Panem-deine-eigene-Geschichte: Die Kanone ertönt

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24 Kapitel - 6.446 Wörter - Erstellt von: Eliza Hazel - Aktualisiert am: 2016-11-14 - Entwickelt am: - 3.604 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Ineriä schreibt eine MMFF über die 1. Hungerspiele. In dieser FF geht es um die Familien der Tribute in der Arena. Wie erleben sie den Tod ihrer Angehörigen? Hier könnt ihr es lesen.

    1
    Rose, Cecils Tante, Distrikt 12:

    Seit Cecil wegen der Regierung für die Hungerspiele ausgewählt wurde, fühlt es sich für mich so an, als hätte man mir nicht nur meinen lieben Neffen, sondern auch den Sinn des Lebens genommen. Ich weiß noch, wie er nach der Schule immer zu mir gekommen ist und oft den ganzen Tag bei mir geblieben ist, obwohl meine Schwägerin Elena eigentlich etwas bessere Lebensumstände hätte. Ich habe mich nie getraut zu fragen, warum Cecil mich seiner Mutter vorzieht und mit ihr nur zerstritten ist. Auch Elena und ich haben seit dem Minenunglück vor einem Jahr, bei dem Cecils Vater Tennor verschwunden ist, nicht mehr viele Worte miteinander gewechselt. Immer wenn ich sie ansehe, sehe ich Tennor, wie er früher mit mir auf der Wiese gespielt hat. Auch in Cecil erkenne ich etwas von seinem Vater. Sie sind beide so stark und doch oder vielleicht gerade deswegen musste das Schicksal so hart zu ihnen sein. Gestern Abend haben die Spielmacher seine Punktzahl bekanntgegeben:1. Ich weiß doch, dass er mindestens eine 5 verdient hätte! Was, wenn er die Hoffnung schon von Anfang an aufgegeben hat? Er ist doch sportlich und muskulös und hätte vielleicht sogar gegen diesen brutalen Angeber aus 5 eine Chance.
    Ich schaue auf meine Armbanduhr. Die Spiele haben schon seit einer Stunde angefangen. Sofort stürze ich ins Wohnzimmer zum Fernseher. Was habe ich verpasst? Ist Cecil bereits tot oder hat er schon jemanden umgebracht? Warum habe ich mir nicht den Anfang der Spiele angesehen? Ich hatte doch Zeit! Gerade als ich den Fernseher einschalte, klingelt es an der Tür. Haben irgendwelche Mitleidigen mich als Cecils Tante identifiziert und plärren auf der Türschwelle herum, dass es ihnen so leid tut, dass ausgerechnet der liebe gute Cecil für die ersten Hungerspiele gezogen wurde. Nein, danke! Gestern waren schon einige meiner Freundinnen da, die mich getröstet haben. Die meisten anderen Leute aus unserem Distrikt kennen Cecil nicht oder können ihn wegen seiner gelangweilten Art nicht besonders gut leiden. Ich öffne die Tür und blicke in das verweinte Gesicht einer dunkelhaarigen Frau. Ich erkenne erst auf den zweiten Blick, dass es Elena ist.
    》Er ist tot《, flüstert sie. In diesem Moment höre ich einen Schrei aus dem Wohnzimmer. Ich habe den Fernseher nicht ausgeschaltet, als ich es an der Tür klingeln gehört habe. Ich lasse Elena an der Tür stehen und latsche geistesabwesend zurück ins Wohnzimmer und sehe den blonden Karriero, der sich über ein schreiendes Mädchen beugt. Jetzt ist genug! Ich will nichts mehr über die Hungerspiele und die Grausamkeit des Kapitols wissen. Ich bin wütend auf sie alle. Auf Snow, der diese grässliche Strafe für die dunklen Tage in die Welt gesetzt hat. Auf das Kapitol, das uns Distrikte beraubt, nur um selbst ein verschwenderisches Leben zu führen. Auf das Schicksal, das entschieden hat, dass ausgerechnet Cecil sterben muss. Ich brauche unbedingt frische Luft. Als ich mich an der schluchzenden Elena vorbei ins Freie dränge, weiß ich, auf wen ich am wütendsten bin: Auf sie. Die ganzen Jahre hat sie sich einen Dreck um Cecil gekümmert und jetzt, wo er tot ist, bricht sie in Tränen aus. Als ob er ihr jemals etwas bedeutet hätte! Ohne wirklich zu wissen, was ich da tue, schlage ich ihr ins Gesicht. Sie hat nicht das Recht, jetzt auf einmal die trauernde Mutter zu spielen. Von meinem plötzlichen Angriff überrascht fällt Elena zu Boden. Ich drehe mich zufrieden von ihr weg und gehe wieder zurück in mein Haus. Jetzt habe ich einmal etwas Dampf abgelassen und wie das Leben weitergeht, weiß ich auch nicht. Momentan ist es mir eigentlich egal. Ich habe nichts zu verlieren. Genau wie Cecil, als er heute in die Arena gegangen ist.

    2
    James, Rues Vater, Distrikt 5, wohnt im Kapitol:

    》Oh, guten Tag, Mister Jabeljay, endlich sind Sie hier! 《, begrüßt mich eine Frau, die "kapitoliger" nicht sein kann: ich weiß, dass sie schon Mitte dreißig ist, aber sie könnte genauso gut als zehn Jahre jünger durchgehen. Ihre langen Haare sind blau gefärbt und die Haut in ihrem Gesicht ist hellblau-silbern gestreift. An ihren Armen sehe ich silberne Ornamente, die ihr geisterhaftes Aussehen noch abrunden.
    》Ihnen auch einen schönen Tag, Miss Hillvir.《, grüße ich mit einem Lächeln zurück. Vor ein paar Jahren, als ich noch neu im Kapitol war, habe ich um diese ganzen "bunten Menschen " einen Bogen gemacht, doch jetzt sind sie das Normalste auf der Welt für mich. Es ist kein Geheimnis, dass ich vor den dunklen Tagen in Distrikt 5 gewohnt habe und dort immer noch drei Kinder von mir wohnen. Nein, jetzt eigentlich nur noch zwei. Bei der Ernte wurde Rue als Tribut gezogen. Zuerst dachte ich, das wäre nur Einbildung, doch ich muss der Wahrheit ins Auge sehen: In diesem Moment fährt sie auf der Plattform in die Arena hinauf.
    》Wie oft habe ich Ihnen schon gesagt, Sie sollen mich Laria nennen. Kommen Sie! In einer Minute fängt es an!《, sagt meine Gastgeberin und führt mich in ein großes Wohnzimmer, wo schon einige andere Leute auf den Sofas und Sesseln verteilt sitzen und sich unterhalten: 》Die Schwarzhaarige aus 1 ist interessant. Die werde ich mir heute genauer ansehen《, ertönt eine Frauenstimme. Sofort entgegnet der neben ihr sitzende Mann:》Nein, Nein, ich finde Seth besonders auffallend. Diese Mikrofon-Geschichte wird Ihnen wohl noch in Erinnerung geblieben sein.《
    Laria und ich lassen uns neben den beiden nieder und der riesige Fernseher, der fast die gesamte Wand bedeckt, geht von alleine an. Unser braver Cael sagt etwas, doch ich denke nur an Rue. Ihre Mutter und ich haben sie, Hunter und Lune im Stich gelassen. Ob sie überhaupt alle noch leben? Ich weiß es nicht. Es sollte mich doch gar nicht interessieren, was aus ihnen geworden ist.
    Auf dem Bildschirm ist jetzt die Arena zu sehen. Der Countdown am Füllhorn zeigt: nur noch 16 Sekunden. Ein Avox bietet mir ein Glas Sekt an und ich leere es in einem Zug, bevor ich ein zweites nehme. Erst wenn ich weiß, was mit Rue passiert, werde ich es trinken. Der Gong ertönt und Cael brüllt schier in sein Mikro, dass die ersten Hungerspiele begonnen haben. Danke, das weiß ich selbst. Laria umklammert vor Anspannung ihr Glas und auf ihrem Gesicht macht sich ein komisches Grinsen breit. Die Kamera wird auf die elegante China gezoomt, die dem muskulösen Jungen aus 12 mit einem Degen den Garaus machen will. Eine Sekunde später wechselt das Bild. Ich kann nicht glauben, was ich da sehe. Seth Helmsley hält in der linken Hand ein Schwert, mit der rechten drückt er ein kleines Mädchen gegen das Füllhorn. Dieses Mädchen ist Rue. Ich stelle mir vor, wie Hunter und Lune in Distrikt 5 gerade in Tränen ausbrechen und Seth verwünschen. Laut der Statistik der Spielemacher ist es fast unmöglich, dass sich Distriktpartner gegenseitig töten, und das auch noch am ersten Tag, doch genau das passiert jetzt. Seth sticht Rue sein Schwert ins Herz. Diese sinkt sofort zu Boden. Der Junge dagegen nimmt sich eine Axt und zielt auf irgendeinen anderen Tribut. Ich will gar nicht wissen, auf welchen. In meinem Kopf gibt es nur noch einen Gedanken: Rue ist tot. Sie ist tot und ich hätte sie mit ins Kapitol nehmen können. Ich hätte es verhindern können. Wenn sie mir etwas bedeuten würde. Doch sie und ihre Geschwister haben mir nie wirklich etwas bedeutet. Es ist mir so was von egal ob Lune verhungert oder Hunter beim Stehlen erwischt wird. Das Kapitol ist mein Zuhause und nicht Distrikt 5. Ich stoße mein Glas mit denen der anderen Kapitoliner an und sehe Laria und all die anderen schrill gestylten Leute in diesem Raum an. Ja. Zu ihnen gehöre ich. Nicht zu zwei bettelarmen Kindern im Nirgendwo. Daran wird auch der Tod meiner Tochter nichts ändern.

    3
    Nemo, Mortimers Bruder, Distrikt 6:

    》Er stirbt.《
    Langsam habe ich das Gefühl, das ist der Lieblingssatz des Mädchens, das meine kleine Schwester sein soll. Als ich gestern Abend die Interviews der Tribute gesehen habe, hat sie genau als Mortimer auf dem Sessel Platz genommen hat, klingeln müssen. Ich wollte sie wegschicken, doch sie meinte:》Der Chef wollte es so.《
    Ich checkte erst nach einer Minute, dass mit dem "Chef" mein Bruder gemeint war. Gerade als ich fragen wollte, wer sie sei, kam die kleine Sina Maple, deren Familie im Erdgeschoss unseres Hauses wohnt, zu uns und klärte mich auf. Mortimer hatte gerade im Fernsehen verkündet, dass Eliza, so der Name des Mädchens, meine Schwester sei und jetzt bei uns wohnen sollte.
    Wenn man sie als Ersatz für Mortimer ansieht, ist sie sogar eine Verbesserung. Sie isst nicht so viel, nimmt nicht besonders viel Platz weg und scheint mich die meiste Zeit zu ignorieren. Auch heute, als Mom nach Hause gekommen ist, hat sie kein Wort gesagt. Wahrscheinlich traut sie ihr nicht, da sie Eliza immer noch aus dem Haus schmeißen kann.
    Doch jetzt, wo wir alle auf unserem löchrigen Sofa sitzen und wie gebannt auf den Bildschirm starren und auf den Anfang der ersten Hungerspiele warten, sehe ich zum ersten Mal, dass sie Mortimer mehr ähnelt als ich. Beide haben blondes Haar, breite Schultern und sogar diesen übermäßig langen Ringfinger. Als die Tribute auf ihren Plattformen in die wolkenartige Arena kommen, legt Eliza wieder los:》Ja. Mortimer stirbt. Er stirbt definitiv.《
    》Sag mal, kannst du auch etwas anderes sagen?《, zische ich sie an.
    》Was denn zum Beispiel? Und warum?《, antwortet sie leise. Mom scheint mich auch nicht unterstützen zu wollen. Vielleicht ist sie sogar froh, dass Eliza hier ist. Dann muss ich halt selbst so sein, sie in ihre Schranken zu weisen. 》Ich glaube nicht, dass du hier sagen kannst, was du willst. Am Ende bist du nicht mal meine Schwester, sondern nur ein x-beliebiges obdachloses Mädchen, das sich einfach die Ähnlichkeit zu meinem Bruder zunutze gemacht hat um hier ein Dach über den Kopf zu bekommen!《
    Nach diesen Worten ist meine Kehle ziemlich trocken geworden, aber als Eliza aufsteht, werde ich es ihr sicher nicht gleichtun, obwohl ich mir gerne ein Glas Wasser holen würde. Eliza lehnt sich an die Wand und sagt etwas, das aber im ohrenbetäubenden Gong untergeht, der den Beginn der Spiele anzeigt. Sofort richten sich alle Blicke auf den Bildschirm. Zuerst sieht man - wer hätt's gedacht - die Karrieros, die alle völlig selbstbewusst auf das Füllhorn zustreben und niemand hält sie auf. Die anderen Tribute haben viel zu viel Respekt vor ihnen um sie anzugreifen, auch wenn noch nicht alle Karrieros bewaffnet sind. Als erstes wird der Typ aus 12 umgebracht und zwar von - selbstverständlich - dem Karriero-Mädchen. Die Stelle wird aber nur sehr kurz gezeigt und das Bild wechselt zu Seth, der gerade seine kleine Distriktpartnerin ersticht. Ich würde mich nicht wundern, wenn sich seine Rede bei der Ernte bewahrheitet und er wirklich Sieger wird. Das bedeutet aber umgekehrt, dass er oder jemand anderes meinen Bruder tötet. Wenn nicht heute, dann innerhalb der nächsten Wochen. Das Bild von Seth hat sich so sehr in meinen Geist eingebrannt, dass ich es erst kapiere, als Mom aufschreit. Sofort gilt meine Aufmerksamkeit wieder dem Geschehen in der Arena. Ich wusste es zwar schon seit Mom Luft für den Schrei geholt hat, aber selbst als ich sehe, wie der kleine dunkelhaarige Junge Mortimer die Hand abschneidet, will ich es immer noch nicht wahrhaben. Warum, denke ich, musste das schon jetzt passieren? Warum musste er von einem halbwüchsigen Straßenjungen getötet werden, der maximal so alt ist wie Eliza? Mortimer hätte doch auch vom Berg herunterfallen oder erfrieren können. Das wäre ein würdiger und optisch auch viel schönerer Tod, als von einem Gegner erstochen zu werden. Ich will nichts mehr von den Hungerspielen wissen. Zitternd stehe ich auf und will gerade in mein Zimmer gehen, da bemerke ich, dass Eliza noch keine Regung gezeigt hat und wenn man genau hinsieht, sogar ein wenig lächelt.
    》Was soll das?《, bemühe ich mich beherrscht zu fragen. Sie scheint verstanden zu haben und antwortet seelenruhig: 》Er hatte nie eine Chance, das musst du zugeben. Weißt du, warum ich mich freiwillig melden wollte? Ich wollte ihm einen schnellen und schmerzlosen Tod erweisen. Und danach wäre ich vermutlich selbst umgekommen.《
    Nicht wirklich, oder? Durch das schwere Leben ohne Familie ist Eliza völlig verrückt geworden. Doch mir soll's recht sein, dass sie jetzt hier ist. Sie ist Mitglied einer Kette, die auf nicht ganz legalem Weg mit Morfix handelt und so sind wir nicht mehr ganz so arm wie früher und könnten uns vielleicht sogar einige Medikamente leisten, die unser Vater braucht. Ein Leben für das andere. Es stimmt, Mortimer ist tot, aber ihm nachzutrauern macht die Sache nur noch schlimmer. Jetzt färbe ich auch noch von Eliza und ihren pessimistischen Gedanken ab. Mortimer war immer fröhlich und hat oft mit mir gesprochen... Nein, er ist nicht hier und wird es nie mehr sein! Stattdessen habe ich nun eine Schwester und wir sollten beide das beste aus der Sache machen.

    4
    Delta, Carlienas Schwester, Distrikt 12:

    Warum habe ich es nicht getan? Ich habe es sogar auf meine Schulbank geschrieben, damit ich sicher bin, dass ich es tun soll:》Melde dich freiwillig, egal wer gezogen wird.《 Nicht unbedingt, weil ich so selbstlos oder scharf auf die Gefahr wäre. Ich habe seit ich denken kann das Gefühl, nicht in diese Welt zu gehören. Nach außen hin gebe ich mich als die zuverlässige, bescheidene, liebevolle Schwester, doch eigentlich sind Rose, Blue, Tara und Carlie nicht andere Menschen als beispielsweise der Bürgermeister, die Friedenswächter oder Cecil, der männliche Tribut. Ausgerechnet er. In der Schule habe ich ihn immer als eine Art Seelenverwandten angesehen. Er war auch immer der Lebens- und Gesellschaftsfeind, nur, dass er es offen gezeigt hat und ich nicht. Cecil sah auch ganz und gar nicht bestürzt, ängstlich oder traurig aus, als er auf das Podest gegangen ist und Carlie auch nicht. Als Tara, Rose, Blue und ich uns von ihr verabschiedet haben, hat sie leise zu mir gesagt: 》Es ist gut, dass du dich nicht für mich geopfert hast.《
    Damit hat sie möglicherweise recht. Ich gebe mich immer sehr hilfsbereit gegenüber meinen Schwestern, was man von Carlie nicht behaupten konnte.
    》Es ist soweit.《 Tara steht in der Tür, Rose und Blue sitzen schon auf der schäbigen Holzbank, die im Wohnzimmer steht. Ich trotte zu ihnen, während Tara an der Lautstärke des Fernsehers herumfummelt. 》Sollen wir ihnen die Augen zuhalten, wenn es zu blutig wird?《, fragt sie mich leise, nachdem sie zwischen Rose und mir Platz genommen hat. Ich schüttele den Kopf. Die beiden sind alt genug, um zu entscheiden, ob sie das sehen wollen.
    Jetzt geht es los. Ganz gespannt starren wir vier auf den Fernseher. Ich bin mir sicher, dass die Kapitolianer nicht viel anders aussehen. Tara zählt leise die Sekunden herunter, wie lange Carlie noch auf der kleinen Plattform stehen muss, wie lange ihr die anderen Tribute nichts tun können. Als der Gong ertönt, greift Blue nach meiner Hand. Cecil stirbt durch die Hand von China, dem Mädchen aus 1. Wenn sie etwas kleiner wäre,  dann könnte man sie glatt mit mir verwechseln. Wenn ich mich freiwillig gemeldet hätte, könnte ich töten? Ja. Aber zuallererst hätte ich mich selbst getötet. Jede Menge Mordszenen folgen auf die erste: der brutale Seth macht sich an der zwölfjährigen aus seinem eigenen Distrikt zu schaffen und der Blonde aus 4 oder 6 - ich kann die beiden so schlecht auseinanderhalten - wird von dem kleinen, unsympathischen Jungen aus Distrikt 11 zur Strecke gebracht. Ziemlich viel Tod. Rose weint, Tara hält sich selbst die Augen zu und Blue hat mittlerweile meinen ganzen rechten Arm beschlagnahmt. Nach einiger Zeit ist die Zusammenfassung der heutigen Geschehnisse in der Arena vorbei. Jetzt kommen die Toten. Ich weiß nicht, ob es die anderen gesehen haben, aber auch Carlie wird dabei sein. Als Seth eine Axt auf irgendeinen seiner Gegner geworfen hat, war hinter ihm das Füllhorn zu sehen und unmittelbar davor: Ca&Ca, Camelon und Canyon. Und noch eine dritte Person mit langen dunkelbraunen Haaren. Carliena ist ein weiteres Opfer der Karrieros. Weil ich mich nicht freiwillig gemeldet habe. Ihr Gesicht am Himmel der Arena bestätigt das. Rose, Blue, Tara und ich bewegen uns nicht. Wir sitzen und schauen auf das Kapitolswappen und hören trotz der Hymne unseren Herzschlag. Blue fasst sich als erste. Sie geht so zittrig zum Fernseher, als müsste sie auf das Podest gehen, um Carlienas Platz in der Arena einzunehmen. Nachdem Blue den Fernseher ausgeschaltet hat, sieht sie uns an. 》Ich glaube, es ist am besten, wenn wir jetzt alle schlafen gehen《, flüstert sie und schlurft langsam in unser Schlafzimmer.
    Vom Bett an der gegenüberliegenden Wand höre ich Taras Schnarchen. Auch Rose und Blue schlafen zusammen in ihrem Bett am Fenster. Bis vor einigen Tagen habe ich mein Bett mit Carlie geteilt. Jetzt fühle ich ihr Fehlen mehr denn je. Ich will nicht mehr. Ich wollte nie. Bevor ich weiß, warum, stehe ich auf und gehe aus dem Haus. Aber ich muss noch viel weiter weg. Raus aus dem Distrikt. Der kleine Wald, in dem meine Schwestern und ich wohnen, grenzt direkt an die Weide. Das scheint mir ein guter Ort, um den Weg in die Freiheit anzutreten. Ich bewaffne mich mit der kleinen Schaufel, mit der Tara mich einmal vor ein paar Schlägern aus meiner Klasse beschützt hat. Der Stacheldrahtzaun steht nicht unter Strom, das tut er ja fast nie. Das Loch sollte groß genug sein, dass ich durchpasse, aber nicht so groß, dass es jeder bemerkt. Gerade als ich fertig bin und hindurchschlüpfen will, höre ich Schritte, die auf mich zuzukommen scheinen. Ich drehe mich um und sehe in die gelb glühenden Augen einer Katze. Sie hat gar keine Angst vor mir. Oder sie hat Angst und will es nur nicht zugeben. Ich habe auch nicht oft zugegeben, dass ich Angst habe und das ist bei mir so was von der Fall. Heute Nacht habe ich ein Loch gegraben, um den anderen Leuten meine Angst vor dem Leben zu zeigen. Aber nur, wenn ich durch das Loch gehe. Wenn ich mich freiwillig für die Hungerspiele gemeldet hätte. Es gibt genug Selbstmörder auf der Welt. Ich werde mich nicht vor dem Leben verstecken. Meine Schwestern brauchen mich nach Carlies Tod und sie werden mir immer beistehen. Das Loch lasse ich offen. Vielleicht finden es andere Lebensfeinde. Oder, nach vielen Jahren, ein paar Rebellen, die nicht aus Angst, sondern aus Mut, Selbstlosigkeit und Glauben verbotenerweise in den Wald gehen oder sich für ihre Geschwister für die Hungerspiele melden.

    5
    Tajo, Jakes Opfer, Distrikt 10:

    Vom Dach der Bäckersfamilie kann man theoretisch den ganzen Distrikt überblicken. Egal in welche Richtung man sieht, immer ist da diese hohe Mauer, die sich um den ganzen Distrikt spannt. Wir sind alle eingesperrt, wie Jake, die Rothaarige und die 22 anderen Jugendlichen in der Hungerspiel - Arena. Und genau wie sie müssen wir um unser Überleben kämpfen, mit unseren Feinden und Verbündeten. Wie die Arena genau aussieht, ist mir jedoch ein Rätsel. Es wurde nur bekanntgegeben, dass die Tribute nirgendwo raus können und dass es dort vor Gefahren nur so wimmelt. In drei Jahren werde ich meine vier eigenen Zettel in der Glaskugel haben: einen für mich, einen für Mama, einen für Papa und einen für meine kleine Schwester Astra. Jedenfalls, wenn bis dahin keiner von uns stirbt. Das Leben im Saum ist hart. Genauso wie das als Tribut.
    Hinter mir höre ich, wie das Dachfenster aufgemacht wird. Ich fahre herum und sehe Tanya zu mir kommen. 》Die Spiele fangen in zehn Minuten an. Du willst sie doch bei uns ansehen.《
    Wir haben zu Hause keinen Fernseher, aber Tanya hat es laut eigener Aussage einfädeln können, dass ich mit ihrer Familie Fernsehen kann.
    Wir gehen gemeinsam die Treppe hinunter in ihr Wohnzimmer. Sogar ein Wohnzimmer gibt es! In unserem Haus gibt es Küche, Schlafzimmer, Badezimmer und auf der Rückseite des Hauses befindet sich unser Hühnerstall. Während ich es genieße, auf Polsterung zu sitzen, bete ich inständig, dass entweder Mama oder Papa aufwachen, wenn Astra zu weinen anfängt. Tanya bringt ein paar Stücke Kuchen, die vom Erntetag übrig geblieben sind. 》Wo sind denn deine Eltern? 《, frage ich Tanya. 》Sie sagen, das Kapitol will, dass wir uns anschauen, wie unsere Distriktgenossen von Gleichartigen niedergemetzelt werden und sie sehen es deshalb als kleinen Akt der Rebellion, die Spiele nicht anzusehen.《
    Eigentlich haben sie nicht ganz unrecht. Außerdem kenne ich die Tribute nicht. Na gut, die Rothaarige kenne ich vom Sehen und mit Jake hatte ich am Tag der Ernte eine nicht gerade amüsante Begegnung. Es war noch dunkel und ich kam gerade von der Bäckerei, wo mir Tanya wie so oft einen Laub Brot geschenkt hat. Im Nachhinein ist an der Geschichte beinahe das Gruseligste, dass Jake mir seine weiche Seite gezeigt hat. Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube, vorhin dachte ich, dass Jake Ciarro überhaupt keine Gefühle hat. Im Fernsehen sind gerade alle Tribute aus der Erde gewachsen wie Blumen. Die Arena ist meiner Meinung nach komplett neben den Eisen. Der Dschungel und der Schnee wird wohl gemieden werden. Was für eine Verschwendung. Nur noch zehn Sekunden. Jake steht zwischen den zwei kleinen Blondinen, was sehr lustig aussieht. Ich wette, das haben die Spielmacher absichtlich so gemacht. Der Gong ertönt und komischerweise Folge ich mit den Augen immer Jake. Habe ich Angst um ihn? Ja, das muss es wohl sein. Oder nicht doch eher Mitleid? Nein, eher Angst, dass er stirbt. Ich kenne ihn nicht schlecht genug, dass er nicht mein Favorit sein könnte. Seine Chancen stehen ganz und gar nicht schlecht. Er schnappt dem Jungen aus 2 ein Schwert vor Der Nase weg und sprintet auf die andere Seite des Füllhorns, wo er in ein verletztes Mädchen kracht. Sie dreht sich zu ihm um und fuchtelt mit einem Wurfmesser in seine Richtung. Nicht ernsthaft, oder? Einer der weiblichen Tribute heißt Hope und es würde mich nicht wundern, wenn sie das wäre. Nach dem ersten Schlagabtausch der beiden wechselt das Bild zu einem anderen Mädchen mit einem Messer im Rücken. Einige Minuten später benebelt eine Kakofonie aus Todesschreien meine Sinne und ich nehme die Bilder nur mehr durch einen Tränenschleier wahr.
    Es ist unmöglich für mich, abzuschätzen, wie viel Zeit vergangen ist, als mich Tanya an der Schulter rüttelt und sagt:》Fertig. Jedenfalls für heute. Hast du das überhaupt mitgekriegt?《 Nein, das habe ich nicht. Also frage ich:》Ist Hope tot?《
    》Nein《, antwortet Tanya,》Connor hat sie gerettet. Fast so wie im Märchen. Ach, Jake ist übrigens auch gestorben. Aber ich sage nicht, dass er es nicht verdient hat.《
    Bilde ich mir das ein oder freut sie sich darüber? Jake hat uns zusammen mit dem rothaarigen Mädchen vertreten und ist nun gestorben. Wie kann man sich über so etwas freuen? Jake ist, Nein, war brutal und gefährlich, aber er war ein Mensch mit Gefühlen, Gedanken und Träumen. Er war nicht skrupellos genug, um mir das ganze Brot wegzunehmen. Dieser Satz geistert noch während ich nach Hause zu meiner schlafenden Familie gehe, durch meine Gedanken.

    6
    Elias, Caras Bruder, Distrikt 11:

    》Ich bin wieder da!《, sage ich müde, nachdem hinter mir die Tür ins Schloss gefallen ist. Ich stehe noch ein paar Sekunden da, als ob ich auf etwas warten würde, etwa, dass Luna oder Tommy mir entgegenrennen und mich vor Freude über meine Rückkehr umarmen, wie sie es noch vor drei, vier Jahren manchmal gemacht haben. Die beiden sind vermutlich wie so oft in den letzten Tagen im Schuppen und streicheln Carlo, der am Tag der Ernte einen ziemlichen Schock abbekommen hat, als er Cara beschützen wollte. Aber vor den Grausamkeiten des Kapitols kann uns niemand beschützen. Die Fernsehübertragung der Hungerspiele fängt bald an. Sollte ich Tommy und Luna darüber im Unklaren lassen, um ein eventuelles Trauma zu vermeiden? Am besten, ich frage Cara. Sie kann das besser abschätzen... Nein, sie ist doch selbst in der Arena und muss um ihr Überleben kämpfen! Wie konnte ich das verdammt noch mal vergessen? Ist mir Cara etwa nicht wichtig genug? Nein, das Gegenteil ist der Fall. Cara und ich sind so aneinander gewohnt, dass ich es mir nicht vorstellen kann, ohne sie zu sein, auch wenn sie wirklich meilenweit weg ist.
    Ich entscheide mich schließlich dafür, in den Schuppen zu gehen und meinen kleinen Geschwistern die Entscheidung selbst zu überlassen, ob sie das Blutbad mitansehen wollen. Immerhin wäre Tommy alt genug um selbst Tribut zu sein, wobei ich mich selbstverständlich für ihn gemeldet hätte. Im Schuppen angekommen sehe ich Tommy und Luna, die sich heute ausnahmsweise nicht über Carlo, sondern über Maya beugen. 》Ist etwas, dass ihr Carlo abgeschoben habt?《, frage ich und versuche dabei möglichst unbekümmert zu klingen. Tommy sieht auf und antwortet mir:》Ja, es gibt einen Grund: Carlo erinnert uns zu sehr an Cara. Wegen des Namens und dem Vorfall bei der Ernte.《
    》Verstehe.《, erwidere ich geistesabwesend. 》Wollt ihr bei der Fernsehübertragung zusehen?《 》Ich nicht. Ich könnte bestimmt für den Rest meines Lebens nicht mehr ruhig schlafen!《 Luna starrt mich mit angstgeweiteten Augen an. Ein Glück, dass sie selbst erkannt hat, dass es sehr brutal zugehen wird. Auch Tommy bleibt mit dem Argument, dass es nicht unsere Pflicht ist, zuzusehen, bei Luna und Maya. So werde ich ihnen wohl nachher grob erzählen müssen, wie es mit Cara aussieht, denn wenigstens ein Familienmitglied sollte darüber am Laufenden sein.
    Es ist irgendwie komisch, alleine vor dem Fernseher zu sitzen. Als hätte man nichts besseres zu tun, was in meinem Fall ja auch irgendwie stimmt. Gerade rechtzeitig habe ich eingeschaltet. Die Tribute stehen im Kreis um das Füllhorn auf winzigen Plattformen. Ich weiß nicht, ob ich die Balance hätte, dort eine Minute stehen zu bleiben.
    Als die Minute um ist, laufen alle los wie die Ameisen auf dem Ameisenhaufen. Die meisten rennen in Richtung Füllhorn, um die besten Waffen für sich zu gewinnen. Aber nicht Cara. Als der Gong ertönt, sondiert sie kurz die Lage und rennt in Richtung Berg. Glaube ich jedenfalls, denn das Bild wechselt schnell wieder zum Füllhorn, wo die starken Tribute sich gegenseitig zerfetzen. Unser männlicher Tribut, Nico, sticht insgesamt auf mindestens zwei Leute ein, bevor auch er den bergigen, bewaldeten Bereich der Arena aufsucht. Gerade als ich denke, für heute wäre das Gemetzel fertig, haben sich Seth und die C-s aus den reichen Distrikten noch ein Opfer geangelt. Vor ihnen liegt ein dunkelhaariges Mädchen mit einem Messer im Rücken. Cara? Nein, die Haare des Mädchens sind glatt, nicht lockig wie die von Cara. Seth und die C-s sind zu dem Entschluss gekommen, dass sie das Mädchen der Natur überlassen können. Gerade als sie in Richtung Ebene gehen wollen, springt etwas aus dem Gebüsch. Es ist ein Mädchen, etwa einen Kopf kleiner als ich mit dunklen Locken. Cara.



    *****************************



    Ich weiß nicht mehr viel von gestern Abend.
    Nur, dass die Hungerspiele ausgestrahlt wurden.
    Dass es Tod gab.
    Und dass Cara gesungen hat.
    Der Fernseher, der ohnehin nur die halbe Zeit scharfe Bilder zeigte, liegt jetzt mitten im Wohnzimmer, mit dem zersplitterten Bildschirm nach unten.
    Der Lärm hat Tommy und Luna angelockt, haben sie gesagt.
    Sie haben Angst gekriegt, haben sie gesagt.
    Aber nicht vor den Hungerspielen, haben sie gesagt.
    Sondern vor mir.

    Es ist vorhersehbar, dass die Hungerspiele aus den Tributen gewalttätige Monster machen, was an Seth und den C-s optimal zu erkennen ist. Ich hätte nicht gedacht, dass auch ich ausflippen würde, nur weil Cara gesungen hat.
    Aber ich habe ja auch gar nicht gedacht, als ich den Fernseher zerschlagen habe. Genau wie Cara nicht gedacht hat, als sie gesungen hat.

    7
    Linda, Mayas Schwester, Distrikt 4:

    Kaum setze ich einen Fuß vor das Haus, werde ich von einer bedrohlichen Stimme gefragt:》Wo gehst du hin?《 Ich fahre herum. Vor mir steht ein Friedenswächter. Seit Maya im Kapitol ihre Rede gehalten hat, sieht es für meine Familie nicht gerade gut aus: fast alle meine Mitschüler nennen mich abschätzig 》Schwester der Rebellin《 oder ähnliches. Noch dazu werden wir öfters mal von Friedenswächtern verfolgt. Glauben die, in Distrikt 4 gäbe es eine Rebellion? Die Bewohner der Reichen Distrikte sind teilweise sogar dem Kapitol sehr verbunden, weil es uns im Vergleich zu den anderen Distrikten ziemlich gut geht. Und das ist auch der Grund, weshalb ich seit nicht allzu langer Zeit mit Abstand die Unbeliebteste der ganzen Schule bin. Florin hat Glück, dass seine Freunde noch nicht in dem Alter sind, in dem man die Hungerspiele aus schulischen Gründen schauen muss.
    》Ich gehe zu meiner Freundin Jelly Salt.《, Antworte ich dem Friedenswächter. 》Hausaufgaben machen und danach noch etwas fischen.《
    Als ich mich in Bewegung setze, folgen mir die schweren Schritte des Friedenswächters, bis ich in die Straße einbiege, in der Jelly wohnt. Gestern ist er mir noch bis zur Haustür gefolgt und hat gewartet, bis ich wieder gekommen bin. Ich will mir nicht vorstellen, wie es meinen Eltern bei der Arbeit ergangen ist.
    Kurze Zeit später sitzen Jelly und ich in ihrem Zimmer und ich versuche, alle Gedanken an die Friedenswächter und die Hungerspiele aus meinem Kopf zu verbannen. Aber nicht einmal das darf ich, wie mir scheint: 》Hausaufgaben in politische Bildung《, liest Jelly lauf vor,》 sieh dir die Hungerspiele am ersten Tag an und beantworte folgende Fragen:
    1. Was waren vermutlich die Gründe für den Tod der gefallenen Tribute?
    2. Bündnis oder Einzelkämpfer? Nenne Vor-und Nachteile
    3. Teile die Tribute in Gruppen ein! Wie wollen sie ihren Sieg erreichen?
    4. Wie geht es wohl mit den Tributen aus unserem Distrikt weiter?
    5. Wenn du ein Sponsor aus dem Kapitol wärst, wer wäre dein Favorit?《
    Wieso darf ich nicht einen einzigen Moment vergessen, dass meine Schwester gerade in der Arena um ihr Leben fürchten muss? Warum müssen wir diesen Mist auch noch in der Schule durchmachen als wäre es ausschlaggebend?
    》Weil wir auch gezogen werden können.《 Wie immer hat Jelly meine Gedanken erraten. Sie hat recht. Wenn wir uns schon vor der Arena Gedanken darüber machen, werden wir weniger gestresst. Aber man kann uns nicht wirklich auf die Spiele vorbereiten. Das kann man nur durch Erfahrung mit Waffen und, wie der Name schon sagt, mit Hunger. Ich bin mit beidem nicht besonders erfahren, was wohl heißt, dass ich die Spiele nicht gewinnen könnte.
    》Lass uns anfangen. 《, beschließt Jelly und schreibt die Namen der Füllhornopfer auf ein Blatt Papier. 》 Cara ist fast schon zu leicht, was sagst du eigentlich zu ihrem Verhalten?《
    》Sie war sehr mutig《, antworte ich. 》Und es ist nicht fair, dass sie gestorben ist.《
    Jelly sieht mich an, als hätte ich plötzlich pinkfarbene Haare bekommen. 》Mutig? Cara war absolut behämmert! Ich an ihrer Stelle wäre nicht so lebensmüde gewesen, in Anwesenheit der Halsabschneider zu singen und du auch nicht!《
    Es passiert oft, dass Jelly das Wort 'behammert' oder 'lebensmüde' benutzt, wozu ich eher 'mutig' sage. Ich weiß, dass sie auch Mayas Rede für komplett dämlich gehalten hat, aber ich hingegen habe meine Schwester noch nie so sehr bewundert.
    Von dieser einen Meinungsverschiedenheit abgesehen sind wir uns bei den folgenden Fragen ziemlich einig.

    HAUSAUFGABE:
    1. Was waren vermutlich die Gründe für den Tod der gefallenen Tribute?
    Cara: war zu unvorsichtig
    Rue: überschätzte sich
    Mortimer: zu langsam
    Cecil: zu unvorbereitet
    Carliena: Pech
    Jake: unterschätzte seine Gegnerin
    2. Bündnis oder Einzelkämpfer? Nenne Vor-und Nachteile!
    Bündnis: Du musst nicht alles selber machen, viele verschiedene Talente
    Einzelkämpfer: Du musst nur für dich sorgen, du musst niemandem vertrauen
    3. Teile die noch lebenden Tribute in Gruppen ein! Wie wollen sie ihren Sieg erreichen?
    Kämpfer: China, Seth, Canyon, Camelon, Miyu
    Überleber: Hope, Dexter, Kevin, Luna, Sky, Anne, Lily
    Teils-teils: Nico, Cassedy, Connor
    Noch nicht zuordenbar: Django, Ryan, Maya
    4. Wie geht es wohl mit den Tributen aus unserem Distrikt weiter?
    Django und seine Verbündete Lily werden es vielleicht schaffen. Ich weiß nicht, warum er sich mit diesem unfähigen Mädchen verbündet hat. Er allein hätte auch Chancen.
    Maya:
    5. Wenn du ein Sponsor aus dem Kapitol wärst, wer wäre dein Favorit?
    Mein Favorit wäre Maya. Sie ist eine mutige Rebellin, die Panem durch ihren Sieg weiterhelfen könnte.

    Jellys Favorit ist Camelon: er gehört zu denen, die töten können und wenn seine Verbündeten sich gegenseitig töten wollen, wird er zuerst ignoriert werden. Im Ernst? Camelon rechnet vermutlich mit seinem Tod und es ist ihm womöglich egal, ob er gewinnt oder nicht. Aber mir soll's recht sein. Sie ist bestimmt die Einzige, die ihn genommen hat.
    》Und du bist die Einzige, die Maya favorisiert. Sag bloß, du hast nicht gecheckt, dass sie sich umbringen will.《
    》Deine telepathischen Fähigkeiten gehen mir langsam auf die Nerven!《, schreie ich. In Windeseile renne ich aus dem Haus, während mir Tränen die Wangen herunterlaufen. Zu Hause angekommen reiße ich die Tür auf und krache fast in Florin hinein, der auf den Weg ins Wohnzimmer ist. 》Gleich kommt Maya《, sagt er und als er meine Tränen sieht, füllen sich auch seine Augen damit. Auch Dad kommt zu uns und zieht uns sanft auf das Sofa. Ich setze mich wie immer auf die gebrochene Latte, während die Arena auf dem Bildschirm erscheint. Genauer gesagt die Eislandschaft aus der Vogelperspektive. Als sich ein dunkler Fleck in der Mitte der Kamera befindet, wird gezoomt. Der Fleck wird zu einem Mädchen. Zu Maya. Sie liegt völlig unbeweglich auf dem Eis, neben dem Meer. Jelly hatte Recht. Maya wird sterben.
    》Es wird beginnen und es wird enden, die Frage ist nur mit oder ohne uns! Ich spreche hier zu allen Leuten im Kapitol, die das hier ohne Zweifel sehen!《 Maya schreit so laut, dass es vermutlich durch die ganze Arena zu hören ist.
    》Ihr sagt, es ist das Beste für alle, schließlich waren ja die Distrikte an allem schuld, doch ich sage euch: Was, wenn das Beste das Schlechteste ist?《 Mayas Haut ist ganz blau und das Sprechen fällt ihr immer schwerer.
    》Das Kapitol wird wegen diesen Spielen untergehen!《 Jelly würde den Kopf schütteln und Maya eine Idiotin nennen, aber sie weiß, was sie tut. Sie macht, was sie will und was niemand von ihr erwartet hat.
    》Die Frage ist nur, heute oder morgen …《
    Mit diesen Worten gibt sie sich einen Schubs und fällt ins Meer. Als wollte sie noch einmal nach Hause kommen, in ihren Distrikt und nach Perlen tauchen. Doch jetzt ist sie die Perle, die von den Hovercrafts gefischt werden muss.
    Rund um mich bricht das Chaos aus. Mom schreit auf und umarmt Dad wie ein Kleinkind. Florin kauert am Boden und stammelt unverständliche Sätze, in denen das Wort 》Maya《 sehr oft vorkommt. Und ich? Ich bleibe sitzen und warte auf irgendetwas. Darauf, dass meine Tränen versiegen oder dass uns die ersten ihr Beileid wünschen. Auf irgendetwas. Jelly hatte Recht, dass sich Maya umbringen wollte, aber sie hatte auch Unrecht: Maya wusste genau was sie tat und das macht sie zum stärksten Tribut in den ganzen Spielen.

    8
    Luke, Annes Freund, Distrikt 8:

    Ich schalte den Fernseher ein, setze mich hin und sie zeigen Anne. Anne, die in den Höhlen verdurstet oder verhungert ist, Anne, die tödlich gestürzt ist, Anne, die von den Brutalos in Stücke gehackt wird wie das Mädchen aus 12 am Füllhorn, Anne, die einfach tot daliegt und niemand weiß, wie sie gestorben ist, weil während ihres Todes in einem anderen Winkel der Arena etwas Interessanteres passiert ist. Ja, ich denke, so wird es sein. Anne hat nichts an sich, was für die Zuschauer, vor allem diese Spielzeugpuppen aus dem Kapitol, interessant sein könnte. Außerdem hält sie sich in der Höhle auf, wo sogar die Augen der Kapitolkameras nicht viel sehen können. Also werde auch ich nicht sehen, wie sie stirbt, nur dass sie tot ist. Und ich werde zum ersten Mal seit vier Monaten weinen. Auch am Tag der Ernte, als ich mich von ihr verabschiedet habe, habe ich nicht geweint. Einmal um Anne nicht noch mehr zu belasten, und natürlich auch, weil es noch Hoffnung gab, dass Anne gewinnen könnte. Doch jetzt, wo man diese Massenkiller auf die anderen Tribute losgelassen hat wie ein Rudel hungriger Wölfe auf eine Schafherde, kann Anne nicht mehr gewinnen. Sie versteckt sich in den Höhlen vor ihnen, aber entweder gehen ihre Vorräte zur Neige und sie ist gezwungen die Höhlen zu verlassen oder ihr Mörder wird zu ihr in die Höhlen hinabsteigen und früher oder später wird er sie finden. Und wenn der Moment da ist wird der Staudamm in meinem Inneren, der meine Gefühle kontrolliert, nicht mehr standhalten können. Ich werde wie ein Verrückter schreien, und zwar Annes Namen. Die Trauer wird sich in mir ausbreiten wie ein Geschwür, bis es für mich nichts anderes mehr gibt als den Schmerz. Niemand wird mir helfen können, weder meine Familie noch Annes Geschwister. Apropos, die müssten eigentlich bald kommen. Sie haben in ihrer Bruchbude keinen Fernseher und wir... sagen wir mal, wir haben einen. Er ist schwarz-weiß, was den Anschein erweckt, dass die ganze Zeit nur die Höhlen gezeigt werden. Gerade als ich unseren Schrotthaufen von einem Fernseher einschalte, öffnet sich die Haustür und Sarah, Leo und ihr Vater treten ein. 》Ah, guten Abend!《, begrüßt sie meine Mutter. 》Ihr könnt gleich in die Küche gehen. Luke ist schon drinnen. 《
    Eine Sekunde später sitzen ein ängstlich um sich blickender Leo und eine fast schon aggressiv aussehende Sarah auf dem Esstisch. Die drei Stühle lassen wir meinen Eltern und ihrem Vater, also setze ich mich neben Leo. 》Sarah weint jeden Tag seit Anne weg ist《, flüstert er mir zu. 》Heute war es ganz schlimm und als ich sie trösten wollte, hat sie mich weggeschubst. Sie will nicht, dass wir ihr helfen.《 Sarah wirft ihrem Bruder einen Seitenblick zu, der besser zu diesem Seth aus Distrikt 5 passen würde als zu einem kleinen Mädchen. Gleich darauf werden aber unser aller Blicke vom Geschehen auf dem Bildschirm gefangen. Ich erkenne erst nach fünf Sekunden, das die Wüste gezeigt wird. Das Bild zeigt eine Hütte am Ende einer Häuserreihe. Die Tür wird geöffnet und Connor tritt heraus. Auch er kommt aus Distrikt 8 und hat nach seiner Show am ersten Tag bestimmt eine Menge Fans im Kapitol. Seine Chancen stehen eigentlich nicht einmal so schlecht. Trotzdem glaube ich nicht, dass er gewinnt, dafür ist die Konkurrenz zu gut. Connor zückt seine berühmte Machete und macht sich auf den Weg in das Zentrum der Ruinenstadt. Etwas später wird ein blondes Mädchen gezeigt, das durch die Wüste irrt und wie es aussieht in den letzten Zügen ist. Das Bild wechselt auf das freie Feld zu Seth und Co. und zeigt einen Streit zwischen den beiden Tributen aus 1. Als daran auch nichts mehr interessant ist, kommen die Kameras in den Höhlen zum Einsatz. Jetzt sind wir ganz nah bei Anne. Aber warum jetzt schon? Ist denn sonst in der ganzen Arena nichts mehr zu sehen?
    Warum will ich eigentlich nicht mehr wissen, was mit Anne los ist? Außerdem zeigt das Bild nicht einmal Anne, sondern die zwei kleinen Jungs, Dexter aus 3 und den ehemaligen Fettwanst aus 7. Die beiden beugen sich über etwas und ich hoffe inständig, dass es keine Leiche ist. Meine Hoffnung erfüllt sich, doch zugleich werden alle meine anderen Hoffnungen mit einem Schlag zerstört.
    》Anne《
    Ich weiß nicht, wer das gesagt hat. Sarah, Leo, der Fettwanst oder Dexter, vielleicht auch alle zusammen. Es läuft immer nur auf das Gleiche hinaus. Anne hat ihre Augen geöffnet und nun öffnet sie auch ihren Mund. 》Bitte tötet mich nicht!《 Sie klingt verletzt und jetzt sehe ich auch weshalb: ihr Unterarm ist längs aufgeschnitten, genau an den Pulsadern. Während Dexter Annes Wunden verbindet, stellt der Fettwanst -Kevin- sich und Dexter vor. Danach fragt er Anne, ob sie weiß, was passiert ist. Ihre Reaktion darauf lässt mich zweifeln, ob es wirklich meine Anne ist, die ich schon so lange liebhabe. Neben mir schluchzt Leo auf und vergräbt sein Gesicht in meiner Schulter. Ich lege meinen Arm um ihn und ziehe ihn an mich. Als der Fettw...Kevin Anne die Hand auf den Mund drückt, um ihren Schrei zu ersticken, ertönt ein leiser Aufprall. Ein Fallschirm ist gelandet. Kevin nimmt den Schlafsirup, der daran befestigt ist und liest den beiliegenden Zettel vor:》Für beide Fälle.《
    Anne verkrampft ihren ganzen Körper und beginnt zu zittern. Warum muss sie sterben? warum nicht jemand anderes, ohne Familie und Freunde? Das ist nicht fair. Warum musste es Anne erwischen? Jetzt fließt auch mir die erste Träne die Wange herunter. Ich hatte fast vergessen, wie salzig sie ist. Auf dem Bildschirm schreit Kevin irgendetwas. Er will Annes Tod auch nicht einfach so akzeptieren. Leo hat inzwischen meine Kleidung vollgerotzt, aber das ist mir egal. Es ist gut, jemanden zu haben, mit dem man seinen Schmerz teilen kann; Leo hat mich, ich habe Leo, Anne hat Dexter und den ehemals dicken Kevin, und Sarah? Ich reiße meinen Blick vom Bildschirm los und schiele zu Annes Schwester hinüber. Die beiden sehen fast gleich aus und beide haben ein schmerzverzerrtes Gesicht. Sarah weint nicht. Sie bewegt sich gar nicht, ich sehe noch nicht einmal, wie sie atmet. Sie teilt ihren Schmerz mit niemandem von uns, wie Leo gesagt hat, obwohl sie es wahrscheinlich am Nötigsten hätte.
    》Null!《, ruft Annes Vater plötzlich so laut, dass Leo beinahe vom Tisch gefallen wäre. 》Ihre Blutgruppe ist Null!《 Er hat auch verweinte Augen und seine Stimme klingt heiser. Auf dem Bildschirm ruft Kevin gerade:》Es interessiert mich nicht, was das ist, weil sie leben wird!《
    Nein, Kevin, das wird sie nicht. Tut mir leid für dich und natürlich auch für ihre Familie. Für ihren Vater, der aus Verzweiflung ihre Blutgruppe geschrien hat. Für Sarah, die sich vor Schmerz nicht mehr bewegen kann. Für Leo, der mir gerade fast die Luft abdrückt. Für Emma, die vermutlich gerade darauf wartet, dass ihre älteren Geschwister zurückkommen und ihr berichten, dass Anne einen weiteren Tag überlebt hat. Und für Lilly. Als ich Anne gefragt habe, warum sie Lilly nicht besonders mag, sagte sie: 》sie hat uns unsere Mutter weggenommen. Ich kann sie nicht ansehen, ohne daran zu denken.《
    Und es tut mir für Anne leid. Sie hatte noch so viel vor sich. Ein ganzes Leben, mit allen, die sie liebt. Egal ob mit mir oder ohne mich. Doch sie musste sterben. 》Ich liebe dich《, flüstere ich und gleich darauf ist Annes Gesicht in Großaufnahme am Bildschirm zu sehen.
    》Ich liebe euch《, flüstert sie.》 Lilly, es tut mir leid, wie ich dich behandelt habe. Ich werde auf euch warten.《
    Lilly hat Anne ihre Mutter weggenommen und die Hungerspiele haben uns Anne weggenommen, aber sie haben Anne gezeigt, dass sie Lilly liebt.
    Ich werde auf euch warten. Ich weiß, warum ich das am Tag der Ernte nicht zu Anne gesagt habe, doch ich wünschte, ich könnte es zu Anne sagen. Aber ich darf nicht auf sie warten. Ich darf nicht warten, dass sie plötzlich wieder an der Tür klopft oder dass ich sie wieder in der Schule treffe. Leo drückt sich noch einmal fester an mich und ich streiche ihm durch das Haar. 》Ich liebe dich, Anne《, flüstere ich noch einmal, aber ich glaube, das gilt nicht nur Anne, sondern auch Sarah, Leo, Emma, Lilly und auch Dexter und Kevin. Ich hebe meinen Kopf und sehe Sarah an, die immer noch steif wie eine Porzellanpuppe dasitzt und den Bildschirm wie besessen anglotzt. Anne wie besessen anglotzt. Kevin und Dexter wie besessen anglotzt, die Anne wie besessen anglotzen und das alles durch eine Kamera, die die drei Tribute wie besessen anglotzt. Ganz Panem glotzt Anne wie besessen an. Ganz Panem sieht, wie sie stirbt. So langsam. So leise. So beherrscht. Wie sie schon immer war. Und nach dem Kanonenschuss nie mehr sein wird.

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Adhara ( von: Adhara )
Abgeschickt vor 109 Tagen
Unter anderen^^ Aber auch wegen dem gesamten Stil und dem Schluss...
Eliza ( von: Murialana )
Abgeschickt vor 115 Tagen
Wegen der unfähigen Verbündeten? ;) Wahrscheinlich auch aus anderen Gründen.
Adhara ( von: Adhara )
Abgeschickt vor 115 Tagen
Ja, ich fand die Kapitel am Ende auch besser als die am Anfang. Ich denke immer wieder das Schreiben einfach viel Übung braucht und dann kann man echt gut werden.
Mein Lieblingskapitel ist bisher das von Linda :)
Lilian* ( von: Lilian* )
Abgeschickt vor 116 Tagen
Ich fand sie eigentlich alle total schön, aber es stimmt, du hast dich immer mehr gesteigert. Am besten haben mir die letzten drei Kapitel gefallen und das von Delta.
Eliza ( von: Murialana )
Abgeschickt vor 117 Tagen
Bitte. Freut mich.
Ich finde, mit dieser Ff kann man sehen, wie ich mich im Schreiben verbessert habe. Die ersten Kapitel waren kürzer und meiner Meinung nach auch nicht so gut. Und nicht nur meiner Meinung, oder?
Anne ( von: Hermione Qui )
Abgeschickt vor 119 Tagen
"Mein" Kapitel hast du echt super geschrieben, so wie alle anderen auch. Ich war echt den Tränen nahe. Vielen Dank!
Muria ( von: Murialana )
Abgeschickt vor 122 Tagen
Wie kannst du nur, Miyu! XD

http://www.testedich.de/quiz39/quiz/1453318647/Panem-deine-eigene-Geschichte-Die-Arena
Miyu ( von: MiyuJigoku )
Abgeschickt vor 123 Tagen
Hiiii hab ausversehen den Link zur MMF von Ineriä gelöscht, kann ihn mir jemand schicken? XD
Adhara ( von: Adhara )
Abgeschickt vor 128 Tagen
Ich weiß nicht, ob ich das jetzt gut finden soll...^^
Eliza ( von: Murialana )
Abgeschickt vor 144 Tagen
Ja, hast du. Ineriä hat ja schon verkündet, dass in ihrem Kapi jemand sterben soll, also brauchst du vielleicht gar nicht so lange warten. XD
Adhara ( von: Adhara )
Abgeschickt vor 144 Tagen
Oh Mann, echt Klasse Kapitel ist das wieder geworden :)
Jetzt muss aber langsam wieder jemand sterben, damit du weiterschreiben kannst^^ Warte, habe ich das gerade wirklich geschrieben? o.O
Muria ( von: Murialana )
Abgeschickt vor 145 Tagen
Ok, ok, ich nehme es ja an, danke. XD
Eine immernoch sehr begeisterte Leserin ( von: Lilian* )
Abgeschickt vor 145 Tagen
Das Kapitel ist wundervoll und wenn du dieses Komplimemt jetzt nicht annimmst, dann kannst du was erleben, das schwöre ich bei allen Göttern.
Muria ( von: Murialana )
Abgeschickt vor 146 Tagen
Dieses Mal verkneife ich mir meine selbstkritischen Bemerkungen, was aber nicht heißt, dass ihr euch eure Bemerkungen verkneifen sollt.
Eliza ( 02295 )
Abgeschickt vor 152 Tagen
Danke, aber du hast auch viel Talent, und das weißt du.
Ineriä ( 00328 )
Abgeschickt vor 153 Tagen
Deine Ideen sind wirklich unglaublich, Eliza! Ich muss immer lächeln, wenn ich deine kleinen Kapitel lese. Du hast so viel Talent, und ich muss dem auch nichts mehr hinzufügen, weil es einfach alles die Wahrheit ist, alles genauso, wie ich es mir gedacht hatte. Ich bin so froh, dass du das hier machst. Du kannst dich so gut in die Charaktere einfühlen - wow. Sei nicht immer so selbstkritisch mit dir, du bist super! ;)
Eliza ( 95671 )
Abgeschickt vor 196 Tagen
Ich bin den Tränen nah und ich weine sonst eigentlich nicht so schnell.
Das mit der Schule ist mir eingefallen, weil Katniss nur ferngesehen hat, wenn es für die Schule ist. Außerdem soll einen die Schule ja angeblich auf die Zukunft vorbereiten, warum nicht auch für die Hungerspiele?
Adhara ( von: Adhara )
Abgeschickt vor 196 Tagen
Ach Muria :) Das Kapitel war wundervoll. Ich mochte den letzten Satz wirklich sehr und ich denke nicht, dass er jedem eingefallen wäre. Man muss sich auch auf psychologischer Basis ein wenig mit dem Figuren auskennen, wenn man andere Menschen berühren will. Und mich hast du innerlich berührt, dass meine ich ganz im Ernst.
Ich musste sogar mal an einer Stelle grinsen. Zum Beispiel hier: "4. Wie geht es wohl mit den Tributen aus unserem Distrikt weiter?
Django und seine Verbündete Lily werden es vielleicht schaffen. Ich weiß nicht, warum er sich mit diesem unfähigen Mädchen verbündet hat. Er allein hätte auch Chancen." Ich dann so: "Hey!" Und meine Mom war erstmal total verwirrt, warum ich schon wieder mit dem Handy redete. Tja, Welcome in my Life^^
Auf jeden Fall versüßen deine Geschichten mir immer wieder die Wartezeit bis Ineriä weiterschreibt und ich finde es auch unglaublich interessant einmal die andere Seite zu sehen zu bekommen. Ich finde auch gerade die Idee, dass die Hungerspiele als Schulstoff behandelt wird unglaublich gut. Das muss einem erstmal einfallen! Es wurde ja nie in den Büchern erwähnt, aber es fühlt sich absolut logisch und passend für die Welt an. Unglaublich! Das ist wiedermal ein Steinchen Fankultur, der den Hype am Leben erhält.
Eliza ( von: Murialana )
Abgeschickt vor 197 Tagen
Ich habe damit gerechnet, dass z.B. gerade dieser Satz alles zerstört. Das wäre doch jedem eingefallen.
Eine begeisterte Leserin ( von: Lilian )
Abgeschickt vor 197 Tagen
Meine Güte, Eliza, warum sollte uns das Kapitel nicht gefallen? Es ist perfekt.
"Maya wusste genau was sie tat und das macht sie zum stärksten Tribut in den ganzen Spielen." Muss ich noch mehr sagen? Jedes Kapitel berührt einen zutiefst, wie Ineriä schon gesagt hat. Mach weiter so.