44 Stunden mit Draco Malfoy Teil 6

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1 Kapitel - 1.340 Wörter - Erstellt von: Leila - Aktualisiert am: 2016-03-02 - Entwickelt am: - 1.209 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Diesmal geht die Geschichte mit einem Streit weiter.. Mehr verrate ich nicht

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    Es war fast so, als würde eine fette, dunkle Gewitterwolke über Draco Malfoys Kopf schweben. Der Slytherin sagte kein Wort, aber seine Blicke waren mehr als eisig.
    Damit könnte er sicher die Hölle zufrieren lassen.
    Hermine stützte den Kopf auf.
    Es fiel ihr heute schwer, sich auf den Unterricht zu konzentrieren. Ständig schweiften ihre Gedanken zu dem Jungen neben ihr ab.
    Warum freute er sich nicht, dass sein Vater wieder frei war? Hatte er am Ende sogar Angst vor Malfoy Senior?
    Aber eigentlich, so zumindest hatte Hermine immer den Eindruck gehabt, vergötterte Draco seinen Vater.
    Also, warum?
    Zugern hätte Hermine Antworten auf dies alles, doch traute sie sich nicht Malfoy danach zu fragen.
    Irgendetwas in ihr hielt sie bis jetzt davon ab. Eine Art innere Stimme, die ihr sagte, dass sie es lieber nicht wissen sollte.
    Doch nicht nur das hielt Hermine davon ab, dem Unterricht höchste Aufmerksamkeit zu schenken.
    Pansy Parkinson saß eine Reihe hinter ihr und durchbohrte den Hinterkopf der Gryffindor mit tödlichen Blicken.
    Hermine war sich sicher: Wenn Pansy den Avada Kedavra beherrschen würde, wäre sie allein in dieser Stunde bereits um die 45-mal gestorben.
    Das braunhaarige Mädchen hatte sogar schon Visionen davon gehabt, wie Parkinson in ihrer Eifersucht auf den Tisch sprang und ihren Zauberstab zückte.
    ´Ich sollte vielleicht wirklich etwas vorsichtig sein, wenn sie in der Nähe ist. ´, beschloss Hermine.
    Schließlich wollte sie noch ein paar Jahre am Leben bleiben und eifersüchtige Frauen waren bekanntermaßen unvorhersehbar.

    Pansy´s Augen verengten sich zu Schlitzen.
    Diese Granger hing schon den ganzen Tag an ihrem geliebten Dracolein. So eine Frechheit! Zaubertrank hin oder her, schließlich war sie nicht dumm und bemerkte sehr wohl diese gewisse Spannung, die zwischen ihrem Draco und dieser abscheulichen Granger herrschte. Und erst diese Blicke, die sie ihm ständig zuwarf… Was bildete sich dieses Schlammblut überhaupt ein?
    Keine Frage, Pansy musste etwas unternehmen. Und sie hatte auch schon eine Idee…

    Hermine wartete ungeduldig das Ende der Schulstunde ab, denn sie hatte einen Entschluss gefasst: Sie würde mit Malfoy über die Sache reden.
    Zugegeben, sie hatte schon bessere Einfälle gehabt, aber sie konnte diesen mehr als übelgelaunten Draco Malfoy nicht die restlichen Stunden ertragen.
    Zwar wagte die Gryffindor zweifellos ein Himmelfahrtskommando, aber dies war immer noch besser, als nichts zu tun.

    Nach unzähligen Minuten, die sich wie Kaugummi zogen, erklang endlich die Schulglocke und beendete damit den Unterricht.
    Hermine sprang auf, als hätte sie einen Stromschlag verpasst bekommen.
    Malfoy quittierte dies mit einem Schnauben. Er lies sich alle Zeit der Welt dabei, seine Sachen zusammenzuräumen.
    Gemächlich erhob der Slytherin sich und warf Hermine einen gelangweilten, entnervten Blick zu.
    Diese tippelte nervös von einen Fuß auf den anderen.
    „Hast du es irgendwie eilig, Granger? Oder bist du etwa nervös?“
    Hermine runzelte die Stirn.
    „Wie kommst du darauf?“
    Draco zuckte mit den Schultern und grinste leicht.
    „Tja… Keine Ahnung.“
    Er schaute demonstrativ auf ihre Füße.
    Die Gryffindor biss sich auf ihre Lippen und versuchte krampfhaft ihre Beine still zu halten.
    ´Wie peinlich! ´, schoss es ihr durch den Kopf.
    Mittlerweile hatte sich das Klassenzimmer geleert, nur noch die beiden befanden sich in ihm.
    Hermine holte tief Luft. Dies war die beste Gelegenheit und sie musste sie nun ergreifen.
    „Malfoy, ich möchte gern mit dir über vorhin reden.“
    Seine Miene versteinerte und ein merkwürdiger, eisiger Hauch umgab ihn.
    „Ich wüsste nicht, was es da zu reden gäbe.“, presste er hervor.
    „Ich schon!“
    Hermines Stimme klang um einiges selbstsicherer, als sie sich wirklich fühlte.
    Die Art, wie Malfoy vor ihr stand, hatte definitiv etwas einschütterndes. Er wirkte angespannt und aggressiv.
    „Warum bist du so ausgerastet? Du solltest doch froh sein, dass dein Vater nicht mehr in Askaban ist! Ich verstehe dich wirklich nicht.“
    Dracos Augen verengten sich.
    „Du hast doch keine Ahnung.“, sagte er in einem gefährlich ruhigen Ton.
    Seine Muskeln spannten sich an und sein Gesichtsausdruck wurde hart.
    „Ja, ich habe keine Ahnung! Aber wie soll dich irgendjemand verstehen, wenn du alles nur in dich reinfrisst und mit niemanden über deine Probleme sprichst?“, erwiderte Hermine schrill.
    Sie wusste nicht weshalb, aber Malfoy wühlte sie auf. Er machte sie wütender, als sie wollte.
    „Warum interessiert gerade dich das überhaupt?“
    Dracos Stimme war nun auch eine Oktave höher gerutscht.
    „Willst du dann damit zu Potter rennen, um ihm alles unter die Nase zu reiben! So ist es doch, oder?“
    Malfoy wurde zunehmend ärgerlicher. Er geriet regelrecht in Rage.
    „Das ist totaler Unsinn! Ich habe mir vielleicht Sorgen um dich gemacht!“, schrie Hermine zurück.
    Die Augen des Slytherin weiteten sie leicht und jegliche Wut schien von ihm abzufallen, ja regelrecht zu verpuffen.
    Sein Gesichtsausdruck wurde weicher und entspannter.
    „Wieso? Wieso hast du dir Sorgen gemacht?“, fragte er ruhig. Der Blonde musterte seinen Gesprächspartner.
    Die Gryffindor stolperte ein paar Schritte zurück.
    ´Verdammt! Das wollte ich eigentlich nicht sagen! Jetzt bloß eine gute Antwort einfallen lassen…´
    „Nun… Du hast so heftig auf die Nachricht reagiert und warst jetzt die ganze Zeit irgendwie komisch.“
    Malfoy hob eine Augenbraue.
    „Und? Seit wann interessiert dich das?“, hakte der Slytherin verwundet nach.
    „Immerhin kleben wir zusammen und es macht alles andere als Spaß dich in dieser Stimmung in meiner Nähe zu haben!“, rechtfertigte sich die Braunhaarige.
    „Aha, und wenn ich gute Laune habe macht es Spaß?“, fragte der Slytherin grinsend. Er schien das eigentliche Thema völlig vergessen zu haben.
    „Das habe ich so nicht gesagt!“, erwiderte Hermine entrüstet.
    „Aber so gemeint.“
    Malfoys Stimmung schien von Minute zu Minute besser zu werden. Er entspannte sich sichtbar.
    „Du überschätzt dich. So toll bist du nun auch nicht.“, entgegnete die Gryffindor in einem schnippischen Ton.
    „Bin ich eben doch. Und du wirst das auch noch merken.“
    Der Slytherin grinste anzüglich.
    Hermine schüttelte nur ungläubig den Kopf.
    Außerdem stand dass jetzt eigentlich gar nicht zur Debatte, es gab eindeutig wichtigeres zu besprechen.
    „Aber, um auf das eigentliche Thema zurückzukommen…“
    Draco seufzte.
    „Lass es bitte gut sein. Ich möchte im Moment nicht darüber reden. Außerdem sollten wir langsam zu unserer nächsten Stunde. Wir sind schon viel zu spät.“
    „Aber wenn du vielleicht später darüber reden möchtest…“
    „Du wirst nicht all zu weit weg sein, schon klar.“
    Malfoy schnalzte mit der Zunge.
    „Können wir nun gehen?“
    Ungeduldig sah er seinen Gegenüber an.
    „Weißt du, was mich echt an dir verwirrt?“
    „Mein außergewöhnlicher Charme vielleicht?“, fragte Draco gespielt hoffnungsvoll.
    Hermine lächelte kurz, schüttelte dann aber energisch den Kopf.
    „Wie du nur so unglaublich schnell deine Laune ändern kannst. In einem Moment bist du total down und im anderen hast du schon wieder total gute Laune, als wäre gar nichts passiert.“
    Hermine hob eine Augenbraue.
    Malfoy zuckte mit seinen Schultern.
    „So bin ich eben…“
    Mit diesen Worten verließ er das Klassenzimmer, dicht gefolgt von Hermine.

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