Der Hobbit: Eine unerwartete Reise- Von Hobbits, Zwergen und Elben

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2 Kapitel - 2.758 Wörter - Erstellt von: Mereya - Aktualisiert am: 2016-03-04 - Entwickelt am: - 987 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Tinúviel ist eine (relativ) junge Halbelbe. Sie lebt in einem Kloster, da sie eine Weise ist. Bis zu dem Tag an dem sie einen gewissen Zauberer trifft. Der gibt ihr die Möglichkeit mit in ein Abenteuer zu ziehen. Nimmt sie es an warten viele neue Dinge auf sie. Vielleicht sogar die Liebe ihres Lebens!

PS: über Kommentare und eure Meinungen würde ich mich sehr freuen:)

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Ich streife durch die Wälder, renne mir die Seele aus dem Leib. Der Wind fühlt sich so erfrischend an. Die Natur summt leise ihr Lied und ich fühle mich sehr verbunden mit ihr. Auf einer Lichtung bleibe ich stehen, bin leicht außer Atem. Ich drehe mich in die Richtung, aus der ich gerade gekommen bin. Ich sollte jetzt eigentlich weit genug vom Tempel entfernt sein. Ich schaue zum Himmel hinauf. Wieder einmal habe ich mich mit den Obersten verstritten. Und wieder einmal haben sie diesen unverschämten Lehrling geglaubt, ich hätte ihn grundlos angegriffen. Dass er mich allerdings wieder einmal belästigt und unsittlich berührt hat, hat er nicht gesagt. Noch dazu, dass er meinte, ich würde dafür bezahlen, wenn ich auch nur ein Sterbenswörtchen darüber verliere, hat der Gute nicht gesagt. Aber ich bin ja immer die Schuldige, das war seit jeher schon so. Wenn ich jetzt verschwinden würde, würde es wohl niemanden stören. Der Vollmond scheint durch die letzten Baumwipfel, sodass man ihn noch nicht ganz sehen kann. Aber seine Macht spüre ich trotzdem schon im gesamten Körper. Lange wird es nicht mehr dauern bis er im vollen Zenit am Himmel steht.
Ich schließe meine Augen und atme, tief und ruhig, ein und aus. Ich höre meine Herrin, die Mondgöttin zu mir sprechen. Sie besitzt keine wirkliche, irdische Stimme, es ist eher so als würde sie in meinem Bauch oder im Herzen erscheinen.
„Tinúviel, ich habe euch schon erwartet. Ihr habt euch verändert, seid erwachsen geworden!“ Ich schaue auf einen Baumstamm einige Meter neben mir und entdecke einen älteren Mann in einen grauen Umhang. „Woher kennt Ihr meinen Namen, werter Herr? Ich wüsste nicht, Euch hier schon einmal gesehen zu haben.“ Er kommt etwas auf mich zugelaufen. Ich dagegen weiche einige Schritte zurück. Es ist sehr ungewöhnlich, dass sich ein fremder hier einfindet, zudem mich auch noch hier erwartet. „Darf ich mich vorstellen, junge Dame. Mein Name lautet Gandalf. Gandalf der Graue!“ Ich beobachte ihn argwöhnisch, deswegen wohl auch seine graue Bekleidung. Ich ziehe meinen Umhang fester um mich. Nicht weil mir kalt ist, eher um mich zu schützen.
Er ist ein Zauberer, das steht schon einmal fest. Und ich vertraue nun einmal solchen Gestalten nicht wirklich. „Ihr braucht keine Angst zu haben junge Priesterin. Ich habe schon euer ganzes Leben ein Auge auf euch geworfen, wohlwissend euch eines Tages hier anzutreffen. Nun ist die Zeit endlich gekommen.“ Ich weite kaum merklich meine Augen, woher weiß er, dass ich eine Priesterin bin? „Woher wollt ihr wissen, dass ich die Person bin, die Ihr hier anzutreffen erhofft?“ Er lächelt nur mild und schaut mich eindringlich an. „Ihr seid die letzte der Mondpriesterinnen. Damals, als ihr noch ein kleines Mädchen wart, brach eine Schlacht zwischen Euren Priesterinnen und den Zauberern der schwarzen Núménorer aus. Alle Priesterinnen sind dabei ums Leben gekommen, bis auf ein kleines Mädchen. Es wurde von der Schwesterngilde aufgenommen.“
Er hat recht, das kleine Mädchen, das war ich. Ich kann mich nicht mehr genau daran erinnern, ich war gerade einmal sieben Jahre alt und ängstlich. Heute bin ich das nicht mehr. Ich habe gelernt mich nicht unterkriegen zu lassen. Habe gekämpft für meinen Platz in meiner neuen Familie.
„Das ist sehr lange her, Herr Gandalf, natürlich verändert man sich in der Zeit.“ Jetzt steht er neben mir und schaut zum Mond hinauf, der jetzt die letzten Baumkronen streift und seine wahre Pracht zeigt. „184 Jahre um genau zu sein. Ich bin so erleichtert gewesen als man mir sagte, Ihr hättet das Ganze unbeschadet überlebt!“ Ich lächle, „nicht ganz, Herr Gandalf.“ Ich schaue ihm tief in die Augen und hebe meine Kapuze vom Kopf. Der Mond gibt den Blick auf mein Gesicht frei. Zusätzlich lasse ich meine Fassade etwas schwinden um mein wahres Gesicht an den Tag zu legen. Die Narbe, die mir ein Scherge Saurons damals zugefügt hatte, kurz bevor ich entkommen konnte, erscheint. Die Wunde ist damals gut und schnell verheilt. Aber die Narbe ist trotzdem gut sichtbar. Sie zieht sich von meiner linken Stirnseite, über die Nase, bis zur rechten Wange. Gandalf streicht mir langsam über die Stirn und ich schließe meine Augen. „Melkor, also doch. Aber lasst Euch eines gesagt sein, Euer Aussehen büßt durch diese Narbe nichts ein. Ihr seid noch immer ein Bild von Schönheit!“ Ich senke meinen Blick. Im Priestertempel wurde ich oft mit missbilligenden Blicken bestraft und all das nur durch meine Herkunft. „Die Ordensmutter, die mich adoptiert und aufgezogen hat, pflegte diese zwei Sätze auch immer zu sagen, wenn ich weinend zu ihr kam.“
Sein Blick wird auf der Stelle weich, „Recht hat Sie, Tinúviel. Sie war eine gute Mutter!“ Eine Träne steigt mir in die Augen, meine Mutter, oder besser gesagt, die Ordensmutter ist vor wenigen Monaten von uns gegangen und ist nun bei ihren Vorfahren. Sie schaut jetzt auf mich und Ihre Ordensschwestern herab. Seitdem ist mein Leben sehr einsam geworden. Ich habe selten, wenn überhaupt, jemanden an mich herangelassen. Lieber pflege ich für mich allein zu bleiben. Ich brauche keine anderen um mich. Ich brauche nur mich. „Was wollt Ihr von mir, Herr Gandalf?“ frage ich ihn nun. Irgendeinen Grund muss es ja haben, weshalb er mich jetzt und hier aufsucht. Er kneift seine Augen zusammen und lächelt jetzt wissend. „Ihr seid nicht nur wunderschön, sondern auch noch intelligent dazu. Ich bereite ein Abenteuer vor und suche noch ein paar Personen!“ Ich hebe skeptischen Blickes eine Augenbraue. „Wie kommt es, dass Ihr mich fragt, ob ich Interesse hätte?“ Er lacht > lacht er mich etwa aus? < Ich verschränke mein Arme vor meiner Brust. Am liebsten würde ich mich umdrehen und gehen. Er scheint es zu bemerken und räuspert sich. „Ich nehme nicht an, dass ihr Interesse haben könntet. Ich habe euch bereits dafür ausgewählt. In ein paar Tagen möchte ich mich mit der Unternehmung bei einem Freund treffen. Hier ist die Karte, findet Euch bitte in drei Nächten dort ein.“ Ich schaue auf die Karte und erschrecke. „Dann hätte ich ja schon längst unterwegs sein müssen!“ Als ich nach oben blicke, steht er schon längst nicht mehr neben mir. „Verdammter Zauberer!“ Ich renne los und beeile mich um in den Tempel zurück zu gelangen. Als ich die Tore erreiche bleibe ich kurz stehen und schaue mich um. Alles ist so ruhig, nur eine kleine Eule heult leise auf einem Baum im nahe gelegenen Wäldchen. Ich gehe in Richtung meines Schlaftrakts.
Ich packe ein paar Sachen zusammen. Mehr oder weniger wohl bemerkt. Ich ziehe meine Hose an, dazu meine weiße Bluse, die sich so leicht um meinen Körper schmiegt. Meine Kleidung wird von meinem braunen Lederkorsett und den Laubgrünen mit blauschwarzen Stellen marmorierten Priesterumhang komplettiert. Die blauschwarze Marmorierung stellt meine Herkunft als Mondpriesterin dar. Das Laubgrün ist die Farbe der Schwesternschaft der Waldpriester. Ich bin also zweifach ausgebildet. Unterwerfe mir sowohl die Elemente des Wetters als Mondpriesterin als auch die Elemente der Natur als Waldpriesterin. Sämtliche Priesterinnen beneideten mich seit jeher darum.
Ich nehme meine Zwillingsklingen und meinen Langbogen mit dazugehörigem Köcher. Beim Verlassen des Hauses drehe ich mich noch einmal um, schaue mir meine zweite Heimat noch ein letztes Mal an. Auf den Tag genau vor 184 Jahren, stand ich schon einmal an derselben Stelle. Blutüberströmt und vom Regen durchnässt. Ich war nur noch ein Häufchen Elend als man mich entdeckte und aufpäppelte. Ich habe zu der Zeit kein Wort gesprochen. Nur langsam und beschwerlich habe ich mich meiner Ordensmutter anvertraut. Aber sie hatte ich immer wie ihr eigenes Kind geliebt, auch wenn ich nie einfach war. Ich habe Möbel zerschlagen, habe andere Priester und Lehrlinge grundlos angegriffen und ihnen sehr wehgetan. Ja an könnte meinen, ich war ein schwer erziehbares Kind. Adere aus dem Orden wollten mich schnell loswerden und verbannen. Aber meine Ordensmutter hat immer an mir festgehalten. Ihr habe ich mein Leben anvertraut. Hier wird mich niemand mehr vermissen. Im Gegenteil, sie werden froh sein mich nicht mehr am Hals zu haben. Heute, ja heute verlasse ich meine sichere Umgebung und ziehe in die Welt hinaus. Hinaus in ein Abenteuer. Ich ziehe meinen Umhang enger um mich und stecke meine Hände in die Taschen. Sie umschließen meinen Gebetsstein und ich fühle mich wesentlich sicherer. Ich mache mich auf den Weg, denn ich habe einen langen Fußmarsch vor mir.

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