Endless Evol

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1 Kapitel - 1.481 Wörter - Erstellt von: Makse der Lichtbringer - Aktualisiert am: 2016-03-30 - Entwickelt am: - 290 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Valentin wird kurz vor seiner Abreise von einem geheimnisvollen Mädchen aus dem Nichts geküsst. Doch sie weiß sein Geheimnis...

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Kapitel 1: Feind oder Freund?

Ich saß in meinem geräumigen Zimmer, schaute aus dem Fenster hinaus und wartete darauf, dass sich etwas verändert. Das machte ich schon seit ein paar Stunden, aber es tat sich nichts. Er war immer noch blau, überdeckt mit langsam bewegenden Wolkenfetzen, die mir nur gezeigt haben, dass nicht alles in digitalen und irrealen Programmiercodes zusammen zu fassen ist. Man muss manche Sachen hinnehmen, um sie erst studieren oder verstehen zu können. Nach einer Zeit, in der ich über diese eher unwichtigen Themen nachdachte, kam meine kleine Schwester hinein. Ich muss zugeben, irgendwie war ich stolz. Sie war wunderschön, als ob ein studierter Grafiker in den Naturbaukasten gefuscht hat, um sein eigenes Kunstwerk zu schaffen. Er hätte es Monalisa getauft, meine Eltern haben sie jedoch Siri genannt. Ein Name mit dem ein Kind verdonnert ist, vor allem in dieser modernen Zeit, vor ein paar Jahren hätte es einen nicht so großen Schaden angerichtet. „Valentin, dein Brief ist da!“ sagte sie mit einem aufgeregten Gesicht und genauso aufgeregter Stimme. Es war der Brief, der mir berichtete, ob ich an der Hochschule für Informatik angenommen werde. Ich rannte zu meiner, nebenbei gesagt, elfjährigen Schwester und riss ihr den Umschlag aus der Hand, um herauszufinden, wie meine Zukunft verläuft. Ich setzte mich auf das Bett, nahm meine Schwester in die Arme, setzte sie auf meinen Schoss und öffnete mit einem großen Einatmen den Brief. Ein kurzer Moment der fast schon geisterhaften Stille setzt sich nieder, nur damit ich den diese Situation zerstören kann. „Siri, es tut mir leid.“ sagte ich mit ernüchternder Stimme. „Ich muss in eine andere Stadt ziehen, die Schule nimmt mich nicht an.“. Sie fing an zu weinen, die Tränen tropften auf meine zuvor gewaschenen Jeans. Ich musste zwar nicht heulen, aber mir fiel es schwer in ihre blauen Augen zu sehen.
Meine Mutter half mir beim Packen meiner Sachen. Irgendwie wirkte es so, als ob sie Freude empfindet, über mein gehen. Ich konnte es aber nachvollziehen. Ich nahm eine ganze Zeit Drogen zu mir, um meine sehr schwache Konzentration um ein Minimum zu steigern. Ich habe aber gelernt, dass dieses Teufelszeug nur Schaden anrichtet. Es hat mich zu Sachen gebracht, die ich mir nicht mehr ins Gedächtnis rufen will. Meine Schwester packte mich am Arm und fragte, warum ich die Stadt verlasse. Das hatte einen einfachen Grund: In meiner Heimat Stadt „Willfeld“ gab es nur eine Hochschule, die wie schon beschrieben, mich nicht annahm. „Ich verspreche dir: Ich werde so oft zu Besuch kommen wie es nur geht, du musst nicht wissen, warum ich gehe!“. Meine Mutter warf einen kurzen Blick auf mich, der praktisch sprechen konnte, und mir gesagt hat: „Ernsthaft?“. Nach dem packen ging ich in mein Zimmer und setzte ich mich ein letztes Mal auf meinen geliebten Stuhl, den ich schon seit einigen Jahren habe, und schaute wieder raus. Der Apfelbaum stand an seiner üblichen Position, die alte Frau mit der Alditüte kam wieder, um ihren Einkauf zu tätigen und die Kinder fuhren mit ihren Skateboards umher. Irgendwie war einfach alles viel zu normal. Mir wurde klar, dass erst etwas Schlimmes passieren muss, damit man die normalen Sachen wertschätzt.
Als ich gerade vom Fenster weg gehen wollte, sah ich ein Mädchen in meinem Alter auf der Straße gehend. Sie muss nicht von hier sein. Mich interessierte das nicht großartig und ich ging an meinen Rechner, um noch einmal im Teamspeak meine Abwesenheit für die nächsten Tage anzukündigen. Als auf dem folgenden Moment meine Schwester in mein Zimmer gerannt kam. „Deine Freundin ist da!“ berichtete sie mir und ich schaute sie fraglich an und sagte: „Meine Freundin?“. Zu dem Moment wusste ich gar nicht, wer diese Person ist, aber das würde mir noch früh genug klar werden, habe ich mir damals gesagt. Ich ging nach unten an die Tür, um meine „Freundin“ zu fragen, was sie hier verloren hat. Als ich an der Tür angekommen war und gerade fragen wollte, packte sie mich am Kragen und hat mich geküsst. „Ich lass euch mal alleine“ sagte meine Mutter und schloss hinter mir die Tür. So leid es mir tut, ich habe diesen Moment genossen. Das Mädchen war schließlich nicht hässlich ganz im Gegenteil, aber ob das was sie gemacht hat einen Grund hatte, wollte ich sie fragen. Als sie mich wieder von dem reden abhielt, sagte sie: „Valentin, denk nicht darüber nach“. „Was willst du?“ konnte ich endlich mal fragen, nach dem sie mich schon zweimal abhielt vom Sprechen. „Ich bin hier, um herauszufinden, was du mit den Leichen vorhast.“. Mein Blut erstarrte. Die Welt wurde grau. Mein Herz raste. In dem Moment wurde mir alles klar. Ich wusste, dass meine kleine Schwester an der Tür stand, um unseren Gespräch zu lauschen. „Du machst gute Scherze, komm wir gehen zum Kino!“ sagte ich lachend. Mit einem süßen „Okay“ willigte sie ein, was mich überrascht hat. Sie wollte wahrscheinlich nur Informationen aus mir herauskitzeln, dachte ich und wir begannen zu laufen. Auf den Weg habe ich ihren ganzen Körper inspiziert. Mir war klar, dass sie die Polizei geschickt haben muss. Jedoch ging sie nicht weiter auf das Thema mit den Leichen ein. Wäre ich nicht mit ihr in das Kino gegangen, hätte es meine Schuld bewiesen, weil ich so versucht hätte dem Problem auszuweichen. Sollte sie Fragen stellen, muss ich alles bedenken. Ich werde hundertprozentig abgehört. Meine Droge kam wieder, es war so schön, der Druck, das Herzklopfen, die Angst. Eine Kombination, die ich liebe. Die langweilige Welt wird endlich gebrochen. Sie erklärt mir den Krieg, ich spüre es! Und sie, sie wird diesen Krieg verlieren, auch wenn ich dafür Opfer bringen muss.
„Welchen Film wollen wir schauen?“ fragte sie mich. „Du kannst gerne aussuchen, ich hätte auf einen Horrorfilm Lust.“. Ob das die richtige Antwort war? „Das ist doch voll unromantisch, das ist schließlich ein Date!“ entgegnete sie mir. Langsam fing ich an zu glauben, dass dieses Mädchen absolut dumm oder ein Genie ist, aber entscheiden konnte ich mich nicht. Ich willigte ein und bemerkte, dass ich in diesem kurzfristig vereinbaren „Date“ nicht mein Portmonee in meine üblich rechte Hosentasche gepackt habe. Offenbar hat sie bemerkt dass ich verzweifelt nach dem Geldbeutel suchte. Sie tippte mit ihrem kleinen, rot bemalten Fingernägeln auf meine rechte Jackentasche, wo ich schließlich auch mein Portmonee fand. Offenbar haben sie sogar mein Zimmer verwanzt. Aber dann hätten sie ja die Beweise? Was hat sie vor? Warum haben sie mich noch nicht eingesperrt? In diesem gar unendlichen Klumpen an Fragen versank ich. Sogar so stark, dass ich nicht bemerkte, dass ich die Tickets noch bezahlen muss. Ich gab das Geld hin und beim Hinlegen bemerkte ich den schon fast bis zum Überlaufen vollen Geldbeutel meiner Begleiterin. Es kam wie ein Schock, alles wurde klar. Aber ich war mir nicht sicher. Jetzt durfte das Kino beginnen!
Wir suchten unsere Plätze auf und saßen uns hin. Das Kino war komplett leer. Wir wurden nicht beobachtet. Als der Film begonnen hat zu laufen, ließ ich eine Geldmünze fallen. „Ouh, die Münze ist auf deine Seite gerollt. Könntest du sie aufheben?“, „Ja!“. Ich nutzte den Moment und vergriff mich an ihrer Geldbörse. In einem fast schon Gefecht gleichen Kampf versuchte ich ihr Portmonee zunehmen. Im Rennen gegen die Zeit schaffte ich es, den Geldbeutel mir in die Tasche zulegen. „Valentin, du bist nicht gerade Fingerfertig...“ sagte sie. Das störte mich nicht mehr ich lockte sie in meine Falle. Den Kampf hatte ich gewonnen. „Das Gefecht des Moonlight Kinos“ taufe ich es, wenn ich meine Autobiografie veröffentliche, dachte ich mir. „Zoé, die Tochter des Französischen Luxusportmonee Herstellers Louis Farinfesses, du hast dich der Polizei zur Verfügung gestellt um deine kapitalistischen Eltern zu rechnen, die ich zum Frieden aller töten lassen habe, liege ich da richtig?“. Es war das Gefühl des eiskalten und sogleich warm anfühlenden Triumphes, Ein Moment der Stille folgte. Ich schaute auf ihre Jeans, auf die Tränen tropften, es erinnerte mich an meine Schwester. „So denkst du über mich? Du bist mein Held!“

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