Pokemon Lovestory N&Liberty 25

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1 Kapitel - 1.132 Wörter - Erstellt von: LibbyPokemon - Aktualisiert am: 2016-03-12 - Entwickelt am: - 261 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

In zwei Jahren kann sich viel verändern. Aber wahre Liebe nicht...

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    Libertys Sicht:

    Ich starrte auf mein Buch und kämpfte mit den Tränen. Es war wohl keine gute Idee gewesen eine kitschige Liebesgeschichte zu lesen. Immer wieder tat es so weh an N erinnert zu werden. Ich beneidete inzwischen Romeo und Julia. Sie waren bis zum Ende zusammengeblieben.
    Aber N und ich...
    Mir liefen Tränen über die Wangen. Ich konnte sie nicht zurückhalten. Ich liebte N noch immer genauso sehr wie damals, als er mich zum Abschied geküsst hatte.
    Meine Tränen tropften auf das Buch. ich unternahm keinen Versuch sie wegzuwischen. Würde der Schmerz nie verschwinden?
    "Liberty, du ruinierst das Buch!"
    Eine behandschuhte Hand schnappte mir meinen Lesestoff weg. Ich sah hoch. Mylene fuchtelte mit dem Roman herum.
    "ich habe dir gesagt, du sollst sowas nicht lesen!", schimpfte sie.
    "Ist doch meine Sache", erwiderte ich verärgert. Nicht wie man annehmen sollte, weil Mylene mit mir schimpfte, sondern weil sie MEINE Jacke trug.
    "Reg' dich nicht so auf Kleine!", sagte Mylene lässig und zupfte die Jacke zurecht. Sie wusste ganz genau, warum ich mich ärgerte "Die steht mir eh besser als dir"
    Ich wusste natürlich, dass sie mich nur ablenken wollte, aber ich fiel trotzdem darauf rein. Außerdem hatte sie Recht.
    "Aber du könntest mich fragen, bevor du meine Sachen anziehst", widersprach ich halbherzig.
    Mylene zuckte mit den Schultern. "Ich frage dich lieber, ob ich aussehe wie ein Mensch!"
    Sie stand auf und drehte sich einmal um sich selbst. Mylene hatte vor einigen Wochen entdeckt, dass ein wenig Schminke und ein paar Klamotten genügten um sich recht wirkungsvoll als Mensch ausgeben zu können. Seitdem war mein Kleiderschrank nicht mehr vor ihr sicher. Vor allem meine Jeansjacken gefielen ihr ziemlich gut. Diesmal hatte sie eine im Stonewashedlook angezogen, zusätzlich einen Jeansrock, Leggings, Turnschuhe, eine Kappe und eine Sonnenbrille. Nichts davon gehörte theoretisch wirklich ihr. Praktisch schon. Mylene hatte ungefähr 90% meines Kleiderschranks annektiert. Hieß: Den ganzen Inhalt. Zum Glück konnte sie nicht alles gleichzeitig tragen, aber ich war dazu übergegangen sie zu fragen, ehe ich irgendetwas anzog.
    "Ja, sieht ziemlich echt aus"
    "Kannst du mir noch die Haare färben?", Mylene setzte einen Hundeblick auf (Ich: Sei nicht albern Liberty: Hunde existieren nicht!)
    Ich seufzte "Von mir aus. Aber beklage dich nicht, wenn es nachher grauenhaft aussieht"
    Wider Erwarten sah das Ergebnis überraschend natürlich aus. Mylenes Haare waren kastanienbraun und glänzend. Nicht der kleinste Schimmer grün war zu sehen.
    "Perfekt!", jubelte Mylene und hüpfte, wie eine Dreizehnjährige, durchs halbe Haus.
    Ich musste zugeben, dass ihre Verkleidung damit perfektioniert war. Niemand, der sie nicht kannte, würde Mylene jetzt noch für ein Pokemon halten. Was N wohl davon halten würde?
    Nein, nur nicht an N denken! Ich spürte wie sich wieder die Tränen in meinen Augen sammelten.
    "Nicht weinen!", Mylene stand plötzlich wieder neben mir. "Weißt du was du brauchst?", fragte sie freundlich "Einen Tapetenwechsel! Wieder reisen, etwas Neues sehen! Es ist ja kein Wunder, dass du total depri wirst, wenn du den ganzen Tag zuhause rumhängst!"
    Ich dachte nach. Eigentlich war es keine schlechte Idee. Noch einmal durch Einall wandern, neue Erfahrungen machen, auf andere Gedanken kommen... Ich würde N nie vergessen und ganz bestimmt nicht aufhören ihn zu lieben, aber vielleicht, ganz vielleicht, würde ich irgendwann an ihn denken können und mich einfach nur über die schöne Zeit freuen, die wir zusammen verbracht hatten.
    "Ich werde darüber nachdenken", versprach ich. Ich ging hinaus und setzte mich in mein Auto. Es war kein Modell, wie man es von einer Heldin der Einallregion erwarten würde. Es war ein älterer staubig grüner Kombi, zu alt um modern und zu neu um ein Oldtimer zu sein. Ich griff blind in das Handschuhfach und legte die erste CD ein, die ich in die Finger bekam. Alte Popmusik, passend zum Auto. Dann fuhr ich einfach los. Ich hatte kein Ziel im Kopf, wahrscheinlich würde ich ein wenig durch die Gegend fahren und mich schließlich in irgendein Café setzen. Ich brauchte einfach etwas Zeit für mich.
    Ich fuhr langsam eine Landstraße entlang, als mir jemand auffiel, der, oder vielmehr die, zu Fuß unterwegs war. Die Frau trug ihre hellblonden Haare kurz und hatte eine grüne Mütze auf. Ich kurbelte das Fenster runter.
    "Hey, Bell!"
    Bell drehte sich überrascht um, dann lief sie, so schnell sie es mit dem großen Paket, das sie im Arm trug, konnte.
    "Liberty, was machst du denn hier?", rief sie.
    "Sieht so aus, als säße ich im Auto", scherzte ich "Und du?"
    Bell deutete auf ihr Paket. "Ich soll einem kleinen Mädchen in Eventura City ein Starterpokemon geben"
    Ich versuchte mir eine Karte von Einall in Erinnerung zu rufen. "Eventura City? Das ist aber ziemlich weit, oder?"
    Bell nickte. "Ja, mir tun die Füße schon jetzt weh"
    "Ich könnte dich fahren", bot ich an.
    Bells Miene hellte sich auf "Echt?"
    "Ja", antwortete ich und dachte an Mylenes Vorschlag "Ein wenig Reisen könnte mir guttun. Steig ein!"
    Bell nickte und nahm auf dem Beifahrersitz Platz.
    "Was hast du eigentlich in den letzten Jahren so gemacht?", fragte sie.
    Ich konnte ihr wohl schlecht sagen, dass ich depressiv zuhause gesessen und an N gedacht hatte, also sagte ich nur "Nicht viel"
    "Aber du musst doch irgendwas gemacht haben", bohrte Bell nach
    "Nichts Besonderes"
    "So?", Bell betrachtete mich prüfend, weshalb ich schnell sagte:
    "Jetzt gehe ich erstmal reisen. Ich möchte wieder was Neues erleben"
    "Aha", sagte Bell.
    Den Rest der Fahrt schwiegen wir.

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