Statt Fasten: Einfach mal bewusster ernähren

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1 Kapitel - 1.445 Wörter - Erstellt von: Heike - Aktualisiert am: 2016-03-18 - Entwickelt am: - 283 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Nur noch wenige Tage bis Ostern und dann ist die entbehrungsreiche Fastenzeit endlich rum, die Völlerei und Nascherei kann wieder losgehen. Aber eigentlich macht es doch viel mehr Sinn, ein wenig bewusster mit dem Thema Ernährung umzugehen, oder?

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    Die Fastenzeit ist zwar zu einem guten Teil schon überstanden (zumindest aus Sicht derjenigen, die schweren Herzens und unter Aufbietung all ihrer Di
    Die Fastenzeit ist zwar zu einem guten Teil schon überstanden (zumindest aus Sicht derjenigen, die schweren Herzens und unter Aufbietung all ihrer Disziplin auf eigentlich ungesunde Leckerbissen verzichten), aber die Frage ist doch: Macht es überhaupt Sinn, für einen begrenzten Zeitraum bestimmte Dinge außen vor zu lassen oder wäre eine umfassende Umstellung der Ernährung nicht besser? Vor allem, wenn es um eine langfristige Steigerung des Wohlbefindens geht.

    Das wird möglicherweise für viele doch wieder nach Verzicht klingen. Sicher, viele Lebensmittel kommen bei einer möglichst ausgewogenen, gesunden Ernährung natürlich nicht mehr in Frage. Gerade aus körperlicher Sicht ist das genau genommen aber kein Nachteil, denn bei Fast Food zum Beispiel besteht das Problem darin, dass er eine zu hohe Energiedichte hat und andererseits den Körper aber nicht mit dem Notwendigen versorgt. Dabei ist eine ausgewogene Diätetik unglaublich wichtig für die Gesundheit, also unter anderem um die Selbstheilungskräfte des Körpers auf natürlichem Weg zu stärken. Dazu braucht es keinen zu großen Verzicht, sondern lediglich ein gesundes Maß – wie ja eigentlich bei allem im Leben!

    Am besten selbstgemacht: Das Frühstückbrot

    Die beste Möglichkeit, zum Beispiel schon beim Frühstück einen Bogen um ungewollte Konservierungsstoffe und dergleichen zu machen, ist das Selberbacken des Brotes. Das ist kein Hexenwerk und man weiß ganz genau, was eigentlich drin ist. Dazu kommt der Preisvorteil im Vergleich zu Aufgebackenem, denn die Zutaten kosten zusammen schon weniger als ein gekauftes Brot und reichen außerdem im Normalfall für mehr als eine Portion. Ein einfaches Rezept für Brot oder Brötchen sieht beispielsweise so aus:

    Grundrezept

    20 g Hefe
    350 ml Wasser
    10 g Salz (das entspricht ungefähr anderthalb Teelöffeln)
    500 g Vollkornweizenmehl

    Diese Menge reicht für ein Brot oder zwischen 12 und 16 Brötchen aus und kann noch dazu in beliebiger Weise variiert werden. Je nach Geschmack könnt ihr dem Teig verschiedene Gewürze (ein klassisches Brotgewürz besteht zum Beispiel aus einem Teil Anis und je drei Teilen Fenchel, Koriander und Kümmel – davon können bis zu sechs Esslöffel pro Kilo Vollkornmehl untergemengt werden), Ölsaaten oder Nüsse zugeben.

    Für ein gelungenes Brot muss zuerst die Hefe in lauwarmem Wasser glatt gerührt werden, danach kommen die übrigen Zutaten dazu und werden etwa 10 Minuten geknetet. Der Teig muss dann erst gehen, am besten zugedeckt. Hat sich das Volumen in etwa verdoppelt, müssen die Gärgase durch eine weitere Runde kneten herausgedrückt werden. Im Anschluss den Teig entweder in die gewünschte Anzahl Brötchen portionieren (Backpapier benutzen!) oder in eine gefettete Kastenform geben. Jetzt das Ganze noch einmal zudecken und gehen lassen, in der Zwischenzeit kann der Backofen schon auf 220 °C (Ober- und Unterhitze) vorgeheizt werden.
    Backzeiten
    Brötchen brauchen etwa 15 bis 20 Minuten, Brote etwa 20 Minuten bei den schon eingestellten 220 °C, danach noch einmal zwischen 20 und 40 Minuten bei 180 °C.
    Ein Tipp für diejenigen, die nicht gerne kneten mögen:
    Wer sich das mehrfache Kneten gerne vermeiden möchte, kann auch einfach schon am Vorabend den Hefeteig vorbereiten. Dazu müsst ihr einfach ein Kilo Vollkornmehl mit nur 5 g Hefe vermischen und über Nacht im Kühlschrank gehen lassen – ohne Kneten! Dann reichen 2 bis 3 Minuten Kneten am nächsten Morgen, um den Teig backfertig zu machen.

    Für den etwas größeren Hunger am Mittag

    Das selbstgebackene Brot wird sicher nicht den ganzen Tag vorhalten, das Hungergefühl am Mittag (oder wann immer ihr Gelegenheit zum Kochen findet) ist dabei eine willkommene Gelegenheit, um die nächste Runde der gesunden Ernährung einzuleiten. Wie wäre es dabei zum Beispiel mit einer vollwertigen, kalorienbewussten Alternative zu Reibekuchen?
    Rezept für Zucchini-Burger

    Für eine Portion, von der zwei Personen satt werden können, braucht ihr folgende Zutaten:

    400 g Zucchini
    50 g Räuchertofu
    25 g Dinkelmehl
    3 Esslöffel Dinkel-Paniermehl
    ½ Teelöffel Backpulver
    5 Esslöffel Kokosöl
    1 Zwiebel
    Salz, schwarzen Pfeffer und Cayennepfeffer (in beliebiger Dosierung, mindestens ½ Teelöffel)
    10 Pfefferminzblätter
    4 Stängel Petersilie

    Die Zubereitung ähnelt weitestgehend der von Reibekuchen, das heißt: Die Zucchini waschen (und eventuell schälen, vor allem wenn es kein Bioprodukt ist), fein raspeln, mit Küchenkrepp ausdrücken und in einer Schüssel beiseite stellen. Danach hackt ihr sowohl Tofu, Zwiebel, Pfefferminze als auch Petersilie fein.
    Die Tofu- und Zwiebelwürfel werden dann in einem Esslöffel Kokosöl etwa 10 Minuten angebraten – dabei solltet ihr das Wenden nicht vergessen! Das Ganze muss anschließend ein paar Minuten abkühlen, bevor es mit den übrigen Zutaten vermengt wird. Aus der Masse formt ihr dann, wie von den Reibekuchen gewohnt, dünne Küchlein, die ihr im restlichen Kokosöl ausbackt.

    Oft sind mediterrane Gerichte sogar noch einfacher und dabei gerade für das Herz besonders gesund. Immer wieder gut ist zum Beispiel Mittelmeergemüse aus dem Ofen. Das setzt sich für 2 Portionen folgendermaßen zusammen:

    1 rote Paprika
    ½ gelbe Paprika
    2 Tomaten
    5 entsteinte schwarze Oliven
    1 Zucchini
    2 Kartoffeln
    1 Zwiebel
    1 Knoblauchzehe
    2 Esslöffel Olivenöl
    Pfeffer, Thymian und Rosmarin (am besten als frische Zweige)

    Die Zubereitung könnte einfacher fast nicht sein, ihr müsst nur die Paprika, Kartoffeln, Zucchini und Zwiebeln in nicht zu kleine Spalten schneiden. Der Knoblauch wird fein gehackt und zusammen mit dem schon geschnittenen Gemüse in eine mit Olivenöl ausgepinselte Auflaufform gegeben – die kommt dann bei 180 °C für 20 Minuten in den Ofen. Danach kommen die Tomaten (geviertelt) und Oliven (in Scheiben) dazu. Gebt noch ein wenig Olivenöl über das Gemüse und lasst es noch mal für 20 Minuten im Backofen. Kurz vor der Fertigstellung legt ihr die Kräuter in die Form, die sollen schließlich nicht verbrennen.

    Mediterrane Küche muss übrigens nicht zwangsläufig vegetarisch oder vegan sein. Im Gegenteil lassen sich viele der Gerichte wirklich gut mit Fisch oder Fleisch ergänzen. Dabei solltet ihr aber auf die Mengen achten und lieber etwas weniger als zu viel nehmen. Richtig lecker ist zum Beispiel mediterranes Rinderfilet, allerdings braucht das schon ein wenig mehr Zeit.

    Was Süßes danach muss schon sein

    Süßigkeiten gehören ja besonders oft zu den Lebensmitteln, die in der Fastenzeit gemieden werden. Das fällt manchmal nicht nur unheimlich schwer, sondern hat im schlimmsten Fall zur Folge, dass ihr Heißhungerattacken auf eure Lieblingsnaschereien bekommt und „rückfällig“ werdet. Dabei ist das überhaupt nicht notwendig, denn selbst Naschwerk könnt ihr gesund gestalten und eurem Körper somit – in mehrfacher Hinsicht – etwas Gutes tun.

    Ein Rezept für gesunde Mandelhörnchen (und viele andere Sachen) findet ihr zum Beispiel hier, die Seite erklärt euch außerdem auch, wie ihr den oft verwendeten Dattelsirup (der ersetzt nämlich den Zucker) ganz einfach selbst herstellen könnt. Ansonsten braucht ihr für das süße Gebäck:

    1 Tasse Mandeln
    1 Tasse Cashewkerne (die ihr über Nacht einweichen müsst)
    70 ml Dattelsirup
    Kakaopulver (natürlich nur, wenn ihr mögt)
    ½ Teelöffel Bio-Vanille
    etwas Salz

    Die Cashewkerne und Mandeln müsst ihr fein mahlen, danach werden sie mit dem Salz und Kakao gemischt, bevor der Dattelsirup eingerührt wird. Macht dann aus dem Teig eine Rolle und schneidet davon Stücke von etwa 5 cm ab. Daraus formt ihr die Hörnchen. Die müssen dann nur noch für etwa 12 Stunden bei 40 bis 45 °C getrocknet werden. Eine lange Zeit, aber das Warten wird sich in jedem Fall lohnen!

    In diesem Sinne wünsche ich euch guten Appetit beim gesunden Ernähren!

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Statt Fasten: Einfach mal bewusster ernähren
Statt Fasten: Einfach mal bewusster ernähren
Nur noch wenige Tage bis Ostern und dann ist die entbehrungsreiche Fastenzeit endlich rum, die Völlerei und Nascherei kann wieder losgehen. Aber eigentlich macht es doch viel mehr Sinn, ein wenig bewusster mit dem Thema Ernährung umzugehen, oder?
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2016-03-18
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