Bellatrix' wahre Vergangenheit.

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1 Kapitel - 4.258 Wörter - Erstellt von: Lucia Longbottom - Aktualisiert am: 2016-03-11 - Entwickelt am: - 456 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Dies ist eine kleine FANFIKTION, die ich einfach mal so geschrieben habe. Sie wird aus der Sicht eines Mannes, Alexander Ivanow Wolkow, erzählt.

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    Diary

    ~Liebes Tagebuch,
    Heute, dem 31.05.1949, schreibe ich dir. Mal wieder. Die Sorge nagt tief an uns. Während wir in der Holzhütte der alten Dame Rast halten, tobt um uns der Sturm, sodass die Balken knarzen. Der Staub rieselt mir unangenehm oft in den Nacken und der Gestank des toten Gregor Koslow. Langsam nimmt auch meine Hygiene ab, doch ich weigere mich strikt, zu duschen. Ich darf nie unaufmerksam sein...
    Die Hütte ist eingeteilt in zwei Räume, Schlaf-, Wohn- und Badezimmer und hinter einer Abtrennung noch die Küche. Meine Frage an Gott lautet: Hätte man Küche und Bad nicht tauschen können?
    Gerade bergen zwei unserer Männer, Igor und Peter, die restlichen Kameraden, die dem Sturm und den Todessern zu Tode fielen. Mich graust der Anblick der silbernen Masken, die gespenstisch in der Dunkelheit auftauchen und uns töten. Sie kämpfen mit Waffen, die sie Zauberstäbe nennen. Mein Vater erzog mich zur Gläubigkeit der wahren Dinge, nicht der Dinge, die unnatürlich durch die Welt zogen. Покойся с миром, мой отец (Ruhe in Frieden, mein Vater).
    Während die Nacht an uns vorüberzieht, Tagebuch, muss ich mit ansehen, wie immer mehr meiner Kameraden in die Dunkelheit ziehen. Sie öffnen die schwere Eichentür, huschen hindurch, schließen sie wieder. Danach hört man nur noch einen langen, schrillen Schrei. Ich spüre schon Gänsehaut an meinen Armen.
    Ich habe Angst. Schreckliche Angst. ~


    ~Liebes Tagebuch,
    Heute, dem 01.06.1949, werde ich nach draußen gehen. Nur noch Sergej, Wladimir und Ich, Alexander, sind noch in diesem Haus.Ich ähnele einem Feigling, einem Schwächling. Простите, отец (Entschuldige, Vater).
    Ich werde jetzt die Augen schließen und meine Erinnerungen noch einmals durchleben. Meine gesamten, traurigen Erinnerungen.~

    Realität:

    "Alexander, kommen du? Raus!", meint Sergej neben mir in gebrochenem Deutsch. "Sturm nachgelassen. Todesesser weg." Seit zweieinhalb Jahren lernen wir in der Armee Deutsch, doch bei ihm schien es nicht zu helfen.
    In Gedanken sage ich stumm 'Todesser', doch dann rapple ich mich auf und folge Sergej und Wladimir hinaus. Als einer der beiden die Tür öffnet, verstecke ich mein Tagebuch unter einem Stuhlkissen, mit der Hoffnung, es noch lebend wieder aufzufinden.
    "Alexander! Kommen du!", brüllt Sergej mir ins Ohr und erschreckt fahre ich zusammen. Ich nicke angewidert und wische mir die Spucketropfen von der Wange. "Sergej, der Sturm ist vergangen. Die Todesser sind -wie sagt man noch-отсутствующий? Ach ja, verschwunden!", meint Wladimir und ich bin darüber erstaunt, dass wenigstens er einen vernünftigen deutschen Satz bilden kann.
    Ich stelle mich hinter ihn und hoffe, dass beide meinen klopfenden Herzschlag nicht hören. Atemlos sehe ich zu, wie Sergej die Tür öffnet und der regnerische Sturm in das Haus eindringt. Langsam kämpfen die Männer und ich uns vor, die Hütte hinter uns lassend, den Sturm im Gesicht. Immer wieder peitschen Zweige an unsere Körper, die dicken Lederuniformen bieten kaum Schutz. "Wie weit noch zum Unterschlupf?", brüllt Sergej und ich höre den leichten Ton von Stolz in seiner Stimme. Wahrscheinlich, weil er einen perfekten, korrekten Satz gebildet hatte.
    "Kaum noch. Da vorne ist er!", brüllt Wladimir kurz zurück und tatsächlich:
    Im trüben Nebel des Gewittersturmes kann man weit entfernt ein schemenhaftes Gebäude ausmachen. Ich reiße begeistert die Faust in die Luft und genau das rettet mir das Leben. Mit einem lauten Ächzen wird Wladimir vor mir in die Luft gehoben und landet zwanzig Meter weiter in einer der hohen Bäume. Er rührt sich nicht mehr. Panisch schaue ich mich um und bemerke, dass auch Sergej nicht mehr an seinem Platz läuft. Dort, wo er zuvor stand, sind nur noch schlammige Fußspuren zu sehen. Ängstlich hocke ich mich auf den Erdboden und bete zu Gott, dass mir nichts passiert. Mitten im 'Vaterunser' höre ich über mir plötzlich ein lautes Kreischen und reflexartig hebe ich den Kopf.
    Alles, was ich sehe, ist schwarzes Flimmern.
    "Hilfe!", brülle ich,"Помогите! Hilfe!"
    Keine Antwort, nur das hämische Lachen eines Menschen. Voller Schrecken starre ich nach links und rechts, doch niemand ist zu sehen. "Hilfe! Warum!", rufe ich, die Augen schreckgeweitet zum Himmel.
    "Warum schreist du denn, kleiner Knecht!", gackert jemand in mein Ohr und ich schaue nach oben in das jugendliche Gesicht einer Frau. "Was?", brülle ich, den Blick kann ich jedoch nicht von den Augen des Mädchens abwenden. Sie sind schwarz, schwarz, wie die Nacht, schwarz wie der Tod, schwarz wie die...Hoffnung.
    "Na, komm Kleiner, wehr dich! Oder soll ich eher sagen ; Защитить себя, или вы умрете! (Verteidige dich, sonst stirbst du!)
    "Wer bist du?", brülle ich in den Regen und ihr Lachen ertönt grausam in meinen Ohren. So hell und doch überheblich.
    "Na, na, das willst du nicht wissen. Hmm, bist aber schlau, und greifst nicht an wie deine anderen Kumpanen.", lacht sie und schwebt zu mir herunter. "Du scheinst klüger, vorsichtiger und...stärker zu sein.", murmelt sie und streicht mir über den Arm. Ihre Berührung löst in mir ein eiskaltes Kribbeln aus. "Was willst du?", frage ich leise. Ich bemerke gar nicht, wie der Regen mir ins Gesicht rinnt, als sie meint:"Dich zu meinem Meister bringen."
    Plötzlich packt sie meinen Arm, es dreht sich alles und im nächsten Moment sind wir verschwunden.

    ~Liebes Neues Tagebuch,
    Heute, dem 04.06.1949, schreibe ich dir. Seit mehreren Tagen bin ich nun von dem Mädchen mit genommen worden. Sie hat mich in ein vornehmes, helles Haus gebracht, dessen Herren Malfoy heißen. Mit dem Jungen Knaben, Lucius Malfoy, einen 5-Jährigen "Zauberer", verstand ich mich vom Moment an. Er wollte immer mit mir ein Spiel spielen, ich sollte ein Glas in die Hand nehmen und er "zauberte", wie er es nannte, mir mit einem Spruch aus der Hand. Empillamus, oder so.
    Das Mädchen mit den schwarzen Augen hatte sich als Druella Black herausgestellt. Was für ein passender Nachname, denn auch ihre Haare sowie die Kleider und Umhänge waren schwarz. Ich muss nun Schluss machen, die Hausherrin, Cloelia Malfoy, ruft mich zum Essen.~

    Realität:

    "Alexander!", ruft Lucius aufgeregt und zeigt auf mich. "Bring mir noch mehr Russisch bei! Das ist witzig!"
    Meine Güte, ist das Kind hochgebildet! Immer und immer wieder fragt es nach neuen russischen Wörtern, doch es macht mir Spaß, seine Fragen zu beantworten. "Was heißt 'Elfenkopf'?" Diese Frage verwundert mich kaum noch, denn ich habe von Cloelia Malfoy eine genaue Anweisung der Hauselfen, den magischen Geschöpfe, gegenüber bekommen. Lächelnd sage ich:"Golova El'fy. Betone das zweite 'O' stärker als das erste, dann ist es richtig."
    Gerade will Lucius mit der Aussprache des Wortes anfangen, da löst sich eine Gestalt aus dem Schatten und ich erkenne Druella in ihr. "Kann ich euch beide mal kurz unterbrechen? Ich muss etwas Wichtiges mit Alexander besprechen..." Grinsend stehe ich auf und sage dem Jungen, dass er sich schon mal neue Wörter überlegen soll. "Hab ich schon! Hippogreif! Zauberstab! Lord!" Leise erstirbt seine Stimme als Druella und ich uns immer weiter von ihm entfernen. "Wie gefällt es dir hier?", fragt sie leise und der gewöhnlich arrogante Unterton in ihrer Stimme bleibt überraschenderweise aus. Ich muss lange über die Frage nachdenken und stolpere dabei fast über weiße, millionenteure Pfaus. "Ganz gut eigentlich. Das Essen schmeckt gut, die Malfoys sind sehr liebenswert und dieser Garten hier...einfach nur невероятно! (Unglaublich)!"
    Ich spüre, wie Druella meinen Arm nimmt und mich zu mehreren auf dem Boden liegenden Baumstämmen zieht. "Das hier ist mein Lieblingsplatz...", murmelt sie und setzt sich auf einer der Eichenstämme. Ich setze mich staunend neben sie und blicke über die Lichtung;
    Zwei riesige Bäume mit unendlich langen, ineinander verflochtenen Zweigen bilden eine Art Kuppel über diesen Platz und die weißen Blüten scheinen in der Dunkelheit zu leuchten. Das warme, tannengrüne Gras geht mir bis zu den Knien und wiegelt sanft im Licht des Vollmondes. "Wow...", flüstere ich und bemerke, wie Druella ihren Kopf an meine Schulter lehnt. "Ich habe diesen Ort noch nie jemanden gezeigt...er ist irgendwie etwas besonderes, findest du nicht?", meint sie und greift in ihre Rocktasche. Erwartungsvoll sehe ich, wie sie ihren Zauberstab herausholt und etwas murmelt. Plötzlich schweben mehrere hellblauen Lichter durch die Luft und jede einzelne gibt wunderschöne Musik von sich. Seufzend kuschelt Druella sich an meinen Arm und eine wohlige Wärme breitet sich in mir aus, angefangen an meinem Herzen.
    Plötzlich geht ein Ruck durch Druellas Körper und mit einem Mal steht sie vor mir. "Was mache ich hier eigentlich! Das ist ja....!" Wütend blickt sie zu mir herunter. Zu der Person, die traurig damit kämpft, nicht ebenfalls aufzuspringen und sie anzuschreien. Sie hat mich .... genannt! Und das in einer Situation, wo etwas ganz anderes herausspringen müsste!
    Langsam stehe ich auch auf und binnen Sekunden verändert sich ihr Gesichtsausdruck. Aus Wut wird Zorn, aus Zorn wird Trauer. Mit einem erbärmlich leisen Laut fängt sie an zu schluchzen und wirft sich weinend ins Gras, die Lichter versammeln sich um sie herum. "Hey, hey...", flüstere ich leise, tröstend und beuge mich zu ihr herunter. Schwach hebt sie den Kopf und aus verweinten Augen trifft mich ein Blick, wie kein anderer:
    Derselbe Blick, wie am Anfang.
    Als ICH im Dreck lag und zu ihr heraufsah.
    "Was ist denn los?", murmele ich und streiche ihr eine nasse Haarsträhne aus dem Gesicht. Schlagartig verstummt sie und setzt sich auf. "Kennst du das", flüstert sie monoton,"wenn du dein ganzes Leben von deiner Familie gesteuert wirst? Wenn du froh bist, nur einmal Ruhe zu haben, hier, im Garten der Nachbarn! Und dann kommt jemand und zerschlägt deine ganzen Pläne, wegzulaufen, indem er dich einmal anguckt! Was hast du mit mir gemacht, Alexander! Seit ich dich gerettet habe, möchte ich immer in deiner Nähe sein, und dass nur, weil du mich mit deinen verdammten blauen Augen angeblinzelt hast! Manno...."
    Mein inneres Ich vollführt gerade einen Freudetanz. Mein Äußeres Ich starrt nur ruhig auf die weinende 19-Jährige im Gras.
    "Druella, ich kenne das sehr wohl...", meine ich schweratmend und richte mich wieder auf,"Deine schwarzen Augen sind wie ein Messer in mein Herz gegangen...und tun es immer noch..."
    Ich reiche ihr meine Hand und ziehe sie hoch. Ihre blassen Finger sind eiskalt, sodass ich ihre Hände nicht loslasse und versuche, sie zu wärmen. Erst jetzt wird mir bewusst, dass Druellas Gesicht nur wenige Zentimeter von meinem entfernt ist. Ganz langsam und fast schon bittend schmiegt sie sich an mich.
    Die Lichter tanzen wild um uns herum, sie kreischen geradezu vor Aufregung.
    "Alexander.", flüstert sie und ich sehe jede einzelne blassblaue Träne auf ihren langen, schwarzen Wimpern, als sie sich zu mir rüber beugt.....

    ~Liebes Tagebuch,
    Heute, dem 05.06.1949, ist etwas Unglaubliches passiert. Vor ungefähr zwei Stunden, also um 19:30 Uhr ist Druella mit mir in den Garten gegangen. Sie hat mit ihrem Zauberstab (Ich glaube aber so was von an Übernatürliches!) Lichter gezeugt, die Musik von sich gaben. Wir haben uns ein wenig unterhalten. Und stell dir vor, nur wenige Minuten danach saßen wir knutschend auf dem Baumstamm! Ich kann es kaum glauben, aber anscheinend war Druella auch in mich verliebt gewesen! Dieser Eintrag ist wohl kaum sachlich gehalten, wie ich mich sonst darum bemüht habe, aber dank der Umstände... Bis morgen dann, Tagebuch!~

    Realität:

    "Bitte, lass uns abhauen, Alexander! Meine Eltern üben Druck auf mir aus, sie wollen mich mit jemanden verheiraten!"
    "Dru, es wäre nicht gut, wenn wir jetzt abhauen würden...die Malfoys feiern doch gerade den sechsten Geburtstag von Lucius. Es sind zu viele Leute da, die uns sehen könnten."
    "Aber ich will niemanden heiraten außer dich!"
    "Dru..."
    "Wenn du dann nicht mitkommst, mach ich es eben alleine! Ich bin ja keine zwölf mehr und auf meine Eltern angewiesen! Ich bin 19! Ich bin seit zwei Jahren volljährig!"
    "Dru, bitte hör-"
    "Nein, Alex! Ich gehe! Bis irgendwann..."
    Und gerade als sie apparieren will, halte ich mich an ihrem Umhang fest und bin nicht mehr dort, wo ich einst war.
    Als ich langsam die Augen öffne, erkenne ich die Hütte wieder, wo sie mich gefunden hatte. "Druella?", frage ich perplex und sie dreht sich langsam zu mir um:"Du-du bist mitgekommen?"
    "Ja..."
    "Warum? Warum!"
    "Weil....ich dich nicht alleine gehen lassen könne.", meine ich und mein Herz macht einen Sprung als sie langsam auf mich zukommt und ihre weichen Lippen auf die meinen drückt. "Ich liebe dich.", flüstert sie und zieht mich in die Hütte.
    Dort küssen wir uns wieder und wieder. Bis-
    Naja, ich würde es so sagen:
    Bis wir uns liebend in der Nacht vereinten...

    ~Liebes Tagebuch,
    Heute, dem 19.07.1942, sind wir schon länger als einen Monat in dieser Blockhütte. Zum Glück schafft Druella es immer wieder Essen und Trinken herzuzaubern. Doch seit Kurzem leidet sie unter Stimmungsschwankungen und Schlafmangel. Sie erbricht sich immer öfter in den Wald und langsam habe ich Angst um sie. Wenn es nun eine Krankheit ist...
    Dru meint, dass es nichts allzu Schlimmes wäre und ich aufhören soll, mir Sorgen zu machen. Doch das geht nicht.~

    Realität:

    "Ich gehe Holzhacken!", rufe ich über die Schulter und ich hoffe, dass Druella es hört. Ihr leises "Ja." gibt mir sofort Gewissheit und so gehe ich, mit einer Eisenaxt bewaffnet in den weiten Wald hinein. Pfeifend schwenke ich die Axt hin und her und hoffe darauf, bald einen geeigneten Baum zu finden, der es wert ist, gefällt und zu Kleinholz gehackt zu werden. Nach einiger Zeit sehe ich eine Lichtung. Mehrere, alte Bäume zieren sie und Moos überwuchert den Boden. Ein glänzender Teich, der in der Mitte platziert ist, gibt dem Bild vor mir eine wunderschöne Note. Es ist wie in einem Traum. Zwei Schmetterlinge, rot und gelb, flattern sachte über die Lichtung und der Morgentau glitzert hin und wieder auf den Gräsern hervor. "Wow.", sage ich und lege die Axt beiseite. Wie hypnotisiert stampfe ich langsam auf den Teich zu. Das Wasser, welches so klar und unberührt darin schwimmt, fasziniert mich.
    Jetzt bemerke ich erst, was für einen Durst ich doch habe.
    Langsam sinke ich auf die Knie, forme die Hände zu einer Schüssel und tauche sie ins Wasser. Der Teich ist eiskalt, doch das schiebe ich auf die Temperatur. Mit nur 4 Grad ist es nicht gerade der wärmste Tag in Russland. Oder wo auch immer wir sind.
    Entschlossen hebe ich meine Handschüssel und spitze die Lippen. Während ich trinke, läuft das Wasser mir eiskalt die Kehle hinunter. Ein himmlisches Gefühl. Gestärkt und erfrischt gehe ich zurück, vergesse die Axt, doch das ist mir egal.

    Zwei Tage später und mir geht es immer schlechter. Laut Druella und meinem Spiegelbild habe ich eine selten blasse Haut und rote Ringe unter den Augen. Meine Wangen sind eingefallen und rau, meine Arme kann ich kaum noch heben. Ich fühle mich schwach und angreifbar. Reden kann ich auch kaum noch, es tut immer höllisch im Hals weh. Solch eine Krankheit hatte ich noch nie und selbst Dru kann mit ihrem Zauberstab nichts dagegen ausrichten.
    "Alexander?", fragt meine Herzensdame,"Ich habe hier Hühnersuppe für dich...sie müsste gegen deine Halsschmerzen helfen, denn ich habe auch noch Fenchel und Honig mit rein getan, gegen deine Halsschmerzen und deine Atemnot.." Ihre Stimme zittert leicht, als sie mir über die Stirn streicht. "Du-du scheinst Fieber zu haben...ich schaue mal, was ich ma-machen kann...", murmelt sie ängstlich und verschwindet in der Küche. Ich sehe, dass sie leicht gebeugt geht, wie eine alte Frau, die Rückenschmerzen hat.
    Plötzlich durchfährt mich ein heftiger Schmerz in der Brust. Es tut weh, sehr sogar.
    "Dru", will ich flüstern,"Druella!", doch es kommt kein Wort über meine Lippen. In mir schreit alles. Mein Herz droht die ganze Zeit zu zerspringen und das Atmen tut höllisch weh..."Dru!", keuche ich, doch das einzige, was ich sage, ist "U!".
    Da spüre ich eine Hand auf meiner Brust und ich sehe in das entsetzte Gesicht von Druella. "Alex, was ist los? Oh mein Gott! Alexander! Александр, ты гребаный парень, ответьте мне! Это не смешно! (Alexander, du verdammter Kerl, antworte mir! Das ist nicht witzig!)"
    Ich keuche und langsam fällt mir das Atmen schwer. Ich versuche in Drus Augen zu schauen, in diese wunderschönen schwarzen Augen, doch alles was ich sehe ist plötzlich weiß. "Dru...", stöhne ich und dann....
    ....ist plötzlich alles vorbei. Ich spüre keinerlei Schmerzen mehr, doch ich sehe nur noch weiß. "Druella", will ich flüstern, doch in mir kommt ein Gedanke hoch, dass sie das wahrscheinlich nicht mehr hört.
    Bei diesem Gedanken steigt Panik in mir hoch. Warum sollte sie das nicht hören können? "Dru!", brülle ich, doch ich höre nur ein Echo in diesem unendlich riesigen, weißen...Nichts.
    Dru, Dru, Dru.
    "Hallo, Alexander.", ertönt plötzlich eine Stimme.
    Ruckartig drehe ich mich um und sehe meinem Vater in die Augen. In die verhassten, meinen ähnelnden blauen Augen. "Vater, wo bin ich?", frage ich und die Antwort fällt knapp aus:"Du bist tot, mein Lieber."
    "Nein.", sage ich tonlos und eine Wut baut sich in mir auf. "Nein!"
    "Doch. Du hättest nicht von diesem verdammten Wasser trinken sollen, dann würdest du jetzt bei deiner Frau und dem Kind sitzen.", lacht mein Vater gehässig, bestürzt und erstaunt zugleich starre ich ihn an.
    "Kind?"
    "Oh ja, mein Junge. Deine liebe Druella", er spricht das Wort wie Müll aus,"erwartet ein Kind. Sie wollte dir nichts sagen und dich damit überraschen." Er lacht. "Du lügst!", brülle ich und erwarte, dass er mir zustimmt. Dass ich nicht tot bin, dass das Wasser kein Gift war. "Vater...", stammele ich, urplötzlich von meinen Kräften verlassen.
    "Ich kann sie dir zeigen, wenn du willst.", meint dieser plötzlich sanfter, mitfühlender. "Bitte. Bitte zeige sie mir!", flehe ich und trete einen Schritt auf in zu. Er hält mir seinen Arm hin und wie betäubt Kralle ich mich fest. Auf einmal wird alles schwarz.
    Als ich die Augen aufschlage, halte ich erst einmal alles für einen schlechten Witz. Tot? Ich? Als ob! Doch als mein Vater plötzlich vor mir steht, fällt meine Hoffnung in mir wieder zusammen. Jetzt erinnere ich mich auch wieder an sein Versprechen. "Wo sind sie?", frage ich hastig und sehe mich im dichten Wald um. Die Buchen und Tannen reichen hoch in den Himmel und lassen kaum Licht zum Boden. "Komm mit, mein Junge, doch sie dürfen dich nicht sehen.", murmelt Papa und ich folge ihm leise und so schnell ich kann. Für einen Mitte Sechzigjährigen ist er ziemlich schnell. Als er abrupt anhält, laufe ich fast gegen ihn. "Wir sind da.", flüstert er und deutet auf eine Klippe nahe des Waldrandes. Ein riesiger Stein steht auf dem tannengrünen Gras und eine vermummte Gestalt kniet vor ihm. Ich kneife meine Augen zusammen und versuche zu entziffern, was auf dem Grabstein steht;

    Hier ruht Alexander Ivanow Wolkow,
    liebender Ehemann und Vater.
    Geb.: 22.07.1920
    Gest.: 21.07.1942

    Perplex schaue ich meinen Vater an. "Das ist ja mein Grab...", flüstere ich und kaum merklich nickt mein Vater.
    "Erkennst du auch die Frau davor?", fragt er leise, so leise wie der Wind.
    Ich schüttele stumm den Kopf. Plötzlich höre ich hinter mir einen Ast knacken. Langsam drehen Papa und ich uns um und vor uns sehen wir ein kleines, etwa vierjähriges Mädchen mit langen, gewellten schwarzen Haaren und dunklen Augen stehen. "Hallo!", sagt es erstaunt. Die Stimme irritiert mich. Sie hört sich an wie-
    "Druella?", flüstere ich und streiche ihr über das glänzende Haar. Unsicher schaut das Mädchen auf meinen Vater und mich, zwei große, fremde Männer, die im Wald hocken und auf eine Klippe schauen. "Nein?", meint sie und tritt einen Schritt zurück. "Nein! Mamaaaa!", schreit sie und innerhalb von Sekunden packt Papa meinen Arm und wir verschwinden in der Luft. "Was sollte das?", frage ich ihn wütend. "Sie sah aus wie Druella! Nein, das WAR Druella! Papa, lass mich sofort wieder herunter!", brülle ich, doch Dimitrij Michail Wolkow, mein ehrenhafter Vater, schüttelt den Kopf. "Das war nicht deine Frau."
    Ich überlege lange und flüstere dann: "War es- war es mein Kind!"
    Ich schaue zu Papa und er nickt. "Ja, deine Tochter, Bellatrix Alexandra Black. Die Gestalt vor deinem Grab war Druella." "Warum hast du mich nicht dort gelassen?", frage ich voller Schmerz. "Tote sind tot, mein Junge. Wir dürfen uns nicht sehen lassen, höchstens von Kindern, die eine ausgeprägte Fantasie haben." "Ist Bellatrix ein gutes Mädchen?", frage ich und stolz präge ich mir Vaters Antwort ein: "Sie ist ein wunderschönes Mädchen, mutig und klug. Als Erwachsene wird sie viele Leute auf ihre Art stolz machen. Sie ist ebenfalls eine Zauberin, so wie Druella. Du kannst stolz auf sie sein."
    "Vater?"
    "Ja!"
    "Danke, dass du mir diese Möglichkeit gegeben hast. Спасибо, Отец, спасибо."
    (Danke, Vater, danke.)


    ~So, liebe Leute.
    So endet die wahre Geschichte über Bellatrix' Eltern. Wer ein wenig verwirrt sein sollte, hier ist eine kleine Erklärung zum Ende: Alexanders Tod dauerte lange, da er gekämpft hatte. Deswegen war Bellatrix auch schon an die vier Jahre alt, als er sie zum ersten Mal gesehen hat.
    Außerdem wurde Alexanders Vater plötzlich mitfühlend und sanfter, weil der Tod seiner Frau so ähnlich war wie Alexanders. Auch sie konnte ihr Kind nie richtig kennenlernen.
    Ich musste die Geschichte ein wenig abändern, denn Bellatrix ist eigentlich vier Jahre älter als Lucius Malfoy und nicht umgekehrt.
    Wer es noch wissen will:
    Später heiratet Druella Cygnus und bekommt mit ihm Narzissa und Andromeda, die somit also 'nur' die Halbschwestern von Bellatrix sind. Druella und Cygnus lassen Sie aber im Glauben, dass Kind von Cygnus und somit ein Reinblut anstelle eines Halbblutes zu sein. Im Herzen aber weiß Bellatrix, dass sie eigentlich ein Halbblut ist, denn Druella geht immer mal wieder zu Alex' Grabstein, denn er war ihre einzige, wirkliche Liebe. Ähnlich wie Bellatrix später mit Regulus, hat sie Cygnus nur geheiratet, um den Anforderungen ihrer Familie gerecht zu werden.
    So, das war eigentlich alles.
    LG Lucia Longbottom.~
    (Ach ja, nur für die, die mir diese Frage gestellt haben:
    Wie alt bist du eigentlich?
    Ich werde diese Frage nicht beantworten, da es eine persönliche Frage eher ist. Ich kann euch aber versichern, dass ich noch nicht über zwanzig bin. Ich denke gerade echt, weshalb beantworte ich eigentlich so eine Frage in einer FANFIKTION und nicht als Email? Ach, das ist halt typisch ich!)

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Lana ( 70191 )
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