Das Spiel von Schatten und Licht - Feuermond

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4 Kapitel - 719 Wörter - Erstellt von: Lonukira - Aktualisiert am: 2016-02-24 - Entwickelt am: - 456 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Nach Thorins Tod schien mein Leben wertlos. Doch ein kleiner Funken Hoffnung glomm über meiner trostlosen Existenz. Die Prophezeiung musste erfüllt werden.

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    Ich blickte auf und ging weg von Thorins Grab. Neben ihm Kili und Fili. Sie waren gegangen, und ihr Verlust schmerzte so sehr...
    Mein schwarzer Schleier wehte im kalten Wind, meine Tränen schieben an meiner Haut festzufrieren. Doch ich hatte eine Aufgabe. Ich musste genau hinsehen, die Wahrheit erkennen. Die Wahrheit in den Worten der Prophezeiung. Das letzte Wort gesprochen...hatte ich dies nicht getan? Das letzte Wort, das letzte Wort...
    In Gedanken ging ich die Prophezeiung durch: Ich werde über den Wald hinaus gehen, wo die Welt endet und das weiße Licht der Ewigkeit die Luft erfüllt. Wo die Quellen der Berge speien Gold in die Flüsse und Seen. Wenn das letzte Wort ertönt und das Feuer erlischt, erhebt sich aus der Asche die rätselhaft verhüllte Gestalt.
    Lange Zeit dachte ich nach, bis ich schließlich einschlief...

    Ich stehe auf einer steinernen Brücke. Vor mir der Himmel. Rechts von mir eine steile Felswand, links von mir rauscht ein Wasserfall in die Tiefe. Ich drehe mich nicht um, aber weiß dennoch, was sich hinter mir befindet. Eine Höhle. Die Höhle meiner Mutter. Ich stehe in dem Gebiet, wo mein Stamm einst gelebt hat. Plötzlich blendet mich ein rot glühendes Licht. Es ist die untergehende Sonne, rot wie Feuer. So schön...

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    Ich wachte auf. Wie Schuppen fiel es mir von den Augen. Das Feuer erlischt...Sonnenuntergang!
    Das weiße Licht der Ewigkeit...Schnee auf den Berggipfeln!
    Wo die Welt endet...meine Heimat.
    Das letzte Wort...Ende! Ende. Das war es. Der Schluss, das Letzte....Ende.
    Ich schwang mich auf den Rücken meines Pferdes und ritt los...nach Hause.

    In den Bergen kamen die Erinnerungen zurück. Vor einigen Jahren hatten Leichen überall gelegen, Drachen, Orks und Drachenelben. Jetzt war es still...ich allein, in der wilden, schönen Landschaft des Gebirges. Hier hatte die Prophezeiung ihren Ursprung, hier würde sie erfüllt werden. Ich ging weiter in die Berge hinein, bis ich zu der Brücke kam, auf der ich in meinem Traum gestanden hatte. Dort wartete ich bis Sonnenuntergang.

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    Rot wie das Feuer glühte der rote Kreis vor meinen Augen. Rot wie Blut, rot wie Herbstlaub, das zu Boden fällt. Ich hatte nur eine Chance. In dem Moment, als die Sonne hinter den Gipfeln versank und den Himmel ein letztes, verzweifeltes Mal im roten Tanz des Feuers aufglühen ließ, sprach ich ein einziges Wort.
    "Methed." Ende.
    Dieses Wort war der Beginn der Nacht und die Asche der Dunkelheit legte sich über den Sonnenglanz. Nur ein kleines rotes Licht war geblieben. Der Mond. Rot wie Feuer. Feuermond. Und vor dem Mond tauchte eine Gestalt auf, die Flügel ausgebreitet kam sie auf mich zu, rätselhaft verhüllt von den Schatten der Nacht und doch klar erkennbar im Licht des Feuermondes. Ein Spiel von Schatten und Licht.
    Thuringwethil.

    Der König unter dem Berge, kehrt wieder auf seinen Thron, des Ahnherrn aller Zwerge, Urenkelsohnessohn. Die Krone wird neu erstrahlen, die Harfe wird neu gestimmt, das bald man aus seinen Hallen die alten Lieder vernimmt.
    Und die Gräser sollen wieder gedeihen und die Wälder auf Hängen und Höhn,
    Und die Quellen der Berge speien Gold in die Flüsse und Seen.

    4
    Nun, da diese Geschichte zu Ende gegangen ist, will ich all denen danken, die mir so motivierende Kommentare hinterlassen haben, ohne die diese FF garantiert nicht in diesem Maße zustande gekommen wäre. Wenn ihr eine Fortsetzung wollt, teilt mir das in den Kommis mit. Vielen Dank an euch alle,
    Lonukira

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