ja schnell * erstaunt guck*
Schön, dass es dir gefallen hat. Ist meine erste FF ^^
Dann stelle ich bald das nächste Kapitel rein
Sombra ( 75972 )
Abgeschickt vor 320 Tagen
Hi Charlie!
Ich habe es Gelesen *tränen in den Augen* Die Geschichte ist super Schön Charlie... mach bitte weiter! (Da es mein Lieblings Film war finde ich es wunderschön das du das hier gemacht hast!)
Waldschatten ( 68775 )
Abgeschickt vor 359 Tagen
Hoffentlich gefällt euch die Fortsetzung ^^
Bei Fragen könnt ihr gerne einen Kommentar hierlasse