Einer von ihnen

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5 Kapitel - 1.304 Wörter - Erstellt von: Würger@testedich - Aktualisiert am: 2016-03-26 - Entwickelt am: - 185 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Rebecca ist in dieses Leben quasi hineingefallen: Kaum, dass ihre Mutter stirbt und ihr Vater sein Kind weggeben muss, da sitzt sie nun auf diesem braunen Stuhl, in diesem weißen Raum und wird von zwielichtigen Leuten ausgequetscht, die sich als seriös herausstellen. Sie versucht ein Ziel zu erreichen, das ihr aufgetragen wurde.

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    Mein Vater, der die ganze Zeit über da war, er lässt mich mit diesen Leuten allein! Was passiert denn jetzt?
    Plötzlich spüre ich eine Nadel in meinem Arm, ich fühle, wie mir langsam schwindelig wird und alles um mich herum dunkel wird.
    Verschwommen erscheint ein Kopf, der etwas schreit. Ich verstehe nur Bruchteile, wie: "...ist doch nur ein Mädchen...aber woher wollt ihr das wissen...sie gehört nicht zu uns...zeigt keinerlei...Regung..." Ich spüre leichten Druck an meinen Armen, der immer stärker wird und das Bild wird scharf. Ich bin an ein Bett gefesselt und werde betatscht und gestreichelt. Die Männer in den weißen Jacketts reden scheinbar immer noch über mich. Ich schließe die Augen, um mein Bewusstsein zu vertuschen. Ich lausche weiter dem Gespräch: "Nein, Farid, sie leidet vielleicht wegen unsern für sie fremden Mitteln unter einer der abstrakten Menschen-Krankheiten. Unsere Mittel darfst du ihr nicht weiter verabreichen! Das könnte sie töten..." "...aber nur, wenn sie es nicht ist, das bezweifle ich sehr, denn wie können die Gespräche nicht weiter ungestört führen, da wir belauscht werden." "Ach, und von wem, Herr Experte?" "Von Rebecca." "Was du nicht sagst! Dann lass doch mal sehen, ob der Experte auch wirklich hellsehen kann! Ach, was!" Sie beäugen mich von oben bis unten und ich schlage erschrocken die Augen auf. "Dann müssen wir sie aber schleunigst ins Zimmer für Neulinge bringen!" Ich werde also noch im Bett in einen Raum gefahren: Ganz in weiß, er hat scheinbar keine Wände zu haben. Was geht hier vor? Man befreit mich aus dem Bett, wobei ich feststelle, dass ich meine Arme und Beine nicht bewegen kann! Auch das sprechen entfällt mir. Ich werde in einen braunen Stuhl behoben und wieder festgeschnallt. Dann kommt einer der Männer, ich glaube Farid und spritzt mich noch einmal, aber in den Hals. Ich spüre, wie ich die Kontrolle über meine Stimme wieder erlange. Die Männer verlassen den Raum. Ich sitze also total verwirrt in diesem Stuhl in diesem unbekannten und komischen Raum ind warte auf Aufklärung. Nach gefühlten Stunden kommt endlich wieder jemand herein: Ein stämmiger Mann mit einem grauen Jacket und einem sympathischen Eindruck.

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    "Also, Rebecca, du befindest dich im größten Teil des Tugend-Ordens. Das ist eine Gemeinschaft von Tugend-Leugnern, also besondere Wesen von allen Planeten, die menschenähnliche Wesen bewohnen. Nur sind Tugend -Leugner etwas ganz besonderes. Sie verfügen über besondere Fähigkeiten. Jeder kann sich den Tugenden visuell stellen. Also falsche Emotionen vortäuschen. Und jeder hat ein Spezialgebiet. Das wirst auch du irgendwann heraus finden. Nun musst du aber hierbleiben und uns beweisen, dass du dich gegen den Zorn weigern kannst ind diszipliniert hier sitzen bleibst. Verstanden?"
    Ja, aber begriffen: Nein. Dieser Grau-Jackett-Mann ist ein bisschen aufdringlich. Aber vielleicht schaffe ich es...aber er ist schon weg! Wie lange muss ich denn jetzt hier bleiben? Ich sehe mich im Zimmer um. Eine schöne Musik ertönt. Ich wippe mit dem Kopf ein wenig mit (das einzige, was ich gerade bewegen kann). Ich blicke durch das Fenster, wo mich die Forscher dieses Ordens anstarren. Sie hören diese Musik wohl nicht. Dabei sollten sie es, denn das Glas ist ziemlich dünn, durch das sie blicken, im Gegensatz zu der Musik. Die ist so laut, mein Vater hätte mich längst ermahnt. Woher kommt diese Musik?

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    Mittlerweile bin ich eingeschlafen, habe von diesem weißen, endlosen Raum geträumt und bin aufgewacht, mit der neuen Erkenntnis, dass die Mitglieder des Ordens wohl nicht schlafen und auch nicht wissen, wozu es gut sein soll, jedenfalls notieren sie es an das Fenster, von dem aus ich beobachtet werde. Sie schreiben zwar eine komische Schrift, die ich nie je zuvor gesehen habe, aber ich kann sie trotzdem lesen es wird immer komischer.

    "Und, wie war es, Rebecca?"
    "Langweilig und merkwürdig, dass ihr nie schlaft!"
    "So nennt ihr das! Schlaft."
    "Nein, schlafen, Infinitiv."
    "Ach ja..." Er hat keine Ahnung, was ich da rede, aber ich habe keine große Lust, es ihm zu erklären.
    "Also, wir können dich nun vom Stuhl abschnallen. Warum hast du denn ge...schlafen?"
    "Manchmal braucht der Körper- der Menschen Zeit, um sich auszuruhen und Energie für den nächsten Tag zu sammeln. Dazu schlafen wir eben."
    "Verstanden. Das ist bei uns anders, daran musst du dich gewöhnen. Wir müssen uns regelmäßig an Stationen auftanken. Das geht deutlich schneller . Übrigens, ich bin Thomas." Der Mann im grauen Jackett verlässt den Raum, nachdem er mich abgeschnallt hat. Einer der Männer in weiß kommt herein und berichtet mir, dass ich mich fertigmachen soll, weil ich ein eigenes Zimmer bekomme und aufgeklärt werde. Sieh an!

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    Das Zimmer hat eine unangenehm rote Farbe und Poster am der Wand. Ein Stuhl, ein Tisch mit integriertem Regal und ein Sofa stehen im Zimmer und warten darauf, personalisiert zu werden.
    Eines der Poster enthält diese Worte:
    Auf der Schule für Tugend-Leugner entfaltest du deine Kräfte und findest deine Bestimmung!
    Ja, so heißt das Haus hier also.
    Es klopft an der Tür und Jim kommt mitsamt den Männern in weiß herein. Jim erklärt mir, dass die Schule von ihm für Tugend-Leugner, also Kinder mit besonderen Fähigkeiten gegründet wurde. Hier solle ich meine Kräfte entfalten und meine Bestimmung finden.

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    Ich sitze mit den anderen Kindern beim Frühstück und habe komische Kopfhörer auf. Die dicken, leuchtenden Kabel verbinden die Kopfhörer mit einer ratternden Maschine. Einer der Männer in weiß sagt, dass das zum Auftanken wäre.

    Jim ist hier auch Lehrer und unterrichtet uns in dem Hauptfach: Kräfte-Training. Hier finde ich heraus, dass ich in der Lage bin, einfach so in Demut auszubrechen und dann laut anfange zu lachen, weil es sehr überzeugend ist. Jim sagt, wir sollen jetzt unsere persönlichen Kräfte finden. Es stellt sich heraus, dass ich die Meinung der Menschen- nein, Tugend-Leugner ändern kann.

    Einer der Männer in weiß, ok, er heißt Farid lehrt uns die Kunst unserer Bestimmung- irrsinniger Name! Farid fragt mich: "Und Becca, wo denkst du, gehörst du hin? Hierher? Überallhin? Nach Hause?"
    "Überall, ich reise sehr viel."
    "Dann geh und finde deinen Schatz."- Nur zur Info: Jeder Tugend-Leugner hat einen Schatz, seine Belohnung für gute Taten, "Geh, und kämpfe für Gerechtigkeit!"

    Und das werde ich tun.

    Es ist meine Bestimmung.

    Jetzt.

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