Lily Allenson - Untrennbar (Kapitel 12)

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1 Kapitel - 1.112 Wörter - Erstellt von: Adhara - Aktualisiert am: 2016-04-06 - Entwickelt am: - 521 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Hier ist das zweite Bild, was Tannenkralle für mich gemacht hat. Welches von beiden gefällt euch besser? Soll ich eines als permanentes Logo für diese Fanfiktion nehmen?

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    Ich stand am Ausgang des Central Parks. Hades hatte mich durch den Ausgang dort aus der Unterwelt entlassen. Davor hatte er mir noch die Adresse von M
    Ich stand am Ausgang des Central Parks. Hades hatte mich durch den Ausgang dort aus der Unterwelt entlassen. Davor hatte er mir noch die Adresse von Mrs Calderon auf einen Notizzettel gekritzelt und mir mit einen diabolischen Lächeln „Viel Spaß“ gewünscht. Wie ich zu dem Haus von Mrs Calderon nach Jersey kommen sollte, hatte er mir allerdings nicht erzählt.

    Als Erstes beschloss ich, mir etwas zu essen zu kaufen. Ich stand zwar unter großem Zeitdruck, aber mit leeren Magen eine Suchaktion zu starten, brachte ja auch nichts. Außerdem knurrte mein Magen schrecklich. Ich fand dieses Gefühl immer noch irgendwie komisch. Ich meine, Götter essen zwar, aber nicht weil sie hungrig sind. Sondern einfach, weil sie es können. (Ja, ich muss zugeben, sie tun die meisten Dinge einfach nur, weil sie sie können.)
    Aber eines können sie nicht. Dinge genießen. Als Gott habe ich Dinge gegessen und das wars. Wir konnten nichts schmecken, nichts mögen oder genießen. Es war, als würde man Erde essen. Das hätte auch keinen Unterschied gemacht. Das Einzige, was bei uns etwas auslöste waren Nektar und Ambrosia. Doch nichts war so stark, wie das Gefühl, das ich hatte als ich einen echten New Yorker Hot Dog aß. Ich war zwar noch kein richtiger Mensch, aber ich fühlte mehr als zuvor. Und ich war auch schon gespannt, wie es sich anfühlte einen Hot Dog zu essen, wenn ich ein richtiger Mensch war.
    Ich sag´s euch, Leute, egal was man euch erzählt, ein Hot Dog schmeckt wahrlich göttlich. Und ich habe Ahnung von so etwas.

    Ein paar Minuten später rief ich dann schließlich ein Taxi und ließ mich nach Jersey kutschieren. Ich mochte es zwar zu laufen, aber ich war definitiv zu langsam, nachdem ich meine Götterkräfte nicht mehr benutzen durfte und durch den Stadtverkehr wäre ich wahrscheinlich auch nicht gekommen.
    Einen Schreckmoment hatte ich dann aber doch bekommen, als der Taxifahrer nach dem Geld gefragt hatte. Nicht, dass es mir an Geld gemangelt hätte. Nur als Gott der Kaufleute und Händler war auch der Geldbeutel eines meiner Attribute und die hatte ich ja abgeben müssen. Panisch hatte ich nach meiner Börse gesucht, aber glücklicherweise hatte ich sie noch finden können. Allerdings waren die Fäden, die den Geldbeutel zusammengehalten hatten, wie kleine Schlangen weggeschlängelt, sodass von meinem Geldbeutel nur einzelne Fäden übrig geblieben waren, die sich dann auch verflüchtigt hatten. Mehrere Hundert-Dollar-Scheine waren herausgeflattert.
    Der Taxifahrer hatte das ganze Geschehen mit großen Augen beobachtet.
    »Sie dürfen den Rest behalten, wenn sie niemanden davon erzählen. «, sagte ich augenzwinkernd.
    »Na… Natürlich…Mister…?«
    »Hermes«, sagte ich als ich das Taxi verließ. »Einfach nur Hermes.«

    Ich fand das Haus von Mrs Calderon relativ schnell. Es erinnerte mich an gruselige Weise, an das Haus von May Castellan. Es war in einen ähnlich verwahrlosten Zustand und es hing dieselbe Aura von Verlust und Resignation über dem Haus. Mich schauderte es.
    Aber das war nicht Connecticut und das war auch nicht das Haus von May. Würde ich jeden Ort meiden, mit dem ich schreckliche Erinnerungen verband, konnte ich mich genauso gut in einer Höhle verkriechen und nie wieder raus kommen.
    Entschlossen betrat ich das Grundstück. Schon von Weitem hörte ich Geschrei aus dem Haus kommen.
    Ich beschloss, mich Mrs Calderon erstmal nicht zu zeigen und erklomm über die Regenrinne und die Fenstersimse das Dach des Hauses. Erstaunlicherweise besaß ich auch nur mit menschlichen Kräften eine gute Kondition und Körperkraft. Auf dem Dach suchte ich nach dem Fenster, aus dem ich das Geschehen am besten beobachten konnte. Dann klemmte ich meine Füße in den Schneefang und ließ mich kopfüber nach unten. So baumelte ich vor dem Fenster. Sofort bemerkte ich, wie das Blut in meinem Kopf stieg, aber ich konnte es noch aushalten.
    Mrs Calderon stand glücklicherweise mit dem Rücken zu mir, sonst hätte ich ihr möglicherweise einen Herzinfarkt verpasst. Oder sie hätte mich verprügelt, dachte ich, nachdem ich eine Weile ihr zugehört hatte.
    »Nein! «, brüllte sie in ein Telefon. »Ich hab den Ring nicht verlegt! Ich bin mir vollkommen sicher, dass er gestern noch auf meiner Kommode lag. «
    Eine Frau entgegnete aus dem Telefon etwas mit ruhiger Stimme, aber ich verstand nicht genau was sie sagte.
    Plötzlich verengten sich die Augen von Mrs Calderon.
    »DU hast den Ring gestohlen! Du willst nur Ring verkaufen und zu Geld machen! Ich hab doch gleich gesehen, dass dir dein Erbe nicht reicht! «, die alte Frau wurde hysterisch und ihre Augen quollen hervor. Schließlich knallte sie den Hörer auf die Gabel.
    Mann, dachte ich, diese Frau ist ja echt paranoid.
    »Ist es nicht wundervoll, wenn die Sterblichen im Streit und Zank versinken? «, ertönte plötzlich eine Stimme neben mir. Vor Schreck verlor ich den Halt und fiel vom Dach.
    Glücklicherweise landete ich mitten im Liguster von Mrs Calderon. Jetzt stachen mir zwar kleine Äste in den Rücken, aber wenigstens hatte ich mir nichts gebrochen. Dennoch konnte ich mich einige Minuten nicht mehr rühren. Ich war wie gelähmt.
    Die Gestalt vom Dach beugte sich schließlich über mich. Sie war menschengroß, irgendwie verschrumpelt und hatte blutrote Augen. Ihr ganzer Körper sah aus, als ob er mit Pech übergossen wurde.
    »Na, willst du es mit mir aufnehmen, kleiner Gott? «, sie verwuschelte meine lockigen Haare und floh mit einem gackernden Lachen.
    Ich fluchte, als dann auch noch Mrs Calderon einen Eimer mit eiskaltem Wasser aus dem Fenster kippte und »Verdammte Katzen! « rief.
    Schließlich konnte ich mich aufrappeln und die Verfolgung aufnehmen, denn eines war mir inzwischen klar geworden: Die Gestalt war Eris, die Göttin des Streits.

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Lily Allenson - Untrennbar (Kapitel 12)
Lily Allenson - Untrennbar (Kapitel 12)
Hier ist das zweite Bild, was Tannenkralle für mich gemacht hat. Welches von beiden gefällt euch besser? Soll ich eines als permanentes Logo für diese Fanfiktion nehmen?
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2016-04-03
406G
Percy Jackson

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