Zuhause (Death Note) Teil 9

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4 Kapitel - 3.381 Wörter - Erstellt von: Yamiyo - Aktualisiert am: 2016-03-24 - Entwickelt am: - 586 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Ms. Marie offenbart Unglaubliches über L und Blames Weltansicht gerät ins Wanken...

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„Ms. ... Ms. Marie..." brachte ich mit vor Schock kratziger Stimme hervor. Angst verbiss sich augenblicklich in meiner Seele, als ich in das mi
„Ms. ... Ms. Marie..." brachte ich mit vor Schock kratziger Stimme hervor. Angst verbiss sich augenblicklich in meiner Seele, als ich in das mir allzu gut bekannte Gesicht der alten Frau blickte, die mich mit einem undefinierbaren Ausdruck musterte. „Blame..." ließ sie meinen Namen über ihre Lippen gleiten, was mich erschaudern ließ. Wie lange hatte ich diesen Klang nicht mehr gehört... Ms. Marie war für mich immer wie eine Mutter gewesen. Zwar war sie nicht so klug wie L, aber sie hatte dafür jederzeit ein offenes Ohr und ein warmes Herz. Sie war es gewesen, die mich nach dem Tod von A getröstet und zum Essen aufgefordert hatte. Nicht L, der hatte sich lieber hinter seinem Computer verkrochen und grässlich kalte Kommentare abgegeben. Ms. Marie verdankte ich, dass ich nicht in dieselbe Schlucht gefallen war wie Aim– umso schmerzhafter war es nun für mich, diesen vorwurfsvollen Glanz in ihren Augen zu sehen. „Blame, warum bist du gekommen?" fragte sie da mit einer Ruhe, die mich nur noch tiefer im schlechten Gewissen versinken ließ. Wie ich es mir gedacht hatte... Nach alldem, was ich getan hatte, wollte sie mich nicht mehr. Sie hasste mich–vielleicht sah sie mich sogar als Gefahr für das Wammy's! Egal, auf jeden Fall wollte sie mich offensichtlich nicht mehr hier haben. Voller Schmerzen rappelte ich mich auf und hievte mich so vorsichtig wie möglich vom Bett. Unsicher suchte ich, als ich zur Tür humpelte, ein letztes Mal ihren Blick. Wie streng sie mich ansah–es tat so weh. So schrecklich weh... Schon wieder würde ich alles verlieren. Erschrocken spürte ich, wie Tränen meine Augen zum Brennen brachten, sodass ich hastig schluckte, um sie zu verdrängen. Traurig ergriff ich mit meiner schmerzenden Hand die Klinke und brachte mit zittriger Stimme hervor: „Machen Sie sich bloß keine Umstände! Ich... Ich bin gleich weg!" Mit diesen Worten drückte ich die Klinke unter Schmerzen, nicht nur physischen, herunter und wollte das Zimmer verlassen, als ich hörte, wie sich von hinten energische Schritte näherten. Im nächsten Moment spürte ich schon warme, trockene Finger, die sich um meine verletzte Hand schlossen und sanft von dem kalten Eisen zogen. Vor Staunen sprachlos drehte ich den Kopf und erbebte innerlich, als ich das grausam warme Lächeln auf ihrem Gesicht sah. Wie früher... Sie blickte mich genau wie früher an! Aber... Aber warum? Ich hatte doch so viel Schuld auf mich geladen... Ich... „Warum bist du erst jetzt gekommen?" Für einen Moment konnte ich gar nicht verstehen, was sie mir da vorgeworfen hatte, dann dämmerte mir jedoch der Sinn ihrer Frage. Glauben konnte ich es jedoch nicht. „W...Was?" rutschte es mir perplex heraus, woraufhin sie mich tadelnd anblickte, bevor sie mich an ihre Brust zog, wie sie es früher so oft gemacht hatte, wenn ich meine Tränen mal wieder nicht zurückhalten gekonnt hatte. Und genau wie früher traten sie mir jetzt auch in die Augen und mir gelang es nicht, sie wegzuzwinkern, sodass innerhalb weniger Sekunden geradezu Wasserfälle meine Wangen hinabflossen. Nur entfernt nahm ich wahr, wie Ms. Marie streng korrigierte: „Das heißt "Wie bitte?" nicht "Was?"! Wo hast du denn deine Manieren gelassen!" Das hatte sie mir früher auch immer gesagt, denn mein Sprachgebrauch war noch nie sonderlich gehoben gewesen. Jetzt entfuhr mich aufgrund der ganzen Erinnerungen, die mich überschwemmten, doch ein lauter Schluchzer, woraufhin Ms. Marie begann über meinen Kopf und Rücken zu streichen, bis ich mich beruhigt hatte. Wie konnte sie nur so lieb zu mir sein? So unvoreingenommen? Ich hatte Menschen getötet! Ermordet! Absichtlich! Und trotzdem... „Es tut mir leid..." flüsterte ich mich heiserer Stimme, was sie in ihrer Bewegung inne halten ließ. Langsam löste sie die Umarmung und ließ so in mir die Angst aufkeimen, dass ich mit dieser Anspielung ihren Verstand wieder aufgeweckt hatte. Ernst musterte sie mich, bevor sie mit ihrem mütterlich sanften Lächeln meinte: „Das ist gut. Schließlich hast du uns ganz schön viele Probleme bereitet." Irritiert runzelte ich die Stirn. „Uns? Wem denn noch?" Was Ms. Marie nun sagte, ließ für einen Moment mein Herz aussetzen. „L. Ist dir überhaupt bewusst, wie viel Arbeit du ihm bereitet hast? Von mir ganz zu schweigen, weil ich ihn dauernd aufmuntern musste am Telefon." Im Hintergrund klapperte die Tür, doch ich schenkte ihr kaum Beachtung, viel mehr versuchte ich gerade zu verarbeiten, was ich erfahren hatte. „Bitte was? Du veralberst mich doch? L hat das Rätsel innerhalb weniger Tage gelöst; er war sich sogar zu schade, persönlich aufzutauchen, sondern hat mir dieses schwarzhaarige Miststück auf den Hals gehetzt! Er–" protestierte ich ungläubig, wurde jedoch nach wenigen Sekunden von Ms. Marie unterbrochen, die wütend die Arme in die Hüfte stemmte, während sie energisch entgegnete: „Jetzt mach mal einen Punkt! Blame, ich dachte einst, du hättest dazu gelernt! Ich dachte, du wärst endlich mal ein Wammy, der hinter die Kulissen schauen könnte. Der fühlen kann!" „Tue ich doch! Aber L... L ist nicht so weich! Es ist unmöglich!" „Und wieso?" „Weil..." Ich stockte. Ja, warum eigentlich?
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1458669177
Zuhause (Death Note) Teil 9
Zuhause (Death Note) Teil 9
Ms. Marie offenbart Unglaubliches über L und Blames Weltansicht gerät ins Wanken...
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2016-03-22
407LV
Death Note

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