Briefe (3. Teil)

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2 Kapitel - 871 Wörter - Erstellt von: Ginafrancesca - Aktualisiert am: 2016-02-27 - Entwickelt am: - 438 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Lynn weiß nichts von ihm. Aber er weiß alles über sie, denn er steht er nahe.
((cur))Sehr nahe.((ecur))
Und während Lynn ganz normal ihr Leben lebt und Briefe abgibt, beobachtet er sie.
((cur))Immer.((ecur))

    1
    Drittes Kapitel //Lynn//
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    Schaudernd drückte sich Lynn in einen Hauseingang, trotz ihres Mantels zitternd- auch wenn sie nicht glaubte, dass sie der Kälte wegen zitterte. War nicht eben ein Geräusch, laut und schrill, neben ihr erschallt? Hatte es nicht wie ein grausiger Todesschrei geklungen?
    Nervös an ihrer Lippe kauend lauschte sie in die Nacht. Es war völlig still, nur ihr Atem klang in die Ruhe hinein, laut und surreal. Schon wieder, dachte sie, schon wieder hatte ein Todesschreiber jemanden getötet um an Briefe zu gelangen..
    Lynns Herz klopfte wie verrückt, Angst packte sie, aber sie zwang sich, weiterzustolpern. Durch den Regen zu hasten.
    Sie blickte sich nicht um, auch nicht, als der Mond sein kaltes Licht über sie sandte. Nicht einmal blieb sie stehen, um Atem zu schöpfen, sondern lief weiter, von namenloser Angst festgehalten....




    Lynn fühlte sich erst sicher, als sie zuhause angekommen war und in den hell erleuchteten Hausflur trat. Und auch dann hallten die Schreie ihr in den Ohren nach, und die Angst, die sich ihrer bemächtigt hatte, verschwand nicht ganz.









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    Zeitsprung

    Lynn schloss die Tür ihres Zimmers mit dem Fuß hinter sich und trat in den Raum. Aufseufzend räumte das Mädchen einen Stapel schwarzer Kleider zur Seite und setzte sich auf das Fensterbrett. Lange starrte sie hinaus in die sternenfunkelnde Nacht, auf nonexistente Geräusche lauschend. Was der Meister wohl mit den Briefen macht? Sicher ist es nichts Gutes... ich muss herausfinden, was er damit tut!, jagte ein Gedanke in ihrem Kopf den anderen.
    Zusammenzuckend erinnerte sie sich an seinen bohrenden Blick, an das Unwohlsein, das die düstere Kirche stets in ihr auslöste. Seufzend vertrieb sie die Bilder aus ihrem Kopf. Sie hatte solche Kopfschmerzen...
    Eine Weile starrte das Mädchen noch aus dem Fenster, den Sternen entgegen, dann stand sie auf.
    Auf dem Weg zur Küche, um sich ein Glas Wasser zu holen, hörte sie die Schritte ihrer Mutter an der Tür. Rasch verschwand sie in der Küche.
    Sie wollte ihrer Mutter nicht von ihren Gedanken erzählen. Violet Star, ihre Mutter, war der Ansicht, dass es gut und richtig war, Menschen die Briefe an den Meister abzugeben, und zwar so viele wie möglich, damit er "sein Werk" vollbringen konnte...-
    ,, Lynn, komm her!", verdammt.. Langsam trat sie aus der Küche.
    Violet war eine hagere Frau mittleren Alters mit wallenden schwarzen Locken und fragenden braunen Augen. Diese hatten genau den selben Ausdruck, als sie ihre Tochter fragte:,, Alles ist gut gelaufen, oder?".
    ,, Ja."
    Nein.
    Ihre Mutter lächelte sie an.,, Das ist schön! Du kannst gehen.", und sie umarmte ihre Tochter kurz, aber Lynn entwand sich ihr wie jedesmal.
    Kaum in ihrem Zimmer angekommen, setzte sie sich an ihren Schreibtisch und begann, die Fragen, die ihr immer noch im Kopf herumspukten, aufzuschreiben. Lynn war unruhig. Sie musste auf sie eine Antwort finden. Sie musste einfach.

    2
    Kapitel 4 //Lynns Sicht//(ecur))
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    Sie erwachte mit einem schrillen Schrei aus dem Schlaf. Müde rieb sie sich über die Augen und bemerkte erst jetzt, dass sie, mit dem Kopf auf ihren Notizen, am Schreibtisch eingeschlafen war.
    Gähnend stand sie auf. Das Haus lag in vollkommener Stille da, selbst das Ticken der Wanduhr schien verstummt. Zitternd vor Schreck über den Alptraum sah sie auf die Uhr.
    03: 12
    Lynn blinzelte.
    So früh erst?
    Seufzend ließ sie den Kopf wieder auf die Tischplatte sinken und versuchte, einzuschlafen.
    Es klappte nicht.





    Um 04: 01 gab Lynn es auf. Sie streckte sich und stand auf, vorsichtig aus ihrem Zimmer schleichend, und aus der Wohnung hinaus.
    Gierig inhalierte das Kind die frische Nachtluft. Sie kraxelte über eine Mauer, dann stand sie auf dem mondbeschienenen Hügel, auf dem sie oft ihre schlaflosen Nächte verbrachte, und setzte sich hin.
    Müde blinzelnd sah sie sich um. Der Hügel war vom Mond erhellt, aber um sie herum war alles nachtschwarz. Lynn seufzte wohlig. Wie sie diesen Hügel liebte! Verträumt sah sie zum Mond hoch, bis sie endlich einschlief.

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