Springe zu den Kommentaren

Aschenpfote-Inmitten von Katzen und doch einsam

star goldstar goldstar goldstar goldstar greyFemaleMale
2 Kapitel - 1.560 Wörter - Erstellt von: Haselkristall - Aktualisiert am: 2016-03-14 - Entwickelt am: - 563 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Aschenpfote ist an die Einsamkeit gewohnt. Er weiß nichts von seinen Eltern, er wird gehasst. Doch so ein Leben ohne Freunde ist nicht einfach. Und so macht er sich, ohne es zu wissen, nach und nach Feinde. Sein Leben steht auf dem Spiel...

    1
    Aller Anfang ist schwer!

    Aschenjunges saß allein in der Kinderstube. Fuchslied war mit ihren Jungen Eschenjunges und Blaujunges draußen. Ein Quieken war zu hören. Aschenjunges senkte den Blick traurig zu Boden. "Warum bin ich nicht wie ihr?", fragte er sich selbst. Ein Rascheln am Eingang ließ Aschenjunges herumfahren. Blaujunges stand dort, doch als sie ihn erblickte wirbelte sie herum und verschwand. "Ja, geh nur, bevor du mit mir Zeit verbringen musst!", murmelte er wütend. Tränen krochen ihm in die Augen, doch er blinzelte, um sie zu verbergen. "Ich bin nicht schwach!", miaute er leise. Ihm kam plötzlich eine Idee. Er würde Blaujunges einen Streich spielen! Schnell sah er sich um, und als er sicher war, dass keiner ihn sah, flitzte er zu Blaujunges' Nest, um etwas Moos zu stibitzen. Er rollte es zu einem Ball zusammen und warf ihn durch die Kinderstube. Jauchzend sprang er dem Moosball hinterher und schleuderte ihn in eine andere Ecke des Baus. Wieder und wieder jagte er hinter der Kugel aus Moos her, doch irgendwann verlor er die Lust. Er rollte das Moos neben sein Nest und merkte, wie sein Magen knurrte. Der graue Kater tappte zu dem Brombeertunnel, um aus der Kinderstube zu kommen. Draußen warf er einen neidischen Blick auf Eichelpfote, der auf dem Boden das Jagdkauern übte. Er bemerkte, wie Fuchslied sanft mit der Zunge über Eschenjunges' Fell strich und Trauer stieg in ihm auf. "Wieso darf ich nicht auch ein normales Junges sein und geliebt werden?", flüsterte er. Aschenjunges zwang sich, seine Tränen zu unterdrücken und lief schnellfüßig auf dem Frischbeutehaufen zu. Da dieser gut gefüllt war, nahm der Kater ein Eichhörnchen herunter, doch eine tiefe Stimme miaute: "Du bist es nicht wert, das Eichhörnchen zu bekommen. Nehm die hier und gib dich damit zufrieden!" Ein muskulöser, weißer Kater schob ihm eine zähe, kleine Maus hin. Sie war schon recht alt. Aschenjunges senkte den Blick und nahm das winzige Beutestück mit in die Kinderstube. Traurig biss er in die Maus, nach zwei weiteren war sie verschlungen. Gähnend rollte sich Aschenjunges in dem Nest zusammen und schloss die Augen.

    "Gleich werdet ihr zu Schülern ernannt!", schnurrte Fuchslied. Aschenjunges gähnte.
    "Ich auch?", fragte er neugierig.
    "Ja", gab Blaujunges' Mutter zur Antwort. Ihre Stimme klang kühl. Sie leckte Eschenjunges über den Kopf, der goldbraune Kater duckte sich weg, doch entkam seiner Mutter nicht. Sie packte ihn sanft am Schwanz und zog das strampelnde Junge zurück. Aschenjunges stieß einen wehmütigen Seufzer aus. Er würde auch so gern eine Mutter haben!
    "Danke für die Auskunft.", erwiderte er. Der graue Kater fuhr sich mit der rauen Zunge übers Fell, um es zu glätten.
    "Alle Katzen, die alt genug sind, um ihre Beute selbst zu erlegen, mögen sich hier unter dem Steinfall zu einem Clan-Treffen versammeln!", tönte eine laute Stimme über das Lager. Fuchslied schob ihre Junges aus dem Brombeertunnel und ließ Aschenjunges zurück. Dieser tappte hinter der Königin her. Ampferhauch saß neben ihrem Gefährten Blutsprenkel. Eichelpfote, Blütenpfote und Mistelpfote waren eifrig am Tuscheln. Gähnend kam Graspelz aus dem Kriegerbau und ließ sich neben Wolfsblick nieder. Seine graue Schwester leckte ihm kurz übers Ohr. Behäbig trat Mondschatten, der
    kräftige zweite Anführer herbei. Aschenjunges ließ sich zitternd in der Nähe von Blaujunges nieder. Als die Kätzin ihn bemerkte, rutschte sie ein Stückchen weg und sah ihn angewidert an. Aschenjunges ignorierte sie.
    "Wir haben drei Junge, die nun sechs Monde zählen! Eschenjunges, Blaujunges und ...Aschenjunges, tretet vor.", verkündete Pollenstern. Wie gebannt starrte Aschenjunges auf den in der Sonne lodernden, goldenen Pelz. Schließlich trat er vor. "Blaujunges, von diesem Augenblick an wirst du Blaupfote heißen. Streifenfell wird dein Mentor sein." Ein gestreifter Kater trat vor und berührte Blaupfotes Nase mit der seinen. "Eschenjunges, du wirst den Namen Eschenpfote tragen. Wolfsblick, du bist bereit für deinen ersten Schüler." Auch die genannte Kriegerin trat vor und berührte die Nase ihres Schülers. "Aschenjunges wird Aschenpfote heißen. Rabenflug, bilde ihn gut aus." Ein kleiner, schwarzer Kater mit weißer Blesse trat vor. Er hatte schmale, gelbe Augen und musterte Aschenpfote spöttisch. "Ich soll mein Wissen an den verschwenden?", fragte er. "Du wirst ihn ausbilden, Rabenflug. Ich dulde keinen Widerspruch.", zischte Pollenstern. Aschenpfote hatte den Kopf gesenkt. Warum musste seine Schülerzeremonie so enden? Dann hob der junge Kater wieder den Kopf. Rabenflug berührte mit zusammen- gekniffenen Augen seine Schnauze und wandte sich ab. "Mach dir im Schülrrbau ein Nest.", war das einzige, was sein Mentor ihm sagte. Seufzend tappte Aschenpfote zum Heilerbau, indem Wurzelkralle das Moos aufbewahrte. Der Heiler blickte nicht auf, als der Schüler durch den Flechtenvorhang schlüpfte. "Mach Blaupfotes und Eschenpfotes Nest auch. Sie sind das Territorium erkunden.", befahl der braune Kater, während er etwas Huflattich kaute. Aschenpfote erkannte das Heilkraut am Geruch. "Mach ich.", miaute er. Wieso sollte ausgerechnet er die Nester machen? Dachten sie, er wäre nicht gut genug, um das Territorium erkunden zu dürfen? Aschenpfote nahm ein Moosbündel ins Maul und trug es zum Schülerbau.

    2
    O SternenClan, ich hasse es!

    Gähnend streckte sich Aschenpfote. Sein Fell war zerzaust und stumpf. Er hatte in letzter Zeit kaum Zeit gehabt es zu säubern, denn ständig sollte er Nester wechseln oder die Ältesten nach Zecken absuchen. Er leckte es und spürte dabei die Rippen, die man deutlich unter dem grauen Pelz sehen konnte. Seufzend sah er auf den leeren Frisch- Beutehaufen. Doch dann witterte er seinen Mentor, Rabenflug. Aschenpfote drehte sich zu ihm um, doch der schwarze Krieger würdigte ihn nicht eines Blickes. Mit zusammen gekniffenen Augen ging Grasbart zu dem Krieger, sie wechselten ein paar Worte und Grasbart kam zu Aschenpfote. "Nasskralle hat sich beschwert, dass ihr Nest feucht wäre. Wechsel die Polster auch von Blatttiger und Donnermond aus und such sie anschließend nach Zecken und Flöhen ab.", befahl der Krieger. Aschenpfote zuckte mit dem Schweif. "Solange ich die Drecksarbeit mache, sind alle zufrieden mit mir!", flüsterte er wütend. "Hast du noch etwas gesagt?", fragte Grasbart. "Ich hab nur... überlegt, wo ich am besten anfange...", murmelte er. Dann trabte er zum Ältestenbau um die alten Polster herauszuholen. "Wieso können das nicht mal andere Schüler machen als der da?", fragte Nasskralle Donnermond, als sie den grauen Kater hereinkommen sah. "Weil die anderen Schüler zu gut sind, um sie hier dran zu verschwenden. Sie haben ja jetzt mich.", knurrte Aschenpfote genervt. "Ich werde mich bei Pollenstern beschweren!", besänftigte sie Donnermond.
    "Danke.", schnurrte Nasskralle ihrem Gefährten zu.
    "Pollenstern hat damit nichts zu tun. Einzig und allein Rabenflug
    will nicht mit mir jagen üben oder das Kämpfen trainieren. Er lässt mich die ganze Zeit Nester wechseln. Und ich darf nie etwas-", miaute Aschenpfote, wurde aber von Blatttiger unterbrochen. "Niemand hat dir erlaubt, zu reden. Und jetzt fang endlich an!", fauchte der orange schwarze Kater. Aschenpfote senkte den Kopf und trug das feuchte Moos aus dem Bau. Dann holte er neues Nestmaterial und brachte es zu den Ältesten. Anschließend suchte er die Baubewohner nach Zecken ab. Da seine Pfoten voller Mäusegalle waren, wusch er sie in dem kleinen Tümpel im Lager ab. Dann trabte er zum Haufen, an dem sich die Katzen mit Beute bedienten und wollte gerade in einen Spatzen beißen, als Rabenflug miaute: "Bring das Eichhörnchen zu Wurzelkralle. Dann darfst du essen. Ich hebe den Spatz solange auf." Der Spatz war das einzige Beutetier, welches übrig war. Also tappte er zum Heilerbau und sah aus den Augenwinkeln, wie Rabenflug Eschenpfote den Spatz hinhielt. Der Kater nahm ihn und flitzte in den Schülerbau. Rabenflug sah noch einmal Richtung Heilerbau, doch dort war Aschenpfote schon verschwunden. "Hier Wurzelkralle.", miaute Aschenpfote und ließ das Eichhörnchen vor dem getigerten Kater fallen.
    "Danke", brummte der Heiler und biss in die Beute. Mit einem Seufzen stellte Aschenpfote fest, dass weder von Rabenflug noch von irgendwelcher Beute eine Spur beim Frischbeutehaufen war.

Kommentare (6)

autorenew

Haselkristall (72329)
vor 586 Tagen
@Libellenjunges&Silberjunges: Vielen lieben Dank und das ist der Sinn^^
Haselkristall (72329)
vor 586 Tagen
@Clockwork: Danke, es ist ja erst der Anfang. Kick wirds noch genug geben und wenn du so drauf stehst guck doch mal hier vorbei: Warrior Cats-Liebesmord von mir.
Haselkristall (72329)
vor 586 Tagen
@Taubenflug: Dankesehr!
Libellenjunges&Silberjunges (08267)
vor 586 Tagen
Coole Geschichte! Ich habe voll Mitleid mit Aschenpfote
Clockwork (93919)
vor 587 Tagen
Jo, mir gefällt sie auch recht gut. :3 Man kann Aschenpfotes Schmerz recht gut fühlen. Allerdings hoffe ich, dass die Story noch eine Art Kick bekommt und erklärt wird, warum jeder Aschi so sehr hasst. Sonst ist es eine gute FF, nicht herausstehend, aber gut. ;)
Taubenflug (03321)
vor 587 Tagen
Die Geschichte ist gut ^^

Schreib weiter!!!