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Entfesselt

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2 Kapitel - 996 Wörter - Erstellt von: Halbzeitfangirl - Aktualisiert am: 2016-03-18 - Entwickelt am: - 466 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Sie war kalt und hart wie Marmor und so wunderschön, wie ein Mensch nur sein kann. Sie war warm und beruhigend wie ein flackerndes Karminfeuer und so gewöhnlich, dass man ihr Gesicht gleich wieder vergessen konnte. Ihre Magie war anders, als alles, was ich je erlebt hatte. Meergrün glühte es um sie herum, während sie auf ihren Rappen stieg, der genauso ruhig wirkte wie sie, als sie losritten. Sie war die Königin, doch niemand folgte ihr.

    1
    1.Kapitel
    "Hey, Alan! Konzentrier dich!" weckte mich der Ruf meines Lehrers aus den Träumereien. "Entschuldigung." murmelte ich zerknirscht und starrte auf das leere Blatt vor mir. Ich hatte schon wieder das Gesicht der einsamen Prinzessin vor meinem inneren Auge gesehen, das mich jeden Tag verfolgte. Jede Nacht sah ich sie in meinen Träumen durch die dunklen Gänge ihres Schlosses huschen, von dem sie nicht wusste, dass es eigentlich ihres war. Sie war Dienstmädchen dort, eine Gefangene in ihrem eigenen Zuhause. Ihre Geschichte erinnerte mich an Schneewittchen, obwohl sie gar nicht so aussah wie in den Geschichten. Dunkelbraune Locken, die ihr bis zu den gebräunten Schlüsselbeinen reichten, gold-braune Augen mit langen Wimpern, die immer Schatten auf ihre hohen Wangenknochen warfen. Sie war groß und muskulös, aber immernoch schlank und kurvenreich. "Du liest zu viele Geschichten." sagten meine Eltern immer, wenn ich ihnen von meinen ungewöhnlichen Träumen erzählte. Und wenn schon, ich wollte sie nicht vergessen.
    Nach der Schule stromerte ich durch den Wald in der Nähe meines Zuhauses, das am Rande eines kleinen Dorfes lag. Dabei summte ich das Lied vor mich hin, das die Prinzessin immer sang, wenn sie mal wieder alleine in ihrem kleinen Kämmerchen saß und sich die wallenden Haare kämmte. Andere Dienstmädchen hatten sie für verrückt erklärt, genauso wie meine Mitschüler mich. "Spinner!" höhnten sie mir hinterher wenn ich mich in die letzte Reihe setzte, meine Sachen herausholte und etwas auf den Tisch kritzelte. Wenigstens konnte ich das gut; zeichnen. Die Äste unter meinen Füßen knackten, als ich mir einen Weg durch die hellbeleuchteten Büsche bahnte. Die Luft war erfüllt von Vogelgezwitscher und dem Geruch nach Frühling und Tannennadeln, den ich so sehr liebte. Plötzlich wurde es für einen Moment schwarz um mir herum und ein Gesicht tauchte vor mir auf. Das Gesicht, das ich schon so oft in meinen Träumen gesehen hatte. Doch das hier war kein Traum, da war ich mir sicher. "Hilfe!" schrie sie, bevor ihr Gesicht sich verzerrte und ich alles wieder klar sehen konnte. "Vielleicht haben meine Mitschüler ja Recht. Ich bin definitiv verrückt." knurrte ich leise und legte meinen Weg durch das Unterholz weiter fort.

    Hey, Leute. Ist noch ein ziemlich kurzes Kapitel, ich versuche sie länger zu machen.

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    Kapitel 2
    Das laute Kreischen einer Dame riss mich aus meinem wohlverdienten Schlaf. Schläfrig setzte ich mich auf und beobachtete verwirrt, wie Dienstmädchen durch den Raum wuselten und alles stehen und liegen ließen. "Was ist hier los?" fragte ich einen vorbei rennenden Adligen. "Man hat eine Leiche gefunden!" meinte er mit aufgeregter, näselnder Stimme, die ich bei den Leuten in diesem Land so hasste. Ich blinzelte. "Wie bitte? Wessen Leiche?" Er beugte sich etwas weiter vor, so dass ich seinen Schweiß riechen konnte, und antwortete:" Die Leiche einer Lady." Mein Herz machte einen Satz, als ich an meine besten Freundin Alyss dachte. "Nicht Lady Alyss, oder?" hakte ich unruhig nach. "Nein, Lady Lexa, das arme Mädchen!" seufzte er dramatisch und mir wurde klar, dass es ihm gar nicht um die Lady ging, sondern um die schön aufregende Atmosphäre um ihn herum. "Diese dämlichen Adligen." knurrte ich und mir war es in dem Moment so was von egal, ob er mich hörte. Beleidigt stürmte er davon, um die Kunde im ganzen Schloss zu verbreiten. Keine gute Idee, dachte ich, die Königin wird böse sein! Doch ich hielt ihn nicht auf. Nur ein weiterer Dummkopf auf der Todesliste der grausamen Frau, die sich fälschlicherweise Königin nannte. Ich konnte es einfach nicht glauben, dass sie die wirkliche Tochter der großen Königin Reyna sei, über die so viele Legenden erzählt wurden. Langweiliger Tratsch, sagte ich immer zu Alyss, doch innerlich beugte ich mich immer mehr zu dem Erzähler vor um mehr zu hören, da es das spannendste war, das in dem Schloss so erzählt wurde. Ich wusste nicht, ob ich an diesen ganzen Trubel um die verschwundene Tochter glauben sollte, doch eines war mir klar; die Königin war nicht diese wunderschöne Prinzessin aus den Geschichten. Klar, sie war schön, aber nicht auf diese königliche Art.
    Langsam wurde ich neugierig was mit Lady Lexa passiert war, also machte ich mich auf den Weg zu dem Platz an dem sich schon eine Traube Menschen versammelt hatten. "Aria!" begrüßte mich Alyss aufgewühlt. "Was ist hier passiert?" Ich ging nicht auf ihre Begrüßung ein. "Wir wissen es noch nicht, es sieht nicht aus, als ob sie ermordet worden wäre. Eher, als wäre sie einfach so umgekippt, aber für einen Herzinfarkt war sie zu jung und sportlich.", überlegte sie. "Vielleicht hat sie etwas zu Tode erschreckt..."

Kommentare (2)

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HaileyShooter (72091)
vor 466 Tagen
Schreib gerne weiter!
LG
Nienna (04520)
vor 477 Tagen
Bitze Bitte schreib weiter, ich liebe diese Geschichte❤