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Diggedy Dave

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2 Kapitel - 2.327 Wörter - Erstellt von: Diggedy 'Therry' Dave - Aktualisiert am: 2016-07-14 - Entwickelt am: - 617 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Violette Augen, die dich prüfend mustern. Ein sarkastisches Lächeln auf den schmalen Lippen und eine Stimme so sanft wie die Sonne auf deiner Haut. Seine Art zu töten grausam und sadistisch.

(Kategorie CreepyPasta)

1
Sie war schön, so schön. Blondes Haar ergoss sich über ihre schmalen Schultern, die Haut war weiß wie jungfräulicher Schnee.
Unsicher hob sie den Blick, ihre kornblumenblauen Augen streiften den meinen und ließen mich erzittern.
Sanft verzogen meine Lippen sich zu einem Lächeln und ich kniete mich vor sie. Erschrocken zuckte sie zurück und drehte wimmernd den Kopf weg. Ich hatte sie knebeln müssen, denn sie hatte geschrien. Das war nicht nett.
"Alles ist gut, meine Schönheit. Ich will doch nur mit dir spielen."
Vorsichtig streckte ich die Hand aus und strich mit den Fingerspitzen über ihre rosigen Wangen. Ihre Haut war so warm gegen meine winterkalte.
Langsam glitten meine Finger über ihre zarten Kieferknochen, wanderten den schlanken Hals hinab und blieben dort liegen, wo ihr Puls unter ihrer Haut flatterte.
"Ich liebe dieses Gefühl", flüsterte ich, meine Stimme so sanft wie noch nie.
Mit der anderen Hand löste ich ihren Knebel und das weiße Tuch fiel zu Boden. Mein Blick glitt von meinen Fingerspitzen zu ihrem Gesicht.
Ja, sie war ängstlich, aber in ihren Augen lag noch ein Funke von Widerstand.
Vorsichtig öffnete sie ihren Mund, bewegte die Lippen, die die Farbe von Rosenblättern hatten und stellte eine Frage, die mich in meine Vergangenheit zurückwarf.
"Bist du stolz darauf, was du tust?"
Ihre Stimme war nicht mehr so seidig, wie damals, als ich sie zum ersten Mal gehört hatte, sondern klang wie das Fauchen einer wütenden Katze.
Meine Augen schlossen sich, und ich hörte, sah und spürte etwas ganz anderes.

"Gut gemacht, mein Junge". Eine Hand strich über meinen Kopf und blieb im meinem Nacken liegen. Grinsend hielt ich das Gewehr vor meine Brust und sah auf, auf in seine Augen. Er hatte mich gelobt!
Stolz lächelte Daddy mich an und warf dann einen kurzen Blick auf den Hasen, den ich zielsicher erschossen hatte.
"Ich bin stolz auf dich!"
Mein Lächeln vertiefte sich und ich rannte vor, direkt zu dem Hasen. Er zuckte noch, Blut rann aus seiner Flanke und beschmutzte das weiße Fell. Ich wollte keine weitere Patrone für ihn verschwenden. Ich durfte kein Mitleid haben, Mitleid war etwas für dumme Menschen, hatte Daddy gesagt.
Ich packte einen Stein, der am Boden lag und schlug dem Hasen damit auf den Kopf. Es knackte, ein seltsam feuchtes Geräusch.
Blut breitete sich auf dem Boden aus und zufrieden richtete ich mich wieder auf.
"Lass ihn liegen, David. Jetzt ist er tot und zu nichts mehr zu gebrauchen."
Grinsend schulterte ich das Gewehr und ging voraus. Heute war ein schöner Tag.


Ich stöhnte auf und öffnete flatternd die Augen. Ihr Blick war prüfend. So hatte sie mich auch angesehen, als ich nach Hause gekommen war.
"Du siehst mich an wie sie", flüsterte ich und ich bekam Kopfschmerzen. Blitze zuckten hinter meinen Augenlidern, bunte Bilder meiner Vergangenheit, die sich mit der Gegenwart mischten.
Meine Hand schloss sich um ihren schlanken Hals, die spitzen Fingernägel gruben sich tief in ihre Haut.
Ihr leiser Schrei war Musik in meinen Ohren.
"Du... siehst....aus....wie....sie!"
Meine Stimme war ein verzerrtes Keuchen, während ich fester zudrückte und die Augen schloss.

Ihr Blick, als wir nach Hause kamen. So....unverständig. Sie hat uns nie verstanden. Wütend starrte sie das Gewehr in meinen Händen an. Mürrisch zog ich den Kopf ein und rannte nach oben, hinein in mein Zimmer und warf mich auf mein Bett, ließ die Waffe neben mir liegen.
"Du kannst ihm doch nicht schießen beibringen! Er ist doch sowieso schon seltsam!"
Immer diese Vorwürfe, die sie Daddy machte. Ich wollte ihn nicht verlieren, denn wir brauchten ihn. Ich brauchte ihn.
"Er muss es lernen. Wenn das Armageddon kommt, wird er sich zu wehren wissen! Mit Gott an seiner Seite..."
"Hör mir auf mit deinem Gott! Ich werde nicht zulassen, dass du unseren Sohn noch weiter verkorkst."
Schluchzend vergrub ich das Gesicht in meinem Kissen. Sie machte alles kaputt!


"Du machst alles kaputt!"
Mein Wimmern war ein schwaches Echo meiner Vergangenheit und Tränen strömten über meine Wangen. Zitternd lockerte ich meine Hand und sie hörte auf zu würgen. Auch sie weinte, wir beide weinten.
Meine Hand glitt von ihrem Hals und ich stand auf.
"Du musst bereuen", hauchte ich und drehte mich zu meinem Tisch um. Glitzernd lagen sie da, meine Folterinstrumente.
Jedes von ihnen gepflegt und mein ganzer Stolz.
Ich nahm ein kleines Skalpell zur Hand und hielt es liebevoll ins Licht, dass durch die schmutzige Glasscheibe in den Raum fiel.
Dann trat ich auf sie zu und packte ihren Arm. Mein Atem ging schneller, als die scharfe Klinge über ihre Haut glitt, dass dunkle Blut hervortrat und sie aufschrie.
"Schrei so viel du willst, hier unten hört dich niemand", raunte ich ihr zu und leckte die dunkelrote Flüssigkeit von ihrer Haut. Das Blut schmeckte metallisch, ihre Haut süßlich. Der Geschmack war berauschend und Energie breitete sich in meinen Adern aus, ich krümmte den Rücken und jammerte leise.
Ich konnte fühlen, den Schmerz, den Hass, die wilde Lust und Gier...
Seit meinem Tod war dies der einzige Weg, wie ich fühlen konnte.
Ein letztes Mal leckte ich gierig über die Wunden, doch es war nicht genug Blut, es begann zu gerinnen.
Wütend riss ich den Kopf und knurrte. Ein wilder Laut, blutrünstig und animalisch.
Ihre Augen weiteten sich vor Schreck und sie wimmerte nur noch leise. In ihren Augen stand Schmerz geschrieben, und Angst.
Grinsend vergrub ich eine Hand in ihrem duftenden Haar und lehnte meine Stirn an ihre.
"Ich könnte so viel mit dir machen. Die die Kehle aufschneiden und dich ausbluten lassen", knurrte ich und schnitt mit dem Skalpell leicht in ihre Haut.
Sie zuckte zusammen und wimmerte erneut.
"Ich könnte dich aber auch immer und immer wieder vergewaltigen, über Tage und Monate hinweg, bis du an deinen inneren Verletzungen stirbst", hauchte ich und küsste sie auf die Lippen. Ein wenig Widerstand war noch in ihr, denn sie wehrte sich gegen ihre Fesseln und versuchte den Kopf wegzudrehen.
Ich verstärkte den Griff in ihrem Haar, ließ aber von ihr ab und trat so weit zurück, dass ich sie mustern konnte.
"Aber daran habe ich keinerlei Interesse."
Ihr Kopf sackte nach vorne, als ich ihr Haar losließ und zurücktrat, um das Skalpell auf den Tisch zu legen.
Seufzend ließ ich den nächsten Schwall Bilder zu, es war schließlich unvermeidlich.

Kommentare (1)

autorenew

April , the 1st (40050)
vor 491 Tagen
Uuuuh , ich mag es!
Viele Kriterien kann ich wahrscheinlich noch nicht richtig beurteilen , aber Schreibstil und der OC gefallen mir sehr gut ^^
Über Zusammenarbeit würde ich mich wirklich freuen ,
das dürfte ...
interessant werden xD