Der Spiegel zu meiner Seele (Teil 22)

star goldstar goldstar goldstar goldstar greyFemaleMale
4 Kapitel - 3.305 Wörter - Erstellt von: Yamiyo - Aktualisiert am: 2016-03-09 - Entwickelt am: - 1.233 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Shun und Kyoko sprechen sich aus. Wird der Grünhaarige akzeptieren, dass sie mit einem Academia unterwegs gewesen ist?

1
Plötzlich hörte man ein lautes Kreischen wie das eines Zuges... Nein... Metall? Nein... Vögel... Ja, ein Vogelschrei! Und nicht nur das, plötzlich
Plötzlich hörte man ein lautes Kreischen wie das eines Zuges... Nein... Metall? Nein... Vögel... Ja, ein Vogelschrei! Und nicht nur das, plötzlich erklang auch noch lautes Schleppern, sodass ich neugierig nun endlich die Augen aufriss und kaum meiner Wahrnehmung traute, als ich mitansehen musste, wie alle Obelisken auf einmal von einem glühenden Phönix niedergerissen wurden. Vor Überraschung zitternd hob ich den Kopf und blickte an der Hausfassade hinauf. Und tatsächlich stand dort der, dessen Vogel gerade circa 75 % der Obelisken mit einen Schlag besiegt hatte. „Shun!" Voller Freude rief ich seinen Namen, während er auf seinen Überfallsraptor sprang und einen zweiten Massenvernichtungsangriff startete, bevor er elegant neben mir landete. „Shun, wie...?" Bevor ich meinen Satz vollenden konnte, hatte er mich schon an sich gezogen. Mein Herz schlug augenblicklich hundertmal schneller als zuvor, doch ehe mein Blick seinen richtig traf, hörte ich auf einmal einen dumpfen Schlag, gefolgt von stechendem Schmerz in meinem Bauch, der mir das Atmen und innerhalb weniger Sekunden das Bewusstsein raubte. „Shun...?" war das Letzte, was ich noch hervor brachte, bevor alles augenblicklich um mich schwarz wurde und in einem Funkenregen verglühte.

Budumm. Budumm. Budumm. Rote Sterne. Stechender Schmerz. Übelkeit. Alles auf einmal prasselte innerhalb von Sekunden auf mich ein. Wo war ich? Und warum tat mein Bauch so weh? Langsam öffnete ich beschwerlich die Augen und erblickte einen blauen Mantel. Bei diesem Anblick fiel mir wieder alles ein, weswegen ich mich ruckartig aufsetzte. „Ah, du bist wach..." stellte da die Person neben mir fest, dessen gelb-grüne Augen mich intensiv musterten. Vorsichtig wandte ich den Kopf zu ihm und begegnete seinem Blick, der mir keinen Einblick in seine Gefühle gab. „Shun... Wieso hast du mich geschlagen?" fragte ich mit kratzender Stimme und rieb mir verwirrt den schmerzenden Bauch, während Shuns Miene regungslos blieb. „Es wäre zu gefährlich gewesen, wenn du herumgezappelt hättest. Da wärst du mir nur im Weg gestanden und vielleicht hätte ich dich sogar verletzt. Mein Satellite Cannon Überfallsraptor ist noch etwas unkontrollierbar und deshalb wollte ich dich aus dem Weg haben." Wie charmant... Irgendwie wusste ich nicht, ob ich mich jetzt freuen sollte... „Apropos–was ist in meiner Abwesenheit passiert? Und wo sind wir?" Verwundert betrachtete ich den Untergrund. War das etwa Metall? Moment, warum war es so windig? Waren wir etwa... „Ich habe die Obelisken alle besiegt und dich danach auf meinen Überfallsraptor verfrachtet, auf dem wir jetzt gerade fliegen." Fliegen? Verängstigt spitzte ich vorsichtig über den Flügelrand und schluckte beeindruckt, als ich sah, wie klein die Häuser aus dieser Höhe aussahen. Schweigen kehrte für eine Weile zwischen uns ein, jedoch keine friedliche Atmosphäre, es war eher... beklemmend. Als wäre es nur die Ruhe vor dem verheerenden Sturm. Und mit dieser Vermutung lag ich richtig, denn plötzlich packte mich Shun an der Schulter und zog mich so zu sich, dass ich ihn anschauen musste. „Kyoko, diese Obelisken haben vorhin etwas Komisches gesagt. Dass du Yuri, diesem Fusionsgeneral, geholfen hast und mit ihm gemeinsam in diese Dimension gekommen bist. Ist das wahr? Arbeitest du tatsächlich mit Academia zusammen?" Seine Stimme war ruhig, doch ich konnte genau heraushören, dass es in ihm kochte wie heiße Lava. Gedrückt schluckte ich den Kloß herunter und erinnerte mich dabei an Yuris Worte. „Wenn das deine Xyz-Freunde nicht einsehen wollen, dann haben sie dich nicht verdient!“ Shun musste es also akzeptieren... Auch wenn ich bezweifelte, dass er mir das je verzeihen würde. „Nein, das tue ich nicht. Aber es stimmt, dass ich bereits mehrmals in Kontakt mit Yuri gekommen bin. Allerdings vermutlich aus anderen Gründen, als du denkst." „Die wären?" hakte Shun misstrauisch mit verfinsterter Miene nach. „Dass er mir einmal das Leben gerettet hat und ich wissen wollte, warum. Denn das kannst du mir glauben: Ich bin kein Anhänger von Academia, nicht im Geringsten. Ich verabscheue sie für all das, was sie Heartland, Ruri und Rin angetan haben, aber vielleicht verstehst du, dass ich herausfinden wollte, was dahinter steckt." „Und was hast du herausgefunden? Und vor allem wie?" Noch immer wirkte Shun ausgesprochen ruhig... Das machte ihn aber noch bedrohlicher. Ich fürchtete, dass er mich jeden Moment vom Vogel schubsen würde. Wahrscheinlich hatte er das sogar vor, also redete ich hier tatsächlich um mein Leben! „Ich bin auf Umwegen nach Academia gereist und habe dort mit ihm gesprochen. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob ich dir anvertrauen darf, was er mir erzählt hat, darum lass es mich so sagen: Ich scheine jemanden, der ihm viel bedeutet hat, ähnlich zu sehen." „Mehr nicht?" Jetzt schien mein Freund doch etwas überrascht. „Mehr nicht. Ich war auch etwas perplex, besonders als Yuri mir dann noch angeboten hat, mich aus Academia wieder heil herauszuschleusen." „Er hat dich als sein Teammitglied ausgegeben, habe ich Recht?" hakte Shun ahnend nach, woraufhin ich mit vor Angst rasendem Herzen nickte. „Ja, genau das. So hat er mich wieder hierhergebracht und dann haben sich unsere Wege getrennt." „Und was hast du jetzt vor?" Auf diese Frage erhielt er dieses Mal keine Antwort, ganz einfach, weil ich keine hatte. Ja, was wollte ich jetzt tun? Ich hatte keinen blassen Schimmer. „Alles außer mich Academia anschließen. Ich will euch nicht verraten, das ist mir klarer denn je. Du, Ruri und Yuto - ihr seid meine Familie und darum werde ich euch mit meinem Leben beschützen–das habe ich mir geschworen." Plötzlich lächelte Shun und ehe ich es realisierte, hatte er mich schon in seine starken Arme gezogen. „Shun...? Bist du noch sauer auf mich? Was denkst du jetzt über mich?" wisperte ich nach einer Weile, in der ich still die Umarmung genossen und zugleich hinterfragt hatte. Es war wirklich verflucht ärgerlich, dass ich in Shuns Kopf nicht hineinblicken konnte. Daraufhin blickte der Ältere mich ernst an und ich staunte, als ich sah, dass in seinen Augen kaum Wut funkelte. „Ich denke, dass es egal ist, wieso und wo du mit wem wann warst, solange du jetzt wieder hier bist und mit vollem Herzen Yuto und mich unterstützt. Auch wenn ich nicht ganz verstehe, warum du, als du bei Academia gewesen bist, nicht versucht hast, Ruri zu befreien." erklärte er ruhig, was in mir Scham aufkeimen ließ. Wieso verzieh er mir nur so schnell? Warum wies mich keiner zurecht außer ich mich selbst? Machte ich mir vielleicht einfach zu viele Sorgen? „Shun, du bist zu nett zu mir... Ich..." Leise schluchzte ich auf. „Du und Yuto, ihr seid immer so stark! Ihr wisst immer, was richtig ist und trefft konsequent die günstigsten Entscheidungen! Wie schafft ihr das nur? Woher nehmt ihr euren Mut, euer Selbstbewusstsein?" rief ich verzweifelt und krallte mich fester in den blauen, festen Stoff seines Mantels. Angespannt wartete ich darauf, endlich zurechtgewiesen, vielleicht sogar angeschrien zu werden, doch nichts dergleichen passierte. Shun schien erst etwas perplex zu sein, dann zog er mich auf einmal fester an sich, bevor er sich, ohne dass ich es richtig realisieren konnte, zu mir hinabbeugte und seine Lippen auf meine eigenen legte. „Kyoko, du bist zu streng zu dir. Weder Yuto noch ich, besonders ich, wissen oft, was wir tun sollen. Wir gehen zwar unseren Weg, aber glaub ja nicht, dass wir immer seine Richtung sehen. Yuto ist bereits in eine Sackgasse geraten und mir kann es genauso gehen. Also sag nicht, dass wir stark sind! Niemand ist stark... Nicht du, nicht ich, nicht Yuto–Jeder hat Schwächen. Und ich habe schon oft Groll gegen die falschen Leute gehegt–Deshalb werde ich dich nicht verurteilen, auch wenn es mir Bauchschmerzen bereitet bei dem Gedanken, dass du mit einem Academia unterwegs gewesen bist. Aber würdest du uns wirklich verraten wollen, hättest du dich nicht vorhin gegen diese Übermacht von Obelisken duelliert–da bin ich mir sicher. " erklärte er sanft, als er sich wieder von mir gelöst hatte und blickte mich leicht lächelnd an. „Wir sind doch ein Paar, schon vergessen? Und darum vertraue ich dir... Bitte lass mich das nicht bereuen!" Dieses Geständnis trieb mir die Tränen in die Augen und ließ mich aufschluchzen. Doch ehe sich Shun Sorgen machen konnte, nickte ich tapfer und erwiderte so entschlossen wie möglich. „Du wirst es nicht bereuen, Shun, versprochen! Denn jetzt werde ich dir blind folgen–solange wie du willst!" Vorsichtig beugte ich mich zu ihm vor und bestätigte meine Aussage durch einen zaghaften Kuss, der unsere beiden Herzen zum Rasen brachte.
article
1457278573
Der Spiegel zu meiner Seele (Teil 22)
Der Spiegel zu meiner Seele (Teil 22)
Shun und Kyoko sprechen sich aus. Wird der Grünhaarige akzeptieren, dass sie mit einem Academia unterwegs gewesen ist?
http://www.testedich.de/quiz39/quiz/1457278573/Der-Spiegel-zu-meiner-Seele-Teil-22
http://www.testedich.de/quiz39/picture/pic_1457278573_1.jpg
2016-03-06
407E
Yu-Gi-Oh!

Kommentare Seite 0 von 0
Klicke hier um ein Kommentar zu schreiben - Wenn du Mitglied bei testedich bist logge dich bitte hier ein
Noch keine Kommentare.

Sie haben die Möglichkeit den Text zu gestalten.
((bold))Fett((ebold)) ((cur))Kursiv((ecur)) ((unli))Unterstrichen((eunli))
((big))groß((ebig)) ((small))klein((esmall))
((green))grün((egreen)) ((maroon))dunkelrot((emaroon)) ((olive))graugrün((eolive)) ((navy))marineblau((enavy)) ((purple))violett((epurple)) ((teal))teal((eteal)) ((gray))grau((egray)) ((red))rot((ered)) ((blue))blau((eblue)) ((fuchsia))fuchsia((efuchsia))
Bitte beachten Sie, dass Sie immer beide Codes, z.B. ((bold)) hier der Text der fett sein soll ((ebold)), gebrauchen, mit dazwischen den Text.