Top 10 Highlights im Kölnischen Stadtmuseum

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Köln ist immer eine Reise wert und wer sich einen Überblick über die Geschichte der Stadt machen möchte, ist im Kölnischen Stadtmuseum genau richtig - vom Mittelalter bis heute wird jeder Aspekt der Historie abgebildet.

  • Platz 10
    Das Karnevalstriptychon von Raffael Becker
    Das Karnevalstriptychon von Raffael Becker
    Gemessen an der Bedeutung des Karnevals für die Rheinmetropole müsste das 1974 entstandene Triptychon von Raffael Becker eigentlich sehr viel weiter vorne in der Rangliste stehen. Da die drei Tafelmalereien mit den Titeln „Weiberfastnacht“, „Rosenmontag“ und „Aschermittwoch“ aber den Eingangsbereich des Kölnischen Stadtmuseums zieren, scheint es nur folgerichtig, dass sie auch den Einstieg in diese Liste bilden.

    Der vor drei Jahren verstorbene und aus Köln – präzise gesagt: aus Sülz – stammende Becker war lange Jahre als Auftragskünstler unterwegs, hatte sich aber schon in den Jahren 1945 bis 1947 mit seinen Zeichnungen vom Leben im Köln der Nachkriegszeit um die Geschichte der Stadt verdient gemacht. Auch ein Teil dieser Werke gehört zum Bestand des Stadtmuseums. Das wesentlich farbenfrohere Karnevalstriptychon entstammt Beckers Zeit als freischaffender Künstler.
  • Platz 9
    Die Kabelwinde der Kölnischen Maschinenbau AG
    Die Kabelwinde der Kölnischen Maschinenbau AG
    Es ist kaum übertrieben, die Geschichte des Kölner Doms als Neverending-Story zu bezeichnen: Von der Grundsteinlegung im Jahr 1248 bis zur (vorläufigen) Fertigstellung 1880 vergingen mehr als 600 Jahre, dazu sorgen Witterung, Umweltbelastung und Spätfolgen von Kriegsschäden nach wie vor für eine „ewige Baustelle“.

    Die ausgestellte Kabelwinde, eine Leihgabe der Hohen Domkirche zu Köln, macht dabei deutlich, welche körperlichen Anstrengungen selbst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts noch notwendig waren, um die Bauarbeiten voranzutreiben – sechs Männer bedienten die Winde, mit der Steine von rund 40 Zentnern Gewicht in die Höhe gebracht wurden. Leichter wurde es erst ab 1869 mit dem Einsatz von Dampfmaschinen.
  • Platz 8
    Die Schneidersfrau vom Heinzelmännchenbrunnen
    Die Schneidersfrau vom Heinzelmännchenbrunnen
    Jede Stadt hat ihre ganz eigenen Mythen und Legenden, von denen es aber nur wenige zu überregionaler Bekanntheit schaffen. Die Geschichte der Kölner Heinzelmännchen gehört sicher zu den bekanntesten und es ist daher kaum verwunderlich, dass dem Verfasser des Gedichts, August Kopisch, ein Denkmal gesetzt werden sollte.

    Der Heinzelmännchenbrunnen entstand aus diesem Grund 1899 im Auftrag des Kölner Verschönerungsvereins. Als zentrale Figur setzten die Bildhauer Edmund und Heinrich Renard die allzu neugierige Schneidersfrau ein, die sich das nächtliche Erledigen der liegengebliebenen Aufgaben nicht erklären konnte. Mit ausgestreuten Erbsen kam sie den fleißigen Heinzelmännern tatsächlich auf die Schliche – und sorgte so für deren Verschwinden. Das Original der Schneidersfrau kann als Teil der Kölschen Folklore seit 1994 im Stadtmuseum gefunden werden.
  • Platz 7
    Die Endstation Ubierring 40
    Die Endstation Ubierring 40
    Das Kölnische Stadtmuseum verfügt aber nicht nur über eine mehr als umfangreiche Sammlung und Dauerausstellung, es wird seiner Rolle bei der Abbildung der Stadtgeschichte auch im Rahmen von Sonderausstellungen gerecht. Zu diesen zählt "Endstation Ubierring 40", die noch bis zum 24. April zu sehen ist. Das Thema ist die seinerzeit umstrittene Schließung der Kölner Kunstschule im Jahr 1993, die nach mehr als 100 Jahren durch den Wegfall des Studiums der Freien Kunst ein vorläufiges Ende für die künstlerische Ausbildung in der Domstadt bedeutete.

    Im Zentrum steht der namengebende Porträtzyklus von Hans Rolf Maria Koller, der auf über 46 Metern eine Momentaufnahme des Jahres 1992 abbildet: Lehrer, Schüler und Beteiligte von Stadt und Verwaltung sind hier an der Endstation Ubierring 40 versammelt, um die damalige Tragweite der Schließung aufzuzeigen. Dazu kommen in Filmsequenzen die unterschiedlichen Parteien noch einmal zu Wort. Ergänzt wird die Ausstellung durch Fundstücke aus der ehemaligen Kunstschule und dem Museumsdepot.
  • Platz 6
    Der Ford Taunus 17 M
    Der Ford Taunus 17 M
    Ein weiteres Beispiel für die Geschichte Kölns als Autostadt: Der Ford Taunus 17 M steht stellvertretend für die lange Reihe von Ford-Modellen, die seit 1930 am Rhein produziert wurden. Die Ansiedlung der deutschen Niederlassung des amerikanischen Autoherstellers war übrigens ein Verdienst des damaligen Oberbürgermeisters Konrad Adenauer. Zur Grundsteinlegung am 2. Oktober 1930 kam dann sogar echte Prominenz aus den Staaten nach Köln-Niehl: Henry Ford war persönlich zum Baustart der neuen Fabrik persönlich angereist.

    Der ausgestellte Taunus ist ein Kind der frühen 60er Jahre – begleitet wird er von den (fiktiven) Kölschen Originalen Tünnes und Schäl.
  • Platz 5
    Der Meisterschaftsgewinn des 1. FC Köln 1963
    Der Meisterschaftsgewinn des 1. FC Köln 1963
    Es ist sicher nicht immer leicht, ein Fan des 1. FC Köln zu sein – jedenfalls wenn dem Gewinn von Titeln Gewicht beigemessen wird. Dabei hatte im Grunde genommen alles mit einer Erfolgsgeschichte angefangen. Von der Gründung des Clubs aus dem Klettenberger BC und der Spielvereinigung Sülz im Jahr 1948 bis zum Saisonstart der neugegründeten Bundesliga sollten zwar noch 15 Jahre vergehen.

    Bis dahin aber war, unter anderem federführend durch den ersten Vereinspräsidenten Franz Kremer, in Köln bereits ein in allen Belangen professioneller Fußballclub geworden – der mit Leichtigkeit die Kriterien für die Aufnahme in die Bundesliga erfüllte. Vereinsstruktur und Mannschaft – unter anderem mit einem jungen Wolfgang Overrath – sorgten letztendlich dafür, dass die Saison 1963/64 mit dem ersten Deutschen Meistertitel gekrönt werden konnte. Ein Glanzstück, das in der Folgezeit leider nur noch ein weiteres Mal gelingen sollte. Immerhin können hier die Autogramme der damaligen Meistermannschaft bewundert werden.
  • Platz 4
    Das Stadtmodell von Köln um 1571
    Das Stadtmodell von Köln um 1571
    Auch wenn das Stadtwachstum von Köln erst zum Ende des 19. Jahrhunderts zu einer Ausdehnung bis auf das rechtsrheinische Ufer führte, war die Domstadt schon lange zuvor von großer Bedeutung. Bereits im Mittelalter gehörte Köln zu bedeutendsten und bevölkerungsreichsten Städten nördlich der Alpen, das Stadtgebiet mit seinen 150 Kirchen, Klöstern und anderen geistlichen Einrichtungen war von einer beeindruckend langen Stadtmauer umfangen.

    Das Modell im Stadtmuseum zeigt den Zustand von 1570/71 in einem Maßstab von 1:750. Gefertigt wurde es 1913 von Gerhard Fischer auf der Grundlage des zeitgenössischen Plans von Arnold Mercator. Der Detailreichtum legt jedoch den Schluss nahe, dass der Plan aus dem 16. Jahrhundert nicht die einzige Vorlage war, die zur Erstellung des Stadtmodells herangezogen wurde.
  • Platz 3
    Der Vis-à-Vis-Motorwagen
    Der Vis-à-Vis-Motorwagen
    Ein wahres motorisiertes Schmuckstück wartet im Erdgeschoss des Stadtmuseums. Der Vis-à-Vis-Motorwagen ist inzwischen mehr als 110 Jahre alt und dokumentiert nicht nur die Geschichte des Automobils im Allgemeinen, sondern zugleich auch die Kölsche Autobauertradition. Der Wagen stammt ursprünglich aus der Kölner Motorwagen-Fabrik GmbH, damals mit Sitz in Köln-Sülz, und gehörte zu den ersten in Serie gefertigten Automobilen überhaupt.

    Das erklärt auch die baulichen Besonderheiten, denn die Form erinnert insgesamt eher an eine Kutsche. Dieser Eindruck entsteht auch dadurch, dass sich die Mitfahrer gegenüber saßen, nicht hintereinander. Die rot lackierte Holzkarosserie ist derzeit Teil von wissenschaftlichen Untersuchungen, damit das Einzylinderfahrzeug mit Zweiganggetriebe wieder seinem Originalzustand näher gebracht werden kann.
  • Platz 2
    Die Karnevalsorden
    Die Karnevalsorden
    Fast 200 Jahre alt ist der organisierte Kölner Karneval und damit untrennbar mit der Geschichte der Stadt verbunden. Das bedeutet nicht nur Unmengen unter den Narren verteilter Kamelle, sondern auch eine eben solche Unmenge an Karnevalsorden. Deren Zahl im Bestand des Stadtmuseums ist derart groß, dass sie nicht genau bestimmt werden kann. Zu sehen ist deshalb lediglich ein kleiner Bruchteil, während die Mehrheit der Orden noch auf ihre Inventarisierung wartet.

    Interessant sind die Karnevalsorden auch wegen ihres Werts als historisches Zeugnis. Von Anfang an waren sie geprägt von den jeweiligen politischen Strömungen ihrer Entstehungszeit und so spiegeln sie eben nicht nur die Auszeichnung innerhalb einer Hierarchie wider – sie sind zugleich Zeitzeugen.
  • Platz 1
    Das Typar des Stadtsiegels
    Das Typar des Stadtsiegels
    Lokalstolz reicht manchmal weit zurück in der Geschichte. Im Kölner Fall geht er unter anderem zurück auf die Anfänge der städtischen Eigenständigkeit, die sich in der Genehmigung der Siegelführung durch den Kölner Erzbischof äußerte. Das geschah bereits zwischen 1114 und 1119 und räumte der Stadtgemeinde das Recht zu eigenen Vertragsabschlüssen ein.

    Bis 1797, als Köln den Status als freie Reichsstadt verlor, war der im Rathaus aufbewahrte Siegelstempel in Gebrauch. Im Stadtmuseum ist allerdings das zweite, gotische Siegel von 1268 zu sehen – das Original wurde ein Jahr zuvor von einem Bürgermeister gestohlen, der nach Streitigkeiten zum Verlassen der Stadt gezwungen wurde. Nichtsdestotrotz ist es kunstfertiges Zeugnis jahrhundertelanger Eigenständigkeit.
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Top 10 Highlights im Kölnischen Stadtmuseum
Top 10 Highlights im Kölnischen Stadtmuseum
Köln ist immer eine Reise wert und wer sich einen Überblick über die Geschichte der Stadt machen möchte, ist im Kölnischen Stadtmuseum genau richtig - vom Mittelalter bis heute wird jeder Aspekt der Historie abgebildet.
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2016-03-09
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