Wer bist du wirklich? 13

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4 Kapitel - 2.532 Wörter - Erstellt von: Kerstingarde 1611 - Aktualisiert am: 2016-04-06 - Entwickelt am: - 568 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

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    Kylas Sicht:
    Es waren inzwischen zwei Jahre vergangen und nun war ich eine vollkommen ausgebildete Jedi. Ich hatte mir mein eigenes Lichtschwert vor kurzem zusammengebaut. Es hatte eine grüne Klinge und ich persönlich fand es wunderschön. Mein Onkel meinte, ich sei nun bereit. Aber ich glaube, ich hätte es nicht in so kurzer Zeit geschafft, wenn ich nicht die Hilfe von Leia, Poe, meinem Onkel und Rey gehabt hätte, die mir immer Mut gegeben hatten, weiterzumachen. So hatte ich die Ausbildung sogar schneller als Rey oder Alan beenden können. Alan und ich gingen uns immer noch so gut wie möglich aus dem Weg und redeten nur, wenn es sein musste. Naja… Eigentlich wollte ich mit ihm reden und hatte es auch öfter versucht, doch er blockte jeden meiner Versuche ab. Ich hatte mir nun vorgenommen, Ben zu suchen und ihn dazu zu bringen, wieder zu uns zurückzukommen. Morgen würde ich abreisen. Zum Abschied hatte Leia ein Abendessen organisiert, an dem nur meine Freunde dran teilnahmen. Sie wollte eigentlich auch Alan einladen, aber er lehnte die Einladung ab. Somit waren es nur Leia, Onkel Luke, Rey, Chewie, Poe und ich. Eigentlich war es die ganze Zeit über still. Plötzlich fragte mich Rey: „Wie willst du eigentlich Kyl… äh ich meine Ben finden?“ Ich antwortete: „Ich werde einfach meinen Gefühlen folgen. Sie werden mich zu ihm führen. Da bin ich mir sicher.“ Nun herrschte wieder Stille. Nach dem Essen saßen wir noch etwas beisammen. Jeder wollte sich noch von mir verabschieden. Von Chewie bekam ich eine Umarmung und etwas, was ich als ein „Pass auf dich auf!“ wertete. Rey umarmte mich auch und meinte: „Viel Glück! Ich hoffe, du erreichst das, was du dir erhoffst.“ Dann ging sie mit Chewie weg. Leia kam nun auch mit Luke auf mich zu: „Wir sind so stolz auf dich, Kyla!“ Damit umarmten die beiden mich. Es fühlte sich so gut an, doch trotzdem hatte ich einfach das Gefühl, als würde etwas fehlen. Han und Ben fehlten mir so sehr. Aber am meisten fehlte mir Han. Bei Ben hatte ich zumindest noch die Hoffnung, ihn bald wiederzusehen, doch bei Han gab es diese Hoffnung nicht mehr. Er war tot und würde es auch bleiben. Ich wusste, er hätte gewollt, dass ich mein Leben weiterlebe und das hatte ich auch vor. Egal, wie sehr es wehtat, ich würde ihn erst wiedersehen, wenn ich mein Leben hier erfolgreich gemeistert hatte. Wir lösten uns aus der Umarmung und Luke meinte: „Wir hoffen so sehr, dass du Erfolg haben wirst. Bitte, pass auf dich auf!“ „Wir möchten nicht auch noch dich verlieren müssen.“, ergänzte Leia. Ich nickte: „Ich werde Acht geben. Mir wird schon nichts passieren. Ben könnte mich doch nie verletzen. Das hat er das letzte Mal auch nicht.“ Die beiden nickten, doch ich wusste, dass sie daran dachten, dass auch niemand geglaubt hätte, dass Ben Han töten würde. Ich umarmte sie noch einmal: „Euch auch alles Gute!“ Und dann gingen auch die beiden. Nun waren nur noch Poe und ich da. Er sagte: „Komm mal mit!“ Er lief nach draußen und ich folgte ihm. Es war schon dunkel und man konnte die Sterne sehen. An unserem gewohnten Nachttreffpunkt blieb er stehen und setzte sich hin. Ich setzte mich neben ihn und wir schwiegen erstmal eine Weile. Schließlich sagte ich: „Nun werden wir uns wohl für eine Weile nicht sehen…“ Poe sah mir ins Gesicht und sagte: „Was auch passiert, ich werde dich nie vergessen! Deshalb möchte ich dir auch noch das hier geben.“ Er öffnete seine Hand, in der ein wunderschöner kleiner Stein lag. Er hatte eine türkise Färbung und man konnte durch ihn hindurchschauen. Alles in allem war er wun-derschön. Ich umarmte Poe: „Vielen Dank, Poe! Der ist wunderschön!“ Er lächelte, als ich mich wieder von ihm löste: „Gerne doch! Ich habe ihn heute Morgen gefunden und dachte, das wäre ein schönes Abschiedsgeschenk. Denkst du, du wirst es schaffen, Ben zu bekehren?“ Ich antwortete ihm ehrlich: „Ich weiß es nicht. Ich habe ihn seit zwei Jahren nicht mehr gesehen und seitdem ist auch viel passiert. Ich hoffe es. Aber woher weiß ich, dass er mir nichts tun wird, wenn er doch… Han…“ Meine Stimme versagte in diesem Moment und ein paar stumme Tränen fanden ihren Weg über meine Wangen. Poe wischte sie weg und meinte: „Ich weiß, was du meinst. Aber er liebt dich doch. Ich denke nicht, dass er dir etwas antun könnte.“ Ich nickte: „Du hast wahrscheinlich recht, Poe. Doch wer weiß schon, was in ihm in den letzten beiden Jahren vorgegangen ist… Aber ich muss zu ihm. Ansonsten werde ich mir für immer die Schuld dafür geben. Poe, kannst du mir etwas versprechen?“ „Natürlich!“, erwiderte Poe. Ich holte tief Luft, bevor ich sagte: „Wenn ich innerhalb dreier Wochen nicht zurück bin, kannst du dann die anderen alarmieren, dass vermutlich etwas schiefgelaufen ist?“ Er lächelte mich an: „Klar doch! Drei Wochen? Soll ich wirklich so lange war-ten?“ Ich nickte: „Ich weiß nicht, wie leicht oder schwer ich Ben überzeugen kann. Ich brauche et-was Zeit dafür.“ Poe nickte: „Stimmt… Ich wünsche dir alles Glück der Welt, Kleine!“ Damit strich er mit seiner Hand über meinen Kopf. Wie ich es hasste, wenn er das tat und mich so nannte! „Viel-leicht hast du es inzwischen vergessen, aber ich bin keine 14 mehr sondern schon 16! Außerdem bin ich NICHT KLEIN!“ Er lachte mich allerdings nur aus und ich schubste ihn mithilfe der Macht so heftig, dass er von unserem Hügel hinunterkullerte. Jetzt musste ich lachen. Poe schaute mich zuerst sauer an, aber stimmte dann in das Lachen mit ein. Schließlich verabschiedeten wir uns mit einer Umarmung und gingen schlafen.

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    Ich hatte es tatsächlich geschafft, mich auf den Sternenzerstörer zu schleichen, auf dem ich die Präsenz Bens spüren konnte. Nun schlich ich durch die Gänge und versuchte, nicht gesehen zu werden und gleichzeitig Ben zu finden. Das alles gleichzeitig stellte sich allerdings als etwas kompliziert heraus. Schließlich konzentrierte ich mich hauptsächlich drauf, nicht bemerkt zu werden und dachte, ich würde Ben schon irgendwann begegnen. So kam es dann auch. Aber anders, als ich gedacht hatte. Er fand eher mich als ich ihn. Ich hatte mich gerade wieder in einen dunklen Nebengang gedrückt, um den Augen ein paar Sturmtruppler zu entgehen, als mir jemand von hinten auf die Schultern tippte. Ich machte mich auf einen Kampf gefasst, doch hinter mir stand Ben, der wieder mal seine Maske aufhatte. Ich erstarrte, als ich ihn sah und vergaß alle Worte, die ich mir vorher überlegt hatte. Dafür übernahm Ben aber das Reden: „Was machst du hier!“ Ich versuchte ihm durch den Helm in die Augen zu sehen: „Ich musste dich sehen und mit dir reden. Wir brauchen unsere Liebe nicht mehr geheim zu halten…“ Ben unterbrach mich: „Wie meinst du das?“ Ich fing wieder an: „Wir sind keine Geschwister, Ben. Luke und Leia haben mir erzählt, dass ich die Enkeltochter von Obi-Wan Kenobi bin. Das bedeutet, wir können zusammen sein!“ Er legte seinen Kopf schief: „Woher willst du wissen, dass sie die Wahrheit gesagt haben?“ Ich sah ihn irritiert an: „Warum soll-ten sie das tun? Ben… Ich möchte dich doch nur einfach wieder bei uns haben. Ich möchte ohne Angst mit dir zusammen leben können. Bitte…“ Er nahm seinen Helm ab und meinte kalt: „Vielleicht ist es ja genau das. Sie wollen, dass du mich zu ihnen zurückbringst. Deshalb erzählen sie dir diese Lüge. Ich kann dir das nicht glauben.“ Ich verzweifelte so langsam, doch da kam mir eine Idee: „Dann les meine Gedanken. Dann wirst du es sehen.“ Ben zögerte, nickte aber dann. Ich fuhr all meine Gedankenmauern hinunter und Ben drang in meine Gedanken ein. Er sah alles, was mir in den zwei Jahren passiert war und fand schließlich die Erinnerung, als Luke Alan und mir die Wahr-heit erzählte und sah auch, wie Leia es mir später noch einmal erzählen wollte. Er war gerade dabei, wieder aus meinem Kopf zu verschwinden, als er bei einer anderen Erinnerung hängen blieb: Poe küsste mich. Er hatte noch nicht einmal das Ende der Erinnerung gesehen, da war er schon aus meinem Kopf verschwunden. Plötzlich flog ich mit voller Wucht gegen die Wand hinter mir und blieb dort hängen. Ben presste mich mit der Macht dagegen: „Was war DAS!“ Ich wollte ihm antworten, doch wurde unterbrochen: „Ach, lass es! Du würdest mich doch sowieso wieder nur anlügen! Wie konnte ich überhaupt erwarten, dass du mich nach zwei Jahren immer noch lieben würdest, wo wir doch auf unterschiedlichen Seiten sind. Damit hing ich in der Luft und er versuchte, mich zu erwürgen. „Ben… bitte… das… ist nicht… wahr…“ Er ließ mich fallen und richtete sein Lichtschwert auf mich: „Dann erklär es mir!“ Ich musste erst einmal noch einmal meine Lungen mit Luft füllen und antwortete dann: „Poe hat mich geküsst und nicht ich ihn. Ich habe den Kuss sogar unterbrochen und ihm gesagt, dass ich das nicht kann.“ Bens Gesicht blieb eisern: „Ich glaube dir nicht! Ich habe auf dich gewartet. Weißt du? Und wo warst du? Bei diesem Poe und Joran und all den anderen Verrätern! Du hast es nicht einmal für nötig gehalten, auf meine Nachrichten, die ich dir durch die Macht geschickt habe, zu antworten!“ Ich wandte ein: „Ich habe nie irgendwelche Nachrichten bekommen.“ Nun schrie er mich an: „Lüg mich nicht an! Du bist für mich nun nichts weiter, als der Feind!“ Plötzlich wurde alles schwarz vor meinen Augen…

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    Mit höllischen Kopfschmerzen wachte ich wieder auf. Wunderbarer Weise befand ich mich wieder gefesselt auf einer dieser Liegen, auf denen immer die Gefangenen verhört wurden. Ich stöhnte frustriert auf. Warum glaubte Ben mir denn nicht? Ich hatte ihm doch erklärt, dass da zwischen Poe und mir nichts war und seine Nachrichten hatte ich auch nie bekommen. Ich weinte. Was war nur aus dem Ben geworden, in den ich mich verliebt hatte? Warum war er so anders? Plötzlich kam er aus dem Schatten einer der Ecken mir gegenüber hervor. Er hatte wieder seine Maske auf. Ich wartete darauf, dass er etwas sagte, doch er schaute mich nur stumm an. „Warum, Ben?“, fragte ich leise. Nun schaute er mich verwirrt an: „Warum was?“, kam die verzerrte Stimme durch die Maske. „Warum glaubst du mir nicht und warum bist du so anders?“, sagte ich immer noch mit leiser Stimme, denn in der Stille im Raum hörte sich alles sehr laut an. „Warum sollte ich jemandem glauben, der die ganze Zeit bei meinen Feinden war?“, erwiderte er mir mit monotoner Stimme. Ich sah ihm in seine Maske: „Vielleicht weil du mich liebst? Das hast du zumindest gesagt. Außerdem warst du derjenige, der mich zu ihnen geschickt hat.“ „Willst du mir das etwa vorwerfen? Du hast mir doch gesagt, dass du ansonsten stirbst!“, keifte er mich an. Ich zuckte kurz zusammen, doch fasste mich dann wieder: „Ich werfe dir gar nichts vor, doch du hast dich verändert, Ben. Das kannst du nicht leugnen.“ „Nenn mich nicht so!“, brüllte er. Damit hatte ich nicht gerechnet und zuckte heftig zusammen. Ich sah nur noch auf den Boden vor mir, denn nun hatte ich Angst vor ihm. Wenn er so wütend war, war er zu allem fähig. „Du hast keine Ahnung, was ich in den letzten Jahren durchmachen musste, Kyla! Also erzähl du mir nichts davon, dass ich mich verändert hätte!“ „Für mich waren die letzten Jahre auch nicht gerade einfach…“, flüsterte ich eher zu mir selbst als zu Ben, aber er hörte es natürlich trotzdem. „Ach ja?“, kam direkt seine Frage, „Was war denn so schlimm für dich?“ Der Sarkasmus war deutlich aus seiner Stimme herauszuhören. Trotzdem antwortete ich: „Ich habe kaum eine Nacht schlafen können, ohne einen Albtraum zu haben, in dem dann auch noch du vorkamst, was meine Sehnsucht nicht gerade gelindert hat. Dann hatte ich natür-lich auch noch einen Streit mit meinem Bruder, weshalb ich nun zwei Jahre kein Wort mehr als nötig mit ihm wechseln konnte, weil er mir aus dem Weg ging. Zusätzlich dann noch das harte Jedi-Training mit Luke, ohne geschlafen zu haben…“ Plötzlich nahm Ben seine Maske ab und meine Fesseln, die mich an der Liege hielten, lösten sich. Ich sah ihn verwundert an. „Worum ging es in deinen Albträumen?“ Ich blieb, wo ich war und berichtete es ihm. Danach herrschte Stille. Sein Blick ging ins Nichts und war nicht zu deuten. Plötzlich veränderte sich sein Blick und er hob seine Hand in meine Richtung. Erneut wurde ich ohnmächtig, doch ich brachte noch ein geflüstertes „Warum?“ über die Lippen, bevor alles wieder schwarz wurde.

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    Als ich wieder aufwachte, war ich enttäuscht. Für einen Moment dachte ich, ich hätte Bens Mauer aus Wut und Hass durchbrochen, doch dann verhielt er sich schon wieder so seltsam. Es war zum Verzweifeln. Aber nicht mit mir! Ich hatte die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass ich Ben helfen konnte. Da stellte ich mir auf einmal die Frage, wie viel Zeit schon seit meiner Abreise vergangen war. Ich hatte allein schon fünf Tage gebraucht, um das richtige Schiff, auf dem sich Ben befand, zu finden. Wie lange war ich wohl immer in Ohnmacht gewesen? Aber solange niemand in diesen Raum kam, konnte ich es auch nicht herausfinden. Ich wartete und wartete, aber niemand kam zu mir. An Flucht konnte ich gar nicht denken, denn wie sollte ich dann noch mit Ben sprechen können und spätestens dann würde er mir gar nichts mehr glauben. So saß/lag ich dort und wartete, doch niemand zeigte sich mir. Somit wollte Ben wohl erst einmal nicht mit mir reden. Ich konnte nur hoffen, dass ich die beiden Male nicht zu lange ohnmächtig gewesen war. Ansonsten wäre ich in sehr großer Zeitnot. Nun wusste ich nicht mehr, ob es so eine gute Idee gewesen war, Poe darum zu bitten, die anderen zu informieren. Aber ich konnte nun nichts mehr daran ändern. Wie würde Ben sich wohl verhalten, wenn ich ihn das nächste Mal sah? So driftete ich in meine Gedanken ab und überbrückte meine Wartezeit.

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