Springe zu den Kommentaren

One Piece Of Us - Teil 12

star goldstar goldstar goldstar goldstar greyFemaleMale
1 Kapitel - 1.743 Wörter - Erstellt von: NoStar5 - Aktualisiert am: 2016-03-16 - Entwickelt am: - 783 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

1
Kapitel 12 Lees Sicht Ich öffnete die Augen und sah… Wasser? Ächzend drehte ich mich auf die andere Seite. Mein Kopf schmerzte, aber es war erträ
Kapitel 12

Lees Sicht
Ich öffnete die Augen und sah… Wasser? Ächzend drehte ich mich auf die andere Seite. Mein Kopf schmerzte, aber es war erträglich. Vor mir sass Falkenauge und polierte seinen kleinen Dolch, welchen er immer an einer Kette um seinen Hals trug. Er schaute kurz zu mir hinab, als er bemerkte, dass ich mich bewegt hatte. Ich setzte mich langsam auf, und rieb mir den Kopf, wobei ich einen dicken Verband spürte. Ich sah wieder zu meinem Mentor. Noch immer keine Reaktion. Hatte ich irgendetwas falsch gemacht? Okay, ich war in seine Konferenz gestürzt und hatte vielleicht ein bisschen Aufmerksamkeit im Dorf erregt, aber deshalb konnte er mir doch nicht böse sein und mich so ignorieren, oder?
„Wie lange hab‘ ich geschlafen?“ fragte ich vorsichtig.
„Ein paar Stunden.“
Mehr kam nicht. Nur diese drei schlichten Worte. Na ja, ich sollte froh sein, immerhin schrie er mich nicht an, oder antwortete überhaupt nicht. Falkenauge war eh nicht so der gesprächige Typ, wahrscheinlich war er nicht mal böse auf mich, ich machte mir einfach zu viele Sorgen… hoffte ich jedenfalls.
„Ähm…“ fing ich an. Ich hatte plötzlich das Bedürfnis mit ihm zu reden. „Tut mir leid, dass ich einfach so reingeplatzt bin, hehe. Ich hoffe, ich hab‘ nicht zu sehr gestört.“ Ich kratzte mich verlegen am Kopf. Falkenauge sah auf und blickte mir fest in die Augen. Sofort drehte ich mich weg. Ich mochte es überhaupt nicht, wenn mir jemand in die Augen schaute. Es wirkte immer so… bedrohlich.
„Nein, aber es wäre besser gewesen, wenn du irgendwo anders hingegangen wärst. Durch dein Erscheinen wurde der Ausgang unseres Gespräches recht… Interessant.“ Interessant also. Sagte mir ja unheimlich viel.
Wieder Stille. Langsam wurde ich echt unruhig, obwohl es mir normalerweise ja lieber war, als vollgelabert zu werden. Die Stille liess mich wieder an meine Begegnung mit dem Biest denken, an meine Schmerzen und an die verbrannte Leiche des Holzfällers. Ich brauchte dringend Ablenkung. Ich dachte fieberhaft nach, mit welchem Thema ich Falkenauge zum Reden bringen konnte, was sich als äusserst schwer herausstellte, da er über fast nichts gerne sprach.
„Ach ja, was ich dich noch fragen wollte…“ versuchte ich es von neuem. „Warum hat Doflamingo eigentlich Japanisch gesprochen? Ich dachte, die ganzen Sprachen, die du mir beigebracht hast, sind längst ausgestorben.“ Er lehnte sich zurück und zog sich seinen Hut tiefer ins Gesicht. „Dir ist es also aufgefallen?“ Es klang mehr nach einer Frage, als einer Feststellung. „Hab‘ ich doch gerade gesagt!“
„Mh.“
„Und, weisst du warum? Irgendeine Theorie?“
„Ein Test.“
Jetzt war ich vollkommen verwirrt. „Hä? Was meinst du damit?“ Mein Mentor starrte zum Himmel. „Überleg doch einmal, was für einen Grund hätte jemand, der plötzlich eine andere Sprache spricht?“ Ich zuckte die Schultern. Weder wusste ich die Antwort, noch verstand ich überhaupt die Frage. Mein Gesprächspartner schien das bemerkt zu haben. „Um es anders zu formulieren: Was für Vorteile würde Doflamingo daraus ziehen, wenn er mit einer anderen Person eine Sprache spricht, die schon seit Jahrzehnten, vielleicht Jahrhunderten, nicht mehr benutzt wird?“ Langsam dämmerte es mir. „Na ja, Aussenstehende würden das Gespräch nicht verstehen, oder?“ Er nickte. „Und genau da kommst du ins Spiel.“ Ich machte grosse Augen. Was hatte ich jetzt damit zu tun? „Nun, Doflamingo kennt mich inzwischen gut genug, um zu wissen, dass ich mehrere alte Sprachen beherrsche. Aber würde er sich die Mühe machen, sie in einem so belanglosen Gespräch zu gebrauchen? Vielleicht. Aber warum spricht er dann ein kleines Mädchen so an?“ Hm, jetzt wo er es sagte, war es schon seltsam gewesen, dass mich der Typ im Federmantel auf Japanisch angesprochen hatte, obwohl er vorher doch ganz genau unser Gespräch auf Deutsch mitgehört hatte… „Wahrscheinlich wollte er etwas herausfinden, eine Information über dich, die für ihn irgendeine Rolle spielt.“
„Aber was würde ihm das bringen, wenn er weiss, dass ich mindestens eine der alten Sprachen spreche?“
„Glaubst du, du könntest ihn im Kampf besiegen?“ Das kam jetzt unerwartet. Was hatten denn bitteschön Sprachen und Kämpfe gemeinsam? "Nein, vermutlich nicht.“ Antwortete ich ehrlich.
„Weisst du, wie du es schaffen würdest?“
„Wie?“
„Indem du deine Hausaufgaben machst, Lee. Bringe möglichst viel über deinen Gegner in Erfahrung, und zwar schnell. Finde alles über ihn heraus. Sein Lieblingsessen, sein Frauengeschmack, wann er jeden Morgen aufsteht. Mögen diese Informationen noch so belanglos erscheinen, aus ihnen kannst du dir seine Schwächen erschliessen, denn Wissen ist Macht. Was bringt es dir, wenn du viel Muskelkraft und Ausdauer hast, wenn du deinem Gegner mental unterlegen bist? Merk es dir: Je mehr du weisst, desto stärker hast du deine Feinde in der Hand.“
Ich schluckte schwer. Bisher hatte ich nur an meine körperliche Kraft gedacht, mir war nicht einmal in den Sinn gekommen, dass hinter Falkenauges Unterricht noch ein tieferer Sinn verborgen gewesen war. Aber wenn Mingo schon jetzt Dinge über mich herausfinden wollte, dann… „Betrachtet er mich also als seinen Feind?“
„Im Moment noch nicht, aber er weiss, dass du ihm früher oder später Probleme bereiten wirst.“ Hörte sich ja ganz toll an. Ein komischer Typ, der wahrscheinlich noch ein Psychopath oder so war, versuchte etwas über mich herauszufinden, nur um später, also wahrscheinlich in mehreren Jahrzehnten, auf mich Jagt zu machen und mich so einfacher töten zu können. Ich meine, was wollte man mehr? Das wäre doch die perfekte Geschichte für ein Buch, oder einen Aufsatz, oder so, oder?
„Ist deine Frage damit beantwortet?“ riss mich Falkenauge aus meinen Gedanken. Ich nickte nur und schloss die Augen. Von der Frage, warum Doflamingo eine andere Sprache gesprochen hatte, bis hin zu ‚Wissen ist Macht‘. Kein Wunder, dass ich jetzt total müde war und wieder Kopfschmerzen hatte.

Nach wenigen Stunden, die mir vorkamen wie eine halbe Ewigkeit, erreichten wir endlich die Insel, auf welcher ich nun seit zwei Jahren wohnte. Schnell sprang ich auf den Steg und streckte mich erst einmal ausgiebig, da auf Falkenauges Floss nicht genügend Platz dafür gewesen war. Schlechte Idee. Meine Haut war immer noch krebsrot und fühlte sich an, als würde sie jeden Moment reissen, und von meinem Fuss wollte ich gar nicht erst anfangen… Ich wollte einfach nur noch zur Burg, ins Bett liegen und schlafen. Sofort machte ich mich auf den Weg, ohne auf meinen Mentor zu achten, der ein Stück zurückfiel, mit einer Teleschnecke in der Hand. Na ja, wahrscheinlich sprach er gerade mit irgendeinem Admiral oder sonst wem. Mich interessierte das herzlich wenig.
Ich wollte schon durch das grosse Tor hinein in die Burg gehen, als er mich zurückpfiff. Deprimiert lief ich zu ihm zurück und blieb mit genervtem Blick vor ihm stehen. „Morgen um fünf hier. Sei bloss pünktlich!“ Mit diesen liebevollen Worten ging er an mir vorbei. „Dir auch gute Nacht!“ rief ich ihm noch hinterher. So wie ich Taka no Me kannte, würde morgen um fünf eine Strafe für irgendwas auf mich warten. Da konnte es doch nicht schaden, vorher noch ein bisschen nett zu sein, um ihn eventuell umzustimmen, oder? Na ja, egal…
Auch ich ging hinein. Auf halbem Weg in mein Zimmer fing mein Magen plötzlich an zu knurren. Stimmt ja, ich hatte ja die ganze Zeit über nichts gegessen. Also machte ich kehrt und marschierte Richtung Küche. Im Gegensatz zu Melinas Haus hatte es hier keinen Kühlschrank, nicht einmal eine Obstschale oder ähnliches. Reste gab es auch keine, was grösstenteils immer an mir lag. Hier wurde immer frisch gekocht, bis vor kurzem hatte ich noch gedacht, dass das Angestellte oder so erledigten, aber als ich dann vor ein paar Tagen Falkenauge vor dem Herd gesehen hatte. Bei der Erinnerung schossen mir zwei Fragen durch den Kopf. Erstens: Wie fand er die Zeit dazu? Ich dachte, er würde immer bis zum Essen in der Bibliothek oder in seinem Arbeitszimmer sitzen und lesen oder irgendwelche Formulare ausfüllen. Und zweitens: Warum zum Teufel war mein Mentor immer noch alleinstehend? Gut, ich kannte mich jetzt noch nicht so mit der Liebe und so aus, aber wenn ich Falkenauge jetzt so beschrieb… Er konnte sehr gut kämpfen, war schlau, sah einigermassen gut aus (glaubte ich jedenfalls, noch konnte ich das nicht wirklich beurteilen), UND konnte unglaublich gut kochen. Die einzige, was vielleicht etwas abstossend auf Frauen wirken konnte, war sein Charakter. Ich hatte mal irgendwo aufgeschnappt, dass die meisten Frauen einfühlsame und humorvolle Männer mochten. Und DAS war Taka no Me ganz sicher NICHT. Aber daran konnten wir ja noch arbeiten…
Ich öffnete die Tür zur Vorratskammer auf der Suche nach etwas essbarem, doch alles was ich fand war… Spinat. Igitt! Vielleicht schmeckte er ja angebraten gut? Gesagt, getan: Ich holte also eine Pfanne und eine Flasche Öl heraus und begann, das Gemüse klein zu schneiden. Ich schaltete den Herd auf volle Stufe und wartete. So machte man es doch, zuerst Pfanne erhitzen und dann Öl hineingeben, oder? Ich hatte noch nie gekocht, aber meine Intuition hatte mich in solchen Sachen noch nie getäuscht! Wieviel Öl musste ich jetzt eigentlich reinschütten? Wenn ich zu wenig nehmen würde, würde der Spinat sicher anbrennen. Würde ich zu viel nehmen, würde das Gemüse frittiert werden. Wobei, frittiert hörte sich doch noch ganz gut an… Schnitzel war doch frittiert oder? Oder vielleicht doch paniert? Egal, war doch eh alles dasselbe!
Mit diesen Gedanken öffnete ich die Flasche und kippte den gesamten Inhalt in die heisse Pfanne. Genau in diesem Moment kam Falkenauge in die Küche. Ha! Jetzt konnte ich ihm beweisen, dass ich auch mal etwas ohne ihn hinbekam!
article
1457873272
One Piece Of Us - Teil 12
One Piece Of Us - Teil 12
http://www.testedich.de/quiz40/quiz/1457873272/One-Piece-Of-Us-Teil-12
http://www.testedich.de/quiz40/picture/pic_1457873272_1.jpg
2016-03-13
407B
One Piece

Kommentare (13)

autorenew

I Love Anime Ss (49701)
vor 8 Tagen
Bitte schreib weiter tolle geschichte
Bahar (97529)
vor 341 Tagen
Ich finde du soltes weiter schreiben
keine Ahnung (68397)
vor 556 Tagen
An alle Leute und Planeten und so hier könnt ihr mal meine Geschichte lesen? Das wäre so nett von euch
Trafalgar D. Water Alice (24135)
vor 588 Tagen
Die beste Story die ich bis jezt gelesen habe. Bitte mach schnell weiter !
charly (64820)
vor 600 Tagen
Ich finde die Story richtig cool ! Schreib bitte weiter
;)
RiaReh (70513)
vor 620 Tagen
Ich liebe diese Story :)
Diese ist mal komplett anders geschrieben wie die anderen die sonst hier hochgeladen werden :)
Ich finde deinen schreibstil so verträumt wirklich toll. Mach weiter so
Lady _Light (61466)
vor 626 Tagen
Ich finde deine Geschichte ist toll und der Teil ist voll lustig schreib bitte weiter >.
NoStar5 (23327)
vor 677 Tagen
@misaki D. mira
Lee sollte eigentlich ein Mädchen sein 😅 Ich versuche das in nächster Zeit etwas mehr zu betonen. Danke für den Tipp 👍🏻
misaki D. mira (25487)
vor 677 Tagen
un erhlich zu sein ka ob es ein jubge oder mädchen ist😂👌
Selina66 (69437)
vor 686 Tagen
Echt hübsch, bitte schreib weiter
lilu (72965)
vor 693 Tagen
Cool echt du musst unbedingt weiter schreiben bitte
Wolf der Elemente (49516)
vor 699 Tagen
Ich finde deine Geschichte sehr schön:)
Michelle (47937)
vor 699 Tagen
Nicht übel

Mach weiter