Linnea

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5 Kapitel - 3.600 Wörter - Erstellt von: Siwi - Aktualisiert am: 2016-03-21 - Entwickelt am: - 282 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Meine kleine Geschichte spielt in der Zukunft und handelt von der eher schüchteren Linnea, deren Leben an diesem einen Tag völlig auf den Kopf gestellt wird.

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„Pffffffiieeeeeeeeeep….“ Ein lautes Pfeifen reißt mich aus meinen Gedanken. Schnell springe ich auf und nehme unsere alte Teekanne vom Herd. Seufzend streiche ich mir eine braune Strähne aus dem Gesicht, und gieße etwas heißes Wasser über einen notdürftigen Nesseltee. Ich stelle die Kanne zurück und mache mich mit der Tasse auf den Weg ins Wohnzimmer. Nachdem ich diese auf dem Tisch abgestellt habe, beginne ich eine teuer aussehende Kleidungsstücke zusammenzulegen. Wann habe ich das letze Mal so ein hübsches Kleid getragen? Ich kann mich nicht erinnern. Leise summend falte ich ein spitzenbesetztes, glitzerndes Kleidungsstück nach dem anderen zusammen. Es ist eine Routinearbeit. Jeden elenden Tag. Kleidung entgegennehmen, freundlich lächeln, alles waschen, bügeln, zusammenlegen, einpacken, freundlich lächelnd abgeben… Und am nächsten Tag genau dasselbe… Aber ich bekomme Geld dafür und das hat meine Familie dringend nötig. Mein Vater arbeitet in einer Fabrik und meine Mutter putzt für eine der reichen Familien. Mein kleiner Bruder… ich habe ihn seit mehreren Monaten nicht gesehen… Er wurde von einer Familie aufgenommen, die mehr Geld hat als wir. Viel mehr Geld. Anfangs konnten wir ihn oft besuchen, doch seiner neue Familie waren wir zuwider, das sah man deutlich. Aber ihm geht es dort besser als hier. Ein klopfen reißt mich aus meinen Gedanken. Unbedacht stapfe ich zur Tür und öffne. Vor mir steht ein Junge. Oha. Er ist groß und schlank, aber nicht dürr. Seine braunen Augen sehen wunderschön aus und passen perfekt zu seinen braunen, etwas längeren Haaren, die sehr gepflegt aussehen, und seine Haut ist zu makellos als das er hier unten wohnen könnte. „Hallo.“ Seine Stimme ist dunkel und anziehend. Er scheint so perfekt, und ich stehe hier mit meinen abgenutzten Kleidern, unfrisierten Haaren und fühle mich ziemlich minderwertig. „Ich sehe,“ sagt er lächelnd mit Blick auf meine Kleider, „das du vielleicht ein wenig finanzielle Unterstützung gebrauchen könntest..“ Mein Selbstwertgefühl sinkt weiter. „Ich.. äh.. wir..“ Sein lächeln ist umwerfend. „Ich würde mich gerne mit dir unterhalten…“ Langsam aber sicher kommt mein Unterbewusstsein wieder in der Realität an. „Das ist sehr nett, aber ich brauche keine Hilfe.“ Sein Lächeln verschwindet kurz, aber ist sofort wieder da, und man könnte meinen man hätte sich vertan. „Komm schon... nur ein kurzes Gespräch... Dein Leben wird sich bessern. Für immer ändern...“ sagt er mit melodischer Stimme und tritt einen Schritt näher an die Tür heran. Ich zucke zurück. Für immer ändern. Es wäre mir kaum aufgefallen, aber ein leicht genervter Ausdruck huscht über sein Gesicht. Irgendwas stimmt nicht. „Linneaaa..“ säuselt er. Ein eigenartiges Gefühl breitet sich in mir aus und wie in Trance öffne ich die Türe langsam ein Stückchen mehr. Ein Triumphierender Blick seinerseits. >>Meeoowww<< Mein Kater Joss beendet dieses Gefühl. Woher weiß er meinen Namen! „Nein danke!“ Seine Augen beginnen sich dunkler zu Färben. „Du willst mit mir sprechen. Lass mich rein, kleines Mädchen!“ Er tritt noch näher. „Ich muss sie bitten jetzt zu gehen!“ Ich werde nervös.“ Im nächsten Augenblick passieren mehrere Dinge gleichzeitig. Joss faucht den Mann an, dessen linke Hand in seine Tasche zuckt, während die rechte nach mir greifen will. Ich habe das Gefühl aus einem dickflüssigen, tiefen See endlich aufzutauchen, und Adrenalin schießt in meinen Körper. Die Augen des Mannes glühen grün auf und er zieht ein Messer aus der Tasche. Im selben Moment schlage ich ihm die Tür vor der Nase zu und sichere sie mit einem Schloss, das Griffbereit auf einer kleinen Kommode neben der Türe liegt. Ich höre den Mann draußen frustriert aufbrüllen. Allerdings verzieht sich sein Schrei zu einem hässlichen Gekreische und es ertönt ein ohrenbetäubender Knall.

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