Das Leuchten der Sterne - Sinta's Leben in "Der Hobbit" #6

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1 Kapitel - 1.512 Wörter - Erstellt von: Thoreta - Aktualisiert am: 2016-03-09 - Entwickelt am: - 550 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Im Nebelgebirge stößt die Gemeinschaft auf unerwartete Turbulenzen.

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    - Steinriesen -

    "Sinta, wach auf! Sinta!" Eine zischende Stimme und eine Hand die an meiner Schulter rüttelte riss mich aus dem Schlaf. Seufzend schlug ich die Augen auf und sah Fili und Kili vor mir stehen. Hinter ihnen könnte ich durch das Fenster erkennen, das die Sonne gerade erst aufging. "Das soll wohl ein schlechter Scherz sein! Jede Person mit einem Krümel Verstand im Kopf schläft im diese Zeit noch!", knurrte ich und setzte mich auf, "und ihr stürmt einfach mal mit dem ersten Sonnenstrahlen in mein Zimmer! ... Moment, was macht ihr in meinem Zimmer?" Ich schaute die beiden vorwurfsvoll an. Ein Glück das ich gestern so müde gewesen war, und meine Kleidung angelassen hatte!
    Fili und Kili blickten schuldbewusst drein. "Thorin will jetzt aufbrechen.", rechtfertigte sich dann Kili. "Wie bitte, jetzt? Ist Gandalf schon von diesem Gespräch zurück?" Beide schüttelten auf meine Frage die Köpfe und ich seufzte. In manchen Dingen würde ich Thorin nie verstehen, und so früh morgens aufzustehen um diesen Ort zu verlassen gehörte definitiv dazu. Ich stand auch und schnappte mir meine beiden Degen, die neben dem Bett an der Wand lehnten. Kili stieß die Tür auf und wir eilten zu den anderen Zwergen, die sich auf einem Platz versammelt hatten. "Na endlich. Wir dachten schon ihr kommt vor Sonnenaufgang gar nicht mehr aus den Federn.", murrte Bofur.
    "Das wäre mir um einiges lieber", gähnte ich und streckte mich noch einmal, dann folgte ich den Zwergen den Pfad entlang aus Bruchtal heraus.


    Der Regen prasselte auf meine Kapuze, meine Haare waren durchnässt und klebten am Körper. Murrend kämpfte ich mich den schmalen, steinernen Pfad entlang. Warum musste es ausgerechnet hier und jetzt so stürmen? Das erleichterte unseren Weg durch das Gebirge nicht gerade! Stöhnend wischte ich mir Wassertopfen aus den Augen. "Ich dachte ihr mögt den Regen!", bemerkte Fili, der vor mir ging. Seine Bemerkung hob meine Stimmung nicht gerade. Ja es war ganz im Gegenteil, meine Stimmung sank immer weiter dem Nullpunkt entgegen. Ich kickte einen kleinen Stein der auf dem Pfad lag weg und er fiel in den Abgrund neben uns. Beunruhigend war, das ich bis Acht hatte zählen können, ehe man in aufkommen hörte. Es ging also ganz schön tief nach unten.
    Plötzlich bewegte sich der Boden unter uns. Ich schrie entsetzt auf. Auch die anderen Felsen begannen sich zu regen. Ich klammerte mich an der Felswand fest und schaute mich entsetzt um. Gigantische Riesen aus Stein erhoben sich. Und zu allem Übel scheinen diese sich auch noch zu bekriegen. Der eine wirft einen Felsbrocken nach einem anderen. "Das ist kein Donnerwetter, das ist eine Donnerschlacht!", rief Balin. Ich konnte ihm nur zustimmen. Ein weiterer Schrei entwich meiner Kehle, als sich das Wesen auf dem wir standen bewegte. Ich krallte mich mit meinen Fingern am Stein fest. Plötzlich war zwischen Kilis Beinen nur noch eine Lücke im Fels und der Abgrund vergrößerte sich stetig. Der Zwerg geriet ins Taumeln und drohte zu fallen, doch ich packte ihn am Arm und zerrte ihn auf meine Seite des Abgrunds. Anscheinend standen wir nun auf einem Bein des Riesen. Ein gigantischer Felsbrocken flog durch die Luft, der von einem der Riesen geworfen worden war, und traf den Riesen auf dem wir standen, und er geriet ins Taumeln. Die Welt drehte sich um mich, panisch hielt ich mich am erstbesten fest, was ich in die Finger bekam, in diesem Fall Kilis Ärmel. Ein panischer, Spitzer Schrei entfuhr meiner Kehle. Unser Riese hatte durch einen weiteren Felsbrocken seinen Kopf verloren und würde nun jeden Moment umkippen. und Von irgendwo her hörte ich laute, entsetzte Rufe. Das würde wohl unser Ende bedeuten... Ich hörte einen Aufprall und schloss die Augen, und machte mich auf den Schmerz zerdrückt zu werden bereit. Doch er kam nicht. Nach ein paar Sekunden öffnete ich die Augen. Wir waren glücklich gelandet und von den Felsen verschont geblieben. Ich seufzte tief und ließ Kilis Ärmel los. Das wir gerade dem Tod nur um Haaresbreite entkommen waren, wurde mir erst bewusst als die anderen zu uns kamen. Ihre Erleichterung uns unbeschadet wiederzusehen führte mir unser Glück erst richtig vor Augen. Ich rappelte mich auf. Wir mussten hier weg, und zwar schnell! Doch, Moment mal, wo war Bilbo? "Wo ist Bilbo?", fragte ich direkt. Eine ungute Vorahnung überkam mich und ich beugte mich langsam über den Abgrund. Bilbo hing über dem Abgrund, und krallte sich nur noch mit einer Hand an den Felsen fest. Sofort beugte ich mich über den Abgrund und streckte meine Hand nach ihm aus. Doch ich kam nicht ganz bis zu ihm herunter. Innerlich verfluchte ich meine mangelnde Größe, aber jetzt hatte ich andere Probleme.
    Ich schwang mich über den Abgrund und hangelte mich zu dem Hobbit herunter. Das Klettern lag mir offensichtlich im Blut. Ich packte Bilbos Hand und zog ihn hoch, wo er von den Zwergen wieder auf den sicheren Boden gezogen wurde. Ich wollte ihm folgen, doch ich bekam einfach keine Felskerbungen an denen ich mich hochziehen könnte zu fassen. Runter zu klettern war eine Sache gewesen, doch ich hatte nicht bedacht wie ich wieder hinauf kommen sollte. Ich streckte meine Hand nach oben aus, doch ich bekam weder eine Hand der Zwerge, noch eine gute Stelle des Felsens zu packen. Hatte ich schon erwähnt wie sehr ich meine mangelnde Größe verfluchte?
    Langsam ließ meine Kraft nach, an einem über 20 Meter tiefen Abgrund auf einem Felsvorsprung zu hocken, der nur groß genug für einen meiner Füße war, und gefährlich locker saß, und nun zu allem Übel auch nicht begann zu schwanken war kein Zuckerschlecken.
    Moment, der Vorsprung lockerte sich? Ich schrie entsetzt auf und suchte nach etwas an dem ich mich festhalten konnte. Der Vorsprung löste sich und ich verlor meinen einzigen Halt unter den Füßen.
    Entsetzt schloss ich die Augen und hoffte der Aufprall würde nicht ganz so schmerzhaft werden, doch mein Fall wurde nach kaum einer Millisekunde schon ausgebremst. Eine Hand hatte sich fest um mein Handgelenk geschlungen und hielt mich fest. Ich öffnete die Augen und sah das Fili mich aufgefangen hatte, der sich wiederum mit nur einer Hand an einer Felskerbung einen guten halben Meter unter der Klippe festhielt.
    Oh Gott, das sah auch alles andere als sicher aus. Ein Glück das Thorin wohl einen ganz ähnlichen Gedanken gehabt hatte. "Helft ihnen!", rief er und direkt begannen die Zwerge uns hochzuziehen. Langsam, Stück für Stück kamen wir dem sicheren Boden wieder näher.
    Als ich endlich wieder auf meinen eigenen Beinen stand, war ich so erleichtert dass mir beinahe Tränen in die Augen stiegen. Aber ich wischte mir einmal kurz übers Gesicht und konzentrierte mich nun darauf, meine zitternden Beine unter Kontrolle zu bringen.
    "Beinahe hätten wir unseren Meisterdieb verloren!", sagte ich erleichtert, das Bilbo sicher hier oben angekommen war.
    Ich konnte an Thorins grimmigen Blick direkt erkennen, was jetzt folgen würde. "Er ist verloren seid wir aufgebrochen sind!", meinte er kalt! "Er gehört nicht zu uns!" Also wirklich!
    "Jedem Zwerg hätte das passieren können! Hackt nicht auf Fehlern rum wo keine sind!" Es war mir einfach so heraus gerutscht, ohne dass ich darüber nachgedacht hatte. Thorin warf mir einen eisernen Blick zu. "Mischt euch nicht in Dinge ein, von denen ihr nichts versteht!"
    Hey, wer hing eben über einem 20 Meter tiefen Abgrund? Ich verstehe sehr wohl etwas davon, wie es ist da unten zu hängen!
    Ich wusste dass ich nur das Recht hatte jetzt zu diskutieren, aber ebenso wusste ich das es um einiges klüger war jetzt zu schweigen. Also lief ich einfach schweigend hinter den Zwergen her. Hauptsache möglichst weg von den Steinriesen und ihren Kämpfen! Nori rief irgendetwas von einer Höhle, aber ich hörte gar nicht richtig zu. Das erlebte war nicht so leicht zu verkraften. Zweimal dem Tod um Haaresbreite entkommen...
    Schweigend folgte ich den Zwergen in die Höhle. Noch ahnte niemand von uns, was genau wir da betraten.

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