44 Stunden mit Draco Malfoy Teil 5

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1 Kapitel - 1.456 Wörter - Erstellt von: Leila - Aktualisiert am: 2016-03-02 - Entwickelt am: - 1.795 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Teil 5!
Draco Malfoy!
Lass dich mitreisen!

    1
    Hermine seufzte. Das durfte alles nicht wahr sein… Diese letzten vier Stunden mussten einfach ein Traum sein.
    Sie kniff sich in den Backen. Vergeblich. Draco Malfoy stand ihr immer noch gegenüber mit einem Besen in der Hand, während er ihr Anweisungen, wie sie sich auf den Besen zu verhalten hatte, erteilte.
    „Hast du das verstanden, Granger?“
    Malfoys Augen verengten sich zu einem Schlitz. Natürlich hatte er bemerkt, dass die Gryffindor nicht eine Sekunde seinen Worten gelauscht hatte. Wofür hatte er sich eigentlich den Mund fusselig geredet? Ihm hätte gleich klar sein sollen, dass seine Worte zu schade waren für die Gehörgänge einer Schlammblüterin.
    ´Sie wird schon noch sehen, was sie davon hat…´, schoss es ihm durch den Kopf.
    Dracos Lippen verzogen sich zu einem unheilverkündeten Grinsen.
    „Natürlich habe ich das verstanden, Malfoy.“, antwortete Hermine kühl. Dabei schweifte ihr Blick wieder auf den Besen in seiner Hand ab.
    Sie seufzte. Seit ihrem ersten Jahr in Hogwarts hegte Hermine eine Art liebevolle Abneigung gegen Besen. Sie hatte die Begeisterung von Ron und Harry für diese Fluggeräte nie verstehen können.
    Und noch weniger konnte sie verstehen, wie sie sich von Malfoy in ihrer Freistunde auf den Quidditchplatz hatte mitziehen lassen.
    In diesen Minuten hatte ihre Gehirn eindeutig ausgesetzt.
    „Dann können wir ja nun anfangen.“
    Malfoys Grinsen wurde noch breiter, als er Panik in Grangers Augen sehen konnte.
    Der Bücherwurm hatte also tatsächlich Flugangst.
    ´Na, das dürfte ja mehr als amüsant werden. Schade, dass man fliegen nicht durch lesen lernen kann. ´, dachte er gehässig.
    „Ja, klar…“
    Hermine fing sich wieder und atmete tief durch.
    ´Keine Angst, Mine… Du schaffst das! Du darfst Malfoy nicht zeigen, wie sehr du das Fliegen hasst. ´, machte sie sich in Gedanken selber Mut.
    Draco warf ihr einen spöttischen Blick zu, als er auf seinen Besen stieg. Mit einer Handbewegung wies er die Gryffindor an, ebenfalls Platz zu nehmen.
    Das Mädchen schwang sich hinter den Slytherin und hielt sich an seinen Schultern fest.
    „Das soll wohl ein Witz sein!“
    Der Blonde drehte sich verärgert um.
    „Irgendwo muss ich mich eben auch festhalten!“, erwiderte Hermine schnippisch.
    „Aber nicht an meinen Schultern!“
    Dracos Augenbraue zuckte verdächtig.
    „Dann eben so!“
    Die Gryffindor wusste nicht, welcher Teufel sie in diesem Moment geritten hatte, aber sie umklammerte nun demonstrativ Malfoys Oberkörper.
    ´Er hat wirklich an Muskelmasse zugelegt…´
    Das Mädchen konnte sich das Grinsen nur mühsam verkneifen.
    „Von mir aus.“
    Der Slytherin zuckte mit ausdrucksloser Miene seine Schultern und drehte sich wieder nach vorne.
    „Wir müssen uns jetzt mit aller Kraft abstoßen!“
    Beide stießen sich ab und schon waren sie hoch in der Luft.
    Der Wind blies ihnen durch die Haare und die Tribüne erschien auf einmal ganz klein.
    Hermine wurde etwas blass um die Nase. Fliegen war einfach nicht ihr Ding. Ängstlich klammerte sie sich etwas fester an den Slyterhin.
    Dieser runzelte die Stirn.
    „Hey, Granger! Das hier ist keine Kuschelstunde!“
    Die Braunhaarige verzog verärgert das Gesicht.
    „Bild dir bloß nichts ein, Malfoy! Ich halte mich nur an dir fest um nicht herunter zu fallen!“
    Der Blonde schnalzte mit der Zunge.
    „Bereit?“
    Das Mädchen blinzelte.
    „Für was?“
    „Für das!“
    Hermines Herz machte einen Hüpfer, als Draco überraschend einen Sturzflug hinlegte.
    Ein flaues Gefühl breitete sich in ihr aus.
    „Lass das!“, kreischte die Gryffindor panisch.
    Just zog Malfoy den Besen wieder hoch.
    „Was ist denn?“, fragte er betont unschuldig.
    „Was ist? Du bist echt ein riesiger Arsch!“, schimpfte das Mädchen.
    „Ich weiß gar nicht, was du hast. Das war ein ganz normales Flugmanöver.“, erwiderte Draco missgelaunt.
    Diese Granger verstand einfach kein Spaß. Andere Mädchen würden sich darum reißen, mit ihr tauschen zu können!
    „Wenn wir morgen das Spiel haben, lege ich noch ganz andere Sturzflüge hin! Deshalb üben wir doch jetzt. Oder meinst du, ich habe Lust, mich wegen dir morgen zu blamieren?“
    Malfoy drehte eine Runde um die Tore.
    „Aber ich habe keine Lust dazu, im Krankenflügel zu landen!“, moserte die Gryffindor.
    „Wirst du auch nicht, wenn du mir vertraust!“
    Hermines Augen verengten sich.
    „Ich und dir vertrauen? Nach all dem, was in den letzten Jahren war? Das soll wohl ein Scherz sein! Das ist wirklich zu viel verlangt!“
    Draco atmete tief ein.
    „Ich sage ja nicht, dass du mir blind vertrauen sollst. Aber glaube mir einfach, wenn ich sage, dass ich weiß, was ich hier tue!“
    Die Gryffindor hob eine Augenbraue.
    Es kostete sie einiges an Überwindung, aber sie antwortete dann doch: „Jaa… Das glaube ich dir.“
    Malfoy, von Hermine ungesehen, lächelte kurz.
    „Wir werden nun ein paar Schleifen machen, okay? Halt dich gut fest!“
    Das Mädchen schloss entsetzt die Augen.
    Hoffentlich war das hier bald vorbei!


    20 Minuten später hatte die Gryffindor endlich wieder festen Boden unter den Füßen. Ihre Beine fühlten sich etwas wackelig an und ihr Magen… Nun ja.
    „War doch gar nicht so schlimm, oder?“
    Hermine blinzelte. Sie widerstand dem Drang, sich die Augen zu reiben.
    Malfoy lächelte sie an! Es war ein ehrliches Lächeln und es war nicht die Spur von Boshaftigkeit in ihm zusehen.
    Das war etwas völlig neues für die Gryffindorschülerin.
    ´Ich habe gar nicht gewusst, dass er auch so ein Lachen hat. Sonst setzt er immer nur dieses gehässige Grinsen auf. ´
    Die Braunhaarige war tatsächlich sprachlos.
    „Stimmt etwas nicht?“
    So schnell das Lächeln gekommen war, verschwand es auch wieder und der alte, überhebliche Gesichtsausdruck war zurückgekehrt
    „Nein… Es ist alles okay! Du liebst das Fliegen wirklich, oder? Du wirkst dabei richtig glücklich!“
    „Wenn ich fliege, fühle ich mich frei.“, antwortete Draco mit tonloser Stimme. Sein Blick wirkte auf einmal seltsam abgestumpft.
    „Wir sollten gehen. Unsere Freistunde ist gleich zu ende.“
    Er schulterte den Besen und warf seinem Gegenüber einen auffordernden Blick zu.
    Die Braunhaarige nickte leicht und zusammen begaben sie sich auf den Weg zum Schloss zurück.
    Keiner sagte ein Wort.
    ´Was ist bloß mit ihm los? ´, fragte sich die Gryffindor in Gedanken. ´Irgendwas scheint ihn zu belasten… Halt mal, Hermine! Das geht dich erstens gar nichts an und zweitens machst du dir gerade Sorgen um Draco Malfoy! ´
    Sie warf einen kurzen Blick zu dem Jungen, der neben ihr lief.
    Dieser hatte einen harten Gesichtsausdruck und schien sie nicht zu beachten.
    ´Er macht mir fast etwas Angst…´
    „Draco! Draco!“
    Die lauten Rufe ließen beide Schüler aus ihren Gedanken schrecken.
    Blaise Zabini kam auf sie zugestürmt. Er schien aufgebracht.
    „Was ist denn los?“
    Dracos Augenbrauen schossen in die Höhe.
    „Dein Vater… Er ist aus Askaban ausgebrochen! Es steht in der Abendausgabe des Tagespropheten!“
    Zabini streckte ihnen die Zeitung entgegen.
    Durch Malfoys Gesicht ging ein Zucken. Für einen Moment war Angst in ihm geschrieben. Doch von einer Sekunde auf die andere hatte er sich wieder gefasst.
    „Von mir aus. Ist mir egal.“
    „Aber Draco…“
    „Ich will nichts mehr davon wissen!“
    Mit einem Ruck hatte er die Zeitung Blaise entrissen und in zwei Hälften zerteilt.
    Blanker Hass lag nun in den Augen Dracos.
    Hermine zitterte leicht.
    Malfoy hatte etwas sehr dunkles, angsteinflößendes an sich…
    Dieser Malfoy gefiel ihr ganz und gar nicht. Auch Blaise schien etwas erschrocken von der Reaktion seines Freundes.
    „Wir müssen in den Unterricht!“, zischte der Blonde zwischen seinen Zähnen hervor.
    „Gehen wir!“
    Hermine sah Blaise an. Dieser zuckte nur mit den Schultern. Sein Blick sagte: „Tun wir lieber, was er sagt!“
    Das Mädchen nickte leicht und die drei gingen stumm durch das Portal Hogwarts.

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