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Eine Reise durch die Zeitalter Ea's (Teil 8)

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10 Kapitel - 3.342 Wörter - Erstellt von: Melauriel - Aktualisiert am: 2016-03-11 - Entwickelt am: - 782 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Begleitet die Dame Lotessë durch die Geschichte ihres Lebens und ihre Abenteuer in Aman und Mittelerde. Was ist ihr Schicksal und wird es sich erfüllen? Ithilien.

    1
    Duernil war außer Atem, kurz gewährte seine Mutter ihm einen Moment um sich wieder zu sammeln, dann griff sie erneut an. Duernil parierte die Schläge gekonnt, doch bedrängte Lotesse ihn immer mehr. Sie war einfach zu schnell, selten blieb Duernil eine Chance um selbst zum Angriff überzugehen und stets traf er mit seinem Schwert nur ins Leere, es war als würde seine Gegnerin jede seine Bewegungen voraus ahnen können. Bei keinem ihrer Übungskämpfe hatte er sie je getroffen.
    Auch an diesem Tag gelang es ihm nicht, wie so oft beendete er seinen Kampf entwaffnet auf dem Boden liegend.
    Lächelnd hielt Lotesse ihrem Sohn die Hand entgegen um ihn auf zu helfen.
    "Gräme dich nicht zu sehr mein Herz, du bist noch jung an Jahren und längst ist deine Ausbildung noch nicht abgeschlossen."
    Duernil klopfte sich ärgerlich den Schmutz von den Kleidern:" Dennoch Mutter, seit 5 Jahren unterrichtest du mich nun schon im Schwertkampf und nicht einziges Mal konnte ich einen erfolgreichen Schlag gegen dich führen."
    Lotesse betrachtete ihren Sohn aufmerksam, er war ehrgeizig, in allem was er tat wollte er der Beste sein, stets auf der Jagd nach Anerkennung. 20 Jahre waren vergangen seit sie sich mit Legolas hier in Nordithilien niedergelassen hatte. Ihre kleine Zuflucht des Friedens war seit dem stetig gewachsen. Die Elben brachten den Glanz und die volle Schönheit des Landes, welches so lange unter dem Schatten Saurons gelitten hatte, wieder zum Vorschein.
    Nan Ellath nannten sie das Tal in dem sie ihr Heim errichtet hatten. Ihr Glück war vollkommen hier und die Kinder hatten eine wundervolle und friedsame frühe Kindheit gehabt, voller Liebe und Fürsorge.
    Doch die Maiar wusste das all dies nicht für immer andauern würde. Und so hatte sie gegen den Willen von Legolas vor geraumer Zeit begonnen Duernil und Gaildis im Schwertkampf zu unterrichten.
    Obgleich Gaildis nun schon länger in Eryn Lasgalen bei Thranduil weilte, sie hatte eine starke Bindung zu ihrem Großvater.

    2
    Duernil sah die kleine Schar Reiter, welche sich vom Süden aus näherte, schon vom Weiten. Drei Tage hatte er vergeblich Ausschau gehalten, doch nun hatte sein Warten endlich ein Ende. Sehnsüchtig starrte er in die Ferne, es würde noch mindestens fünf Stunden dauern, bis die kleine Gruppe seinen Lagerort, welcher nur wenige Meilen von Nan Ellath entfernt war, erreichen würde.
    Doch dann würde er sie endlich wiedersehen, 2 Jahre war Gaildis bei Thranduil in Eryn Lasgalen gewesen, eine Zeit die Duernil wie eine Ewigkeit vorgekommen war.
    All die täglichen Aufgaben welche im Haus seiner Eltern anfielen und auch jene Arbeiten welche nötig waren um das Land von den letzten abscheulichen Spuren Saurons zu befreien, konnten ihm die Trennung von seiner geliebten Schwester nicht verkürzen. Einzig in den Stunden in denen seine Mutter ihn im Schwertkampf unterwies, hatte er nicht an Gaildis denken müssen.
    Duernil fragte sich, ob auch sie ihn so vermisst hatte, sie war nicht nur sein Zwilling, sonder auch seine Vertraute und ihm näher als jeder Andere. Niemals würde es anders sein, dass wusste er, ganz gleich was das Schicksal von ihm fordern würde.
    Er hatte sich geschworen immer für sie da zu sein und sie zu beschützen, er würde die Bilder die ihn seit langen schon verfolgten nicht wahr werden lassen.
    Es war vor zehn Sommern gewesen, dass ihn der grausame Anblick seiner geschundenen Schwester ereilt hatte. Sie hatte ihn nur stumm angesehen, doch in ihren Augen war unendliches Leid geschrieben und ihr Körper war übersät von Narben. Duernil hatte diesen Tagtraum, welcher ihn seither oft quälte, nur seiner Mutter anvertraut.
    Sie hatte lange geschwiegen, dann versuchte sie ihn zu trösten, und ihn zu ermutigen, dass die Zukunft stets wandelbar wäre, doch hatte Duernil die Trauer in den Augen seiner Mutter gesehen.
    Er würde es nicht so weit kommen lassen, er würde Gaildis vor jeglichem Leid bewahren.
    Duernil verscheuchte die kummervollen Gedanken, Heute war ein Tag der Freude. Und noch hatten sie Zeit, denn obgleich die Zwillinge schon 22 Jahre alt waren, war ihr Aussehen, wenn sie auch hoch gewachsen waren, noch von kindlicher Gestalt, wie es bei den Eldar üblich war, welche erst mit 50 als erwachsen galten, und in seinen Visionen war seine Schwester stets älter.

    3
    Lotesse stand an einem Fenster ihrer Behausung, der Abend war schon weit fortgeschritten und das Licht der Sterne fiel silbern auf die wenigen Häuser Nan Ellaths. Die Maiar liebte den Anblick der sich ihr bot, die Elben hatten hier einen vollkommenen Ort des Friedens geschaffen. Sie hatten nicht der Natur ihren Willen aufgezwungen, ihr nur gelegentlich einen Platz für eins der kleinen Häuser abgerungen, welche sich vereinzelt in die Landschaft fügten.
    Lotesses Blick verharrte an den beiden Elben welche unweit von ihrem Haus im Gras saßen. Gestern war Gaildis heimgekehrt, seit dem war Duernil nicht von ihrer Seite gewichen und Lotesse hatte ihn nicht mit seinen Aufgaben behelligt, ihre Kinder glücklich bei einander zu sehen, war auch für sie das größte Glück.
    Und dennoch schmerzte es sie, wusste sie doch, dass dies nicht ewig währen würde.
    In ihren Träumen hatte sie gesehen welches Schicksal auf Duernil wartete, es gab keinen Zweifel daran, wem er Treue schwören würde. Lotesse wusste nicht wie es dazu kommen würde, doch sie war sich sicher, dass auch Gaildis damit zu tun hatte. Duernil wurde schon seit langem von den grausigen Bildern der Zukunft verfolgt, er hatte sich Lotesse anvertraut. Erst hatte sie ihm erzählen wollen, was sie gesehen hatte, wem er in der Zukunft folgen würde, doch weil sie ihn liebte und sie nicht wollte, dass ein Schatten über das noch so junge Leben ihrer Kinder fiel, schwieg sie.
    Die Maiar seufzte leise, der Anblick der beiden, wie sie dort friedlich zusammen saßen, ließ sie ihre Entscheidung nicht bereuen.
    Leise Schritte näherten sich, Lotesse brauchte sich nicht umdrehen um zu wissen wer da von hinten an sie heran trat.
    Zärtlich legte ihr Geliebter seine Arme um sie, Lotesse ließ es gerne geschehen, Legolas bei sich zu wissen vertrieb den Schatten der ungewissen Zukunft.
    "Sind sie nicht wundervoll, meine Schöne?", Legolas sein Kopf ruhte auf ihrer Schulter, sein warmer Atem ließ Lotesse unter wohligen Schauern erzittern. Ohne sich aus seiner Umarmung zu lösen drehte sie sich um.
    " Du hast sie mir geschenkt, Legolas, sie sind mir das wertvollste auf der Welt."

    4
    "Du hast mir gefehlt Gaildis, aber sag hattest du eine schöne Zeit bei Thranduil?", Duernil beobachtete seine Schwester aufmerksam. Sie spielte verträumt mit ihrem Haar, ihre Augen waren geschlossen, doch ein warmes Lächeln umspielt ihre Lippen.
    " Wundervoll und lehrsam waren meine Tage in Eryn Lasgalen, und trotz der Umsorgung unseres Großvaters, schienen sie mir lang, denn auch ich habe dich sehr vermisst mein Bruder."
    Diese Worte aus dem Mund seiner Schwester zu hören, linderten den Schmerz in seinem Herzen. Duernil griff nach ihrer Hand, dann flüsterte er feierlich:" Gaildis, Tochter der Ilmare, ich verspreche dir, dass egal wie weit uns die Wege des Schicksals auseinander treiben werden, ich wann immer du mich brauchst, ich an deiner Seite stehen werde. Kein Leid soll dir geschehen, so lange ich lebe."
    Gaildis hatte die Augen geöffnet, ihr silberner Blick hielt ihn fragend musternd gefangen:" Stets sprichst du davon, dass mir Schaden getan wird, doch nie nennst du mir den Grund dafür. Sag mir endlich was du weißt Duernil, lass uns diesen Schatten gemeinsam besiegen."
    "Nein. Du sollst frei sein meine geliebte Schwester, es reicht wenn einem von uns diese Bürde auferlegt ist."
    Gaildis sprang wütend auf:" Sag mir Duernil, wie frei bin ich, wenn du mich stets zur Vorsicht mahnst und solch düstere Reden hältst? Auch der Ausdruck in den Augen unserer Mutter, wenn sie uns beobachtet und denkt wir bemerken es nicht, sagt mir das auch sie es weiß!"
    "Bitte Gaildis...,"
    "Nein Duernil, ich habe es satt, ständig eure Sorge um mich zu sehen, ohne den Grund dafür zu kennen!", fauchte sie ihn an und rannte zornig davon.
    Duernil machte sich nicht die Mühe ihr hinter her zu laufen, er wusste das es zwecklos war, sie hatten schon so oft deswegen gestritten, sie würde sich wieder beruhigen.

    5
    In Nan Ellath verging die Zeit und Frieden herrschte überall in Mittelerde. Die Elben jedoch zogen sich fast gänzlich aus dem Geschehen der Welt zurück. Nur jene welche mit Legolas und Lotesse gegangen waren, scheuten den Kontakt mit den Menschen nicht und oft sah man welche vom schönen Volk aus Ithilien durch Gondor reisen.
    Die Kinder Gaildis und Duernil, verbrachten die nächsten Jahre gemeinsam bei ihren Eltern in Nan Ellath, wo sie weiterhin in der Geschichte Ardas und auch im Kampf unterrichtet wurden.
    Im Jahre 30 des Vierten Zeitalters begab es sich nun, dass Arwen König Elessar einen Thronfolger schenkte. Zu dem Fest der Geburt Eldarions Prinzen von Gondor, kamen alle Hohen Mittelerdes zusammen, und auch jene die der Gemeinschaft des Rings angehört hatten.
    Und mit Legolas kamen auch Lotesse und ihre Kinder erneut nach Minas Tirith.
    Die Freude des Wiedersehens war groß, wenn auch Gandalf und Frodo, welche in den Westen gesegelt waren, nicht mehr unter ihnen weilten, so war dies eines der seltenen Treffen der verbliebenen Gefährten.
    Oft saßen sie bis spät in die Nacht zusammen und schwelgten in Erinnerung an die vergangenen Tage.

    6
    "Und so wurde Legolas von mir, bei der Schlacht um Helms Klamm, um einen toten Feind übertroffen. Du siehst also Glofur, das die Spitzohren mit ihrem eleganten herumgetänzel, einen Zwergen mit einer Axt nicht überbieten können."
    Schloss Gimli seine Erzählung über die Schlacht in Rohan, er blickte amüsiert zu seinem Sohn, welcher mit Gaildis und Duernil seit Stunden den Geschichten des Zwergenfürsten gelauscht hatte.
    Legolas schaute etwas säuerlich in die Runde:" Vergesst nicht mein Herr Zwerg, wer nur wenige Tage danach beim Wett Trinken gegen besagten Elben verlor."
    "Oh bitte Ada verschone uns," Gaildis war aufgestanden.
    "Viele Male hast du uns jene Geschichte und viele Andere schon erzählt, verzeih mir, ich bin dessen müde. Ich werde mit Duernil und Glofur in die Stadt hinunter gehen, wenn du es erlaubst."
    Die Kinder verließen den Raum.
    Ein wenig ärgerlich murmelte Gimli:" Die Jungen von Heute, wissen nicht zu schätzen, welche Opfer und Kraft wir aufbringen mussten, um ihnen dieses leichte Leben zu ermöglichen."
    "Verzeihe ihnen Gimli mein Freund, und gönne ihnen den Frieden, denn auch ihr Leben wird nicht nur erhellt von Freude sein."
    Die Gefährten schwiegen lange nach dem Lotesse gesprochen hatte.

    7
    "Ich werde nicht hier bleiben, und du wirst auch nicht gehen!"
    Wütend lief Duernil vor Gaildis auf und ab, sie hatten sich in Gaildis Schlafgemach zurück gezogen, nach dem Gespräch mit ihren Eltern.
    Sie hatten ihnen mitgeteilt, dass Duernil die nächsten 5 Jahre hier in Minas Tirith bleiben solle, als Knappe des Königs von Gondor. Doch Gaildis sollte mit Gimli nach Aglarond gehen und dort ihre Ausbildung beenden.
    Gaildis sah traurig zu ihrem Bruder, Duernil tobte vor Zorn, auch sie wollte nicht von ihrem Zwilling getrennt sein, doch wusste sie, dass sie sich letztendlich fügen mussten.
    " Duernil, auch ich will nicht gehen, aber du weißt genauso gut wie ich, das unsere Eltern keine Widerrede dulden werden. Und dauert unser Leben nicht ewig? Die Zeit mag uns jetzt lang erscheinen, doch nur ein kurzer Augenblick wird es in unserem Leben sein Bruder."
    Duernil war vor seiner Schwester stehen geblieben, sie konnte die Verzweiflung in seinen Augen sehen.
    " Selbst der kürzeste Augenblick erscheint mir wie die Ewigkeit, wenn du ihn nicht mit mir teilst, Schwester!"
    " Jetzt lass diese Reden sein Duernil, wir werden es schon schaffen und vielleicht tut uns eine Trennung auch mal gut und du lernst ein Menschenmädchen kennen dem du nachsteigen kannst."
    Gaildis lächelte nekisch und bei dem Anblick seiner Schwester, welche wie stets unbekümmert wirkte, wurde auch sein Herz leicht. Sie hatte recht, es war nur eine kurze Zeit, sie würden es überwinden.

    8
    Duernil:

    Duernils Tage in Minas Tirith, waren sehr einsam.
    Die Menschen behandelten ihn stets höflich und zuvorkommend und doch mieden sie ihn. Wenn er die Abende mit den anderen Knappen und gleichen von ihren Stand verbrachte, saß Duernil stets abseits und selten mischte er sich in die Gespräche ein.
    Zu unterschiedlich waren ihre Interessen, und auch war ihm die Art der Menschen, stets mit ihren Taten, gleich ob wahr oder frei erfunden, zu prahlen, zuwider.
    Anfangs konnten Aragorn und Arwen ihn noch dazu bewegen auch seine freien Stunden mit den Anderen zu verbringen, später jedoch zog Duernil sich immer mehr zurück. Wann immer er befreit von seinem Dienst war, verließ er die Stadt, welche ihn zu erdrücken drohte.
    In den Aufzeichnung Gaildis wird es später heißen, dass in Duernils Zeit in Minas Tirith der Grundstein für das gelegt wurde, was noch kommen sollte und das in diesen Jahren seine Verachtung und Hass gegenüber den Menschen begründet war.

    Gaildis:

    Gaildis, welche vom Wesen her, wie ihr Vater freundlich und offen war, fand sich in den Glitzernden Grotten schnell zu recht. Und bald schon hatte sie Freundschaft mit den Zwergen geschlossen. Ihr engster Vertrauter in jener Zeit war Glofur der Sohn Gimlis und bis zu seinem Tod in späteren Tagen sollte diese Freundschaft bestehen bleiben.
    Vieles lehrten die Zwerge der jungen Elbin, selbst in ihre gut gehüteten Geheimnisse ließen sie Gaildis einblicken.
    Azbad- kibil ( Dame des Silber), wurde sie gerufen, nie war ein Angehöriger der anderen Völker den Zwergen so nah gewesen und Gaildis pflegte die Freundschaft zu den Zwergen ihr ganzes Leben.

    Legolas und Lotesse:

    Seid sie zu einander gefunden hatten, waren dies die ersten Tage, in denen Legolas und Lotesse frei von jeglichen Verpflichtungen waren. Oft erkundeten sie nur zu zweit Ithilien und erfreuten sich an ihrem gewonnen Glück. Es war eine Zeit in der nichts zwischen den beiden Liebenden stand.


    9
    "Du hast dich verändert!"
    " Du auch, vor allem dein Geruch, du stinkst nach Zwerg, " herausfordernd schaute Duernil zu seiner Schwester, die auf ihrem Pferd neben ihm her ritt, ihre kleinen Wortgefechte hatten ihm gefehlt. Doch Gaildis ging nicht auf seine Neckerei ein, ernst blickte sie ihren Bruder an:" Hör auf zu scherzen Bruder. Sag mir wie ist es dir in Minas Tirith ergangen, in deinen Briefen hast du stets nur von deinem Dienst geschrieben, erzähle mir was geschehen ist und dich so betrübt."
    " Ich bitte dich Gaildis, meine Freude endlich wieder mit dir vereint zu sein und bald heim zu unseren Eltern zu kommen ist so groß, lange habe ich auf diesen Moment gewartet, lass uns nicht über Minas Tirith und die Menschen reden."
    " Na gut, aber nur bis wir zu Hause angekommen sind, morgen wirst du mir berichten und auch ich habe viel zu erzählen."
    Nachdenklich sah sie ihn an, dann sprach sie zögernd:" Ich möchte dich um einen Gefallen bitten, Duernil!"
    " Alles was du willst, Schöne."
    Er lächelte seine Schwester liebevoll an.
    " Ich habe nicht vor lange in Nan Ellath zu bleiben."
    "Was? Nein!"
    Das Lächeln in Duernils Gesicht hatte sich zu einer entsetzten Grimasse verzerrt, doch Gaildis hob beschwichtigend die Hände.
    " Nein, hör mir zu! Ich möchte gerne durch Mittelerde reisen und die Länder und Völker kennen lernen. Und ich wollte dich bitten mit mir zu kommen."
    Für einen kurzen Augenblick erstarrte Duernil, dann musste er lachen.
    " Ich begleite dich gern, wohin du auch zu gehen gedenkst. Doch niemals werden unsere Eltern dies erlauben, Gaildis."
    Trotzig blickte sie ihn an:" Es ist mir gleich ob sie es erlauben, ich werde gehen."
    "Wir werden sehen meine Schwester. Doch wenn es so weit ist werde ich an deiner Seite sein."
    Er musterte sie nachdenklich, auch sie hatte sich verändert in den vergangenen fünf Jahren.
    Die letzten Meilen bis nach Nan Ellath legten sie in Harmonie und Freude über ihr Wiedersehen zurück.

    10
    Lotesse lehnte glücklich in den Armen von Legolas. Die vergangenen Jahre waren wundervoll gewesen, seit dem Anbeginn der Zeit hatte sie nie ein derartiges Glück empfunden. Sie hatte jeden Augenblick genossen, doch nun war sie von Freude erfüllt, über die Rückkehr ihrer Kinder.
    Sie hatten sich verändert, waren reifer geworden, vor allem Duernil, er erschien Lotesse nun ernster. In Gaildis hingegen war die Neugier auf die Welt erwacht. Sie hatte sich in den Kopf gesetzt durch Mittelerde reisen zu wollen, und Duernil seiner Schwester treu ergeben würde sie begleiten.
    Nachdenklich wandte sich Lotesse an ihren Geliebten:" Du wirst sie nicht halten können, das weißt du Legolas."
    " Ja ich weiß," seufzte der Elb betrübt:" Dennoch finde ich es nicht richtig, sie sind grade erst wieder gekommen. Und sie sind auch noch zu jung für solch eine Reise. Sie in der Obhut von Freunden zu lassen, damit sie lernen, ist eine Sache, doch sie ohne Schutz ganz alleine durch die Welt ziehen lassen eine andere. Sorgst du dich denn gar nicht um sie, Lotesse?"
    "Mehr als um mich selbst, deshalb sollten wir sie begleiten."
    Legolas schaute sie erstaunt an:" Ist es dein Wunsch durch Mittelerde zu reisen meine Schöne. Langweilst du dich schon an meiner Seite?"
    Lotesse lachte glockenhell:" Wie könnte ich? Niemals mein Gemahl, werde ich es müde werden an deiner Seite durch das Leben zu wandeln. Doch will ich nicht leugnen, dass ich noch einmal die Wunder dieser Welt erkunden möchte."
    Wehmut lag in ihren letzten Worten, und Legolas war sich sicher das sie ein "letztes" mal hatte sagen wollen.
    "Es klingt als würdest du Abschied nehmen wollen?"
    "Und so ist es auch mein Geliebter."

Kommentare (22)

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Tinúviël Ithildraug (40011)
vor 584 Tagen
Das ist anmaßend. Ich denke deine Art zu schreiben geht ganz gut in die Richtung Tolkien's. Es ist eh fast unmöglich so zu schreiben wo er, schließlich hat Tolkien viele Sprachen studiert oder zumindest sich mit ihnen ausführlich beschäftigt. Außerdem war es eine andere Zeit. Aber ss hängt auch davon ab, wer gerade spricht. Ein Zwerg würde sich viel direkter ausdrücken als ein Hobbit. Ein Elb viel wortreicher als ein Rohirrim.
Natürlich sind deine Kapitel wieder sehr schön. Es sieht so aus als würde sich ein großes Unheil anbahnen...
Namarië, meldis nîn
Melauriel (98387)
vor 584 Tagen
Freut mich das zu hören. Ich hoffe ich kann euch auch weiterhin begeistern.
Lonukira (74527)
vor 584 Tagen
Schon wieder ein so schönes Kapitel. Es ist einfach so unglaublich, wie du den Leser voll und ganz in Mittelerde eintauchen lassen kannst. Und auch deine Charaktere sind so glaubwürdig, so lebendig....einfach unbeschreiblich.
Melauriel (11049)
vor 596 Tagen
Tolkien und seine Werke begleiten mich, meiner Mutter sei dank, seit meiner frühen Kindheit, so zu sagen meine erste große Liebe. Ich war auch von Beginn an darauf bedacht so zu schreiben, wie ich denke, dass Tolkien es am ehesten ausgedrückt hätte (ich finde mich grade furchtbar anmaßend). Eher eine ergänzende Geschichte, als eine Neue.
Und ich freu mich jedes mal wie ein kleines Kind über deine Komentare. :D
Ein kleiner geheim Tip, jetzt wo meine eigentliche Geschichte erst richtig beginnt, ist es klug den Frieden zu genießen, aber die Taschentücher nicht, all zu weit weg, zu stellen. ;)
Bis Bald
Tinúviël Ithildraug (59556)
vor 597 Tagen
Du scheinst es dir als Ziel gesetzt zu haben mich zum Weinen zu bringen. Schon wieder so schöne Kapitel. Es ist schön auch mal ein bisschen was über den Frieden in dieser Welt zu lesen, ohne dass die Geschichte einfach nur kitschig wird. Ganz im Gegenteil, sie wirkt auf mich sehr realistisch. Die Beziehung zwischen Lotesse und Thranduil, aber auch im allgemeinen zu allen Person z.B. Maglor oder Feanor, ist total schön gestaltet. Ich liebe deine Geschichte, deine Charaktere und deinen Schreibstil. Ach, eigentlich alles!
Namarië, meldis nîn
Melauriel (12090)
vor 604 Tagen
@ Tinuviel
Es freut mich total das zu hören. Ich war mir selbst so unsicher, und hab alles irgendwie hundertmal umgeschrieben, es hat mich fast wahnsinnig gemacht. Umso aufbauender sind deine Worte für mich, hab dank. :)
Tinúviël Ithildraug (59556)
vor 605 Tagen
Der Teil ist so wunderschön. Ich könnte weinen so schön *schnief*.
Namarië, meldis nîn
Melauriel (12090)
vor 607 Tagen
@ Nandomiel
Danke, es freut mich wenn es dir gefällt. :D

Und ich kann jetzt auch mit einer Woche Verspätung mitteilen, dass Teil 6 fertig ist! Tut mir leid, aber irgendwie hatte ich eine kleine Denkblockade.
Nandomiel (07327)
vor 615 Tagen
Dein Schreibstil und deine Ideen sind einfach der Wahnsinn! Mir kommt es fast so vor als hätte die Geschichte Tolkien höchstpersönlich geschrieben! Mach weiter so. Ich freue mich schon sehr auf die nächsten Teile. ;)
Melauriel (12090)
vor 616 Tagen
Es tut mir leid,ich musste leider sehr viel arbeiten, jetzt hab ich aber frei und mach mich an Teil 6. Ich denke nach dem Wochenende gehts weiter.
Tinúviël Ithildraug (59556)
vor 619 Tagen
Und ich bereue meine Antwort. Ich möchte unbedingt wissen wie es weitergeht. Ich bitte dich: Beeile dich mit dem nächsten Teil
Namarië
Tinúviël Ithildraug (59556)
vor 620 Tagen
Aiya!
Ich hätte lieber einen kürzeren 5. Teil und einen langen 6.Teil.
Wie immer wunderschöne Kapitel.
Namarië
Melauriel (12090)
vor 620 Tagen
@Lonukira

so liebe Kommentare, darfst du von mir aus immer wieder schreiben.
Lieben Dank ich freu mich
Lonukira (38587)
vor 623 Tagen
Ich weiß, ich habe es schon gesagt, aber deine Geschichte ist einfach der Wahnsinn! Sagenhaft!
Melauriel (12090)
vor 625 Tagen
Hallo ihr Lieben, hab grade Teil 4 abgeschickt. Ich finde es schön das euch der bisherige Verlauf der Geschichte so gefällt.
Hättet ihr lieber einen etwas kürzeren 5. und einen langen 6. Teil, oder einen sehr langen 5. Teil?
Lucy (17772)
vor 625 Tagen
Das ist echt cool!
Du musst unbedingt weiter schreiben!
Morgoth25 (27398)
vor 631 Tagen
Wahnsinn. Ich kann nicht mehr dazu sagen, denn auch den 2 Teil finde ich sagenhaft :D
Lonukira (18583)
vor 632 Tagen
Ich kann mich Tinúviël und Morgoth nur anschließen. Dein Schreibstil passt einfach nach Mittelerde! Weiter so!
Tinúviël Ithildraug (59556)
vor 634 Tagen
Bei Iluvatar! Was für eine atemberaubende Geschichte. Keine Worte könnten besser passen als deine. Von der Geschichtsidee ganz zu schweigen. Ein reiner Genuss!
Namarië, meldis nîn
Melauriel (68775)
vor 636 Tagen
Habt Dank ihr beiden. Ich kann gar nicht sagen wie sehr ich mich über eure Kommentare freue. Die Fortsetzung ist schon in Arbeit. Ich hoffe ich kann euch weiter begeistern. :