Zu schön

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5 Kapitel - 1.048 Wörter - Erstellt von: Banane - Aktualisiert am: 2016-04-05 - Entwickelt am: - 325 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

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    Es regnet, ich gehe wie jeden Morgen über die Straße. Aber wen interessiert es schon ob es regnet oder nicht. Als ich an einem gelben Haus vorbei gehe packen mich zwei starke Hände und ziehen mich zur Seite. Da wo ich eben noch stand, platscht ein riesiger Schwall Wasser auf den Asphalt. "Diese unhöflichen Jungs!", er wandte sich zu mir, "geht es dir gut?" "Es braucht dich nicht zu interessieren ob es mir gut geht!" Sagte ich gleichgültig und strich meine Jacke glatt. "Du wurdest fast von einem riesigen Schwall Wasser getroffen, du könntest mir wenigstens ein kleines Bisschen dankbar sein!" "Ist doch egal ob ich nass bin." Ich drehe mich um um zu gehen. Es gibt schon komische Leute die sich für ander Menschen interessieren, auch wenn die sich nicht für sie interessieren.

    Ich liege im Bett und will schlafen. Aber irgendwas ist anders: Ich muss die ganze Zeit an den Typen von heute Morgen denken. Warum denke ich nur an ihn? Empfinde ich etwa etwas für ihn? Ich hab keine Gefühle! Ich darf keine Gefühle haben! In meiner Welt ist kein Platz für Gefühle! Im Traum erinnere ich mich an die Worte die mir meine Mutter immer eingeschärft hat: Menschen mit Gefühlen kann man verletzen, wenn du nichts fühlst, wirst du unantastbar sein.

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    Am nächsten Morgen gehe ich wieder dieselbe Straße entlang. Irgendwie hoffe ich, dass ich ihn wiedertreffe. Aber ich darf es nicht hoffen! Plötzlich höre ich eine Stimme:" Hey warte!" Es ist er. "Was ist?" Frage ich und drehe mich um. "Unser Gespräch gestern war noch gar nicht beendet." "Für mich war es beendet!" "Dann können wir ja jetzt ein neues anfangen", er lächelte mich an," wie heißt du?" Irgendwie ist sein lächeln süß, aber Nein! Für mich existiert nichts Süßes. "Yomi." "Schöner Name! Ich heiße Viktor, aber du kennst mich wahrscheinlich als IBlali." "Noch nie gehört." " Ich würde dich gerne auf einen Döner einladen." Eigentlich wollte ich nicht Ja sagen, aber dieses Wort kam einfach über meine Lippen. Ich hängte schnell ein "von mir aus" dran. Er führte mich zu einer nahegelegen Dönerbude. Wir aßen jeder einen Döner. Man kann sich mit Viktor gut unterhalten. Als wir beide gingen sagte er:" Ich würde dich gerne wiedersehen." Ich war mir nicht sicher ob ich das wollte, aber Andererseits: was sprach dagegen. Ich gab ihm einfach mal meine Nummer. Der Tag war irgendwie anders! Er war schön!

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    Am Samstag trafen wir uns am Karster-See. Am Vormittag hatte es geregnet, aber jetzt brach die Sonne zwischen den Wolken hervor. "Hi Yomi." Begrüßte er mich. Ich hob die Mundwinkel en wenig. Lächelte ich ihn grade wirklich an! Ich zuckte leicht, als er meine Hand nahm und mich auf eine Bank zog. "Schön hier, nicht?" fragte er. Ich antwortete mit einem leichten Nicken. Nach einer Weile standen wir auf und gingen am See entlang. Er schien nicht zu bemerken, dass er meine Hand immer noch nicht losgelassen hatte. Zum Abschied umarmte er mich. Ich wusste nicht warum ich wusste nicht warum ich mich nicht wehrte. Ich konnte es einfach nicht. Mit einem Gefühl von Leichtigkeit ging ich nach Hause.

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    Als ich zuhause war, war ich sehr müde und schlief sofort ein. Meine Mutter sitzt da und schaut mich mit diesem ausdruckslosen Blick an. "Sag nichts! Du hast mich enttäuscht. Wie kannst du nur all meine Vorschriften missachten? Hab ich dir nicht gesagt, dass es falsch ist zu fühlen?" "Aber...","schweig! Ich bin noch lange nicht fertig mit dir! Du wirst ein Mensch, verletzlich und beeinflussbar!" Ich wachte auf, es war tiefste Nacht. Es war nur ein Traum, dennoch wusste ich, dass er wahr war.

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    Wie jeden Morgen ging ich die Straße entlang, die Straße an der ich Viktor das erste mal traf. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass ich ihn hier wiedersehen würde. Mein Gefühl täuschte mich nicht. Drei Häuser weiter kam er aus einem Haus Eingang. "Hi Yomi, ich habe gehofft, dass du heute wieder hier lang kommst! Ich möchte dir etwas zeigen." Er führte mich zu einem schönen Platz mit einer Bank. Wir setzten uns auf die Bank. Er drehte sich zu mir und nahm meine Hände. Ich erwartete, dass er etwas sagen würde, aber stattdessen küsste er mich einfach. Ich vergaß alles was um mich herum geschah. Ich fühlte mich so leicht als würde ich abheben. Auf einmal landete ich abrupt auf der Erde und vor meinem geistigen Auge erschien das Bild meiner toten Mutter. Ohne ein weiteres Wort zu sagen stand ich auf und ging.

    Als ich Zuhause war sah ich nur einen Ausweg: Ich musste ihn töten! Ich nahm das große Küchenmesser und machte mich auf den Weg zu ihm. Ich wusste nicht genau wo er war, aber ich hatte so eine Vermutung. Ich ging die selbe Straße die ich immer ging. Als ich die Straße eine Weile gegangen war sah ich ihn. Er stand mit dem Rücken zu mir. Das war der perfekte Augenblick! Ich schlich mich von hinten an und...Nein, ich konnte es einfach nicht. Schnell legte ich das Messer auf ein Fenstersims. In dem Moment drehte er sich zu mir um. Bevor er etwas sagen konnte küsste ich ihn.

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