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Warrior Cats - In die Wildnis

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4 Kapitel - 4.519 Wörter - Erstellt von: Luchsiii - Aktualisiert am: 2016-03-30 - Entwickelt am: - 770 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

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    Hallo und herzlich willkommen zu meiner FF! Wie oben schon gesagt möchte ich die komplette erste Staffel von Warrior Cats noch einmal schreiben, nur aus Graustreifs Sicht.

    Warum ich das tue? Ich tue das weil ich gerade im Schreibfieber bin und ich Graustreif sehr mag.Ich finde er hat auch eine interessante Lebensgeschichte, aber sie wird nur erzählt wenn Feuerherz mit dabei ist.Das finde ich im Allgemeinen eigentlich sehr schade denn in der ersten Staffel weiß man jede einzelne Details von Feuerherz aber von Graustreif nicht:( Das möchte ich jetzt ändern und schreibe erfundene Dinge die mit Graustreif passiert sind es aber nicht geschrieben wurde.

    Ich hoffe euch gefällt es:) Es würde mich freuen wenn ihr ein paar Kommentare schreiben würdet ^^

    PS: Sorry wenn es so etwas ähnliches gibt, aber ich habe sowas ähnliches nicht gefunden.Vielleicht das RPG ''In die Wildnis'' von Wolfsherz könnte ähneln aber das hier ist eine FF und vorallem darf man hier keine Katzen erfinden, man darf nicht mitmachen und falls es dich trotzdem stört Wolfsherz tut es mir unheimlich leid.Ach und es kann sein das ich etwas schreibe was nicht genau ist ;)

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    DIE HIERARCHIE DER KATZEN

    DONNERCLAN


    Anführerin BLAUSTERN – blaugraue Kätzin mit einer Spur
    Silber um die Schnauze

    Zweiter Anführer ROTSCHWEIF – kleiner, schildpattfarbener Kater mit auffällig rotem Schwanz; Mentor von BORKENPFOTE

    Heilerin TÜPFELBLATT – schöne, dunkle, schildpattfarbene
    Kätzin mit ungewöhnlich geschecktem Fell

    Krieger (Kater und Kätzinnen ohne Junge)
    LÖWENHERZ – prachtvoller, golden gestreifter
    Kater mit dichtem Fell wie eine Löwenmähne; Mentor
    von GRAUPFOTE
    TIGERKRALLE – großer, dunkelbraun getigerter
    Kater mit ungewöhnlich langen Vorderkrallen;
    Mentor von RABENPFOTE
    WEISSPELZ – großer, weißer Kater; Mentor von
    SANDPFOTE
    DUNKELSTREIF – schlanker, schwarzgrau
    getigerter Kater; Mentor von BORKENPFOTE
    LANGSCHWEIF – Kater mit hellem Fell und
    schwarzen Streifen
    STURMWIND – schnellfüßiger, gescheckter
    Kater
    GLANZFELL – sehr hellgraue Kätzin mit
    ungewöhnlich blauen Augen
    MAUSEFELL – kleine, schwarzbraune Kätzin

    Schüler (über sechs Monde alt, in der Ausbildung zum
    Krieger)
    BORKENPFOTE – dunkelbraun getigerter Kater
    GRAUPFOTE – langhaariger, rein grauer Kater
    RABENPFOTE – kleiner, magerer, schwarzer Kater
    mit winzigem weißem Fleck auf der Brust und
    weißer Schwanzspitze
    SANDPFOTE – helle, gelbbraune Kätzin
    FEUERPFOTE – hübscher Kater mit rotem Fell

    Königinnen (Kätzinnen, die Junge erwarten oder aufziehen)
    FROSTFELL – schönes, weißes Fell und blaue
    Augen
    BUNTGESICHT – hübsch gescheckt
    GOLDBLÜTE – helles, gelbbraunes Fell
    FLECKENSCHWEIF – hell gescheckt; die älteste
    Königin in der Kinderstube

    Älteste (ehemalige Krieger und Königinnen, jetzt im
    Ruhestand)
    KURZSCHWEIF – großer, dunkelbraun getigerter
    Kater, dem ein Teil des Schwanzes fehlt
    KLEINOHR – grauer Kater mit sehr kleinen Ohren;
    Ältester Kater im DonnerClan
    FLICKENPELZ – kleiner, schwarz-weißer Kater
    EINAUGE – älteste Kätzin im DonnerClan mit
    hellem Fell. Fast ganz blind und taub.
    TUPFENSCHWEIF – einst hübsche,
    schildpattfarbene Kätzin mit einem wunderbar
    geflecktem Fell


    SCHATTENCLAN

    Anführer BRAUNSTERN – langhaariger, dunkelbraun
    getigerter Kater

    Zweiter Anführer SCHWARZFUSS – großer, weißer Kater mit
    riesigen, pechschwarzen Pfoten

    Heiler TRIEFNASE – kleiner, grau-weißer Kater

    Krieger
    STUMMELSCHWEIF – brauner, gescheckter Kater:
    Mentor von ERDPFOTE
    KIESELSTEIN – silbern getigerter Kater; Mentor von
    NASSPFOTE
    NARBENGESICHT – brauner Kater voller
    Kampfnarben; Mentor von
    ZWERGPFOTE
    NACHTPELZ – schwarzer Kater

    Königinnnen DÄMMERWOLKE – kleine, gescheckte
    Kätzin
    GLANZBLÜTE – schwarz-weiße Kätzin

    Ältester ASCHENFELL – magerer, grauer Kater


    WINDCLAN

    Anführer RIESENSTERN – schwarz-weißer Kater mit einem
    sehr langem Schwanz


    FLUSSCLAN

    Anführer STREIFENSTERN – riesiger, hell getigerter Kater
    mit einem schiefen Kiefer

    Zweiter Anführer EICHENHERZ – rotbrauner Kater


    KATZEN AUSSERHALB DER CLANS

    GELBZAHN – alte, dunkelgraue Kätzin mit einem
    breiten, flachen Gesicht
    WULLE – pummeliges, zutrauliches, schwarz-weißes
    Kätzchen, das in einem Haus am Waldrand lebt
    MIKUSCH – schwarz-weißer Kater, lebt auf einem
    Bauernhof nahe am Wald

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    PROLOG

    DAS LICHT des halben Mondes glänzte auf den Granitfelsen und verwandelte sie in Silber. Die Stille wurde nur durch das Plätschern des rasch fließenden, schwarzen Flusses unterbrochen und das Flüstern der Bäume im dahinterliegenden Wald.
    In den Schatten rührte sich etwas und von überall her krochen geschmeidige, dunkle Gestalten verstohlen über das Gestein. Ausgestreckte Krallen funkelten im Mondlicht. Wachsame Augen blitzten wie Bernstein. Und dann, wie auf ein stilles Kommando, sprangen die Tiere aufeinander los, und plötzlich wimmelten die Felsen von kämpfenden, kreischenden Katzen.
    Mitten im den wilden Getümmel aus Fell und Krallen presste eine massige, dunkle Tigerkatze einen rotbraunen Kater zu Boden und reckte triumphierend den Kopf.
    >>Eichenherz<<, knurrte der getigerte Kater. >>Wie kannst du es wagen, auf unserem Territorium zu jagen? Die Sonnenfelsen gehören dem DonnerClan!<<
    >>Nach heute Nacht, Tigerkralle, wird dies ein weiteres Jagdgebiet des FlussClans sein!<<, fauchte der rotbraune Kater.
    Ein Warnschrei ertönte vom Ufer, schrill und voller Angst. >>Passt auf! Da kommen noch mehr FlussClan-Krieger!<<
    Tigerkralle wandte sich um und sah schlanke, nasse Leiber aus dem Wasser unterhalb der Felsen gleiten. Die fremden Krieger sprangen lautlos das Ufer hinauf und stürzten sich in die Schlacht, ohne auch nur das Wasser aus dem Fell zu schütteln.
    Der getigerte Kater warf Eichenherz einen funkelnden Blick zu. >>Ihr mögt schwimmen wie die Otter, aber du und deine Krieger haben nichts in diesem Wald verloren!<< Er zog die Lippen zurück und bleckte die Zähne, während sich sein Gegner unter ihm zu befreien suchte.
    Der verzweifelte Schrei einer Kätzin aus dem DonnerClan erhob sich über den Lärm. Ein drahtiger Kater aus dem FlussClan hatte die braune Kriegerin flach auf den Bauch gedrückt und schnappte nach ihrem Genick. Aus seinem Maul troff noch das Wasser des Flusses, den er soeben durchquert hatte.
    Tigerkralle hörte den Schrei und ließ von Eichenherz ab. Mit einem gewaltigen Sprung stieß er den feindlichen Krieger von der Kätzin weg. >>Schnell, Mausefell, lauf!<<, befahl er ihr, bevor er sich dem Kater zuwandte, der sie bedroht hatte. Mausefell rappelte sich auf, zuckte vor Schmerz zusammen und stürmte trotz der klaffenden Wunde in ihrer Schulter davon.
    Tigerkralle fauchte vor Wut, als der Kater aus dem FlussClan ihm die Nase aufriss. Blut nahm ihm für einen Augenblick die Sicht, aber ohne darauf zu achten, warf er sich nach vorne und schlug die Zähne in das Hinterbein seines Gegners. Der kreischte auf und kämpfte sich frei.
    >>Tigerkralle!<< Der Ruf kam von einem Krieger, dessen Schwanz rot wie das Fell eines Fuchses war. >>Es ist zwecklos! Es sind zu viele Gegner!<<
    >>Nein, Rotschweif. Der DonnerClan gibt sich niemals geschlagen!<<, heulte Tigerkralle zurück und sprang an die Seite von Rotschweif. >>Dies ist unser Territorium!<< Über seiner breiten, schwarzen Schnauze quoll immer noch Blut hervor. Er schüttelte unwillig den Kopf und rote Tropfen spritzten auf die Felsen.
    >>Der DonnerClan wird deinen Mut zu würdigen wissen, Tigerkralle, aber wir können es uns nicht leisten, noch mehr Krieger zu verlieren<<, drängte Rotschweif. >>Blaustern würde niemals ihre Krieger gegen eine derart gewaltige Übermacht kämpfen lassen. Wir werden eine andere Gelegenheit bekommen, uns für diese Niederlage zu rächen.<< Unbeirrt erwiderte er den Blick aus Tigerkralles bernsteinfarbene Augen, dann wandte er sich um und sprang auf einen Felsen am Rande des Waldes.
    >>Rückzug, DonnerClan! Rückzug!<<, schrie er. Sofort kämpften sich seine Krieger von ihren Gegnern frei und zogen sich fauchend und knurrend zu Rotschweif zurück. Einen Herzschlag lang wirkten die Katzen des FlussClans verwirrt. War diese Schlacht so leicht gewonnen? Dann stieß Eichenherz einen Triumphschrei aus und seine Krieger schlossen sich dem Siegesgeheul ihres Zweiten Anführers an.
    Rotschweif blickte hinab auf seine Krieger. Mit einem Zucken des Schwanzes gab er das Signal und die DonnerClan-Katzen stürmten die flussabgewandte Seite der Sonnenfelsen hinunter und verschwanden zwischen den Bäumen.
    Tigerkralle folgte ihnen als Letzter. Am Rande des Waldes zögerte er und warf einen Blick zurück auf das blutgetränkte Schlachtfeld. Sein Gesichtsausdruck wirkte grimmig, die Augen waren zu wütenden Schlitzen zusammengekniffen. Dann folgte er seinem Clan und entschwand in dem schweigenden Wald.

    Auf einer verlassenen Lichtung saß allein eine alte, graue Kätzin mit blauen Augen und starrte hinauf zum klaren Nachthimmel. Um sie herum in den Schatten war das Atmen und die trägen Bewegungen schlafender Katzen zu hören.
    Aus einer dunklen Ecke trat eine dunkle, schildpattfarbene Kätzin auf flinken, leisen Pfoten hervor.
    Die graue Katze senkte grüßend den Kopf. >>Wie geht es Mausefell?<<, fragte sie.
    >>Ihre Wunden sind tief, Blaustern.<<, antwortete die Schildpattfarbene und ließ sich auf dem nachtkühlen Gras nieder. >>Aber sie ist jung und stark, sie wird rasch wieder gesund werden.<<
    >>Und die anderen?<<
    >>Auch die werden sich alle erholen.<<
    Blaustern seufzte. >>Welch ein Glück, dass wir diesmal keinen unserer Krieger verloren haben. Du bist eine begabte Heilerin, Tüpfelblatt.<< Erneut legte sie den Kopf in den Nacken und betrachtete die Sterne. >>Ich bin sehr beunruhigt wegen der Niederlage heute Nacht. Noch nie, seit ich den DonnerClan führe, ist er auf seinem eigenen Territorium geschlagen worden<<, murmelte sie. >>Es sind schwierige Zeiten. Die Blattfrische verspätet sich dieses Jahr und es hat weniger Junge gegeben. Der DonnerClan braucht mehr Krieger, wenn er überleben will.<<
    >>Aber der Blattwechsel hat doch gerade erst angefangen<<, erwiderte Tüpfelblatt ruhig. >>Es wird mehr Junge geben, wenn die Blattfrische kommt.<<
    Die Graue zuckte mit ihren breiten Schultern. >>Vielleicht hast du ja Recht. Aber die Ausbildung unserer Jungen zu Kriegern dauert ihre Zeit. Wenn unser Clan sein Territorium verteidigen will, braucht er neue Krieger, so bald wie möglich.<<
    >>Suchst du nach Antworten beim SternenClan?<<, fragte Tüpfelblatt sanft und folgte Blausterns Blicken hinauf zum funkelnden Sternenband am dunklen Himmel.
    >>In diesen Zeiten brauchen wir die Worte der alten Krieger, damit sie uns helfen. Hat der SternenClan zu dir gesprochen?<<, fragte Blaustern.
    >>Nicht in den letzten Monden.<<
    Plötzlich leuchtete eine Sternschnuppe über den Baumwipfeln auf. Tüpfelblatts Schwanz zuckte und auf ihrem Rücken sträubte sich das Fell.
    Blausterns Ohren stellten sich auf, doch sie blieb still, während Tüpfelblatt weiter hinauf in die Sterne sah.
    Ein paar Augenblicke später senkte Tüpfelblatt den Kopf und murmelte: >>Das war eine Botschaft vom SternenClan.<< Ein abwesender Blick trat in ihre Augen. >>Nur Feuer kann unseren Clan retten.<<
    >>Feuer?<<, wiederholte Blaustern. >>Aber alle Clans fürchten das Feuer! Wie kann es uns retten?<<
    Tüpfelblatt schüttelte den Kopf. >>Ich weiß es nicht<<, gab sie zu. >>Aber das ist die Botschaft, die der SternenClan mir mitgeteilt hat.<<
    Blaustern richtete ihre klaren, blauen Augen auf die Heilerin. >>Du hast dich noch nie geirrt, Tüpfelblatt<<, sagte sie. >>Wenn der SternenClan gesprochen hat, dann muss es so sein.Feuer wird den Clan retten.<<

    4
    1. KAPITEL

    Graupfote lag allein vor dem Schülerbau. Er fraß hungrig seine Maus auf und putze sich gründlich. Sandpfote und Borkenpfote waren wohl noch auf der Jagd-Patrouille und Rabenpfote war noch nicht von der Schlacht gegen den FlussClan an den Sonnenfelsen zurückgekehrt. Löwenherz ging langsam auf ihn zu und schaute ihn dann an als er vor ihm stand.
    >>Hallo Graupfote, ich habe eine Aufgabe für dich, du sollst allein draußen nach dem Fuchs gucken den die Grenz-Patrouille am Morgen gerochen hat<<, miaute er freundlich.
    Graupfotes Augen leuchteten erfreut auf und er neigte respektvoll den Kopf. Sein Mentor wandte sich wieder ab und stolzierte zu einer majestätischen, grauen Kätzin. Blaustern, die Anführerin des DonnerClans. Mein Clan!, dachte der graue Schüler stolz. Dann trabte er eifrig aus dem Lager Richtung Zweibeinerort wo der Fuchs gesichtet wurde. Graupfotes Muskeln bildeten sich kräftig unter seinem dichten Pelz.
    Er stürmte zum Zweibeinerort und drosselte sein Tempo als er den miesen Geruch von Hund und Zweibeiner roch. Lautlos bewegte er sich durch das Unterholz und roch den stinkenden und doch starken Geruch von Fuchs. Aber unter dem Fuchsgestank mischte sich noch ein Geruch ein. Er konnte ihn nicht erkennen da es kein Geruch war der zu einem der Clans gehören könnte. Graupfote knurrte leise und wurde etwas schneller. Zwischen den Ästen hindurch konnte er einen kleinen, flammenfarbenen Kater sehen, deren Ohren zu ihm gerichtet waren aber sein Blick sich konzentriert nach vorne auf etwas in einem Gebüsch richtete.
    Die Blätter unter Graupfotes Pfoten raschelten und er flitzte über die Lichtung. Der fremde Kater wollte sich gerade zu ihm umdrehen als Graupfote in ihn rein krachte und ihn einen Haufen Brennnesseln warf. Sofort stürzte sich der graue Kater auf den anderen Kater und krallte sich mit seinen Krallen in den Rücken des Flammenfarbenen. Dieser jaulte und versuchte sich windend zu befreien doch Graupfote bohrte seine Zähne ihn das Genick vom Fremden. Sein Gegner krümmte und drehte sich wie es nur ging um seinen Angreifer abzuschütteln.
    Plötzlich erstarrte er und warf sich dann einen Herzschlag später blitzschnell auf den Rücken.
    Graupfote gab ein seltsames Geräusch von sich als die Luft aus seinen Lungen gepresst wurde. Der Fremde schlug wild um sich und befreite sich so.
    Ohne sich um zu drehen rannte er davon Richtung Zweibeinerort. Graupfote rappelte sich flink auf und nahm Verfolgung auf. Er betrachtete den anderen Kater.
    Erst jetzt fiel ihm auf das er ein Halsband trug. Plötzlich drehte sich der Kater um und sah ihm mit gesträubtem Fell in die Augen. Aber nur wenige Herzschläge da Graupfote ungebremst in ihn hinein rannte.
    Sie fielen wie ein unbeholfenes Häufchen zusammen. Das Hauskätzchen stand schnell wieder auf vier Pfoten und wirbelte sofort herum. Es krümmte sich und plusterte sein orangefarbenes Fell auf.
    Doch Graupfote saß gemütlich da und leckte seine Vorderpfote. Er sah dass der Kater enttäuscht war.
    >>Hallo, Hauskätzchen!<<, miaute Graupfote fröhlich. >>Du hast dich ja ziemlich gut zur Wehr gesetzt für ein zahmes Kätzchen!<<
    Der fremde Kater machte einmal eine Zeit lang nichts bevor er sich entspannt hatte und seine Muskulatur gelockert hatte. >>Und ich werde wieder mit dir kämpfen, wenn es nötig ist<<, knurrte er.
    >>Ich heiße übrigens Graupfote<<, sagte der graue Schüler, ohne auf die Drohung zu achten.>>Ich werde als Krieger des DonnerClans ausgebildet.<<
    Der Flammenfarbene schwieg und putzte sich dann das zerzauste Brustfell.
    >>Was hat ein Hauskätzchen wie du draußen im Wald verloren? Weißt du nicht, das es da gefährlich ist?<<, fragte dann Graupfote.
    >>Wenn du das Gefährlichste bist, das der Wald zu bieten hat, dann werde ich damit schon fertig<<, gab das Hauskätzchen zurück.
    Graupfote schaute ihn an und kniff seine gelben Augen zusammen. >>Oh, ich bin bei Weitem nicht das Gefährlichste. Wenn ich nur schon ein halber Krieger wäre, hätte ich einem Eindringling wie dir ein paar wirkliche Verletzungen verpasst.<<
    Graupfote stieg ein leichter Angstgeruch in die Nase.
    >>Jedenfalls<<, sagte er, während er mit seinen scharfen Zähnen ein Grasbüschel zwischen seinen Krallen herauszog, >>warst du es mir nicht wert, dich richtig anzugreifen. Offensichtlich gehörst du zu keinem der anderen Clans.<<
    >>Andere Clans?<<, wiederholte das Hauskätzchen verwirrt.
    Graupfote zischte ungeduldig. >>Du musst doch von den vier Clans gehört haben, die in dieser Gegend jagen! Ich gehöre zum DonnerClan. Die anderen Clans versuchen immer wieder, Beute von unserem Territorium zu stehlen, besonders der SchattenClan. Die sind so wild, die hätten dich in Fetzen gerissen, ohne überhaupt auch nur eine Frage zu stellen.<<
    Graupfote fauchte wütend und fuhr dann fort: >>Sie kommen und machen Beute, die von Rechts wegen uns gehört. Es ist die Aufgabe der DonnerClan-Krieger, sie von unserem Territorium fernzuhalten. Wenn ich mit meiner Ausbildung fertig bin, dann werde ich so gefährlich sein, dass die anderen Clans in ihren flohverseuchten Pelzen nur noch vor mir zittern. Dann wagen sie nicht mehr, in unsere Nähe zu kommen!<<
    Graupfote schwieg und dachte wütend an den SchattenClan.Ihr räudigen Fuchsherze und Beutediebe! Seine Gedanken wurden aber durch das Hauskätzchen unterbrochen.
    >>Du bist also noch kein Krieger?<<, fragte es.
    >>Warum? Hast du gedacht, ich wäre einer?<<, schnurrte Graupfote stolz und vergaß die feindlichen Clans.Dann schüttelte er seinen breiten Kopf. >>Ich werde noch ewig lange kein Krieger sein. Erst muss ich noch die ganze Ausbildung machen. Junge Katzen müssen sechs Monde alt sein, bevor sie überhaupt anfangen können mit dem Training. Heute bin ich zum ersten Mal als Schüler nachts draußen.<<
    >>Warum suchst du dir nicht lieber einen Besitzer mit einem hübschen, bequemen Haus? Dein Leben wäre dann viel einfacher<<, sagte das Hauskätzchen.Heiliger SternenClan!, dachte Graupfote angewidert. >>Es gibt viele Hausbewohner, die ein Katzenjunges wie dich aufnehmen würden. Du musst dich nur irgendwo hinsetzen, wo du ihnen auffällst, und ein paar Tage lang hungrig aussehen...<<
    >>Und sie würden mich mit Bröcken füttern, die wie Kaninchenköttel aussehen, und mit weichem Schlabber!<<, unterbrach ihn Graupfote. >>Auf keinen Fall! Ich kann mir nichts Schlimmeres vorstellen, als ein Hauskätzchen zu sein! Sie sind nichts anderes als Spielzeuge für die Zweibeiner! Einen Fraß essen, der nicht mal wie Nahrung aussieht, ihr Geschäft in eine Kiste mit Splitt machen, die Nase mur rausstrecken, wenn die Zweibeiner es ihnen erlauben? Das ist doch kein Leben! Hier draußen ist es wild und frei. Wir kommen und gehen, wie es uns gefällt.<< Er schloss seine Rede und sagte dann frech: >>Bevor du nicht eine frisch getötete Maus gegessen hast, bist du nicht lebendig gewesen. Hast du jemals eine Maus gekostet?<<
    >>Nein<<, gab der Kater kleinlaut zu. >>Noch nicht.<<
    >>Ich denke, du wirst es nie verstehen<<, seufzte Graupfote. >>Du bist mich in der Wildnis geboren. Das ist entscheidend. Du musst mit Kriegerblut in den Adern geboren sein und mit dem Gefühl von Wind in deinen Schnurrhaaren. Schmusekätzchen, die in ein Zweibeinernest hineingeboren wurden, können nie auf die gleiche Weise empfinden wie wir.<<
    >>Das stimmt nicht<<, widersprach das Hauskätzchen verärgert.
    Graupfote antwortete nicht. Er hörte auf zu lecken und prüfte dann mit der Nase die Luft. Blaustern und Löwenherz! >>Ich rieche Katzen aus meinem Clan<<, zischte er eindringlich. >>Du solltest verschwinden. Sie werden nicht begeistert sein, wenn sie dich bei der Jagd auf unserem Territorium finden!<<
    Graupfote bemerkte die Verwunderung des Katers dass sich Blaustern und Löwenherz näherten und sich sein Fell aufstellte.
    >>Schnell!<<, zischte Graupfote als der Geruch der beiden mächtigen Krieger stärker wurde. >>Lauf!<<
    Der Flammenfarbene wollte gerade los rennen als Blaustern aus dem Gebüsch trat* >>Was geht hier vor?<<, fragte sie streng und drohend. Ihr Fell schimmerte im Mondlicht silbern und Graupfote bemerkte das sich der Kater umgedreht hatte und Blaustern fasziniert betrachtete.>>Blaustern!<< Graupfote kauerte sich tief vor seiner Anführerin nieder und dann noch tiefer als der golden gestreifte Pelz von Löwenherz neben ihr auftauchte.
    >>Du solltest nicht so nahe zum Zweibeinerort gehen, Graupfote!<<, knurrte sein Mentor ärgerlich und kniff die grünen Augen zusammen.
    >>Ich weiß, Löwenherz, es tut mir leid.<< Graupfote senkte die Augen und sein Pelz kribbelte verlegen. Er merkte dass das Hauskätzchen versuchte ihn nach zu ahmen und es sich vor den zwei Kriegern hinkauerte. >>Wer ist das?<<, fragte Blaustern und schaute das Hauskätzchen mit ihren durchdringenden, blauen Augen an.Oje der Arme!, dachte Graupfote mitfühlend als er den jungen Kater verletzlich auf dem Boden kauern sah. >>Er ist ungefährlich<<, miaute er rasch. >>Er ist kein Krieger aus einem anderen Clan, nur ein Zweibeinerkätzchen, das hinter den Zaun gehört.<<
    Nach seinen Worten musste das Hauskätzchen irgendwas getan haben da in Blausterns Augen ein kurzer, warnender Ausdruck in ihren Augen aufblitzte.
    >>Das ist Blaustern, die Anführerin meines Clans!<<, zischte Graupfote dem Kater leise zu. >>Und Löwenherz, er ist mein Mentor, das bedeutet, er bildet mich zum Krieger aus.<<
    >>Danke für die Vorstellung, Graupfote<<, miaute Löwenherz kühl.
    Graupfote versank schuldbewusst zwischen seinen Schultern und Blaustern starrte immer noch das Hauskätzchen an. >>Du kämpfst gut für ein Zweibeinerkätzchen<<, sagte sie.
    Graupfote tauschte einen verwirrten Blick mit dem Hauskater. Woher konnte sie das wissen?
    >>Wir haben euch beobachtet<<, fuhr Blaustern fort, als hätte sie ihre Gedanken gelesen. >>Wir hatten uns gefragt, wie du mit einem Eindringling fertig werden würdest, Graupfote. Du hast ihn mutig angegriffen.<<
    Erfreut hob Graupfote den Schweif.
    >>Setzt euch auf, beide!<< Blaustern sah wieder den Flammenfarbenen an. >>Du auch, Hauskätzchen.<< Sofort setzten sich beide auf und schauten Blaustern an.Graupfote hörte mit gespitzten Ohren zu was sie zu dem Hauskater sagte.
    >>Du hast auf den Angriff gut reagiert, Hauskätzchen. Graupfote ist kräftiger als du, aber du hast deinen Verstand gebraucht, um dich zu verteidigen. Und du hast dich ihm gestellt, als er dich verfolgte. Ich habe noch nie ein Hauskätzchen gesehen, das sich so verhalten hat.<<
    Der Kater brachte ein dankbares Nicken raus und wurde anscheinend noch überraschter bei Blausterns nächsten Worten.
    >>Ich habe mich gefragt, wie du dich hier draußen machen würdest, außerhalb deines Zweibeinergebiets. Wir patrouillieren häufig an dieser Grenze, da habe ich dich oft auf deinem Grenzpfosten sitzen und in den Wald hinausstarren sehen. Und jetzt hast du es endlich gewagt, deine Pfoten in fremdes Gebiet zu setzen.<<
    Blaustern sah das Hauskätzchen nachdenklich an. >>Du hast anscheinend eine natürliche Jagdbegabung. Scharfe Augen. Du hättest diese Maus gefangen, wenn du nicht so lange gezögert hättest.<<
    >>Wirklich?<<, stammelte der flammenfarbene Kater.
    Jetzt sprach Löwenherz und Graupfotes Blick wanderte zu seinem Mentor. Was jetzt mit dem Hauskätzchen passieren wird? Löwenherz' tiefes Miauen war respektvoll, aber eindringlich. >>Blaustern, das ist ein Hauskätzchen! Er sollte nicht auf DonnerClan-Territorium jagen. Schick ihn nach Hause zu seinen Zweibeinern!<<
    Die Augen des Hauskaters blitzten ganz kurz und blitzschnell auf.
    >>Mich nach Hause schicken?<<, miaute er unwillig. Graupfote sah zu ihm und hatte eine dunkle Vorahnung.Oje! Das wird Ärger geben!, dachte er besorgt. >>Aber ich wollte doch nur eine oder zwei Mäuse jagen. Sicherlich gibt es davon genug für alle.<<
    Graupfote erstarrte und guckte ängstlich zwischen den Katzen hin und her.
    Blaustern hatte den Kopf Löwenherz zugewandt, um seine Worte zu würdigen. Nun fuhr ihr Blick zurück zum Hauskätzchen. Ihre blauen Augen funkelten vor Zorn. >>Es gibt nie genug für alle!<<, fauchte sie. >>Wenn du nicht so ein verwöhntes, überfüttertes Leben führen würdest, wüsstest du das!<<
    Der Kater war total verwirrt von Blausterns plötzlicher Wut und schaute zu Graupfote dessen entsetzter Gesichtsausdruck ihm klar gemacht hatte das er zu offenherzig gesprochen hatte.Graupfote zuckte nervös mit dem Schwanz als Löwenherz an die Seite seiner Anführerin rückte, seine Augen ebenfalls funkelten und beide groß, bedrohlich und einschüchternd über das Hauskätzchen ragten. Das waren keine gemütlichen Katzen vor dem Kaminfeuer, mit denen das Hauskätzchen es hier zu tun hatte, das waren wilde, hungrige Katzen, die wahrscheinlich zu Ende führen würden, was Graupfote angefangen hatte.

Kommentare (29)

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Tintenherz (47950)
vor 333 Tagen
du erstellst tolle Sachen, es macht echt Spaß sie zu lesen!mach weiter so! lass dich von Hatern nicht einschüchtern! Ich habe dich sehr gerne! Supiii machst du das^^Lg Tintenherz
Alija (09256)
vor 573 Tagen
Okay ^^
Luchsiii (27107)
vor 573 Tagen
XD Naja ich lass das jetzt mal einfach so, Erin Hunter macht ja auch ein paar mal Fehler
Alija (09256)
vor 573 Tagen
O.O Woooooow! Okaaaaaay... Da kann man ja auch mal denkte schreiben :3 No Problemo
Luchsiii (27107)
vor 574 Tagen
Es war 01:36 Uhr als ich fertig geworden bin, ich hab um 22:48 Uhr angefangen o.O
*Silberherz* (97099)
vor 574 Tagen
Das ist echt geil geworden!
Alija (66808)
vor 574 Tagen
Cool geworden ^^ Aber "er denkte an den Schattenclan" Ist etwas... ja... xD Das kann ja mal passieren :3
Luchsiii (27107)
vor 574 Tagen
Uff..... Bin endlich fertig mit dem 1. Kapitel *-*
Alija (46299)
vor 574 Tagen
http://www.testedich.de/quiz40/quiz/1458898434/Warrior-Cats-SchattenbriseIn-die-Wildnis-ueberarbeitung
Luchsiii (27107)
vor 574 Tagen
Jaaaaaaaaa
Alija (46299)
vor 574 Tagen
xD Ich mach aus verschiedenen Sichten. Er verschwindet nicht, er wird gekillt! x( Und soll ich den Link schicken?
Luchsiii (27107)
vor 574 Tagen
Kaulquappe kenne ich von meinen Freundinnen die die Comics lesen, und, NEEEEEEEEEEEEEEIIIIIIN!!!! Mein Habilein Dx

*Fauch* Dann nimm halt zuerst Rabenpfote bis er verschwindet, dann mach einen Zeitsprung bis dahin wo es Maispfote gibt! XD
Alija (87217)
vor 574 Tagen
Achja, ohne Sammy gäbe es auch Mottenflügel&Habichtfrost&Kaulquappe(google es ;)) nicht ^^
und zwar darum:

Feuerherz verjagt nicht Tigerkralle> Tigerkralle wird kein Streuner> Er lernt Sasha nie kennen> Es gibt Habicht und Motte nicht ;(;
Alija (87217)
vor 574 Tagen
Maispfote gibt es noch gar nicht ;3 Es gibt nur Sand-, Borken-,Raben- und Graupfote :3 Siehe oben ^^
Luchsiii (27107)
vor 574 Tagen
Stimmt auch wieder... dann.... Maispfote! *-* Ohne Feuerstern gäbe es Wolkenschweif im Clan gar nicht! :D Und sie würde nicht Lichtherz heißen *-*
Alija (87217)
vor 575 Tagen
Nee die wird doch umgebracht... Rabenpfote (Gut, der wird auch umgebracht aber... *schmoll*) :3 Oder aus verschiedenen Sichten oder aus Tigeris Sicht oder aus Langschweifs Sicht oder Goldblütes oder... Such dir was aus!
Luchsiii (62055)
vor 575 Tagen
Stiiiiiimmt..... Dann... Nimm Blaustern! XD
Alija (87217)
vor 575 Tagen
...aber eigentlich muss ich ja aus der Sicht von jemand anderem schreiben, weil Sammy ja Hauskätzchen bleibt...
Alija (87217)
vor 575 Tagen
;-; Ich hatte gestern eigentlich geantwortet ;-;
Luchsiii (62055)
vor 575 Tagen
Hab ich auch gedacht O_O Naja auf jeden fall schreib ich jetzt das erste Kapitel, wollen wir neben bei irgendwo rpg'n?