Wer bist du wirklich? 12

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5 Kapitel - 2.474 Wörter - Erstellt von: Kerstingarde 1611 - Aktualisiert am: 2016-03-27 - Entwickelt am: - 633 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

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    Kylas Sicht:
    Was Luke mir beibrachte, war sehr interessant. Insgeheim nahm ich mir vor, später wenn ich alleine war, zu versuchen, mit den Machtgeistern zu kommunizieren. Wir waren gerade fertig mit den Übungen, als Onkel Luke mich etwas fragte: „Ist alles in Ordnung mit dir? Du wirkst so müde und angespannt, wann immer ich dich in den letzten Tagen gesehen habe.“ Ich sah ihn nicht ins Gesicht und antwortete: „Klar ist alles in Ordnung. Es ist nur eine Umgewöhnung für mich, mich hier einzuleben und manchmal kann ich abends dann nicht einschlafen. Aber ansonsten ist alles ok.“ Mein Onkel sah mich skeptisch an: „Kyla, lüg mich nicht an. Da steckt mehr dahinter. Wir wissen beide, dass du eine sehr anpassungsfähige Person bist. Mal ehrlich: Was ist los? Du weißt doch, dass du mir alles erzählen kannst.“ Ich dachte an das, was mir Poe geraten hatte. Vielleicht konnte Luke mir ja wirklich helfen, dass diese Albträume verschwanden… „Ich… Ich… Oh verdammt! Ich kann das einfach nicht!“ Onkel Luke kam auf mich zu und nahm mich in den Arm. Plötzlich musste ich einfach anfangen zu weinen. Eigentlich wusste ich nicht einmal, warum ich weinte, aber ich vermutete, dass ich einfach mal all diese in mir aufgestockten Gefühle herauslassen musste. Diese Albträume hatten mir richtige Angst eingejagt und seitdem war ich jeden Tag angespannt. Luke flüsterte mir ins Ohr: „Ganz ruhig, Kyla. Beruhige dich. Es wird alles gut.“ Langsam hörte ich mit dem Schluchzen auf. Onkel Luke führte mich zu einem großen Stein, auf den wir uns beide draufsetzten. „Versuch es einfach mal in Worte zu fassen.“, sagte mein Onkel mit seiner immer noch sehr beruhigenden Stimme. Also begann ich: „Ich… Ich habe jede Nacht Albträume, in denen… in denen ich Ben wieder begegne…“ Luke hörte mir aufmerksam zu, unterbrach mich aber nicht. „Er… Er scheint gut zu sein. Wir umarmen uns gegenseitig, aber plötzlich stößt er sein Lichtschwert durch mich hindurch. Was mich allerdings am meisten irritiert, ist, dass er selbst dabei eher geschockt aussieht. Er wirkt nicht so, als hätte er das geplant. Aber… ich habe Angst. Was ist, wenn es Wirklichkeit wird? Es fühlt sich alles so real an, wie als wenn ich eine Vision hätte. Aber die habe ich doch normalerweise nicht während des Schlafens und so oft hintereinander…“ Onkel Luke schaute nachdenklich in die Ferne. Schließlich flüsterte er auf einmal: „Ich bin mir nicht sicher, was es ist. Aber selbst wenn es eine Vision ist, ist es keine gewöhnliche… Und es fühlt sich wirklich total real an?“ Ich nickte. Dann herrschte wieder Stille. Ich schloss meine Augen und lauschte den Geräuschen des Waldes. Ich war mir meiner Umwelt noch nie so sehr bewusst wie in diesem Moment. Ich spürte jedes kleinste Detail der Macht um mich herum. Vorsichtig öffnete ich meine Augen und der Anblick warf mich fast um.

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    Ich befand mich nicht mehr im Wald bei meinem Onkel, sondern lag auf einer wundervollen Blumenwiese und schaute in den blauen, wolkenlosen Himmel. Trotz allem fühlte ich mich hier unwohl. Mein Gefühl zog mich zu einer Höhle in der Nähe. Ich stand auf und ging langsam hinein. Mein Gefühl führte mich immer weiter in die Höhle. Ich sah schon gar nichts mehr, als ich stehen blieb. Eigentlich hätte ich Furcht verspüren sollen, aber das war nicht der Fall. Ich fühlte mich aus irgendeinem Grund sogar wohl an diesem Ort. Plötzlich hörte ich leise Stimmen. Allerdings konnte ich die Worte nicht verstehen. Ich räusperte mich und fragte vorsichtig: „Wer ist da? Hallo?“ Plötzlich sah ich drei leuchtende Gestalten auf mich zukommen und nach ein paar Sekunden erkannte ich, dass es die Machtgeister waren, von denen mir Onkel Luke immer so viel erzählt hatte. Die kleine, grüne Gestalt musste Yoda sein. Der ältere Mann war dann mein Großvater Obi-Wan und der jüngere war Anakin Skywalker. Sie kamen auf mich zu und blieben vor mir stehen. Anakin begrüßte mich mit einem frechen Grinsen: „Hey, meine Nicht-Enkelin!“ Obi-Wan sah ihn sauer an: „Anakin! Sei nicht so unhöflich zu ihr!“ Anakin erwiderte aber: „Och, Meister! Das sollte doch nur ein Scherz sein!“ Mein Großvater sah ihn tadelnd an: „So etwas ist nicht lustig…“ Während die beiden diskutierten, sah ich zu Meister Yoda, der bemerkte meinen Blick und verdrehte nur die Augen, was mich zum Lachen brachte. Dadurch wurden dann auch Anakin und Obi-Wan aus ihrer Diskussion gerissen. Anakin sah mich irritiert an und fragte: „Was ist denn mit dir los?“ Ich beruhigte mich etwas und antwortete: „Ach nichts! Großvater, es ist in Ordnung, wie Anakin mich begrüßt hat. Ich habe eine wichtigere Frage: Warum bin ich hier?“ Die drei sahen sich ernst an und nickten dann. Obi-Wan antwortete schließlich: „Wir müssen mit dir reden. Setz dich bitte!“ Ich setzte mich auf den Boden und die drei Jedi sich mir gegenüber. Yoda sagte nun einfach heraus: „Von der Macht du auserwählt wurdest. Anakins Nachkommen du zurück zum Licht bringen musst!“ Ich war verwirrt: „Entschuldigt, Meister. Aber was genau meint Ihr damit?“ Anakin antwortete für ihn: „Du sollst meinen ach-so-sehr-an-der-hellen-Seite-hängenden Enkel Ben Solo zurück zum Licht bringen. Aber wie ich sehe, hast du ihn ja schon ein wenig an dich gebunden.“, sagte er mit einem Augenzwinkern. Obi-Wan warf ein: „Anakin! Du solltest am besten von uns allen wissen, wie gefährlich es für einen Jedi ist, sich zu verlieben!“ Anakin unterbrach ihn: „Aber Ihr ward auch nicht viel besser, Meister!“ Diesen Kommentar ignorierten mein Großvater und ich allerdings gekonnt und ich glaubte, aus dem Augenwinkel ein Lächeln von Yoda gesehen zu haben. Obi-Wan fuhr fort: „Du musst auf deine Gefühle zu Ben achten. Du darfst niemals vergessen, zu unterscheiden, wer Ben und wer Kylo Ren ist. Versuche, das Gute in Ben wieder hervorzurufen. Egal auf welche Weise. Aber du bist die einzige, die dies schaffen kann. DU bist dazu von der Macht auserwählt worden. Deshalb hast du auch diese starken Machtfähigkeiten. Du warst von Geburt an dazu bestimmt, Ben zur hellen Seite zu bringen. Selbst als er noch auf der guten Seite war. Wir verlassen uns auf dich. Bitte, lass dich nicht von deinen Gefühlen täuschen. Ansonsten ist alles verloren…“ Mir gefielen diese Worte nicht. Warum gerade ICH! Warum konnte es niemand anderes sein, der nicht in Ben verliebt war? Aber ich nickte einfach nur und sagte: „Verstanden. Aber ich habe noch eine Frage an euch…“ Yoda nickte mir zu und ich sprach: „Wisst ihr, ob es… ob es Han gut geht?“ Die drei Jedi sahen sich an und Yoda antwortete mir: „Ja, gut es ihm geht. Sprechen du aber kannst nicht mit ihm.“ Ich senkte den Kopf zum Zeichen, dass ich verstanden hatte. Da schoss mir auf einmal noch eine Frage durch den Kopf: „Warum bin ich eigentlich hier? Ihr hättet mir doch auch in der normalen Welt erscheinen können.“ Mein Großvater erklärte mir: „Wir mussten sicher gehen, dass niemand außer dir von diesem Gespräch mitbekommt. Aber jetzt wird es auch Zeit für dich, zu gehen.“ Er und die anderen beiden erhoben sich. Ich tat es ihnen gleich: „Auf Wiedersehen, Meister Yoda, Ani und Großvater. Ich hoffe, wir sehen uns eines Tages wieder.“ Ich wollte mich gerade umdrehen, um wieder aus der Höhle zu gehen, als Anakin meinte: „WIE hast du mich gerade genannt!“ Ich drehte mich lächelnd zu ihm um und sagte: „Ich habe gesagt: Auf Wiedersehen, Ani.“ Ich sah, wie Yoda und Obi-Wan sich das Lachen verkneifen mussten. „Hey! Das ist nicht lustig! Ich hasse diesen Spitznamen!“ Ich erwiderte grinsend: „Dann hättest du mich vielleicht besser ordentlich begrüßt.“ Obi-Wan sah mich lächelnd an: „Das nenn ich meine Enkelin!“ Nun musste ich aber wirklich gehen: „Ich muss jetzt fort. Macht’s gut!“ Damit wandte ich mich ab und lief wieder in die Dunkelheit hinein.

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    Ich öffnete meine Augen und saß immer noch neben Onkel Luke, dem mein Verschwinden nicht aufgefallen zu sein schien. Plötzlich sagte er: „Es könnte auch sein, dass dir diese Träume von jemandem geschickt werden. Aber egal, wer es ist. Er scheint dir nichts Gutes zu wollen… Du weißt doch, wie du deine Gedanken verschließt oder?“ Ich nickte: „Ja, wieso?“ Luke antwortete: „ Du müsstest deine Gedanken vor dem Schlafen noch verschließen. So könnte niemand in deine Gedanken eindringen und dir irgendwelche Träume senden. Aber es scheint auch kein normaler Traum zu sein, was mich dazu führt, dass es wahrscheinlich mehrere Gründe für diese Träume gibt. Vielleicht ist ein Teil davon sogar eine Vision, die sehr wichtig ist, wenn sie sich ständig wiederholt. Mhm… Tut mir wirklich leid, Kyla, aber ich weiß nicht, wie ich dir da helfen soll…“ Ich sagte: „Egal. Trotzdem vielen Dank dafür, dass du mir zugehört hast und versucht hast, eine Lösung zu finden. Ich gehe jetzt etwas auf mein Zimmer.“ Mein Onkel nickte mir zu und folgte mir schweigend bis zur Basis.

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    Auf dem Weg zu meinem Zimmer traf ich auf Alan. Ich wollte einfach weitergehen, aber er hielt mich zurück: „Kyla… Kann ich kurz alleine mit dir reden?“ Ich hatte zwar eigentlich keine Lust, nickte aber. Also machten wir uns wieder auf den Weg in den Wald, um sicherzugehen, dass uns niemand zuhörte. Schließlich drehte sich Alan zu mir um und bombardierte mich mit der Frage: „Was ist da eigentlich zwischen diesem Kylo Ren und dir? Er war vorher angeblich dein Bruder, aber jedes Mal, wenn sein Name fällt, verhältst du dich so seltsam und so angespannt. Was ist da los?“ Ich sah ihn geschockt an. Wie konnte er das alles bloß herausfinden! Allerdings kannte er mich auch schon sehr lange. Ich musste jetzt irgendetwas antworten: „Ich weiß nicht, wovon du da sprichst.“ Alan sah mich ernst an: „Du weißt genau, wovon ich rede! Und ich will jetzt endlich mal die Wahrheit hören! Ihr verheimlicht mir doch alle etwas! Schon früher immer deine Extra-Stunden bei Meister Luke und wie ihr alle immer so geheimnisvoll über Kylo Ren redet! Ich will jetzt endlich mal wissen, was los ist!“ Es schockte mich, ihn so verzweifelt zu sehen und ich sah ein, dass es keinen Sinn hatte, ihn anzulügen, denn er würde es bemerken. Deshalb entschied ich mich dazu, die Wahrheit zu sagen: „Alan, du musst mir versprechen, dass du niemandem davon erzählst! Sogar nicht, wenn es um meinen Tod ginge. Nicht einmal Luke oder Rey. Der einzige, der noch davon weiß, ist Poe.“ Alan seufzte: „Na gut! Wenn ich dafür jetzt endlich erfahre, was es mit dem Ganzen auf sich hat…“ Ich versuchte, es in Worte zu fassen: „Also… Das zwischen Ben und mir… Wir… Wir sind ineinander verliebt.“ Alan sah mich entgeistert an: „Das ist nicht dein Ernst! Du hast dich in diese Monster verliebt! Sag jetzt bloß nicht, dass du ihn sogar schon geküsst hast!“ Ich schaute ihm einfach nur in die Augen und seine weiteten sich bei meiner Reaktion: „Du verarschst mich gerade, oder? Dieses MONSTER! Wie kannst du so etwas nur! Er hat seinen eigenen Vater umgebracht! Der im Übrigen auch für dich viele Jahre wie ein Vater war! Er hat Poe und Rey für Informationen gefoltert! Wie kannst du so jemandem überhaupt vertrauen! Geschweige denn, dass du ihn liebst!“ Ich musste mich zusammenreißen, um ihn nicht auch anzuschreien: „Da ist noch Gutes in ihm. Ich weiß es. Und ich werde dafür sorgen, dass er wieder gut wird und zu uns zurückkommt.“ Alan war da allerdings anderer Meinung: „In wieder zum Guten bringen! Da ist nichts Gutes mehr in diesem Monster! Das bildest du dir ein, weil du es gerne so hättest!“ Ich konnte ihm nicht weiter zuhören. Ich lief weg und tiefer in den Wald hinein, bis ich irgendwann nicht mehr weiterlaufen konnte. Ich spürte, dass Alan mir nicht gefolgt war, sondern zurück zur Basis zurückgegangen war. Ich setzte mich hin und lehnte mich gegen einen Baum. Mir schoss ein Lied durch den Kopf und ich fing an, zu singen:

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    I can hold my breath
    I can bite my tongue
    I can stay awake for days
    If that’s what you want
    Be your number one
    I can fake a smile
    I can force a laugh
    I can dance and play the part
    If that’s what you ask
    Give you all I am
    I can do it
    I can do it
    I can do it
    But I’m only human
    And I bleed when I fall down
    I’m only human
    And I crash and I break down
    Your words in my head, knives in my heart
    You build me up and then I fall apart
    ‘Cause I’m only human, yeah
    I can turn it on
    Be a good machine
    I can hold the weight of worlds
    If that’s what you need
    Be your everything
    I can do it
    I can do it
    I’ll get through it
    But I’m only human
    And I bleed when I fall down
    I’m only human
    And I crash and I break down
    Your words in my head, knives in my heart
    You build me up and then I fall apart
    ‘Cause I’m only human, yeah
    I’m only human
    I’m only human
    Just a little human
    I can take so much
    Until I’ve had enough
    ‘Cause I’m only human
    And I bleed when I fall down
    I’m only human
    And I crash and I break down
    Your words in my head, knives in my heart
    You build me up and then I fall apart
    ‘Cause I’m only human, yeah
    (Human von Christina Perri)

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